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Full text of "Zeitschrift für celtische Philologie"

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C^' 



ZEITSCHRIFT 



FÜR 



CELTISCHE PHILOLOGIE 



HERAUSGEGEBEN 



VON 



KUNO HEYER ind L. CHR. STERN 



I. BAND 



HALLE A.S. 
MAX NIEMEYER 

LONDON PARIS 

DAVID NUTT EMILE BOUILLON 

370 Strand 67, Rue Richelieu 

1897 



INHALT. 



Seite 

R. Thurnej'sen, Ueber einige Formen der Copnla im Irischen ... 1 

J. Strachan, Some notes on the Milan gloBses 7 

Wh. Stokes, A Celtic leechbook 17 

W. M. Lindsay, Breton and old French glosses in the Harleian Nonins 25 

H. Gaidoz, La cosmologie celtique ^ 

H. Gaidoz, Anuwn iS^ 

H. Gaidoz, Quelques mots galloiH d'origine latine 85 

E. £ mault, Sur la mutation faible de d apr^ n en breton .... 38 

J. Loth, IJne forme archaüque du nom de Dieu en breton 47 

P. M. C. Kermode, A Welsh inscription in the Tsle of Man (with plate) 48 

J. Rh5'8, Note on Guriat 52 

J. Strachan, A Manx folksong 54 

Wh. Stokes, Cuimmin's poem on the Saints of Ireland 59 

H. Zimmer, Beiträge zur Erklärung irischer Sagen texte 74 

K. Meyer, Goire Couaill Cheniaig i (/rüachain ocus aided Ailella ocus 

Conaill Ohemaig 102 

K.Meyer, Two middle-Irish poems 112 

R. Henebry, Conach 114 

L. Clir. Stern, Die irische Handschrift in Stockholm 115 

L. Chr. Stern, Ein irisches Leben der heiligen Margarete 119 

R. Henebry, An unpublished poem by W. English 141 

D. 0*Foharta, Cü ban an tsleibhe 146 

F. Sommer, Das Pronomen personale infixum im Altirischen .... 177 

E. £ mault, Les pluriels bretons en er 232 

Wh. Stokes, The Gaelic abridgment of the book of Ser Marco Polo 245. 362 
A. Anscombe, The identiiication of 'Libine abas lae' in the Historia 

Brittonum 21(4 

£. Anwyl, The four branches of the Mabinogi (I. II) 27^i 

L. Chr. Stern, Die gälische Ballade vom Mantel in Macgregors Lieder- 
buche 294 

K. Meyer, Irish quatrains 827. 455 

J. MacDougall, Unüsg Choire-nan-Nuallan 328 



261124 



TV 

W. M. Lindsay, A Welsh (Comish?) gloss in a Leyden MS 361 

W. A. Craigie, Gaelic words and names in the Icelaudic sagas . . . 439 

K. Meyer, Finn and Grainne 41^ 

K. Meyer, The death of Finn Mac Cumaill 462^ 

E. Znpitza, Irisch reicc und creicc 466 

L. Chr. Stern, Fiannämth 471 

W. Meyer-Lübke, Zu kymrisch wy ans ? 474 

D. O'Foharta, An cloidheamh soluis agiis fios fäth an aon sg6il ar na 

mnaibh 477 

Erschienene Schriften 157. 342. 493 

Nachträge und Berichtigungen 502 



UEBER EINIGE FORMEN DER COPÜLA 

IM IRISCHEN. 



Die irische Negationspartikel ni ni hat zwei Funktionen. 
Erstens negiert sie das Verbum finitum in Hauptsätzen und nach 
gewissen Konjunktionen auch in Nebensätzen. Zweitens steht 
sie vor Prädikativen und vertritt dann die negierte Copula non 
est, bisweilen auch non sunt Im ersten Fall aspiriert sie den 
folgenden Anlautskonsonanten, im Altirischen zwar nicht kon- 
sequent gleich allen ähnlichen prätonischen Partikeln, im Mittel- 
irischen ziemlich regelmässig. Dagegen in der Bedeutung non 
est aspiriert sie niemals, weder im Alt- noch im Mittelirischen, 
und vor betonten Vokalen erscheint im Mittelirischen stets ein 
A- vorgeschlagen: ni h-innraic *es ist nicht recht', ni h-ed 'es ist 
nicht das', ni h-ann *es ist nicht dort' et^.^) Dass dieses h schon 
in altirischer Zeit gesprochen wurde, Ist hier wie in allen 
ähnlichen Fällen selbstverständlich. Nur konnte es nicht be- 
zeichnet werden, weil das altirische Alphabet kein Zeichen für 
den Hauchlaut besass. Der Buchstabe h war im Altirischen 
wie im Spätlatein stumm und diente nur zum beliebigen Schmuck 
vokalischen Anlauts oder in Verbindung mit p, t, c zur Be- 
zeichnung der Spiranten f, ^, x- D^^ mittelii-ische A- nach 
vokalischem Auslaut zeigt bekanntlich an, dass das Wort ur- 
sprünglich auf einen Konsonanten endigte, besonders oft auf 
-5.5) So auch hier. 



Gramm. Celt.« 179. 182. 739 if.; Windisch, Ir. Texte s. v. ni; Atkinson, 
The PaHsious aml the Homilies from Leabhar Breac p. 820. 

*) Atkinson, a. 0. p. 745 und 821; derselbe: Keating, Three Shafts of 
Death s. v. ni. 

«) Die Fälle s. bei Windisch, Ir. Gramm. § 107; Atkinson, The Passions etc. 
p. 745. Uebersehen wird gewöhnlich, dass nach dem Nom. Sing, ua 'Grosssohn* 
vor Eigennamen regelmässig h- erscheint: ua h-Airt (0' Hart), ua h- Eidhin 
(0' Heyne) etc., der letzte Rest des nominativischen -«. 

ZeiUohxlfi f. celt. PhUologie I. 1 



2 RUDOLF THURNEYSEN, 

Non est Iieisst altind. nästi^ kirchenslav. nest^i. Im Keltischen 
bedingt die Negation eine Verbalform mit Sekundärendung, also 
urspr. *ne-€st, *nest, woraus kelt. *n75^, ir. *nts, *nth, ni h- 
(m* A-). Die Regel, nach ni pflege die 3. Person der C'opula zu 
fehlen, ist also ungenau; diese ist vielmehr in gesetzmässiger 
Form vorhanden, nur darum undeutlich, weil h nur vor Vokalen 
erscheint, ferner weil im Anschluss an ni *non est' auch die ein- 
fache Negation, idg. ne, den Vokal i und zwar häufig langes i 
angenommen hat. 

Ganz ähnliche Sandlii- Erscheinungen wie ni *non est' zeigt 
im Mittelirischen prätonisches ro vor dem Präteritum Passivi. 
Vor vokalischen Anlaut tritt h, z.B. ro adnaic *er begrub', aber 
ro h-adnaiced *er wurde begi-aben'; ro indi^ *er zeigte an', aber 
ro h-indi^ed *es wurde angezeigt'; ro oirdnestar *er ordinierte', 
aber ro h-ordned *er wurde ordiniert', Plur. ro h-ordnit,^) 
Anlautende Konsonanten bleiben mit verschwindenden Ails- 
nahmen unaspiriert. 

Das einfachste scheint zunächst auch hier in dem h die 
Copula zu sehen, die ja einst im Keltischen wie im Italischen 
das Participium Präteriti Passivi, das den Fonnen zu Grunde 
liegt, mit dem Subjekt verbunden haben muss; ro h- verträte 
also *pro est Die Pronomina infixa in ro-7H ainmnigcd *ich 
wurde genannt', ro-t ainmnigcd ^du wurdest genannt' etc. würden 
sich so leicht erklären. Man könnte sie teils gleichfalls als 
Rest« wirklicher Copulaformen fassen, die nur sekundär mit den 
Pronomina sich vermengt hätten; vgl. -m mit der absoluten 
1. Sing, am 'ich bin', die wohl aiLs \s)ami *s^imi ^= lat. osk. 
sum entstanden ist. Teils könnten sie alte Pronomina sein, die 
ursprünglich als Subjekte neben die Copula traten; vgl. a-t 
*du bist', adi-b 'ihr seid'^) und die entsprechenden brittischen 
Fonnen. 

Gegen diese Erklärung spricht aber Vei'schiedene*. Erstlich 
findet sich die Nichtaspiration und das h- im Mitteliiischen nicht 
nur beim Präteritum Passivi, sondern bei allen passiven Formen; 
vgl. ni h-airmither 'es wii'd nicht gerechnet', ni h-innister 'es 
wird nicht berichtet', co ro h-ainrngtea 'auf dass er versucht 



^) Kegel und Beispiele am besten bei Atkinson, a. 0. 745 und 852. Vgl. 
auch Zimmer, K. Z. 28, 352 flf. ; K. Meyer, Ir. Texte II, 2 p. 7. 

') ammi-n nur einmal in ammin Mig 'wir sind kundig^ Wb. 14d28. 
Sonst ammi wie bei den andern Verben. 



UEBBK EINIGE FORMEN DER COPULA IM IRISCHEN. 3 

würde' (Imperf. Konj.), no h-ergabthu *er würde festgenommen'*). 
Alle diese Formen auf alte Participialkonstruktionen zurück zu 
führen, geht nicht an; und die Annahme, dass sämtliche Tempora 
und Modi das h vom Präteritum bezogen, ist unwahrscheinlich. 
Dazu kommt, dass das Altirische die Nicht -Aspiration im 
Präteritum Passivi noch nicht zu kennen scheint oder mindestens 
nicht durchgeführt hat; vgl. ro chloss Wb. 23c 11, ro chet Ml. 25 b 6. 
Auch rucad neben ro hucad (mit bedeutungslosem h) Sg. 174 a 1 
zeigt, dass ro von u- durch kein gesprochenes h getrennt war. 
Noch im Saltair na Eann ist ro chloss eine häufige Form, wenn 
auch ro closs überwiegt. Somit handelt es sich um eine Neuerung. 
Denkbar ist, dass mir. ro A- für altir. ra [A-] steht, wie ja altir. 
ra-n- da-n- (ro, do + Pron. inf. an- *eum') durch mittelii'. ro-n- 
do'fi' vertreten wird. Dann müsste man vermuten, dass die 
dritten Personen des Passivs, die im Unterschied von den ersten 
und zweiten im Altirischen kein Pronomen infixum zeigen, ein 
solches und zwar das im Altirischen pluralische a[h] sekundär 
angenommen hätten. Auf eine alte Form dieser Art, die aller- 
dings nicht genau entspricht, macht mich mein Zuhörer Ferdinand 
Sommer aufmerksam: no-n da-berthar ^dass sie gebracht werden' 
Ml. 134c G; hier hat aber das Yerbum singularische Form. 

Eher wird man in einem andern mittelirischen h- den Rest 
der Copula erkennen dürfen, nämlich nach dem Fragewort da 
*wer, was'; z. b. cia h-alt *was ist die Art?', cia h-adbar *was ist 
der Gmnd?' etc. 2) 

Die übrigen altirischen Formen des konjunkten Präsens 
Indicati\i der C'opula mögen hier nur kurz erwähnt werden. 
Sie sind, wie bekannt, durch ein d charakterisiert: Sing. 1. -da, 
2. 'dn, 3. -id -d -did, Plur. 1. dam (liäufiger -dan -dän\ 2. -dath 
'dad, 3. -dat^) Man verbindet diese Formen meist mit der 
Wurzel (.9)^0-, <) welche das Präs. Ind. des Verbum existentiae 
bildet: attd (ad-td), *er ist, befindet sich', i-td *in welchem ist' etc. 



>) Atkinson, The Passions etc., Zeile 4208, 5731, 3020, 3094. 

>) Atkinson a. 0. p. 582 und 745. 

3) Die Belege s. Gramm, («elt.» 488 if., wo sie fälschlich zum Teil zum 
Koiynnktiv gestellt sind. Der Konjunktiv unterscheidet sich immer durch 
b (p) statt d vom Indikativ: -6a, -6a, -b (-dip), -bam (-6an), -bad, -bat. 

*) Stokes, der K. Z. 28, 93 ff. Copulaformen der verschiedensten Jahr- 
hunderte nehen einander reiht, verteilt die Formen, mit anderen vermischt, 
unter die drei Wurzeln r«, i und (8)ta (p. 90, 99, 104). 

1* 



4 RUDOLF THöRNKVSEN, 

Dazu bestimmte sowohl das in den Endungen erscheinende a als 
die Schreibung ni-ta, ni-tam (ni-tan), tii-tad, ni-lat, wo aber die 
Nebenformen ni-da, ni-dam (ni-dan), ni-dad darauf hinweisen, 
dass t die unaspii-ierte Media d bezeichnet, (regen diese Ver- 
bindung spricht nicht nur die 3. Sing, auf -id. die von den 
andern Formen nicht getrennt werden kann, aber hellen Vokal 
in der geschwundenen Endung voraURsetzt, sondern auch der 
Vokal e im Plural in unseren altertümlichsten Sprachdenk- 
mälern; oire nu-n-dem Cam. 37d, cc nu-ded Turiner Palimpseat 
fo. 93r (Bezz. Beitr. 17, 135), donnat-det ebd. (K. Z. 33, 88). Das 
a in den gewölmlichen Formen -dam, -dad, -dat ist also sekundär 
aus unbetontem c hervor gegangen.') Die einzelnen Formen sind 
schwer zu enträtseln, weil sie, unbetont zwischen einei' Partikel 
und dem folgenden Worte eingeklemmt, aufs äussei-ste gekürzt 
sind. Sehr wahrscheinlich hat die '6. Sing, {conid 'dasa er ist', 
nand nant 'dass er nicht ist' etc.) dieselbe Endung eingebüsst 
wie «1 'non est', d. li. idg. est. Dazu stimmt, dass diese Foi-men 
den folgenden Anlaut niemals aspirieren; das A- kann liier, nach 
auslautendem Konsonanten, freilich auch im Mittelirischen nicht 
auftreten. Conid zeigt fenier, dass in den anderen Formen wie 
conda, condat etc. zwischen n und d ein Vokal ausgedrängt 
worden ist. Die Nebenform der 3. Sing, condid, ondid, amdid, 
diandid (neben diant) ist kaum alt; da« d hinter n wird aus den 
anderen Personen (conda etc.) eingedrungen sein; begünstigt 
wui'de die Neuerung dnreh indid 'in welchem ist', wo sich als 
betonte Form der Präposition in regelrecht ind einstellt 

Die ältesten irischen Formen 'dem, 'ded, 'det sehen kjmr. 
ydym, ydych, ydynt sehr ähnlich, wenn auch die Dentale nicht über- 
einstimmen. Bekanntlich finden sich auch innerhalb der brittischen 
Dialekte verschiedene Dentale neben einander; mkjTm-. ydwyfmiA 
yttwyf, corn. ythof und esof ythesof, mbret. czoff und aedoff 
eeaedoff'. Ihr Ursprung ist nicht aufgeklärt. Im Ii-ischen könnte 
man formell an die Präposition cd-, id- (prätonisch ad-) denken, 
die in der Bedeutung von dem unveränderlichen ad- nicht abzu- 
weichen scheint.*) Aber es geht nicht an, für die konjunkte 



') DaM andererseita Bchou im Allirischen t 
empfauden worde, dnranf dürfte das laufte a i 
nimtha 'ich bin uicbt' (aU Copnlaj weisen. 

') Frülier wurde — ftuch von mir — ed- lUlsclxlich mit aith- (^= lat. re-) 
«usamraen gewurfen. Richtig trennt eie Stokes in FickB Vergl, Wörterhoch' 
ÜB, giebt aber dem ersteren die imbelegte Bedeutung 'darüber'. 



TESER EINIGE FORMEN DEE COPCLÄ IM IRISCHEN. 5 

Flexion ein Kompositum anzuaelimeu, während das absolute am 
at unkomiiniiiert daneben steht. Ttieses legt vielmehr nahe, den 
Dental als ui-sprüngliches Snbjektsiironomen zu fassen, das 
hier zwischen Partikel und Terbalform getreten wäre. Aber 
ich sehe nur das allgemeine Pronomen der dritten Personen 
Sing, und Plnr. -rf- -id- (did-), das lautlich entspräche. Das 
ä mttsste also von den dritten Personen sekundär und miss- 
vei-etftndlich auf die andern übertragen sein. Bedenken erregt, 
dass, nach ni 'noii est' zu schliessen, gerade die 3. Sing, ni'sprttnglich 
kein Subjektspronomen zn sich nahm.') Zu Gunsten der Er- 
klärung darf man aber vielleicht den Konjunktiv anführen, der 
d nur in der 3. Sing, bisweilen zeigt: candib condip (1. und 2. Sing. 
comba), amdip neben arimp\ es könnte freilich erst aus dem 
Indikativ (condid, amdid) eingedrungen sein. Die Entscheidung 
sei der Zukunft vorbehalten. 

Merkwüi'dig ist, dass die absolute 3. Sing, is anlautende 
Konsonanten nicht aspiriert. ') Und doch ist eine vokalisch 
schliessende Grundform i*issi *essi aus *es({) nicht nur aus 
etymologischen Gründen wahrscheinlich, sondern wird, wie mir 
scheint, durch eine eigentümliche AVortverbindung direkt bewiesen. 
Zu dem Adjekti^Tim asse 'leicht, facilis' wird regelrecht das Com- 
positum mit an- aus 3- gebildet: anse, ansäe, annse (d.i. änasse, 
Grundform etwa *^-assio-s) 'schwer, difficilis', Komparat. anī.^) 
So erscheint es besondere häufig in der Verbindung ni anse, im 
mir. ni h-annsa 'es ist nicht schwer', aber auch in anderer 
Stellung: am<ü ndl anse, amal nach annse (Zimmer a. 0.), dindi 
OS n-ansae Ml. 104a 6, Superlat. anas ansam Wb. 10b 1. Das 
positive 'es ist schwer' heisst dagegen in den Würzburger Glossen 
immer: is inse 4c 2; 5b 28; 13a 19. Das kann ich mir nur so 
erklären, daas in dieser- alten Wortverbindung sehr früh aus 
*essi ^assion ein *essinasaion (woraus w-i««e)*) entstanden ist, 
wobei sich der Hauptaccent von ji auf das 1 verschob. Allerdings 
ist inse nicht durchaus auf diese Stellung beschränkt gebliebea 



') nit 'nou efit' ist erst mittelirisch, z. B. Alkinsou a. 0. Zeile 2SIft. 

■) Strachan, Bezz. Beitr. 15, lU. 

') Die Belegstellen nameiillicb hei Zimmer, Glossae Hibeniiufte p. LI; 
Aflcoli, Gloasäriiuu palaeo-hihernicTini p. XXXI. 

') Völlig laiitgesetzlich wSre 'is-«ise, du i vur a zn e gebrochen wird. 
Doch wird 'lag Ne^ationsprSfii vor d und ij {in-iUrb, i»-gnath} bei der 
Färbung mitgewirkt haleu. 



6 THÜBNEYSEN, FORMEN DER COPULA IM IRISCHEN. 

Zwar dass der Dichter von Carm. S. Pauli V aus Eeimnot einmal 
ni insa für das sonst allein übliche ni anse gewagt hat, will bei 
der Art der irischen Eeinikunst nicht viel besagen.- Aber in 
den Würzburger Glossen hat das Verhältnis ni anseiis inse ein 
entsprechendes beim modalen ba *es wäre' hervor gerufen. So 
heisst es zwar: niba anse 29d 21, nipa anse 19 d 18, aber positiv: 
ba inse 14c 29, sicher eine Analogiebildung, da dieselbe Verbal- 
form vorher geht. Im Mittelirischen ist inse durch anse verdrängt 
(is annsa); ob schon in den Mailänder Glossen, geht aus dem 
viermaligen is ansu 85c 14; 95dl3; 131b 4; 133a 4 nicht sicher 
hervor, da wir nicht wissen, ob es einen Komparativ *insu 
jemals gegeben hat. 

Ist so *essi, *issi als ältere Grundform gesichert, so bleibt 
die Frage, warum is niemals aspiriert. Strachan (a. 0. p. 119) 
neigt zu der Annahme, auslautendes -i habe nicht so väe andere 
Vokale gewirkt; doch wäre ein solcher Unterschied kaum zu 
erklären. Wahrscheinlicher ist mir, dass ?6' sich an ni *non est' 
conid *dass ist' etc. angeschlossen hat, dass sich also etwa nach 
*njh vor dem Wirken der Auslautsgesetze *issih für *isst gebildet 
hat. Ebenso wohl auch in der 3. Plur. *iddih für *iddi *eddi 
(aus *en</ *senti), da auch altir. it *sie sind' nicht aspiiiert. 

A\'ohl kein Verb hat vom Altirischen bis in die modernen 
Dialekte so viele A\'andlungen in Formenbildung und Konstruktion 
durchgemacht wie die Copula. Eine Sammlung der Beispiele aus 
sicher datierten Denkmälern dürfte die besten Kriterien zur 
Datierung der zeitlich unbestimmten bieten. Vor dem Deponens, 
das Strachan mit Glück nach dieser Seite verwertet hat,^) hat 
die Copula den Vorzug, dass sie auch für spätere Jahrhunderte 
verwertbar ist. 



Philological Society 1893—94. 

Freiburg i. B. Rudolf Tuurneysen. 



SOME NOTES ON THE MILAN GLOSSES. 

The Milan glosses have been copied at least once, and a 
glance at Ascoli's Tavola di integrazioni e emendazioni at the 
end of bis edition wll shew liow carelessly they have been 
copied. The acuteness of Ascoli and Stokes has aheady removed 
the gi'eat raass of these blunders. Biit a number still remain, 
and while reading through these glosses again, chiefly with a 
view to ascertaining whether any of the things commonly put 
do^Ti as Middle Irish could be traced farther back, I noted a 
number of passages that could be emended either with certainty 
or with gi'e^ter or less probability. These emendations I here 
submit to the judgment of the sinall but increasing band of Celtic 
scholars in the hoi)e that even where I am wrong my blunders 
may lead to the discovery of the truth. In some cases the 
reading seems uncertain; in these a fresh examination of the 
manuscript may decide. I have also noted one or two points of 
usage that seemed of interest. In respect of emendations already 
made I have had to rely chiefly on Ascoli's Tavola and his 
Glossarium Palaeo-hibernicum. If I have unwittingly repeated 
anything that has already been proposed by others, the coinci- 
dence may serve to confirm their suggestions. 

2b 6 huare rombu imairdde do p^sin moysi insalmso i^ai: 
ilhed do ciasu iartain rocet In his Tavola Ascoli reads isairilbedy 
in his Glossarium he p. 238 he proposes to change isairiJhed to i$ 
do airilhed. This correction seems to me necessary, but I doubt 
if we have vet an Irish fonn of sentence in is doairilbed do. 
In such a sentence as that the Irish order would be is do 
doairilbed 'it is to him that it was ascribed', cf. 2c 3, 46dl0, 
53 b 11. It seems to me probable that the corruption lies deeper, 



8 J. STBACHÄN, 

and I would siiggest. is airi doairilbcd dö 'it is therefore tbat it 
was ascribed to Mm'. Tlie scribe's eye might eaaily have 
waadered from tlie ftrst airi to tlie second. For hüare — is airi 
et 50d7, 105 a 4. 

2c 3 inti as aainm bis isnaih titlaib. Thls is interesting as 
an early example of asa 'wUose is', a formula whicli Iias been 
rightly explained by Stokes, Felire of Oengiis ccsviü, as made 
np of tlie relative foi-m of tlie Substantive verb + the jwssessive 
pronoiin. It is a form of seiiteuce whicli cannnt be lit«rally 
translated into Fng'lish, but wtiich is intelligible enongli as the 
relative form of ised a ainm bis 'it is bis name thal is', et 35a 20 
issa eregem adi g. ciiiiis in onines . . . qiierella prncesserat, lit. 'it 
is bis complaint', 90c3 Issa g. quorum, lit. 'it is tlieir'. 

14a 16 For adrobartat read adrobartatar. The compendium 
for Ana! -ar is often omitted in these glosses. 

14b 13 airnibu fkareir fesin boisom isintaimsir. 'At that 
time' would be expressed rather by isindaimsirsin, et 23d 10, 
Wb. 3b 1. In Ml. Iöc5 for ind/inaimso should probably be read 



14c 6 In ishisuidib read hisuidtb. 

15a 2 trop -t:: donad : : : t som. Aseoli conjectures ed ön 
adfet. After 23 c 1 we might read siniply trop ■ i ■ ilonadbat som. 

17b 3 am as innagnimao g. ut — factonim. Kead innanqni- 
mae. amal as does not in Ihis use affect tlie construction of 
the following case, cf. 27b 13 amal is indenmada coitchin g. ut 
conunnnis «luippe factoiis, 54a 22. 

21c 1 Kead \im]ba[be]loin 'in Babylon". The name of thls 
nnfortnnat« town and its people are constantly nmtilated. 

23c 6 mani ninädndenamni acht is codug[n]eni. As the 
gloss Stands it seems inconiprehensible. ni nddndenamni acht is 
cudugnem 'not that we shonld not do it but we should do it', 
Rf.24bl1, might st^nd as a gloss on niliilomiuus faciemus. And 
so ma ni nddndmamni etc. might gloss si nihiloraiiius faciemus. 

24b 4 isna drodio doini. The regulär iisage requires isna 
drochdöiniu. 

24d24 rolegsat canöin f[e\tarlaici z nu/iadnissi am rund- 
tegsamni acht rondasaibset som 'they have read the cauon of 
the Old Testament and of tlie New as we tiave read it, bnt they 
have perverted it'. Read rodasaibset. Tliere is iio place for the 
relative n, which has crept in üom rundlegsam. 



SOME NOTES ON THE MILAN GLOSSES. 9 

27b 10 anumman aircheltm = an-ammi n-aircheltai 'wlien 
we are removed', cf. 53 b 14. 

27d23 etarrusxiidige g. interpositum est. In liis Tavola 
Ascoli reads etarru suidujtJie in his Glossarium etarrusuidigestar, 
The former emendation is altogether improbable, tlie latter 
requires us to suppose that the glossator who usually follows 
the Latin text so slavishly here translates a passive by an 
active. Both difficulties are removed by reading etarrusuidiged, 
or less probably etarrusuidigthe, whicli would have to be regarded 
as an early instance of the supersession of the old perfect passive 
by the participle in -the. Cf. 52 b 4 where brethae seems to be 
used in the sense of rohreth, and Transactions of the London 
PhUological Society 1891—4, 568. 

29 d 2 As the 1. sing. subj. is required, I thought of cor- 
recting to immeningab. But imdaingaih as 1. sing. subj. is found 
38 a 3. Hence we have more probably an inflexion of gahim 
according to the third class, cf. cotammoscaigse 29 d 3. 

32 b 17 nibuncidnriam g. non niulto ante. Read ni hu 
incian riam 4t was not long before*, cf. incian riam g. longe 
ante 19b 7, further 33c 1, 44b 11. 

32 d 5 nachamdcnnainte dir % nach chonmirlic. More pro- 
bably nachamch(yi}iairlic, *do not forget me at all and do not 
leave nie'. 

33 d 20 innephciwisanad indaim no hitengad. I had thought 
of reading üldim nö hitengakL Stokes, Urkelt. Spr. 10, has 
suggested induimme, If this be right, it is, so far as I know, 
the only case where the Irish context proves dm to be used in 
the sense of *hand'. Ascoli has emphasised the stränge fact that 
the Word in this sense occurs only in a couple of folios of these 
glosses. When we consider the frequent stupidity of the glos- 
sator, it would hardly be doing him an injustice to suppose that 
in these cases he has been glossing nianus mechanically by dm 
*band' without attending closely to the meaning of the Latin, 
and at 36b 21 manus has actually the meaning of 'band'. It 
seems to me that it woidd be well to hesitate before acceptiiig 
a new word on such evidence as this. 

34a 16 omlt the first hicridiu. 

35 a 1 mad cobra = ma adcohra. 

35 c 34 Perhaps indeid, cf. 35 c 25, and cen dethidin dodenum^ 



10 J. 8TBACHAN, 

cf. 35 c 27. It. is often hard to distinguish in from m in Irish 
manuscripts. 

35 c 23 nm duine = rnad duine with the usual simplification 
of the double consonant. 

36 a 23 arnate neck trialugae, Ascoli s. v. luge proposes fri 
for tri. Perhaps rather taraltigae, With verbs of going tar 
denotes 'going over, transgressing, \iolating', a metaphor from 
the lit^ral iisage seen in e. g. Ml. 51 d 3 conatiagat t<iracricha 
corai. Cf. niratluig lugt n-ethig, ni thdnic dura brethir LL. 47 b 34, 
and the Compounds tainnthiagam and tairmthecht. 

36 d 2 anundagreinnsiu. Kather anindagreinnsiu, cf. anin- 
roigrann 36 d 7. 

36 d 9 On account of the aspiration one is tempted to read 
a chlaideb, eius gladio caedente. 

37 a 14 Read is fö dobertar inna annian, 4t is in accordance 
with that that the names are given', cf. 38c 3, 50dl8. 

37 a 16 Read donaib cenelaib. 

37 b 27 Read huainni ind neirt rothecht, *from the sense of 
the strength that it had'. 

38 b 5 Read fotdite mi, g. sub tutione tua. 

38c 5 issain fnnttic »ide frisni fimndragab Petur, Read 
frisani, cf. 47 b 13. 

38 c 9 intan rocomallad ingnimaib inn ates::mni tairchetu 
de soffL Ascoli has corrected inna testimni, and the sent^nce 
becomes intelligible if we change further rocomallad to roco- 
mallada, *when the testimonies were fulfllled in deed tliat were 
prophesied of him'. inna testimni is nom. plur. like na te.stimni in 
the following gloss. On the other band in testimni in 38 c 8, and 
Tur. 39. We seem to have here the beginning of the use of the 
feminine article for the masculine. The nom. sing, ist in testimin 
Ml. 101c 6. 

39 c 22 anr dunvmitc eoin asuthu, It is hard to teil fi'om 
Ascoli's note whether tlie MS. has dunemite or dunemat The 
former is equally intelligible, *as the wing of a bii'd protects its 
young*. 

40 a 6 Read dit diglaidibsiu. 

42 a 8 dumgnese. As this glosses me — facies, we should 
expect dumgenese, just as in 41 b 4 facies is explained by dugene, 

42b 26 Read ataim 'confesses it'. 

44bl0 — 11 1. 6 Read cair romlCicisse, 



SOME NOTES ON TlIE MILAN GLOSSES. 11 

44b 29 foich seems a corruption of /bcAa/J, similarly 54c30. 

44c2 It is a somewhat violent correction, but the sense 
seems to require am ni bin. 

46 a 12 For opopul read rather oapopul, cf. 46 a 7. 

46 a 14 For nanachaib ersoilcfiihe we shoiüd expect nadi- 
aibersailcfithe Hhat you would not be opened*. 

46a 17 — 18 dorodmnset diarig andochtim 7 dupopul atoiri. 
If dapopul is parallel to diarig it slioidd be diapopul, but even 
then tlie order is awkward. It seems to me more probable tliat 
dapopul is a comiption of oapopul, in wliich case 7 was pro- 
bably introduced after tlie corruption to connect rig and popul 
*They despaired of their king Coming to tbem with his people 
from slavery'. 

46 b 5 Read imm oslucud inna cathrach. 

48dl4 arateget inmiincathraich g. quorum multitudo instar 
silvae erat, i. e. *for their density about the city', cf. Windisch 
Wb. s. V. tiget 

49b 13 durumenar rom^a dia 7 rom-bühbeu ^I thought that 
I was a god and that I was immoitar. 

51b 7 Rather ndd fes cid as maith nö as olc do denum. 

51b 12 ni indfes&in eirbthi would fi*om the context naturally 
mean *it is not in himself that he trusts', and I take eirbthi 
to stand for erbid + i a suffixed pronoun corresponding to the 
inflxed pronoun found in Compound forms of this verb, cf. 42 b 7 
beirthi, 55c 1 gabthe, Wb. 23a 19 berihi = beraid + i 'he will 
bear it', also leicsi Ml. 52 1. 7 probably gntthisium 30b 20. In 
42 b 7 beridi apsfal is probably corrupt. Stokes would read berid 
intapsial, but in the simi)le verb the relative beres miglit have 
been expected. Perhaps dubeir intapstal; du might easily have 
been lost after lu. In the second part of this gloss the reading 
which Ascoli has in his text seems superior to that which he 
proposes in his Tavola — nach do duaisilbi ^it is not to him 
(seif) that he ascribes'. The only thing that could make tlie 
gloss clearer would be the Insertion of fesin after do, et 53 b 11. 

51c 2 The gloss is complete without asbeir *he uses cithara 
for each kind of song fi-om which the praise of God is fitting'. 
Does asbeir belong to the following gloss asbeir hondaisndis? 

51c 22 As Ascoli remarks, a preposition is wanting before 
huiledetaid] hüa might easily have fallen out. 

53 a 3 Read nanannian. 



12 J. STRACHAN, 

53(1 4 Rather an aramherad (-hered?) = dura parabat. 

53(16 'He used to say that the God of Jerusalem was 
not stronger than the God of any other town'. Ascoli remarks 
'forse dia. anziehe dia\ Either dia stood here or it must be 
supplied fi'om the fonner part of the sentence. 

54a 3 armgat rinn amdm, *they complain to us of their 
subjection '. 

54b 25 honaib gahalaih, 

55 c l Probably for tosun we shoidd restore the regulär 
tofunn. s and f are very like. 

5Ga20 Can the reading be fri cechaöina, *who are for- 
giving towards'? But I have no other example of fri. The 
regulär prep. is do, 

56b 11 airni siu daher anduilgine side. For mi As(M)li pro- 
poses inntmu. But may not s^iu mean 4n this world', ivd-aöe )( 
tau txtt? et ^Vb. 3d 17 siu nd fall *in this world nor in the 
other', 28d 1, Atkinson, Passions and Homilies p. 876. 

56 b 32 Read as zelaveris. 

56b 33 intan amdmt teit The reading seems uncertain. 
Ascoli gives in his Tavola anndeut teit in the sense of 'is 
applied to' is usually followed by do, cf. Ascoli, Gloss. LXXII. 
Hence the former reading might stand intan as n-d* eut teit 
The meaning is, 'when it is of et that it is iLsed, eniulari is et 
about a thing that you do not possess youi-self and that another 
has, zelaueris is et about a thing that you possess yourself, that 
another may not possess it equally \vith you'. 

56c 11 Read is do duucad and et Ascoli's note. 

57 a 10 am arindchrin dce 7 asindhail. Ascoli proposes to 
read ade, but there is no need of any change. de, g. diad ML 
40el, is \smoke', cf. Stokes, Lives of Saints 1409: 'as smoke 
perishes and dies'. 

62 el Read am asruhart The same error 17 c 7, 102 b 1. 

63 b 1 forcitlaidi lasorohae atredese it fortanroicliechnatami. 
This sentence is hardly idiomatie Irish. We should expect ithe, 
cf. 99 d 9. Also fortanroichechnatar is iiregular for fortanroich- 
natar. 

64d 18 One woiüd expect in cein naile. 

65 a 2 Here again dede has beeome rfe; 'when you have 
these two things'. For lassani cf. 67 b 19. 



80ME NOTfcÄ ON TITE MII-AN Of.OWSeS. 



13 



65a 10 dulogakl ilo chäck g. nienMi fiieiitis, i. e. 'ye forgive 
every one'. It is bard to see why Ascoli would alter the lest. 

67 b 4 Add etarscaraid 'ye part from' to the examples of 
etarscaraäm in Asciili's Glussarium. 

67d22 Rather ised inso aetinm. 

69a Iß Read dundecomnacht 'who gave it'. 

71 b 2 ropit t/tol les adem incloine sin. The Latin coiitext 
is, qui iniquitatem — agnoscit sponle commissam. adem is 
evidently cormpt, and it i« not possible to restore the text with 
certainty. The seuse would he satisfied by reading admum 
innacloine sin. The possessive betöre di^um niight niean 'liis' 
or it might be anticipatory of the following genitive, cf. G5e 16 
angnimae inna rig, 3Gc20 derlamae inna Celle sin, SQ a l',i ammct 
inna fochaide, 138 a 3 airis imradud dlabradsidi in ntenman 'fnr 
thought is the Speech of the mind'. 

72c I Read rommoidisom , or perhaps rather nommoidiiom. 

80b 8 For initUib read inchUdih, cf. 53a ü. 

81d 1 Read degnimu, 'from sin into holisess and good works', 
if we have not the beginning of confuaion between final u and 
a, Kf. 95a 10 sceultt, ako 99dl. 

82a G The usual translation of insolescere here would 
be nwnecmailtigid, and perhaps tliat was the original form of 
the gloss. 

83b 3b Read innahi. 

83 b 8 For the constrnction indate dussceulai, which seems 
from Aseoli's note to be the probable reading, cf. 92dO, 123c 10, 

83b 11 Perhaps rather diatardaidsi, cf. 77a 7. 

83c 3 con recam les fortach, 'so that we need help'. Ascoli 
would read fortacht, but after les tlie genitive fortachtac is 
requii-ed. Tiie same error is found in 92c 7 and in 93(15 com- 
pared with 93d4. 

84 d 4 Read ised adfet and forsindslmb. 

86 d 6 Read ha mu hrän dämm, lit. 'it was a gieater grief 
to me even the things whicli were to me fi'oni my fi'iends'. 

89 b 7 lasse hos nim foramentnuin oidfessed da bed flaith 
innadiad, Latin context, cum heatum David regendi popiUi cura 
distingueret et cognoscendi qnis suorum post se regnatums esset. 
Oiir gloss clearly refers to the latter part of this, and by the 
change of bas nim to ba snim it becomes clear enough; 'when 
there was anxiety on his mind that he might know who should 



14 J. STRACHAN, 

be king after liim'. Ascoli remarks ^Ridonda nim. Lo scriba 
si disponeva a scrivere lasse has nimma nienmain, e por sostitui 
for ad imm, senza cancellare ciö clie ridondava'. So far as one 
can judge froin this, we have here only a conjecture of Ascolfs 
as to how tlie text arose, on the supposition tliat it is corru[)t, 
not a new account of tlie reading of the MS., and apart from 
other considerations liow coiild has be justified where the sense 
demands a past tense? 

91a 21 ?s he forcan = is he forcenn 'that is the end\ 

92 c 13 nita terca grapliic for nitat ierca. 

93 a 5 comheth leu som nech di faiihih diarela doib. Here 
again diarela doih is graphic for diarelad doih, *that they might 
have some prophet to reveal it to thern'. 

93 d 10 Read soiraini, *because thou doest not deliver us'. 

96 aG indalusinmcnnuiin niadchotaxlaigfide fridta irederchoi- 
niud. Tlie key to inda lasinmemnain seems to be fiimished by 
39 c 34 inda leu nisroissed, It is hard to escape the conclusion 
that inda = the common Mid. Ir. indar; *tliey think, the mind 
thinks\ As to tlie relation of inda to indar, whether we have 
to deal with assimilation or with two different forms is uncertain. 
Cf. also dalini, (-arm. Ml. 5, indalim ib. 10. 

97 b 2 nirhii foirhihe anlrws 7 a/^hretem in dia, After anirces 
we should ex[)ect a crctcm, *their faith and their belief in God 
were not perfect'. 

100 b 14 dundanroscad g. nie anteferri. The sense requires 
dundamroscad *that T should be preferred', a correction wliich 
1 See Ascoli has already i)roposed in his Glossarium. For the 
passive cf. 87 b 4, 107 b 5. 

100 c 3 Here again andedese has become andese. 

102dl7 For am roirtha read am rosoirfha, 

103 a 4 arrumsa diiesiu. This is evidently corrupt, but the 
mind of the glossator is not dear. (.Trammatically either arrumsti 
diiesiu (cf. 9()dl) ^when j'ou were i)rotected' or arrunisa ditese 
*when I was covered' would be right. But perhaps the error 
lies deeper. 

103b 17 Probably innam Mthenian döin 'of the corrupt 
judges '. 

103c 15 If rasoisi stood originally here, we may compai-e' 
rofitis \Vb. 14cr2. 



SOME NOTES OX THE MHiAN QI.OSSES. 15 

103(116 cmnbad cd dugnitha. The syiitax reqiüres combad 
ed duffnetha, *that it should be that that shoiild be (lone\ Cf. 
51 d 2 combed samlid dagneth, 

106 b 13 For duchdth read duchdch. In our glosses ch and 
ih are sometimes confused. 

106 c 3 Rather dutia^ar. 

110c 9 cenaetarscarad frisinduhai? 

111b 28 dsroüli abds im nianihad trocairin dd, 4ie deserved 
death but for the mercy of God'. Ascoll would insert tri, but 
the curious construction is supported by \S4:h'i manibad fortach- 
[t]ain de son, *but for the help of God', 13(5 c 2 ba hcv dordd coir 
manipad taschidetaid indmetir, Hhat was its proper Order but for 
the necessity of the nietre'. 

112b 1 Ascoli rejects im as diie to ditto^apliy. In tliat 
case we should have to read dodvnum. But the question may 
be raised whether im may not stand for imm, imb = in + a 
part of the Substantive verb. 

112b 20 Read ishuaisliu. For confusion of n and h cf. 
91 c 10, wliere innani Stands for innahi. 

112 d 9 Read da gnäar, and cf. the precedini? gloss. 
113b 11 combed dninde Icu 6n. This is clearly coiTupt. 

I would suggest combed imhed clainde, *that tliey might have 
abundance of children'. Tlie similarity of tlie words would 
account for the loss of one of them. 

113 c 2 arrunetcndiged indmre, *when the slavery was relaxed'. 
There Ls nothing wrong here; the verb is a derivative froni cfend^ 
the negative of tend, 

114a 15 For at£ read natc. 
115 a 2 For duchur read dechur. 

115 b 17 Rather ised 6n anert 
115dl2 Read giallaid. 

116 b 7, 8 These form one gloss. 

118c 11 According to Ascoli Stokes would here read immc- 
thrnßcrat But the form of the MS. is sui)i)orted by other forms 
in the glosses, cf. Ascoli Gloss. C('LXXX\1II, further rothascar 
LL. 110b 5, rothascair LL. Illbl8 (in a late text). On the other 
band forms with r are found in early texts, cf. LU. 60 b 10 intan 
bd n-imtrascrad dognitis dorascradsom na tri. L. mac a oenur 7 
m chomraiced imbiseom Im a trascarthu, 'when they wrestled 
with one another he by himself threw the thrice fifty boys, and 



16 J. STKACHAX, NOTES ON TUE MILAX GROSSES. 

there did not meet about liim enougli to throw him', cf. LL. 63 a 46. 
Here the pres. sec. dorascrad is impoitaiit, as it point« to dorctö- 
craim as the ortliotonic fonii of trascraim. As by dorat we liave 
ni tharat so by dorchseraim we might expect ni *tharscraim, 
whence with metathesis, probably on account of the following r, 
ni thrascraim. The Compound may be analysed into to-ro-ad- 
scaraim. As to tascraim, in the absence of orthotonic forms, it 
is hard to say whether it represents another Compound to-ad- 
scaraim or whether r has been lost by dissimilation; on the 
whole the latter seeuLs more probable, tascraim and trascraim 
may have been different dialectical forms. Be that as it may, 
the examples of tascraim are too numeroiLS to be regarded as 
mere scribal blunders. 

122d7 Read airroböi da, 

122d 11 Read innaniJbriatliar, 

124 b 3 The verb doluigim is foUowed by the prep. do, 
hence we should read ani durolged diaaithrib, cf. 124a 2. 

125 d 11 anhoth must form one word, and is evidently 
identical with anfud *storm', now pronounced druiha. 

126 a 7 Read niassu duchdch imram isindro[f]eith dia com- 
hucJi oc indimram etc. For comhtich cf. 118 b 3. 

127 b 12 Read inna mcdoncha, 

128 d 9 For dlegud read deligud, 

128 d 11 The curious cuitir, liowever it is to be explained, 
is also found AVb. 3d 6. In the second part of the gloss we may 
read acht comolnithir ingnim, 'but it is fulfilled in deed', cf. 
38 c 9. 

129 b 3 inti lasinformat is supported by 53 c 16 inti lasinn- 
accxihur, 

131c 10 For diacrig read probably diacathrig, 

131 d 14 For aroigsitis read araroigsitis, *that they should 
pray'. 

136c 11 Read do lasri. Here do has been lost after dd, 
just as it was before it in 87 c 4. 

145d8 Read amhuith, 'they came into being when he 
ordered them to be', cf. 51dl3 huare forco^nnactar inna duli 
iarna epert do dia hiat, 'because the creatui'es came into being 
after God said, let them be'. 

Marple, Cheshire, England. J. Strachan. 



A CELTIC LEECHBOOK. 



The University library at Leiden contains three manuscripte 
of peeuliar interest to (^eltic scliolars. One is a Priscian (lat. 
mss. no. 67) wiitten in the year 838 by an Irishman named 
Dubtbach. This codex contains about seventeen Old-Iiish glosses, 
most of which have been imblished niore than once.>) The 
second, a sixteenth Century ms., is wholly in tlie Trish language. 
It contains (1) a prose Version of the story of P'ind mac Cumaill and 
the Phantoms, which has been edited by Prof. Stem of Berlin 
in the lievue Celtique XIII, 5 — 12, and (2) an imperfect copy of 
the Med Bricrenn. The third ms. consists of a Single fragment 
of parchment, forming four mutilated pages, of which the first 
is in a good Irish band of the ninth centuiy, while the second, 
third and fourth are in another and coarser Script, generally 
resembling the Old- Irish, but differing in the shape of the t, 
which rises a little above the line, and is sometimes hardly 
distingiiishable from c. This fragment, which Mjnheer de Vries, 
the leamed keeper of the Leiden mss., found Ijing loose in 
Codex Vossianus lat. in fo. no. 96, and kindly shewed to me, is 
part of a Latin medical treatise, which often reminds one of the 
Meddygon Myddfai, Llandovery, 1861, and contains a number 
of neo-Celtic words. Of these one is Irish, and the rest are 



') See Goidelica^ 2^ ed. p. 57, and Ziinmer's Glossae Hibemicaej pp. 220. 
227. In fo. Kia the words cunchin pro conchin (Prise. 1, 35) are glossed by 
^ . est concha äesc. concha quasi concaua' where desc should be bldesCf now 
written hlaosg, co^ate witb Cymr. hlisg and Bret. plisquen. In fo. 27 a Leeciiis 
(i. e. Lyclus), Prise. 11 40, is glossed by .1. an. In fo. 07 a the marginal gloss 
on poDis, pollini, is auitaa, not atUtas. In fo. 69 b tbere is another marginal 
gloss, llyur .i. fallax; which is obsenre to me. 

Z«iUchriffc f. c«lt. Philologie I. 2 



18 WHITLET STOKES, 

Britisli words for plants, trees and otlier coinponents of the 
mediaeval matcria niedica, Tliat these words are not Cymric is 
clear from the absence of a prothetic vowel in scau ^eldertree' 
(CjTiir. ysgaw), stlanms *the lesser plantain', and spem *thorn'. 
That tliey are Old- Breton and not Cornisli is probable from 
hoiarn 4ron' (Corn. Jwern), hiscelharr *misletoe\ now iselvarr, a 
Word peciiliar to the liaut-vannetais, and tlie two loanwords 
from the Frencli, tili 'limetree' (Fr. tüle) and guoced *woad' 
0. Fr. guatde, now guede. 

In the foUowing transcript I have numbered the paragraphs, 
represented extensions of contractions by italics, and placed in 
parenthesis letters now illegible, but which may be confidently 
restored. 

R 1. 

1 postea oUam de for(nace) asinino 

lacte restringe (m)ortario teris et cemis eiusqw<? puluere 

(m)aculas ut facies rugas now habeat cucumeris agres(t)is 

radice>H sicca*« tonde") diligenter et crebra po^^ea cum aqna 
niisce et faciem line et alia die aqua fi-igida faciew laua. hoc 
si triduo facere uolueris mirabilew effectum uidebis. 

2. AD lentigines q?/i in facie nascuntur fei tauri illitum in 
faciem lentigines purgat. 

3. Plantaginis herbae radix ante solis ortum sublata in 
capite alligata dolores conpescit. YTem sambuci (1. tröm) arboris 
semen trituni succus eius cerebro illitw^ dolori eius subuenit. 
TTeni cornicis qwoqne ex rebelluw [leg. cerebellum] coctuw« uti 
assolet cibi loco sumptutw ({uatnms gi-auis et iwueteratus dolor 
mira cum aufert celeritate. Caprimus [leg. Caprinus] fimus aceto 
resolutus et fronti illitus mire succun*it. Nidi liirundinuw lili- 
buti [leg. delibutij aqua et luto frontew timporaqt/6 illita dolores 
eoYum cai)itisqwc sedant. ITem aqua residua in qua assinus aut 
bos biberit potui sumpta eficaciter sanat. 

4. Ad Caput purgandum et omne fleuma^) deducenduw 
brasicae succus naribus iwfusus capw^ expurgat. 

5. AI) C4iliginem oculoruw foenucli radices contussae succo 
tantuw mellis araixto leni igne coques ad mellis cra^itudinew 



*) i. e. tunde. So uolpis, 5, for uulpis, turbolendos, 19, for turbulentos. 
*) i. e. flcgma. 



A CELTIC LEECHBOOK. 19 

possitoqtt^ in buxidae*) serea liabeto cum opus fuerit caligines 
quamnis crassas discuti et cutw aqua cisternina aut muliebri 
lacte iniungito. ADipe uolpis oculos suos Unat et in perpetuo 
sanus erit. Eiusdew foenicidi radices decocte aqua oculos foueat 
et mire omnetn caliginew« celeriter discutiat. 

6. Ad caliginem lotium infantis si cum melle optima misces 
et iunges patientem foeniculi radices decocte oculos foue(at et 
iiii)re omnew caliginem mirabiliter discutiet. 



P. 2. 

7 lac cap butiriuw et cram 

occifaeth per aniinam ariaetis sanat. 

8. Item ad rsemediuw peducli^) radix tanate^) absintium 
lanith cortix colaenn rusc dar rusc caerdin del . . . guoaed folia 
sabuci*) carturaed alan trinion penn caeninn . iwatt. 

9. Item ad guoitha soer. Daeru radix alin laur caerdin his- 
aelbarr Ocroos^) hobaebl baeruent«) uaelaerian radix anior radix 
aeu coquitwr per butirum et mael marrubium rafanum domae 
Cselidonia millaefolium uornaert") daemaer guodrot mael arcet sal. 

10. Item ad quaemlibet doloraem . tutlob stlanaes platan et 
iar aelilub. 

11. Item ad elaeuanduw os. boet boror radix uitonicae gi^ana 
tili herba similis uottrwm craescaens in ripa non diminuitio- in 
temporae hiaemali per caeruisam sanat. 

12. Item ad uintlum . tutlub gulaed et iar elilub cum stlanaes 
haentletan platan hoiamlub gulaed et ad quaemlibet doloraem sanat. 

13. Item ad guaedgou. Nenneth radix briblu abranguaenn 
mor per ceruisam . sanat. Caes . scau. Caes spern. Caes gueni. 
Caes . dar. Caes c^rnucaerui. Caes colaenn. Caes aball . per caeruisam 
anroae aeniap . aehol . paer mael. 

14. Item ad canis moi^sum. Cipa .ii. wel .iii. in cinerae 
coquaes cum adipae et melli^ et sie simul coques et alliba^^) 
et sanat. 



*) Here as elsewhere ce is written for e. 

*) I. e. peduculi. ') Leg. tanaceti, Cyinr. ta^isi'^ 

*) I. e. sarabuci. *) Perhaps Otroos. 

•) The uent is written over beer. 

^) The n is doubtfol here as there is, a small hole in the parchment. 

") AUib., with a flat strokc through the npper part of the b. Read allevat. 

2* 



20 WHITLEY STOKES, 

15. Item ad fistucam . dae oculo tollaendam. Canta psalmum 
.L qui liabitat ») tribus uicibus supe/* aquain funde in oculum . ubi 
fuaerit fistuca et sanus aerit. 

R 3. 

16 dictaqti6 per totu(m) diebus aegiptiacis.^) 

1 7. Mense Mai-tio bibat dulce usit et agramen coctum 

em confectum manducarae assa balneo usita(re) . . . sanguinaem 
minueret solitionem non accipere quia frigor(em) generat ipsa 
solutio libesto et rut^ bibat quod f a . . . . iu et a . . . exeat diem 
orsuw (?). 

18. Mense Aprili sanguinem minuere, potionem accipere, 

c^rnae .... tes usitarae, a radicibus abstinere qma bus 

et .... ines . . . to . . nella bilat [leg. bibat?] quam 

tertium e . . . . quam . . . 

19. Mense Mai(o) . . . caliduw bibat calidum ... et capiti 
purgatio quod calidu ... in calor . . ponet frigidum nullum . . 

manducaret neque aqw^w ieiunus biberet quam 

est uenena mala . . . e alias deteriores uen incideret po 

. . . tionem ad soluendum accipe in capite tur- 

bolendos sanare . . . p . . (ui)rginem mundam ufi curare holera 

agramen manducare absintii et finucli semen bibat .... 

diem exeat . Ö. u. ii. 

20. Mense lunio .... die mane ieiunus aqwom bibere purca 
.... lactucas manducare acetum bibere. 

P. 4. 

21. Columbin ualde prodest. C . . . 

ros aceto resolutus et fronti illitus .... Item herbae qwae in 

flumine super nascun(tur) . . . Uta . . trita folia tique 

mii-e pu(r)gationi capitis proficiunt. Item lapuw (uen)- 

triculis pullorum liirundinum . innen . . d . uter . . os . . . . dolores 

babidi maxime albi qui ne (p)urgant erit cauen- 

diini . similiter . . . capw^ recens coctum et co nos .... 

sedare . . dicitur . fulica morbum sumpta capitis iicituv, 

22. Ad capitis dolorem lapillus qualiscumque ab ea 

te 



») I. e. Ps. 90. 

*) The Dies Aegyptiaci were the first Mondays in Jannary, April and 
Angfust : See Cockajue, Leechdoms IU, 77. 



A CEI.TIC LEECHBOOK. 21 

23. (Ad) capillos fluentes leporis uentriculum coctum in 
.... gine et mixto oleo inpone capidi et capillos fluentes con- 
tinet et cogit concrescere. Item ungulas caprinas combure cinerem 
et , , , , commisce insimul et pone supra et liga capillos de- 
fluentes ligat. 

24. Ad capilluw crispanduw cornua ariet(is ur)untur cinis- 
que cum oleo conteratur derasumqwe capw^ frequen(te)r ungetur. 

25. xerocollirium et . ulceratio palpebr .... :- sum collirium 
eius lacrimas. xerocollirium eins oculorum hu . . . 



Glossary. 

(The bare numbers refer to the paragraphs.) 

aball 1 3, appletree, Br. auallenn. Com. avallen (gl. malus), Cymr. 
afal, Ir. aball (gl. malus), F. dat. aiailt, ajmillt, Imi^am 
Brain, ed. K. Meyer, pp. 5, 36, urkelt. abaldä, Ags. aptildr, 
Ahd. affoltra. 

abran-guaenn 13 = Cymr, amranwen * white -wort', *wild camo- 
mile', a Compound of amrant = Ir. abra, pl. abrait 'leaves', 
Imram Brain, p. 5, and guenn = Corn. guyn (gl. albus), 
Cymr. gwynn 'white' = Ir. find, 

alan 8 = Cjinr. alan *coltsfoot' (tussilago). 

alin 9, is obscure to me. Borrowed perhaps from aXiftov 'seawort' 
or, if we read aisin, from dXolvri 'myosotis' according to 
Dioscorides. 

amor 9, seems = Cymr. ammor 'amaranth', as to which see 
S. Evans' Geiriadur Cymraeg, 

anroae 13, is obscure to me. 

arcet-sal litharge? a Compound of *arcliet 'silver' and sal cognate 
with Bret. saotr *ordure' (Grundform saltro\ CjTnr. säl *vilis', 
Ir. sail (gl. labe): et molipda (jioXvßöaira) gl. fex . . . argenti, 
Alphita 120. In arc(h)et (Grundform argeto- = Ose. arageto) 
we have the same unnasalised suffix as in Ir. *argeth, whence 
airgthech *silvery', *moneyed', Coir Anmann § 220, airgdech, 
Corm. s. V. marc. 

barr branchf see hisael-barr infra, 



22 WHITLEY STORES, 

bapruent 9, seems a Compound of her ^broche', Cjinr. her, Ir. bir 
= Lat. veru, and uent = Lat. ventus\ but is perhaps 
= Cjmr. perwaint (gl. Geribiwm ola), Meddygon Myddfai 
286. Or read beruenc, from Lat. pervincd? 

boet 11, borrowed from Lat. beta? 

boror 11, cress, leg. beror = Cymr. berwr, Ir. biror. The mod. 
Bret. beler 'cresson'. Com. beler (gl. carisU 1. kerso), like 
Ir. büor 'watercress', exhibit dissimilation. 

brib-lu 13, seems a Compound of *brib, cogn. witli Cjmr. bref-lys, 
brefai 'pennyroyal' (mentlia pulegium) and lu for lub q. v. 

cart-uraed 8. Here cart may be for *carth, cogn. with Ir. cart- 
lann 'watermint'. Or carturced is a scribal error for cant- 
urced = Cjmr. canwraidd 'himdred-rooted', *knotgrass', persi- 
caria (Polygonum), S. Evans, a Compound of cant *liundred' 
and gwraidd *roots', Br. gruizyetm *racine', Com. grueiten 
(gl. radix). 

caeninn 8, leelc, Bret. kignenn, Corn. cennin (gl. cipus, leg. caepa), 
Cjmr. cennin 'pormm capitatum', Ir. cainnenn. 

caerdin, caerdin 8, 9, fnountain-ash, Bret. kerzin * alizier', Corn. 
cerden, Cymr. cerddin, cerdin, 

caes 13 = Cymr. actis, imperat. sing. 2 of ceisi'o *to seek, to fetch', 
passim in the Meddygon Myddfai. 

cifaeth see occifaetli. 

colaenn 8, 13, holhj, a scribal error for celenn = MBr. quelenn- 
enn. Com. kelin (gl. ulcia), ('ymr. celyn-en, Ir. cuil&nn. 

cram 7, garlic, is = Cjmr. craf, Ir. crem, gen. crenm, Gr. xgoftvov, 
Boeot. xQB/ivov, Ags. hranise. 

dar 8, 13, oak, is = Corn. dar (gl. quercus), Cymr. dar, Ir. dair. 
del 8, leaves, Bret. delyenn, delien, pl. del, delioxi. Com. deUn (gl. 

folium), Cjmr. dail *leaves'. 
daemaer 9, is obscure to me. 

daeru 9, oak, Br. deru-enn * quercus', Cymr. derw-en. 
domae 9, is obscure to me. 

aebl, see hobaebl. 

aehol 13, is obscure to me. 

eli-lub, aeli-lub 12, 10, a Compound of eli = Cymr. eli 'unguentum', 

and Itib = Com. luv in luvorch guit (gl. uirgultum), Bret. 

li-, Cymr. lu in li-orz, llu-arth = Ir. lub-gort 'garden'. 
aeniap 13, is obscui'e to me. 



A CELTIG LEEGHBOOK. 28 

geu 9, yew, Bret. ivin, Com. hiuin (gl taxus), Cymi'. yw, Ir. eo. 

gou, see guaedgou infra. 

guaed-gou 13, flux of hlood? a Compound of guast *blood' = now 

gwad or goad, but in Vannes gwed or goed, cymr. gwaed, 

com. gois (0. 2748), goys, and of gou, cognate with Ir. go 

*sea', and Gr. x^co, x^f^^f X^^^- 
guenn M7Äife, see abranguenn supra. 
giiem 13, aldertree, Bret guem-enn *alnus', Com, guemen, Cynir. 

gwemen, Ir. fern, femog. 
gulaed 12 = Cymr. gwlydd *alsine, morsus gallinae', Davies; Ii\ flid 

*clückweed'. 
guoaed 8, seems borrowed from 0. Fr. tvaide, gaide, now guede 

*woad\ 
giiodrot 0, is obscure to me. Perliaps it is == Cymr. godrwyth 

^wild beet' (melilotum), Davies. 
guortha 9, is obscure to me. 

hsent-letan 12, Wegebreit, Engl, waybread ^plantago maior', MBret. 

hetledan, now hedledan, C-orn. enlidan (gl. plantago), Cymr. 

henllydan: a Compound of hent *way' == Ir. sei, Got. slnps, 

and letan *broad' = Ir. lethan: cf. Cynu*. llydan y ff'ordd. 
hisael-barr mistletoe = iselvarre *gui-, in liaut-vannetais, as 

M. Loth informs me, citing Pierre de Chalons' Dictionnaire 

Breton- Fr angais du dialecte de Vannes, p. 22, s. v. deure. 

A Compound of isel, now ?>eü, = Ir. isel 4ow', and barr 

'sommet, cime, branclie'. The usual tenii in Britanny for 

•mistletoe' is huel-varr = Cymr. uehelfar. 
liobaebl 9, is obscure to me. Iwb = Ir. sub ^juice, berry'? cebl 

from Fr. ieble ebula 1. ebulus — mere guesses! 
lioiam-lub 12, ^iron-woi-t', a translation of oid7jQiTiq? Com- 

pounded of hoiarn = Corn. hoern, Cjmr. haiarn, Ir. tarn, 

and luh, as to wliich see eli-lub supra. 

iar 10, 12, seems borrowed from Low-Lat. iarus *barba Aron', 

*pes uituli', the English wakerobin and ctickoo-sjnt, 
inatt 8, perhaps borrowed fi'om Low-Lat. inanti = olvav&Tj. 
isel low, see liisael-barr. 

lanith 8, is obscure to me. Perliaps lan it = Cjinr. Ilain yd, 
llafn yd? MBret. eth *ble', Catliol., haut-vannet. id =^ Ir. ith, 
laur 9, laurel, Cjmr. llawr-wydd. Borrowed from Lat. lauru^, 
letan hroad, see haentletan. 



24 WHITLEY STOKES. 

lu herh, see brih-lu. 

lub 12, lob 10, herb, see elilub, hoiarnlub, tutlob. 

mor 13, sea, CjTiir., Corn., Bret. mor, Ir. muir, Gaul, mori, dbran- 

guenn mor would then mean some kind of seaweed, or 

some plant growing on the sea-shore. 
nennetli 13, seems = Ir. nenaid *nettle' (Gnindform nenati), 

Qyvaw dynad * Urtica' (Davies). But tlie double n is not 

easily explained. 

occifaeth 7, ocroos 0. Both, perhaps, comi)Ounds of which the 
first elenient is oc: cf. Gymr. ogfaeii *hip, fruit of dogi'ose': 
cifmth reminds one of Cjinr. cyffaeth *confectio', and roo^ of 
Cymr. rhös *rose'. But in the mod. Bret. roz the o is short. 

penn 8, liead, in all the British dialects, Ir. cerht^, 
platan 10, 12, boiTOwed from Lat. platanus. 

rusc 8, barJc, MBret. rusquenn, Com. ru^c (gl. cortex), Cjmr. rhisg, 
Ir. rü^c. 

sal, see arcet-sal. 

scau 13, eldertvood, Bret. scau 'sambucus', Com. scawen, Cjinr. 

ysgaw, with prothetic y. Diefenbach and Emault connect 

the Gaulish oxoßirjv, Diosc. IV, c. 171. 
saer 9, is possibly = Cjnnr. ser *billhook'. 0. Cynir. scrr (gl. 

falce), from Lat. serra. 
spern 13, spina, Bret. spertienn *aubepine', Corn. s[2y]ernic (gl. 

fi'Utex). 
stlanaes 10, 12, plantainy now Bret. stkmvesk, with the suffix 

borrowed fi'om the sjiionymoiLS stlaffesq *lancelee', now 

stlafesk, Perhaps we should correct to stlanles and com- 

pare Com. les (gl. herba) and Ir. slanlu^, Eev. celt. IX, 236. 

tili 11, limetree, MBret. tillenn, borrowed from Fr. tille, Lat. tilia. 
trinion 8, is obscure to me. Can it be a Compound adj. trin-ion 

= a Cymr. ^tryn-iaton? 
tromm (gl. sambuci) 3, a common Irish word for the eldertree. 
tut-lub, tut-lob 10, 12, a Compound of tut, now tud 'gens' = Cymr. 

tüd * terra', Com. tus, Ir. tuath, and lub, q. v. 

uaelaerian 8 = Cymr. y falerian from Lat. Valeriana, Davies Bot. 

uent, mnd, see baeruent. 

uintlum 12, is obscure to me. Possibly a latinisation of "^uintl 

= MBr. guentl 'douleur de l'enfantement', ... 1. ventris. 

(Ernault, Didionnaire ctymologiquc du breton moyen, p. 304). 



STOKES, A CELTIC LEECHBOOK. 25 

uornaert 9 = Cymr. gomerth *the knotty-rooted figwort'. 
uottmin 11, is obscure to me. It might be a latinised "^uothr, 
cognate with Cymr. gwrth-lys Hhe herb coltsfoot' (tussilago). 
uraed, root, see cart-uraed. 

The principal value of this Leechbook lies in its Old- 
Breton names for trees, plants, etc. But it is not without 
interest for students of folklore and the history of medicine. 

London. Whitley Stokes. 



BRETON AND OLD FRENCH GLOSSES IN THE 

HARLEIAN NONIUS. 



The Harleian ilS. of Noniiis Marcellus (British Museum, 
Harl. 2719), written in Carlovingian minusciiles of the 9th or 
lOth Cent, has numerous marginal not^s in Latin by a con- 
temporary hand. One of tliese notes contains the Breton word 
guelch, niarked by under- and side-lines. 

(1) 27 M. 1 strabones] isti qui oblicum habent aspectum 
guelch. ^) 

The others containing similarly marked words are: 

(2) 30. 25 exordium est initium: unde et vestis ordiri dicitur, 
cum instituitur detexenda] texenda sie dicitur exstirs exordium. 

(3) 36. 21 glomere] a filis plicitis tumisce. 

(4) 40. 1 rabere dictum est a rabie] quod nos dicimus rauger^) 
hoc est rabiem patiem {s^ic), 

(5) 72. 23 assulatim] ab asseribus. asseres sunt lates, 

(6) 453. 8 artheria] neutraliter dixit. quaedam venae sunt 
in collo et in capite quod nos dicimus arteriös. 

Of these (3) (leg. tumiscae) and (6) are Latin, (4) and (5) 
Old Fr euch. Can any light be thi'own on (2) exsurs? 

*) I quote from the new critical edition of Nonius MarceUns 1 — 111, 
by J. H. Onioiis (Clar. Press, Oxford 1895). 
*) Or rauger corr. rapger? 

Oxford. W. M. LiNDSAY. 



LA COSMOLOGIE CELTIQUE. 



On ne sait que bien peu de chose sur la cosmologie des 
peuples celtiques. D'apr^s Strabon, 4es druides (qui ne soiit pas 
du reste les seuls chez les barbares) i)roclainent rimmortalit6 
des ämes et celle du nionde, ce qui n'empeche pas qu'ils ne 
croient aussi que le feu et Teau prevaudront un jour sur tout le 
reste':») On a dejä remarque'^) qu'une croj^ance «nalogue existait 
chez les Perses et cliez les Seandinaves, et on a rappele en inenie 
temps la r6ponse des Celtes de rAdriatique au roi Alexandre: 
qu'ils ne craignaient lien, sinon la chute du ciel.^) 

Chez les Irlandais nous trouvons la mention du *pont de la 
vie', (Irochet hethud, c. k d. du pont qui niene les homnies au 
monde sumaturel,*) et peut-etre celle de ^l'arbre du monde';*) 
maiß ces notions sont sans doute, la premiere d'oingine chretienne 
et la seconde d'origine classique. 

La croyance que le monde, c. ä. d. la terre, repose sm* des 
colonnes, est le seiil debris de cosmologie antique que nous 
connaissions dans les legendes irlandaises; et encore nous n'en 
avons que le reflet dans un hjTnne et iine glose du Liher Hym- 
norum, Four vanter la preeniinence des deux saints qui furent 
comme les deux grands dieux de la vieille Irlande chretienne, 



Strabon I, 4, 4. 

*) Par exemple Roget de BeUoguet, Ethnog^nü gauloise, t. UI, p. 137. 

') Strabon VII, 3, 8. 

*) Hymne de Sanctan, vers 4; of. Fia Adamnäin § 22 (edition de 
Windisch dans les Irische Texte j t. I, p. 184). Dan» le» ile^ ecossaise« de Lewis, 
c'est le drochaid na flaitheanas , 'pont dn cier, mentionn^ dans une legende 
ä demi facetieuse; Folk-Lore, t. \ri, p. 170. 

*) Not« du F6lire sur D^cembre 11; Edition de Stokes, p. CLXXXI. 



28 OAIDOZ, LA GOSMOLOQIE GELTIQÜE. 

ültän dit de Brigite: Lethcholba flatha la Patraic priinäa, 'moiti6 
de la coloiinade du royaume [du monde] avec Patrice reminent'. 
Et la glose est encore plus explicit«: amal Ute da cholba i 
n-domun, sie Brigit oeus Patraiee i n-hErenn, *le meme qu'il y a 
deux colonnes dans le monde, ainsi (sont) Brigite et Patrice en 
Irlande'. ') 

Un echo de cette docti-ine cosmologique se retrouve dans 
une legende cliretienne de la Basse -Bretagne: *une tradition 
prfet^nd que Teglise (ä Kemitron, prfes Lanmeur) repose sur 
quatre colonnes, lesquelles reposent elles-memes sur un oc6an 
fig6. Le moment doit airiver oü cet ocean, redevenu liquide, 
sera fouette par une violente tempete et submergera l'eglise. 
C'est un dimanche de la Trinite que se produira le cataclysme, 
quand tintera la cloche de TeMvation . . .'^) Ici, avec le mythe 
des colonnes du monde, on a celui de la flu du monde par l'eau. 
Le texte irlandais est trös succint, parce qu'il faisait allusion k 
une croyance connue de tous. C'est par Tanalogie de la croyance 
bretonne que nous y voyons des colonnes supportant la terre; 
car, autrement, on pourrait aussi supposer que ces colonnes 
supportent le ciel. 

Paris. H. Gaidoz. 



P. S. M. Kuno Meyer me rappeUe que daiis les voyages merveilleux des 
ancienues legendes irlandaises il e^t question d'ilots qui reposent siir im on 
plusieors piliers. Je n'en ai poiut parle parce que j'explique ces ilots comme 
le Souvenir d'icebergs troues par la base: les voyageurs dans les mers arctiques 
en ont rencontre et d6crit. 



*) Hymne d'Ultau, vers 9 et glose, dans Stokes, Goiddica, 2« 4dit. 
p. 135; et Windisch, Irische Texte, 1. 1, p. 25. 

*) Legende recueillie par M. A. Le Braz: Annales de Bretagne, t. X 
(1895), p. 414. 



ANNWN. 



I. 

On n'a pas encore essayö d'expliquer le mot gallois annwn, 
malgr6 son importance mji;hologique, son emploi dans les Mabi- 
nogion, et sa r6apparition , avec im sens mj^stique, dans les 
visions bardiques d' lolo Morganwg. Du moins, on n'a pas con- 
test6 l'interprötation traditionnelle, appu}'6e sur Tancienne graphie 
du mot, qui prend annwn pour un plus ancien annwfn (ou, avec 
la voyelle irrationelle y, annwfyn) et qui dörive le mot de dwfn 
*profond', avec la nasalisation reguliere du d initial. Mais comme 
on donne aujourdhui h annivn, entre autres sens, celui d'abime, 
il est 6vident que le prefixe an ne pourrait, dans ce cas, etre 
le prefixe nögatif si fi-equent sous cette forme. M. Silvan Evans 
suppose dans son Dictionnaire {s. v) que cet an est pour en, 
c. i. d. le meme suffixe que dans enfawr *tr6s grand', enwir Hrfes 
vrai\ Mais, alors, pourquoi ne trouverait-on nulle part cette 
forme hypoth^tique *ennwfn — et on aurait du avoir, ce me 
semble, *enddwfn — et pourquoi Y e initial se serait-il cliang6 
en a? Ces contradictions montrent bien que Tötymologie n'est 
pas bonne. La perturbation \ient d'une etymologie populaire. 
Comme annwn designait quelque cliose de vague, d'ind^fini et 
d'infini, on a instinctivement mis ce mot en rapport avec dwfn, 
^profond'. L'etymologie populaire se contente, comme on sait, 
d'ä-peu-pres, et il ne faut pas chercher de logique intime au fond 
de ses combinaisons. 

La double graphie {annwn et annwfn) existe d6s les plus 
anciens textes oü le mot se rencontre: 

1» dans une po6sie du *Book of Taliessin'; le ms. est k 
Hengwrt et date du commencement du XIV® sifecle, dit M. Skene. 



30 n. GAiDoz, 

Cette poesie, la trentieme du recueil, est ai>pelee par tradition 
Preiddeu Annwn, 'les depouilles d'Anmvii'. Elle semble se 
rapporter k une expedition d' Arthur dans la region inconnue et 
fantastique d'Ann\\Ti. Aux vers 7 et 15 on lit annOfyn. — Je 
n'insiste pas sur le contexte, parce qu'il n'est pa.s clair. 

2^ Dans les Mabinojaion et autres recits du LhTe Rouge 
(sec^)nde moitie du XIV« siecle). Le relev6 des exemples est 
aise ä faire, gi\ace ä Tindex de M. Gwenogfryn Evans; et le con- 
texte nous aidera mieux ä voir un sens dans le mot. Les 
lecteui-s des Mabinogion se rappellent le c^nte de Pwj'U, prince 
de Dji^ed. Pw^ll change de role et de figure, pour un an, avec 
Arawn, roi en AnnwTi (mieux que roi d'Ann^Mi, comme on traduit 
g6n6ralement), et il doit sous cette forme combattre, pour Arawn, 
un autre prince d' Annwn, Hafgan. Ann^Ti est ici, comme on 
voit par le recit, Tautre monde, le monde suniatural, mais au 
sens pr6-clir6tien, non pas au sens chr^tien. C'est le sidhe des 
Irlandais, mot qu'on peut aisement tradiüre en anglais par fairy 
World: en fran^ais, le terme *monde des fees' n'en donne qu'une 
idee vague parce que ces croyances sont ä-peu-prös eteintes; il 
faudrait parier ancien-fran^ais et dire *la gent faee\ Arai^STi et 
Hafgan sont deux princes des sidhe qui se fönt la guerre. Ces 
guen'es intestines sont frequentes dans les legendes irlandaises, 
et les hommes peuvent y etre des aUi^s recherches; par exemple, 
le roi-fee Labraid vient demander Faide de Cüchulainn. C'est 
ainsi que dans Tlliade Diomede blesse Venus, et que dans Sacoun- 
tala le roi Douchnnta va combattre pour Indra que pressent les 
demons. Dans ce recit on a partout: amiOvyn.'^) 

Une allusion ä cette liistoire se retrouve dans un autre 
conte, celui de ilatli, fils de Mathonw^; le mot y est ecrit deux 
fois annOn'^) et une fois annOvyn.*) Dans le conte de Kulliwcli 
et Olwen, il est question de n'ardeur des diables d'Annwn', 
annövyn^) Ainsi, bien qu'on ait deux fois annwn y on a plus 
souvent encore annivfyn, c. ä. d. annw/Uy puisque Yy est ici une 



») Skene, The four ancient Books of Wales, Edinburgh, 1868, t. ü, 
p. 181, 397 et 412; pour la tradnctioii (par Robert WiUiams) voir 1. 1, p. 264. 

") Mabinogioriy edit. Gwenoi^rjTi Evans, p. 2, l. 26 et 27; p. 3, 1. 3; p. 5, 
I. 30; p. (» l. 1(»; p. 8, I. 9. Je ne distingue pas entre deux graphiea, ideutiques 
pour le fond, annßvyn et afinäuyn. 

«) Ibid. p. 60, l. 22 et 23. *) Ibid. p. 61, 1. 16. 

*; Ibid. p. 124, 1.24. 



ANNWN. 



I. 

On n'a pas eiicore essaj^e d'expliquer le mot gallois annwn, 
malgrö son importance mythologique, son emploi dans les Mabi- 
nogion, et sa r6apparition, avec un sens mystiqiie, dans les 
visions bardiques d' lolo Morgan wg. Du nioins, on n'a pas con- 
teste rinterpr6tation traditionnelle, appu}'6e siir Tancienne graphie 
du mot, qui prend anntvn pour un plus ancien annwfn (ou, avec 
la voyelle iiTationelle y, annwfyn) et qui derive le mot de dwfn 
*profond', avec la nasalisation reguliere du d initial. Mais comme 
on donne aujoui'dhui ä annwn, entre autres sens, celui d'abime, 
il est Evident que le prefixe an ne pourrait, dans ce cas, etre 
le prefixe negatif si frequent sous cette forme. M. Silvan Evans 
suppose dans son Dictionnaire {s. v) que cet an est pour en, 
c. i. d. le meme suffixe que dans enfawr *tr6s grand', enwir Hrfes 
vrai'. Mais, alors, pourquoi ne trouverait-on nulle part cette 
forme hypotli6tique *ennwfn — et on aurait du avoir, ce me 
semble, *€nddwfn — et pourquoi 1' e initial se serait-il cliange 
en a? Ces contradictions montrent bien que Tetymologie n'est 
pas bonne. La perturbation vient d'une etj^mologie populaire. 
Comme annwn designait quelque cliose de vague, d'ind6fini et 
d'infini, on a instinctivement mis ce mot en rapport avec dwfn, 
*profond'. Uötjuiologie populaire se contente, comme on sait, 
d'ä-peu-pr6s, et il ne faut pas chercher de logique intime au fond 
de ses combinaisons. 

La double graphie (annwn et annwfn) existe dks les plus 
anciens textes oü le mot se rencontre: 

1» dans une po6sie du *Book of Taliessin*; le ms. est k 
Hengwi't et date du commencement du XIV® sifecle, dit M. Skene. 



\ 



32 U. GATDOZ, 

n. 

Le gallois annwn de\dent aussitot clair, dfes qu'on le met 
en parallele avec le breton anaoun (avec l'article ann anaoun). 
C'est un terme coUectif, et ü dösigne les tr6pass6s. En voici les 
exemples des dictionnaires bretons que j'ai sons les yeux: 

^Änauon an iffern, g(allice) ames denfer, l(atine) manes.^ — 
Catholicon de Jean Lagadeuc, Tr^guier, 1499, rfeimpression Le 
Men, p. 10. 

^Änaoün, the dead. Et eo dan anaoun. He is dead [litt, 
il est all6 aux trepass6s].' Ed. Lhuyd, Arduieologia Britannica, 
Oxford, 1707, p. 195. — Le vocabulaire armoricain-anglais de 
Lhuyd est traduit de * Julien Manoir' (le P. Maunoir). 

'Ännäoun, an-Ännäoun, les ämes des defunts. Comme on 
ne nomme ainsi que les ämes pour lesquelles nous prions aprös 
leur Separation . . . .' (suit une etymologie trfes primitive). Le 
Pelletier, Dictionnaire de la langue hretonne, Paris, 1752, p. 14. 

'Anaoun, s. f. pl. les tr6pass6s, les ämes des defunts: ann 
anaoun väd, les ämes du purgatoire, ä la lettre les bons tr6pass6s.' 
Dictionnaire hreton-frangais de Legonidec, Edition La Villemarqu6, 
Saint-Brieuc, 1850, p. 119. 

'AnaonOy s. pl. m. T(r6giiier) les ämes de tröpassfes.' Troude, 
Nouveau dictionnaire breton- frangais, Brest, 1879, p. 12. 

II est ä remarquer que le mot anaoun ne s'emploie que 
comme coUectif, pour d^signer la masse confuse et ins6parable 
des tr6pass6s. C'est un pluiiel, cependant; feminin suivant 
Legonidec, masculin d'apres Troude. Ce t^rme est distinct du 
mot ordinaire pour äme, ene (anciennement enef), pl. eneou, mevou, 
et aussi enaou, ») Les trepass6s jouent, comme on peut le penser, 
un gi^and role dans la vie religieuse d'un peuple aussi croyant 
et aussi traditionnel que les Bretons de France. * Jamals, fecrivait 
Cambry ä la fin du sifecle dernier,*) dans le district de Lesneven 
on ne balaie une maison la nuit; on y pretend que c'est en 
61oigner le bonheur, que les trepass6s s'y promfenent, et que les 
mouvements d'un balai les blessent et le^s öcartent. Ils nomment 
cet usage proscrit: scubic an anaoun, balaiement des morts. Ils 



*) Les ^crivains bretons diff^reut aossi, dans Tiisage, pour le geure du 
mot ene 'äine'; voir Troude, Dict, frang. breton, j s. v. Arne, 

«) [Cambry], Voyage dans le Finiattre. Paris, an VII (1798 — 1799), 
t. II, p. 32. 



ANNWN. 33 

disent que la veille des morts, il y a plus d'ämes daiis chaque 
maison que de graius de sable dans la mer et sur le rivage.' 
— Et aüleurs encore: *dans le L6onois [pays de L6on], on dit k 
ceux qui foulent les tombeaux: Quita ha lesse divar va anaou, 
mot-ä-mot: retirez-vous de dessus mes trepasses/ ') Ona publik 
plusieurs variantes du ^chant des ämes des trepass^s' qui se chante 
pieusement la veille de la fete chr^tienne du Jour des morts ;^) et 
M. L. Braz a intitule LAnaon un chapitre de son interessant 
ouvrage La legende de la Mort en Basse- Bretagne (Paris, 1893) 
et il le comnience par cette plirase caract6ristique: 4e peuple 
immense des ämes en peine s'appelle Yanaon\ Mais on est 6tonn6 
que M. Le Braz ait mis au singulier, en frangais, le mot qui est 
pluriel en breton. II a probablement voulu montrer par li que 
le mot breton est un collectif; et, sans s*en douter, il en a fait 
davantage requivalent du mot gallois annwn, lequel est un sub- 
stantif masculin, au singulier. 

m. 

Le mot que je viens d'fetudier est-il celtique, ou bien vient-ü 
du latin anima? II me parait vraisemblable que dans ce collectif 
d6signant les tr6pass6s on a un d6riv6 du mot anima, introduit 
d'abord par les Romains, mais suitout popularisfe et naturalisfe 
par l'enseignement de TEglise. J'ai vainement cherchfe en bas- 
latin et en britanno- latin une forme comme *animun-, prototype 
d'anntm; mais on doit la supposer. 

M. d Arbois de Jubainville, qui s'est occup6 du breton 
anaon k propos du livre de M. Le Braz, y voit *la prononciation 
bretonne d'un celtique "^animones, les ämes, c. a. d. les morts, ou 
pour parier comme MM. Hatzfeld et Damiesteter dans leur 
Dictionnaire, les ämes separees du corps (aprös la mort) '.3) 

*) rbid. 1. 1, p. 75. — Dan» ce texte, anaou est certainement une faute 
(l'impressiou i>oiir anaouriy et la traductioii , plus litterale et plus exacte de 
cette phrase, oü se trouvent deux mots frangais, serait: 'quittez et laissez de 
sur mes trepasses'. 

*) Guionvac% par L. Kerardveu (pseudouyme de L. Dulilhol), Paris 1835, 
traduction fran^aise, p. 205 ; texte breton, Sonen en Inean (dialecte vannetais) 
p. 375. — Barzas ' Breiz , par TU. de la Villemarqu^, 1^" editioii, Paris 1839, 
t. n, p. 308: Kanaouen ann Anaou, les Kemi 'Le chant des ftmes, dialecte 
de ComouaiUe'. — Dans les editions ulterieures, M. de la Villemarque a 
chanj^e sa traduction en ^ chant des trepasses'. — Le Braz, op, cit. p. 284. 

*) Revue Celtique, t. XV, p. 125. 

Zeitschrift f. oelt. Philologie I. 3 



34 U. QAIDOZ, ANNWN. 

Je sais que C^sar attribiie aux druides de la Gaule la 
thfeorie de la m^tenipsychose, et cette tliöorie supi)Ose bien des 
ämes s^partes dn corps, Mais en admettant que cette tlißorie eüt 
fait partie de renseignemeiit des druides (imprimis Jtoc volunt 
persuadere), on ne sauralt en conclure qii'elle eüt exprimö la 
croyance des Gaulois: c'est en effet one Philosophie, uoiis diriona 
presque une thfeologie, trop rafflnöe pour de^ croyances populairea. 
Pour les hommes des soci^t^s primitives, une distinction prfeciae 
entre le corps et l'äine n'existe pas: l'honune meui-t tout entier 
et revit tout entier dans un autre monde. Aujourdhul encore, 
si p6n6tr68 des idöes chretiennes que soient les peuples celtiques, 
on tronve encore, dans quelques coins de leurs couches profondes, 
l'ancienne et simple psychoiogie de la niort. Je ne veux pas en 
mnltiplier les exemples; je citerai seulement cette expression des 
Gaels des iles ^cossaises de Lewis que je lisais dans un recent 
num6ro de FoVc-Lore; l'autre monde, le monde des morts, c'est 
(ii tkall 'l'autre eötfe'J) 

Je couclus donc que l'irlandais anim 'äme', si aouvent con- 
fondu avec le mot indig^ne amm 'nom', est simplement empnintfi 
au latin des clercs anima; et tflus les exemples que M. Windisch 
donne de ce mot dans son glossaire appaitiennent fi des textes 
eccl6siastiques. U en est de meme de la forme britannique qui 
au XVI" sifecle ötait encore enef: en gallois, le mot s'est us6 plus 
vite, puisqu'OQ a enaid, c. a. d. un d6riv6 d'e«e, quelque chose 
comme "aniniata. Dans enef et enaid, Va initial s'est affaibli en 
e par hai'monisation vocalique; mais dans *anmun devenu *anmun 
(d'oü anmen), Ya 6tait maiutenu par la voyelle large de la 
seconde syllabe. 

Ces arguments sont, je le reconnais, plus probants du cötfe 
psychologique que du cötö pLilologique; mais Us me paraissent 
suffisants poui- revendiquer l'origine latine des mots britamiiques 
anntvn, enaid et ene. 

Paris. H. Gaidoz. 



') Folk-Lore, t. VI, p. 170. 




QUELQUES MOTS GALLOIS D'ORIGINE LATINE. 



Les mots gallois d'origine latine sont en nombre considferable, 
ce qiü s'explique ais6ment par Tinfluence plusieurs fois sfeculaire 
de la civilisation romaine sur la population bretonne. La pfen6- 
tration du patois indigfene par des termes de la langue politique 
et aristocratique se comprend mieux quand nous voyons aujourdhui 
la Situation subordonnöe du bretoii-armoricain k Tfegard du frangais. 
M. J. Rh^s a, le premier, dress6 une longue liste de ces mots et 
en a fait Thistoire individuelle dans une s6rie d'articles de 
V Archaeologia Cambrensis de 1873 — 74 — 75; et M. J. Loth a, 
depuis, agrandi ce sujet dans un ouvrage d'ensemble: Les mots 
latins dans les langues brittoniques.^) Je propose les mots 
suivants comme une addition au lexique des emprunts d6jä 6tablis. 

I. A Toccasion des verbes, M. Loth fait cette remarque: 
*c'est rindicatif präsent latin qui parait avoir fourni les formes 
verbales des emprunts latins '.2) Cela revient k dire que la forme 
de rindicatif, plus courte et, partant, plus simple, a fourni le 
thfeme ou le substantif verbal emprunt6 par les Bretons. Ainsi: 

mysgu, m61anger (et [ym\ mysg, au milieu de, etc.) de mi^ceo; 
et dysgu, apprendre, de disco\ 

*) Cet ouvrage forme une s^rie d'articles dans les Annales de Bretagne, 
tomes VI et Vn, Rennes, 1891 et 1892. Le tirage k part forme un volnme 
publie k Paris en 1892. Dans son compte-rendu de Touvrage de M. Loth, 
M. Schuchardt a igout^ une s^rie de mots gaUois d^rives du latin {Literatur- 
blatt für germ. u. rom, Philologie 1893, Nr. 3, col. 97). — Ou me permettra 
de rappeler une petite Liste que j'ayais publice dans la Bevue Celtique, 
t. VI, p. 528. 

*) Annalea de Bretagne, t. Vn, p. 473 (tirage k part, p. 223). 

3* 



36 H. GAIDOZ, 

per elvi, respecter, par harmonisation vocalique poiir *parcJii; 
la voyelle a reparait dans parch, respect, et ses deriv6s comme 
le titre si fröquent parchedig, röverend; de parco qui, en latin 
meme, avait d6ji pass6 du sens d'epargner k celui de respecter. 
Du reste, une fois entre en gallois, le mot a 6t6 traitfe d'aprfes 
Tanalogie d'arcA, demande, erchi, demander (= lat. prec-or), 

Les mots suivants ne sont pas des verbes, mais s'expliquent 
par des thfemes verbaux: 

pell, 61oign6 (et ses derives), iepeUo; repousser, et eloigner; 

pwys (breton-armoricain paotiez) repos, de pauso, je cesse, 
je repose. Le mot, peu usite en latin classique, se rencontre 
dans les inscriptions; il devait etre frequent en bas-latin, car on 
le trouve en usage dans le latin d'Irlande: pausavit se rencontre 
au sens ^'ohiit dans les annales redigees par les clercs irlandais. — 
Par suite de rhomoplionie, la langue galloise confond aujourdhui 
(comme on peut voir par les dictionnaires) ptvys repos, et pwys 
poids (de pensum). 

rhyfely guerre, de rebello; a et6 plus tard compris conmie 
form6 avec le prefixe rhy, 

ufydd (ou ufudd), liumble, obeissant, i'ohedio. 

n. cwhl, comme substantif: le tont, Tintegi-alite; comme 
adjectif: entier, complet, de *cuplu pour copula. L'ordre de sens 
est: ce qui est attache, ce qui n'est pas s6par6, ce qui est complet. 

pynioreg (pynnyorec dans les Mabinogion), seile d'un cheval 
de bat; le suffixe eg est gallois, mais pynnior accuse une forme 
latine comme *pondiariiis (de pondus). 

gwasfud, uni, plan, continu, durable, de vastatus, dövaste, 
d'oü vaste, et, par suite, uni comme une plaine. 

III. Le mot periglor, cur6, pretre, semble deriv6 de pengl, 
danger, qui vient du latin periculum. C'est une illiLsion due k 
l'etjTnologie populaire, car le mot vient certainement de parochia, 
paroisse et a pour protot}i)e quelque chose comme *paroch'larius. 
La fausse analogie avec perigl a transform^ le vocalisme des 
deux premiferes syllabes. 

Le moderne plygain, point du joiu-, quand Tancienne langue 
a pilgeint, s'explique par la fausse analogie de plygu, plier. Ce 
mot a 6t^ interpröte depuis longtemps par pulli cantus, et Vi de 
la syllabe finale peut s'expliquer par l'analogie d'une d6sinence 
fr6quente. Cette expression s'est conservfe dans un dialecte de 



QUELQUES HOTS 6ALL0IS d'oRIGINE LATIKE. 37 

la langue d'oc, al jai-cant *au chant du coqV) on a seulement 
ici gcUltis au lieu de puUus, Ce nom s'explique, comme on sait, 
par la c61ebration, dfes Taurore, de la fete de Noel dans les 
feglises. 

L'etymologie populaire deforme plus aisement, comme on 
sait, les mots emprunt6s que les mots indigfenes; on peut en voir 
plusieurs exemples dans le lexique de M. Loth.^) C'est une liste 
qui pourra sans doute s'allonger: nous citerons, puisque Toccasion 
s'en präsente: 

Kristinobyl (de christianus) nom de Constantinople dans les 
Mabinogion, 6dit. Gwenogfryn Evans, p. 229, 1. 9; 

meneginaethy litt, racontage, poiir meddeginaeth medecine, 
frequent dans certains mss., cit6s par M. Nettlau (Revue Celtique 
t XU, p. 370); 

aralleg, de Tanglais allegory, sous Tinfluence du gallois araü, 
aut re ; 

Byl Ymreolawl, le bill du Home-iiile, oü l'anglais Home est 
remplac6 par le prefixe gallois ym exprimant la röciprocitö: 
"^ymreoli, si le mot existait, signifierait: se regier soi-meme, se 
gouvemer soi-meme. 

IV. pyrgwyn, crest of a helmet, dit Pughe: dans les Mabi- 
nogion (p. 172, 1. 12) on a la forme pOrqOin;'^) le mot vient du 
fran^ais Bourgogne (en gallois Bwrgwin ou Bivrgwyn); c'etait 
une Sorte de casque Ifeger appell6 en frangals hourguignotte. 

Paris, H. Gaidoz. 



Noel patois pnblie par J. R. (l'abbe Roux) dans VEcho de la Corrtze^ 
2« aniiee, no. 20, Paris, decembre 1893, p. 7, col. 1. — Les troubadours Bertrand 
de Born et Bemard de Ventadores ^erivaient galcant (cites ihid,). 

*) Voir aux articles achwyddOy agarw, agwyddoTy astut, cuddigl (Ob- 
servation deji faite par M. Knno Meyer dans son glossaire de Peredur), 
chufysigen, 

') Dans le code de Venedotie c'est la graphie percguyn; Ätu)ient Latus 
of Wales, London, 1841, 1. 1, p. 304. 



SUR LA MUTATION FAIBLE DE D APRES N 

EN BRETON. 



1. La plupart des rfegles, d'origine phon6tique, qui exigent 
le changement du d breton en z (prononc6 anciennement comme 
M gallois et fh anglais doux, aujourd'hui comme z fran^ais) ne 
reQoivent pas leur application, si le d est pr6c6d6 d'un n. 

Ce principe souffi-e deux exceptions, propres au dialecte de 
L6on ; elles concement Tinitiale des noms et des adjectifs döpendant 
d'un substantif f feminin. Exemples: ur vilin zour iin moulin k 
eau, P. Grfegoire de Rostrenen; loden zanvez part de biens J. Loth, 
Chrestomathie bretonne 363, 365, hden zanvez G. Henry, Buez 
hör Zalver, Quimperlfe 1858, p. 236; eur valkenn zu-pod un nuage 
trfes noir G. Milin, Marvaillou gra(fh-koz, Brest 1867, p. 19; eur 
hedenn zeread une prifere convenable Troude, Dictionnaire frangats- 
breton, p. 16. 

Cette prononciation n'est, d'ailleurs, pas constante, meme en 
leonais: le P. Grfegoire donne aussi milin dour, et il fecrit seule- 
ment logodenn-dall chauve-souris, tandis que Le Gonidec a 
lögoden-zall. 

II est naturel d'attribuer k ces exceptions partielles une 
date recente et une origine analogique, d'autant plus que le 
dialecte oü elles se produisent a favoris6 particuliferement le z 
doux; et Eevue Celtique V, 127; XV, 153. Sur une autre exception 
qui comporte une explication diffferente, voir plus loin, § 9. 

2. Les autres dialectes gardent ici le d intact: comouaillais 
loden danves, trfecorois laden danfe, vannetais loden daone^ 
Chrestom, 372, 368, 378; hessquenn-doumn scie k main, Diction- 
naire de TA., mogueden-douar fumeterre Grfeg., etc. 



SUR LA MUTATION FAIBLE DE D APHfeS N BN BRETON. 



39 



n en e.st de meme le plu» souvent poui' las autres cas, dans 
tmis les dialectes. Ainsi, tandis que le gallois ilit reguliÄrement 
im ddtianes une nögresse, le breton prouonce partout im duardes 
une bnine, fir6g. Au coinpose gall. penddu fauvette k t6te noire, 
et scrofiilaire, le breton r6])on(l par pcnduic niösange etpenduen 
roseau, !>. Le Pelletier. 

Lp cornique est d'accord avec rarmoricain dans ce dernier 
cas comme dans les pr^c^dents: pendiwcn roseau, vn vengn da 
une bonne femme. 

3. Certaines varißtes vamietaises prßsent«nt un e aprfes 
Tarticle: «r eüardd (une brune), ur sraizeen une ronce, Diction- 
naire de C'liälous; eur zavalen une vallöe, k Mflr; et meme er 
zonm la raain (mot ordinairenient masculin), dans le dialecte 
de Batz, jiresqu'ile du Croisic, Loire- Interieure; Tief, CV?(. V, 269. 
On \vM que la mutation fälble du d se trouve aceompagn^e du 
tliangenient de t'« precedeiit eu »■; la prohibition du groupe 
phonique « + dh ne aerait donc enfreinte que si ur eüardel 
venait de *n« zuardel. 

Or il y a t«ut lieii de croii-e que «r miardel \ient de *«r 
ditardeV) Le dialecte de Batz emploie les formes «r, er, des 
articles. meme devant un n. Le Nomenelator de 1633 präsente 
m^me, hors de Vannes, un äquivalent de *ur tluardel; c'est le 
masculin ur draf une clöture d'ais, p. 145. 

Mais c'est surtout l'^tnde de l'ancienne particule compos6e 
en un devant l'infinitif qui est instructive k cet ögard, Le 
Doctrinal de lti26 nous niontre qu'alors la generalisation de la 
Variante en ur ötait fort avaiic6e; on trouve non seulement en 
ur gouela en pleurant, p. 175, en ur lavaret en disant 15, inais 
encore, avec les dentales, en ur tremen en passant 78, cn ur 
dissimuH en dissimulant 149. Le P. örögoire donne de m4me, 
Sans mutation, en ur dibri en mangeant (au mot e»), ce qui 
revient k *ur duardel. Le Gonidec. dans sa Gramraaire, ecrit 
avec nintations enn eur dremenout en passant, enn eur eont en 
venant; cf. van. en ur dremcn en passant, Ckows a (fannenneu, 
Vannes 1835, p. 154, en ur dostat en s'approchant 169, en ur 
Montüt en venant Gvereenneu . . . GuiUome 24, en ur ziehen en 



') Ajontous qiie lea langages dont il a'&git u 
d'ancnne tolfrance spfeiale ponr n + dh; ainsi ü I 
K dit eur lavakn dum, et uon zoim. 



temoignent par aillenra 
flr 'une vail^e prufoniie' 



40 E. ERNAULT, 

desceiidant Livr el lahoiirer 18, etc. Enn eur zoYit (=^ ur zhanUl) 
vient de en ur dont, qiü s'est produit k cöte de en nn dont 
(= un duardes), par l'effet de Tanalogie; cf. Jn un drenmi en 
passant Guerz. Guill, 67, en un durul en jetant 73, en un droueal 
en faisant du briiit L. el Iah. 24, en un droein en tournant 26, 
formes plus anciennes que en ur drenien etc. T^es deux pronon- 
ciations sont usitees aussi devant une voj-elle: en ur arrihue en 
arrivant Buhe er soent, Yannes 1839, p. 731, en un arrousein en 
arrosant 258; cf. en ur hober en faisant L. el Iah. 80, en nn 
hoher Quere. Guill. 26, de goher (de meme avec un nom, er ha 
la taupe L. el Iah. 18, un o une taupe Vocahulaire, Vannes 1856, 
p. 27). La forme en eur se montre aussi devant un pronom 
complement: en eur o hriata en les embrassant Buez Joseph 27. 
Une autre alternance semblable est celle de en ur et en ul devant 
l: en ur laret en disant Choces 154, en ul larit L. el Iah. 178. 
Voir encore § 8, note. 

4. Quelquefois le d, au Heu de s'affaiblir en z, s'assimile ä 
la nasale prec6dente: un nar, un or une porte, gall. un ddor; 
unnec onze, cornique id.; vieux breton cunnaret rage, aujourd'hui 
kounar, gall. cynddaredd id., cynddar enragö. Signaions ici le 
van. enevatt orplielin TA., enevad, inetmd Greg., de *enivat, 
^endivatj etndivat Greg., 6crit en moyen- breton emdiuat; leon. 
enizivad, enmnvad Greg., gall. ymddifad (voir § 9). 

Ce traitement d'un ancien groupe n + voyelle + d + voy.^) 
re vient ä le confondre avec nd + voy., par consequent k sup- 
priraer la mutation. En effet, nd + voy. donne wn, n: v. bret. 
uuin blanc, bret. moy. yuctm, leon. et van. guenn, trec. gwcnn 
= gaulois ovivöog (gall. et cornique gwgn; de meme irlandais 
moderne et gaelique d'Ecosse fionn, mais vieil irlandais finn et ßnd). 

Plusieurs exceptions k c-ette regle s'expliquent par Tanalogie. 
Ainsi en bret. moy. quenderchell contenii', cf. gall. cymml, de 
*con-dal', et en v. bret. cofidoes, etc. dans les noms du Cartulaire 
de Redon Milcot^es p. 135, 153, Milcondois 112, Milcunduis 115, 
Judctindoes 156, = gall. cynmiys sen*6, compact; contenii*, du 
latin condensus, ont du subir Tinfluence des simples derchel tenir, 
qui se dit toujours, et doeSj dues, dru, seri'e (gall. dwys, du lat. 
densus), qui se disait encore en moyen -breton. Un d tout 

^) Devant une consonne, le d reste dans le v. bret. endlim gain, cf. gall. 
ynniüj irl. innile et indile accroissenient, tronpean. 



SÜB LA MUTATION FAIBLE DE ^ APRES N EN BRETON. 41 

semblable a p6ri sans retour dans le conipose *co7iducam, bret. 
moy. quennigaf j'offre, mod. hinigah = gall. cynnygaf, parce que 
la protection du simple dougaf je porte, mod. dougan, lui a 
manqu6: les deux mots 6taient devenus ^trangers Tun ä Tautre 
par suite d'un changement vocalique peu commun; cf. Ecv. Cclt 
VI, 390. 

Inversement, Tassociation de deux expressions d'origines 
differentes peut rendre compte du d qui se trouve dans le 
V. gall. enderic jeune taureau (mod. anner genisse, bret. moy. 
annoer, diminutif onneric), v. irl. ainder. H est >Taisemblable 
que enderic a 6te influenc6 par ierig, rhyderig ardent, (animal) 
en chaleur, et Bev, Celt XV, 391. 

5. On est tente d'attribuer encore au breton une autre 
fa^on de traiter n'd', qui consiste k en faire nt en renfor^ant le d 
en t au lieu de Tadoucir en dh, quand on compare, par exemple, 
k ervad bien, bret. moy. en mat, en fat, comique yn fas, le 
V. bret. introc mal, en gall. yn ddrwg, et le moy. bret. enta 
donc, van. ennta TA., leon. eta id., cornique yn ta bien, en gall. 
yn dda, cf. Rev. Celt IX, 382; XV, 106. 

En faveur de cette explication, on peut observer que trois 
mots jouissent 6galement de la propriete de renforcer le d suivant 
en t, et d'affaiblir Ym (et les autres consonnes douces b, g, gw): 
vir et en gardant, o terdhel en tenant; e viro (je crois) qu'il 
gardera, e talc'ho; ma viro (faites) qu'il garde, ma taWio. D'oü 
vient une teile contradiction , doublee de cette autre singularite, 
que les mots en question n'affaiblissent point les consonnes fortes? 

C'est que ces formes o, e, ma se terminaient en breton 
moyen par un z\ oz, ez, maz. La deniiere n'est meme que la 
combinaison d'un autre mot ma avec ez. Or le z final a en 
breton, sur un d initial suivant, la meme influence que Xn: on 
ne dit nulle pait *bennoz Zone benediction de Dieu, *iliz Zone 
eglise de Dieu, en gall. eglwys Dduw, Xvl lieu de s'adoucii- en 
pareil cas, le d se renforce souvent: bennoz Doue, bennaz Toue, 
Le Gron. De meme en comique: molloz den malediction de 
rhomme, parth dyghow cote droit, bene-tu pour beneth du ben6- 
diction de Dieu, cf. Loth, Les mots latins duns les langues 
brittoniques 138. Le z est aussi Tune des finales bretonnes qui 
s'opposent k l'affaiblissement des consonnes fortes, mais non des 
douces: baz vad bon bäton, baz teo gros bäton, plutot que baz 
deo, cf. Eev. Celt. V, 269; Vn, 159. Ainsi la contradiction entre 



42 



E. EKNAÜIvT, 



ItsH mutations de o vofii eu allant et o tont en venant tient k 
leur differeuce d'äge: o voS( reflete la prononciation de la pßriode 
gauloise, oü o, oe, <me, gurth, v. irl, frith, 6tait quelque chose 
comme *vreü (cl Stokes, UrMtischer Sprachschate 273); o toni^ 
de *oe tont, oe dont, date d'une ^iHHiue oii la survivance indirecte 
de cet t gaulois n'^tait plus capable de neutraliser la tendance 
du th 011 n dur breton k entrer en combinaison avec la dentale 
suivante. C'est k peu prös la difförence qui söpare les deui 
prononciations £i'ani;.aise8 chevat et chfal; seulenient ici Yf garde 
la trace du premier a de eaballus, piusqu'il provient du v, 
mutatiou de l'aucien b intervocalique; tandis qu'en breton la 
forme reguliere *os tViont a ete remplac^e par 02 dont, qui est 
imitöe des cas oü le d radica! se conservait iutact. 

La comparaison enfre les deux s^ries en fat, enta et o{e) 
viret, o{e) tertfhel n'est pourtatit pas une raison d^cisive d^assimüer 
entiÄrement ces faits, pai-ce que dans la particule adverbiale en 
la nasale se trouvait d'abord separöe de la voyelle finale tomböe, 
par une dentale qui a pu exercer son inllueuce sur les initiales 
suivantes. Noua voili ramenös k une question d'ordre chrono- 
logique. Enta vient-il de en da, repondant au galL j/n dda dans 
les raemes conditiona que penduie k penddu, ou bien de "ent dha 
ou *end dha, et bret. moy. ent effn 'droitement, justement', mod. 
endewn precisönient? Je me contente de signaler cette sec«nde 
possibilit^, La forme ent est appuyfee eucoi-e par le sjiionyme 
ez dans le moy. bret. eaa donc, ee veo tout vif, mod. es vihanik 
tout enfant, ^ verr tantöt, etc.; voir plus loin, § 8. On peut aussi 
invoquer la forme galloise eyntor, Variante de cynddor et qfnnor 
porte exterieure, porclie, de *cint-dor. Le ( final n'est pas toujoura 
solide aprös n: gall. ctjn et cynt auparavant, bret. moy. quen et 
queni avant, auj. hen et kent, etc.; cf. Itev. Celt. X\T,199. 

Un exemple plus siir de la provection aprös n d'un d qu'on 
s'attendrait k voir affaibli en dh, est le bret. moy, nauntec dix- 
nen^ auj. naontek, en coinique noundehak, cf. Bev. Celt. VH, 147. 
Le van. nandec, Grammaire de Guillome 27, etc., peut provenir 
de nauntcc par un changemeüt dialeftal de tU en nd, cf. dandSe 
deutelt l'A. ^ moy. bret. dantec 'dentosus'; voir mon Elude sur 
le dialecte breton de la presqu'ile de Bäte, p. Vi. 

Sans doute, il n'y avait pas de raison pbonetiqne remontant 
k l'öpoque du vieux-celtique, pour que le d de dec dix R'affaiblit 
eu dh dans ce composg. Car il n'y a Jamals eu de voyelle 



8CR LA MVTATION FAIBLE DE D APKES S EN I 



4:H 



apr^s Vn final; la conservatiou de ce demier est. raenie un fait. 
remarquable qui n'a pas Ueu, par exemple, dans le ^aölique 
naoidk deug. Mais dans ITiistoire des mutations il faut faire 
une part. considerable aus remaniments oecasioiines par l'analogie, 
Oll par des conditions phnnetiqiies noiivelles, Ainsi eur mah tnad 
HB bon fils, enr verc'k vad une bonne fille, reproduisent fid^Iemeiit 
les protofj-pes *oinos mapos matos, "oinä mergä maiä; eun lad 
ttiad un bon p^re, eur (fhtiour vad une boiine clifevre, s'öcartent 
de 'oinos tata matos, *o!nä gabros tnatä, pour des raisons de 
syntaie bretonne; et dans eur verc'k haer ime belle fille, pour 
*Qinä mergä caärä, ce qui emp^clie haer de devenii' r6g:ulierement 
gaer comme dans eur vam-e/aer une belle-m^re ^ *oinä tnammn 
cadrU, c'est qne l'effet, iilionfitique d'abord, pnis sj-ntactique, de 
la finale voealique de *mergä, & ete detniit par l'influence 
phonÄtique de la nouvelle finale bretonne &k. 

Le conipose nau{n) + dec etait si esposö i l'aualo^e de trisec 
treize, etc., qu'll füt devenu tr^s probablenient "naumec, comme, 
par exemple, *sve8ür cadrä belle seeur est devenu c'hoar gaer. s'il 
n'y avait eu k cela un obstacle provenant de la plion^tiqne 
bretonne. La forme *natimee a 6t6 evit^e autremeut que la 
prononfiation *uniec, mais par un proc6d6 qui peut se ramener 
aussi k une Variante de nd. 

Xous retrouvons, en effet, l'altemance trn et nt, de nd, dans 
des mots brittoniqnes d'origine latine, Pondus a donne en pall. 
pum, pynner Charge, en bret. moy. ponher, mod. ponner lourd, 
mais pondo en v. galL punt une livre; candela est devenu en 
V. gall. cannmü, canuill, mod. canwyll, mais en comique canUtil, 
cantal, en bret. moy. coHloetl, mod. cantol, cantoul. L'accent est 
ponr quelque chose dans cette rßpartition; cf. Loth, Mots lat. 127. 
Dans les mots comme prdndium (gall. prain banquet), Tarmoricain 
cbange ndy en gn doux: bret. moy. disping. ecrit auj. dispign 
depense ^ dispendium; cf. mon Glossairc mögen breton, eous 
dispingneus. Cependant le ( parait quelquefois; le trecorois pmte( 
sugpendn i?ei>. Ce/(. IV, 165, est un doublet äo pignet montß, de 
*pendio iiour pendeo. Inversement, on a ign pom' int dans 
gueuing 'mareschaux', Nomeuclator 229 {guefin, ä la table), 
=^ gall- gofaint; cf, tröc. meign ils sont, pour emaint, etc. Voir 
Rev. Cell VU, 147. 

La similitude des effets produita par « et par « sui* un rf 
suivant apparait encore ici, si nous rapprochons naontek de seitek 



44 E. ERNAÜLT, 

dix-sept, eitck dix-huit,^) moy. bret. seizdec, cizdec (ga61ique 
d'Ecosse seachd deug, ochd deug). 

6. Par un proced6 different des pr6c6dents, le breton s'est 
debarrass6 de ndh en le transformant en ns, dans le mot *adhanf 
avouer, gall. addef, qui est devenu par m^tathfese ansaf au lieu 
de *andhaf,, voir Rev. Cell. XVI, 188; Gloss, moy. -bret, v. ansavet 

7. La rtpugnance pour la suite de sons ndh 6tant commune 
ä Tarmoricain et au cornique, mais nou au gallois, on peut se 
demander si eile remonte au brittonique primitif, et si le gallois 
präsente sur ce point une prononciation plus moderne, comme le 
16onais parmi les dialectes du breton de France. 

Cette idee parait assez plausible, si Ton considfere que les 
idiomes gafeliques evitent egalement d'adoucir d aprfes n. En 
ecossais, par exemple, on dit an doruis de la porte (masc.) et 
non *an dhoruis, comme an fhir de Thomme; andiadhaidh impie, 
mais anfhiosrach ignorant, etc. 

Le breton, le cornique et les langues du groupe ga61ique 
ne montrent pas un aussi bei accord sur tous les faits connexes 
k celui-lä. Le coniique s'ecarte du breton, en maintenant le d 
intact aprfes l, cf. Grammatica Celtica 2« Edition, p. 143; en ceci 
il ressemble au vieil irlandais, oü les consonnes qui s'opposent 
au changement d'un t suivant en th ou d sont l, n et s; cf. 
Windisch, Kurzgefasste irische Gramnmtik 14. 

Ce maintien gaölique du t aprfes n contraste avec Thabitude 
des idiomes brittoniques: v. gall. hendut aieul, auj. hendad; v. bret. 
blinder fatigue, etc. On sait d'ailleurs que les deux branches 
des langues neo-celtiques different beaucoup entre elles sur le 
traitement de la nasale, qui est mieux conservee en brittonique. 
Si nous comparons le v. irl. peccad peche = peccattis, g^nitif 
pectho = *peccatavos, k cumsanad repos, gen. ainisanto, nous 
sommes portes k croire que la voyeUe qui precedait ce demier t 

^) On lit eiteg dans les DHachemens de la lanyue primitive .... par 
M. Le Brigant . . . Paris 1787, p. 31 , et Greg, donne en van. eih-decq\ mais 
ce mot a ete supplant« par l'expression try-hiiec'hy van. tryhueh Gr^g., tr6c. 
triouac'h^ litteralement 'trois six', qui ne se montre pas en moyen- breton, et 
qui peut-etre n'^tait d'abord qu'un equivalent poetique de eitek] son emploi 
dans les chansous populaires est exceptionneUement frequent, cf. Luzel, 
Gwerziou Breiz-Izel I, 328. Quelquefois ce nombre arrive la par exageration 
plaisant«, comme en fran^ais Hrente-six' (qui en est le double): wit pa hen 
defe tric'houec'h grad^ Gwerz. I, 440 = 'quand m^me il aurait trente- 
six titres'. 



8ÜR LA BfüTATION FAIBLE DE D APRfeS N EN BRETON. 45 

est tombee sans laisser de trace; mais au point de vue de ceux 
qui parlaient cette langue, cumsanto reprösentait uecessairement 
*cunisan^to, puisqu'un plus aucien *-santavos serait devenu *'Seto. 
U semble que la preservation du t soit due ä uiie association 
grammaticale d'idees, dans cumsanto, dont le rapport ä cumsanad 
avait quelque chose d'6qiüvalent k celui de pectho = *pecto k 
peccad; tandis que daus cesto, gen. de ccsad souffrauce, il y a un 
phenomfene pui*ement phonetique, le lueme que dans le breton 
kies treud chienne maigre, cf. tinel dreud maigre cliöre, ou dans 
Tallemaud Stern, lat. Stella, cf. drei, lat. tres. Le v. irl, ne trans- 
formait pas toujoui*s ml en nn: find et finn blaue; il n'avait donc 
point pour *cuinsando le meme genre de repidsion que le breton 
pour *un dhuardes, 

Les dialectes gaeliques observent encore aujourd'hui le 
traitement de n't en vieil ii-laudais: ä in tüath le peuple (en 
breton an dud les gens), in tcdam la terre, cdinteist bon 
tömoignage, comparez Firl. mod. et Tecossais an tuaith le terri- 
toire, an talo/nih la terre, seantalamh (vieille terre), terre en 
friche. Le mannois yn tlialloo la ten^e, concorde, maigre Tappa- 
rence, th etant une Variante orthograpliique de t, dont la mutation 
est not6e h en cette langue. Ct Rliys, The outlines of the phono- 
logy of Manx Gaelic, p. 94. 

8. Rien n'empeche en breton qu'un n soit sui>i de z venant 
de s. C'est le cas du 16on. kanzont ils cliantferent, Jcanze il 
chanterait; du trec. an den-ze cet homnie, en-ze en cela, ken zöd 
si fou, unan zöd un fou, hon Zalver notre Sauveur. 

Le z du tr6c. hon zi notre maison, hon zad notre pere, hon 
zud nos gens a du etre primitivement un z dur (=r th gallois, 
et th anglais dur), car ces expressions sont sans doute analogiques 
du singulier correspondant: ma zi ma maison, cf. he zi sa maison 
k eile, gall. ei thy, Mais il est bien possible ([ue la prononciation 
hon zi n'ait remplace hon ti, rest6 en leonais, qu'apres la trans- 
f ormation du th en z fran^ais. *) Le gallois, qui admet si souvent 
ndd, n'aime point la consonance ntli (comme dans Tanglais 

') D y a des localites vannetaises oii Ton dit hun zat notre p^ro, et 
m^me hun zent nos dents. Cf. hun zrahissou (la mort) noiis snrprendra 
Ghierz. QuiU. 30, hun zennou il nons tirera 102, hun zennein nous tirer 103, 
k cot^ de hun tennein 132, et de hur zen 11 nous tire 146 (m§me alternance 
de hun et hur dans hun p^hedeu nos pech^s Choces 70, hur p^hedeu 28, etc.; 
voir § 3). 



40 SlIR T,A MUTATIOS FAlül.E DK D APßfcs X EN BRETON. 

month); ü supprime 1'« (cf. angl. tooth, en got. tunlhus): pteyth 
point, de punctum; cf. etoythr oncle potir *en)yntr, bret eoMr; 
athraw et eniroK' raaitre, professear, de alUraw 'patrinus', en 
V. bret. eltroguen *noverca', moy, bret. autroniez et entroniee 
seigneurie, yiron dame, van. intron TA., löon. itrou» et t'n^ou» 
Grlg. Cf. plus haut «li et « en breton, § 5; voir Eev. Cell. 
IX, 382. 

9. Le son rfÄ a dfeparu presque coniplötement du breton. 
Sauf pour les quelques localites qui l'ont conserv6 (voir H. d'Arbois 
de Jubainville, EUuUs grammaticales sur les langues celHques 
1, 43* — 46* et mon Glossaire moy.-hrct., v.porz), cette disparition 
enipeclie natiirellement toute nouvelle consöquence directe de la 
tendance phonetique que noua venons d'etudier. Le 2 breton que 
les hasards de la phonetique ou de l'analogie am^nent k la suite 
d'un n peut d^sormais y rester, füt-il le descendant authentique 
d'un dh. Äinsi la forme amesc qui apprend difflcilement, Sup- 
plement atix äictionnaires bretons, Landerneau 1872, p. 48, est 
venue de atnzesc ibid., =^ *am-<lhexc, k une ^poque oü le cliange- 
ment de dh en ^ 6tait accompli; autrement eile eüt abouti sans 
doute ä *andpsc, cf. pendu, ou k *anesc, cf. enenat. ') 

10. Ces antipathies n6o-celtiques pour certaines suites de 
sons ont leurs analog:ues dans les autres langues; ainsi l'oreille 
des Grecs 6tait choqufee du vocalisme des mots comme le frantjais 
murmtire, vocalisme qui est, au contraire, affectionnfi i>ar le 
breton (cf. Itev. Cell. rV, 466, 467; XIV', 320). D y a lä un 
facteur plus ou moins conscient, de nature esthötique, qui influe 
seusiblenient sur l'evolution du langage, en appliquant dans le 
domaine lingaüstique le precepte litt6raire: 

Fuyez des mauvais sons le concours odieux. 
Les goäts en pareiUe matifere varient beaucoup ayec les idiomes; 
aussi uu ^crivain qui ne se preoccupe yss assez de l'euphonie, 
au sens oü l'entendent ses conipatriotes, est-il traite par eux de 
barbare. L'auteui' qne nous venons de citer disait de vers 
frangais qui 'Im 6corchaient les oreilles': 'Je croyais que ce füi 
du bas-breton ou de rallemand!'*) 



Poitiers. 



E. Ernadlt. 



') Sur te cLangement d'm eu n, ilevant [UfTerentes Bortea de x, on pent 
Tdir Olots. moj/.-bret., v. amznO; Ben. CeÜ. XVI, 32K. 
■) BoilcAU, Dialague de» hiro» de romani. 



UNE FORME AßCHAIQUE DU NOM DE DIEU 

EN BRETON. 



Las formes 6crites du nom de Dieu, en breton, sont: pour 
le leonard, le comouaillais et le trfegorrois Douf^ 9 pour le vanne- 
tais Dog. Dans la langue parl6e, on prononce en haut-cor- 
nouaillais, Dou ou Doue (avec accent sur ou et e feminin frangais) 
en haut-vannetais Dibg^ Dwi, 

Je viens de constater, en haut-vannetnis, Texistence d'une 
forme qui, je crois, n'a jamais kik relevee. H existe, k Pontivy 
(Morbihan) et aux environs une forme DwfÄv {ib reprösente ü 
consonne). Je Tai entendu nettement prononcer par M. AUanic, 
preparateui' ä la Facult6 des sciences de Rennes, qui a parl6 le 
breton de Pontivy dans son enfance, et par une jeune domestique 
de Noyal-Pontivy, ä Pontivy meme. Enfin, j'ai constate Texistence 
de la forme äquivalente Dwiw^ ä l'Ue aux Moines (Golfe du 
Morbihan). Je Tai entendu articuler notamment par Mme. veuve 
Brientin, äg6e de 76 ans et qui n'a jamais cesse de parier breton. 
Les formes Dwg et Dw^, Dwi et Dwiw existent concurremment: 
ces variations sont dues k la Satzphonetik. 



ou firan^ais. 

Rennes. J. Lotii. 



A WELSH INSCRIPTION IN THE ISLE OF MAN. 

To the many Inscriptions, mostly in Runes — but a few in 
Oghams — for which the Isle of Man is famous we are now able 
to add one in Irish or British *Hiberno-Saxon' charactere of 
about the 9th Century. 

Though on a well known cross, it was only twelve montlis 
ago that I fii-st noticed the inscription which has not yet been 
published. 

The face of the stone was flgured by Kinnebrook — *Et- 
chings of the Runic Monuments in the Isle of Man', 1841, and 
by Cuniming — *The Runic and other Monumental Remains of 
the Isle of Man', 1857. The latter says *It was originally in 
the middle of a fleld, but was removed to its present locality 
(i. e. the hedge by the roadside at Port y Vullen, about 1^/2 miles 
S. E. of Ramsey) by the owner some j-ears ago.' No doubt it 
was originally witliin the Burial Ground of the old Keeil on 
Ballatei'son Treen, now entirely disappeared. 

Last year the stone feil, as it had done once before, the 
soil having been loosened by the heavy rains. It was when 
Ijing on its edge by the side of the road that I fii-st noticed the 
inscription. 

I have to thank the present proprietor of the property, 
Mr. Brew, for permitting nie to set it in the Parish CTiurchyard 
— a more safe and suitable place for such a monument than a 
roadside hedge. 

It is a rectangular slab — the top slightly rounded, of a 
hard, fine-gi*ained, white trap rock found in the neighbourhood, 
and meaijui'es 7 feet high by 3 feet \\ide and about 5 inches 
thick. One face bears a shafted cross with a Square pedestal, 
the limbs connected by a circle. The centre is occupied by a 
raised boss standing out fiom the suiiace IV2 inches in relie^ 



ZeltKtarift fnr »llticrhe Philologe I, p. 1R. 




CRUX GURIAT 

(from a photogrnph by Mr. T. Keig, Donglan, Isla of Uan) 



A WBLSH mSCBIPTIOK IH THE ISLB OF HAN. 49 

and, within the circle at the points where it is overlapped by 
the limba, are fonr smsller bosses, the Spaces between them and 




the centre being quite piain, so that in fact the actual cross is 
only snggested. The bosses and the shaft and pedestal are 
bordered by a piain bead moalding,^the latter are in slight 
relief, about >U inch, — all the rest is jncised. From the simple 

ZÜtHhrlft f. oMt. Phllalogla I. 4 



50 P. M. C. KERMODE, 

character of the Gross, and absence of interlaced or other 
Ornament I should be inclined to date it as early as the 8th or 
9th Century. 

The Inscription here figured actual size, from a rubbing 
taken by me in October, reads CRUX GURIAT. The first 
Word presents no difficulty, the second has the fii*st and last 
two letters particularly clear, but the others are wom and 
interfered with by the weathering and cracks along the edge 
of the stone. As regards the Formula, it is unique in the Isle 
of Man and not common elsewhere. I think it only occurs once 
in Ireland, namely on a fragment at Inismurray, which I examined 
last July, and figured in Petrie, Christian Inscriptions, vol. 11, 
pl. X, flg. 19. This shows the word CRUX, the name by which 
it was most likely followed having been broken off. In Wales 
one or two inscriptions begin with the word CRUX, but not 
followed by the person's name, nor do I know of it else- 
where. 

The characters are small — under an inch long, and cut 
across the edge of the stone, in fact on the end of the right 
limb of the cross; they consist of the usual Irish or British 
minuscules of the 7th to the 9th Century, and correspond with 
those in the foUowing Welsh inscriptions. C, A, G, and U, as in 
the Samson stones, Llantwit. C, also, on the Grutne cross and 
others. R, with the second part much elongated as in the Grutne 
cross, Margam; the Tegema cross, Capel Brithdir ; Gurmac cross, 
Pen Arthur, S. David's; the S. Gwnnw's stone; and the Rewhic 
inscription, Llanelltyd, all of which may belong to the 8th or 
9th c. The other R has the second part more angular as in the 
word *prium' in the inscription on the Great Cross, Merthyr 
mawr; on the Enniaun Cross, Margam; and the Gurci stone, 
Llangors, near Tolgarth. Ligatures are not uncommon in Welsh 
inscriptions, though I have not met with an instance precisely 
as in this case. U, is more angular but otherwise not unlike 
those in the Samson stones and elsewhere. G is the usual Irish 
or British form so frequently met with; in this case the top 
stroke does not extend beyond the diagonal one as it generally 
does. A, is the form used throughout on the Samson stone, 
Llantwit, and is met with in the Merthyr mawr and Grutne 
Grosses. T also appears in this form on the Grutne cross, and 
in the word *po8uit' in the Merthyr mawr inscription. 



, WELSH INSCRI?nClN IN THE ISLE OP MAN. 



51 



In Irish inscriptions we find a simüar E in tlie Martini 
cross, and, A on the Maelpatiic stone, b«tli at Clonmacnois and 
of the 9th c. In the Brecan, and Bran Nailither inscriptions, 
Aranmör, tlie R is fonned exactly as here, and both it and the 
other charactera occur elsewbere in Ireland. 

It is tantalising that of tlie niany names which occur in 
oiu- Manks inscriptions, none have witli certainty been identifled 
with any historic personage. In this case however one is tempted 
to think that might he done, Unforttmately oiir own Chronicle 
refers only to the period of the Scandinavian occupatio!! of Man, 
and OUT eai-lier history mnst be gleaned from the Welsh and 
Irish Annais and other foreign sources. 

Train, referring to tliis period in his 'History of the Isle 
of Man' (in itself a work of no authority) mentions the dispute 
between the two brothers, "Welsh princes, Howel and Cjuan, 
and speaks of Oynan's daughter Essylt, the wife of MervjTi 
Vrych king of Man, who subsequently annexed this Island to 
North Wales. He gives as references 'Warrington's History of 
Wales, p. 124, 125 and 141. Welsh Chronicles, p. 22, 27,28. 
Anderson's Royal Genealogies, London, edition 1736, table 479, 
494, Rowland's Monaatic Antiquities, p. 172, 173, 188." Not being 
myself within reach of these or other references, I wrote to niy 
friends Prof. J. Rhjs and Mr. (t. H. Orpen who have most kindly 
loüked up such authorities as time pemütted them. Mr. Orpen, 
quoting the Genealogies of the men of f'umbria and Strath- 
clyde compiled by Father J. F. Shearman and printed in the 
R S. A. I. Joum. for 1883—4, p. 274, 277, says the name Essylt 
{or Isold), occnrs as that of the wife of Mervyn Vreich, her 
father-in-law was Gwyriad, and slie had a son GURIAD who 
was slain 877. Prof. Rhfa has very kindly allowed nie to 
append the following 'Note on Guriat', by which it woiild 
appear that that was the nanie of the husband of Etthil (not 
Essylt), also of the grandson of her son Mervyn, Whether our 
inscription can be .certainly identifled with either one or the 
other, it is most interesting as being the only one yet met with, 
besides the Avitus stone described by me in Arch. Camh. .Tuly 1895. 
which bears a Welsh name or comes within the period of the 
Welsh occupation of Man, if there was a Welsh occupation of Man. 



Bamsey, Isle of Man. 



[. 0. Kermode. 



NOTE ON GUl^TAT. 

The modern spelÜDg is Gwriad, and in the Black Book nf 
Carmarthen of the 12th Century it is Guriad: see Evans' aiito- 
type Facsiniile, p. 32 a. These point back to an earlier foi-m 
Guriat of the 9th Century or thereabouts. On asting niyself 
what Welsh princes were connected with the Isle of Man, I 
remembered the case of Mervyn Vrych and looked iip the name 
in Williams's 'Biographical Dictionary of eminent AA'elslimen'. 
There I foiind that Mervjii king of Man and of Powys in his 
owu riglit, was the son of Gwriad ab Elidr ab Sandde ab Algwn 
ab Tegid ab Gwyar ab Diwg ab Llywarch Hen. But where 
Williams got this Information I cannot aay, unless it was in 
H, Lloyd's Caradoc of LIancarvan's History of Wales. There (in 
the edition of 1584) one reads, p. 22, tliat Mervyn was 'the son 
of Gtcyriad or Vriet, the son of Elidiir, and so forth in the right 
line to Belinua the brother of Breunna king of the Brytaines'. 
On the other band the British Masenm MS. nunibered Harleian 
3859, written before 956, and published by Mr. Phillimore in 
the Cymmrodor IX, 141 — 183, makes Mervyn, there written 
Mermin, the son of Etthil danghter of f'jTian, king of Gwynedd, 
of the family of Maelgwn and Cunedda. So Gwriad ahoiüd be 
the hiisband of Etthil, and the question is, liow the connection 
with the Isle of Man arose. Tliis is made inteUigible by Cynan's 
history: he had a brother Howel who contested his possession 
of Anglesey or Man. Howel was successful and drove Cynau out 
with great loss; but Cynan was afterwards victorious and drove 
Howel out once or twice, the last time in 816, in which year 
Cynan died — I am still following MS. 3859, though I cannot 
here decide whether Monia, the form used, means Mona 'Anglesey' 




NOTE ON GÜRIAT. 53 

or the Isle of Man. Tliis doubt is reflected iii the later MSS. 
of Brut y Tywysogion, one of which says that Howel was 
banished from Man (Manaw) and another that he was banished 
to Man. I gather that, in either case, there was intercourse 
then between Gwynedd and Man, that in his reverses Cynan 
and his danghter had to betake themselves to Man, and that it 
was then she was married to Gwriad. Possibly Gwriad was 
also an exile there. The Triads (I, 7G = II, 59) mention three 
kings of the Welsh, who were of servile origin, and one of them 
was *Gwryat son of Gwryan in the North': whether he can have 
been the same man I do not venture to decide. Though I have 
not been able to find the source of the Statement, that Gwriad 
was the name of Mervyn's father, the name certainly appears 
in the family, as the Harleian MS. gives Mervyn's son Rhodri a 
son Gwriad (Guriat), who dies with him at the hands of the 
Saxons in 877. Stokes points out to me the exact equivalence 
of this name with the ancient Viriatus. 

Oxford, Jesus College. John Rnis. 



M 



,i 



In tlie Summer of If i! ■ 

in the Isle of Man along t < 

Waterford, Ireland, who spea ^ 5 

that time we went about a 
ii we could discover any of 
For the most part our sean 
cea«ed to care for tliese t i 

oblivion. Btit as a compei f | 

were lucky euoiigli fo obt ; 

from a genuine Manxman, 
Port Erin, who, tliough hi 
pursued tili about three years ago the calling of fislierman. B^ 
recited tlie song to us, and explained it, aud we took it down 
as well as we could. In September of the present year I again 
visited Man, and I had the song recited to me again. Unfortunately 
Mr. Kermode was ill diuing part. of my visit, and I was unable 
to See as much of him as I could have wisbed. Above anyone 
whom I niet he is interested in and acquainted with the old lore 
of Man, though be told me that he had not heard a Maas song 
sung for the last forty years. 

I wrote down the song phonetically as well as I could, but, 
as I have unfortunately had no special training in phouetics, my 
attempt is at the best only an approxJmation. However I read 
the song as I had written it down to two other Manxmen and 
it was intelligible to them. As to symbols, a, if, m, y. and y 
have been used as in Prof. Khjss Outlines of Manx Phonology, 
though I am not quite sui'e that g is exactiy (he long sound of 
y. Xi ti ^ represent spirauts. I fouud occasionally difficulty in 



1 1 




A MANX FOLKSONG. 55 

Istinguisliiiig broad d trom ö at the beginning of a woi'd, and 
may have iu one or two casea used the one wrongly for the other. 
In connexion with original broad vowels l has the tliick sound 
found also in Iiish and Scotch Gaelic, which Rhjs describes and 
represents by X. Where l seemed to me to be mouille it has 
beeB expressed by f. This sound is cleareat when it Stands at 
the beginning of a word and is followed by a broad vowel. In 
some cases it was hard to decide wlietlier l was mouillö er was 
simply an alveolar l. In eia 'otlier' l seemed distinctiy moiülI6. 
Broad and slender r liave been dlstinguished by r and f , but I doubt 
if I have aiways distinguished them aright. In jjri heart, and n 
arm, a broad r Stands before a slender vowel. A Manxman with 
wliom I talked distinguished 'i king froni ri arm. When » seemed 
to be mouillö it has been expressed by n. For the disttnction of 
two Sounds of n cf. Hhjs 133, 134. Rh^s's second (alveolar) n 
seemed to me to be sounded in »tennik, cinna, jinnax, Jinnu, 
Inid, perliaps henk, thougli there it may have been a little 
mooille, Itannilc, ßnnisli. But the two sonnds were not aiways 
easy to distingiiish. Before final « a J sound was heard. Some- 
tiraes this was quite distiiict, somtitimea bai-ely audibte. I seemed 
sometimes to hear the same sound when English was spoken, 
e. g. agädn for again. In tinjax ° simply denotes that the k has 
a broad sound before the following slender voweL I am well 
aware of the shortconiings of my attempt to reproduce the 
the s-poken sounds, but I judged that even an imperfeet phonetic 
spelling would convey to others than Manxmen a better idea of 
the pronunciation than the orthodox Manx orthography. As for 
the song itself, it will be sure of a heaity welcome from all 
who are iuterested in the litei'ature of the Gael. 



Ek ny fidlarj-n (;ttyni) IRlik 

Ve'n xiyd völ vIt mi rysh grai my /ri: 
Dy gi-aia/ graia^ hji sUn shis kujaj; 

Äs hug shin taiiaj;^) dya tüi'T. 
5 Wl j-n Df^') Silin dys kjo^n shia^ bilyns 

Ve my /lai Äs mish niennik medel: 



>) Book Maus ayna ytt. 

') Book Maus loahiaght whicli I have offener beard pronouaceU tozhic 

*) The r aeemed almust anBimilatwl to the following lA. 



56 J. STRACHAN, 

Äs jall T dqs lezh y öinna folsa 

Nä jinnax T mi dy brax x^^S^- 
Fastyr jid^ni rosh lä Inid 
10 Hai mi dy yTyyn grai my x^i: 
Hog i ny da lau os my j^ lau 

Na büdax T fer errax ax ml. 
Henk mi rom tai äs my xrT dy gefial, 

Sfl erb! ha rau jinnu syyyn d^s: 
15 Yn xiyd sklyl x^l nii märi») lä Inid — 

Dy rau my yrai rysh fer ele pOs. 
Drau my vTfe er y düdi, _ 

Äs mi sori urri rysh xwelyn lä : 
Tra hannik T na rau grai ek orm, 
20 Odax T ve yn obbal tfä. 

Ha jinnym jTsh draxlu ny gweyn,^) 

Ha widym^) draxfartshyn dy hit ny räd: 
Ax dy jinn i böä de y kaf jyn 

Ge dy vel i y jinnu jIms ax cräid.*) 
25 Yn bila walnut na re^n fjü tälu 

Finnish errax ha rau am: 
Nish te my yrai y fraual dy folsa, 

Äs t9 mi fäyit my lummarkyn. 
Hems rom er dy ynli Perryk, 
30 Dredym*) mi hlfi myr scolyg äg erbl: 
Hern shayy my yrai os medn y vargi, 

Ha iiggym orm dy väyym T. 
Bims dy hadu os kio^n y vargi, 

Yaums my roei j'ynän ny yä: 
35 Ax T t9 pOs ryzh y m^ltir folsa 

Ha vod i kundre nl kaxlä. 
In räd mwqyr liauyr v'äm dy hiül er, 

Adyn«) oxtax ilfax dy jinnu mi skl; 



^) Book Manx mogJtrey. 

') Other Speakers caUed this gtoeayyn, bat as the poem was recited I 
conld hear no y. 

3) So it sonnded to me. I have heard others caU it toizhym, 

*) The last time the poem was recited, this word sonnded rather or^'. 

B) DreSym seemed to be the pronnnciation here, bnt I have heard it 
also caUed drezym. Borrowed Crom Eng. dress, 

«) = As yn. 



A MANX FOLKSOMG. 

Ha vodym Hji shis dy /oal m' äsli, 
40 Na bin k^iöja^ smöSilaj; er grai my /rT. 
<Jy jiiina;^ yn g:fi wljyr sheids, 

Dy vonsh IdaHhtyn wish my /rai: 
Adi dy liit ym') Uan-isli ny ardslile'djii, 
Vldax Silin a;cei3 er öceu jii trai. 
45 'S e^flal 's g^Tial liarrin dy vedel i, 
Äs fys ve am dyre my jrai vej; odu; 
's geflai 's geöal liyin slils jttri 

As my ri syn pillar ek fo y kioiliL 
rfy jinnaz yn k^'in mwQryr cimiax, 
50 Räd dy ;iimiii dyderin tmid: 

Shflia;i;ta Gfuilyn Idys^) jarg mjT rözyu 
Kosk inyn odym my jrai iarad. 

Translation. 
At the flddlers on Olu-istmas day 

(Was) the first place I met the love of my lieart: 
Lovingly lovingly we sat down together, 
And made the beginning of the wooing. 
5 From that time for seven years 
My lüve and I often met: 
She promised me wlth her false tongiie 

That she would never forsake me. 
On the evening of Sunday before Ash-Wednesday 
10 I went to see the love of my lieart: 

She raised her two liands over my two hands 

That she would not marry another man tut me. 
I came home and my heart so merry, 
Nothing in the world caused me distress: 
15 The first word I heard on the raoniing of Asli-Wednesday 
(Was) that my love was wedded to another mau, 
My ciirse*) on the wench, 

And me wooing her so many days: 
When she saw she had no love for me, 
20 She might have refused me in time. 

I) = nuaccented am 'to me'. 

•) I am not sme whetlier tlie soiind waa "ÄJi/s or Äri/». 
') Drau my cib is Bome fortn bf imprecation of nbicb I conld get no 
explanation. 



58 A MANX FOLKSONO. 

I will 110t niake evil cui*se or imprecation against her, 

I wisli not ill fortune to come her way: 
But may she give joy to her friends, 

Thougli she lias only made a mock of me. 
25 The walnut tree that never spake, 

Other witness had I not: 
Now my love has proved false, 

And I am left alone. 
I will go to Patrick's feast, 
30 I will dress myself like any young blade: 
I will pass by my love in the midst of the fair, 

I will not let on that I see her. 
I will stand at the head of the fair, 

I '11 get my choice of many a one: 
35 But she that's wedded to her false deceiver 

Cannot barter or change. 
The great long road I had to travel. 

And the steep hill to make me tired: 
I could>) not Sit down to take my rest, 
40 But I would always be thinking of the love of my heart. 
Would that the gi'eat wind would blow, 

That I might hear from my love: 
And that she might come to me over the liigh inountains, 

We'd meet one another beside the Strand. 
45 Blithely blithely would I go to meet her, 

If I knew that my love was there: 
Blithely blithely would I sit down by her, 

And my arm as a pillow to her under her head. 
that the great sea would dry up 
50 To make a way that I might get through: 
The snow of Greenland will grow red like roses 

Before I can forget my love. 



My first copy has ha n-oSittf and I trauslate that, as it gives better seuse. 

Marple, Cheshire, England. J. Stbachan. 



CIJIMMIN'S POEM ON THE SAINTS OF IRELAND. 



^S. Cumineus Connerensis scripsit versibus Hibernicis opus- 
culum de singularibus praecipuorum Sanctorum Hiberniae vir- 
tutibus; in quo de singulis unam aliquam singularem virtutem 
vel heroicum factum per modum specialis elogii refert. Floruisse 
videtur circa annum 656.' Colgan, Acta Sanctorum Hiberniae, 
Lovanii, 1645, p. 5. 

The poem above referred to is here printed from the copy, 
in the handwriting of Michael 0' Clerj- , contained in a manuscript 
belonging to the Royal Library, Brüssels, and marked 2324 — 40. 
It has been ah-eady edited (with a translation and notes by 
0' Curry) in Dr. Kelly's Calendar of Irish Saints, Dublin, sine 
anno, pp. 160 — 171, apparently from the copy in H. 1. 10, p. 150, 
a manuscript in the library of Trinity College. But this copy 
is so inaccurate and incomplete as to render another edition 
desirable. Most of the quatrains of our poem have been inserted 
in the Martyrology of Donegal at the respective days of the 
saints which it mentions: one of them (the tenth) is cited in 
the Irish Life of Br6nainn (Lismore Lives, p. 107), where it is 
ascribed to Cundeddn: twenty-five (beginning with the twelfth) 
are contained in a MS. in the Royal Irish Academy, marked 

-, p. 346; and a copy of the first three and the last is 



2J 



3. 16 



found in the Brüssels MS. 5100—4, ff. 238a— 238b. As this 
copy (also in Michael 0' Clery's band) supplies some various 
readings, it is here printed: 

1. Carais Patraicc puirt Macha . mac Calpuirn fa ard riaghail 
ö init CO cdiscc gan biadh . nochar mö pian d4 phianaibh. 

5. Carais Colnim cäidh cüle . mac Feidhlimidh na naoimhfert 
iii ladb re seachimhun 'ua corp . ui douasfad bocht aoinfecht. 



WHITLEY STOKBS, 



I. ('arais Brigliitt bheunai'htach . crnbhailh \maa narlK) benta 
ioügliaire ocug moicheirg'lie . ile') ocus t6i a ferta. 



I4ä. I§ me CaimiQ Condiie . Todeeht ctahittCh is ^anas 

ferr in lacht üiu tablirfim taubli , itche na naomli racharas . Carais. 

These quatrains are foUowed by a note relatiiig to their alleged 
autlior: Aois Crist 658. S. Cuiiniue epscoji Naondroma decc, tliat 
is, 'A. D. 658, S. Cuinimlne, bisliop of Noendruini, died'. It is, how- 
ever, impossibie tliat a poem containing tlie followiiig forma 
could have beeil written in tlie sevetitb centiu-y: fris ttahram 
147, (Old-IrisL frissa tabram); nochar 4, 17, 47, 62 (0. Ir. 
Hocka ro), ndr 9, 26 (0. Ir. nd ro), nir 28 (0. Ir. ni ro), na 7, 
16, 51, 111 (0. Ir. inna), ni dubalrt 87, 135 (0. Ir. ni atruhairt), 
ni thard 43 (0. Ir. m tharat). Moreover, criad 63 is a mono- 
syllable: in Old-Lish it is disyllabic (see Fei. Oeng. Ap. 19). The 
verbal form toichredh 116, sbewa that our poem was composed 
wheu enclitic were supplaiiting ortbotonic forms, and ros-carann 
132 (riuiing with tadall) jiroves that it was written in or after 
the eleventh centmy, when &st the verbal endings in -ann, 
-enn appear. Atid if, as I conjecture, the first line contains the 
gen. sing, of a loan fi'om the Freuch fort, the poem can hardly 
be oider than the twelfth Century, when French words began 
to enter the Iriah language. Anyhow, Cummin's poem (so-called) 
muat be classed with the many Irish yxvÖBxiyQag^a. But it 
contains some inteiesting words not found in Windisch'a Wörter- 
buch; and as an historical document it is valuable as recording 
some of the austeritiea practiaed, or believed to have been 
practised, by the Irish ascetics of the early iMiddle Ages. 

The metre, also, deserves attention. Every stanza consists 
of four heptasyllabic lines, of which the second and fourth end 
in assonatbig disjUables. The first and tliird may end in a 
monosyllable, a disyllable, a trisyllable or a quadrisyllable: these 
endings do not assonate. The final word of the third line 
generally rimes with a word in the interior, or at the beginning, 
of the fourth. Thus biad, pian 3, 4, chorp, bocht 7, 8, -eirge, 
feile (or eile) 11, 2, ckodnaiy, domnaig 19, 20, nech, leth 79, 80, 
snechta, bechta 99, 100. But such internal rimes are absent in 
lines 31 and 32, 35 and 36, 55 and 56, 67 and 68, 75 and 76, 



') Bead iiU, to lime vvitb ■Ürghe. 




CUIMMIN'S POEM OX THE SAINTS OF IRELAND. 61 

95 and 96, 127 and 128. The mies as to rinüng consonants 
agree generally with those of the Martyrology of Gorman, a poem 
composed in the latter half of the twelfth centuiy. Thus cuiKinn 
rimes with cluininmi 46, 48, binne with nimÄe 94, 96. But I do 
not think Gorman ever committed such a rime as gainne, ladtJie 
118, 120. It is clear, therefore, that our author knew nothing 
of the Classification of II and nn as 'strong' consonants, of n and 
wÄ as *weak', of th as *rough', or if he did, considered it a 
pedantry which he was justifled in disregarding. 

In the following edition of Ciiimmin's poem I have speit 
all proper names with initial capitals, separated proclitics from 
the words to which they respectively belong, and represented 
extensions of contractions by italics. The scribe, not the author, 
is probably answerable for the following grammatical errors: da 
gach nduine, 31 (for do chach duint), tre bithe, 51 (for tre hithu\ 
amhra, ädlma, 98, 100 (for amhru, ^almu), righ, 129 (for rt), and 
an tsaoi, 138 (for in sät). 



62 WHITLEY STOKES, 

Cnimin Condeire cecinit. 

(Brnsselfl MS. 2324—40, fo. 44 a). 

1. Carais Pattraicc phuirt Macha | mac Calprainn fa hard riaghail 
6 init go caiscc gan biadh | nochar* mö pian da phianaibh. 

5. Caraifi Colnim cüdh cille | mac Feidhlimidh na bfeilfert 
ni lad re seachtmnin 'na chorp | ni dosäsfadh bocht einfeacht. 

9. Carais Brigitt bhennachtach | crabhadh büan nar'bö benta 
iongaire ocus mocheirge | föile re feraibh ferta.^) 

13. Carais mo Mbochta Lughbhaidh | tre reacht ocus tre riaghail 
gan mir n-annlainn ina chorp | 'na bhocht firi r6 cM mbliadain. 

17. Carais Comghall cenn JJiad \ saor gach slondadh da slonnadh 

bennacht for chorp an chodnaigh | gacha domhnaigh no longadh.*) 

21. Carais Feichin fial Fabhair | nochar' b^ an crabadh breccach 
docniredh a asna tmagh | le carcair cmaidh gan Mach. 

25. Carais Ciardn caidh Cluana | nmhalöid nar' dian dedhail 

ni 6bairt briathair') \>udh gaoi | nir' sill ar mhnaoi o ro genair. 

29. Carais Beoaidh badhaige | re naomhaibh Erenn nile 

tech n-äoighedh^) %8 tiodhnacal | dobheire^ih da gach nduine. 

33. Carais moLaisi an locha | bheith i ccarcair chraa[i]dh chloiche 

teach n-äoighedh^) d' feraibh Erenn | gan diultadh gan tdom doichle. 

37. Carais Brenainn biothcräbuclh | do r^ir senaidh is samhaidh 

seacht mhliadnA ar moin an mil mhoir I ba docair an chöir crabai(2h. 



41. Carais m'tde möraltrom | umaloid tren gan toimemh 

ni thard a lecain r6 lar | riamh riamh ar grädh an Coimdedh. 

45. dogabh crios fa a colainn^) | as iama äos do chloinim 
nochar' chaith saith no s6ire | mo Ninne Sleibhe cuillinn. 

49. Carais Caoimgin crö cnmang | fa hobair crabauih chredhail 
'na desamh tre bithe sior | ba mör an dion ar Dhematn. 



^) In margin: al^ legnnt [6]ile, 7 f§ar a ferta 

>) MS. noloingedh >) MS. ni 6bhairt briatar 

«) MS. naoidhedh ") MS. cholainn 



CüIMMIN'S POEM ON THE SAINTS OF IRELAND. 63 



Ciiimmin of Conneire sang. 



1. Calpnm's son Patrick, of Macha^s fort, loved — high was the rule — 
(to be) foodless from Shrovetide to Easter: none of his penances was greater. 

5. Fedilmid's son, chaste Colomb cille of the generons miracles, loved 
(this:) dnring a week into his body he wonld not cast what wonld satisfy a 
panper at one time. 

9. Blessed Brigit loved lasting devotion which was not prescribed, shep- 
herding and early rising, hospitality to wonder-working men.*) 

13. Mochta of Louth loved, by law and by rule, as a pauper for a 
Space, a hundred years, not to let a dainty bit into his body. 

17. Comgell , the head of Ulster, loved (this) — noble was every tale 
that was told (of him) — a blessing on the lord*s body — he used to eat 
(only) on every Sunday. 

21. Generons F^ichin of Fore loved (this): the devotion was not untruth- 
fol — he nsed to set his wretched rib on the hard prison without raiment. 

25. Chaste Ciaran of Clonmacnois, loved humility which was not hasty 
(or) nnsteadfast: he never said a word that was false: since he was bom he 
looked not on a woman. 

29. Beö-aed loved friendliness to all the saints of Erin. A gnest-hoose 
and a present he used to give to everj' one. 

33. My Laisse of the Lake (Eme) loved to be in a hard prison of stone, 
(and to keep) a guest-house for the men of Erin, without denial, without a 
particle of churlishness. 

37. Br^nainn (of Clonfert) loved intense devotion, according to synod 
and assembly. Seven years on the back of the whale, the arrangement of 
devotion was a hardship. 

41. My Ite loved a great fostering, streuuous humility without dejection; 
for the love of the Lord she never, never put her cheek to the floor. 

45. Since she took a girdle round her body») — I hear according to 
knowledge thereof — my Ninne of Sliab Cuilinn never ate enough or a meal. 

49. Kevin (of Glendalough) loved a narrow hut — 'twas a work of pious 
devotion — (and) standing up ever and always — great was the protection 
against the Devil. 



^) Some read: chanting (jHle) and the grass of her tomb. 
') i. e. since she became a nun. 



64 WHITLEY STOKES, 

53. Carais Sccuitin na sg^l mbinn | beimacht ar chach do-r6ine 
aindre aille nchtgheala | ettorra doniodh a öighe. 

57. Carais Cainneach an chrabaidh | bheith i nditreibh crüaidh chrandatgh 
ni bhiodh neach aga ghoire | ocAhnadh na hoighe allaidh. 

61. Carais Ailbhe aoighedchaire^) | nochar* b6 an crdbtidh br^ccoch 
nocha ttainicc i ccorp criadh | hüdh ferr im biadh na um edach. 

65. Carais Fionncn Bhri gobann | bennacht losa ara anmain 

seacht mbliodna ara chorränuibh | gan a thoinnsiomh re talmain.*) 

69. Carais Dalbhach caomh Cuile | aithri^he thenn do thadhall 
nocha ttard a lamh re a taobh 1 an cc^in b4oi araon 16a anam. 



73. Carais Barra br6o n-eccna | umhaloid d* feraibh dhomhain 

nochan faca a n-eccomhnart | neach nach diongnodh do chobair. 

77. Carais mo Chuda an chrabaidh | amhra gach sgel da sgelaibh 
roimhe nocha dhema neach | leth a ndema do dh^raibh. 



81. Carais Colman caomh Clnana | filidheacA^ tre chöir s^isi 
gach äon do mholadh gan locht | ni thiged olc da 6isi. 



85. Carais Fachtna fial feidhil | foircednl caidh re coinnlibh 

ni *dhabhairt riamh ni \mdh saich') | acht ni bUdh maith le a Choimdufii. 

89. Carais Senän siorothar | maith gach freccra da freccraibh 
triocha galar ina chorp | dobadh lor d' olc don ecnauih. 

93. Carais £inde ardcArabtu2h | i n-Arainn buaidh go mbinne 

carcair do chloich cruaidh cnmhaing | do breith caich dochom nimhe. 

97. Carais Fnrsa fircr4bu(ih | ni hinnister ni as amhra 

tiopra go bfaaire sneachta | beachta con sloinde^ih a dalma. 

101. Carais N^än naoimhdheochain | crihudh ainglidhi iodhan*) 
nocha ttainicc tar a dhM | ni hadh breg nö bhadh brefal. 

105. Carais Mac reithe<^) an chrihaidh \ carcair cmaidh is 1 iodhan 
6 initt go caisg gan cäin | acht madh p4in ocua bioror. 



^) MS. aoidhechaire. >) MS. talmnin. 

») MS. saith. 

^) This mnst be wrong, as iodhan (taken from 1. 106) cannot rime 
with hrefal. 

**) Leg. creiche. 



CUIMMIN's POEM OK THE SAINTS OF IRELAND. 65 

53. Scuithin of the sweet stories loved — a blessing on every one who 
liath done it — damsels beautiful, white -bosomed, and among them he kept 
hifl yirginity. 

57. Cainnech of the deTOtion loved to be in a hard, woody hermitage. 
No one nsed to be cherishing him save only the wild deer. 

61. Ailbe loved hospitality — the devotion was not untrnthftd. Never 
entered a body of clay (one) that was better as to food and raiment. 

65. Findchü of Brigown loved — Jesu's blessing on his soul! — (to 
spend) seven years on his reaping-hooks, withont treading on the ground. 

69. Dear Dalbach of Cüil (Collainge) loved to resort to austere repentance. 
He never put his band to his sidc so long as he lived along with bis soul. 

73. Barre, a flame of wisdom, loved lowly Service to the world^s men. 
Never did he sec anyone overmatched ^) whom he did not help. 

77. My Cutu of the devotion loved (weeping) — wondrous is every tale 
of him. Before him no one ever shed half the tears that Jie shed. 

81. Dear Colman of Clo}Tie loved poetry through skilful arrangement. 
Whoever was praised withont fault (l)y Oolmän) cvil would not come after him. 

85. Geuerous steadfast Fachtna loved holy teaching with candles. *). He 
never said aught that was evil — only what seemed good to his Lord. 

89. Senau loved lasting illness: good was every answer of his answers 
— thirty diseases in his body — that was enough of evil for the sage. 

93. Ende loved noble devotion in Aran — triumph with melody — a 
hard, narrow prison of stone, to bring every one to heaven. 

97. Fursa loved true devotion, nothing more wondrous is related — a 
well with the coldness of snow, so that (thereiu) he would recite his psalms 
accumtely. 

JOl. Nessan the holy deacon loved angelic, pure devotion: over his tooth 
there came not aught that was falsehood or deceit. 

105. The devout Mac creiche loved a prison hard and pure: from Shrove- 
tide to Easter without (receiving) tribute save only bread and cress. 

') Literally, in weakness. 

*) This corresponds with the le aoillai 'with lights' of the Martyrology 
of Donegal. 



Zeitkhrift f. oelt. Philologie I. 



66 WHITLEY STOKES, 

109. Carais Lachtin ledart[h]ach | nmhaloid is 1 ninhal 

'na eesamh tre bhith[n] sior | no biodh ag dion fer Muman. 

113. Carais mo Beoog bnadhach | do r^ir denaid na smithe 

an trath do thoimedh go tenn | toichredh a chenn 'sa choithe. 

117. Carais larlaithe nasal | cleirech noch cleacA^adh gainne 

tri dt siech tain gacli n-oidliclie | tri cH slechtain gach laitlie. 

121. Carais UUtan a leanba | carcair nma thaobh tana 

is fothragadh mscce fuair | isin ghaoith cmaidh ro chara. 

125. Carais Cealloch mhac Counmaigh | crabiid ro chraidh a cholainn 
doille, bnidhre, bacaighe | tVLgadh dö fa ddl dodhaing. 

129. Carais Rnadhan righ Lothra | easccaoine ro traigh tadhall 
nocha bhiodh oirbire aingeai | ar gach caingen ros carann. 

133. Carais Fiachna fiorcArabu<2 | foircedal chäigh go ccoimlin 

ni 'dhubhairt riam briathatr saich *) | acht ni hdd maith le a Choimdidh. 

137. Carais Benignns*) amhra | an tsaoi nasal ba hiomlan 

eadh risa ngebod a paider | ni biodh gan laiden d' iomradh. 



141. Camis mo Lna läinfertach | nmaloid nasal iodhan 
reir oide reir tnis^idhe | r4ir caigh is caoi a chionod. 

145. As m6 Cnimmin Conneire | docleac^^ crabud is ge[a]uu8 

ferr an Incht fris' ttabram taobh | itc[h]e na naomh ro chams. 

Carais. 



Notes. 

Line 1. *Macha's fort', now Ard Macha, Armagh. For the 
legends of ilacha see the Dindöenchas , Revue celtique 
XVI, 45, LL. 125 b 42 and Connac's Glossary s. v. Etnain. 

7, 8. As to S. Colomb cille's abstemiousness, see Keeves, Life of 
St Columba, p. 348. 

13 — 16. Compare the quatrain in LL. 357, marg. sup. 

Fiacail Mochta, ni blad fa(s), | tri dt bluuian, büan a chis. 
cen gnth n-immiU taris süas | cen mir n-inmair') taris sis. 



1) MS. äaith. *) MS. BenigecAt *) Facsimile: nmmair. 



CIJIMMIN's POEM CIN THE SAnTTS OK IREI.AND. 07 

109. Lwlitin tlie cliampioii loved lowlj- scrvice wliicli wns hnmijlp : stamiing 
np for ever wa» he, protecting Munster'« men. 

113. M; gifteil Beööc loved (thifl) ai^cording to the Bjuod of tbe aages, 
when he was sorely nbaaeil he wonld pluiige im hcad iuto the well. 

117. Noble larlailhe lovoA — a cleric (he) tiat would mit practiae 
niggardlinew — Ihree hundred gBniiilexiouB ever; night, three bnndred genn- 
flexion» ever; dair. 

121. Ultän loved hia ühildren, a prieon round his thin aide, and bathing 
in cold water in tbe cmel wind he loved. 

125. rellach, Bon ofConmnaoh, loveii devotion wliich tortured bisfleBh: 
blinduesa, deafoess, Isiaeneiu were given to bim — 'twaa a dismal portion! 

129. Buaii4u, king of Lothra, loved maleilictioD which brought to &n 
end the vieiting (of Tara). Nu biiatness that be lored incurred tbe rejiroach 
of angels. 

133. Fiachna loved trne devotion, the teac.hing of every one with a 
mnltitnde. He never nttered a wicbed ward, bnt (only) what seemed good 
lo his Lord. 

137. Wnudrous Benignus loved — tbe noble sage who was complet«. 
Wliile he wonld «tj his patemoster he wonld not be without tbinhiug of Latin. 

Ml. My Lna, tbe f^ill.v miracnloua, loved noble, pure humility, suhmifision 
to bifl tntor, snbmiiwion In hia parents, snbmi^ion to every one, and bewailing 
bis fiius. 

145. 1 am Cuimniiu of Conneire, whu practised devotion and cha«tity. 
Best are tliose on wboni we rely — the prajers of tbe saints whtiin I 
have loved! 



That is, 'Mochta's tooth, iio empty fame, tliree btmdi'ed 
years, lasting Iiis tiibute, without a wurd of error over it 
upwards, without a hit of fat over it downwanls.' The 
rise from 100 to 300 years in the fabulous length of 
Mochta's life teuds to shew that our poem was older than 
the quatrain just qiioted. 
20. Comgeirs abstineiice save on Sunday is pai'alleled by that 
of Adamnän of Eddiiighani, 'de genere Scottomm', who 
lived 80 abstemiously 'ut nihil uiiquam cibi Tel potus, ex- 
cepta die dominica et quinta sabbati perciperet'. Beda, 
H. E. rV, 25. 



68 WHITLEY STOKES, 

21. As to F6chin of Fore see Rev. Cell XII, 318 et seq. 

28. For an instance of Ciarän's niodesty see lAsmore Lives, 
4128—4131. 

33. 'My Laisse of the Lake', i. e. of Daminis, an island in 
Lough Erne. 

37. As to Br6nainn's celebrations of Easter on the back of a 
whale see Lismore Lives, 3601 — 3616. 

41. 'great fostering'. This means, according to 0' Curry, that 
many great saints were brought up under her care. But 
the poet alludes to the legend that every night in her 
hermitage Ite fostered the child Jesus. 

53 — 56. The legend here referred to is given in Fei, Oeng., 
p. XXXII. A similar tale is told of Robert d'Arbrissel, 
the founder of the monastery of Fontevrault. See also 
Todd, St. Patrick, p. 91 note, Yule, Marco Polo, II, 357, and 
the Saturday Review for 13th July 1867, p. 65. 

59 — 60. 0' Curry says that the deer 'became so docile, according 
to the legend that they allowed' the saint *to use their 
antlers as a bookstand'. 

65 — 68. For the legend here mentioned see Lismore Lives, 
2931—2937. 

73. Barre of Corcach (Cork), Mart, Don., p. 258. 

77. My Cutu, also called Carthach, of Lismore, Mart Don., 
p. 126. 

85. Fachtna, patron (according to 0' Curry) of Ross and 
Kilfenora. 

89. Senän of Inis Cathaig: Lisniore Lives, pp. 54 — 74. 

97. Fursa of Peronne. His Irish Life at Brüssels is an almost 

literal translation of Beda's Latin, H. E. III, 19. 
101. Nessän of Mungi^et near Limerick, Mart. Don., p. 202. 
105. Mac creiche (according to 0' Curry) of Kilmacrahy near 

Inistimon, co. Cläre. 
109 — 112. Lachtin of Achad ür (Freshford) in Kilkenny. Colgan 
(Acta Sanctorum Hibemia^, p. 657, col. 1) gives in the 
following passage a translation of this quatrain: Sanctus 
etiam Cumineus Connerensis in suo opusculo de specialibus 
praerogatiuis et uirtutibus quorundam ex praecipuis Hiberniae 
sanctis indicat ipsum strenuum extitisse propugnatorem Mu- 



*) WTiere is it? Not in the Latiu Life of 8. Cainnech. 



CüIMMIN'S POEM ON THE SA1NT8 OF IRELAXD. 69 

moniensium in quibusdam dissidijs ortis inter ipsos et alios 
quosdam Hibemiae Principes; uirumque continuis uigilijs et 
rara carnis castigatione assuetum. In more, inquit, habuit 
S. Lactinus strenuus pugil ; (quod non fuit exigua carnis 
casügatio) sine intermissione in uigiliis stare, pro Momoni- 
orum defensione. 

113. My Beööc of Termonn Magi-ath in Lough Derg, Donegal 
(0' Curry). 

117. larlaitlie of Tuam, Mari. Don., p. 348. 

121. *Ultän loved his children', i. e. he fed the children whose 
mothers had died of the Yellow Plague; see the legend in 
FeL Oeng., p. cxlij. 

125. Cellach son of Connmach, of Disert Cellaig in Connaught, 
according to 0' Curry. But see Mart Don., p. 92, where a 
doubt is expressed whether this Cellach was one of Patrick's 
successors, or the deacon of Glendalough whose day is Oct. 7. 

129. Ruadän of Lothra, one of the two saints that cursed Tara, 
as told in Silva Gadelica i. 77, from Egerton 1782, fo. 38 b 2. 

133. Fiachna. There were two saints so named. The day of one 
is March 30, that of the other is Ap. 29. See Mart. Don., 
p. 90. 

137. Benignus (the Irish form, Benen, is from Benegnus), Patrick's 
disciple and successor, Mart. Don., p. 300. 

141. *My Lua', perhaps the mo Lua called mac oche *son of armpit' 

from the incident related in Fei. Oeng., p. C'XX\^^. The 

following mnemonic quatrain about him is misprinted in 

Mart. Don., p. 210 : 

Mo Lua ba hanmchara do Dabid 
dar muir modhmall 
is do mAodög 'sdo mo Caombog*) 
is do ComhgaU. 

*Mo Lua was soul-friend (spiritual director) to David (of 
Cell muine) over the . . . sea, and to my Aedöc and to my 
Caemöc and to Comgall!' 



^) Better thos in LL. 361, marg. inf.: is dorn Aedoc is dorn Chaemöc 



70 



WHITLEY 8T0KES, 



Index of Persons and Places. 

(The saintB' respective days are in parenthesis.) 



Ailbe 61 (Sep. 12). 

Ära 94, now Aran, west of 

Galway. 
Barra 73 (Sep. 25), better Barre, 

a pet name of Barrfind, 
Benignus 137 (Nov. 9). 
Be6-aed 29 (March 8). 
mo Be66c 113 (July 24). 
Brtoainn 37 (May 16). 
Bri gobann 65, now Brigown, 

CO. Cork. 
Brigit 9 (Feb. 1). 
Cainnech 57 (Oct. 11). 
Calpum, Calprunn 2. 
Cellach mac Connmaig 125 

(Ap. 1). 
Ciarän Clüana 25 (Sep. 9). 
Clüain maic Nois 25. 
Clüain Uama 81, now Cloyne. 
Coemgin 49 (June 3). 
Colmän Clüana Uama 81 

(Nov. 24). 
Colum cille 5 (June 9). 
Comgall 17 (May 10). 
Condeire 145, now the diocese 

of Connor. 
Connmach 125. 

Cüil CoUainge 69, in co. Cork, 
mo Chutu 77 (May 14). 
Cuimmin Condeire 145 (July 1). 
Dalbach 69 (Oct. 23). 
Demain 49, the Devil. 

Ende 93 (March 21). 
Fachtna 85 (Jan. 19). 
F6ichin Fobair 21 (Jan. 20). 



Feidlimid 6. 

Fiachna 133 (March 30 or 

Ap. 29). 
Findchu of Bri gobann 65 

(Nov. 25). 
Fobar 21, now Fore in West- 

meath. 
Fursa 97 (Jan. 16). 
larlaithe 117 pec. 26). 
m' Ite 41 (Jan. 15). 
Lachtin 109 (June 26). 

Macha 1, now Armagh. 
mo Laisi 33 (Sep. 12). 
mo Lua 141 (Aug. 4). 
Lugbad (Lugmad?), now 
Louth 13. 

Mac reithe (creiche?) 105. 
Mochta 13 (Aug. 19). 

Nessän 101 (July 25). 

mo Ninne 48 (July 6). A Latin 
Life of her (MS. Cotton. Cleop. 
A. 2, fo. 52 b) is referred to 
by Reeves, Vita Columbae, 339 
note, where ^Monenna' is said 
to have died in 518. 

Pätric 1 (March 17). 

Rüadän 129 (Ap. 15). 

Scuithin 53 (Jan. 2). 
Senän 89 (March 8). 
Sliab Cuillinn 48, now Slieve 

Gullion, a mountain in co. 

Armagh. 

Ulaid gen. Ulad 17, now Ulster. 
Ultän 121 (Sep. 4). 



CUIMiriSK POEM ON THE HAINTS OF IKEI:AND. 



71 



Index of Words. 
annloon 15, a dainhj, condiment, aniilann, 'obsonium, companage, 

kitchen', 0' Don. Supp., where it is compared with Oymr. 

enltffn 'obsonium, condimentiim' (Davies), an ohscure word, 

of which tlie en may possibly be ^ Lat. penus, and ci)g:nate 

with It. ain-chis, Ann. 
ard-chräbud 93, high devotion. 
baccaige 127, lamtness, deriv. of haccaeh 'lame' = AV. bachog 



b&daige 29, friendliness, affection, eogu with bdid 'rtear', and 

this with Gr. rpmriov jtQoo<piXei;, ^dt>, Hesych. 
bechta 100, seems acc. pl. of hecht 'exact', here Hsed as an 

ad Verb. Becht may be an old participle, ex *bhig-to-, 

perhaps cogTi. with Lat. ^170, and Umbr. /iÄ-(« 'figito'. Fiek, 

liowever, brings figo from a root dhig. 
bennachtach P, blessed, better bennachtnach, a deriv. of tlie n-steni 

hcndackt, which is bonowed from Lat, bvncdidio. 
benta 10 'prescribed' O'I). perf. part. pass. of henim. Narba 

beanta is misrendered 'beyond womanhood' by O'f'urry; 

who obviously confounded benta with banda 'womanly'. 
bith-chräbud 37, lasting devotion. 

brecach 22, 62, mendadous, hfpocritical, a deriv. of brec- 
brefal 104 — brafal 'treachery, deceit, 0' R. Hence braßacc 

G. C.» praef. XXI, n. 
buidre 127, deafness ("W. fnjdden), a deriv, of bodar 'deaf. 
cäin F. 107, a tribute, gen. ralha na cana 'guarantees of the 

tribute', Bk of Fenagh 142. From *kapni'? 
carcair 24, 34, 95, 105, 122, borrowed from Lat, carcer, whence 

also \V. carchar. Carcer, cella in qua quis se includit ad 

vacandiim Deo, idem quod Bechtsorium, Diicange. 
codnach 19, is glossed by n'gh no tigheama 'King or Lord' in 

Hardiman's Irish Minstrels;/ II. 290. Dat. on codhnach i 

crich, Laws I, 80, I. 21, gen. seoit cach uasal-codhnaidh (leg. 

-chodnaigh), ibid, I, 272, 1. 27. 
c6ir cräbaid 40, cöir seise 82. 
coiTän 67, sickle, reaping-Jtoolc; corran iam glosses croman 

(= Cynir. cryman), Law« I, 14tl, 1. 6: eorr- ex *kiirvo, cogn. 

with Lat. curvus? For the assimilation of v to r, cf. Ir, 

HM Garrchan from Hüi Garbchon, LL. 100 a 30 (where b is 



72 WHITLEY STOKES, 

a graphische Bezeichnung for v), and Aeol. doQQatoc; from 
öog/oTog, Lesb. jtiQQoxa from nigfara, 
crannach 58, woody, deriv. of crann = W. prenn, 

daille 127, blindness (Cymr. delli), a deriv. of doli 'blind', 
dfedail 26 (rimes with genair) unsteadfast? from de- and fedil? 
doichle 36, niggardliness, inhospitality, a deriv. of doichell. 

6comnart 75 = Cymr. anghyfnerfh 'inflrmitas, debilitas' = an- 
cofn-nert 

6ile (MS. ile) 12, var. lectio, a chnnt, charm or spell Examples 
are: 61i Loga inso sis, LU. 78 a, iptha 7 61e 7 arthana, 
LL. 85a 36, mo feie, bennacht for in h61e-sea, LB. 99, 
marg. inf. Zimmer's attempt (KZ. 33, 143) to biing this 
word from the Norse lieill, pl. heilla, seems to me a failure. 
It may be genuine Celtic, cognate with Cymr. wylo *flere, 
plorare'. So Ir. amori. ceol *music' is = Cymr. afar * dolor, 
tristitia, luctus'; and Ir. ceol may be cognate with Nhd. 
heulen. Ahd. hiuwilon, hitmlon *jubeln\ 

feil-fert 6, a generous miracle = flal + fert, where fert is from 

Lat. virtus, Marc. VI, 5. 
fir-chräbud 97, 133, tnie devotton, 

m 

lÄin-fertach 141, fully miraculous, abounding in miracles. See 

f6ilfert. 
laiten 140, fhe Latin language. Cymr. Lladin, Lladitiaeg. 
letarthach, lit. mangler, a deriv. of letrad, gen. letarth<i, in 109 

means * Champion', *fighter' or 'warrior'. 

moch-6irge 11, early rising, 
m6r-altrom 41, a great fostering, 

nöeb-deochain 101, a holy deacon, 

öegedchaire 61, Gastfreund^cliaft, hospitality, gen. buaid n-enig 
et n-oededchairi (leg. öegedchairi) ocus biatachais, Bk of 
Fenagh 166, tellach aeidedchaire ocus feili, ibid. 254. 

oirbire 131, reproach, miscais ocus oirbire, ibid. 33 n., acc. moch 
dorindis oirbire, LB. 214 a 64. 

pÄin 107, bread, borrowed from Lat. pänis, See Corm. Gl. s. w. 

cermnas and pdin, pain .i bairgen, Bk of Lecan vocab. 547. 
paiter 139, a pater noster, 
port 1 , a fort, pl. n. puirt, FM. 1600, borrowed from 0. Fr. fort 

(and still in Fort-royal or Fort de France, Fort- Louis or 



STOKES, CUIMMIN's POEM ON THE SAINTS OF IRELAND. 73 

Fort-Vauban, Fort- Saint -David), with change ot f to p 

as in Plemendach Fleming', Tig. 1176. 
sa 116, for indsa(n)j 'in the', the articulated form of tlie prep. 

ind: sa moig sin in that piain, Rev. Celt. XVI, 144: see 

other examples in Lismore Lives, p. liii. 
sfeire 47, a meal ofviduals, 0' Br. From *pseirio, cognate, perhaps, 

with Gr. tplco, with which Prellwitz connects olrog. 
seis 82, skill, knowledge, 0' Davoren's mac seasa i. fealmac should 

apparently be woc süse. 
sir-othar 89, long disease: sir = Cymr. hir, othar from (p)utro-? 

dat. a eg a n-uthur a dallta 'his death in the illness caused 

by blinding him', Annais of Ulster 1296. 

tadall 70, 130, literally to visit; to haunt, seems in 70 to mean 
Ho practise'. 

täem 36, taom a bit, a scrap, the least jot, 0' Br. seems a mis- 
spelling of tem (Sc. Gael. tetini) = W. tum-, which Strachan 
brings from ^teiidmen, cognate with Gr. rirdw, Lat. tondeo, 
Other such misspellings are raet {raod) and saod, 

toichred 116, poneret, from to-cured: cf. condichret qui ponunt. 
Ml. 44a 16. 

toimem 42, humilmtion, dejection. 

trÄigim tadall 130. Here trdigim *recedo', 'exhaurio' seems to 
mean 1 bring to an end. 

tuinnsiom treading down, spurning 68. tuinnsiomh na ttreinfear 
acca ttrasccradh, FM. 1504, p. 1278, line 2 (where 0' Donovan, 
misled by O'Reilly, renders tuimisiomh by *sound'). Cog- 
nate with Lat. tundo? 

ucht-gel 55, white 'breasted, bright-bosomed: ucht fi'om *puptU' 
cognate with Lett. pups * Weiberbrust ' (Bezzenberger), gel 
cognate with yeXäv' XdfiJttiv, Hesych. 

London. WfflTLEY Stokes. 



B{:iTRAEGE ZUR ERKLAERUNG IRISCHER 

SAGENTEXTE. 



In dem Programm dieser Ztschr. ist 'die Veröffentlichung 
von Texten und Uebersetzungen, auch von bereits in den fak- 
similierten Ausgaben vorliegenden Texten, mit den nötigen 
Kommentaren' als eine Hauptaufgabe des neuen Unternehmens 
bezeichnet. Selbst die schwierigsten unter den zahlreichen Texten 
der alten irischen Sage, deren volles Verständnis ja ein Hauptziel 
keltischer Philologie sein muss, enthalten viele kürzere und längere 
Abschnitte, die auch nicht die geringste Schwierigkeit für das 
Verständnis bis in alle Einzelheiten heutigen Tages mehr allen 
denen bieten, die sich eine leidliche Kenntnis des Alt- und Mittel- 
irischen angeeignet haben, l^mgekehrt findet sich aber auch unter 
den leichten Texten der alten irischen Sage kaum ein einziger, 
der nicht — manchmal an einer wichtigen Stelle — seine cruces 
hat, deren Sinn man zwar oft erraten, aber die man nicht in 
einer philologischen Anforderungen genügenden Weise beseitigen 
kann. Da nun Texte beider Art schon in ziemlich grosser Anzahl, 
ohne und mit üebersetzung, durch Druck allgemein zugänglich 
gemacht sind, und da man doch annehmen darf, dass die Faksi- 
mile's der Royal Irish Academy, die die wichtigsten der noch 
nicht veröffentlichten Texte der Art enthalten, in den Händen 
Aller derer sind, die an der Aufhellung des irischen Altertums 
selbständig mitarbeiten wollen, so scheint mir für das weitere 
Gedeihen der irischen Studien ebenso wichtig wie die durch das 
Progranmi in Aussicht genommenen Ausgaben aus den Faksimiles, 
dass wir, unter Beiseitelassung Alles dessen, was in den durch 
Druck oder Faksimile veröffentlichten Texten allen klar ist oder 
klar sein kann, einzeln und vereinigt unsere Aufmerksamkeit 



UEITRAEGt: ZVH EKKT.AIOKUNU IKISCIIEK SACKNTKX 



75 



gerade auf die Scliwierigkeiten in diesen Texten richten. Es ist. 
ja bekannt, dass dieselbe Schwierigkeit zuweilen in einem halben 
Dutzend Texten oder Stellen gleich oder älmiich vorkommt; gerade 
abei' durch eine zusammenfassende Betrachtung mehi-erer gleichen 
und ähnlichen Stellen bietet sich doch oft die Möglichkeit, der 
Lösung der Schwierigkeit näher zu kommen und so auf eine 
ganze Anzahl von Stellen in verschiedenen Texten Licht zu 
werfen. Es ist nicht meine Absicht, in den folgenden Beiträgen 
nur solche Punkte vorzuführen, für die ich glaube die Losung 
gefunden zu haben ; ich werde auch Stellen, Gruppen von solcheu, 
längere Partien behandeln, wo ich nicht überall zu einer mich 
befriedigenden Klarheit gekommen bin, aber hoffe einen Atistausch 
von Ansichten hervorzurufen, der schliesslich ein abschliessendes 
Verständnis ergeben kann. Bekannte Texte -wie Täin bö (Aialnge, 
Orgain brndne Daderga. Fled B'ricrend, Serglige Conculaind u. a. 
bieten Stoff die Fülle. 

1. Imbri brö, roihbuaU, rolhmol, rclhcr fiiinncvta. 

(.'uchuiinn hatte beim Streit der Frauen um den Eintritt 
in die Festhalle des Bricriu die eine Seite des Hanses hochgehoben 
und dann, als Emer eingeti'eten war, mit solcher Wucht nieder- 
fallen lassen, dass sie (i Ellen tief in die Ei-de fuhr, sodass die 
Festhalle auf der einen Seite schief geworden war. Bricriu legte 
sofort ein Tabu auf seine Gäste, dass man nicht weiter schmausen 
durfte, bis das Haus wieder gerichtet war. Loegaire und (.'onall 
Ceruach versuchten ihre Ki'äfte vergebens. Auf Rat Sencha's 
wandten sich alle mit Bitten an Cuchulinn als den einzigen Mann 
in der Welt, dem man die Kraft zutraute. Derselbe fühlte sich 
geschmeichelt und versuchte seinerseis die schief gewordene Seite 
des Hauses zu heben "und er konnte es nicht'. Eoriastrad 
im«n iarom iarsudi corabi banna fola imbvn cacha finna rfs ocus 
roSüig afolt innachend, corbo .man mml duh dentis ckas chrrdttb 
baforcsi fair acus rogab imbri brö ocus rösini iarsudi cotaillfed 
fertraig feroclaig eter cach da astia do 'er geriet darauf nun in 
eine Wut Verzerrung, dass ein Blutstropfen an der Wurzel jedes 
einzelnen Haares ihm war und er sog ') sein Haar in seinen Kopf, 
dass oben (atü seinem Kopf) das tiefschwarze Lockenhaar {caas 



') Wenn ro»üxg nicht duruh die geaamml« tleberliefemng geschlStzt 
wire nnd bo gut pasate, läge ea nalie uiidi PnraUeleu wie LU. 43 li, 17; 711 b. 37 
KU w;lireib«ü rosluic. 



76 H. ZIMMEK, 

chirdub) eine schwarze gesclioiene Glatae zn sein schien ') und 
es erfaaste ihn') imbri brö und er streckte sich darauf, dass ein 
Mannsfuss eines Kriegiei-s zwischen je zwei seiner Rijipen Platz 
gehabt hätte' (LU. 103 b, 2—7). 

Windisch hat imbri hrö unerklärt gelaasen {Wtb. S. 404. 617). 
Atkin-son führt zum Beleg dafür, dass in unverfiffentlichten Glos- 
sarien noch 'much excellent matter, calculated to fumish in- 
valuable assistance in the trauslation of our niiddle Irish t«xts' 
vorliege, an, dass in einem solchen hri durch fcarg und hrö durch 
bruth erklärt werde (On Irish Lesicographj S. 10), und er lässt 
keine Zweifel darüber aufkommen, dass er diesen Fall zu denen 
rechnet, wo 'the Statements of the glosses harnionize so well 
with the Sense of the passage, that we can have little hesitation 
in assigning to them the alleged meaning'. Ei- hat Beifall ge- 
funden, und so ist denn rongah imbri brä in der Aum. 1 genannten 
Uebersetzung mit Ml ötait brtUant de eolere' gegeben. Ich wörde 
es für verhängnisvoll für die keltischen Studien halten, wenn 
derartige Deutiiugsvei-suche schwieriger Stellen in den alten 
Sagentexten prinzipiell Anklang fänden; wir kämen dann zu einem 
Schein Verständnis, das in den meisten Fällen sich von dem 
wirklichen Sinn der Texte kaum mehr unterscheidet als ein 

') Mal ditb demis 'eine Buhwarae Glatie der Scbeere': so ist der GenitiT 
danie nücb verwendet LI', 113 b. 3 (lasch and iaincharpatsin , ntteu mSei dub 
demis fair), LL.252b, id {nmel demts chirdub forcechtar df), wofUr LI'. 104b, 3li 
dns A^ekliv denttide steht (mal dwb ilemtidi fair), sodass tnal Hernie : mal 
demiide wie amor patrie : amor patritu. Dndurcb Ams Cachutinu sein tief- 
schwarzes Li)ckenh»ar soweit in den Kopf sog, das« vou den eineelneii Hnareii 
nnr mebr die S]iitzeD herroriH^bauten, hatte es den ÄUM'hein (zu forcei, faimtia 
vgl. LL. 263b, <; Ü5b, 15,20; 5Ü8, 25; LU. 8ßb, 12), als ob er kahl geschoren 
wKre und nar mehr die unteren Enden sittnden, was mit mael demi« {demeide} 
'geschorene Glatee' t)e2ei(-huet wird; vielleicht ist [ä\elMa chii'dnb zn bewtem. 
In der sogenannten Uebernelznng Ton Flfd Bricrend bei D'Arhois, L'epopee 
c«ltiqne en Irlande, Paris 18^2, ist die Stelle so gegeben {S. IIIO); 'il s'arracb& 
lea cheveui, le sommct de son front panit chauve et »es boncles de chevenx 
noin tomb^rent comme si des ciseaux les eossent conp^'. 

') Bogab in^fri br& LU., rongab abr\ bro Eg. rongab ambribro fair 
H. 3, 17 (s. WindiBch, Ir. Teile S. 266. 332). Da Eg. und H. 3, 17 unter rieh 
unabhängig sind (s. Ztschr. fiir vergl. Sprachf. 28, fi54— fiöO), so geht nmgtA 
auf die ihnen znlelzl gemeinsame Quelle zurück, die nielit LU. gewesen sein 
kann. Es stellen sich also zwei imabhängige alte Quellen (LU. und Torlage 
Too Eg.-H. 3, IT) gegenüber, sodass die innere Glanbwflrdigkett (die Güte der 
Le«»rten) entscheidet. Die spricht, wie wir sehen werden, für rongab imbri 
brO als tlltesi erreichbare Lesung. 




BEITRAEGE ZUK EUKI.ABUUNGI IRISCHE« BAGENTEXTE. 



77 



Verständnis des Rigveda nach Sayana von dem wü-klichen yinn 
der vedischen Hjiunen. 

Wo finden sich die angeblich so wertvollen Glossen und 
wie alt sind sie? Atkinson sagt kein Wort darüber. H, 3. 18 
(T. C. D.) ist eine einst im Besitz Eä. Lhwyd's gewesene grosse 
Sammelliandschrift des 15. — 17. Jahrhunderts, die eine Fülle 
irischen Glossenmaterials versthiedenster Art enthält, von dem 
erst einiges veröffentlicht ist. Hier findet sich von p. 603 Z. 11 
bis p. 622 Schluss ein in gewisser Hinsicht einheitliches Stück. 
Es sind Spezialglossare zu einer Reihe bekannter erhaltener 
Texte. B^ beginnt p. 603 mit Notizen aus dem LL. 2-15 b unter 
dem Titel Do fallsigud tätm hö Cualnge stehenden Text; hieran 
schliessen Notizen aus Cophur na da muccide (LL. 24Ca, 16 — 247a, 
33); dann p. 603 nuten und G04 erste Kolumne Notizen zu Täin 
hs Flidais (LL. 247 a, 34— 248 a, 10): hieran bis p. 604 zweite 
Kolunme solche aus Täin hü Fraich (LL. 248 a, ]1^252a, 5); 
hiernach kommt Genemain Concliobair (LL, 106a, 1 ff.) bis p. 605 
Kol. 1; dann Täin hö Regamoin, Tochmarc Etäine bis p, 607 
Kol. 1; hieran schliesst Fled Bricrend bis p. 610 Kol. 2,20, dann 
Atnra Choluim chille bis 616 Kol. 1 und von da bis 622 Schluß 
das Fciireglossar, welches Stokes, Old Irish glossaries S. 125 — r40, 
gedruckt hat. Ich habe schon kelt. Stud. I, S. 84ff. auf diese 
Samniliuig hingewiesen und auf Grund eingehender Vergleichung 
derselben mit den Testen selbst die Ansicht ausgesprochen, das» 
'der Wert dieser Glossare für die Interpretation in der er- 
drückenden Mehrzahl der Fälle gleich Null ist', dass sie aber 
Herausgebern irischer Texte für die reeensio von Bedeutung 
werden kjlnnen, da die Stellen im ganzen Umfang citiert werden. 
Man muss sich nur sehai-f gegenwärtig halten, um was es sich 
bei diesen 'glossaries' eigentlich handelt. Es sind ja nicht 
Spezialglossare zu den genannten Texten, bestimmt, dieselben 
aufzuhellen mit anderweitigem Material, sondern es sind noch 
ungeordnete lexikalische Materialsammlungen aus den genaiftiten 
Texten. Es sind die ersten Vorarbeiten zu solchen Wöiterbüchern 
wie dasjenige O'CIery's oder O'Davoren's. Ein h'ischer Gelehrter 
des 15. oder 16. Jahrh. las eine Reihe alter Texte') imd notierte 

■) Wenn man die H*-ihenfol^ der H. X 18 p. üü3 — B22 bearbeiteUiu 
Teile «u Begiirn ins Änge fuggt, kommt mau auf die Venautung, das Book 
ut' Leinster xei benatzt; im Yerlanf weiat manchea anf Ef^ertuu ITH'i; ikuderea 
uasHt a1>er zu keiner dieser lieiilen Htm., wie aie uns erlialtcii tiiiiil. 



78 H. ZrMMKR, 

sich einfacli in der Reihejjfolge seiner Lektüre 'liarte' Wörter, 
denen er die beireffende Stelle in extenso beischrieb und die 
Bedeutung, die das Wort nach seiner Meinung in der Stelle 
hatte. ') Sieht man sith nun diese beigeschriebenen Bedeutungen 
an, so liegen keine Anzeichen dafür vor, dass dieselben auf Grund 
von Parallelen aus der alten Litteratnr — d. h. von Stellen, wo 
dasselbe Wort in gleichem Sinne vorkam — bestimmt wurden, 
sondern der Zusammenhang der einen in Rede stehenden Stelle 
verbunden mit etymologisierenden Betrachtungen entscheidet. So 
st«ht denn auch H. 3. 18 p. 608 Kol. 1 oben in direktem Zusammen- 
hang mit der Erklärung zu süas mael (Lü. 103b, 4) unter den 
Lesefrüchten aus Fled Bricrend bri . f{er)g 7 hrö . braih. Dass 
diesen beiden Erklärungen eine höhere Bedeutung beigemessen 
werden könnte, kann ich nicht einsehen. Es liegt nirgends eine 
Spui' vor, dass ihr Urheber eine andere Quelle als unsere Stelle 
hatte, in der ja eine oberflächliche Betrachtung des ganzen 
zu dei' .\nnahme einer Bedeutung 'Zornesglut' für ein Kompositum 
hrihrö führen kann; etj-mologisierende Betrachtung half nach; 
breö 'Flamme' und breoaim 'ich verbrenne' sind häufige Wörter; 
die Identifizierung mit brö bot für einen irischen Gelehrten keine 
Schwierigkeit und die Deutung mit bruth 'Glut' war gegeben. 
Dürfen wir nun den Charakter der Quelle, in der die angeführte 
Erklärung von bribrö vorliegt, vergessen und die aus unserer 
Stelle ohne anderen zureichenden Grund als einer oberflächlichen 
Betrachtung des Zusammenhanges geschlossene Erklärung alfl 

') Melirere IJpezi&lglosHare derart, d. li. Lesefrlk'hte aus altea Texten, 
wurden ilann alphabetisch geordnet; eo entstanden kleine, wirklicbe Oloisare 
wie sie H. 3. 18 p. i)23— fi2ß, (120 — 627 vtirliegen; eine Vereinigimg melirerer 
solcher QlosMre, wobei dann oft srhon die Belegstellen weggelassen wurden, 
ist der Duit droma ceta (H. 3. 18 p. 63 Kol. 1 — p. 74 Kol. 2 = p. U33ff.) oder 
H. 3. IS Kol. 1 — p. 83. Auf einer Vereinig^ung selbstgesammelter Lesefrüchte 
und Glossaren kleinerer und grösserer A.rt beruht O'Clerjr'g Werk, wie er uns 
selbst gesteht. Die Weiterentwicklung bis in O'Reillj'a Wörterbuch und die 
Eonaeqaenzen , die sich aus der Entstehung der irischen W<)rlerbiicber des 
IT./tS. Jahrh, sowohl wie des 19. Jahrb. notwendig ergehen fllr die Bennlzang, 
habe ich kelt. Stadien I, SS— SO skizziert. Wo ans in kürzeren und umfang- 
reicheren QloBswen vom 1(1. bis 111. Jahrh. ein Wort ohne Citat begegnet und 
wir das Wort nur aus einer schwierigen Stelle eines alten Teites kennen, 
haben wir keine tiarantie, ob es nicht gerade aus dieser Stelle stammt und 
die Bedeutung ans dem Zusammenhang err 
ist es daun wertlos, selbst wenn es sich i 



I 



EKKI,AGIirN'(l Il!IMt:iIKR S,V(iKSTEXTE. 



79 



eine feste Basis betraditeii für unser Verständnis der Stelle? 
Würde man auf eine ähnliche Erklärung O'Curry's oder 0' Beirne 
Crowe's irgftnd welches Gewicht legen, wenn dieselbe sich nicht 
anderweitig diu-ch Parallelen als richtig nachweisen Hesse? 
Sicherlich hat 0' ('urry mehr ältere irische Texte gelesen und 
abgeschrieben als ein ijischer Cielehrter des Ifi. oder 17. Jahr- 
handerts, Irisch war auch seine Muttersprache: warum soll ein 
dreiliundert Jahre alter Kinfall zu einem so altertümlichen Texte 
wie Fled Brierend melir Gewicht haben wie etwa einer der zahl- 
reichen kühn aus dem Zusammenhang gefolgerten Einfälle, wie 
sie 0' Curry z. B. in seiner l'ebersetÄung des Serglige Conculaind 
bietet? 

Es sind daher die von Atkinson angeführten Glossen für 
mich weiter nichts als Einfälle eines Mannes des lli. Jahi-- 
hundei-ts, die eben aus derselben Stelle gefolgert sind, 
die gerade erklärt werden soll und die ebenso geprüft 
werden mttssen vne irgend eine Uebersetzung 0' Cnrry's oder 
Brian O'Looney's. Sprachlich lässt sich nun für den Einfall, 
so weit ich sehe , nichts vorbringen : weder ein Kompositum 
bnbrii ist anderweitig belegt noch eins der beiden Glieder in den 
angenommenen Bedeutungen, denn auf 0' Brien's und O'Eeilly's 
bri 'anger, wi'atli' ist, so lange ein solches Wort bri nicht aus 
Testen belegt ist, nach dem Charakter dieser Wörterbücher kein 
höheres Gewicht zu legen als auf das seit 0' Clery in allen 
Wörterbüchern (auch bei 0' Brien und 0' Reilly) spukende hrian 
'word', das doch nur ein thoricht aufgelöstes briä (d. h. briaihar) 
ist.') Grammatisch muss noch betont werden, dass die Ueber- 
einsUimnung von LU. (imhri brö) und H. 3. 17 (ambri bro) in 
dem m gegenüber Eg. (ahri bro) zeigt., dass dasselbe der ältest 
erreichbaren Quelle angehört, denn eine Aenderung eines ver- 
ständlichen abrihrö ('seine Zornesglut') in ein giammatisch schwer 
mögliches imbri brö (Lü.) ist doch ganz unwahrscheinlich. Man 
mnss also um einen, so viel ich sehe, sprachlich unbegründeten 
Einfall halten zu können, die Ueberlieferung ändern, wie es ja 
thatsächlich in dem auch sonst in unsenn Text oft sehr selb- 
ständig ändernden Eg. geschehen ist. 

Wie steht es denn mit der sachlichen Seite? Die an- 

') Brian .i. bHathar: Saidhia anbhean mär do bhrian friu .i. adubhart 
mOran do bhriathraibh friu hat 0' Clery. 



80 lt. ZIMMER, 

genommene Bedeutung jiasst doch nur, wie schon^' 
einer oberflärhlicben Betrachtung der Stelle. Cucbulinn musste 
sich nach all dem was vorgegangen war (LU. 103a, 33 — 4.'>). 
unsterblich blamiert vorkommen, als er das Haus niclit richten 
konnte. Da erfasste ihn, wie in zahlreichen ähnlichen Fällen. 
seine Berserkerwut: er geriet in jene schrecklichen Verzerrungen 
(riastrad), die bei ihm als Ausdruck höchster Wut bekannt sind. 
Was soll nun, nachdem gesagt ist roriastrad immi und nachdem 
die Folgen anschaulich beschrieben sind, ein 'es ergriff ihn 
Zomesglut'? Das ist doch schal und matt; in einem Text wie 
Togal Troi und Jüngern der Art Hesse man sich allenfalls so 
etwas gefallen. Kommt denn bei den zahlreichen anderen Ge- 
legenheiten, wo von Wutverzerrungen Cuchulinn's die Rede ist, 
ein so nachhinkender matter Znsatz? So viel ich sehe, nirgends; 
wohl aber lässt sich eine andere Beobachtung machen. Wenn 
Cuchulinn seine Kräfte überschätzt hat und eine vorläufige Nieder- 
lage erleidet oder wenn ihm eine Unbill widerfährt, deren Abwehr 
hohe Kraftanstrengung erfordert, dann gerät er nicht nur in 
Wutverzerrung, sondern er vollbringt in derselben gewisse körper- 
liche Uebungen, die man als eine Vorbereitung zur Auf- 
lüttelung und Anspannung aller Kräfte betrachten kann. Dies 
liegt in der zur Erklärung stehenden Stelle doch auch in den 
Worten 'er streckte sich darauf' etc., da ein solches Strecken 
und Dehnen Kräfteermunterung bedeutet. Ist es denn nun nicht 
wahrscheinlicher, dass in dem dem rösini iarsudi vorausgehenden 
rongab imbri brö auf eine Ki-aftenuunterungsiibung angespielt 
wird, als dass eine matte Wiederholung von roriastrad immi etc. 
vorliegt? Da die Bedeutung von rongab imbri brö als 'es erfasste 
ihn Zomesglut' eine reine Vermutung ist ohne jede sprachliche 
Statze, so verlohnt es sieh jedenfalls, in den alten Texten des 
Cuchulinnsageukreiaes Umschau zu halten, welche Mittel 
Cuchulinn sonst anwendet zur Aufrüttelung und An- 
spannung seiner Kräfte, wodui'ch wir vielleicht eine sachlich 
passende und sprachlich haltbare Deutung des rongab imbri brö 
gewinnen. 

Cuchulinn liatte seit Montag vor Sonimerende bis Mittwoch 
nacli Frühlingsanfang nicht geschlafen bis auf kui-ze Zeit, die 
er mittags an seinen Speer geleimt einnickte; in der ganzen Zeit 
hatte er allein dem luvaaionsheer der Medb Widei^tand geleistet, 
zahlreiche Ein2elkämpfe bestanden: wundenbedeckt, todmüde war 




BEITRAEGE ZIJR EBKLAEHl'NG IRISCIIBK SAGENTEXTE. 



81 



er. Da kam sein Vater aus dem Feenlande, der ilm aufforderte 
zu schlafen, er werde nnterdessen das Invasionsheer bescliäftigen. 
Cuehulinn verfiel in einen lethargischen Schlaf auf drei Tage 
und drei Nächte. Atracht Cuduitaind iarsin asachotlud 7 dobert 
laim daraagid 7 dorigni rothmual corcra omulluch eotahnain 7 
banert kiss amenma 7 ticuiad inocftach no ilochim no [im]bandäil 
no icoirmOiech no iprimöenach doprimöenaiijib Erenn 'darauf 
erhob sich Cuehulinn aus seinem Schlaf und fuhr mit der Hand 
aber sein Gesicht und machte ein pitriiurnes rothmual vom 
Scheitel bis zur Krde und sein Sinn war kräftig, als ob er zu 
einem Fest, ginge oder zur Parade oder zum Stelldichein oder 
zum Bierhaus oder auf den Hauptmarkt der Hauptmärkte Iiland's' 
(LU. 78b, 14—18). Dann achirrt er seinen Sichelwagen, legt 
die Rüstung an und richtet eine schreckliehe Niederlage im 
Heere der Sledb an. — Mit der Hand übers Gesicht fahren ist 
die naturgemässe Bewegung, um .sich den Schlaf aus den Augen 
zu wischen; das roihmual 'vom Seheitel bis zur Erde', das er 
machte, muss den Zweck gehabt haben, den letzten Rest von 
Lethargie abzuschütteln. In der LL.-Rezen8ion der Täin bö 
Cualnge lautet die Stelle ebenso (LL. 76b, 19 — 23), nur dass 
hier rolhnuall steht. Dass dies ein Fehler des Schreibers ist, 
lernen wir aus melireren anderen Stellen desselben Textes in LL. 
Als Bursche von sieben Jahren, eben zum Ritter geschlagen, 
war Cuehulinn auf einer Falut von Euiain durch List und Gewalt 
gegen seinen AVagenlenker Loeg bis nach Mag Breg vor die Burg 
der drei Mac Nechtain vorgedrungen, die sich rülimten, mehr 
Ulsterhelden schon getötet zu haben als noch am Leben waren. 
Keck warf er den Steinpfeiler, um den eine Kette mit der 
Ogaminsehrift lag, dass jeder Ritter, der die Wiese betrete, auf 
Ritterelue verpflichtet sei, eine Aufforderujig zum Zweikampf 
Blieben zu lassen, ins vorbeifliessende Wasser (den Burggraben) 
und legte sich gemütlich hin zum Schlafen. Sehr bald kommt 
der erste Mac Nechtain und fragt, wem die Pferde gehörten. 
Loeg, der Cuchulinn's Kräfte noch niclit kannte, sucht den Foill 
Mac Nechtain zu beschwichtigen: Cuehulinn sei ein zailer, kleiner 
.Tunge und zu That«n noch nicht fällig, er sei erst sieben Jahi'e 
alt. Conüargaih intnac becc agnüis öÜutlmam 7 tue aläim dara- 
gnüis 7 doringni rotbmol corcorda de omullucli cotalmain: isam 
ingninia omm ar inmac becc "der kleine Junge hob sein An- 
gesicht von der Erde und macht« ein purpurnes rothmol vom 

wit. PbllaloBig I. fi 



1 



Scheitel bis ziir Erde aus sich: ganz gewiss hin ich zu Tliaten 
föhig, sagrte der kleine Junge' (LL. 66b, 17 — 20). Dann besiegt 
und erschlägt er nicht nnr den Foill Mac Neclitain, sondern aucli 
dessen beide Brüder, obwohl jeder einzelne besonderer verderb- 
licher Waffenkiinste kundig war. Das rothmol 'vom Scheitel bis 
zur Erde', das Cucliulinn aus sich macht«, wird noch ein drittes 
Mal in demselben Text erwähnt, LL, 68a, 1, wo es ihm dazu 
dient, die kalte Douche von sich abzuschütteln, die er durch das 
Stecken in die drei Fässer erfahren hatte {dorin^i rothmül 
corcra de ömullucb cotahnain). 

An einer weiteren Stelle desselben Textes erfahren wir 
unzweifelhaft näher, was mit diesem 'roütmol vom Scheitel bis 
zur Fj-de' gemeint ist. LU. 78b, 44— 79b, 22 (= LL. 76b, 50 bis 
77b, 22) wird ausführlich beschrieben, wie sich Cuchuliun zum 
grossen Kampfe rüstet; dann heisst es direkt weiter: Isandso 
est riastartha im Choinculaind conderna üatkIfSsäch nilrecktach 
ningantadi nanaicknid de: critknaigset achurini imhi imarckrand 
resruth no imarbocsimin frisruth cachmbcdl 7 cachnalt 7 cachnind 
7 caehnäge de omuUuch cotahnain 'da kam die erste Wut- 
verzeming über Cuchulinn und er machte etwas entsetzliches 
(todesschrecküclies), vielgestaltiges, wunderbares, unkenntliches 
aus sich: es zitterten seine einzelnen Fleischatome um ihn 
herum, wie ein Balken gegen die Strömung oder wie eine zarte 
Binse gegen die Strömung, um jedes Glied und jedes (Jelenk und 
jede Spitze und jede Kßrperfuge von ihm vom Scheitel bis zur 
Erde' (LU. 79b, 22—27 = LL. 77b, 22—27). Wenn auch hier 
der Ausdruck rothmol direkt nicht gebraucht ist, so kann doch 
mit dem uathbäsach, was er 'aus sich vom Scheitel bis zur Erde 
machte' nichts anderes gemeint sein als das rothmol, das er nach 
den früheren Stellen 'aus sich vom Scheitel bis zur Erde machte.') 

■) Anch LL. Sülj, 34^48 wird rothmol oinuUucA catalmain gemeint 
Bein. Im Kompfu mit Fer Diad acliien CiichiüinD zu uaUrlie^en. Da reizt« 
ihn Loi^ dorck hOhnitwlie ß^dea, sodass der körperlich scIiniSi'litige Cnchalimi 
anf den Schild dea riesigen Fer Diad sprang, um demselben vim oben den Kopf 
abznscMagen. Dieser aber BchUlteite nnr ein wenig «einen Schild, ilaes Cnchnliim 
hemntcr in die Fiirt äeL Iwmdnti rachetriaatrad im Choincviaitid, goroshn 
alt 7 infithti maranäil iUea, eondema thäaig nttathniair na<^>eil nildathaig 
ninganlaig du, gomba metilhir rafomSir inmtltij mörchabna oKhtTul Fir Diad 
icerlairddi. -Da kam die erste WntverEerrnng Über Cnclinhnn, todass Äuf- 
adiwellnng und AnstU wellung ihn erfiUlte wie der Atem einen Schlanch, und 
er machte einen filrchterlichen, schrecklichen, vielfarbigen, wunderbaren Bogen 



BElTttAEQE Zl'K ERKLAKKIKU IKISCtIEK 8A0ENTEXTE. 83 

Nunmelir ist die Brücke zum vollen Vei'Ständiiis gescWagen. 
Im Iniram Maeldiiin kommeu die Seefalirer beim achten Aben- 
teuer zu einer Insel, um die ein steinerner Wall ging (H. 2. IC, 
Col. 374 — Harleian 5280, fol. 4a).i) Ändolotar acomfocus dt 
airaig anmanda mör isindinsi 7 carreithid imonindsi immacuairt 
— luaithi la Maelduin oldas yaeth — 7 hüd iarom inard »a- 
hmnsi 7 dirgis creit and .1. acend siss 7 acosa süas 7 isamlaid 
nobith, imsoadh inacrocend, anfkeoil 7 nacnama doimpodk, in- 
erocund immorro dianechtair censcibiudh; no ancroicend fecht naile 
dano dianechtair doimpwdh amal muilend doimpudh, nacnatni 7 
anfkeoil tnatairi^vm. Orobai cocian incrutJmn, atracht suas 
dorisi 7 reithidh timcheU nahindsi immacttairt amal dorighne 
artüs. Luidh dano doridfiisi isaninad cetna 7 anfechtsin anleath 
diaa-ocund nobidh sis censdbiud 7 anleath naiU nobidh suas im- 
relhedh ivtaeuairt amal licc mtiilind. *AIs sie ihr nahe kamen, 
erhebt sich eiu gToases Tier auf der Insel unil läuft um die Insel 
rings heriun — es dünkte Maelduin schneller als der Wind — 
und ging darauf auf die Höhe der Insel und süeckte den Rumpf) 



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ans «ich nnd er, de» tapfere Krieger, wurde so gross wie ein Riese in gerader 
nnbe über Fer Diad's Kopf hinaus.' Eier zeigt die Uehereiustimmtmg von 
uathmar acbeil mit üathbänach, voti Hdathi;ch mit ilrecMMh, i»ga*Uaeh in 
LL. 77h, '2'A, 24, daas dasselbe wie LL. 77b, 22 tF. gemeint ist, also dass Cnchiüimi 
ein rothmat ans sich machte. Lehrreich fUr die Ansgangsstelle (LU. 103b, 2—7) 
ist, daas Caehnlinn im Änsclilnss au die Wutveraeming lud das rothmol so 
groKs wie ein Biese wird, dass er sügar über Fer Dia<l hinausragt: nun das 
ist ja Lü. 103 b, li sehr anschaalich bescliriebea mit den Worten : rösini iarmdi 
eotaiü/td fertraig feroelaig eter eaeh da aana do. 

') Siehe Ztechr. fUr Deutsches Alterthnm 33, 156; Stokes in Berae 
Celtique 9, 170. 

*) Dirgi» erat 'es streckte den Wagenkasten'. Vergleicht man den 
nensclilicben Körper mit dem Wagen, so liegt es nahe, deu Hnmpf (rom 
Unterleib bis Halswirbel), npeziell den Teil, der Brnnt- und Banchhölile nm&sst, 
cret SD nennen. Wenn mau die sacUiuh Terwandten Stellen LL. 80b, 34 and 
LU. 103b, 5 ff. vergleicht, wird gane klar, dass nur der liumpf (Baucli- nnd 
Bmstkasten) gemeint ist. Nach LL. 8lib, 34 erfüllte deu C^rhnlinn 'An- 
schwellung' {att 0CU8 inßthii) wie der Atem den Schlauch. Dies kann doch 
nur auf den Rmupf, BauclihGhle und Bniatkasten gehen, die bei heftigem 
Atmen infolge innerer Erregung sich stärker auiUllen, welches natürliche 
EreiguiB nur etwas übertrieben ist. Daas dem Cuchuliuu auch die Finger nnd 
Zehen anschwellen, darauf weist doch nichts. LU. 103b, ti heisst es, 'er streckte 
sich, dass ein Mannsfuss eines Kriegers zwischen je iwei seiner Hippen 
Plat2 gehallt hätte': also auch hier nor der Hinweis auf das Ausdehnen des 
Rumpfes infolge starken Einatmens; für räiini cotaillfed fertraig ferocUiig 



84 H. ZIMMER, 

dort, (1. h. sein Kopf war unten und seine Füsse oben, und dabei 
war es so, es drehte sich i n seiner Haut herum, das Fleisch und 
die Knochen drehten sich, die Haut aber aussen war ohne Be- 
wegung; oder ein anderes Mal drehte sich die Haut aussen wie 
eine Mühle, während Knochen und Fleisch unbeweglich blieben. 
Nachdem es lange so gethan hatte, erhob es sich wieder auf 
die Beine und läuft um die Insel herum, wie es im Anfang 
gethan hatte. Dann ging es wieder an den früheren Ort und 
[es machte wiederum Strecken des Rumpfes, wobei] nun die 
untere Hälfte seiner Haut ohne Bewegung war und die obere 
Hälfte sich rund herum drehte wie ein Mühlstein.' 

Ueberschauen wir die Stellen in der Reihenfolge, wie sie 
vorgeführt sind (LU. 78b, 14—18; LL. 66b, 17—20; 68a, 1; 
LU. 79b, 22 ft; LL. 77b, 22 1; LL. 86b, 34—38; Imram Maelduin 
Episode 8), so scheint mir nicht nur die Bedeutung von rothmol 
omtUluch cotalmain inhaltlich und sprachlich klar, sondern auch 
der Weg gefunden zum Verständnis der Ausgangsstelle (rongab 
imbri brö 7 rösini etc.). Die rasche, kreisende Bewegung, welclie 
die einzelnen Fleischatome (LU. 79 b, 24) beim * Strecken des 
Rumpfes' machten, wird im Imram Maelduin direkt mit dem 
'Umdrehen der Mühle' verglichen. An einer Wassermühle, 
wie sie ja im alten Irland bei den vielen fliessenden AA'assem 
naturgemäss häufig waren, sind es drei Dinge, an die bei dem 
Vergleich gedacht werden kann : 1. das Wasseirad, 2. der Mühl- 
stein selbst und 3. die Rad welle, d. h. der runde Stamm oder 
Balken, der in der Radnabe befestigt ist und die kieisende Be- 
wegung des ausserhalb der Mühle befindlichen Rades auf den 
Mahlstein überträgt und also selbst mit kreist. Der Ausdruck 
für den letzterwähnten Mühlbaum ist im Neuii\ mol: mol muillin 
*the beam that turns round in a mill, and sets the whole in 
motion by the means of wheels that are affixed to it', O'Brien s. v. 
Auch im Altir. hiess derselbe Gegenstand mol: die drei Söhne 
von Diarmait Mac Cerbeoil gerieten auf der Flucht dem Mühlen- 

eter cach da cuma do könnte einfach stehen dirgis creit cotaiUfed fertraig etc. — 
Dieses Strecken des Rumpfes mit der kreisenden Bewegung der Fleischatome 
innerhalb der Haut ist natürlich nicht notwendig mit Kopfstehen verbunden. 
In den Stellen LU. 7Sb, 14 flF. (= LL. 76b, 19), LL. 66b, 17, 68a, 1, LU. 79b, 22 ff. 
(= LL. 77b, 22 ff.) ist dies geradezu durch den Zusatz omulluch cotalniain 
ausgeschlossen. Die Form mit Kopfstehen wird Cuchuliun nur als Kunststück 
(cle88) ausgeführt haben. 



BEITRAEnR ZfTR ERKLAERlTiO IRISCnKR SAGENTEXTE. 85 

teicli (fothacli) entlang auf die Prellung des Mühlbauras (moT) 
nnd wnirden zerqnetscht (Rawl. B. 512, fol. 115ri, 1 — = Rawl. 
B. 502. fol. 73d. 41)— 51 : vgl. K. Meyer, Hibernica minoia S. 70 Ö.).') 
Eothmol ist der 'Radbaiim', die Radwelle, wie der technische 
Ansdmck lantet, dei' runde baumartige Balken (mol), der dui'ch 
das Rad {roth) bewegt wird. Ich denke, der Vergleich des lang 
gestreckt dastehenden Cucliulinn, um den die Fleischatome 
kreisten, mit dem kreisenden mthmol ist anschaulich und iwetiscli. 
Nun ist der immer wiederkehrende Zusatz omuUuch cotalmain 
klar: es drehten sich alle Fleischteilchen von oben bis 
unten, wie es in der Imram Maelduinepisode im Anfang erzählt 
ist, und nicht so, wie am Schluss erzählt wird, dass nur die 
obere Hälfte kreiste und die untere unbeweglich war. Dorigni 
rothmol de omulhtch cotalmain ist also sachlich und sprachlich 
klar: 'er machte einen Mühlbaum (Radwelle) aus sich vou oben 
bis unten'; es ist dies die eine Seite des ganzen Vorgangs: 
dirgiud crette bezeichnet die andere Seite desselben. 

Nun kehren wir zur Ausgangsstelle zurück: rongab imbri 
brö 7 rösini cataillfed fertraig feroclaig eter cach da asna do 
(LU, 103b, 5 — 7). Mit msini etc. ist, wie wir aus S. 83 Anm., 
verbunden mit der weiteren Erörterung, konstatieren können, 
das difffitid ereile verstanden. Liegt es da nun nicht nahe, in 
dem rongab imbri brö, das zum Vorhergehenden in dem will- 
körlichen Sinn, den man ihm gieht, nicht passt, die andere Seite 
zu sehen, das dorigni rothmol de omulluch cotalmain? Zumal 
dann die Deutung an der Hand liegt. Wie schon oben bemerkt 
ist, kann ebenso gut nnd anschaulich, wie die kreisende Be- 
wegung der Fleischatome mit dem kreisenden Mühlbaum ver- 
glichen ist, auch der Mühlstein zum Vergleich herangezogen 
werden. Dies ist Ja in der Imram Maelduinepisode in der That 
der Fall; imrethed immacuairt amal licc muilind.^) Ein altes 
schOnes Wort für Ha muilind ist ir. brö GeiL brön (kymr, breuan, 



') Der HOMbanm war von betröchtlicher LBnge nnd Dicke. Wie in 
der Bibel (I. Samuel. IT, T) dem Riesen r>oUtitii eiu 'Weberhanm' beigelegt 
ist, M wird im iriaclien .^Itertam Riesen und ungeechlachtea Kerlen ein mal 
mWtnrf 'ein MühHanm' beigelegt (LU. 88b. 2«; 101b, 39) in Abwechslung mit 
dem Weberbanm {garmain). 

■) Die Schnelligkeit des kreisenden Mithlgteine« winl anch sonst in 
anderm ZuBammenhang bildlich vei^lichea: luatkilher IHg muilind aflgad 
Cormae s. y. priiH (Stoke», Old Irish Glossaries S. 3B, 28). 



86 H. ZIMMER, 

korn. brou, bret. brcon ^= ind. gräran).^) und man kann in der 
angeführten Stelle auch sagen imrethed immactiairt amnl broin 
{muilind). Nominal gefasst haben wir imbrith brdn *das Kreisen 
des Mühlsteins'. Dies liegt nach meiner Ueberzeugung 
in der Stelle LU. 103b, 5 — 6 {rongab imbri bro) vor, wodurch 
nun die ganze Stelle im Zusammenhang klar ist und zu den 
Anschauungen in sonstigen Texten der Cucliulinnsage stimmt. 
Cuchulinn hatte sich durch den ihm misslingenden Versuch das 
Haus zu richten, unsterblich vor allen Ulsterleuten blamiert; er 
geriet in Bei^serkerwnit (LU. 103 b, 2; cf. LL. 86 b, 34, LU. 79 b, 22), 
die sich in Verzerrungen äusserte (LU. 103b, 2 — 5; cf. LIL 59a, 
37 ff.); dann nahm er diejenige Hebung vor, die er in gleichen 
oder ähnlichen Lagen anwendet (LU. 78 b, 14 — 18; LL. 66 b, 17 
bis 20; 68a, 1; LU. 78b, 44 ff.; LL. 86b, 34—38) zur Aufrüttelung 
und Anspannung aller etwa noch in ihm schlummernden Kräfte: 
er streckt sich, lässt alle Fleischatome in der Haut so rasch wie 
ein Mühlstein sich herumwirbeln und atmet in höchster Erregung 
Brustkasten und Bauchhöhle so voll, dass die Rippen so weit 
von einander traten, dass der Fuss eines Kriegers zwischen je 
zwei derselben Platz hatte (LU. 103a, 5 — 7). Der Erfolg ist 
der von ihm beabsichtigte: tancatnr aiR? ctimachta 7 alucht adartha 
nadochnm 7 tuargaib atech iarsudi 7 forruhn coriaclit adirgi fesin 
innaceina (LU. 103 b, 10) *. . . . und er hob das Haus darauf in 
die Höhe und setzte es nieder, dass es seine fi'ühere (iradheit 
wieder gewann'. Die hier vorläufig nicht übersetzten Worte 
tnncatar aces ctimachta 7 alucht adartha nadodmm sind in der 
oben S. 76 Anm. erwähnten Uebersetzung von Fled Bricrend mit 
*ses valets et ses adorateurs s'approchferent de lui' gegeben. 
Das ist Wort füi* Wort unzw^eifelhaft richtig, und doch niuss 
Jeder, der bei Behandlung dieses Textes nicht von der Hand in 
den Mund lebt, sondern die Texte der Cuchulinnsage in grösserem 
Umfang überschaut, sagen, dass der Verfasser von Fled Bricrend 
das nicht gesagt haben kann: es wäre zu gesclimacklos für ihn 
und direkt unrichtig. Cuchulinn vollbringt in ähnlich 

*) Es ist wahrscheinlich, dass mit dem Worte ursprttnglich nur der 
Stein bezeichnet wurde, mit dem man mit Hilfe der Hand das Getreide 
zerrieb, da k^^mr. hre\ian 'a haudmill, quem' ist, auch bret. breou ist *moulin 
ä bras' und das 'mola hron' des komischen Vokabulars (ZE. 1030) kaum etwas 
anderes meint. Die Anwendung auf den Mahlstein der Wa.sscnnühlen ist also 
im Irischen eine Uebertragung. 



BEITKAEGE ZUH EBKLAEKUNG IHlSt'UEK SAGENTEXTE. 



87 



kritischen Lagen alles allein; er hat nur seinen treuen Loeg, 
der die Rolle iles Cliores der alten Tragödie spielt, aber nicht 
Hand mit anlegt, 'valete' hat Cuchnlinn nirgends. Und wenn er 
welche hätte, wäre das, was er getlian hat, eine Art sie herbei 
zn rufeuj' Bliebe nicht für immer die Blamage auf ihm sitzen, 
nur mit fremder Hilfe das Hans gerichtet zu liaben? Tiiat- 
sächlicli steht ja auch im Folgenden nur, dass er es gehoben 
hat.' Msa das, was eine oberflächliche Betrachtung der an- 
geführten Worte sagt, kann nicht dastehen. 

Bekanntlich muss man, um einen Dichter zu verstehen, in 
Dichters Lande gehen, l'nd der Verfasser des alten Fled 
Bricrend ist ein Dichter: seine Bilder weisen dies ans. An 
ihn darf man nicht den Maasstab legen wie an den irischen 
Verfasser von Togal Troi und andere: diese Epigonen wirt- 
schaften mit den schönen, alten Bildern in der törichtesten 
Weise, die Bilder sind für sie alte, abgegi'iffeue Münzen, die sie 
ererbt haben und mit denen sie um sich werfen, olme sich viel 
dabei zu denken. Hier thut man gut. sich auch nicht allzuviel 
zu denkeil. Anders ist es bei einem 'l'exl wie Fled Bricrend. 
Zu Wflrhem Zwecke macht denn Cucliuliun inihnih brr.n und 
diffjhtd vrvtti:? Um seine Kräfte zu sammeln, die letzten Funken 
von Kraft und Energie, die noch in ihm steckten, zusammen zu 
raffen. Nun ich denke fancatar aws cumachta nadochum für 
■seine Kräfte kamen ihm' ist ein dicliterisches Bild würdig der 
andern, die wir bei dem Verfasser des Fled Bricrend kenneu 
lernten. Und alucht adarlha? 0' Eeilly liat ein aähanadh, 
adhnadh 'a kindling of fire; fervour, heat, zeal'; es ist ein 
Infinitiv zu einem Verb adanam, das sich in der Bibel 
(Exodus 32, 10. 11), bei Keating (Atkinson, Tri biorghaoithe 
an bliäis S. 300), in den Honiilien (Atkinson, Hoinilies S. 523) 
findet. Es kommt auch oft in den Texten der Heldensage vor: 
ineaindel adanta wird Cuchnlinn genannt LL. 57 b, 44, 61a, 25 
(Täin ha Tualnge); rose näirard nadanta ist das Auge des 
Mani (LL. 253 a, 45); raadnad intene lesen wir in Mesce IHad 
(LL. 268b. 32), adaint(er) iantm inbruden in Orgaiu brudne 
Daderga (LU. 97 a, 22). lu derselben Hs. (also LU.), in dem- 
selbeu Text heiast es coniddi adairi{er) cech tendäl robaid cosindiu 
(LU. 87a, 14). Die Form ist hier mit bekanntem Abkürzungs- 
zeichen für ar (air) geschrieben ganz wie adarllia LU. 103b, 8, 
sodass an beiden Stellen ein Vei'sehen 0' Longan's ausgeschlossen 



88 H. ZIMMER, 

ist. In der Stelle LV. 87a, 14 vdri doch jeder unbedingrt adainter 
bessern. Was soll uns hindern, wenn der Sinn es erfordert, in 
derselben Hs. bei demselben Verb für adartha zu schreiben 
adantha oder adanfa? Also der Gen. Sing, zu adanad *fervour, 
heat, zeal'. Damit ist LI^. 108b, 8 klar: für tancatar achumachtu 
7 aadanad nadochum *es kam ihm seine Kraft und Feuer' sagt 
der Verfasser von Fled Bricrend in einem dichterischen Bilde, 
das ja viele Parallelen hat, umschreibend tancatar aces cumadita 
7 alucht adanta nadochum.^) 

Zwei Punkte bedürfen noch einer kurzen Erörterung. Es 
ist LI. 103 b, 6 imbrith brön herzustellen für das im verständliche 
imbri brö, wie wir sahen. Nach Ausweis der Lesarten von Eg. 
und H. 3, 17 (s. oben S. 76 Anm. 2) geht die Entstellung über 
unsere Hss. in die allen voraus lieg^ende im letzten Grunde 
gemeinsame Quelle zurück. Wer den alten Text Fled Bricrend 
philologisch genau studiert, wird sich darüber nicht \\imdern, 
da er öftei's zu gleichem Resultat kommt. Ich erinnere nur, 
dass sich LU. 102 b, 14 in der Rede der Lendabair ein unverständ- 
liches tglai mit Ligatui' über t findet; ganz so malen die direkt 
von einander selbst und von LI^. unabhängigen Eg. und H. 3, 17 
hin (s. Windisch, Ir. Texte S. 262, 20 mit Anm. und S. 331 dazu). 
Es wird also durch die Jahrhunderte von den verschiedensten 
Schreibern unabhängig etwas unverstandenes mechanisch weiter 
geführt. Ein weiteres Beispiel, wo man die SchA\ierigkeit lösen 
kann, findet sich LU. 106b, 37: mäd cofeirg dothi Cüchulmnd 
chucund, anial meles muilend dec forcel hraich rochrüaid, isamlaid 
cotomelam infersin aöenur arUir j yrJan cianobetis ßr incöicid 
tili immond hi CrUacImin, manifochlifher ahruth 7 abrl(j\ in dem 
cotomelam stimmt LU. mit H. 3, 17 (cotonmelam s. Windisch, Ir. 
Texte S. 334), woduiTh cotonmelam {cotomelam) für die letzt 
erreichbare Quelle gesichelt ist (s. Ztschr. f. vgl. Spraclif. 28, 659 
Anm.). Der hiernach sich ergebende Sinn 'so werden wir ihn 
zermahlen den Mann allein' ist nach dem Zusammenhang un- 
möglich; es muss dastehen 'so wird uns der Mann allein zer- 
mahlen', und so bessert denn Eg. wie so oft selbständig cotameila, 

Der Satz fehlt in Eg. und H. 3, 17, da er m der Nähe einer Fuge 
steht, wo verschiedene Rezensionen sowohl von LU. als der QueUe von 
Eg.-H. 3, 17 unabhängig zusammen gesehweisst sind. VieUeicht verstand 
ihn der Kompilator der letzteren Quelle nicht recht, und da er ihm, wörtlich 
genommen, albern dünkte, Hess er ihn weg. 



BElTRAEGt: ZIR EllKLAEHUNG 1BI8C1IEU SAGENTEXTE. 



89 



was alwr niclit erklärt, wie colometam iii LU. und cohnmdam 
in H. 3. 17, also in der Quelle, entstand. Es ist offenbar coton- 
melam der Quelle aus cotonmelani ((. h. co-ton-mela-ni 'er wird 
uns zerraahlen* fluchtig verlesen.') — Ein anderes Beispiel findet 
sich kaum eine Spalte weiter LU. 107a, 12 ff. Medh war mit 
dreimal fünfzig Jungfrauen den drei Wsterhelden l'uchulinn, 
ronall und Loegaire vor's Thor entgegen gegangen und giebt 
ihnen die Wahl, ob jeder für sieh ein Logis haben wollte, oder 
ob sie zusammen logleren wolltetL 'Ein besonderes Logis fili' 
jeden befahl Cuchulinn': larsudiu berthar itigi condergoÜiaib 
samamraib 7 anrobodeek leo ilona tri . L . aib ingen 7 dobrctk 
Findabair la Coincttlamd scch cäch isinairicul i'rrabi. Für berthar 
von Lü. bat Eg. lotar und H. 3, 17 badur. Hier geben die 
Lesarten von Eg. und H. 3, 17 ziu' Not einen 8inn; LU. ist 
unmöglich. Aber der Umstand, dass Eg. und H. 3, 17 von ein- 
ander und von LU. abweichen, zeigt, dass htar resp. hafar Ver- 
suche sind, das unvei-ständüclie berthar zu bessern. Dies berthar 
stand also in der im letzten ßrunde gemeinsamen Quelle. Aber 
in ihm steckt der Fehler nicht, sondern man muss 7 vor anro- 
bodech tilgen, dann ist alles klar: 'es wird in die Logis mit den 
besonders wunderbaren Scblaflagern (Pfühlen) hinein gebracht, 
was ihnen gefiel ^'on den dreimal fün2ig Jungfrauen' etc. Die 
Worte anrobodech bis ingen füllen in LU. eine Zeile; nimmt man 
an, dass in einer Handschrift, die vor unserer Ueberlieferung 
liegt., das 7 vor dobreth weg gelassen war und dann zwischen 
ingen und dobreth über geschrieben, so hat ein Abschreiber dieser 
Hb. dieses interlineare 7 auch vor dem darüber stehenden anro- 
bodech eingefügt. So entstand die ältest erreichbare [leber- 
lieferung berthar itigi condergothaib samamraib 7 anrobodech etc.. 



') Zu iirßti' 7 jrirtn bemerkt Wiudiach sowoLl nnter w -Erde' als «nter 
grian 'Sonne' ("Wb, S. Sfi«, fiOS): 'eiii Schwur', nuil bei D'Arbois ist ilheraelat 
'nons broira ä terre et an soleU'. Si^ltou ilie einfache Thatsaclje, das« 'bei 
der Sonne' oder 'au soleil' heiaaen mÜMte argruin, könnte stutiig maehen; 
sodann ist nr nicht die 'Erde', bei der man schwört, sondern 'Erte' = 'Stanb, 
monld. clay'. Es hedentet ^'tan (Maak. oder Neutr.) einfach 'Sand': iaeumma 
atrachtatär cluid 7 coirthe 7 cor« 7 tatMeca 7 murgr^an intalman aird 
inaird frUnarolhaib iamdaidib söos seil aechtair LU. BOb, H = LL. 78a, 36; 
cotarla agnüis 7 aaged 7 avinech ragrian 7 ratjanem innatha LL. SOb, 33; 
iornn doberar vir 7 ^rian 7 chcha foraittttuinai (als mau eine ChauHse« 
durch diks Moor baute) LU. 131 b, 1. Es heieat also 'er wird uns eermablen zu 
Stanb und Sandküruchen ' (vgL schon Stokea, Urkelt. Spnichscb. S. 111). 



90 H. ZIMMER, 

die LU. iffetreu beibehalten hat, Eg;. und H. 3, 17 unabhängige 
von einander in je ihrer Weise zu korrigieren suchten. In diesen 
und zahh'eichen anderen Stellen stehen also die Feliler schon in 
der über unsere l'eberlieferung- hinaus liegenden Quelle. Ob sie 
dieselben alle oder auch nur zum Teil verschuldet hat, ist 
zweifelhaft. Sie stand, wenn wir sie in's 11. Jalirhnndert setzen, 
der ersten Niederschrift von FIed Bricrend zeitlich wohl ebenso 
fem, wie Eg. 93 von LH absteht, und dazwischen liegt die 
Vikingerzeit mit ihrem unheilvollen Einfluss auf Irlands Ijilteratur 
und Kultur und dem in ihr sich vollziehenden Uebergang von 
der altirisirhen Sprache tn's Mittelirische. Hatte die Zeit, in 
welcher FIed Ericrend entstand und zuerst aufgezeichnet wurde, 
noch für die Präposition imm die Form imb ohne Assimilation, 
vor allem in der Tonsilbe (cf. imsöi-.roimpa, impouth, impHtk), 
so konnte ein Überliefertes imbi-ith (^ imb-rith) wohl Anlass zu 
Missverständnis und l'mdeutung geben in jüngerer Zeit, zumal 
in einer sonst für das ^'erstftndnis schwierigen stelle für einen 
Schreiber, der nicht die ganze alte Sagenlitteralur überschaut«. 
Vielleicht beruht auf einer fmdeutung des imh-riih in im-brilh 
verbimden mit dem Umstand, dass im 10, bis 11. Jahrhundert 
bri und brilh in der Aussprache zusammen fielen, die Entstellung. 
War bron geschrieben bro mit einem n-Strich über o, 80 
konnte der als T>ängezeichen genommen werden (brn für bron). 
Wir haben in FIed Bricreud noch einen zweiten Fall einer ganz 
gleichen Entstellung, wie er hierin angenommen wird, der eben- 
falls in die vor unserer Ueberlieferung liegende Quelle zurück 
geht. In der Schilderung des angerast kommenden Guchuliim 
heisst es: bruth maiho, muri ehit forcrethaib, curethar glond 
arglond cend arcltend (LIT. I06b. 31, 32), '(er ist) Mut des Bären, 
. . . ., er setzt That gegen That, Kopf gegen Kopf. Windisch 
vermag weder mit murichet noch mit crethaib etwas zu machen; 
wie die Worte da stehen, ist in der That nichts mit ihnen an- 
zufangen. Da auch H. 3, 17 liest mortcet forcretaib, so ist 
mortcfiet für die letzt erreichbare Quelle gesichert, und cretatb 
wird ein — übrigens misslungener — Versuch sein, für das un- 
verständliche crethaib einen Sinn zu schaffen. Egerton hat ganz 
willkürliche Aenderungen voi-genommen imi in das Ganze etwas 
Sinn zu bringen (s. Windiseh, Ir. Texte S. 279). Es muss also 
nmrtchei forcrethaib den Ausgang für jeden Deutungsversuch 
bilden. Nun haben wir ein schönes altes, später vei-schwmutenea 



BEITRAEOE ZVH ERKLAEKlTiG IRI8CI1EK SAGENTEXTE. 91 

Lehnwort moirlcJietin, muirtdiend: muirtcJieHd ab co quod est 
morticiniutn ,i. martardtend .i. cennt^iraais cuhobaHd .t. onni ismarh 
athohand 'nmirtckend ab eo quod est morticiniam d. h. (oder) 
martardienn d. h. 'der Kopf rasch zurück, d. li. weil er plötzlich 
tot ist' sagt t'orniac s. v. (Stokes, Irish Gloss. S. 29), uud unter 
haien hat er (a.a.O. S. ö) A. bath aitin A. ec oband A. muirtchend 
'baien ist gleich bath aiten d. h. plötzlicher Tod, A.\\. muirtdicnd' . 
Es b(fdeutete also mitirlcham den 'plötzlichen Tod' iind die erste 
Etymologie Tormacs ist sicher die richtige.') Belegt ist das 
Wort nicht niu' im Liber .\i*dmach. 181a, 1,') sondern kommt in 
Fled Bricrend selbst vor: ismortckend doilsluagaib 'er ist 
plötzlicher Tod für viele Scharen' (LI'. l()Ob, 40) lieisst es von 
Cuchulinn. Es stand also in einer vor unserer Ueberlieferung 
liegenden Hs. von Fled Bricrend an der Stelle LTT. 106b, 32 
mur/chcnd, wobei das « mit einem Strich über e bezeichnet war; 
diesen Strich über e nahm ein Abschreiber für ein Läu^ezeichen, 
und so entstand in der Quelle unser gesanunten Ueberlieferung 
murtched {murtckef) wie LU. lÜ3b, 6 hrö für bron. Nunmehr ist 
die Bedeutung der St«lle LU. 106b, 31 klar; murlchend forcre- 
ihaib von f^uchulinn ist doch höchst wahrscheinlich morichend 
doilsluagaib 109b, 40 gleich. Es gilt nur noch einen zweiten 
Fehler zu beseitigen, der ebenfalls über unsere Ueberlieferung 
hinaus geht: für crethaib muss man cethraib schreiben:') ceÜär 
'Vierfüssler' ist verächtliche dichterische Bezeichnung für ilsluaga 
der Haufe der gewöhnlichen Krieger. <) Das Bild kann mit 

') Siehe Da Csnge ed. Favre V, 52(i: '3. morliänium, morlifer et gravis 
merbut'; 'marticinue, lethalii'. 

') Zu tU abflinerent « a eontaminatibw iimulacrorum , a fomicatione 
rl suhftiffatts et sanguine (Äpnetelg. 15, 20) steht anf dem Rande förmiiiehthib 
i iHoirtchcnn. 

') Die gleiche Entstellung findet »ich noch einmal in Fled Bricrend 
und zwar in der geenmiuleu Ueberliefemug;: LU. lUUn, 41 heiai>t Coniill rernach 
der cem eter crethaib, was unverständlich igt. Schreibt man cern eter eethraib, 
»0 ist alles klar: Couall cemach ist 'der Sieg unter den .SchBren der gewöhn- 
lichen Krieger' ('nnter den VierfdsBleni'), woher er ja das sehmiickende Bei- 
wort ccmach hat. 

*) Von derartigen poetischen Bildern, die als solche gefühlt und 
verstanden werden, sind die wirklich alten Texte voll. Als die eigen tliehe 
Vildngerdranggftl (9. Jahrb.) iu Irland vorbei war, im 10. Jalirb. sich die 
Renaissance der irisehen Litteratur anbahnt«, da griffen zu den alten Sagen- 
texten, um die Hehlensage umzudiehteu nnd weiter ta gestalten, anch solche 
Betlidc, deren Grosxvaier noch ein eigeunrtiges Irisch -altuorwegisdi geredet 



92 H. ZIMMER, 

liervorgenifen sein durch das vorhergehende: bruth tnatho, mu- 
irtchend forcethraib. Wie die Wut des math (Bär?) gefährlich 



hatten und der Urgrossväter am HardangerQord aufgewachsen waren. Diesen 
Epigonen sind die alten poetischen Ausdrücke vielfach zu Kenningar heraV 
gesunken, deren eigentlicher Gehalt unverstanden war und die daher auch 
verwendet wurden, wo sie ihrer eigentlichen Bedeutung nach nicht passten. 
Ein Beispiel mag dies veranschaulichen. Ein gewöhnliches Wort für ^Menge, 
Schar' in den mitt^lirischen Texten ist das Plurale tantum formna^ das 
ganz so verwendet wird wie das alte Wort hierfür {foinnn ==V.ymt. gioerin): 
also z. B. von Kühen, Rossen etc. (s. Windisch, Wth. s. v.). Daneben haben 
wir ein Substantiv formna 'die Schulter' (z. B. LU. 40 a, 33; 79 a, 39; LL. 58 b, 46; 
77 a, 9; LBr. 220 b. 10), dessen concrete Bedeutung durch die Etymologie (von 
for -\- muin * Nacken') als ursprünglich gesichert ist. Es dient sicher zu 
poetischen Umschreibungen in Wendungen wie räncatar formnce na fairgge 
(LU. 84b, 19; 85b, 3), rosiachtatar formna nafairgge (LL. 283a, 18) 'sie erreichten 
die hohe See'. Auch in formna (PI. taut.) 'Menge' sehe ich eine ursprünglich 
poetische Verwendung von formna 'Schulter'. Als der ganze kriegerische Adel 
Ulsterlands unter Führung Conchobars zur Festhalle des Bricriu angekommen 
ist, werden sie so aufgezählt : batar hs iarum bätär im Chonchobar in airin- 
uch intige .i. Fergus mac Röich . . . Bricriu fadein 7 formna läth ngaili 
Ulad archena 7 amacccsm 7 anoesa däna (LU. 101a, 1 — 19) 'Folgende waren 
es, die um Couchobar im Vorderhause waren, nämlich Fergus mac Röich . . . 
Bricriu selbst und die übrigen formna der Helden Ulsterlands und ihre Jüng- 
linge und Künstler'. Alle von Fergus bis auf Bricriu aufgezählten Helden 
gehörten ebenso wie die nicht namentlich genannten zu den formna der Helden; 
dies geht auch aus LU. IdSa, 24 hervor, wo Cuchulinn wie Loegaire und Conall 
zu den fortufia der Helden gezählt wird. In Ulsterland gehört also 
Couchobar von den Helden einzig und allein nicht dazu. Wie 
Patrik das Haupt (cenn) von den Männern Irlands genannt wird, so ist 
Concho])ar, der König von Ulster, das 'Haupt' (cenn) von den Ulsterleuten. Lag 
da das Bild nicht nahe, die ihn umgebenden tapfeni Helden mit den Schultern 
zu vergleichen, die das Haupt tragen? Aus diesem hochpoetischen, oft vor- 
kommenden Bilde formna läth ngaile Ulad, formna laech nErenn ent- 
wickelte sich formna 'die Menge'. Die irische Lexikographie hat sich von 
Cormac bis auf unsere Tage wenig fähig gezeigt, der alten dichterischen 
Sprache gerecht zu werden. Wie ein Wörterbuch nach Säyaqa zum Rigveda 
von Wörtern für 'Kraft, Opfer, Speise, Weisheit' strotzt, wo in Wirklichkeit 
unter sich total verschiedene Wörter mit bestimmtem Wert und anschaulichem 
Gehalt vorliegen, so wimmelt das mittelirische Wörterbuch bis jetzt von 
Wörtern für 'König, Führer, Held, Menge, Schar, Zorn' etc., wo thatsächlich 
Wörter grundverschiedener Bedeutung in Bildern von dichterischer Anschau- 
lichkeit vorliegen, wie ich dies einmal des weitem in einer Studie über die 
Kenningar der alt- und mittelirischen Sprachen ausführen werde. Ein wesent- 
licher Grund, weshalb mau den in vorstehender Untersuchung öfters hervor- 
gehobeneu hochpoetischen Charakter der Sprache der älteren irischen Helden- 
sage seit Cormac so verkannt hat, scheint mir in dem falschen Massstab zu 



BEITRdKGE Zt'H ERKLAEltlNH lUISCHKK SAGENTEXTE. 



93 



und tntbringend ist den Heerden der Vierfössler (cetJdr), so 
Cuchiilinn den Schareu der gewöhnlichen Krieger, wenn er sieh 
unter sie stürzt. Es ist also LU, 106b, 31. 32 zu schreiben bruth 
malho, murtckend forccthraih '(Ouchulinn) ist (wie) die Wut des 
Bären, der rasche Tod, der über die Scharen der Krieger koiniiif . 
So haben wir also in dem über unsere Ueberlieferuiig hinaus- 
reichenden Fehler murtchet (murtched) für murtchend ein voll- 
ständiges Analogon zu der ebenfalls über unsere UeberUeferung 
hinaus reichenden Verderbnis hrd aus bron in LU, 103b, 6. Da- 
mit hoffe ich noch vorhanden gewesene etwaige formale Bedenken 
gegen die Besserung des überlieferten imhri hm in imbrith bron 
beseitigt zu haben.') 

Der zweite Pujikt, dessen Erörterung mir noch bleibt, ist 
der Umstand, dass in der zur Sacherklilrung oben S. 81 heran- 
gezogenen Stelle LU. 78 b, 15 (= LL. 76 b, 20) rothmüal für das 
rothmol der übrigen Stellen (LL. 66b, 19; ßta, 1) durch die Ueber- 
Ueferung geboten wird-^) Mol hat, wie die EtjTuologie wahr- 
scheinlich macht (melini) und das Neuirische ausweist, kui-zes o, 
ist auch in den oben S. 85 Anm. angeführten alten Stellen so 
geschrieben, und der Genitiv moil (fiawl. B. 512, fol. I15d, 3; 
Hawl. B. 502, fol. 73d, 47. 49) muH (Rawl. B. 512, fol. 115d, 6). 
Die Frage, woher die Entstellung vou rothmol zu rothmüal in 
LU. 78b, 15 (= Vorlage von LL. 76b, 20) kommt, führt mich zu 



liegen, den man uubewnsst angelegt bat. Von griechisclieni und germaniachem 
Altertum her gewohnt '[netiücihe Spreche' nnd 'gebundene Rede' ah sich fast 
deckende Begriffe zu ftisaen, hat man an die irische Prosaerzilhluiig den Masa- 
Htab der rrusasprache iinbewututt gelegt. Aber die Prosaerzählnng ist die ge- 
meinkeltinche Fann der epUcben Ereäblnng wie bei den Germanen das 
Heldenlied (x. GOtt. (iel. Am. 1890, .S. SOä— 815), und dieBC Prosa der keltixchen 
Epik tiat eine etienüd poetische Sprache wie das Heldenlied der (renuanen. 
Das ÜegentLeit wAie hei der phan(a»iereichen, rhetorischen Veranlagimg der 
Kelten geradezu anffallend. 

') Was wir iriiiehen Abschreibeni nnd Gelehrten xutrauen d^'eu, dafUr 
ist doeh auch lehrreicli, dass aus do bria d. Ii. da briafliraib ein Substantiv 
ArtdN gefolgert wnrde (a. oben l^. TS Anm.) und schou iu LBr. die alte 
Schreibung et. (d, h. ccwt) in cacht aufgelßat ist. Das interdum dormitat 
bomta JiotatTva ist bei ihneu oft in buchstfiblichem Sinne eingetroffen, 

') In LL. steht hier rothnvaü mit n and II. Dies ist eine Art Besserung 
('Badgesclirei', Badlänu, cf. wiaÜgrith naroth LL. 63a, S), um dem an «ck 
anTerstäudliubeu rothmttal der Vorlage eine Art Sinn zu geben, der natürlich 
in den Ziisainiueuhaiig absulnt nicht passt. 



94 11. ZIMMEIl, 

dem 2weite!i in der Ueberschrift dieser Studie genannten Wort, 
das in Fled Bricrend vorkommt, zu rotk buali. 

Loegaire tmd ('onall Ternach hatten jeder in der Naclit, 
in der er die Stadt C'nröi's bewachte, schmähliche Behandlung 
von den Ungetümen erlitten (LU. lila, 12—47). Cuchulinn's 
Nacht war die reine Unheilsnacht. Zuerst kam eine ganze Bande, 
die sich verabredet hatte, in dieser Nacht die Stadt zuplftndern; 
C'uchidinn besiegt sie. Während er müde und matt auf Wache 
sitzt, erhebt sich aus dem benachbarten See ein Ungetüm, \\m 
die Stadt zu verschlingen : mit grosser Mühe bezwingt f 'nchulinn 
dasselbe. Schliesslich sah er in der anbrechenden Morgen- 
dämmerung den Riesen herankommen, der den Loegaire und 
Oonall so schrecklich behandelt hatte. Als der riesige Unhold 
nach kni'zem Wort- und \\'affengei)länke! mit Cudiulinn seine Hand 
ausstreckt«, um ihn zu fassen und zwischen beiden FäiLsten zu 
zerreiben, wie er es bei Loegaire und t'onall gethan hatte, foc}ieird 
Cuchulaind cor ntach netrred de lasodain 7 foraithmenadar afo- 
rantcliss 7 clatdeb nockt Uasamuüach corbo luaithithir fiamuin 
ossB etarbüas imbi imacüaird coniddema rotk bücdi de. Änmain 
in anmain a Chuchttlaind orse. Tabair ntothridrindrosc dam dano 
ol Cachulaind 'da (lasodain) springt Cuchulinn einen Helden- 
lachsapnmg und erinnert sich seines Jagdknnststückes (foranwless), 
sodass er, und zwar mit blossem Schwert über seinem Kopf, so 
rasch wie ein Hase hoch in der Luft im Kreise um ihn (den 
Riesen) herum war, sodass er ein roth buali von sich machte. 
Leben um Leben, o Cuchulinn, sagte er. Gewähre mir nur, sagte 
Cnchulinn, meine diei Streitpunkte'') (LU. Ulb, 32— 37). Zwei 



>) 'drindrose FB. ST mosa noch dem ZusammeDliang soviel als „Wnmcti'' 
bedeuten' WindlscL, Wtb. S. 5U^, nnd denmacb ist Übersetzt 'Eiccorde-moi les 
troia chuges qne je d^ire' (B'ätImui, äpop^e celtique S. 14i>). Damit ist uichta 
erklärt. l>ie 3 Dinge, nm die es sit'li handelt, sind nuch dem folgenden Te«: 
1. die Anerkennung für Cuchnlinn, daas er der erste Held Irlands ist; 2. der 
Heldenbissen; 3. filr seine Frun den Vortritt bei Hufe. Diese drei Dinge 
wurden Cuchnlinn bestritten dnrcli Loegaire nnd Üonall tmd darum, nm 
diesen Streit, dreht sich ja die ganze Ensählung. Uillt mau dies im Äuge, 
dann scheint mir die Deatnng yan drindrose gegeben. Ein gawChnllohea 
Wort fBr -Streit, quarrel' ist im Iriscben drenn (vgl. noch LL, S8b, 26; 
100a, IT zu den Stellen bei Windiscb, Wtb. S. 5U2); es ist also drindrose 
'Streites- rose' nnd in drind liegt der dicht«riBch vorangestellte Oenitiv bu 
drend vor. Ob rote 'Auge' in Übertragenem Sinne vorliegt ('Streitpunkte') 
oder ob drind rose eigentlich dasselbe meint wie rose eatha 'an incileraent to 



BEtTRAKGK ZI li KliKLAKUHN« IRISCH 



Ö5 



Punkte stehen liier in Beziehung zu einander und müssen gegen- 
seitig sich erhellen, foramcles und t-oth büaU. Ea wii'd von Nutzen 
sein, ehe ich auf sie eingehe, noch die Parallele vorzuführen, die 
sich kuiz vorher in FIed Bricrend findet. Als das aus dem See 
hervorgekommene T'ngetüm den Rachen aufsperrt, dass eine 
Königshurg hineingegangen wäre, foraithmcnatkar lasodain afo- 
ramcliss 7 lingthi inardi corholüathidir rethir fuinnema int^n- 
peist immucuaird 'da (lasodain) erinnert sich f'ucbulinn seines 
JagdknnststQckes (faramcle^s) und schnellte sicli in die Höhe 
und wai- so rasch wie ein rether fumnema um die Bestie rings 
herum' (LU. 111b, 17— 19). 

Der Parallelismns beider Stellen ist klar: beidemal ist es 
der Moment höchster Gefahr, beidemal springt ("^uchulinn in die 
Höhe und beidemal übt er seinen foramcless in der Luft aus. 
Worin der letztere bestand, scheint mir nach der an beiilen 
Stellen gegebenen Beschreibung kaum zweifelhaft. Bekanntlich 
pflegen viele der grösseren Raubvögelarten sich nicht direkt 
aus hoher Luft auf ihre an der Erde befindlichen Beute herab- 
zustürzen, sondern vielmehr in immer enger werdenden und 
immer näher kommenden Kreisen sich ihren Opfern zu nähern, 
die den Blick auf die nahende Gefahr gerichtet wie gebannt 
den Kreisen des Raubvogels mit den Augen ängstlich folgen, 
dabei sich natürlich auf der Stelle drehen und in eine aus Furcht 
und Schwindel gemischte halbe Betäubung geraten, in der dann 
der Raubvogel sie ergreift. Dies ahmt Cuchnlinn nach, dies ist 
sein foramcless. In der Situation mit dem Seeungetüni (LU. 
111b, 17 ff.) stürzt dann Ouchulinn wie ein Raubvogel endlich 
auf seinen Gegner herab und vernichtet ihn, wie LU. 111b, 19—23 
anschaulicb und klar geschildert ist. Etwas anders entwickelt 
sich die Sache bei dem Riesen, der ja ein menschliches Wesen 
ist: als C'uchulinn mit geschwungenem Schwerte zu Häupten des 
Riesen seine Ki-eise zieht so rasch wie ein Hase läuft, da wird 
der Riese liochgereekten Halses mit seinen Blicken der Bewegung 
gefolgt sein, imi sich gegen einen eventuellen Hieb zu decken; 
er begann schwindlig zu werden von der Kreisbewegung auf der 
Stelle und bat Cuchulinn, noch ehe derselbe auf ihn herabstürzte, 

battle' OB., ist nicht sicher aiuzumauheu ; letzl^ren Echeiat mir das wahr- 
scheinlichere. Die <Irei Dinge, um die ea siuh handelt, rufen ebenso 'Streit' 
(drmii, cotA) hervor, wie die kiirzen poetisch gehalteuen roK, die in den 
Sagenl«iten vorkommen. 



96 H. ZIMMER, 

um Gnade für sein Leben. Die mit der Laufgeschwindigkeit 
eines Hasen zu Häupten des Riesen ausgeübte Kreisbewegung 
Cuclmlinns wird roth büali genannt, und die Geschwindigkeit, 
mit der Cuchulinn seine Kreisbahnen zu Häupten der Seebestie 
beschrieb, wird mit der Geschwindigkeit eines rether fuinnema 
verglichen. Es sind offenbar zwei poetische Bilder; aus wie ver- 
schiedenen Sphären sie auch genommen sein mögen, sie werden 
sich gegenseitig erhellen. Beginnen wir mit dem zuletzt ge- 
nannten. 

Rether ist das Sieb (neuir. reatliar bei 0' R. und bei Foley 
s.v. ridclle) und findet sich in der Täin bö Cüalnge LU. 62b, 14 
= LL. 66 b, 33 in dem Kompositum retherderg ^Sieb-auge'. Da 
dem lat. crihrum, ahd. riira (ritarön), ags. hridder Qiridrian^ mittel- 
engl. hndren) in den kelt. Sprachen entspricht altkymr. cruitr 
gl. pala>), körn, croider gl. cribrum, mittelbret. hroezr, neubr. 
krouer = alt-, mittel-, neuir., gäl. criatliar, maux creear, so' er- 
giebt sich, dass ir. rether ein altes Lehnwort aus dem Angel- 
sächsischen sein muss (s. Ztsclu\ f. deutsch. Alterth. 32, 269). Mit 
fuinnenia hat man, soviel ich sehe, aus dem Irischen nichts an- 
fangen können. Es liegt also methodisch nahe, sich dort um- 
zusehen, woher rether stammt, ob nicht in rether fuinnefna als 
Ganzes eine Entlehnung liegt. Aus ir. fuindeog ^Fenster' ent- 
lehnt, aus nord. vindauga, woher auch altengl. windogej engl, tvin- 
dow stammt, ersehen wir, dass die Iren das ihnen im Anlaut 
fehlende germanische v {= engl, w) vor hellen Vokalen durch 
fu geben, also den Laut uu durch uu ersetzen. Demnach fülirt 
fuinnema auf ein anlautendes vinn- d. h. engl, u-inn-. Ich denke, 
hier muss jedem bei rethar fuinnema doch engl, winnow, win- 
nower, winnowing-riddle, winnowing-sieve einfallen. Die älteste 

') Im Mitt<»l- und Neuk^Tnr. hat das lat. crJbrärCy ahd. ritarön^ ag». 
hridrjanj ir. crialhraitn 'sieben' entsprechende crwydro von der hin- und her- 
gehenden Bewegung des Siebes die übertragene Bedeutung 'to stroU, gad or 
rove about, wander over' erlialten, wonach sich dann nicht nur alle Ableitungen 
gerichtet haben, sondern auch crwydr selbst (s. Evans, Dictionary S. 937). In 
einzelnen Verbindungen nur lässt sich die ursprüngliche Bedeutung von crwydr 
durchfühlen, so wenn im Peredur (Evans, Red Book 1, 233, 29) ein Schild 
(taryan) eurgrwydr genannt wird: 'strewed with gold, scattered over with 
gold' (Owen) trifft ja den Sinn ungefähr, aber man kommt doch nur dazu 
von der ursprünglichen Bedeutung von crwydr: der Schild war nicht ganz 
mit Gold überzogen, sondern nur so mit Goldblättchen, dass er ein 'Goldsieb* 
zu sein schien , d. h. das aufliegende Gold ist mit den Siebaugen verglichen. 



BB1TRA.EGE ZUR ERKLAEUTTN»; IRISCHER SAOENTEXTE. 07 

Form für neueiigl. to icinnow 'schwingen, waniien' ist ags. vindvjan 
'wind -wehen', mittelang, tcindwen {Stratmann, S. 566). Wie geben 
die Iren den germanischen v {w) Laut im Innern des Wortes 
nach Consonanten? Schon spätestens im 8. Jahrhundert war ur- 
sprünglich intervokalisches in 'aspiriert' d. h. die Silben am, em, 
om zu av, ev, ov geworden, woraus In der Weiterentwicklung 
dann au, eu, ou wurde, das in nebentoniger Silbe zu 5 resp, « 
sich zusammenzog (s. Kuhns Ztschr. 32, 201).') Nun, ich denke, 
ein solches am oder em (d. h. phonetisches av oder ev) kam der 
Aussprache des w ziemlich nahe. Schon Ztschr. für deutsches 
Allerth. 35, 56 Änui. habe ich darauf hingewiesen, dass so ir. mac 
Tricim 'Son des Tricem' d. li. Tricev ein nordisches Tryggva-sonr 
wiedergiebt. Wie also nord. Tryggv irisch durch Tricem ge- 
geben ist, 80 ein ags. vindva- durch ir. fmnnema. Es ist also 
altir. rether fuinnema ein ags. vindva-hriddcr^) entsprechend engl. 
winnowing-sieve, winnowing-riddle. f'nchulinn bewegte sich also 
zu Raupten der aus dem See aufgestiegenen Bestie im Ki'eis so 
rasch wie ein Schwingsieb (lüathidir rethir fuinnema): duich das 
Bild') wird nicht nur die Geschwindigkeit an sich, sondern zu- 
gleich auch die Art der Bewegung anschaulich vorgeführt. 



'( Daher neuir. njda 'Hiinmel' (neowft): tälo, tdlün {faUmh, (almAaw), 
hrfko, brehon (breatheamh, irfotAeomAo«). 

') Vergleiche mitteleng'l. icindwere bei Wiclif in .lerem. 51, 2 (nauh 
StTAtmann). 

*) Sehr Teretünillicb mass es schon Schreibern des 12. Jnhrh. nicht mehr 
gewesen »ein, denn LL. lOTa, 33 — 3K lesen wir von Cuchnlinn: badolig bilh 
friat inlrülh bafergaith. ImrethÜig adalkraigid ^ anoiJArond comt^ IwAliiiir 
rvathur fv.'ntmda 'es wiir schwierig ihm zn widerstehen, wenn er zuruig war. 
E» liefen nm seine beiden FUsae uud ihre Knöchel, dMs sie waren so rasch 
wie ein •mathu.r /winemila'. Ana dem, was noch weiter folgt, sehen wir 
dentlich, dass es sieb um die oben fi, 8l-8ß in zahlreichen Stellen vorgeführte 
Wotverzeming handelt, wobei das Herumlaufen der Fleisch teile innerhalb der 
Hant bald mit dem rotierenden MUhlbanm, bald mit dem Mühbtein verglichen 
ist. Uvalhw bedeutet einen 'rascben Aoaturm' LL. 217 a, III; 253h, IB; 2.^5a, 1 ; 
121b, 29: SOa, 30; 9Sa, 5; I04a, 10 (cf. k)-mr. ndhe), was hier nicht passt; 
rifAur 'Lauf {irnthwr ^ ^fuatuch LL. 73b, 5. 19). Da nun anch mit fvinemda 
nichts anzufangen ist nnd das Bild yon dem sich drehenden Schwingsieb gut 
pisst, so mnss man wohl nach LU. lllb, 18 hier rethir fuinnema hessem, das 
ein Schreiber, weil er es gar nicht verstand, entstellte. Die Stelle LL. lUTa, 35 
ist hei D'Arbois, L'öpopee celliijne S. 12 ohne Gewissenshisse einfach 'Über- 
setzt': 'la rapiditi; de ses pieds £tait Strange' oud die andere LU. 111h, 18 
(atrbo hlalhidir rethir fuinntna tmünpeist imniScuairl) mit 'et en nn instant 
se trunvtt derriire le raonstre" (a. a. 0. S. 130). 

ZdtKhlill f. nll. PhUologla I. , T . . 



08 U. ZIMMER, 

Halten wir uns geganwärtig, dass in den beiden aufeinander 
folgenden Episoden LU. 11 Ib, 9—24 und 25 — 3ö eine Steigerung 
vorliegt, insofern der Unhold in letzterer eine grössere Gefahr 
füi' Cuchulinn bot als die aus dem See aufgestiegene Bestie; 
femer dass Fled Bricrend in seiuen alten Teilen hervorragend 
künstlerischen Aufbau verrät, so werden wir erwarten dürfen, 
dass mit roth hüali eine raschere Kreisbewegung gemeint ist als 
in dem Bilde von dem rether fiännema liegt. Selbstverständlich 
kann bei roth büali, so wenig es sich formell mit rolhmol ver- 
einigen lässt, auch sachlich nicht an rothmol der S. 81—84 be- 
handelten Texte gedacht werden. Das Bild ist jedoch, wie ich 
glaube, aus derselben Sphäre genommen, aus der roihmol und 
und imbrith brön stammen. 

Bual ist ein altes Wort für 'Wasser': Cormac benutzt ea, 
um fual 'Urin' damit zu deuten (s. v, fual), 0' Davoren um btut- 
lenn zu erklären (s. Stokes, Irish glossaries S. 56 s. v.); bu(U- 
ainte ist 'cinclus avis, a kind of sea-Iark, wag-tail' (Lhnyd, 
Archaeol. Britt, Tit. X s.v.; 0' Brien, 0' Reilly), also 'Wasser- 
schwalbe' (altir, /annai, fainle); bual-chrannach '& float or raft, 
lat. ratis' (dieselben); bual-chomhia 'a mül-dam, a sluice' (die- 
selben); bualghlas 'a mül-pond' (Lhuyd, 0' Reilly). Fasst man 
die beiden letztgenannten Composita ins Auge, ('fewai-Thür' für 
'Schleusse', 'Äwni -Verschluss' für 'Mühlteich, Mühlweiher'), dann 
drängt sich die Vennutung auf, dass bual nie 'Wasser im All- 
gemeinen' bezeichnete, sondern concret das 'fliessende Bach- 
wasser', dass man entweder direkt zum Mühlentreiben ver- 
wendete oder nachdem man es in einem Weiher gestaut hatte. 
Auch bualclirannach 'Holz, das im Bachwasser treibt, Floss' fügt 
sich gut, und lual-alnle könnte daher kommen, dass diese 
Schwalbenart den Aufenthalt an Mühlteicheu, Bächen Hebt. 
Jedenfalls ist durch bualdiomhla und bualghlas die Beziehung 
von bual zum Wasser des Mühlteichs klargestellt.') Wird die 
Schleusse des Mühlteichs geöffnet, so stürzt das Wasser auf das 
Mühlrad: rotk buali ist also das im herunterstürzenden 
Wasser des Mühlteiches sich drehende Rad. Dass dieses 
Bild vortrefflich zu der LU. 103b, 33—35 geschilderten Ki-eis- 

') Stukes (Urkelt. SprocbecbatE S. 176) etymologisiert buiU ims 'boglo 
und vergleicht gr. ^ftjyii, ahd. bach, ogs. becc, was xu der spesiellen Bedeatong 
gnt pasaen würde. Jedeufalla wäre aber ein Stamm *bogUi onztuetaen, da 
bual im Geuitiv bitalc, bitali hat. 



BEITRAE6E ZUR ERKLAEBUNG IRISCHER SAOENTEXTE. 99 

bewegung Cuchulinns zu Häupten des Riesen passt, brauche ich 
nicht weiter auszuführend) 

Vergleiche mancherlei Art mit dem Mühlrad liegen ja so 
nahe 2), dass wir uns nicht wundem dürfen, es anderweitig ver- 
wendet zu finden. In der Schilderung, die der einäugige Ingcel 
von dem Innern von bruden Dadergae in jener Unglücksnacht 
giebt, werden [die beiden Spezialkellner (da foss mesi) Oonaii-es 
genannt und in ihrer Beschreibung gesagt: it Itmthidir roth 
büali cechtar de sediaraili, mdalahai dondinidai alailc dontenid 
*so rasch wie ein Wasserrad (Mühlrad) sich dreht, eilen sie an 
einander vorbei, der eine zum Lager (Conaires), der andere zum 
Feuer' LU. 95 a, 20 — 22. In demselben Text werden die sechs 
Schenken Conaires beschrieben ; sie führen während ihrer Thätig- 
keit und ohne dass sie dieselbe vernachlässigen folgendes Kunst- 
stück (reb) aus: focheird cach fer abrät imtnäraile 7 isluathidir 
rothan thbUaled, ising indaäirthet dosüil 'es wirft jeder Mann 
seinen Mantel um einen anderen, und es geschieht so rasch, wie 
sich ein Wasserrädchen dreht, schwerlich wüi'de dein Auge sie 
einholen (d. h. der Bewegung folgen können)' LU. 92 b, 7 — 9.^) 
Aus letzterer Stelle (Acc. rothän mbuale^)) lernen wir, dass roth 

*) Bei einem Autor, wie der Verfasser von Fled Bricrend ist, dürfen 
wir yielleicht in der Ausdeutung des Bildes noch weiter gehen: der auf- 
gerichtet dastehende Riese, der mit seinen Blicken der Kreisbewegung Cuchu- 
linn's unverwandt folgt und in Folge dessen sich auf der Stelle dreht, ist der 
Badbaum {rothftiol)\ seine Umdrehungen werden durch den Kreislauf Cuchu- 
linn's bewirkt, wie der Mühlbaum {rothnwl) durchs Wasserrad {roth bwüi) ge- 
trieben wird. 

*) Ich erinnere an das Bild, dass der Schüler im Faust gebraucht; vergl. 
auch die Belege für 'Gottes Mühlen' von Sextus Empiricus an bei Büchmann, 
Geflügelte Worte (18. Aufl.) S. 308 flf. 

') 0' Curry hat diese beiden SteUen wesentlich richtig gefasst (Manners 
and Customs m, 148. 144). 

*) Die Schreibung hüaled LU. 92 b, 8 für hüale neben hüali LU. 95 a, 20 
hat natürlich nichts zu sagen. Im 11./12. Jahrhundert waren auslautend die 
unbetonten Silben a und ad (d. h. adh)^ e und ed, i und id in der Aussprache 
gleich wie heute, wie zahlreiche Stellen in LU. und LL. ausweisen. So ist 
der zu täin gehörige reguläre Genitiv täna {cath natana LL. 61a, 15; 171a, 2; 
56 b, 6) auch tanad geschrieben (LL. 104 b, 5; aaithli chaiha tanad LL. 171 b, 28), 
der Dativ tänai, tana (LU. 77 b, 6; 74 a, 30; 22 a, 16; LL. 120 b, 35) als tanaid 
(forintanaidse LL. 71a, 29). Ebenso ist der zu cäin gehörige Genitiv cäna 
(LL. 300a, 31) cänad geschrieben (LL. 171b, 47); der Acc. otnnai (LU. 63b, 28) 
ist omnaid LL. 86 b, 22. Weiteres siehe Ztschr. für vergl. Sprachforsch. 30, 22 flf. 
So erklärt sich das schon in LU. auftretende fodechtsa für fofechtsa d. h. 

7* 



100 II. ZIMMEJ!, 

buali zwei Wijrter aind (roth mit abliäugigem Genitiv hüale), nnd 
dass LU. 111b, 35 genauer zu schreiben ist coniddema roth 
mbüali de. 

Nunmehr sind wir in der Lag:e, die R. 93 aufgeworfene 
Frage zu beantworten, zu sagen, was in LU. 78b, 15 {= Vor- 
lage von LL. 7(3b, 20) den sicheren Fehler rotkmUal für rothmöl 
veranlasste. Der Accus, von roth büale lautet roth mhüale nnd 
dies wird roth müale gesprochen. Ein Schreiber, der von der 
sachlichen Bedeutung des rothnwl omulluch cotalmam in den 
alten Sagentexten nichts wusste, legte sich in der Stelle dorigni 
rothmol corcra omuUuch cotalmam (LU. 78b, 15) das rotkmol 
(d. h. roth-moT) als roth m-öl^) d. h. roth mhöl zurecht, indem er 
an das in roth lüalc (Acc. roth mhüale) liegende Bild dachte. So 
entstand bei ihm rothmütU, ein unsinuiges Zwischending zwischen 
rolhmol und rolh tnbüale. 

Für diejenigen, die FIed Briwend aufmerksam gelesen haben, 
brauche ich kaiun auszufuliren, dass weder mit rothmol in LU. 
78b, 13 (LL. 76b, 20), LL. 6(3b, 19. G8a, 1 noch mit roth büali in 
LU. 111b, 35 der in den alten Sagentexten öfter erwähnte roOi- 
chless t^chulinns (s. Windiach Wtb. s. v.) ii-gend etwas zu thnn 
hat, da wir aus seiner genauen Beschreibung in LU. 108b, 15—32 
(FIed Bricrend § 64) ersehen, dass es sich bei dem rothchlcss 
dai'um handelte, ein Rad in einer Halle möglichst hoch zu 
schlendern, womöglicli so hoch, dass es den Fii'stbatkeu mitnahm 
und draussen niederfiel.') 

focchtan (a. n. 0.). Ann iler jibonetieclitu UtibeTeinstiinmnng ileti GenitivB 
stehe mit tened pjklärt sich wohl »nth ilie benlige Analogiebildung, duB sn 
sliabh, cluain, möin, tain etn. der Plur. lautet altibhli, cluainti, mBinli, tainti 
wie tenli zu tene (s. 0' Donovau, Ir. Oramm. S. 99; Joyce, Ir. Gr. S. 27. 13G). 
Die Analogiebildung' ist schon alt, da wir LL. 54a,, 59 bothainte nnd LL. 
252a, 2 aleibte haben. 

') Auch LL. (iäa, 1 ist rothmOl geschrieben, aho der .\nfADg eu der Gnt- 
Btellung rothtnual in LD. 78b, 15. 

') (ileichwuhl hat der angebliche UebersetKer tou Fleil Bricrend in 
D' Arbois, L' ^popfe celtiqne S. Uü die Worte LU. lllb, 35 {caniildema roth 
boali ile) mit 'c'cat le low de force de la rone' übersetzt. Zur weiteren Cha- 
rakteristik der im Vorhergehenden bei schwierigen Stellen mehrfach an- 
geführten französischen Uehersetzung will ich noch eine kleine Answahl 
leichter Steilen ans FIed Bricrend vorlegen: LU. 103a, 4 Loegaire 7 CohoU 
Coftack ofoIiAlaing tüuan iaith ist flbersetzt 'Loegaire et Couoll le triom- 
phatenr tressaillirent et firent un sant merveilleiix, cumme il convenait i des 
herua' (S. 99). — LD. ll&a, 30—40 Femilit ira Uiaid 7 Conehobur 7 Fcrgui 




BEITBAKGE ZUR ERKI.AEKING IKISCnER SAGENTEXTE. 



101 



anrtergteod 'die Ulsterleute und Concholiar und Fergna sind nicht im Stand«, 
die EnlscheidnDg fOr dieselben (d.h. Cur.hnlinii, Conall, Loegaire) zn gehen' 
81)11 heisBen 'Qs refns^rent d'nccepter rarbitnge des Ulatea, de Conchobar et 
de Fergna' (S. 1U6). — Lü. lutib, 34 Outamnita malend mäadmraKh 'er wird 
UM zennahlen (wie) eine Mülile edles Mab' soll sein 'Jusqu'ä ce qn'U raange 
la farine de notre inonlin' iß. IIB). — LU. 107b, 29 w andso dnmaa im am- 
brethugitd or AüUl l'ea ist mir schwer sie zu beurteilen, sagte Äilill') 'c'est 
ä moi it les juger, rfpondit Ailill' (S. 121)), womit die ganze Pointe des (4e- 
Bpricha zwischen Ailiil nnd Medb verloren geht. — LU. lOTh, 10 — 20 is er- 
zählt, wie CoDsll und Loegaire sieb vor den Bealjen auf die Dachsparren 
retten nnd dort sulilafen, Cnchniinn die eine Bestie eraciilttgt und die gauKe 
Nacht auf der Wache ist vor den beiden anderen, die bei anbrechendeni Morgen 
ablieben; ateemi i^som fonehruthnn arabarach 'sie wunlen so am andern 
Morgen gesehen' (LU. IQTb, 30) d. h. alH Ailill in die Halle trat, fand man 
Conali und Luegaire auf den Dachsparren schlafen und den Cnchniinn neben 
der erschlagenen Bestie wachen, womit der Streit am den Heldeiibissen ein- 
fach entschieden war, nie ja auch Ailill annimmt: die angeführten, grammatisch 
nnd dem Znaammenhaiig nach klaren Worte sind UbersetEt 'et an les rit partir' 
(S. 120). — Als Cnebuliun, Conali und Loegaire m Hercules kommen, schickt 
der sie zu Samera: Mar dB iarom 7 fochertar findain leo ('sie brachen zu 
ihm auf darauf und es werden Führer mit ihuen geschickt' cf, LU. 
Iliib, 7) 'ils se remirent donc en route pour aller chez Samem et ils le ren- 
coütrSreut chez Ini' (S. 12B). — Loegaire und Conal! sind von den Dar 
moninneu des Thaies besiegt worden nnd mussten sogar ihre Waffen nnd 
RUstung znrück lassen: Cnchniinn besiegt die Unholdinnen und zerstückelt 
sie: dobeir iortm br/Ugaiiced nmuinliri Uis 7 imsoi cottch Samera con a ckoi- 
CHI* eoairm \mhaiar a mvinUr ('er nimmt die — zoriickgelossenen — Rüstungen 
seiner Geführten an sich und kehrt mit seinem Triumph zum Hause des 
Samara zurück, wo seine Gefährten sich befanden' LU. Hl9a, 25—28) soll 
sein 'il prend le mantean de gnerre de leur chef et retoume vainquenr & la 
niaison de Samera, oü etaioul ses gens' (S. 12i)); der Uebersetzer hat also keine 
Ahnung, dass muinter Kollektiv zu ciU 'Genosse' ist (vgL LU. 109b, 8 mit 
lunb, 30). Cnchniinn handelt hier ganz so wie in der üHheren Episode 
LU. )05a, 3ci— 32. — Der ganze Abschnitt LU. U2b, 2li bis Schlnss ist in der 
Uebersetzung S. 145ff. total miss verstanden und bietet, trotzdem der Ueber- 
setzer sich ein Dutzend grammatische Unmöglichkeiten gestattet, keinen 
rechten Sinn, weil der Ansilmck />r fer nicht begriften ist. F\r fer 'verum 
fironun', auch Öfters f\r allein (s. LU. 110a, 22), bedeutet das von Hännem 
gegebene Wort, das nuter allen Umstünden cingetGst {cmnaUaim 'erfülleu', 
briiaim 'brechen') werden rauss, auch mit dem engl. Begriff des 'fair plaj' 
deckt ea sich znweileu. Dies ist schon ron Stokes, Rev. Cclt. 3, 184 nnd mit 
zahlreichen Belegeu von Windiach, Wtb. 8. B50 s. v. f\r festgestellt. Dies fir 
fer ist vom Ueberselaer als 'un vfritable homme, homme digne de ce nom' 
genommen nnd trotz aller grammatischen Unmöglichkeiten darnach eine Art 
von Sinn in den miss verstandenen Text hiue ingerenkt. 



Greifswald. 



H. ZiMMEB. 



GOIRE CONATLL CHERNAIG I CRUACHAIN OCÜS 
ATDED AILELLA OCUS CONAILL CHERNAIG. 



The foUowing tale is liere edited and translated for the 
fii*st time from the only two MSS. in which it has come down 
to US, the Edinburgh codex XL, pp. 3—5 and H. 2, 17, pp. 475 b 
— 476 b. As the two MSS. do not agree so closely as to allow 
the construction of a critical text, tliey are both printed in 
extenso. 

The Edinbui'gh Version has an introduction c^ntaining 
what is sometimes referred to as the Gaire Conaill (LL, 21lh, 8, 
in the vei'sified dlmUeyichas of Mag Luirg), or the Goire Conaill 
Cernaig i Criiachain *The Cherishing of Conall Cernach in Crüachu' 
(Rev. Celt. XV, p. 473, 1. 2). It is illegible in several plac^s. 

The Story here told belongs to the lieroic cycle of Irish 
legend. It is mentioned in the list of tales of that C3de in the 
Book of Leinster, p. 189c, 30. Bnt the oldest form of tlie tale 
has not reached us; for the versions here printed were evidently 
rewritten from older materials at a later age (13th Century?), 
a fact apparent both fi-om the language and from the general 
tenor of the narrative. Still there is no reason to assiime that 
the older Version differed materiallj^ in its contents fi'om these 
later ones. 



Edinburgh MS. XL, p. 3. 

Bai fer amnus do Vltaib, ConnaW ») Cernach mac Aimairgin, 
loech is dech robai [ina remis] a n-Eriim. Ba mor a crodatu .i. 

Leg. CouaU. 



GOIRE CONAILL CHERNAIG I CRÜACHAIN ETC. 103 

ter na dechaid asa naindin riam erat^) robai gai ina laim gon^) 
cenn Connachtaig lais. Dorala fri Connacht co mör, oir domarb- 
sat-som a braithri. Ocus ni raibi do Connachtaib immorro ter na 
romarb-som a mac nö a brathair no a athair. Ocus romarb-som 
tri maic Oüella 7 Media 7 is e äino romarb B61cu Brefne 7 a 5 
tri maic 7 is e romarb secht maccu M&gach do Connachtaib .i. 
Änltian mac MagacÄ 7 Docha mac MagocÄ 7 Magcurp^) mac 
Mdgach 7 Find mac lAdgach 7 Scannlan mac Mdgach 7 Cet 7 
Ailt72 mac Mdgach. Ocus is e romarb AHill mac Mata Mtitrsci 
do Connachtaib, oir ba hi a mathair-som Mata Mwresc, 7 mac 10 
son immorro Rosa Ruaid do Laignib. Ocus do cosnwm rige 
Laigin*) docuaid-sim siar*^) 7 rogab-som rige Connacht fodeigh 
[a mäthar] thiar 7 sloinned in matc a tir a mat^r tticad fa[i]r- 
sim tiar. 

DororcÄw immorro lupra 7 truaigi fodeoigh») for ConnaK') 15 
Gemach iar marbad a cwmalta .i. ConcÄoftair 7 Concwlamd cotor- 
chair cwmha 7 troige 7 claime mor fa[i]r-sium, connarabi nert 
'na cosaib do imtJiecht. Ocus ro-imraidh sim aici cia teglacÄ a 
rachad dia gaire 7 dia bethugwd. 

*Ailill 7 Medb am', *ar s6, *is iat sin lanemain») dia ticfa 20 
mo lesugud-sa. Acht is mor mo faltanw^ friu cena, 7 cid mor 
chewa, bid eigin a imdol ann', ar se. 

Luid iarwm a aenor corainic Raith CrwooÄan 7 luid isin 
raith ait a m-bai Ailill 7 Medb. Ocus feraid Ailill failti fris. 

'Is mochen duit', ar Medb, *a ConnaiH, acht cena [p. 4] ar 25 

si ar Conall, maith do denum form . is 

didiu donti doni form. Ratfia am failti', ar Medb. ^Denthar^) 
tech foleith tor mur na ratha'. 

Donither tech d6 7 beror muc 7 ad^^) 7 tmgelV^) Medfte 7 
AileHa 7 da bargin äec 7 molt 7 in cori anbrtitthi, 7 c^ith-sium 30 
sin uili a n-ainfecA^. Doni-sium toch[ailt] co mur na ratha 7 
donidsium a daitÄm gach n-oidci a Connachtaib 7 ticedh ria 
matin dia tig. 

Bliadan lan doip ac a biathad f on alt sin 7 in cowbfeith ^^) 
c6tnai do denum do-som frissin. Is ed no -arfttedÄ Connachtai 65 
gach lai, eisin ac a indisi doip amai7 nomarbad-som a maic 7 a 



*) Leg. eret. *) Leg. gan. ') Leg. Mac Corb. 

*) Leg. Laigen. *) Leg. sair. •) Leg. fodeoidh. 

') Leg. Conall. •) Leg. l&namain. •) Leg. d6ntar. 

'«) Leg. ag. ») Leg fmdeU. ") Leg coibleid? 



104 KUNO MEYfiR, 

m-hraithri 7 a n-ait/*r/. Dobertis Connacht[a] a n-gai do dia 
n-irnsn.!) y dJa snaide 7 ro-imsnod*) resiu ro-eirgedh gach bo. 
Mor tra ctcmachta 7 armitin 7 ordaw inti Medfea 7 ba mor 
a hacobtir im gach ni .L tricha ter cacÄ lai do cloemclodh di no 
5 tagall 3) Fergus[a] aonfecÄf. Ba comaosa disi immorro a ceili .L 
Ailill, fer ein ainim i. ein ed, ein omun, ein neoid. Ba maith 
a cArut[h] 7 a biig 7 a hreth an fir sin .i. in ter wobith ae 
imirt M hAilill, noticed gilla Me/dM dia gairm do eomroc fria. 
Ocus is ed aderad Ailill: 'An bh?c cotair in cl[u]itlii'.*) Do- 
lo comraiced-som fria mnaib aili dia eind si 7 ba li6t le-sium anni 
sin, gwrrogab si Conall Cernaeh ina tegus tor Ailill na dci{n]ad 
ani sin tar a cet. 

Laa n-oen ann matin moeh a eetemam bai Ailill a eom- 

riacAtoin fri mnai a taib in lis. Bai dm Conall ae imsn.^) gai 

15 forsan raith. Doluid dono Medft amach, oir dofitir si in ecflud. 

Eobui craeb euill fii t^ob na lanamna for gluasaoAY, eofaeea 

Medb ani isin.«) * Maith, a Gwnaill\ ar Medb, 'Conall Cernaeh 

t' ainm-si eusaniu. Conall Cloentruag t' ainm fes^a. An tan 

robsom") Cernach -som,») ni lemtha iecht [t]ar do Ykt\Laigecht 

20 Aniu is foeti^ duit in sarugtui ut.' Ro-imra«d iarww Conall, *bai 

digoZ Fergusa ann am!' ar se, oeus nw^eertoigenn in gai euea, 

eotarla a n-Oilill on taob eo araill, no eomad a fastig») notguin 

triana tuighi suas. Luid cäcÄ cuei 7 doberait leo anunn he. 

*Cia doroine?' ar cäcÄ. 'Conall doroine.', ar Ailill. 'Amai! 

25 ni flr om', ar Conall. 'Is fii*', or Medb. 'Mas fii- dono', ar se, 'ata 

digtti FergM5[a] ann.' '01c duit a n-demat«, a ConaiK', ar Ailill, 



*) Leg. insma or indsma. ') Leg. iusmad. 

') Leg. tadall. *) Leg. cliiiche. *) Leg. insma. 

•) Leg. anisin. ') Leg. robsat. *) Leg. Cernach-su. 

30 ») Leg. fastig. 



H. 2, 17, p. 475 b: Laa n-and dirfiu madan moch i ceitemain boi Ailill 
i ced/iludA 7 tic ic dul co mnai a ^Qäth (?) caiUe i taib na ratha a leath aueas. 
Bni Conall ac indsma gai forsiu raith. Bui craeb ciiill fri tseb na lanamna 
for glnasac^; conu-aca Medb innlsin. 'Maith tra, a Conaill, ar Medb. Conall 

35 Qemach t'ainm giisaniu, Conall gran[d]a clamtruath tu bndesta. Ar in tan 
robsat CemacA-sa, ni lamar techt tar do rathaigac^f. Anin rodamair, is 
follu« duit in sanigud üt.^ Ho-imraidh Conall boi digail Fergu^a ann em, ol 
se. RocA^ain in gai coigi cotarrla a n- Ailill on tsebh coraili, coriacA^ a sgumha. 
Doriac/i^adar fir co hAilill 7 noberaid doc/ium in tige. *Cia dorinde so?' or 

40 cach. 'Conall dorinde', or Ailill. 'AUa amai', or Conall, 'ui fir 6u\ 'Is fir 



GOIRE CONAILl, CIIERNAIG I CRUACIIAIN ETC. 



lor. 



olc do denum frim-sa. Notlicr ein as dorn' indiajh, resiu ba 
marbsom. ') Ar uotmuirbfet Comiachta iami' ecnib-som.'') 'Lor 
lern', or Conall, 'co n-declmr am' cai-pa( a n-donis in Hk.' 'Ni 
ba marb-soni ') frisinVor AililL 

Luid ina carpa(. Marb Aüill tall foce'/oir. larain tra s 
rodibroicsit Connaclita com-mor eisim. Marboid-som socLaiVfi 
mor dib-soin. Ba geis do-aom dol a n-atli ga» sithlorf ina 
diaigh.^) Batar niianalgi ac nide') miaiiaigb isin abaind letb 
fuas') de 7 «oticerfA a buadccd sin cuici, conid ed sin dofMst") 
re cacA, cotorcAaiV leo iarsin ar cur air") Connacht. Na [p. 5: i» 
tri Rüadchoin] Martine do F[er]aib [M]uigi [i]s iat robf^([sat a 
chenn] de [.i.] do Ernait d[üib]-so[m 7 i teglucli] Ailclla robat«»- 
7 asin digai7 Conraig*} rwcsat a cenn de. Ocua in tan robat«r 
ac a aii'lccA, is and tan/c Medb isin iarmöracA(. iiedb: 'A cenn 
ban berrtba 7 rl. 15 

Bucsat sein leo ccnd VonaiU a n-agairf(?) Conroi. Rucsat 
Vlaid leo ioüiüaid 7 ata tiar fös iu et»«. Toill«? cet rigghamna") 
ann «0 cetlirfar] ac imirt fi[d]ch*Hi nö lanamain a"') cosair. Ata 



') Leg. marb-sn. 


>) Leg. .9«. 


») Leg. diai,lli. 


') Leg. njge. 


*) Leg. süas. 


") Leg. ilofäst. 


') Ltg. dir. 


') Leg. CourÜi. 


») Leg. cethri gamnn? 


">) Ug. i. 







ön', ta Medb. 'Masa fir', o] ae, 'aXd ili^il Fergaan nnd.' [p. 4T6al 'Olc diiit, 
a Ch[iiii]aiir. or Ailill, "a n-denmü. Nirli' ead tarmart-sa ilo deuura fort-s«. 
Nodber a« iaruro dorn' inchaili-si, riaaiii ba Diarb-sa. Ar uodinuirfead Cnunachta 25 
iarm' egaih-Bi.' 'Lnr liin-Ba', or Cnnall, 'arht co n-dechar am' carbad a n-doniB 
an ÜB.' 'Ni ba marb-sa eörin', ai Ailill, Luid Conall ina carbad. Marb 
Ailill tall, lanin rolenaid Counachta Conall. Morbaid-som aochraide mor 
dib-6oin. Ba geis iln-söm tecAf at[h] (ruro8it[hJlod iea diaiilh. Badur imAa- 
naigi [sin] ag nigi mianaigh 'san abaion iiasa, coticed a m-buaidred cnigi '§an 'IU 
abalud, conid ed ronfiata leo (m> mor, cotoruhair acu iarain iar cnr a n-air. No 
[uc] tri Buadcoin Hairtine a tir Fer Mnigi, is iat tall a a 
doib-sein 7 a teglucA Ailefta robadur 7 do digitil Coi 
in tan robas ic a airlech, a ann dDriacAC Medb i 
adnbert Medb: 35 

A ceaun ban b*rt|hja iar n-gle 

oa tri R^a[d)(^DitI Martaiue, 

iB dreach cnrad ru«nt eiu 

cenn CouaiU mnic Aimirgin. 

BncMt sein siar a ceann do digail Conr[ä}i rucsat Ulaidh budhtnaidh. T&llad 40 
cetArar ag imirt lidcilii and tu) laoamain a cosair 7 ata a tamgaire d' Ulllatii 



1 de .i, d' Emaibh 
i ruesat in c«id leo 7 
1 iarmoracAt. Is ann 



106 KÜNO MEYER, 

a 9 tarng/re do V\taib a hrdh budtlic9 aris 7 doicfa a nert ct'/na 
intib aris aclit co n-ebat as as 7 is de sin ata: dith Ulod le 
dith IJlod. Adaid^) Aileßa 7 ConaiK Cemaig connuici sin. 

*) Leg. i. *) Leg. aäded. 



a breit[h] sair aridisi 7 dosficfa a nert c^fna acht co n-esbet. Is de ata: Ulaidh 
beiti, Vlaidh bator iat. Aided Ailella 7 Conaill Cemaig. Finit. 



The Cherishing of Conall Cernaeh and The Deaths of 

Ailill and of Conall Cernaeh. 

There was a fierce man of the men of Ulster, Conall the 
Victorious, tlie son of Amargen, the be^st warrior that was in 
Ireland. Great was liis hardihood. He was a man who never 
from bis childliood so long as there was a spear in his band 
went without tlie head of a Connaughtman with liim.*) He was 
in deadly feud^) against the men of Connaught, for they had 
killed his brothers. However, there was not a man of the 
men of Connaught, whose son or whose brother or whose father 
he had not slain. And he killed three sons of Ailill and Medb, 
and it is he also who killed Belchü of Brefne*) and his three sons, 
and it is he who killed the seven sons of Mägu of Connaught, 
even Anlüan son of Mägu, and Docha*) son of M4gu, and Mac Corb 
son of Mägu, and Find son of Mägu, and Scandlän^^) son of Mägu, 
and Cet, and Ailill son of Mägu. And it is he who killed Ailill 
son of Mata Muresc of Connaught, for Mata Muresc was his 
(i. e. Ailiirs) mother, and he was the son of Ross the Red of 
Leinster. And he (i. e. Ailill) went eai^tward to contest the king- 
ship of Leinster, and he seized the kingship of Connaught in the 
west on behalf of his mother, and from the land of his mother 
the son's name«) (i. e. mac Mata) was bestowed upon him in 
the west. 

At last however, debility and sadness feil upon Conall the 
Victorious, after his foster-brothei's Conchobar and Cüchulinn 
had been slain, so that great sorrow and misery and leprosy 
feil upon him, so that there was no strength in his feet to go 



GOIBE CONAILL CHERNAIQ I CRÜACHAIN ETC. 107 

about. And he considered with himself to whicli liousehold he 
should go to be cherished and to be fed. 

'Ailill and Medb, truly', says he; *they are the couple that 
are able ^) to provide f or me. But then my enmity towards them 
is great. However, great as it is, I must needs go there.' 

Thereupon alone he went until he reached Bath Cruachan, 
and went into the rath where Ailill and Medb were. And Ailill 
bids him welcome. 

*Tis welcome to thee', says Medb, *0 Conall Welcome 

indeed shalt thou have', says Medb. *A house shall be made 
(for thee) upon the rampart of the rath.' 

A house is made for him, and a pig and a bullock-calf and 
the leavings of Medb and Ailill and twelve cakes and a wether 
and the caldron of broth^) are taken (to him), and he consumed 
all that at one sitting. He makes . . . the rampart of the rath, 
and he has his fiU every night fi*om the men of Connaught, and 
before moming he would come home. 

In that wise were they feeding him a füll j^ear, and giving 
him the same feast as that. This was what used to amuse the 
men of Connaught every day, he to relate to them how he had 
killed their sons and theii* brothers and their fathers. The men 
of Connaught would bring theii* spears to him to be set») and 
to be chipped,!®) and he would set them before any cow arose. 

Now, gi-eat was the power and the honour and dignity of 
Medb, and great was her desire about every thing, to wit, she 
used to change thirty men every day,*») or go with Fei'gus once. 
Her husband, however, was of the same age as she, even Ailill, 
a man without blemish, to wit, without jealousy, without fear, 
without niggardliness.12) Good was the shape and the strength 
and the judgment of that man, viz. when a man was playing 
against Ailill, a servant of Medb's would come to summon him 
to a meeting with her. And this is what Ailill used to say: 
*Wait a little tili the play is ended\ He also used to have 
meetings with other women in disregard of his wife, and she 
w^as jealous on that score, so that she took Conall Ceniacli into 
her household (as a watch) on Ailill, lest he should do such a 
thing against her permission. 

One day early in the moming on May-day Ailill was meeting 
a woman at the side of the fortress. Conall however was setting 
spears on the rath. Medb also went out, for she knew theii' 



108 KUNO MEYEU, 

keeping Company J**) There was a hazel-biish by the side of 
the couple moving, and Medb saw that. *Well, Conall', says 
Medb, X'onall the Victorious lias been thy name tili to-day. 
Hence fortli thy name shall be Conall the Wicked Wretch.") 
While thou wast Conall the Victorious, no one would have dared 
to violate thy giiaranteeJ^) To-day that outrage yonder is close 
to thee.''6) Then said Conall: *Truly, here is a revenge for 
Fergus!' says he, and aims'') the spear at them so that it passed 
into Ailill frora one side to the other, or maybe he wounded him 
in an empty house through the thatch aboveJ^) Every one 
came to him, and they caiTy him wth them into the house. 

'\Mio has done it?' all say. * Conall did it', says Ailill. 
*Woe! it is not true!' says Conall. *It is true', says Medb. *If 
it is true then', saj^s he, * there is revenge for Fergus in it'. 
^Eyü for thee what thou hast done', says Ailill, Ho do evü to 
me.^«) Take thyself away from my face before I die. For aft«r 
my death the men of Connaught will kill thee.' *Enough for 
me', says Conall, *if I reach my chariot in front of the fortress.' 
*I shall not die tili then', says Ailill. 

He went into liis chariot. Forthwith Ailill dies yonder (in 
the house). Then however the men of Connaught hurled their 
spears at liim vehemently. He slays a gi^eat number of them. 
There was a geis on him to go into a ford without its being 
strained after him. There were miners washing ore in the river 
above him, and the troubled water reached him, so that it held 
him fast before every bodj'. Then he feil by them after having 
WTOUght a slaughter of Connaughtmen. The three Red-wolves of 
Martine 2") of the Fir Maige (Fermoy) it was who cut off his 
liead; they were from Erne, and they were in the household of 
Ailill. And in revenge for Cüröi they cut off his head. And 
while they were slaying him, Medb arrived in the pursuit. It 
was then Medb said: 

*0 pale head, which after the decision (of the battle) 

The three E^d-wolves of Martine carry off, 

It is the face of a hero . . . ., 

The head of Conall, son of Amargen.' 

They took the head of Conall vnth them in revenge for Cüröi, 
whose head the men of Ulster had carried with them north- 
ward.2») And the head is still in the west. Four one-year- 



GOIRE CONAILL CIIERNAIO I CRÜACHAIN ETC. 109 

old calves would fit in it, or four men plajing fidchell, or a 
couple on a litter.*^) There is a prophecy for the men of Ulster 
that it shall be taken south again, and the same strength shall 
come to them again, if they drink milk^») out of it. And hence 
is the saying: *The destruction of Ulster by the destruction of 
Ulster'.^) 

The Deaths of Ailill and of Conall the Victorious as far 
as that. 



Notes. 

1) Compare the description of Conall Cernach in LL. 
p. 107 a, 18 sqq. 

2) dorala fri Connacht co mör, Compare the phrase dordla 
itir in the following passages: darala eturru ic imbert fidchüli 7 
Fergt^ *he and F. feil out while playing f.', LL. 103 b, 39; noco- 
tarla eiorro i Tetnair Lüachra immon mute Slanga 'until they 
feil out about the pig of Slänga in T. L.', Fotha Catha Cnucha, 
8; dorala itir Luicet 7 Aed mac Moma isin cliath *L. and A. met 
in hostile encounter in the battle', MacgninL Finn, 2. 

3) Belchu of Brefne. Cf. the following lines in Cinaed üa 
Hartacäin's poem, LL. p. 31b, 25: 

Belchu Breifne cona chlaind 
goita da cJierdduib Conaill, 
and see Jubainville, Catahgue, p. 180. 

4) Docha, His name is written Döche in LL. 55 a, 40. 

5) ScandUn, He is called Scandal in LL. 55 a, 40, and in 
the following quatrain from Eg. 1782, fo. 52 a, 1: 

Conall CemacA clu tr/a cath 
robi sccht mocu Magach: 
Mug-Corb, Cett, Docha rosding, 
Scannal, En, Annluän, Ailill. 

6) sluinned an fnaic, Ut. 'the cognömen of the son' = pa- 
tronymic. Cl RawL B. 502, fo. 73 a, 2: Buchet a ainm, nmc hui 
Inblw a slonnud. 

7) dia ticfa mo lesugud. The phrase tic dim in older Irish 
has the same meaning as the modern tig liom 'I am able, I 
can'. Cf. ni thic dim a n-dirim uli 'I cannot count them all', 



110 KUNO METER, 

LU. 39 a, 12. n{ thig dun a rdd *we cannot teil', LL. 29b, 2. ni 
thicfad don domun uli, LBr. 145 a, etc. 

8) coire anbruithi. Cf. anbruich .i. an uisci 7 broth, Harl. 
5280, fo. IIb. anbruith * broth' is a liviiig word. See Hyde, 
Beside (he Fire, p. 8, 31. 

9) indsma, See Aisl. Meic Congl. Index s. v. 

10) snaide, verb. noun of snaiditn *I chip, cut'. Windisch 
Wörterbuch. 

11) Cl Medb's own words in LL. 54 a, 9: ddig ni räba-sa 
riam can fer ar scdth araile ocum *for I have never been without 
having one man after another with me'. 

12) Taken from TBC, LL. 53b, 35: fer cen neöit, cen et, 
cen omun, 

13) ceflud. The meaning of this word, in which cä- is 

evidently of the same origin as in cefbuid, c^tmuinter, seems to 

be 'keeping Company, companionship', as in the Trip. Life, 

p. 210, 19: cetlud dö fri rig, which Stokes renders by *com- 

panionship with a king'. According to the Tecosca Cormaic 

(LL. 344b), cetlud fri cdch ^keeping Company with everybody' is 

a sign of folly. The word is also used of sexual relation, or 

cohabitation, and that seems its sense in our passage. Cl 

LL. 84a,17: 

in ingen, dd cdem a cruth, 

nochostibrea re c^tluth. 

Salt, na Rann, 1. 5979: 

feib ha bes bith i cetlud 

dogress döib fo dinetgud, 

14) Clöentruag. H. 2, 17 has chmtruag, ref erring to the 
claime which had fallen on Conall. But cf. in siarthu (leg. 
sidbartha?) claontruad (leg. claontrucig) ucad, Cennach ind 
Rüanado, 98. 

15) rdthaigecht, evidently of the same meaning as rdthaiges 
(Wind. Wörterbuch) and rdthachas, Rev. Celt. XIII, p. 123. 

16) H. has *To-day thou hast allowed it. Yon outrage is 
piain to thee'. 

17) certaigim, *I bring into the right position, I poise, 
aim'. Cl rahoc 7 rdbertaig hi [L e. in sleig], rachroth 7 racher- 
taig 7 tarlaic rout n-urchair di 'no, LL. 177 b, 7. See also 
LL. 64b, 29. 

18) H. has ^so that it reached his lungs'. 



GOIRE CONAILL CHEKNAIG I CKUACHAIK ETC. 111 

19) Here H. has: 'Tliat was not what I intended, to do 
evil to thee'. 

20) As to the Three Eed-wolves see Eev. Celt. XV, p. 473. 

21) According to LL. 31b, 6, Cüröi's grave is on Slemish, 
a mountain in Kerry (leckt Cofirüi i Sleib Mis). 

22) cossair * litter'. See Cath Finntr. Index s. v., and add: 
crandsciath . . . forsatalla certcliossair cethn n-drong n-dechen- 
bair, LU. 88b, 38. 

failet tri ecis cen atl 

isind firt sa i n-oenchossair, LU. 38, marg. sup. 

23) Perhaps the as as of the Edinburgh MS. is merely 
dittography. 

24) H. has: 'Ulstermen they shall be, Ulstermen they were'. 

Liverpool Kund Meyer. 



TWO MIDDLE-IRISH POEMS. 



I. 
National Parallels. 

(Eg. 1782, fo. 56 a, 2.) 

1. Fritha gach da chosmuiliaSy gingob Inann a m-bunadh: 
hup] Neil! octis Albanuigh, Saxain ocus flr Muman. 

2. Huluidh ocus Espainigh, cuindme coccuidh im cricha, 
Bretnuigh ocus Connochta, Laigin la Francta fritha. 

Fritha. 

1. Everyone has his likeness, though their origin be not the same: 
The Hui N6ill and Scotsmen, Saxons and Munstermen, 

2. Ulstermen and Spaniards, hosts of war around borders, 
Welshmen and Connaughtmen, Leinstermen are like Franks. 



n. 

National Characteristics. 

(Eg. 1782, fo. 56 a, 2. Cf. 0' Curry, MS. Mat., p. 580). 

1. Cumtach na n-Iudaide n-ard ocus a format firgarg, 
mfet na n-Armfenech ein feall, is sonairti na Serrchenn. 

2. Amuinsi a n-Gregcuib co n-gail, rodiumtt« hir-Romänc/wift, 
däre na Saxan snämach, is burbu na n-Espänach. 

3. Sant hi Fmngcatft frecraid, ocus terg hi fir-Bretnaib, 
seölad ciand dar muir co beacA^, craes Gall is a cennsiigecht. 



MEYER, TWO MIDDLE-IRISH POEMS. 113 

4. Mormenma fVwitlmech ein ail, cn^th, etrod inn-Gaöid(?iflf?6, 
genus na n-Germänach n-glan, raochin, a Christ, dan curatach. 

Cumtach. 

1. The arcliitecture of the noble Jews, and their truly fierce envy, 
The large size of tlie Armenians \\itliout deceit, and the strengtli 

of the Saracens. 

2. Astuteness in Greeks with valoiir, great pride in Romans, 
The hardness of tlie floating Saxons, and the fierceness of the 

Spaniards. 

3. Greed in Franks . . .,') and anger in true Welshmen, 
Sailing sliips across the sea certainly, ghittony of the Norse, 

and their trafflc. 

4. Tlie high spirit of the Picts withoiit blemish, beauty of shai>e 

and lust in Gaels, 
The chastity of the pui-e Germans, welcome, Christ, from 

whom is protection. 

*) Something wrong here; one sjllable wanting. Instead of aant 
Diibhaltach mac FirbhiMigh haH santaidhej recte santaiglie. 

Liverpool. Kuno Meyek. 



ZeitBolirift f. cult. Pliilolngie J. 



CONACH. 



Das Wort conach bezeichnet im Irischen 'die Viehseuche'; 
so in der Bibelstelle Exodus 9, 3, wo es nach Bedells Version 
und auch nach der Mac Haies das lateinische 'pestis' wiedergiebt 
Es bedeutet aber auch, wie Pater Henebry uns gütigst mitteilte, 
*die Tollwut der Hunde' und ursprünglich das Insekt, dessen 
Stich diese sowohl wie die Viehseuche hervorrufen soll. Die 
Meinimg der irischen Bauern in der Gegend von Waterford über 
die Veranlassung dieser Krankheit wird wenigstens bei Folkloristen 
einige Beachtung finden. Danach ist conach eine Käferart wie 
daol oder ctarog mit einem Kopfe, der einem Hundskopf ähnlich 
gestaltet ist; daher mri sein Name von cü 'Hund' abgeleitet. Das 
Insekt soll das Vieh auf dem Felde hinterlistig überfallen und 
mit einem Stachel an seinem Schwänze verwunden, sodass es 
wild und plötzlich toll wird. Es hält sich besonders in Moor- 
gegenden auf, imd so sehr werden die Ziegen durch sein Er- 
scheinen beunruhigt, dass sie es unter die Füsse treten und 
seinen Körper zerstückeln. Wenn es einen Hund sticht, so heisst 
as, er habe den conach {atd an cona^ili air), imd daher wird ein 
toller Hund madradh conaigh genannt. 

Unser Gewährsmann schreibt: 

Conach .i. Beathadhach 6sidhe n6 ainmhidhe loites ellach 
in mhachaire ö cheilg atä i n-inad erbaill lais condästar umpa 
.i. in t- ellach, condechaid for biiile a c6t6ir. I möntaibh co 
sundred a äittreb ocus atä i n-oiret scannraid oc gabhraibh 
reme congabhaid and oc a saltrad f6 chossaibh in tan atchid, 
cond6naid minbhlogha da chorp. In tan loites coin n6 gadhar 
is edh atberit in conach do bhith fair, ocus is e sin madradh 
conaigh do ghr^ss. 

Eisteird de Henebre. 



DIE IRISCHE HANDSCHRIFT IN STOCKHOLM. 



Die kttrzlicli erschienene Ausgabe von Brans Meerfahrt 
wird zur Veranlassung, von der einen der dabei benutzten 
Handschriften, der in der Königlichen Bibliothek zu Stockholm 
befindlichen, eine nähere Beschreibung zu geben. Der Codex 
trägt die Signatur Vitterhet Engelsk II und besteht aus fünf 
Blättern ziemlich starken Pergaments von 18 zu 13 cm, denen 
1844 einige weisse Blätter vor- und angebunden sind. In einer 
schwedischen Vorbemerkung aus diesem Jahre wird gesagt, dass 
man das MS. 1842 'ibland en packa ströskrifter' in der König- 
lichen Bibliothek aufgefunden habe. Nach einem Faksimile, das 
damals Sir Will. Betham fibersandt wuide und das sich jetzt in 
der Royal Irish Academy befindet, lieferte jener die Beschreibung 
des Inhalts, die gedruckt steht in George Stephens, Brittiska och 
Franzyska handskrifter uti Kongl. Bibliotheket i Stockholm, 
Stockholm 1847, p. 18 f. Im August 1875 wurde die Handschrift 
für WTi. Stokes photographiert. 

Von der frühern Geschichte des kleinen Codex berichtet 
eine lateinische Eintragimg auf der vorletzten Seite. Danach 
war die Handschiift am Ende des 17. Jahrhunderts im Besitz 
des Franciskaners Philipp Maguire (Maguidhii*) , desselben der 
1707 zu Rom eine neue Ausgabe von Bonaventui-a O'Husseys 
Catechismus hibernicus veranstaltete und später als Provincial 
des Ordens aus Irland verbannt ^\'urde.») Er schenkte das 
Büchlein 1693 dem schwedischen Reisenden imd Gelehrten 
Joh. Gabr. Sparwenfeldt (1655—1727), der es in seine Heimat 
brachte. Dieser schreibt Bl. 5 a : 



») A. Bellesheim. Geschichte der Katholischen Kirche in Irland 3, 84. 

8* 



116 



LUÜW. CUR. STEKS. 



Roinfp d. 19 Ainil. 16f>3. 
Fragment Ulli hocce uenerandae Antiquitalis Ungua Hibernica 
antiqua scriptum et a modernis ipsis Hiberuis parum intellectuni, 
dedit mihi Rom» 1693 in Aprile R Pater Pliilippus Magwier 
ord: St: Franc: in monast. St: Isidori. in Monasterio autem 
Xisti uetiisti habitat monachus ord; St: Doraiiiici (|ui ex pro- 
fesso antiquam suam studiiit et callet linguaui Hibem: sstflte 
a: liabitat in monast: St. dementia prope St. Job. Laterraii: 
uersiis amphitheatrum Titi VespasianJ et vocatur R. P: Clemens 
('olgän lector pliilosophia' et linguse Hispanicae eruditus. 

.T, (t. Sjiaruenfelt 
Die Handsclirift enthält im einzelnen: 
Bl. la Fü and grian glinne hai 'Hier ist Kies von Gleu 
Hai', das Gedicht des Da-Clioca mit den vollstfindigen Glossen 
zu der äusserst gekünstelten Pliraseologie, die die ii'ischeu 
Glossatoren gelegentlich anfühlen, so 0' Davoren p. 96 s. v. grian, 
p. 94 s. V. forcän, H. 3. 18 in Three IrLsh glossaries p. 133. 
K. Meyer hat auf das Gedicht, das die Leckereien eines Schmanses 
aufzählt, schon in der Revue celtique 13, 220 aufmerksam gemacht 
und es dann, nach den beiden älteren und besseren Hand- 
schriften Rawl. B. r>12 und F,gerton 88. in den Hibernica nünora 
p. 47 ediert. 

Bl. Ib beginnt Imrani Braiu wie folgt: (C)aoccu rand 
rogan an iiean a tif ingil foi' lar in tighi tu Uivm m«c Fepai7, 
orro Hoi an riglitech lan do riguiii, anatfetatar can doluidh an 
pean, orro uador ind lis tunrfa. l»eil tosucli an sgeoil. Imluid 
Uran laa nantt a aonar a comfliocos dia dun. coqalu ceol iar 
naq andonecad tar ese. ba hiar naq uew« nouid an ceoL contuil 
aseandatli frisin gceol ar a bindini. An dofoiä asa collnd confaca 
an craoib narcaii/ fo blnVA finnii inu farrui?. napu assa eatiU'- 
sg&raä a b(ö(Aa frisin gcraoib. Üonert Uran iaram in gcraoib 
ina laim dia riogtoigh. Oro uator ina sochwirfe isin toigh cona- 
cadar an mnai an edoch ingfi for lar an toighe. Is and cacham 
an L. rann-sa do Bran aracoala an slogh et Atconnarcodar uile 
an mnai, et asbert; 
(Or)aou don abaül a liKmliain. dofetli samhni/ do gnatliaibh 
Gesgu flim-argaii'd forra. abraid g^»a cü mblaiAuib 7c. 

So viel sei hier mitgeteilt, um sogleich die Art dieses 
Textes, dem übrigens der Schlnss fehlt, zn kennzeichnen. 



J 



DIE IRISCHE nANitscnKirr ra Stockholm. 



117 



VC. M. Heilliess.v hat si<;h, iiacli eiiiei' fi-eiui(lli<!lien llitteiliiug des 
pelelirteii Direktorw der Stockholmer Bibliothek, des Herrn Grafen 
r. Snoilsky, iibpr die Haiulsfhrift so ausgesprochen: 'The copy. 
which I cnnsider from the orthography to he as old as the 
15th Century, is very valiiable iu a iihilological point of view, 
as the writer seems to have eiideavoiired t^ adapt the ortho- 
graphy to the phonetic Standard of the Irish langiiage as 
Kpoken in his time'. Für die Feststellung des Textes der alten 
Krzählimg hat die Stockholmer Handschrift, die vielleicht erst 
aus dem lÜ. Jahrhuudert stammt, freilich, wie K. Meyer bemerkt, 
keine Bedeutung. Und sclion vor zweihundert Jahren war einem 
Iren dieser Imram Brain niciit verständlich. Jemand, der «ich 
K. P. T oder F (?) unterschreibt, lässt sich darüber auf der letzten 
Seite des MS. 80 aus: 

Quod supra nos nihil ad nos 

liber iste est Apocalypsis alicuius 

Scoti mnltis immei-sus tenebris 

imperscnitabilibus a Bpomanach') 

reseruetur ergo Carolo flauo Omolloy. 

Wer dieser gelehrte Cathal buidhe 0' Molloy gewesen ist, darüber 
fehlt mir jede Nachricht. 

Bl. 5a Abschrift des Urteilsspruche« zweier Brehouen von 
anderer Hand: Isi breth rugadh idc>- Eogan macc Carpri meicc 
fonconduc/i/ 7 Brian Obü i timcheal na Wiu tärla eaton'a mnr 
ata gur diol Brian in mboin do nöss tire rugatuf in cüaisti 7 in 
breithiomli maröen Biian do beitli saor inaccro na bössain mur 
atau Eolus 0' Moelconaire 7 ( 'airpre macc Aodaghain in seisidli 
la do mi meadoin tsamraigh aois in tigerm. .7. m\)liadna 7 cetri 
,20. coice cet 7 mile. Mise Eolus. Mise CairpW. 'Dies ist ein 
Urteil, das zwischen Kogan dem 8ohne Cairbres des Sohnes 
C^ichonnachts und Brian Obriu (?) wegen einer Kuh gefällt wurde. 
Es war ein Streitfall zwischen ihnen, nämlich dass Brian die 
Kuh nach der Sitte des Landes bezahlen sollte. Der Sachwalter^) 
und der Richter erkannten zugleich, daas Brian frei sei in der 

') 80 steht deutlich, nber rfitaelhaft da; vitlleitht (j Phpo manach (vou 
Philipp dem Mönche) oder, irisch gelesen. B rnmanach (dem röraiRplien Kloster- 
brader). 

') Cüaüti findet sich in ileu W'orterljür lieni nicht und ist mir iiiii aÜPin 
Vorhehalt übersetzt. 



4 



118 STERN, DIE IRISCHE HANDSCHRIFT IN STOCKHOLM. 

Klagesache wegen dieser Kuli, nämlich Eolus O'Mulconiy und 
Cairbre Mac Egan, am 6. Juni A. D. 1587. Ich bin Eolus. Ich 
bin Cairpri.' 

Bl. 5b finden sich, wieder von andrer Hand, die Tauf- 
eintragungen dreier Söhne des Domhnall Riabhach aus den 
Jahren 1599 (zugleich mit einem Sohne Seanchäns), 1616 und 1617: 

Aois in tigerna anuair rngadh Dormchadh moc Seanchäin 
7 Sean mac Domhnuill Rieibhaigh, DonncharfÄ do breith fa f6il 
BearcÄatn*) 7 Sean fa caisg mile 7 cuig c6d 7 naoi mbliodAna 
d6g 7 xxxxxxxx** ionann 80. 

Aois in tigema anuair rugadA Diarmuit mac Domnuill 
RiabhaiflfÄ in U>chtmadh la do mi September mile 7 seced 7 .6. 
hliadhnsi d^g. 

Aois in tigema anuair rugodA Concobar beg moc Domhnuill 
RiabhaigfA in ta-onmodA la d6g do mi nouember mile 7 sechfed 7 
seacA^ mbZ^'odAna d6g. 

Den Beschlttss macht die Bemerkung über das Lebens- 
alter zweier Männer, die beide am 3. Mai 1573, mit dem Unter- 
schiede von einer oder drei Stunden, geboren sind: 

Aois in tigernfi anuair rugadA FerdorchefA fadchosach mhic 
(sie) Ferghuis fhind ui Neill, et S6athi*un salach mac Seain 
shanntaidh ui CAäbuidh, an treas U do mhi na bealtuine mile 7 
chuig c6d 7 tri bliana d6ug 7 trifichead, .i. ar an ccoirr üair, nö 
ar na tri corruaire crosda .1573. Misi Muiris moir-eolusach ö 
Muiri. 

Diese Eintragung des Maurice 0' Murray scheint die letzte 
irische in dem Buche gewesen zu sein. 



*) VieUeicht ist das Fest des heiligen Berchan, eines der vier Propheten 
der Iren, gemeint, das auf den 4. December fäUt. 

Berlin. Lüdw. Chr. Stern. 



EIN IRISCHES LEBEN DER HEILIGEN 

MARGARETE. 



Dem von H. d'Arbois de Jubainville in seinem Kataloge der 
epischen Litteratiir p. CVII ff. aufgestellten und von W. Stokes ») 
vervoUstÄndigten Verzeichnisse der irischen Handschriften, die 
sich in den Bibliotheken des Kontinents befinden, wird sich 
kaum noch etwas von Bedeutung hinzufügen lassen. Was man 
ausserdem noch hier und dort Irisches antrifft, gehört der neuem 
Litteratur an. R. Thurneysen hat die Beschreibung einer 
Göttinger Handschrift aus dem Jahre 1659 geliefert, 2) ich die 
einer Giessener aus dem Jahre 1685,3) und heute ist mir vergönnt 
auf ein irisches Büchlein aus dem Jahre 1616 aufmerksam zu 
machen, das die Königliche Universitätsbibliothek zu Erlangen 
verwahrt. 

Es ist die Handschrift 1800 dieser Bibliothek, ein Duodez- 
bändchen von 75 Blättern (OS'j cm zu 7 cm) in einem alten Leder- 
deckel, mit Lederschnüren versehen.*) Auf dem ersten Blatte 
steht Jacobus Fetzer \ Libellus Hybemicus \ Univ. Ältorf\ 1628. — 
Das Buch hat also ehemals der vor 1623 gegründeten und 1809 
mit der Erlanger vereinigten Universitätsbibliothek zu Altorf 
angehört, wo es die Signatur chart. 121 trug. Durch welche 
Veranlassung es wenige Jahre nach seiner Niederschrift nach 



*) Academy 1883, II, 436. 

') Verzeichniss der Handschriften im Preussischen Staate (Berlin 1893), 
Göttingen 2, 257 fif. 

») Eevue celtique 16, 8fif. 

*) Job. Conr. Irmischer, Handschriften -Katalog der K. Universitäts- 
bibliothek XU Erlangen, Frankfurt a. M. und Erlangen 1852, p. 299. 



120 LUnW. 1.I1H. STKRN, 

Baieni gekomniPii. tmd «li es ttwa sellist in Deiitsclilami pe- 
sclirieben ist, darüber lässt sich mancherlei verrnnteu, aber nichts 
nachweisen. 

Die ersten 40 Blätter (2a— 41b. mit Ausnahme der leer 
gelassenen 37b und 38a) sind von irischer Hand beschrieben, 
ähnlich der des Conaire 0' Clery {0' Curry, Mannscript materials, 
pl. 24). Die Schrift ist zwar deutlich, aber reich an Abkürzungen 
und Siglen, wie fi für eg (eigentlich ec, /ket); 2 für est unil da 
(d.i. irisch 'zwei'); 7 für e/ und ed, daher I7 (kd) BI. Ha. I7 
(leat) 12a, 25a, I7 (leath) 12b, as; (aseadh) u. s. w.; q für cu\ 
q. für fxathar 13b 10; k für cu, daher kr {cathrach), ulk (m/cA«); 
ctmj. wird für ceart-meadhon geschrieben u. dergl. mehr. Genauig- 
keit in der Ortliogi-aphie ist von einer solchen Handschrift nicht 
zu erwarten; namentlich spiegelt sich in ihr die littuide Aus- 
sprache der aspirierten Konsonanten wieder, die oft ausgelassen 
oder unter einander verwechselt wenlen. Es findet sich udar 
Bl. 5b, 1 für ughdar, coisreaca (für coisreactha), osluice 27b für 
osluicthe, slipa für sUoptha (sliobtha, 0' C'l.; slipthe, Ventry, ind,), 
riogha für rioghdha, heoghdha 12b füi- beödha, uathfas 24b, 11 für 
uatbbhäs, neimhfini 29b, 13 für neimhni, gaithfeach 7nh — gaib- 
teach 22a, 8, ni buaüeamh 40b, 15 für ni buaileabh; daraus erklärt 
sich eine Schreibung wie Saidbüoin 32a für Babylon. Es findet 
sich ferner an oen fpersain 9b, 5, und ts oder tsh ist die ge- 
wöhnliche Form des infekten s. Von den Vokalen wii-d mehr- 
fach (■ mit ei verwechselt: neben Ihig stellt hing, neben gein 
kommt gin vor. Das hohe c (f. O'Donovan, gramniar p. 18) )iat 
gewöhnlich die Bedeutung ca. wie denn die Vokalharmonie 
ziemlich regelmässig dui-chgefiihrt ist. Accente werden nach 
Willkür gesetzt oder ausgelassen. 

Den Inhalt des Buches bildet das Leben der heiligen 
Margarete, der Tochter des Theodosins von Autiochia in Pisidien, 
die nuter dem Präfekten Oliberius, dem fhristenglauben getreu, 
gi-ausame Martern erlitt, im Gefängnisse von den Dämonen Rufon 
und Beelzebub heimgesnclit wurde, aber beide überwand, und 
endlich von einem gewissen Malchus enthauptet wurde. Das 
Leben, in Prosa und Versen abgefasst, wurde 1616 für eine 
Mary 0' Brien gesehi-ieben, wie eine Nachschrift besagt: Sin duit 
a Mhaire nigh Briain tiihis dioghbalac/i 7 aois an tigearna do 
beannachtuibh re cois 7 go tugad Dia do bhrigli na betha so 
MatVgreg do tslainte do coinx'/ duitsi. Aois an tigmnia an tan 




J 



EIN IRIM.1IE.S LEBEN DEIt IIEILIQEN »AKfUßETE. 



121 



wi iiiili hliailhiiiii 7 se eed 7 se bliadbiia deg. 'Dies für Dich, 
Mary Tochter Brians, von einer unheilvollen Reise aus (?), und 
zng:leich das Alter des Herrn von Segenswünschen!') Und möge 
Gott kraft dieses Lebens gewähren, dass Margarete Dir Deine 
Gesundheit hewalirel Im gegenwärtigen Jahre l(ilG.' Der 
Ausdruck o turds ih'oghbalach'') ist zweifelhaft, da man an 
seiner Stelle einen Pereonennanien erwarten trollte, gestattet 
aber doch vielleicht die Auslegung, dass der Sclireihev des 
Büchleins sieb unterwegs befand und das Leben der heiligen 
Margarete als einen Gruss übersandte. 

Die zweite Hälfte des Buches (Bl. 42 — 74) ist leer gelassen. 
Auf Bl. 75a steht ein schwer lesbarer Name, und auf Bl. 75b 
finden sich Federproben in lateinischer, englischer und iiischer 
Spraclie. Es ist daraus nur ein irischer Vers (im Metrum Setnä) 
bemerkenswert : 

A ben croidhe caroimsi do beir do thoil na tnile, 
Saoilter le gach gadaidhe nach dilios necli sa cruine. 
'0 Herzensweib, das ich liebe, das seine Neigung überfluteiid 
schenkt! es wähnt jeder Dieb, dass niemand eigen angehOrig ist 
auf Erden.' Das erinnert an ein Gedicht Eocliaidli 0' Husseys, 
dessen erste Zeile O'Keilly, Irish writers yi. 185, anführt: A fliir 
chroidhe caruimai. 

Von dem eigentlichen Inlialt« der Erlauger Handschrift, 
dem Leben der heiligen Margarete, lohnt es sich wohl Näheres 
mitzuteilen. Ich weiss nicht, ob noch andere Handschrifteu 
dieses irischen Testes erhalten geblieben sind; unwalirscheinlicli 
ist dies nicht.') Selbstverständlich hat er ein lateinisches Vorbild 

') D. h. ao vie! Segenswänsche aU wir Jahre seit ChriHti Geburt üähleii. 

''} V^l. ui feadamad dilli na dochar ua diogMU do denamh dho. Bl. 31l)i, It. 

') Dasa die Erlauger UandKciirift nicht etwa die urajirüiigliche des 
Antor» ist, beweisen einige AnslaMungen (Bl. 2Bh, .lOa). die nathtrÄglich 
ergSii^l sind. 0' Brieu citiert im Wörlerbnclie g. v. caingean, verinntlicli aus 
dem nedächtniase, eine St«Ue aus der Beatha Margriat (dorwUi lioiu caiugeau 
nach gann du dheanarah), indem er vielleicht die folgende Strophe im Auge 
hatte (Bl. 4nb. 1): 

Ataid ua haingil os mo eeauu ag radb rioin eftingin aaeh gaun, 
gsch ni iarim ar dia ndonn da sia anunn do geaham tall. 
'Die Engel über mir gftgen zu mir eine nicht geringe 8ache; alles worum ich 
Gott den KSnig bitte, wie weit hinnita e.s sei, aollen wir im Jcimeits empfangen,' 
Das Wort des BngeU an Margarete, das vorherging, lautete; garh aisge bn» 
all let [Ifagui/ Uhia du geabair i, Bl. 39 a. 



122 LrOW. CHR. 8TEKN, 

gehabt. Nun giebt es drei alte Vitae S. Margaielae. Die erste, 
in der die Heilige eine Tochter des Aedesius heisst, ist von deu 
BoUandisten unter dem 20. Juli, ') Tom. \\ 24 ff., als die lauterste 
abgedruckt worden; sie beginnt Anno ah mcamatione domini 
und kommt schon in zwei longobardischen f^odices aus dem 
11. Jahrhundert vor (Nr. 142 und 147 in Monte Cassino). Die 
zweite Fassung, niil dem Anfange Nihil acque laetifical, die 
Margarete oder Marina gleichfalls zu einer Tochter des Aedesius 
macht, hat nach Simeon Metaphrasta (der ginetliisclie Text siebt 
im cod. Coislin. 36), etwas umgearbeitet, Surius gegeben. De pro- 
batis sanctonini historiis 4, 27(J ed. 1S73. Die dritte endlich, 
mit dem Anfange Post resttnectionem domini nostri Jesu Christi, 
nach der die heilige Margarete eine Tochter des Theodosius ist, 
findet sich gedruckt in des B. Mombritius Sanctuarium, 1497, 
II, 103b^l07a, und ist in den Handschriften bei weitem die 
häufigste. ^) 

Die letzte Redaktion fuhit als iluen Urheber einen Freund 
dei' Heiligen an, der sie im (jefängnisse besucht haben soll. Sein 
Name wird verschieden geschrieben: Theodiniu» (H), Theotimus 
(Brüssel 98 — 100), Theothimus (1*), Theophimus (Paris 1207), 
Teottimo (in P. Feiratos italienischem Texte) odei' Teetinus {B, 
M) oder Tentimo (hei Manni 3, 129). Die irische Bearbeitung 
beruht nun auf dieser dem Theotimus zugeschriebenen Legende, 
obwohl sie dessen Prolog und Epilog auslässt; aber sie entspricht 
diesem Texte nui- im allgemeinen, denn sie hat ihn teils zu- 
sammen gezogen und teils erweitert. Ausserdem ist sie mit jener 
schwülstigen Kunst ausgestattet, der man in der irischen Prosa 
80 oft begegnet. Strenger hält .sich an ihre Vorlage eine mittel- 
welsche Bearbeitung dieses Heiligenlebens, die W. J. Rees ediert 



') Die iDeii<teu Kalender veraeicbnen den Namen der Jungfrau unter 
diesem Tage; so aueli Tlie martyrologj of GoHDau, ed. Wh. Stoke», p. 140. 

•) Von den eahlreichen Handschriften dieser Vita oder Pasajo S. Mar- 
garetae stammen einige ans dem 12. oder 11. Jahriiundert. Die älteste ist 
wohl eine Bilderhaudsehrift in Hannover I, IS9, die Tielleichl ui>ch ins 10. Jahr- 
hunden gehört [H). leh eitlere weiterUn nath einer Berliner Handschrift aus 
der zweileu Hälfte des 13. JahrliundeilB , dem (.'od. Philipp. IS39, Bl 2Md bis 
288c (P). dessen Teit den Druck des MombritiiiB IM) au Korrektheit weit 
fihettrifft. Manche HaudKchriften haben die snstUssigc Episode von den Tenfeln 
ans der Erzählung beseitigt, so der Berliner Cod. theol. lat. qa. 301. Bl. IlSbff., 
{B) aus dem 11. Jahrhnnderl. Das ^riecliieclie Original findet eich z. B. in 
dem Cod. Coisliu. Hl. 




EIN IRISCHER LEBEN DEK HEILIGEN M AlErSARETK. 



13:3 



lind iibef^etzt hat.') Es ist bekaiint, das» das Leiden iler heiligen 
Margarete von deutsclien, französischen, italienischen und englischen 
Dichtem oft behandelt worden ist.^) Daher werden auch einige 
Proben der irischen Bearbeitung hier am Platze sein. 

Der Text beginnt mit einer Verherrlicliung der Heiligen, 
worin die Alütteration der Epitheta oniantia durch das ganze 
Alphabet geführt wird — ähnlich wie in dem gälischen Schlacht- 
gesange von Harlaw.*) 

Gein tshuitliin*) socinelncA tshaor-ingine. ailli adhmaire 
ardbuadhach, briathar-chaidh, creirimheacli corp-tslieng poisreaca, 
dearcach diadha deisgiedeach, aobliadli-aicenta, fheata flm--aluinn 
fhoisdenach, gasda genmnaidhe gTeis-miolla,'^) iodhan ionnraic 
fhir-oga, cuana colann-blaith canonda, luachair lanceart leiginnda, 
mallrosgach mjVbiiileacA, naomhtha neartrawr neamhmbregach, 
ord- (2b) amhuii og flioisdneach. rioglia ratbrawr reimh-direach, 
Reimb tshaor sotartanach. troisgeaeh treabair treigenach, ür-eolanii 
uasal nmaigtheach. thainic don cinedh Jmlaighe 7 don geine- 
lach geinntleighe .i. Ma/cgrego) jngen Teodosins .i. uasa(l)athaii' 
7 ardcomachtaigh eisin ar an gcinedh tudaige iiile 7 ni roibhe 
d'ingenuibh aige acht Maii^reg. 7 ase creidemh do bi ag an 
coraachtaiglie sin (3a) edhon na dee büdhra balba d'adhrtwfA 7 
d'eadairgiiidlie 7 nirbh'e sin creidemh do bhi ag an ingin sin 
acht do bi si conilionta do raitli an spiorad näoinih 6 dobudh 
leanab i go ttugod da hoileamhüin 7 da haltram go cathair 
Anti6id i, .1. v sdaide dep 6'n ionadh a nigadh i . 7 dobi an 
buime ag da roiblie'') ag a deighleasughaiWi gan diceall 7 robiid 
maith dealbh 7 deananüi 7 (3b) oruith 7 caomti na mna sin. 7 
anuair d'io(m)raidis macaoimh na catlirach uili na riglithe ginnt- 



■) Lhe« of the Cambro British SbidIs, LlandoTei? IH53, p. 21T iind 540. 

') Vgl. Hanptfl Zeitechrift fUr Deatsches Alt^rthnm 1, tSI; Gennuiia 
4, 44«, 24, 204; (iMecke, Onmrfrisa' 1, 2.14: Notices et txlraits ilea MSS. 
XXXin. 1. p, 10 ff.; lind D. M. Manni, Vite di Santi e Sante S. 142 ff. «lt. 

») AI. und Don. Stewart.. The works nf the Highland bards. p. I. 'It 
Mcompnnieil with a translatiun , a prelty gu(x\ dictionsry.' SrnttiRh Review 
18, 306. 

*) Statt flhiilhain. welches BI, 35li, lii vorkummt. 

'') Vg\. at maigiiiii miolla, BI. 2(la, 10; mioüa ^^ miunla. 

') Nor eiumal (BI. IIb, 5) ist der Name ausgeschrieben; Mairgreag. 
Die BtiffalleDde Aussprache igt vennuthli<'li durch Anlehnung aii Mai're (Maria; 
und Griag (Griechenland) entstanden. 

*) Ein Solöcismus für aga roibhe. 



124 



LUDW. CHR. NTEKS, 



liglii 7 na dee aenilm. rt'inmrHd Maii-grejE an iTeidem CÄfoilcfl 7 
au fii'-dia forordlia do cnitliaigh nemli 7 talamli 7 an cetliaü- 
duile go roiiüau, gui-ab aire sin tug a atliair 7 a mathair näsgis 
7 mor Oniaith don ingin sin, 7 do ba cartanach le Dia i ar 
ceana 7 do leasaighedli i go cenn v mWiada« aieg. 

7 (4a} aon do laitliTi/t do cualaigh Mairgreg an niartra 
7 an mor [lian 7 an (iijanuid do liinieitäoi ar maiitireaclioiW« an 
coimdlie, ioudiis go bMlingdis a htuH do dortwrfA ar gi-adli de 7 
ag tuilleamli a tlirocaire, 7 do snmaine Mairgreg aice fein iona 
menmain, cidh inia bfuileaugdäois a b)iiana(i% acht mona a mbetli 
a deiniin acca an flatlias neaniiidlia d'fagboi*/ da ciomi, 7 crei- 
dimsi, ar si, don ti da gcreidid siu (4b) ,i, d' losa Crist mac De 
bhi, .1. cruthaighteoir nimhe 7 talnian, 7 do bheara se trocaire 
dam da cionn. 

Aon do laithfM do cuaidh Mairgreg amacli le moc&oini 7 
le maigdenaibh a comaoisi fein 7 do bi si ac ingali-e 7 ag 
coimed caorach a hmmeadh. Asi sin uair 7 aimser tainic an 
taincristatW/u aindiuid egeiallajVüii claon-brefAacli asaontadach 
eigceannsa escüainte dur droeh- (5 a) aingintcoc diablaiW/ä 7 robe 
sin an comachtaeli cenn-baotli claon-brefAacli 7 ase do b'ainni d6 
Oilifer, 7 ah in Aisia tainic go cathair Aintwid, mar a roibhe 
Mairgreg acca lioUeamAain, 7 ase adlibar ima ttainic ac coimh- 
leanmuin na gcristaightbe aca flioraitmmA ar niuinntü- au cflimlt- 
dlie creidem 7 comidhbairt dona deibli diabbIa?(/Ai daorclamia') 
droch-cinel«c/m da n-adradh 7 da gvmdemih se fein do gnath, 
7 au neach aca ccliiiuedh Crist aga (5b) iomiaiUi miir udar 
no da inholfiftfi mar mor tigerna do ceangladii do ctiihliriogliaibli 
garbha iamaidhe go daingen dosgaoilte e. 

7 mar do bi ann doconnairc an macarah criithach caonili- 
aluinn co mbuadli udeilblie 7 go ndenamlias 7 tue an niftc niis- 
gneach miceill«rf/(i mUlti niallachtach sin tuile^) tieau trom gradlia 
7 srutli seirce fordiabliluid/ie don ingin, mar doconnairc i 7 do 
goii- maithe a muinntre (Üa) 7 adubairt riu: Tabraic^ cugam 



■) Vgl. ag idhbairt (loa(a) deibli daor-ctanda «liahlaiiiAi, fil. loa, 11; ar 
ui daor Blogli ndiablaüJAe, 8n, 5. 

*) Vgl. den oben mitgeteilten Vers, der vielleicht die ilberlragene Be- 
deutung des (uile belegen sollte. — Von König Concliobars Liebe zur schCneu 
Luan heisst es in gleich überschwenglicher Weise; Üdconnairc iaroni an ingen, 
ni bh&idh cnaiin mef nonllaigh nnd iiaru Hn st'ni't sirbnan im blngine. BB. 
258« 2ti. Vgl, Vojage of Bran p. 69, 6. 



t 



BtN IRISCIIB!S LKBEN DER lIEIt.IQEN MAROARETB. 



125 



an ingpii docliim, ar se. 7 raaA ben Isaor i biaiih na henmnäni 
again, 7 niad beu innüte i do geablia ionnmus gau uireasbMii/A 
uaini 7 hudh niaith tegmas di,') uair is maighdeii tsaordealbac/i i. 
Do raidh na briatlira so: 

Eirgidh 7 tRbraidh libh an ingeaii duin eo ndeine. 
ffo bfesam an bfuil go saoire dar fhuil fein. etc. 

•Eine unsterbliclie vornehme Geburt einer edlen Tochter, 
schön, glücklich, hochbegabt — fromm von Rede — gläubig, 
zart von Körper, geweilit — wohlthätig, göttlich, bescheiden — 
schönen Geistes, wacker, lieblich, gesetzt — weise, keusch, kunst- 
sinnig — rein, unschuldig, jungfräulich — fein, blühend von 
Leibe, geistlich — teuer, aufrichtig, andächtig — sanftäiigig, 
wunderthätig ~ geheiligt, kraftvoll, truglos — nrdenmässig, 
jung, geduldig — königlich, gnadenvoll, geraden Wandels — 
mildedel, liebenswürdig — fastend, klug, entsagend — frisch von 
Leibe, lielir, gebetübend — entspross aus jüdischem Geschlecht 
und aus heiiliiischem Stamme, nämlich Mai-garete die Tochter 
des Theodosius, d. li. eines Erzvatei-s und Obersten über das 
ganze Geschlecht der Juden, der keine Tochter als Margarete 
hatt«. Der Glaube dieses Obersten war die taubstummen Götter 
zu verehren und anzubeten, doch war es nicht der Glaube dieser 
Tochter, die der Gnade des heiligen Geistes voll war, von 
Kindheit an, bis dass sie zur Erziehung und Pflege in die ätadt 
Antiochia gegeben wurde, 15 Stadien von dem Orte, wo sie 
geboren war. ') Die Amme, die bei ihr war. veipflegte sie wohl 
ohne rnachtsamkeit, so dass Foiiu, Wuchs, Gestalt und hübsche 
Farbe dieses Weibes gediehen. Wenn die .Tünglinge der Stadt 
alle die heidnischen Könige und Luftgötter bekannten, dann 
bekannte Margarete den katholischen Glauben und den erhabenen 
wahrhaftigen Gott, der Himmel und Erde und die vier Elemente 
insgesammt geschaffen hat. Deshalb hassten und \-erabscheuten 



') Vg^l- 7 b**^ uailli tegeamna (8i<-) iliiit tar gach ntiiäui ilon ciiii^ifA lin 
bbfail tn, Bl. 10b, 9. 

') Die Erzählung liepnnt in P: BeatiBsima sutfiin Margareta erat 
Tlieodoaii filja, qui ernt patriarcha ^nlilis et fdola adoialiat. (Unam liliani 
babebat, de ue uatam enm pntabat. lllft aiitem apiritn sancto erat repleta, H). 
Et mos nata data est in qiia(n>lBra oiTitate(ra) h»bente(m) atadia dnodecim 
ab Antiochia, ut ibidem autriretiir. Die Mehrzahl der Handschriften lieHt 
'15 Stadien' wie der Ire {RBM): aber 12 war ilie Lesart des Welacheii. 



sie ihr Yater und ihre Mutter, aber Gott war sie gleichwohl 
lieb und wui-de bis zum 15. .Talire gepflegt. ') 

'Eines Tages hörte Margaret« von der Marter, der grossen 
Qual und Strafe, die den Märt,jTei-n des Hemi anterleg:t wurden, 
sü da-ts nie aus Liebe zu Gott und um seine Gnade zu verdienen 
ihr Blut vergiessen liesaen. Da dachte sie bei sich in ihrem 
Sinne: „Weshalb sollten sie die Foltern erdulden, wenn sie nicht 
sicher wären das himmlische Reich daför zu erlangen? Ich 
glaube"*, sprach sie, ,.an den, an den jene glauben, nämlich an 
Jesum Christum, den Sohn des lebendigen Gtottes, des Schöpfers 
des Himmels und der Erde-, und er wird mir dafür Bannherzig- 
keit erweisen."') 

•Eines Tages ging Margarete mit Jünglingen und Mädchen 
ihres Alters aus und weidete und hütete die Schafe ihrer Amme. 
Zu der Stunde und Zeit hara ein unchristlicher, halsstarriger, 
unverständiger, gleissnerischer, widriger, unholder, roher, strenger, 
böswilliger, teuflischer Mann, nämlich der dummköpfige, lügnerische 
Präfekt, namens Oliver. Er kam aus Asien zu der Stadt Antiochia, 
wo Margarete erzogen wurde. Der Grund seines Kommens war 
die Christen zu verfolgen und dem Volke des HeiTU aufzuerlegen, 
dass sie an die teuflischen, sklavischen, niedrigen Gatter, die er 
anbetete und an die er nach dem Herkoramen selbst glaubte, 
glaubten und ihnen mitopferten. Wenn er von jemand hörte, er 
nenne Christum als Urheber und preise ihn als Hen-n, so ^vurde 
er mit groben eLsernen Banden fest und unlöslich gefesselt.') 

'Er erblickte nun an der Stelle die hübsche, holdliebliclie 



') Qnnin antem mortua est mater eins, ampliori (amore ac, ß) desiderio 
a sna nutricc tiiiebatur, quia valde fortnosa erat et Oirisliim invocabat, 
odioga patri anü dilectuqne a domino nogtro Jesu Christo. Erat autem aunomni 
qnindeciin et dolectabatur in domo nutricis snae-, P. Ller Welsnhe hat deng- 
mltoyd (1(1 Jahre), gregen alle HandacUrifteii. 

') AurtiTit autem martinuu certamina, quomm instus sangruis efTunde- 
batur in temporibiis iliia pro nomine Christi. Ista vero repleta est spiritu 
aaucto, totam se credeiia domino, qiii eam aalvom fecit et virgiuitatem eiita 
eiiBtoilivit P. 

") Ipsa enim paseebat oves uutricis auae cnm ceteris pnellis eoaetaneia 
NiÜB. In diebna Ulis tramibat Olibriua (Oiiberin§, M) praefectus ile Asia in 
Aiitliiochiara eiritatera et veniebat perseqtii Christianos et vano» deoB stiog 
Kuadebal adorare. Et nbi andiebat aliquoH Christum invocare, statim eos 
ferreis neiibiu constringebat, P. ((juimI nliiinia Clirislnm noiuinarel, B: si unia 
Christum uominare vitiUH est, H). 



M 



EIN IIIISCIIES LKHEN IIEH IIKII.IGEN MAItnARETK. 



127 



.Tungfi-aii, begabt mit Schönheit und Wohlgestalt, l'ud als der 
gehässige, uiiverstÄndige, verderbliche, verfluchte Mensch sie sah, 
fasste er eine Flut stÄrker und schwerer Leidenschaft und einen 
Sti^m gar teuflischer Liebe zu ihr. Er lief die Vornehmsten 
seiner Leute und sprach zu ihnen: ,.Bringt mir das Mädchen, 
das ich sehe", sagte er; „wenn es eine Freie ist. so soll sie 
meine Frau werden, und wenn a« eine Magd ist. so soll sie 
Reichtum ohne Mangel von mir empfangen und es soll ihr Gutes 
widerfahren, denn es ist ein fein&>< Mägdlein".'} Er sprach diese 
Worte: 

,.Auf und bringet uns das Mädchen eilens. 

Dass wir erfahren, ob sie eine Freie ist, von unserni Blut,"' etc. 
Hier ist ein kleines Gfedicht eingeschoben, das ebenso wie 
die weiterhin noch folgenden die vorhei-gegangene Rede gebunden 
wiederholt. Um noch mehr die freie Art erkennen zu lassen, 
womit der Ire mit seinem lateinischen Texte verfahren ist, greife 
ich noch eine oder zwei Proben heraus. 

(Bl. 19b) Tainic a buime cum an bprisuin 7 tue aran 7 
uisge cuigce 7 do chuir tar fmndeoig an prisuin asteach 6 7 do 
sg(r)iobh an umaidhthe äocünlaigh aiee. As gairid do bi 
Mairgreg ann ar nimteacht r bnimidlie uaithe, an tan atconnairc 
a(n) nathfliV nimhe naimeal neamhacarracA ag eirge a gcuil an 
priosnn oiglici co nimad ndath nc^samail nirre. 7 a samaV^ do 
bi 7 folt fioi-aliünn fiar-clannach forordha ima ceann, 7 iilc/ia 
leaba»r lan-fada co ndath oir or- (20a) loisre uirre, 7 fiacZa fada 
faobracha mar ailtnUibh gera glas iarainn. 7 suile lethna 
luinnearrfÄa lochliatha luaimhneoc/iR lasarana lionnghtasa mar 
locrann lasamaiJ ar lan-gabhail iona cionn. 7 detach dluith do- 
fuiling 7 caora trom-dcrga teineorf/i ag techt fa seach tar conipar 
a craois 7 lar pollaibli a sioiia. 7 an trath docuireadh a teanga 
amacb, doroithead/* timceall a muinil 7 a braghad. 7 cloidheamh 
clas-Iethan colg-direacA sleamhuin-slipa slinn-lethan') iona laimh, 

*) Viilit antem bealam lUargaretani propinque pasceotem ovm nntricis 
flnfte et stadm eam cunctipivit, dixitqiie minlstria suis: Ite festiuiuiter et com- 
pr«)ieii(lite illam pnelltun. Si Hbera est, cApiAm eain mihi usorem. Si est 
ftnctUa, dabo precinm pro ea et erit mihi concubiua. Bene enim erit ei in 
domo men propter pnlchrituilineni eius, P. 

■] Slittd 'das breite Bieen einer Waffe': Bäi slind a gte fiad cach ilrtuig 
weht c£t onga do inm, Saltair 5T61 ^ Fermm haatce eins seorcentos Htclos 
habebat, 1 Reg. 17, 7: dar u slind 7 dw a fogräin, LL. 2U7b. IT (Meaca Ulad 



128 LUDW. COR. STERN, 

7 (lo lion an prisiin uili {20b) do drnrli-balß^JA diablo^WAi 7 do 
tshoillsigh si 6 foa Im na splaiigcuibli teiiie treitheatK-iuaidhe') 
do cfaiiireadli si tar conipar a craois 7 tar pliollai6A a srona, 
gar ba lor do peannaid do tslüol Adhaimit tuarusübail na pesit'*) 
sin do clos gin co bfhaicedaois da suilitA i. 7 do eirigh a gceart- 
meadhon an prisniii 7 do gab si ag siangal 7 ag sgreadaigh 7 ng 
beicedaigli a fiadnuisi na hingiue. 7 mur docoiiairc Mairgreg 
an i)e.it imtUmur nrgranna sin, do dergadh niinpe, gurba (21a) 
»«aniaJta re ros bith-aiainn ban-corcra gach ball dia ballaibli. 7 
do Hon onihan 7 inieagla i 7 do tliuit cum lair 7 lantalmAaM|S) 
7 as beg nackAV minaideadar a cbnamha iona coluiun. 

'Ihre Amme kam an das Gefängnis luid brachte ihr Brot 
und Wasser, das sie durch das Fenster des Gefängnisses hinein- 
reichte, und sie schrieb die Gebete auf, die sie bei ihr hörte. 
Kurz darauf nachdem ihre Amme sich entfernt hatte, erblickte 
Margarete eine giftige, . . ., nicht geheure Schlange nüt vielen 
bunten Farben, die sich im Winkel des Gefängnisses gegen sie 
erhob. Sie sah so aas: Sie hatte hübscliea, krausgelocktes 
goldiges Haar um den Kopf und einen mächtigen, sehr langen 
Bart von goldglänzender Goldfarbe und lange Zähne, spitz wie 
sciiarte, graueiserüe Kasiermesser, und breite, glänzende, seegraue, 
bewegliche, feurige, gallengrüne Augen im Kopfe, vor Begierde 
wie eine Lampe flackernd, und ein enges, unerträgliches Gebiss. 
Tiefrote Feuerstrahlen kamen fortwährend durch den Schlund 
ihres Rachens und ihre Nasenlöcher, und wenn sie die Zunge 
ausstreckte, so ging sie ihr um Hals und Kehle. Sie trug ein 
breitstreifiges , klingengerades , glattgeschliffenes , eisenbreites 
Schwert in der Hand und erfüllte das gamte Gefängnis mit 
üblem Teufelsgeruch und erhellte es noch mit den rotflainmenden 
Feuerstrahlen, die sie durch den Schlund der Kehle und die 
Nasenlöcher ausstiess. Pein genug für das Geschlecht Adams 



p. 3(1); ilaher glind-g6r 'eiseuauharf', Togail Troi 1447. Vgl. bei, eül, »linn der 
A«, Silva GfHl. n, p. 553. 

') Statt trichem-rnaiJi; 'rutflamiiieud'; a. Windixch, WUrterbnch p. 848; 
Lisinore Liyea 2973; H«t. celt. 13, 58. 

*) Sehen »a prate kommt ancb der filtere GeiütiT na pioida (Bl. 23a 8) 
vor = na biaata, Windisch, Wörterbuch p. 385 b. 

') Vgl. Do eaith a dha glun iaiu talmain Jfliit genu« in terramj, do 
scaoil a laiiiha 7 do leig a liiicht 7 a iirbruiniie cum Inir 7 ■.■nu\ Irtiilaliiiirii, 
Bi, na. 1. 



EIN miSCHES LEBEN DER HEILIGEN MARGARETE. 129 

die Besclireibimg dei- Bestie anzuliören, wenn sie sie aiicli nir.ht 
mit Augen sähen. Sie erhob sieh mitten im Gefängnis und fing 
an vor der Jungfrau zu heulen, zu schreien und zu brüllen. 
Und als Margarete die schreckliche, garstige Bestie sah, errütete 
sie, sodass jedes ihrer Glieder einer wunderschönen, weiss-pur- 
purnen Rose ähnlich sah. Entsetzen und grosse Furcht erfüllte 
sie, und sie fiel lang hin zu Boden auf die Erde, und fast wären 
ihr die Knochen im Leibe zerbrochen.'') 

Der Name dieses Dämonen, den die heilige Margarete mit 
dem Zeichen des Kreuzes tötet, lautet Ruton, wie der alsbald 
folgende, noch mächtigere Teufel sagt (Bl. 25a): Do cuiris Rubon 
mo brathair cugad a rucht nathracli nimhe dod ms-rhadk 7 do 
marbaisi eisen tre mirbuile na croiche naoimh. 'Kgo quidem 
fratrem meum Rufonem misi in similitudine draconis, ut absorberet 
te et tolleret memuriara tuara de terra (et obrueret virginitatem 
tuam, II) et perderet decorem tuura, tu vero interfecisti eum 
signaculo Christi'. Hier entspricht der irische Text dem 
lateinischen genau, aber der Welsche las vermutlich 'ft-atrem 
meum rufuni' oder 'rubrum', denn er übersetzt: y coeh vym 
hrtiirt. 

Auch im Namen des zweiten Dämonen stimmen die Texte 
nicht überein. Der Ire hat (Bl. 28a): Inltis robiidA ctarf ainm 
damh, ar se, 7 Belsibub ainm oile dam. 'lultiswar mein erster 
Name und Belsibub ist ein anderer Name von mir'; der Welsche 
hat: IHalwr^) //»r ry enic i gwedy Bdschvh 'Rächer ist mein 
Name nach Belsebub' — für das Lateinische in H: 'Belzis 
(Beelzes M) cognomen est milii, post Beizebub" und in P: 
'Beelzebub princeps fui demonum'. Vermutlich ist Belial oder 
Diabolus (arab. Iblis) als erster Name gemeint. 



') Et conliciio apparnit in carcere utitrix eins et miuistralmt ei pftnera 
et BQUam et nspiciebut per feuestram et orationes eiiis Bcribebantur. Et ecce 
»nbito Ae aii^lo carceris eiibat ilraco liorribilia totiis variia infectiui eoloribus 
capillu ailfflodam ileauratis, et barba eins aurea ridebatur: dentes vero äxa 
nt ferrniü acnlisgiiimin, oculi eins velnt flanima ignis aplendebant, et de naribus 
eins ignis et fiimus eubaut, et lingiia eins anbelabat miper coUum eins, et 
glttdiüB ei ulraqne parte acutus in manu eiaa videbalnr. Erat enim terribilis 
fetoremijne laciebat in carcere. Et ereiit se et Bibilabat fortiter et factuni 
est Inmen in carcere de ore draconiu. Hancia vero Margareta facta est ut 
herba pallida et furmido mortis cecidit super eam et cuntringebantur omnia 
membra eins. P. 

") Dialwr Hberaelit das lateinisi'lie nüor, Myv. Arcbaiol.' p. aOSa. 

ZtiMdlulfl t. nll, fbUDlagi* I. g 



iSO LUDW. CHR. STERN, 

Mitunter stimmt der irische Text zu dem des Mombritius, 
wie Bl. 26 a: Et a haithle na laoidhe sin rüg Mairgreg sidhe 
sanntacÄ seabcama?7 ar cleith cinn 7 ceann muUai^A air 7 do 
togoibh ar fholt 7 ar fionnfadh a chinn 7 a ulchan 6 7 do cuir 
a b[h]onn deas ar a scornaigh 7 do gabh ar caol coisi 6 7 tue 
buille da creat 7 da conblac/t ^ fa lar 7 fa lan-talmatw 7 do loit 
7 do lan-bruidh ider i 7 talamh 6. *Nach diesem Liede machte 
Margarete einen hastigen, falkenähnlichen Sprung nach seinem 
Scheitel und nach seiner Kopfspitze und hob ihn am Haar und 
am Barte auf und setzte ihren rechten Fuss auf seine Kehle 
und fasste ihn am schmalen Teile des Fusses und versetzt« 
seinem Balge und seinem Aase auf dem Boden und der flachen 
Erde einen Schlag und verwundete und presste ihn zwischen 
sich und die Erde.' 2) Hier lassen P und der cambrische Text 
das dextrum aus, während M und H es bieten. 

An anderen Stellen schliesst sich die irische Bearbeitung 
an die Lesart anderer Handschriften. So gegen Ende, Bl. 41a: 
Is and sin tug Malcas buille aitheadram adhbtiZ mor don ingin 
7 benas a c[h]eann di gan tacha gan toirmesc, 7 tangatwr sluagh 
adhbwi mor aingeaZ do nim re bucht na hingine 7 docanatwr glor 
7 glan moladh don coimdhe cumachtach ann sin. Imtusa Malcuis 
do tuit se do \eth des na hingine 7 do AodXuigh anam re na 
corp asa haithle sin 7 do thinneolatwr aos martar 7 galair na 
criche fa coimneasa doibh co rangadwr an tionadh (41b) ar 
torcair Maii-greg 7 do slanaigheadh iad uile 7 rugatwr na 
haing?7 hanam-san leo com nimhe asa haithle sin. Goneadh i 
sin betha sion ^) Mairgreag. Finis. Amen. ' Da führte Malchus 
einen sehr leichten, mächtigen Streich nach der Jungfrau und 
hieb ihr den Kopf ab ohne Fehl und Hindernis. Und es kam 
eine grosse Heei-schaar von Engeln vom Himmel und sangen 
Ruhm und Preis dem mächtigen Herrn. Malclius aber fiel an 
der rechten Seite der Jungfrau hin und seine Seele trennte sich 
von seinem Kiirper. Und die Märtyrer und Siechen der Nach- 
barschaft versammelten sich und kamen zur Stelle, wo Margarete 
gefallen war, und alle wurden geheilt. Das ist das Leben der 

^) Statt couablach, eig. Hnudeaas. 

*) Taue sancta Margareta virgo comprehendit daemonem et per eapiUoH 
deflexit (projecit, P) eum in terram et posuit pedein smun dextrum snper 
eervicem eius. M. 

8) üionl ob für saint 'heilig'? 



EIS lEISCnES LEUEN DER HEILIGES MAROABETS:. 



131 



heiligen Margarete. Finis. Amen.' ') Niir der eine Codex Pliil- 
lippicus hat hier das levisgirno, das der irisclie Text wiedergiebt. 
Wie bemerkt, sind in die irische Erzälilimg Gedichte ein- 
gestrent; es sind 14 laoWie (nämlich Blatt 6a, 8a, 9b, IIa, 
I2b, 16a. 18b, 21a, 24a, 25b, 3üb. 32a, 36a, 39a) in ver- 
schiedenen Versmassen von 3 — 8 Strophen; nur das letzt« hat 
15 Strophen. Erwälint sei daraus eins (Bl. 24 a) in dem seltenem 
Metrum ollbairdne (Thumeysen, Nr. 55): 

A dhe do nimli, gid me do dligh, na luath-cuirsi (engl, curse), 
na leig ni'anain leis an pest n-athgairbh n-uathmarsi ; 
tnsa tu fein dod cunias grein go nglan soillsi, 
baue bith-seang do airgis iffreaw gan attoirsi. 
Wie sich Prosa und Vera zu einander verhalten, dafür mag nocli 
ein letztes Beispiel, eine Eizälilnng Beelzebubs aus der Geschichte 
der Teufel (Bl. 31 b). hier Platz finden: 

Nir cengai7 sinn roraat-sa acht madh Sü]atn/i mac l)a«(d 
d'ar cur i soiteacA gloine a cfta(/Ä)air na Baidbi^ne 7 ro iadli 
oruinn ^ 7 do dealbhamairne morc*) mo(r) tine isin dara \ctli 
de . 7 asi sin uar 7 aimser fa ttainic sluagh (32 a) danar d'argat'n 
7 d'ionnrarfA na cathrac/*. 7 an uair do connacaditr an miüieach 
7 an teine adhbwJ mor ann, do tsaoileadur gui- ab 6r uili do bi 
ann ; do brlsedwr an saoitheocA ionar ttimcill. 7 do agaoüea- 
mairne ar fud na cruinne chetarrfAa osin anua.s 7 nii' ga.ha*lh 
ärach oruinn osin ai6 , 7 isbert an \aoidk: 
I>o csKugiadk ac Sohnain sinn isin mBaibil6in mbord-grinn, 

sinn a soitheacÄ gloine de, an dream doithleacA *) diablaid/(i. 
Tan(g)adur danaii- anöir isin cathair d'a hargain, 

nuchar sgarsot re na sloigh giir gabsat an Baidbilöin. (32 b) 
Isin catliaii' gan temiil do dealbsam inorc mor teineuJ/i, 
do tsaoil gach laoch garg morgk», gm- deojg or ar na bruinne.*) 

') Tiinc percnssor cum timore magnu nitiilit gladiuiu auuni el in uuo 
leviiisimo ictn ampularit CApnt am. Ipse vero coiniit at <ltxt«rain partem 
lieatAe Hnrgaretie et expiruvit iu nomiue domini. Tuuc veuemut angeli 
lantlanlea et benedicciites ilorainiiiu . . . Andiente« aiitera hoc oranes infinui, 
«eci, dandi, snrdi et muti et dcbilra et t, ilteuiouiiB vexati, omueB venitbant 
nil ForpuH beatie Margaretae et iMui fiebimt. F. 

») morc .i. mör, 0' Cl. 

») D. i. rtoilbhtlieacb. 

*) Vgl. iania inbruinDiDi) 7 iania iiglaimi 
MttHjrologj' üf OoniiHii p. UM. 



ilmliritha, I.V. 31a3t: 



132 LUDW. CHR. STEKN, 

Do bris an g&sradh nar gann an teaghais ionar ttimceaU, 
CO ttaiiigamar ar aoii maduia fan gclar gcoinreidJi gcetardha. 

'Niemand hat uns vor dir je gefesselt ausser Salonio der Sohn 
Davids, als er uns in der Stadt Babylon in ein Glasgefäss seUte 
und uns darin einschloss. Da bildeten wir an dessen einer Seite 
eine grosse Feuerflamme. Zu der Zeit und Stunde kam ein 
Heer von Fremden, um die Stadt zu plündern und zu zerstören, 
und als sie das liefäss mit dem mächtig grossen Feuer darin 
sahen, dachten sie, es wäre alles Gold, was darin war, und 
zerbrachen das *Tefäss um uns. Da zei-strf^uten wii- uns liinfort 
über den vierteiligen Erdki'eis und seither hat man keine Ge- 
legenheit wieder gegen uns ergriffen. ') l'nd er sprach das Lied: 

Von Salomo wui-den wii- gefesselt in Babylon von hübschen Ufern, 

wir in einem (ilasgefSsse, die teuflische Zaubrerschaar. 
Es kamen Fremdlinge von Osten in die Stadt sie zu plündern, 

sie entliessen ihr Heer nicht, bis dass sie Babylon genommen. 
In der Stadt ohne Dunkelheit bildeten wir ein mächtig grosses 
Feuer; 

es dachte jeder rauhe, vornehme(?) Ki-ieger, es wäre rotes, 
geläutertes Gold. 
Die Mannscliaft, nicht gering, zerbrach das Haus um uns, 

wir kamen mit einem Satze in das ebene, i'ierteilige Gefilde.' 

Wenn bei den Iren gelegentlich eine dreifache dichtei-ische 
Form imterschiedeii wird: laidh no roscudh no rithlearg 
(Magh Ratb p. 02), so verdient es Beachtung, dass das Leben der 
heiligen Margarete alle di-ei Dichtungsarten aufweist, nämlich 
ausser dem gewöhnlichen laoidk mit seinen wechselnden Metren 
auch das rosg und das rithlearg. 

Bosg, wohl zweifellos verwandt mit roscad, rosyad 'Maxime, 
Erklärung' (nach Connac^) von scath 'Wort' abzuleiten) scheint 



'J Nnm et Salomon (in vita aua, HM) iuctusit nos iu vase vitreo, sed 
HOB (p08t martern einu, HM) in unun parteiD eiugdem vtwi» ignem laittebaraus, 
et venieutes Babylouü putAverunt annim iu ipau vast iuvenire. Effreg^niut 
illnil V9B et tunu hob relasati impleviiniiB orbem teminiiii, P. — Zur Sa^he 
Tgl. J. Ä. FabridiiiH, ('odei psenriepigraphns Teteria Testftoienti, 1713, p. 1032 IT. 

') Stokes, Tlie Bodleinu fragment of Cormaü'« gloasary, p. 57. Von roiti 
abgeleitet sind ä/rotc, Aixac (Spruch), ii\dro»c (L'onu.). innnwc (.i. indeimin, 
0' Dav. pag. ST) oder lonnt-Mj/ (0' L'l.) iinil rferiMC (sicliere Bestiiiuüung) 
0" Dur, p. 78. 




J 



EIN IRISCHES LEBEN DER HEILIGEN MARGARETE. J33 

sonst eine Ode im erhabenen Stile zu bezeichnen, daher dann 
rosg catha (Oss. 1, 15G; Ch. Brooke p. 296 in-4ö, p. 485 in-S^) ein 
Schlachtgesang ist.^) Dazu stimmen auch die beiden Beispiele 
des rosy, die unsere Handschrift gewährt. 

Bl. 18 b: A tigeriia na trocaire, 

do cum neamh is naomh talamÄ 

is ifSreanii co n-ilpiastaiM 

\s an cetJhair duil comlansa,^) 7c. und 

Bl. 84 b: A ri firen fir-bre^Äaigh 

gan tus is gan fior-deireadh, 
dian-sgaoil di co deibeaireacÄ, 3) 
na c^angai7 's na cuibrig-si 
dom lamaibh 's dom cosaibh-si, 
go tugar treas tinneasnacÄ, 
a tigerna. ar h'adhmoladh, 7 c. 

Es will scheinen, als ob hier das Wesen des rosg in der An- 
wendung der Allitteration und des dreisilbigen Schlusswortes 
bestände sowie, allerdings nur ausnahmsweise, in dem Mangel 
der Strophenbildung. 

Das rithlearg, von dem unser Text ein Beispiel giebt (Bl. 26 b), 
hat weder Strophenbildung noch auch feste Silbenzahl und ist 
in der Form noch ungeregelter, aber gleichfalls durch Allitteration 
ausgezeichnet. 

Sguir diom, a duibh diabail, 

d'imris co lor d'anforlann orom, 

a cruim claoin-bretaigh, 

na lean me, na lamhaigh, 

na mill m'oghacht na bflrinnreacas, *) 7 c. 

Rültlearg, wovon der jttngere Text des Cath Rois na riogh (p. 80 
ed. Hogan) ein anderes Beispiel liefert, kann man als *Dithy- 



») AI. Macdonald (Poems p. 4) sagt über die gälische Sprache : 's i *8 
fhearr gu rosg | 's air casaibh a chiir duain | 's ri cruaidh-nchd cosgair | 
bhrosnachadh an tshiaigh, ' sie eignet sich am besten für den Rosg and einen 
Dnan herzustellen und angesichts des harten Kampfes das Heer zu ermuntern \ 

') an cethair duil co comlan, IIa 10. 

3) Statt deithfireach, deifirioch (Begley) ' eilig ' von dethbirj Mac Conglinne 
p. 43. Für das vorhergehende di sollte diom stehen. 

*) Lies m'firinnreacaa. 



/ 



134 LUDW. CHR. STERN, 

rambus ' erklären, denn es ist nichts anderes als das alte rcioric 
(LU. 91a 43) oder rethoric (LL. 124 b 27 = 0' Curry p. 639) oder 
rithairec (F6L p. 172) oder rithoirg (Lism. 312,34), womit die 
gesuchte Ausdrucksweise, das rhetoricare, bezeichnet wird. Die 
Handschriften pflegen durch ein vorgeschriebenes R* auf der- 
gleichen dunkle Aussprüche vorzubereiten, ^ und dass diese Form 
'allitteratione magis ornata' sei, hat schon H. Ebel als ilir haupt- 
sächliches Merkmal hervorgehoben (Grammatica Celtica p. 962 ; 
Windisch, Texte p. 86). Mitunter wird das Wort aber in einem 
weitern Sinne gebraucht; es heisst über die gewöhnlichen Vier- 
zeilen: ^conid and dorigni in retairic-sea 7 rochan na runnu-sa\ 
LU. 38 a 28, wo die jüngere Fassung desselben Textes (Hy 
Fiaclirach p. 26) rithlearg bietet; und ebenso bezeichnet rithoiricc 
(Rev. celt. 6, 176) ein Gedicht von achtteiligen Sti-ophen, das 
ochtfoclach m6r (0' Curry 3, 401). 

Die Sprache der Erlanger Handschrift ist dui'chaus neu- 
irisch, die Sprache Keatings. Indessen sind noch einige mittel- 
irische Verbalformen giltig, von denen namentlich der Sub- 
junktiv des Präsens bemerkenswert ist. Vorhin hatten wir die 
Deponensform go tugar *dass ich gebe' (Bl. 34b 14) = co tucar, 
Glossaries p. XLIII; Voyage of Bran 67, 23; dahin gehört auch 
noco ndioghlar^) *bis ich räche' (25b 8): 

Ni anabh ni iompob fein is ni sguireamh re h'athceill, 
noco ndioghlar Eubon reidh ort, a cruthmor, don cead beim; 

femer: An go foill neartmur do beim co ndernar eadnrguidhe 
uaim, Mialt geduldig und stark all mit deinem Streiche, bis ich 
mein Gebet vemchte,' 39al6.3) Dazu findet sich die 2. sg.: 
scribeocharf do sgeala, muna faoma am imdaigh, ^ich werde deine 
Geschichten schreiben, wenn du nicht einwilligst in mein Lager ', 



*) Selten wird ein solcher Text allgemein als ein läid l)ezeichnet, wie 
Silva gad. p. 321. Da« in den Handschriften vorkommende .1. ,r. (LU. 91) 
scheint läid retoric zn bedeuten. 

«) Für das ältere diglor LL. 297 b 36, statt dessen 0' Grady (Silva gad. 
p. 363) dioglar geschrieben hat. Vgl. J. Strachan, The deponent verb in 
Irish p. 119. 

^) Vgl. eine ähnliche Präsensform: muna dernair fognam dorn deib-si. 
go bfoighir drochbas gan fhuireach, 'wenn du nicht meinen Göttern dienst, 
so wirst du unverzüglich eine« schlechten Todes sterben'. 17a 13 (= dheama 
tu, Three shafts p. 266, 23). 



EIN IRISCHES LEBEN DER HEILIGEN MARGARETE. 135 

llb5;0 und die 8. sg.: na ro craidlii an ladrann me, a Dhe, 
tar adrum is i, ^ damit nicht die räuberische Schlange mich 
quäle, komm, o Gott, zwischen mich und sie', 19a3; da gcreide-si 
don athair nemhdha, *wenn sie an den himmlischen Vater 
glaubt'. Ob 6, 38b 15. So ist das oben vorgekommene co hfesam 
die 1. pl. des s-Subjunctivs, für das alte co fessafflar, von fetar^ 
dessen Präsens finnaim lautet. Dazu gehört das Fut. sec. co 
bfesadh, 35 b 13. Das veraltete Präteritum aspert, asbeart, isbert 
kommt neben adubairt, dubairt (14a IG), dobairt (14b 5) mehr- 
fach vor; das Futurum 1. sg. digen, 31 b 8; das sogenannte 
historische Präsens: 7 beiris a b[h]uidhe re Dia a teacht beo as 
an mor gabarfÄ sin, 23 b 6 (vgl. Three shafts 207,14). Es findet 
sich die Form isam ' ich bin ', 26 b. Das Futurum beir ' du wirst 
sein': beir ag ter seimh-suirgeach go muimeach, a Mairgreg, 
IIb 9; beir at aon mnaoi agam, 12a 14, ist jedesfalls eine bessere 
Schreibung als was die neuere Grammatik dafür ansetzt (beidhir). 
Dieselbe Pei-son des Conditionalis bietet eine andere Stelle: da 
mad duine dio(n)gmala tu, ni bethtlui at cairid ag na deibh 
aordha da bfuile ac fognamh, 'wenn du ein würdiger Mann 
wärest, würdest du kein Freund der luftigen Götter sein, denen 
du dienst', 33b 10. 

Einige Male hat sich das Pronomen infixum erhalten, wie: 
an trinoid trean dom-rad bei na ^es( so, 24b 6; ebenso 21 b 9: 

Do lion do breantt*^ a braghad an priosim, nir beac an pian, 
dom-rainic sceinm iona gaire, ni tainic teidm roimi riam; 

imd 12a2: 

Re t'ainbre^Aaibh oirne an coimhghe rom-sgeara, 
mo leanmain da lamhair, an adhmV/A De na deana; 

und 31a 15: 

Sguir diom, a dubh diabhail, Dia rom-cluin dot cwr fom smacht, 
gidh fada gairid mo re*^) ar bith ce, narab tu mha(r)b. 



^) Daneben heisst es: da n(fh)aomhair heth riomsa, 10b 11, und ganz 
auffallend: is deimin co nimeor-sa bas ort, acht moua faomaisdir foghnamh 
7 creiderah dorn deibhsi, 10 b 4. 

*) Vgl. Cian gardi caither mo re oc rlghaib in domain ce, K. Meyer, 
Hibemica min. p. 83; gar cian co tis for cel, Cormac s. v. cd\ O'Grady, Silva 
gadelica II, p. 558. 569. 



136 LIIDW. CHR. STERN, 

Zum ScliIuRS erwähne icli noch einige seltenere Würter des 
Textes, deren auch die oben mitgeteilten Stücke manche ent- 
halten: 

airgeana {=^ airdheana); inneosat m'obaii- 7 m'aiigeana iiile dnit, 
28a3. vgl. Irische Texte II. 2. 142. 

airgneach, 'dringend, stürmisch'; gidh airgneacli m'eidexm (d.h. 
eidheamh 18b3 ^ ^igheamh) ort, na feargaigter do gruadh 
breac! litaS. Vgl. Dict. scoto-celt. p. 32. 

Ära, 'Niere' ^ dubhän: as me teit a nairnAA na nadlialtrach, 
28 b 10; teidim a nairiirtA na fear, ni iao\\ea<Jh co nemli 
mo reim, is diUscim iad asa suan. monuar co rabad dorn 
reir, 31a7 — beidemal Worte des Teufels. Im Schottisch- 
gälischen scheint das Wort äimean (M. ny aaraghyn, W. 
arennen) in dieser Bedeutung gewöhnlicher zu sein, z. B, 
gu'n rachadh saighead na airnibli, giis an traigh i an fliuil 
as, Sindaii', ßlenbard collection p. 3ü; eadar 'aimean aguB 
imleag, (lampbell, Tales 3, 313; bbeireadh biogadh air 
m'aimean, AI. Macd. p. 93; Stewart, Highland bards p. 207; 
Maccallum-Arisaig. poems p. 93, 166, etc. 

andi'eanda (.i. ainmin, O'Cl.): is ann sin do eii'igh Oilifer co hogal 
a,\mfimiurtach 7 co huathmar andreanda 7 co iiiata naim- 
dighe , ' da erhob sich Oliver fürchterlich gewaltig nnd 
schrecklieh rauh und grimmig feindlich', 17b8. 

columhöJi, 'Säule', ' Ki-iegsmaun ' (vgl. ursann): A Oilifeir ainih- 
nairigh, a col(u)main congairigli, A dhiabn/J daoir dobrnnaiV/A, 
a ciamair claoin-comraitt^/A, 9b 14. Vgl. colamhäin teanna na 
Teamhrach, Magh Leana p. 100, und: congaireach 'haviug 
troops and companies', O'Don., suppl. 

crosaim, 'bekreuzen': ase do cros 7 do comartaigh m'oghacht 
7 m'fir-innracas do fein (qni meam ^irginitatem consignavit), 
10bl6. W. cfoesi 'consignare', mit dem Kreuze bezeichnen, 
segnen. Vgl. S. Evans und Du Gange. 

dirraisc (.i. discir "wild'); tainic co dana din-aisc diceillirfAi da 
liionnsuidhe, 25 al. 

fillan (= feallan 'Bösewicht'): a tuaith tillain shior-meablai^Ä! 
26 bis. 

lasgaine (^ lagsuine 'Nachlassen"): do Icy au baHOgh lasgaine 



do, 28 a 4. 




i 



1 tRINCUKS LEUEN UKK HEILIGEN i 



Vi7 



lingini in der Redensart: is ami sin do leüig (liug) terg 7 fior- 

cliuthach a ccenn Oilifeir, fla6, 3Sbl4 (do Ingli ierg etc. 

10a7 wohl versclirieben) ; vgl. Atkiuson, Paasions 2818. 
luaghaile (= oibre): do toirmeasc a degh luaghaile 7 a deg oibre 

iiime, 28 a 14. 
mitreabair, ■unverständig*; a gioUa misgmuh millte mitreabair, 

I5a(i, 17b2, 26bl3. 
radhgha, 'wütend'; do eirigh Oilifer cn racUigha rachtmw»- i-o- 

aingj'fJAe, 13alO. Von readhg 'niadneRs, rage, fury', O'R.; 

vgl. redgcach, von (Jnchulinns Pferden gesagt: at iat redgcaig 

bedgaich, LL. 189 a li. 
rod {= ro-fhada, -fhota): na raite rod ro-eascainte sm, 12aij. 
lu-muisneach . 'treffend*; do freagair Mairgreg e co dana deg- 

nnnnisneacÄ. 10bl3; go ]iegiia?rfAi urnmiane«e/», ;i;:(b4. Vgl. 

Battle of Ventiy, ind. s. v. urrmaisncch und Irische Texte 

n. 2, 182. 



Anliang, 

Ks sei mii' gestattet hier noch einige Bemtirkiuigen über 
die mebrerwähnte welsche Bearbeitung des Lebens der heiligen 
Margarete anzuknüpfen. Die Ausgabe von W. J. Rees beruht 
auf dem Cottonschen Manuskript« Titus D. XXII. im Brittischen 
Museum, das au.s dem Anfange des lö. Jli. stammt. ') Ein älterer 
Text findet sich im Weissen Buche, da*" dem 14. Jh. angehört.^) 
Die welsche Bearbeitung hat eine Einleitung homiletischen f'lia- 
rakters. wie sie in den Sammlungen der Vitae Sanctonim per 
circuluni anni üblich ist, aber schliesst sich im übrigen an die 
Redaktion des Theotimus an. dessen Name zu Theotmns oder 
Theotenns enlütellt auftritt. Sie hält sich meist an die lateinische 
Vorlage, bat aber vieles unterdrückt und manches, was mir in 
den lateinischen Handschriften nicht nachweisbar ist, hinzu- 



') Y Cymmrodor 4, lOö. 

'') Lluiyd, Archaeologia Britaiiuii^a p, 21)2; L'ftmbric Joiimal 1S51I, \\.n\i-, 
Arubaeologia Camlireuaia m, 15,210, — Lhnyd. I.e. p, 254, erwähnt noch eine 
dritte Pergame nlhandschrift vau Buchedd St. Margaret. 



138 LUDW. CUR. STERN, 

gefügt. Von (lern I'rtext dieser welsclien Vita liefert die eng- 
lische Uebertragiiug von Kees im allgemeinen ein richtigem Bild, 
aber an manchen Stellen ist dem Uebersetzer, der das lateinische 
Original nicht zu Rate gezogen hat, der Sinn des welschen Text^ 
vollständig entgangen, wofür einige Beispiele hier nicht unpassend 
erscheinen werden. 

Gleich im ei'sten Satze (p. 219) wird Givedy gwelet oV 
ehystyl, ac o law er o dyston lywir, a gwedy pregeihu o honynt, 
tvy übersetzt: Having seen from tlie epistles, and from many 
correct witnesses, and having i)reached from them (p. 540, 
ähnlich p. 541); es muss heissen: * Nachdem die Apostel und 
viele wahrhaftige Zeugen gesehen und nachdem sie gepredigt 
haben'. Die Präposition o entspricht hier dem irischen do, nicht 
dem irischen ö, und ebysfyl oder ehestyl ist der Plural von 
ehostol oder ahostol (neuwelsch aj)ostolion). 

Hon yman yn y lle ywedy y geni, a annonet y dinas, a 
oed geyr llaw AnHoys, mal ar deudcc gyrua march odyno y dyscu 
(p. 220) wird übersetzt: After she was born, she was sent from 
the place of her birth to a city which was near Antioch, for 
twelve circles of instruction were there to be learned 
(p. 542), soll aber heissen: * Diese hier am Orte geboren wurde 
in eine Stadt geschickt, die nahe bei Antiochia war, etwa gegen 
zwölf Pferderennen (d. h. Stadien) von dort, um zu lernen'. 
Gyrfa (Rennen, Rennbahn), dem Sinne nach dem irischen grafand 
entsprechend, kommt z. B. bei Lady Guest 8, 349 vor. 

Kyufuet vu hi, ac na wrthwyneuatvd kadw deueit y fnanuicth 
(p. 221): Yet she was humble, and did not refuse to attend to 
the sheep of her nui-se (p. 542). — *So gehoi-sam war sie, dass 
sie sich nicht weigerte die Schafe ihrer Amme zu hüten'; denn 
ky-ufnet scheint die Form des Aequativus zu sein, über welche 
kürzlich Prof. Zimmer gehandelt hat, von einem Substantiv «/mc^ 
zu dem Adjektiv vuud (Mabinogion p. 6, 2 ed. Evans), nw. tifudd 
(Zeuss p. 888); vgl. vuudawt, Agkyr p. 19, 8 oder vfuydawt (hu- 
militas) p. 148,17, neben vfyddatvt 15, 8. 

A gwedy ydalym o^r marchogyon (p. 221): And after so nie 
of the knights arrived (p. 542) — ist im Texte korrupt, der y 
daly hi haben sollte: 4Jnd nachdem die Soldaten sie (Margarete) 
festgenommen hatten' (cum autem comprehendissent eam milites). 

Ac naai y enwir dyhrydwch, a€ anoethineb hjthrexd, Symut 
y synnwyr aV gret arodeist ti y mi (p. 221): *And prevent the 



EIN IRISCHES LEBEN DER HEILIGEN MARGARETE. 189 

^^ickecl filthiness, and foUy of tlie devil. Eemove not tlie imiler- 
standing and belief that tliou hast given to me' (p. 543) — ist 
ein Satz: *I^nd lass nicht entfernen' etc. (non immntetur sensus 
mens a turpitudine iniqua et ab insipientia diaboli). 

Duw a wyr, y neb agroesses vyggwyrdawt i, hyt na essy 
di vyntrossi i, nä'm hyffroi y ar ffbrd y tvirioned (p. 223): God 
knows, no one has crossed my integilty, before thou didst 
attempt to cross me, nor removed me from the way of 
tnith (p. 544): *Gott weiss, der meine Reinheit mit dem Kreuze 
gezeichnet hat, dass du mich nicht abbringen noch bewegen 
kannst (elly) von dem Wege der Wahrheit' (Cognoscit deus. qui 
virginitatem meam consignavit, quia me non suadebis nee movere 
poteris de via veritatis). 

Ac y hyd ofnatvc y gwynnoed (p. 223): And the timid world 
became pale (p. 544) — grammatisch unmöglich; es heisst: *I^nd 
furchtsam werden sein die Winde' und entspricht dem lateinischen 
'quem timent venti\ Gwynnoed (Agkyr 5, 29) ist der regel- 
mässige Plural zu giiynty da nt zwischen Vokalen im Mittel- 
welschen zu nh oder nn wird; ebenso mynivemwcd (monumenta), 
molyannev (von molyant) u. a. m. Vgl. Zeuss p. 162. 

liydhaa vy vnylliaivt o dtvylaw y Jci hum (p. 224): Release 
me from the hands of this dog (p. 546) — ^Errette meine Demut 
(uvelldod) aus den Händen dieses Hundes'. 

Y mamaeth hi weithon, a oed . . . yn gwrandaw ar y givcdien, 
ac yn eu kadw yn y clhdllon yn hyspys gofyawdyr (p. 225): Her 
nurse heard her prayers, and resolved in her heart to be a 
constant visitor (p. 547) — ^Ilire Amme nun hörte ihre Gebete 
an und bewahrte sie in ihrem Herzen deutlich gedenkend'. 

Dutv, y gwr a vu bendigedic yn yr oes oessoed (p. 227): 
God, the man, who was blessed troughout all ages (p. 548) — 
*Gott, der gesegnet gewesen ist'; y gwr dient hier und oft zur 
Anknüpfung eines Relativsatzes, gerade so wie yr hwn oder y 
neK Eine ähnliche Bedeutung hat auch das irische /er, z. B. a 
fhir dochumm in cruinde! '0 Du, der den Erdkreis geschaffen!' 
LB. 186, 13. Vgl. Gaelic Journal 2, 379. 4, 33. Diesen Gebrauch 
des fear für 'Gott' hat noch das Albanogälische: Fhir a chni- 
thaich an saoglud, cum mi saor o fhäs görach, Maccallum p. 157; 
Fhir a stiuireas al ghrian, Highland Monthly 4, 567; fhir tha 
dhuinn ann at athair, Sinclair, Bards 2, 65; fhir ris an deanam 
rri umaigh, ib. 2, 88. 



140 LUDW. CHR. STERN, LEUEN DER HEILIGEN MARGARETE. 

A Ihjma vi reäyr aruot arnaf ohanof H (p. 227): Aud now 
I am not able to vanquisli, owing to thee (p. 549) — *ünd nun 
kannst du mich überwältigen'. 

Kanys da gweda ytt hynny (p. 228): For I say it will be 
for th}^ benefit (p. 549): 'Denn wohl geziemt dir dies', und Ytti 
bennadur, y gweda adoli vyn Dmv i (ibid.): To thee, govemor, I 
say that I will worship my God — ^Dir, Präfekt, ziemt es 
meinen Gott anzubeten'. 

Adolwc vym porth (p. 229): woi^ship my gate (p. 551) — 
vielmehr: * meine Hülfe erbitten'. 

A phwybynnac y bo gantatv yn y ty vyggweithred i, am 
biiched ynnysmuennedw, naaf eidigafu yndau wreic yar etiu^d, 
ac naat eni yndaw efmcd cloff (p. 230): And whosoever will have 
with him in his house my works related, or life written, may 
he not have a jealous wife or heir, etc. (p. 551) — 'Lass 
nicht darin (yndaw, in dem Hause) eine Frau auf ein Kind 
eifei'süchtig (d. h. unfruchtbar) sein und lass darin kein lahmes 
Kind geboren werden', etc. — 

Doch ungeachtet dieser und anderer Ausstellungen, die man 
an dem Buche von Rees machen könnte, ist die Ausgabe der 
darin enthaltenen welschen Texte sehr verdienstlich gewesen 
imd auch heute, nach melir als vierzig Jahren, noch keineswegs 
entbehrlich geworden. 

Berlin. Ludw. Chr. Stern. 



AN UNPUBLTSHKD POEM BY W. ENGLISH. 

Father William English, one of Munster's last-centurj' poets, 
having become an Augustinian Friar at Cork, abandoned song- 
making. Onlj^ once afterwards was he moved to verse, wlien 
the following comic effusion was the result. According to tradition 
the cause was tliis: A brother Friar questing for alms in the 
countr}' around Cork received a great many lumps of butter in 
charity fi'om the good matrons there. ('oncei\äng a bright plan 
he put the whole into a firkin and took it to the butter market 
at (Jork. There its heterogenous character was revealed. The 
comicality of the Situation stii^ed the old spirit of fun in Father 
English and he broke into the song here following. Tt is a 
hunied composition dealing with the theme of a moment and 
therefore of no pretension to studied Ornament, but it is racj' 
with the poet's humour, shows his rieh phrasing and has some 
idioms worthy of note. 

The metric scheme is alliterative and assonantal in exact 
conformity with the example *Is gnath do cobir cach lobir i 
fochidib ' noticed by Zeuss. There is reason to suspect that tliis 
simple and effective skeleton of verse -building lived from old 
times in populär song side by side with the elaborated prosodj', 
to reappear afterwards when the folk language becanie the 
only literature. 

Leastar an Bhräthar. 
An t-athair Uilliam Inglis cct. 

Cr6 na eill när fhaghaidh aon bhräthaii* 
Chuir speis nä suiüi a n-im na i mblathaig. 



142 RICHARD IIENEBRY, 

Drong do mhionnaig go bruinne an bhrätha 

A n-aghaidh gacli cruinniglithe eiste 'gus c&na. 

Drong do chleacht a blieith canadh a tträtha 

An drong maol do glieill don ccräbhadh. 

Chuala sgeul, fuair Eire näire, 

Fuair si masla leanfas go brith dhi. 

Do thriall leastar don mbaile-si attäimsi 

Go h-Ard-an-gheata 'sis tapadh do meadhag 6, 

Is nior fhan eine 'san ccruinne ni tainig 

Aig öiliomh a ndathan in leastar an bhrithar. 

Na sioga uaine buadhag le Clär Loire, 

A ttaobh a Armais machaire is eliirsig, 

Na sioga dearga Saxona räinig, 

Is Ri na Fraingee sioga bäna, 

Na sioga buidhe fuair RI na Späine, 

Agus fuair Ri Lochlann an gorm tar bärr ann. 

An roint a bhi odhar fuair foghlaig Äfraic, 

'San m6id dob fliearra is6 an madra räinig. 

Do ghlac Ri Prüissia püdhair an lä san 

När räinig greim 6 d'ifii an bhi^äthar. 

Noehtas go h-ullamh a eholg 'na läimli dheis 

Agus d' fliögair eogadh go h-obann air Mhäire, 

An Bhanrioghain mhin-tais mhänla. 

C)huir si an Brünaeh elümhail 'san ätli roimlie, 

Thug gleo 'gus goradh dho toladh 'gus lämhaeh, 

An leomlian lonardha ö bhrollaeh an Fhälghoirt. 

Ta a triall a ttuaig sluaigh go täinteaeh 

Ö Rioghain Ruissia ui^a tadhbhaehtaeh. 

Tä a triall a n-oir o iatli Eadäille 

(^uradha cathbhuadhaeha, eaeh-luaithe, laidre, 

Tä a triall a ndeas go prap le ddsaeht 

Franeaig ehliste mar thuile re fänaidh, 

Ataid leas tsiar a n-iaith (?) go eräidhte 

Gan leadhb de 'n im ehum leigheas a ecneadhtlia. 

Bu glu'äna an euimhne air an Stiabhart ärsaidh 

Gan greim de 'n imsi a chui* 'na läthair. 

Oeidim gur eug le h-eud an Papa 

Nä fuair mir Pheadair de 'n leastar mar ghnäthamL. 

Atä torman tonn a bodhradh Hawk sliios 

Is 6 gan im gan mheadhg gan bhläthaig. 



AN UNPÜBLISHED POEM BY W. ENGLISH. 143 

Ta an Eoruip uile 'na cimile an mliäla 

De dheasgaibh an ime-si chruinnig an Brathair. 

Ta cabhlach oile a muir Bhioscaine 

D' uireasbaidh an ime-si a tiütini a ttaimlie. 

Tk an donus air tir 'san dith air säile 

Ls ni deii'e don chulöid a rin tionol an Bhrathar. 

Dhia a dhuine! D6in caigean ad' län-rioth, 

Bi air buile is do luinighthe lämhaig, 

Ceangail do mheadaii^ le gad maith cärthainn, 

Ts nä 16ig le duine air bith teine thar täirsig. 

Do bhuille cruinnighthe air mbriseadh dhi ärdaig 

Ts cuir chum Phrnissia a chuid a tträtli dhe. 

Ö thionnsgnais cogadh gabh siothchäin düinn 

Agus mar shleagh Aciles gearr is slänaig, 

An da Eiogain choidhche sasaig Riogliaine Rnissia is Almaine. 



cill X Christian burial, the church riiin in a gi'ave-}'ard. 

drang maol, has reference to clerical tonsure. 

leanniain de, to stick to. 

leastar, bad butter of a gi'easy textiu-e and rancid. 

attaimsi, more usually a h-fuilimse nowadays. 

Armas, arms, armorial bearings. 

ursa, a door-jamb. A play on Latin ursa. 

An leoynhan lonardha 6 bhrollach an Fhdlghoirt This line maj' 
not be explanatory of 'an BrünacW above, but perhaps a 
half Couplet, the remainder of whicli is wanting in the MS., 
having reference to Prince ("liarles Edward Stuart. In 
another song Father English said: 

^An dochar-so riamhaig Sgiamh an Fhdlghoirt 
Is fior-nidh trid sin crddhfuidhear S6on 
Tug lochartha fiar-lag triatha Ailge 
Bristidhe chifidhear län de dhoib.^ 

This was a Jacobite treason song ha\ing covered reference 

(Sgiam an Fhdlghoirt) to Prince Charlie, and using the 

common nick-name Seön for King George. 
IFawke, an English Admiral (1715—1781). 
Stuart, the ancient Stuart, James III *tlie Old Pretender'. 
cimile an mhdla, a slang phrase = tre na cheile; i e. confused. 
de dheasgaibh from the dregs, i. e. as a consequence of . 
caigean, the amount of butter made at one churning; caigean do 

dheanamh to make butter, to chui-n. 



144 



RICIIAHD HEKEUUY, 



cfiangaü do tnheadair, etc. 'lie tliy chiim with a mountAin-ash 
withe and do not permit anyone to lake fire over the 
thresholtl'; a joking i-eference to aome of the common 
precantions in use against tlie spells of witch&s, who 'took 
butter'. 

Do bhuitle cruinniffhthe, etc. "WTien creani jields its butter it is 
Said to he brokcn. The butter particles are then coIlect«d 
into a lump by a few slow and ineasiwed strakes CÄlled 
'gatliering strokes'. 

mdnla, affable, pleasing. It usually occuii* in tlie jingling plirase 
'mionla mdnla' so often applied to young wonieu by the 
Munster Poets. 

/ms tsiar, MS. .sie; ordinarily Imth-is-fsiar. 



Translation. 

Clay nor churcliyard niay no Fiiar get wlio loved or lusted 
for butter or butterniilk. A tribe tliat foreswore uiitil nethermost 
doom all eoUecting of störe or tribute. A tribe that was wont 
to cbaiit the canonical hours, a shaven tribe that clave to piety. 
A Story I beai-d; Ireland met shame, slie met disgrace that will 
stiek to her for ever. Bad-butter came to the town in which i 
am, to the Gate-Hill and <|uickly it was weighed. Now there 
did not stay a nation in the univei-se, but came in quest of tlieii- 
colours in the bad-butter of the Friar. Clär Loire (Ireland) 
won the green sliades on account of its arms of field and liarp. 
Kngland obtained the red shndes, the king of France the white 
shftdes, the king of Spain the yellow sliadea, and the king of 
Scandinavia found an enoimous iiuantity of blue in it. A^Tiat- 
soever portion of it was jiale reverted to pirates of Afi-icA. but 
the best of it went to the dog. Tlie king of Prussia became 
sad that day for not ha^'ing obtained a morsel of the Friar's 
bad-butter. He whip.»* out readily bis blade in bis riglit band 
and suddenly proclaims war against Mary, the mild affable queen. 
She aends the famous Brown to meet him at tlie ford, who gave 
1dm battle and roasting slaughter and shooting; the glorious 
Hon from the breast of the Hedge-tield. A mighty host comes 
froni the North, from the queen of ßussia, the efficacious stay. 
From the Eaat, from tbe land of Italy, are Coming heroes battle- 
beating. steed-sped, lusty. Fi-om the Houth come suddenly with 




A 



B. HEKEBRY, AN UKPUBLISHED POEM BY W. ENGLISH. 145 

madness deft Frenchmen as a tumbling flood. The Westerns are 
in a plight annoyed for not having a plaster of this butter to heal 
their wounds. 'Twas a sad forgetfulness of the ancient Stuart 
not to have put in bis presence a bit of this butter. I think 
the Pope died of jealousy for not recei\dng Peter's portion of 
the bad- butter as was wont. The roaring of waves deafens 
Hawk below here, he has not butter, nor whey, not buttermilk. 
All Europe is at sixes and sevens on account of this butter that 
the Friar coUected. There is another fleet in the Bay of Biscay 
falling into a faint for want of this butter. Misfortune is on 
land and want on sea, and there is no end to the distui*bance 
wrought by the Friar's Gathering. Here, come! make a churn 
at füll speed, be mad and handle your churn -dash. Tie your 
churn round mth a good withe of mountain ash, and do not let 
fire across the threshold with anyone. WTien it is broken (i. e. 
the Cream) raise your gathering stroke and send in time its 
portion to Prussia. Since you began the war secui-e peace for 
US, and like Achilles' spear, wound and heal. Satisfy particularly 
the two queens, the queens of Russia and Germany. 

Manchester. Richard Henebkt. 



Zeitichrift f. celt. Philologie I. lO 



CU BAN AN T-SLEIBHE. 



To Mr. Daniel 0*Foharta of Calla National School, Ballyconneely, 
Galway, the anthor of Siamsa an Gheimhridhj the editors are iudebted for 
permission to print the foUowing modern -Irish fairy tale, as it was taken 
down from the Ups of an old woman by one of Mr. 0' Foharta's pnpils. The 
Story is here printed exactly as it was written down ; solecisms, nngrammatical 
forms and constmctions &c. have been allowed to stand. But I alone am 
responsible for the orthography adopted, as well as for the translation, which 
for the benefit of folklorists nnacquainted with Irish I snbjoin. 

Knno Meyer. 

1. Bhi righ ann fad 6 agus fuair a bhean bäs. Sul ar 
cailleadh i, chiiir si geasa ar an righ gan fear, bean ionä päisde 
do 16igin iona seömra, go m-b6idheadh si lä agus bliadhain 'san 
Aaigh, acht 6 f^in amhäin. Gheall s^ dhi a geasa do choimhlio- 
nadh. 

2. Budh i obair an righ gach lüle \&, a bheith ag fiadhach 
agus ag fianchosgairt. 'S6 an cheud rud a dh6anfadh s6 thar 
^is theachtain a bhaile 'san oidhche, an glas do bhaint agus 
feuchaint a thabhairt an raibh duine ar bith ann chomfad a's 
bhi s6 amuigh. Bhidheadh a thriur inghean i gcionn a' tighe 
'nüair bhidheadh seisean imthighthe, acht ni bhfuair siad uain 
nä am an seömra d' fuasgailt, oir bhidheadh an eochair ar 
iomehur leis. 

3. La d' ar imthigh s6 gan an eochair do thabhairt leis, 
fuaradar i agus d' füasgladar an doras. Shuidh an inghean is 
sine ar chathaoir a mäthar agus rüg si ar na bUthaibh bäna a 
bhi le na hais, ag rädh: 'larraim ar Dhia agus ar miorbhaile 
na cathaoireach so, mac righ an domhain shiar a theacht a's m6 
ph6sadh'. Ann sin thuit an bläth as a läimh. Rinne an dara 



CV BAN AN T-SLEIBIIE. 



147 



in^he»n an rud r^adna agiis dubhaiil: 'lariaim ar Dliia agus ar 
mioibhaile na cathaoireacli mac ng\\ an domhain shoir a theacht 
a's m6 phösadh'. 

4. Xior niliailh leis an triomliadh ingliin sin a dU^Ainadli, 
mar budh mhian leithi comliairle a hathar do leanamhain. Nior 
öÄsuigh so an bheirt eile. Bhidheadar leithi g\\.r cliuireadar 'na 
suidlie 'san geatliaoii' i. Ann sin dubhairt si mar so: 'larraim 
ar Dhia agns ar miorbhaile na catliaoireach Cn Bän an tölöibhe 
a tlieaeht agiis nie i)lii''9adh'. Mubhairt si so le t«as feirge, oir 
ni raibli fios aici an raibb leithide Oft Bän an tfil^ibhe le 
faghbhäil. 

5. Um träthnftna cia d' fheicidls ag teachtain iona chöisde, 
acht mac rigli an domhain shiar? Nior bliudh fada g:o dtäinic 
s6 clium an tiglie a^t» thiig se leis an inghean budh sine. Ni 
ti'iisge bhi si-sin imthighthe ioni thäinic mac righ an domhain 
shoir, agus rinne we an cleas c^adna leis an dara ingliin. Bhi 
go maith agus ni raibh go hole, 

0. 'Nüair thäinic an t-athair a bliaile. d' innis an inghean 
üg cia an rud d' eirigli dh6ibh, agus d' Harfraigh si dhe an raibh 
nid ar bith befi dA dtugthaoi Cü Bdn an töl^ibhe mar ainm air. 
Dubhairt seisean go raibh. 'Ni'l neart air', ar sise, 'cathfamuid 
cur süas le toil 1)6.' 

7. JA amamhärach 'näair d' ^irighdear, bhi Cü Bän an 
täl^iblie ag an doras rompa le na chapall 's a chöisde ag iarrailh 
an inghean le pösadh, D' imthigh si leis agus d' fan si leis go 
laibh si le agliaidh cloinne. Ann sin d' iair si cead air a dhul 
a bhaile go mb^arfadh si an päisde. Ni raibh s6 sdsta sin a 
dh^unadh, acht faoi dheire Mair si cead. 

8. Ni raibh si a bhfad 'san mbaile no gur rüg si inghean 
ög. Bhi si 'na leinbh bhreÄgh, agus blii fleasg 6ir i gcUr a 
b^adain agus flea.sg airgid i gcül a cinn. Bhi an mhäthair lag 
go maith agus d' fhäg si a cailin i gcionn a päisde. Ni raibh 
si a bhfad ag tabhaiit faire dbi, 'nüair sgiob rud 6igin thrid an 
siml^ir i. Ai' maidin lä arnamhänach thäinic Cü Bän an tSl^iblie 
le na hhean a thabhairt leis. D' imthigh 16o ar aon, agus nior 
sgar siad le ch^ile no go dtäioic tinneas cloinne uirri aris, agus 
eliüaidh si a bhaile, aelit is air 6igin füair si cead 6na fear. Bhi 
go maith agus ni raibh go hole, 

9. 'Nüair rugadh an dara inghean, n! raibh an mhäthair 
läidir go leür le faire dh^unadli iiini, agus d' fäg si ag a cailin 



4 



148 D. O' FOHARTA, 

i le faire thabhairt di. Ni raibli si a bhfad da faire, 'nüair 
thä.inic dhä läimh sios thrid an simleir, agus sgiob siad leö an 
päisde, sul do bhi dos ag an cailin cad 6 bhi si a' dh^unadh. 
Ar maidin l& amamhärach thäinic an Cü Bän an tdl^ibhe le na 
chapall a's a ch6isde, a's dubhairt s6 a bhean agus a ch^ile a 
chur amach chuige. Rinneadh sin chomhtapa a's bhi ionnta, a's 
th6ig s6 leis i. Nior sgar siad le ch^ile don iarradh sin go raibh 
an bhean le aghaidh cloinne aris. Ann sin d' iarr si cead a 
dhul a bhaile. Dubhairt an Cü Bän leithi go bhf^udfadh si a 
dhul a bhaile, acht nach rachfadh s6 f^in 'na coinne nios mö. 

10. D' imthigh leithi go dtäinic si a bhaile, agus ruc si 
mac breägh. Bhi fleasg 6ir i gclär a 6adain agus fleasg airgid 
i gcul a chinn. Ni raibh si a bhfad 'sa mbaile, 'näair thäinic 
an da inghin eile a bhaile, agus iad gan folach orra. 'Nöair 
chonnaic siad ise agus a cuid se6id, bhi siad grüamach go leör. 
Fa dheire thug siad amach annsan gcoill i agus nior fhäg siad 
folach da cuid 6adaigh uirri, agus bhi siad ag dul da böaladh, 
'n&air chüaladar torann agus an büireadhach ag teacht chuca 
amhail 's da mb^idheadh na crainnte ag dul thriona ch^ile. Cia 
bhi ann acht Cü Bän an tdl^ibhe? Thusaigh s6 'gä mbüaladh 
ann sin no go raibh siad i ngar a bheith marbh, Bhi s6 ag 
imtheacht leis ann sin gan focal a labhairt le na bhean, acht 
dubhairt sise leis 6 thärla gur chuir Dia ina hamharc 6, go lean- 
fadh si 6 chomfada 's bhi siubhal aici. 

11. Thusaigh si dhä leanamhaint ann sin go raibh an oidhche 
a' tuitiuL Dubhairt an Cü Bän leithi a dhul isteach i dteach 
beag bhi le hais an bhöthair, agus go bhfanfadh s6 leithi go 
maidin. 'Nüair thäinic si isteach, chuir bean an tighe fäilte 
roimpi agus ghl^as si s6ire di. Bhi si ag itheadh go raibh si 
säthach. 'Nüair bhi a döithin itte aici, duidh si sios le hais 
na tine. 

12. Bhi cailin beag breägh a' büaladh bäire ar an urUr. 
Bhi liathröid (Ar aici agus camän airgid. Bhi fleasg öir i gclär 
a headain agus fleasg airgid i gcül a cinn. Thäinic si agus 
chuii* si a ceann i n-ucht na mnä agus thuit si 'na codladh. 
D' kis sin chuir bean an tighe 'na codladh iad ar aon. 'Nüair 
d' 6irigh si ar maidin agus thusaigh si a' fäghbhail r^idh len' 
imtheacht, dubhairt an chailleach leithi nach raibh aon mhaith 
di ag iarraidh theacht süas le Cü Bän an tdl6ibhe; acht 'nüair 
connaic si nach raibh aon mhaith leithi, thug si ciairin bheag 



er BAN -VN T-SLEIBHE. 149 

ri^ rSaii p) nibeidir go Dibeidlieadh imsäid 6igiu aici dhe fös, 
Ann sin d' imthi]BrIi leithi a' siubhal. 

13. 'Niiair connaic Ca Bän an tSlfiibhe i, thiisaigli se a' 
rith, agiis lean sise dh^. Nior stop siad, acht ag riUi no gur 
thnit an oidhche orra. Ann sin dubhairt an Co Bän leithi a dhnl 
isteach i dteach bheag a bhi le hais an bhfithair agiis go blifan- 
fadh sk fein leithi go dti niaidin. Rinne si sin. 

14. 'Nilttir thäinir si isteach. chonnaic si cailin beag deas 
a' bAaladh b&ire ar an nrlÄr le llathrfiid 6ir agus caniän airgid; 
bhi fleasg öir i gcUr a h^adain agiis fleasg airgid i gcöl a cinn. 
Thäinic si agus chur si a ceann a n-ucht na mnä agns thnit si 
'na codladh. 

15. Ar niaidin lä amamhÄireach, 'nftair bhi si ag imtheacht, 
thug bean an tighe siosüirin beag di. ag rädh go mbudh fh^idii- 
go bhEuiglieadh si üasAid eigin fös de. Bhi si ag rith i n-diaidh 
an Oft Bän an lA sin no go raibh an oidhche ag tultiin orra. 
agus chuir se isteach i ni-bothäinin beag i go maidin. Bhi 
biiachaillin beag deas ann ag bi'mladh bäire le liathröid öir agus 
camän airgid; bhi fleasg öir i gclÄr ^adain agus tieasg airgid i 
gcäl a cliion. Leag s^ a cheann iona bucht agus thnit s^ 'na 
codladh. 

16. Ar maidiii lä arnanihäireach, 'nuair bhi -si ag initheaclit, 
thug bean a' tighe anäthaidin bheag di i bhfaitchios go dteas- 
thödheach si üaithi. Sul ar imthigh si, d' iarr si da bhain an 
tfinil as an gasür, mar nach raibh aige acht leath-änil. Tugadh 
leith-sgeiil eigin di. Ann sin bhain au bhean an täüil asa pöca, 
agus ar an möimeid a bhfacadh si an täüil eile, 16im si iona 
hÄit fein, agus bhi se chomh-malth agus bhi s6 ariamh. 

17. I>' imthigh leithi ann sin no go bhfacadh si Ct Bän au 
töl^ibhe. Thäinic se alias chuici, agus dubhairt leithi nach raibh 
aon mhaith dbi 'ga leanamhaint, mar nach bhfeicfeadh se amharc 
iiirri aris go bräth, agus giirb i fein a bhi 'na cionut-fiiocar 
leis, agus da. bhfanfadh si leis f^in agns na päisdidhe a breith 
iona theacb fein, go n-imtheftchadh na geasa üaidh. Ni raibh 
si i bhfad ag rith an lä sin, 'nüair thäinic si go cnoc bheag. 
Ohüaidh Cü Bau au täl^ibhe isteach ann. acht ar dul isteach dhö, 
rüg si ar bhrollach a leine agus d' fhäg si ceithre bhall fola 
ann. Dhüin an chnoc ab, agus rinneadh doch mhör disi. 

18. D' fban si mar sin ar feadh seacht mbliadhna, nuair 
tbäinic si di f6in aris, Bhi ag dul roimpi go dtäinic si go teach 



150 



D. O FOUiRTA, 



an nihaoir. D' fliiarr s^ dftr'd a clias ann so i. D' im 
dhö. Dubhaü't sesean go m-budh hole au rud di a bheith aiin, 
mar nach raibh dniue aun 1e fada när mliarbliaidh seancbaiUeach 
glirinda a blii 'na comhnuidhe, astig 'nan gcnoe. Dubhairt sise 
när mharbliaidb si an t'ii Bän, acht gur pliös ai e, agus gnr 
laibh sk 'na chomhnuidbe ann tos, agns dubhairt si leis go mbudh 
mbaith leitlii 6 fbeiceAl. 

19. Nior bbfada go dtäinic cailin a bhi ag an t^eanchailligb 
16 16ine ag locb a bbi anu da nigheacbäin. D' fiaiT an bliean 
di eä raibb si 'dul. Dubhairt si gnr a' nigheacbtiin 16ine a 
niaighistir. Go raibh ceithre bhall fola innti nir bh-feidir bbaint 
amacb, agns go raibb dbÄ cheud cailin marbb ag an tiean- 
chailligb 'nuair uÄr fheud siad an Öiuil a bbaint aisti. Dubhairt 
an bhean leitlii an leine a tbasbaint di agus go bhfeuchfadh ^ 
16 iad a bhaint amacb. Chiiaidh siad ar aoii don loch, agus ni 
tltisge leag si Umh uiiri nti thäinic an fhuil aniacli. Bhi fait- 
chios ar an gcailin bocht go niarbhiicliadb an seanchailleach i, 
'uuair a gheobhfadh si a bhaile, acht dubhaii't an bhean leithi 
a rädh go raibh preachAn ä dul tliart le läimh duine mliairbh 
iona ghob, agus gar tbuit an lämh sios ar an Ifeine 's gur bhaia 
si an fuil aisti. 

20. 'Nüaij' tbÄinic an cailin a bbaile, d' iarr an tsean- 
cbailleach di, cia an nös ar bhaiii sl an fuil amacb. D' innis si 
dhi mar dhubliaiit an bhean leitbi. Bhi luthghaii' inör ar an 
gcailligh, 'nüair a cbi'ialaidh si sin, mar shaoil si gurbh i bean 
Cu Bän an t616ibhe a bhi marbb agus go mbudh i sin ceann di 
cuid lämh. Bhi go maith. 'Nuair thäinic Maol-cbarrach (budb 
e so ainm an cbailin, tugthaoi Cül Carrach ar an gcailligh) go 
dti teach an mhaoir lä aniamhärach. leag bean Cii Bän an 
täleibhe an ciairin ar a ceann, agus bhi grüaig uirrt chomh-deas 
a's cbonnaic tu ariamh. 

21. 'Nuair thäinic si a bhaile, d' iarr an cliailleacb di, ca 
bhfuair si an gbrüaig breägh sin. Dubhairt si go raibh ciairin 
ag miiaoi eigin a bhi i dtigh an mhaoir a leag si ar a ceann 
agus go dtug si giüaig dlii. Dubhairt an chailleach leithi, 
fiafraigh dlii cia r'd a bh^idheadh aici aii*. Cborah-Iöath agus 
d' eirigli an lä, chiiaidh sl soir go tigh an mhaoir agus d' iarr 
si den mhnaoi ciar'd a bh^idheadh aici ar an gciaiiin. 'Äbair 
leithi', dubhairt sl, "gur oidhcbe mo chodia le na fear'. Thug 
SI di Hunsin L .\gus thari'aing si amacli an siosuirin agus leag 



M 



CC BAN AN T-SLBIBHE. 151 

si ar füi cöitin he&g ströicidhtlie e, ar an moimeid blii üeoididh 
agus srölaidh uirri tliart timchioll. 

22. Chüaidh si a bhaüe ann sin. D' iarr an tBeanchailleack 
di, cä bhfuair si an t-6adacli breägh sin. Dubliairt si go dtug 
an bbean a blii ag tlgh an inliaoir dlii 6 le i^iosüirin beag a bhi 
aicL Dubhairt an chaiUeach leitlii iarraidli dhi ciar'd a bh6i- 
dlieadli aici ar an siosiiirin. Ar maidin \k armbäireacli chiiaidli 
si faoi dheint na ninä agns d' ian- si uirri mar dhubhairt an 
chailleach leithi, 'Abaii'', arsan blieau, 'gur oidhche le na fear 
a bb^idheas m6 ag iarraidh'. 

23. Thäinic an cailin beag a bhaile a's d' innis si don 
tÄeanchailleafh ciar'd a dubbaiit an bhean leithi. "A, a', a 
dubhairt si, 'tiubhradh ui^ sin di, acht is beag an mhaith dhi 
sin'. D' innis an cailin sin don mbnaoi agus chodail si an 
oidhche sin leis an Cü Bän. Bhi go niaitli. 

24. La arnamlmireach thäinic an cailin go dli teach an 
mhaoir aris. Bhi snäthaidin ag ninaoi C'bu Bän a le^ si ar 
na seöidibh agiis thäinic ballaidh beaga öii- agus airgid orra ö 
bhun gü bärr. Bhi go niaith. 'Nüair chonnaic an chailleach au 
chuma a bhi ar an gcailin. d' ian' si dhi ca bhfüair si an t-ör 
agus an t-airgead. D' innis si dhi. agus theasta an tfinäthaidin 
üaithi. D' innis si sin don mbnaoi. Dubliairt an bhean go 
mbearfadh si dhi i, da dtiubhi-adh an chaiUeacb dhi oidhche le 
na fear. Blii an chailleach sästa sin a dheunadh, mar shaoil si 
go m-budh bheag an mhaith dhi 6. 

25. An lä sin, 'nüair bhi Cü Bän a' fiadhach. dubhairt a 
ghiomänach leis go n-innse6dliach se rud äigin dh6 da mbeidheadh 
fliios aige nach gciiirfidh s6 fearg air. Dubhairt an Cü Bän nach 
gcuii-fea. 'Tä go maith', arsan giomänach, 'so agat anois e. 'Nüaii- 
bhimid 'nar codladh ar6ir agas athrughadh areii'', (chodlochadh 
an giomänach i seämra (>s cionn a nihaigliistir), 'blii bean i 
n-aondaigh leat-sa agus blü si ag innsin duit gach uile rud 
th4rla dhiobh 'niiair a bhi sibh pi'isila i n-Elrinn. Acht nior 
chüalaidh tu focal de. mar bhi deoch süain aunsan naigln a thug 
an chailleach duit len' öl; agns mä dheanann tu mo chomhairle, 
dÄanfamuid mäilin beag leathair, agus anocht, 'nüair thiucfas si 
isteach leis an deocli, leig sios 'san mäilin i a bh^idheas faoi do 
mbüinfeil acht ar a bbfacadh tu ariamli, nä cur cor asat. Ann 
sin cuirfidh si coinneal le bonnachaibh do chos agus d6ghfadh si 
iad go dti an cnäiniti, acht nä corratgh ar a bht'acadh tu ariamh.' 



1 52 D. O' FOHABTA, 

26. Bhi go maith, 'nuair chüaidh siad a codladh, thäinic 
an chailleacli isteach le naigin agus dubliairt si leis an Cü 6 61. 
Dubhairt s6 leithi a dhul agus rud 6igin a thabhairt aige as an 
gcistionach. Chomhfad a's bhi si shios, chur s6 an deoch ana 
mhailin leathair, agus thuit s6 'na chodladh mä budh fior dhö 
ffein. Acht bhi aimhreas uirri när 61 s6 i. Dhögh si bonnachaibh 
a chos isteach go dti an cnäimh, acht nior chorraigh s6. D' im- 
thigh si amach ann sin, mar äaoil si go raibh s6 go dearbhtha 
'na chodladh. Thusaigh an Cu Bin agus a bhean & comhrädh 
ann sin, agus nior stad siad go rabhadar sAruighthe. D' innis 
si dhö gur raibh ubh faoi chois na leaptha agus da m-bäailfidh 
s6 an chailleach leithi, go marbhöchadh s6 i. Nior budh fada 
go dtäinic si isteach a ris. Chaith s6 an t-ubh leithi agus 
mharbh s6 i. Bhi na geasa briste ann sin, agus bhi caisleä^n 
na caillighe agus gach uile rud da fheabhas ag Ca Bän an 
t616ibhe agus a nihnaoi. Phos an giomänach Maolcharrach. 
Chüadar tra^na na haibhne agus bäthadh iad, acht th&inic m6 
f6in slän. 

Crioch. 



The White Uonnd of the Mountain. 

(1) There was once a king whose wife died. Before she 
died, she laid injunctions {geasa) on the king that no man, woman 
or child should enter her Chamber, save the king alone, until 
she had been a year and a day in the gi^ave. This he promised 
to fulfil. (2) Once wliile the king was gone ahunting, as was 
his custom every day, his three daughters found the key to the 
lock which was upon the door of the forbidden Chamber, opened 
it and entered. (3) The eldest daughter sat down in the chair 
of her mother, and taking hold of the white blossoms by her 
side Said: *I beseech God and the marvel of this chair that 
the son of the king of the western world may come and 
marry me'. Then feil the blossom from her hand. The second 
daughter did the same thing and wished that the son of the 
king of the eiistern world should marry her. (4) But the 
youngest daughter would not do it, as she desired to follow her 
father's advic^. However, her sistei^s forced her to sit dowTi in 



TUE WHITE IIOIIND OK THE MOUNTAIN. 



I5;i 



the cliair. Then slie said: "I beseech God and the niarvel nf 
the chair tliat the 'White Hound of tlie Mountain may come and 
marry me'. Slie said tliis in anger, for she knew not whether 
anytiiing like tlie ^Tiite Hound of the Mountain really existed. 
(5) That sanie aftemoon whn shonld come in his coacli but the 
son of the long of the western world, who carried off the eldest 
daughter with him. Likewise the aon of the king of the eastern 
World came and carried off the second daughter. (6) WTien the 
father came home, tlie youngest daughter toid him what had 
liappened and asked him whether there was anyone called the 
White Hound of the Mountain. He said there was. 'It can't be 
helped', said she, 'we must put up with God'a will'. (7) On the 
morrow the White Honnd was at the door with his horse and 
coach. come to marry the gii-l. Slie went witli him and lived 
with him until she was with cbild. Then she asked to be 
allowed to go home to bring forth the chiUl. He was not 
pleased that she sliould go. but at last he gave her permission. 
(8) Slie bronght forth a daughter, a beautiful chiM with a golden 
circlet on her forehead and a silver one on the back of her liead. 
The mother was faint and left her maid to look after the child. 
She was not long watching it, when something came down the 
chimney and snatched away the cliild. On the morrow came 
the ^Vll^te Hound and took his wife away, and they lived together 
until she again went home and bronght forth a second daughter. 
(P) Again two hauds came down the chimney and snatched the 
child away. The White Hound came as before, took his wife 
with him and lived with her tili .«he was with child once more. 
She asked permission to go home, and the White Hound nair! 
that she might go, but he wouJd not again come to nieet her. 
(lü) She went home and this time brought forth a beautiful 
boy with a golden circlet in front of liis head and a silver one 
behind. Then her two sisters came home, without any covering 
on them. When they saw her and her jewels, they were very 
sullen. At last they took her out into the wood, stripped all 
her dress off her and were going to beat her, when they heard 
a terrible thunder and a roaring comiiig towards them, as if the 
trees were all erasliing against one another. Who was there but 
the White Hound of the Mountain. He beat them tili they were 
nigh dead. He was going to depart, without saying a word to 
his wife; but she said that since God had granted her tUe sight 



154 D. O' FOIUKTA, 

of liini. sliH woiild follow liiin wliile ßlie was Hble to walk. 
(11) Theii she followed liim tili the aight feil. The White 
Houud tnid her to f^ into a small house by the side of the 
road; he would wait for her tili monüng. As she entered the 
honse, tlie goodwife bade her welcome and prepared a meal for 
her. Slie at« tili she was satisfied. Then she sat down by the 
fire. (12) A beautiful little girl was plaj-ing on the floor with 
a ball of gold and a hiuling-stick of silver. On her forehead 
was a golden cirdet, and on the back of her liead one of silver. 
She canie and put her liead in the woman's lap and feil asleep. 
Thereupon the woman of the house put them to sleep together. 
WTien she rose on the morrow and made ready to go, the woman 
Said it was no good for her to try to come up with the White 
Hound of the Mountain, but she gave her a sniall comb saying 
it might yet be of some ase to her. Then ahe went forth. 
(13) Wlien tbe White Hoiuid saw her, he began to run, and she 
followed hiüi. They did not stop running tili night. Tlien her 
husband told her to go into a small house by the roadside, and 
he would wait for her tili monüng. (14) In the house she again 
saw a pretty little girl playing with a golden ball and a silver 
hiu-ling- stick, and having the golden and silver circlets on her 
head. The girl pnt her head on her lap and feil asleep. (15) In 
the morning tlie woman of the house gave her a amall pair of 
scissnrs sajing she might find them of some nse. She followed 
her husband, and at night entered & small lint, where she found 
a pretty little lad playing &c., as before. (lö) She got a small 
needle from the goodwife. Before she left, she asked who had 
deprived the little boy of one eye. They tried to tnrn her off 
with some story. Then the woman took the eye from her pocket, 
and it sprang into its proper place, the boy being as snund aa 
ever. (17) Setting forth again she canie np ^vith the White 
Hound, who said her following him was no good; for he would 
never again bestow a glance upou her, as she had been the cause 
of all this, and if she had staid with liim and brought forth the 
childreu in bis own house that the spells (yeasa) would have left 
him. She had not gone far that day ivhen she came to a small 
knoll, into which the Wliite Hound went. She caught hold of the 
front of his shirt and left four atains of blood on it. The knoll closed 
on him, and she was turned into a large stone. (18) There she 
remained for seven years, when she came to hei-sell She went 




; WUITE UUUND OF TUE MOUNTAIN. 



155 



forward tili slie uaiue lo tlie stettard'K liouse. Ht- asked her 
what bad liappened to lier, and she told him. He advised her 
not to stay tUere, for a hideous old hag, who was dwelling: in 
t.lie knoU, was used to kill every one tliat stayed tliere. Slie 
said slie (». e. tlie old bag) bad not killed the wiiite Round, but 
bad married him. and tliat he was still dwelling tliere, and sbe 
woald like to see bim. (19) Not long after a girl who was witli 
the old bag canie out with a shii-t to wasb it in a lake. tliat 
was there. In answer to her question the girl told her it way 
her mastei'a shirt, and tliat there were four blood-staius on it, 
which two hundred girls who were with the old hag had been 
uoable to lake out, wberefore they had been killed by the old 
bag. The woman went with the girl to the lake, and as soon 
as she put her band on the sbii-t, the staius vanisbed. She told 
tbe girl to teil the old hag that a crow had flown past, carrjTng 
the band of a dead i)ei-son in its beak, that the band bad fallen 
tlown ou tbe shirt and bad taken tbe blood out. (20) ^Vhen 
tbe girl told this to the old hag, she rejoiced; for sbe tbougbt 
that the wife of the ^\'hite Hoimd was dead and that that had 
been one ol her hands. On the mori'ow Maol-Charrach (this was 
the name of the girl. and the old bag was called Cül-(-'arrach) 
went to tbe stewaid's house. The wife of the AMiite Houiid put 
tbe little comb on her head, which caused the most beautiful 
bair ever seen to grow on her. (21) Wlien she canie houie, 
Cäl-f'arraeb told lier \o ask tbe woman what sbe wonid take 
for tbe comb. On the next day Maol-Chanach again went east- 
ward to the steward's house, and in answer to her question the 
woman said: 'Teil her that I will give it for sleeping a night 
with her hiisband'. Tids was granted to her. And she pulled 
out the scissors and put tliera to her tattered little coat, and 
in a moment she was cflvered with jewels (silk?) and salin. 

(22) Theu sbe went home, &c. The old hag wanted to know tbe 
price of the scissors. 'A night with her husband', was the answer. 

(23) 'Ab, ab. said tbe old hag, I shall grant her that, but it is 
little good to her.' And that night the woman siept with the 
AMiite Hound. (24) On the moiTow the girl came again to the 
steward's house. The wife of tbe WTiite Hound put her needle 
to the silk dress, and little .spots of gold and süver came out 
over tbe whole dress from top to bottom. Again she demanded 
to sleep a night with the ^VTiite Hound as tbe price of the 



156 



D. O FOHARTA, THE WHITE IIOLTJD OF THE MOUNTAIN. 



needle. The old hag granted her this, as she tlionglit if wonld 
bring her little good. (25) That day, wheu the ^Miite Hoimd 
was hunting, his liimtsman said he would teil Mm something if 
he would not be angry with him. The WTiite Hoimd said he 
wonld not, whereupon the huntsman said : ' Wlien we were 
sleeping last night and the night before that (for the huntsman 
slept in a Chamber above his master), a woman was with you 
and told you everything that had happened to you when you 
were married in Ireland. But you never heard a word of it, on 
acconnt of the sleeping-drauglit wliich the old hag had given 
you to driiik. And if you will take my advice, we will make a 
small leathern bag, and to-night when she canies in with the 
drink, pour it down into the bag wliich shall be round your neck. 
But whatever you will see, do not stir. She will then put a 
candle to the soles of your feet and buni them to the bone, but 
do not stir, whatever you may see.' (2ö) When they (the ^Vhite 
Hound and his wife) went to sleep, the old hag canie in and 
gave the Hound a draught. He asked her to get him something 
out of the kiti'lien, and while she was below, he poured the drink 
into his leathern bag, and pretended to fall asleep. But she 
donbted whether he had drnuk it. She bnrnt tlie solea of his 
feet to the bone; but he did not stir. Then she went out thinking 
he was indeed asleep. The White Hound and his wife then 
began to converse together, uor did they stop tili they were 
tired. She told him there was an egg at the foot nf the bed, 
and if he hit the old hag with it, he wonld kill her. It wa« 
not long before she carae in again. He threw the egg at her 
and killed her. Tlien were the spells (geasä) broken. and the 
Castle of the hag and all her possessions now belonged to the 
Wliite Hound nf the Mountain and his wife. The himtsuan 
married Maol-Charrach. They went across the river and were 
drowned, but I came away sound. 



ERSCHIENENE SCHRIFTEN. 

Monumenta Gtermaniae Historica. Auctomm antiquissimomm 
tomi Xm pars I. Chronica minora, Vol III Fase. I, ed. 
Th. Mommsen. Berlin (Weidmann) 1894. 222 S. 4. 



Die kritische Ausgabe des Gildas und der Hütoria Brit- 
tonum (des Nennius) von altbewährter Hand werden alle 
Keltologen freudigst begrtisst haben. Sind doch diese Werke 
einerseits die wichtigste Quelle für eine gewisse Periode der 
brittischen Geschichte und stellt sich ausserdem immer deutlicher 
heraus, dass Nennius auch für viele der Fabeln über irische 
Urgeschichte nicht nur als das älteste Zeugnis, sondern geradezu 
als Grundlage zu betrachten ist.*) 

Von Gildas bringt die Ausgabe natürlich vor allem die 
leidenschaftliche Epistel de excidio et conquestu Britanniae, wie 
sie Mommsen betitelt, die den um 547 an der Pest gestorbenen 
Brittenfürsten Maglocunus anredet, also etwas früher entstanden 
ist; ausserdem aber, was von dem sonst Gildas Zugeschriebenen 
sich nicht auf den ersten Blick als unecht erweist, einen kurzen 
Traktat de paenitentia und möglicherweise echte Auszüge aus 
verlorenen Briefen. Die Einleitung handelt von Gildas' Leben 
und als Anhang p. 91 ff. folgen die zwei ältesten Vitae des Gildas, 
die eine im 11. Jh. von einem bretonischen Mönche, die andere im 
12. von Caradoc von Llancarvan verfasst. Der heil. Gildas war 
darnach ein Britte, der sich noch ganz als civis Romanus fülilte, 
nicht lange vor 504 geboren, vielleicht ein Schüler des heil. Iltut, 

*) Die Geschichte vom vir nobilü de Scythia § 15 (M. 156, 13 fr.) ist 
vieUeicht speziell für ihn von einem gelehrten Iren erfunden worden. 



158 



EIWCHIKNENE SCmUPTEN. 



Medelte gegen Ende seines Lebens nach der Bretagne über, wo 
das Kloster GildaB-de-Ruis seine (rriindung auf iliii zurück führt; 
zur Zeit Künig Ainraire's (566^569) scheint er noch eine Reise 
nach Irland unternommen zu haben und ums Jahr .STü gestorben 
zu sein. 

Die Ausgabe der Historia Brittonum, die einen grossen 
Teil des handschriftlichen Materiaht endlich einmal bequem über- 
blicken lässt, bespreche ich um so lieber, als sie mir Gelegenheit 
bietet, mehrere Punkte meiner Anzeige von Zimmers Nennius 
vindicatus in der Zeitschr. f. deutsche Philologie 28, 80 ff. richtig 
zu stellen, andere zu präzisieren und zu festigen. ') Zur leichteren 
Orientierung gebe ich zunächst eine Konkordanz der Zeichen für 
die wichtigsten Handschriften, da Mommsen darin sowohl von 
Stevenson -SanMarte als von Petrie abweiclit, und erinnere 
Leser, die die Neuuiuslitteratur der letzten Jahie nicht genauer 
verfolg haben, daran, dass uns die Historia Biiitonum vor- 
nehmlich in sechsfacher Gestalt vorliegt: 

l. Die älteste erhaltene Fassung, die im Wesentlichen 
auf ein Werkchen des Jahres ü79 zurückgeht, in der unvoll- 
ständigen Hs. von Chartres (9.^10. Jh.), welche Mommsen zueret 
beigezogen hat. Von Mommsen mit Z, von mir a. a. 0. mit Ch 
bezeichnet; im Zusammenhang abgedruckt Rev. Celt 15, 174 ff. 

n. Die selir erweiterte Harleian-Rezension; über Datum 
und Verfasser s. unten. Handschriften: 

Mo. H = Ste. A ^ Pe. X (IL— 12. Jh.) 
Mo. K ^ Ste. B = Pe. Y (12. Jh.) 

') Einige Berichtigiuigen seien gleicii liier voran« geschickt. Zn p. Bi: 
Nicht alle NeuniushsR. Iraeu in §31 Graliafio Eqwanlio; die gokilrzte Beienaion 
hat Martiano nacli Beda (M. IT2, 1). — Zu p. S!>: Die Deutung von et Seirin 
(M. 205, 20) BUB miKsverstaudeneni A^ieirin stainnit nicht vou Zimmer, sondern 
von Loth (Bevne C'eltiqne 10, 357). — Zu p. 88»): Die Lesart Britonea fitiits 
Uli der Ha. von ('hartres ist eher in Britones filii Silvi als in Britona Silvii 
KU heasem. — Zu p, S9: Im Stuuimbanui zu g 10 i£t Briti exuH, nicht Brvti 
exosi die Lewirt aller in Betracht komroenileu Hbs. (M. 151). — Zu p. 95'): 
Dnse das Datum von Anaraat in die irische Bearbeitung aufgenommen sei, ist 
eine irrige Behauptung, mein dortiger Tadel gegen Zimmer also dnrehaiu 
unberechtigt. — Zu p. 96 Z. 4: Statt Cadeits Sohu Griffri lies Cadella Groas- 
Bolin O. — Zn p. 97*): Der irische Bearbeiter bann den Papatnamen Eleuthetiva 
doch, wie Zimmer will, aus seiner lateiniBchen (Juelle Ubemommen haben, da 
er sich auch in Ha. C findet <M. I(i4, 2ü). — Zu p. 107*)-. .Statt Cal ofOtngn» 
CXLVm lies CXLVn. 



4 



Ä 



CHRONICA MINOUA III I ED. 



159 



ni. Die daraus gekürzte (Gildas-)RezenRion, welche 
§ 18') und § 57 bis 66 auslässt, dafüi' eine Liste der römischen 
Provinzen in § 17 einfügt (M. 159 Anm. 3). Diese Rezension ist 
weitaus die verbreltetste; als Verfasser bezeichnen die uieisten 
Hss. Gildas Sapiens. Die hanptsächlich benützten sind: 
Mo. P ^ Ste. D ^ Pe. H (12. .TTi.) 
Mo. Q ^ Ste. E = Pe. G (13. .Jh.). 
rv. Dieselbe gekürzte Rezension, aber mit Zusätzen, 
von denen einer auf eine Hs. weist, in der sich das Datum 
anno mundi 6108 {= 880 post passionem Christi) fand, d. i. wahr- 
scheinlich 910 n. Chr.. obschou Hs. D' die Zahl als 912 n. Chr. 
berechnet hat (M. 146b, 3). Die Znsätze sind in Mommsens Aus- 
gabe trefflich hervorgehoben, indem er sie mit der Ueberschrift 
Nennins {s, u.) gesondert abdruckt. Zu ihnen gehört die Vor- 
rede des Nennius § 3 (M. 143). auch die Verse des Nennins 
(M. 144), die, obschon nur in öiner der massgebenden Hss. er- 
halten, ohne Bedenken als echt angesehen werden können. Ueber 
diese Textgestalt ermöglicht überhaupt erst Mommsens Ausgabe 
ein sichereres Urteil (s. u.). Er zeigt , dass zunäciist nur zwei 
Hss. in Betracht kommen: 

Mo. D = Ste. N ^ Pe. C (12. Jh.) 
Mo. C = Ste. K = Pe. B (13. Jh.). 
Aus D kopiert ist Mo. und Ste. G (a. 1381). Die Hs. f ist 
verarbeitet in 

Mo. L ^ Ste. L =^ Pe. A (13. .Jh.). 

V. Die vatikanische Bearbeitung, in einer Hs. dem 
anachoreta Marcus zugeschrieben, ist im fünften Jahre König 
Eadnmnds 945 n. Chr.') auf Grund von I und U mit Auswalil 
hergestellt. Hs. ausser Mommsens N (12. .Tli.): 

Mo. H ^ Ste. a = Pe. BB (11. Jh.). 

VI. Die irische Bearbeitung, aus IV erweitert mit Bei- 
ziehung anderer Quellen, darunter I; nicht später als das 11. JIi.; 
in finer Hs. dem iiisclien Dichter Gilla Coemain zugeschrieben. 
Eine von Zimmer gelieferte lateinische Uebersetznng der in 
Betracht kommenden Partieen druckt Mommsen unter dem Titel 



■> Mommsen (IUI, 19) sieht dea Torhergeheuden Sats: qtti incolae in 
primo fuenmt Brittaniae gewiss mit Unrecht sa diesem Paragrapbeii, 
') Nicht 9411, n'ie ich a. n. 0. SO atix Versebea geschrieben habe. 



ItJO 



ÜUSt'HlENENE SCHRIFTEN. 



Nennius interpretatus bei. Doch ist zu beachten, dass 
keine Varianten ang:iebt, auch nicht bei Eigennamen. So tritt 
z. B. nicht hervor, dass der Verfasser bei dem Iren Nemnius 
(Nemnus) heisst,') was sich jetzt in einer Randnote der Hs. C 
(M. 143) wieder gefunden hat. So giebt Zimmers Uebersetzung 
M. 178b, 21 (vgl. 179, 1) Caniguaratand , was Mommsen p. 139 
als Uebereinstimmung des Iren mit C> fasst,') wählend that- 
sächlich die irischen Hss. (Todd p. 87) Congarlona Congarlon 
lesen, also \ielmehr zu Contguaraland C (Congvaralan P) 
stimmen. 

Zimmer hielt, wie bekannt, die rationellere Anoi-dnung der 
irischen Version für das Ursprüngliche; sie sei in II (und 111) 
nachträglich verwirrt worden. Er nahm daher an, dem Iren 
habe eine Neui-edaktion des uuverwin-ten Textes vorgelegen, die 
'nordwelsche Rezension", die unter anderem die Zusätze enthalten 
liabe, welche in IV dem Texte III nachtiäglich beigefügt worden 
sind. Mommsen, für den natürlich Zinnuers Hauptargument nicht 
mehr gilt, da schon I dieselbe Anordnung wie 11 zeigt, glaubt 
dennoch — aus welchem Grunde ist nicht recht ersichtlich — an 
eine solche lateinische Neuredaktion, welche der Ire übersetzt 
habe und ans der die Zusätze in IV excerpiert seien. Da diese 
Zusätze die Vori'ede des Nennius und einige gleichfalhs auf ihn 
weisende Noten in sich schliessen, hält er — im Gegensatz zu 
Zimmer — eben jene Neuredaktion und nur diese für nenniaiüsch. 
Nun beschreibt aber die Vorrede des Nennius, wie schon Zimmer 
betont hat, durchaus die Thätigkeit des Kompilators der Harleian- 
Rezension (II). Das einzige Bedenken, das noch bestand, dass 
nämlich die Vorrede den Isidor als Quelle nennt, Zimmer aber 
dessen Benutzung in II nicht naclizuweisen vermochte, ist von 
Mommsen selber gehoben (p. lüS Anm. 1 — 5), wie ich noch am 
Schlüsse meiner Anzeige a.a.O. 113 habe anmerken können. 
Dagegen dass man die Voirede auch auf die angeblich dem Iren 
vorliegende Neui-edaktion beziehen könnte, hat meines Erachten» 
Mommsen p. 142 nicht erwiesen. Z. B. milsste die in der irischen 
Version benutzte Piktenchi-oiük durch annalcs Scottontni Saxotium- 



>) S. Ret. a. a. 0, S2 und 95. 

■) Die Zahlen der Citate auf p. 139 weichen alle i 
ab, der woU bei der Korrektur verscboben woriien ist. 



n Texte p, 177 ff. 




CllKOSlCA MINOKA 



El). M0MM8EN, 



161 



que bezeichnet sein, imd auch soast muss man die Ausdrücke sehr 
pressen. Das Dilemma löst sich aufs einfachste durch unsere An- 
nahme (a. a. 0-96t), dass Nennius beides, sowohl die Harleian- 
Eezension als mehi'ere der Zusätze in IV verfasst liat, somit 
natöi'licli auch die dazwischen lieg^ende gekürzte Rezension lU. 
Letzteres ist ohnehin so gut wie sicher durch die Note M. 207, 
aus der wii' erfaluen, dass Nennius die Kürzung nach dem l'rteil 
seines magister Beulan vorgenommen bat. Die Von-ede ist somit 
nicht speziell auf die gekürzte Rezension gemünzt, sondern soll 
die ganze ßedaktionsthätigkeit des Nennius kennzeichnen. 

Ferner habe icli a. a. 0. 81, freilich auf Grund einer 
äusserst lückenliaften Kenntnis der Handscliriftsverhältnisse, an- 
genommen, die 'nennianischen' Zusätze in IV seien von jeher 
blosse Noten gewesen, die Nennius nachträglich seiner definitiven 
Ausgabe (lU) beigefügt habe. Ist diese Annahme jetzt auf- 
zugeben? — l-'nter den beiden Haupthandschriften der Text- 
gestalt IV ist D, wie Mommsen zeigt, ursi)rnnglich ein reiner 
Repräsentant der gekürzten RezeBsion HI (Mommsens D '). Erst 
nachträglich sind zwischen die Zeilen und am Rande teils die 
'nennianischen Zusätze' teils blosse abweichende Lesarten ein- 
getragen worden, sowie die Vorrede des Nennias auf ein voraus- 
gehendes leeres Blatt (!>"). Die Hs. C dagegen repräsentiert 
zwar auch im allgemeinen die Rezension lU; aber die Zusätze 
und namentlich die variae lectiones von D' bUden hier nur zum 
Teil Rand- und Interlineamoten ((■*); manche erscheinen viel- 
mehr im fortlaufenden Texte (C). Anderei«eits enthält C^ das 
manibus compluribus geschrieben ist (M, 125), noch weitere, in 
D nicht vorhandene Noten, die wohl sekundärer Art sind.') Die 
scheinbar näclistliegende Annahme, C sei aus D geflossen, wobei 
einige der Noten in den Text aufgenommen worden wären, ist 
unstatthaft, weil der Orundtext der zwei Handscliiifteu ver- 
schiedenen Klassen angehört. Die von Mommsen für Rezension HI 
hauptsächlich benutzten Handschriften zeigen nämlich folgendes 
Verhältnis. Der Harleian - Rezension h (woraus das Ai'chetyp 
von HK geflossen) stand am nächsten d (woraus D'); es folgte 
q (woraus Q), p (woraus P), dann erst c (woraus 0).*) Zwei 

') Eiiizelue acbeineii aus anileren NemiiasUBs. gciKiliUpft nnd Htimmeu 
2nm TeU mit D' überein. Vgl. 155, 18—19 deacendirwnt C wie D'Q, 
währenil V wie P deaeenderent liest; 158, I poatea add. C wie D'. 

') Aiu weiiigüteu deutlich ist die .Slelliing von (f, das iwar nieiateus 

&iltHhrin f. sali. Phllnlagl* t. H 



4 



162 ERSCHIENENE SCHRIFTEN. 

Proben mögen genügen, da sie die Reihenfolge klar ei'kennen 
lassen: 

155, 12 uno anno HK, uno animo D*Q, unanimo uno con- 
sensu P, unanimo consensu C, (id^o uno consensu D^). 

192, 15 reges Brittannicae gentis HKD*Q, regiones Brit- 
innnieae gentis P, regiones Britanniae C. 

Wegen dieser Stellen und der zahlreichen Fälle, wo C mit 
P gegen D* zusammen geht, kann der Text von C' nicht aus D 
abgeleitet werden. 

Wo C von P abweicht, beruht dies manchmal, wie oben, 
auf selbständiger Aenderung — so z. B. die Zahl 449 statt 448 
(M. 170, 8) oder der Papstname Eleutherio ^) statt Eua^-isto 
164, 26 — , öfter jedoch darauf, da«s C auf die Version 7* 
zurück greift. Solche Besserungen erscheinen bald im Text, 
bald in den Noten. Im Text z. B. 158, 7: Scotti auteni HK, 
Scithae auteni D*QP, Seite autem id est Scotti C* {vel Scotti 
Note D«). In den Noten (C«) z. B. 153, 13: f rater eius HK, ut 
diximus D»QPC*, uero frater eius ut diximus C^ (und D^) oder 
188, 6: ad familiam suam dixit HK, animaduertit D*PC*, ad 
familiam suam animaduertit C^ (und D^). Anderes s. bei 
Mommsen p. 138 f. Gingen die Zusätze und die Varianten in 
C und D^, wie Mommsen und Zimmer denken, auf eine eigent- 
liche Neuredaktion der Uistoria zurück, die also noch manches 
andere enthalten hätte, so müssten sie von demselben lihrarius 
stammen (Mommsen p. 139), da zwei verschiedene Leute beim 
Excerpieren nicht zufällig die gleiche Auswahl getroffen haben 
könnten. Nun ist C, wie oben bemerkt, keine Kopie von D. 
Auch dass derselbe Schreiber, der D adnotiert hatte, die Hs. C 
geschrieben habe, ist unwahrscheinlich; warum hätte er dann 
einen anderen Grundtext als D* gewählt? Somit müssen ent- 
weder die Noten in D aus C geschöpft sein oder D 2 und C gehen 
selbständig auf eine ältere Quelle von ähnlicher Gestalt zurück. 
Ob die Zeit der Handscliriften die erstere Annahme gestattet, 
scheint zweifelhaft. D* ist vor 1166 geschrieben, die Zusätze, 



mit D* oder mit P geht, aber auch viele selbständige Abweichangen zeigt. 
Einzelne rilhren offenbar von einem graten Lateiner her, der wohl manchmal 
gerade die ursprüngliche Lesart getroffen hat. Hierher ist vieUeicht selbst 
150, 14 zu zählen: ßiw mortis Q wie HK gegenüber faJt%L8 mortis D^ etc. 
Doch hat möglicherweise ein Korrektor eine Hs. der Klasse HK beigezogen. 
So auch Q. Beide nach Beda. 



cnHONICA MINOIJA 



KD. MOMMSEN. 



im 



wenigstens die Vorrede manu non muUum posta-iore eingetragen 
(Mommsen \>. 123 nach Jenkinson). Dagegen wird C wie die 
wahi-scheiiilich von demselben Schreiber gefertigte Bearbeitung L 
in das 13. Jahi'hundert gesetzt (p. 124). Demnach ist elier an- 
zunehmen, dass D* und <.! auf ältere adnotierte Handschriften 
zurück gehen, au* dieselbe oder auf verschiedene.') Wie dem 
sei, dass diese Noten einer Neuredaktion des Nennius ent- 
springen, wird durch nichts angezeigt. Man sieht im Gegenteil 
niclit ein, warum er eine dritte Umgestaltung seines Textes vor- 
genommen tiaben sollte. Alles erklärt sich aufs beste, wenn man 
annimmt, Nenniiis habe eine dei- Abschriften der definitiven 
Rezension III (c), die er für sich und seinen Lehrer Beiilan oder 
dessen Sohn Samuel behalten, nacli der Urhandscliiift der Harleian- 
rezension, die er wohl noch besessen haben wird, emendiert und 
einiges Neue hinzugefügt. Ob die Handschrift., welche um 910 
in Angtesey oder Nordwales sich befand, dieselbe oder bereits 
eine Kopie war, bleibe dahingestellt; jedenfalls enthielt sie 
Noten, die nicht melir von Nennius herrühren können (Rel a. a. 0. 
98). Für ims wird diese Fassung, die der irischen Bearbeitnng 
zu Grunde liegt, am besten durch Hs. C repräsentiert, während 
D nur Excerpte aus einer ähnlichen Hs. bietet. Auffällig könnte 
noch erscheinen, dass auch in C die Vonede auf einem nach- 
träglich vorn eingefügten Blatt geschrieben steht, obschon 
schon das Archetyp sie enthalten haben muss. Da das Blatt 
aber auch die Vt!i-se des Nennius und die Aufzählung der bftsen 
und guten Eigenschaften der Völker enthält, darf man schliesseu, 
dass sich in der Vorlage (und schon in Nennius' Exemplar) alles 
dieses im Anhang hinter dem Text der Historia befand und 
dass der Kopist zu spät daran dachte, dass die Vorrede eigentlich 
an den ,\jifang gehöre. — So viel zur Ergänzung und Be- 
richtigung dessen, was ich a. a. 0. über die 'gekürzte Rezension' 
imd über Zimmers 'uoMwelsclie Rezension' ausgesagt, und zur 
Motivierung meiner Schlussnote a. a. 0. 113. 

Die Entstehungszeit der Hauptarbeit des Nennius, der 



') Dasa C neb«n einer Handschrift, die eng eu D* gehörte, eine iiudere 
beigeKogen hat, ilie in näherem Verhältuls zur iriachen Vereiun stand, ist mir 
wegeu des Namens A'emniiu der Randuote in C (M. 143 Aniu,) wuhnclieiiilich, 
während die Vcrretle iu C wie in D' Nenniwa bietet, and wegen der Lesart 
(falua nus) erit fortia in C 15Ö, 17—18 (der Ire: 'er wenle stark sein'; 
gegenüber morli) tMct in C' und li'. 

11* 



164 ER9CIIIENBNK RCIIIUFTEN. 

sogen. Harleian-Rezensioii, glaube ich jetzt genauer l)estimmeii 
zu kömieti; a. a, 0. 9ä (f. bin icli wohl mit den felilerhaften 
Zahlen des Nennius zn sclionend umgegangen. Zunächst sei 
daran erinnert, dass wir ausser den genaueren Daten drei 
Anhaltspunkte haben. I. Die von Nennius eingefügten Stamm- 
bäume der Angelnfürsten, die der Hauptsache nach im Jalire 
748 oder 749 aufgesetzt scheinen, nennen noch Konig Ecgfrid 
von Mercia (regiert 796), was einen ternu'nus a quo ei^ebt 
(M. 204, 12). I) IL Der in §49 (M. 192f.) als regierend er- 
wähnte Fürst Femmail lebte nach Zimmers Berechnung etwa in 
den letzten Dezennien des 8. und in den ersten des 9. Jahr- 
hunderts. ') in. Nennius nennt sich Schüler des 809 gestorbenen 
Bischofs Elbodgw von Bangor, der fi-eilifh das Werk seines 
Schülers nicht erlebt zu haben braucht. 

Die drei bestimmten Daten dagegen enthalten fast alle 
greifbare Felder. M. 14.5, 15 ff. werden in HD'QPCi seit t'hristi 
Passion 79(5, seit der Fleischwerdung 831 Jahre gezählt, was 
nicht zusammen stimmt, Nehmen wir vorläufig an, das Jalir der 
Passion sei richtig angegeben, indem der Hisioria überhaupt 
die Rechnung nach Passionsjahren geläufiger scheint, so bedeutet 
dies entweder 826 oder 828 nach Cliristi (ieburt. In ersterera 
Falle würde sieh 8ai n. Chr. als leichte Verscliieibung (XXXI 
für XXTI) in h erklären. 

In §10 (M. 158f.) wird die .\ukuiift Paüicks in Irland 
zuerst auf 405 nach t'hristi Gebuit gesetzt. Nach weiteren 
Daten zu irischen Heiligen wird Patricks Ankunftsjahr abernialB 
berechnet nach cycli decemnovennalcs und zwar auf 438 n. Chr.; 
et ab adveniu Patricii . . . CCCCXXI sunt . . . ttsque in hunc 
annum, in quo stimus. Zählt man, was ziuiächst liegt, die beiden 
letzten Zalilen 438 + 421 zusammen, so erhält man 859 n. Chr^ 
eine Jahreszahl, die viel später fällt als alle übrigen dei" 
Rezension IL l'nd doch kann sie nicht von späterer Hand ein- 
geschoben sein, da sie schon aus der Harleian- Rezension in die 
gekürzte übergegangen ist. Darum glaubte ich a. a. 0. 96 an- 
nehmen zu sollen, Nennius habe ziemlich sein Leben lang au der 
Historia gearbeitet und zu verschiedenen Zeiten Einträge gemacht. 
Nun nennt er aber in der Randnote zu der sjiäteren, gekürzten 



■) Mommsen p. 117 schreibt aus Versehen 'saeado VII «xeunte 



-305, 4) ) 



CRRONIfA MrNORA III 1 ED. MOMMSEN. 



165 



Rezension den Pi-esbjter Beiüaii seinen maifisfer, was bei einem 
hochbetag:ten Manne, wie es ein Schüler Elbodgws um oder nach 
850 notwendig war, wenn auch nicht undenkbar, so doch ver- 
wnnderlich wäre. Das fiUirt zu der Vermutung, dass Nennius 
vielmelir das erste Patuni von Patricks Ankunft seiner Be- 
rechnung zu Grunde gelegt hat: 405 + 421 ergiebt 826 n. Chr., 
genau dem Jahre 7!tfi post pas-sionem in den Calculi ent- 
sprechend. Auf Grund dieser Uebereinstimmung halte ich das 
Jahr 826 für die Zeit, da Nennius die gesamte Harleian-Rezensiou 
der llistoria konniilierte. 

Auch das dritte Dattun {§ Iti Anfang) widerspricht kaum. 
Darnach beträgt die Zeit von der Sachsenankunft (347 post 
pasitionem M. 172, 3) bis zum vierten Hegierungsjahr des Königs 
Merminus 429 Jahre. Dass aber a. 776 post passionem, also um 
806 n. Chr. kern König Mermin regiert hat, ist längst bemerkt 
worden. Von Mermin ist einigennassen zuverlässig nur das 
Todesjahr überliefert, 844 iiacli den Annales Cd/mbriae, sowie 
das seines Vorgängers t'inan, 816 nach derselben Quelle.') Der 
Brut y Tywysogion in der Myvyrian Archaialoyy p, 685 ff., der 
freilieli %iele zweifelhafte Angaben enthält, lässt t'ynan im 
Jahre 814 gestorben sein') und darauf vier Jahre vergehen, bis 
SlerfjTi die DuppelheiTsehaft über Nordwales und Powis antritt 
(818). Wenn wir das vierjährige Interregnum auf die besser 
beglaubigten Daten übertragen, so wäre Mennin 820 König 
geworden, sein viertes Jahr also 823^824. Aber bei dem 
Charakter der Quellen düi-fen wir olrne Bedenken umgekehrt 
schliesseu: da die Übrigen Daten seines Zeitgenossen Nennius auf 
826 weisen, ist eben dieses Jahr als das vierte Mermins an- 
zusehen; er ist also nicht vor 822 als König anerkannt worden, 
wenigstens in der Gegend, wo Nennius schrieb, d. h. in Powis.») 
Denn jetzt, wo ein Wechsel des Aufenthaltsortes walirend der 
Bearbeitung nicht mehr wahrscheinlich ist, kann diene genau 
bestimmt werden.*) Es war Südost-Wales, wie schon Zimmer 



I 



I) Damit glimmt S\h iu ileu UlBteranunlen , da diese regebotoig um 
ein Jahr vurdatieren. 

*) Seiuen Nachfolger Merij'u 8:i&- 

") Meint also Neniiius iiHDh hier iIhh Jahr Tflii poal panaianen», ,ho ist 420 
Jahre nach der Saehseiiankuiift vm Felder tllr 44H, also XLVUII iu XXVIII 
versehriebeu. 

•J Vgl. Kef. a. ii-O. um. 



\ 

160 ERSCHIENENE SCHRIFrEN. 

allerdings nur für den Verfasser der Harleian-Kezension an- 
genommen hat. Der Stammbaum Fernmails und die Mirabilia 
aus dem Wye-Gebiet weisen deutlich nach Builth oder Umgegend. 
Für den Norden fehlt es dagegen an entscheidenden Zeugnissen. 
Dass Nennius früher ein Schüler des Bischofs von Bangor ge- 
wesen, spricht natürlich nicht dagegen, dass er später bei einem 
Presbyter Beulan in Powis weiter studiert hat. Zimmers Versuch, 
aus dem Ortsnamen LUin Beulan Anglesey als Beulans Heimat 
zu erweisen,*) beruht auf einem Versehen, das Loth (Bev. Gelt. 
16, 238 f.) richtig gestellt hat. Die Wunder von Anglesey (§ 75) 
sind in so abweichendem Stil erzählt, dass die Annahme, sie 
seien, wie ja sicher die Wunder Irlands (§ 76), von anderer 
Seite dem Nennius beigesteuert worden, von vornherein wahr- 
scheinlich ist. Endlich dass um 910 eine von Nennius adnotierte 
Hs. oder deren Kopie sich in Nordwales oder Anglesey befand, 
ist auch dann nicht auffällig, wenn Nennius im Süden ge- 
schrieben hat. 

Also im Jahre 826 hat Nennius oder Nemnius in der 
Gegend von Builth das Werk, das wir die Harleian- 
Rezension nennen, kompiliert und, vermutlich gleich 
darauf, auf den Rat seines Lehrers Beulan die gekürzte 
Rezension zur definitiven Ausgabe daraus ausgezogen. 
In ein Exemplar der letzteren hat er später noch 
mehrere Korrekturen und Zusätze eingetragen. 

Ueber die Quellen des Nennius habe ich meinen früheren 
Ausführungen nichts Wesentliches beizufügen, 2) vermag aber 
jetzt einiges fester zu begründen. Eine Hauptquelle für den 
ersten Teil bildete neben der alten Uistoria ein als Annales 
Romanorum bezeiclinetes Werk, das, selber auf einigen Kapiteln 
der vornennianischen Uistoria fussend, von den Beziehungen und 
Berülirungen der Römer mit den Britten handelte; es bietet 
einiges Interesse, weil es auch von Beda benützt worden ist. 3) 
Bedas im Jahi'e 731 vollendete Uistoria eccUsiastica hat als 
Schlusskapitel (V, 24) eine recapitulatio totius operis\ da diese 
einige Daten enthält, die in der Hist eccl nicht vorkommen, ist 
sie offenbar nicht sowohl aus dieser, als aus den Notizen aus- 



*) Neues Archiv für ältere deutsche Geschichtskunde 19 (1894) p. 667f. 
*) Den genauen Nachweis der Stellen der lateinischen Chronisten, die 
in der Historia benützt sind, giebt Monmisen unter dem Texte. 
3) A. a. 0. p. 89 und 92. 



CHRONirA MINOBA 171 1 KD. MOMMSES. 



167 



gezDg;en, die Beda bei d«v Ausarbeitung der Kirclieugesdiidite 
mit Auswahl verwendet hat. Manclierlei rebereinstinmiungen 
mit NenniiiB weisen nun darauf liin, dass etwa die ersten acht 
Zalüen im Wesentlichen auf Auszögen aus den Annales lioma- 
norum beruhen. Dort findet sich das Datum lö7 fiir die Be- 
kehrung des Brittenkönigs Lucius (^ Nemiius § 22, M. 164, 21), 
dort das Datum •Ui für Kaiser Claudius, das bei Nenniits § 21 
(M. 164, 9) als 48 erscheint. Auf diese Quelle habe ich a. a. 0. 02 
die auffällige Angabe des Nennius zuriick geführt, die Eömer- 
herrschaft in Biitannien habe 409 Jahre gedauert (g 28. M. 167. 18). 
Nun schreibt Beda sub a. 409 nach Christus: Koma a Gothis 
fracta, ex quo tempore llomani in Brittania regnart cessarunt, 
so dass Nennius klärlich seine Quelle niissverstanden hat.') Ans 
dieser Zahl. \'emiehrt um die vierzigjährige Pause nadi der 
Römerheri'schaft (Nennius §31, M. 171.2) ist das aus den .dnna^es 
Romanonim in Beda übergegangene Datum gewonnen: 449 n. Chr. 
Angli a BretlonAus aice^tsiU Bi-ittaniam ailienmt.^) Es spiegelt 
sich wieder bei Nennius tj 30 (M. 170, 8): et sie altematim per 
CCCCXLVtlP) annos faciihant Falls schon die Annales Roma- 
norum, wie Beda sub a. 4;i0, Piosiier Tiros Notiz über die 
Sendung des Palladius nach Irland enthielten, mag diese Nennius 
den Anstoss gegeben haben zu der Tnter])Olati(in über Palladius 
und Patricius (M. 194—198). 

Dem ältesten Kerne der Historia, Map t'rbgeiis Excerpteu 
ans dem liher S. Gemumi, habe ich a, a. 0. 87 das fehlerhafte 
Datum der Ankunft von Hoifi und Hengist in Britannien, 347 
post passionem, zugeschrieben, das in Wirklichkeit rierzig Jahre 
nach Maximus Tod, also c. 428 n. Chr. bedeuten muss. Diese 
Annahme wird, wie ich erst später bemerkte, sicher gestellt 
dadurch, dass Genimnus \on .\uxen-e nach dem Zeugnis seines 
Zeitgenossen Prosper Tiro') die Reise nach Britannien eben im 

') Aehuliches venunlete »cIidii A. de lit üunlerie, I.'kistoi-iit Britonum 
attribtUe ü Nennitu, f. ii. 

■) MomiuBemt Atuiahiuc^, ilie Naineu Uormi, Hcngiet, Vurliytrn bei Beda 
wiesen auf einen ZnBamnieiihang mit der Historia, ersclieial mir jeUt weniger 
unwahrecheiiilich ala friltier (a. a. 0. 91). Sie kOnoeii in der That leicht am 
Schlnsee iler Annales Bojntatonun gennimt gewesen sein. Notwendig int sie nicht, 

') So las sicher die UrhandBchrift h mit MN und D'QP; 34S io HK ist 
ein gemeinsamer Fehler dieser Hsh., deren Hummsen p. 135 mehrere nachweist. 
Die Hb. C und die irische Uebersetanng (also da« Anheljp c) emenilieren 440. 

') Hon. Germ. Uist. Chrunica miuoro 1, 112. 



168 ERSCHIENENE SCHRIFTEN. 

Jahre 429 angetreten hat, so dass eine Beschreibung des Zustande» 
der Insel um jene Zeit in den eben diesen Aufenthalt behandelnden 
liber S. Germani vortrefflich passt. Mir scheint also das Datum 
428/429 für die erste Aufnahme der Germanen in England das 
relativ bestbeglaubigte. Die von Gildas (M. 36, 1) zuerst erwähnte 
Epistel der Britten an Aetius aus dem Jahre 446 hätte dann 
nicht sowohl, vde Gildas meint, um Hilfe gegen die Pikten und 
Iren als gegen die Geimanen gebeten. Dazu stimmt die gallische 
Chronik aus dem Jahre 452, welche die Unterwei-fung Britanniens 
durch die Saxones ins Jahr 441 oder 442 setzt.*) 

Als Beigabe p. 219 ff. druckt Mommsen ein unvollständiges 
Gedicht in Hexametern über Wunderdinge Irlands ab aus der 
Pariser Hs. 11108 (12. Jh.). Es ist eine lateinische IJeber- 
setzung der irischen Wundersammlung, welche Todd, The Irish 
Version of the Historia Britonum of Nennius p. 192 ff., publiziert 
hat nach dem Buch von Ballymote (fol. 256 a, 40 ff. des Faksi- 
mile), das seinerseits das Buch von Gleym-da-locha als seine 
Quelle bezeichnet. Vollständig ist, worauf mich Prof. L. Ch. Stern 
aufmerksam macht, das lateinische Gedicht nach dem MS. Cotton. 
Titus, D. XXTV^ fol. 74b von Th. Wright herausgegeben in den 
Reliquiae antiqu(ie, ed. by Th. Wright and J. 0. HalliwelL London 
1841—43, vol. II p. 103—107. 



Mou. CTcrm. Hist. Chronica miuora I, (»60. 

Freiburg i. B. Rudolf Tuükneysen. 



ERSCHIENENE SCHRIFTEN. 



i NenniiL« frnin L. na Hiüdre, and Homiliwi and Legends 
fiom L. Brecc. .\lpbabetical Index ot Irisli Neuter Sub- 
stantives. By Edmund Hogan, S.J. Dublin 1895. 
(Todd Lecture Series, vol. VI.) pi>. VIIT + 130. 2sh. 6d. 
Teit. P. 1, 8 fw rl- rtad oci« ri. P. 3, !2 read [n]dilgen<i. 
P. 4, R read berlat, P. li. 9 rfoA Ebal. Ib. U rtad rocnmtaigred, P. 7, 1 
ht{or6 BÜ iwerf de. 1'. 8, 1 ff)r no ri reoA ui ro, P. 13, 7 /iir garr 
read jair. P. 15, 2 for Eem «od Rein. P. 17, 12 for hf in read hi in 
(FcB. en>. P- 18, i reoii c^twlpftirt. Ib. 7 /br in diabuil read mUahtul. 
Ih. 8 rroA dortr. P. 19, i; after edpairt inscrf in clifeta. P. 20, 9 tht 
Fa. haa mnrocMvA. P.2I.I2 for Atlwir rtad Athar. F. 22, 3 for 
inmiEÜe read niblua. P. 24, 4 for arnnrcne read amEimsi. Ib. K after be 
inaert ocu». Ib. 8 for flesca read flescu. P. 25, ä for chiaä read crniud. 
P. 26, B dele comnui before and afler o duine. P. 27, 2 read ngknad. 
Ib. 2 rrad oelscuchad chollniile. P. 29, 13 read tarba. P. 31, 13 for ianim 
read tar. Ib. 14 for folafcb) read fol«. P.32, 4 read occoraie. Ib. 12 
after lilrnn iniert ar ia a n-ifim, for (i)teged read teged. P.34,8/'or 
Übnea read äines. P. 35, 8 after galair imert 7 na torei. Mai« recus. 
P. 31), 2 read lieasormuia. IIi. 3 before cLamHanaid innert in. Ib. II a/ter 
Iftmn imert ina (in) öibnii« flü(Äa iiinie. Bendacht, and dele; P. .'iö, ! 
rtad nadib. Ib. 9 before w insert Ociw. Ib. II before ie insert 7. 
P. 4U, 3 for Ninnsa read N'i kattfua. Ib. 7 ä/l«r aistlb iruerf sin. Ib. 8 
for do emed read d'emed. Ib. 10 after lotaj insert iarsin. Ib. 14 for 
äo eroind read d'Lmiud. P. 41, 4 read esaonorach. Ib. T read iTTabt««a. 
P. 42, i for Ögi read Öig. Ib. for bi-ain read bi-ain. P. 43, 5 dek 7 
n/ler tnmala. Ib. 13 for do(ti) t«»gnl read do tsiegnl, [e utanding for 
B, na often in laier MSS. P. 45, 5 for diaid read degaid (Fcs. dedaid). 
Ib. 8 before Mcfc imert föa. Ib. 9 ^or a read in. P.47, Iti read tait- 
netnach. P. ä3, 1 1 after «ib insert 7. P. 54, 5 read ataraigecAf. P. 55, 1 U 
read rosireimue. P. 57, 2 /br ina treda read inat renda. Ih, 5 for letb(u)i 
read lethi, old-Ir. lethiii 'broader' (LU. 59», 38, Salt. 5772, 7920 &c.). 
P. 58, 1 für a ae(i)rcc read aaccaid. Ib. 12 after ilrcrnithneclit innert 7 
mll. Ib. 13 after mar innert uen. P. (iO, 7 read oBainech. P. es, 3 for 
Sillacbacda read Kallac^n, Ib. 13 after plena imert .i. F. 66, 13 for 
forri read fuirri. P. R7, S for do gloine read gloindi iö. P. 71, 4 for 
unai read amlaid. P. 72, 4 read itichaeh. Ib. 12 read icas. P. 73, 5 
after ndmad insert aa; for Is ed read ar ia ed. P. 74, 2 for Aecalouta 
r«ad Asculonta .1. Ib. It for 7 ar read iar. P. 7ti, 4 after «acart in*ert 
tempoil. Ib. 7 read a thenipul. Ib. 13 after lamel insert tanait atrn- 
bramar. Batar. Ib. lli read d'oei'id&n. P. 78, 12 read Aücolont«. P 79, 1 
for .uii. read «eeAfniad, P. SO, 9 a^er Caunaiit insert co mag Arain 
metc Cannain, Ib. 17 for cwfiad read coHad. P. 81, 4 after beoa insert 
.i. and dele a. Ib. 7 after maithrechaib ineert na ninc Hin .i. P. 82, T 
re«d Torad. P. 83, 7 read äälL P. 84, 15 before Hithair iiwer( Ä. 



170 ERSCHIENENE SCHRIFTEN. 

Translation. § Iß before thy face should he face to face (inagid 
tagid). §30 for oblation read sacrific« of the passion. §39 for in 
addition read the trees (na craind). §41 for man read as regards 
man (6 duine, not a dnine). § 42 penance ahould he repentance (aithrige). 
§ 49 for hidden read long (co fota). § 56 after hell inaert to being in 
the joy of the kingdom of Heaven. Instead of I beseech you read A 
blessing on you (foirb), and dele note 5. §61 for thonghts read seats 
(sessib). §71 (p. 51, 1. IS) dele separate. The editor tnistook illeth for 
foleith. § 77 for heaven's hosts read the stars of heaven. § 78 (p. 58, 
1. 15) for give ns a love for Him read grant us a request. Ib. (1.31) 
for towards read together with. § 81 for fawnlike read with bald 
temples (mael-ossinech; cf. oclach liath urmoel-ossinech, LBr. 133 a, 31). 
§ 100 (p. 79, 1. 22) for cniel read \iicked. The editor confuaea angid 
'wicked' with angbaid 'fierce, ruthless*. § 105 for drawing her child, &c. 
read as the executioner plncked her son from her bosom. Cf, Gaelic 
Journal IV , p. 90 a , where I committed the same mistake (corrected on 
p. 134 b). § 108 for with arras plying read prepariug {leg. airimbert). 

Tliree Poems in Middle Irisli, relating to the Battle of Mucrama. 
With English translation and notes, and a short vocabulary 
by John Mac Xeill, BA. A paper read before the Royal 
Irish Acaderny, June 11, 1894 and reprinted from the Pro- 
ceedings, 3rd Ser., Vol. III, No. 4. Dublin 1895. pp. 529 
to 563. 

Text. P. 532, 1. 7 read fallsighthir. F. 530, v. 27 for ßu read en. 
Ib. V. 28 for dem read dorn. Ib. v. 29 for ar co read arco. P. 544, 1. 3 
omit na. P. 550, v. 38 after cach insert [giall]. 

Translation. P. 537, v. 27 for A bird, &c. read Water (en) with 
strong cries over the eyes of free hosts. Ib. v. 29 for For tili the 
ending read I beseech an end. P. 541, v. 4 for a pig devoiu«, &c. read 
a mast-fed pig out of a noble wood fits (in it). P. 545, 1. 1 for withered 
rod read empty withe (gat fas). Ib. v. 20 for I should welcome read I 
should bear (bar-fhaelsaind, 1. sg. sec. s-fut. of forfolangim). P. 547, v. 5 
for wave-white read white-akinned (tondgel). P. 553, 1. 1 for base tribe 
read one base-bom (doerchland; cf. soerchland *a noble', echtarthnath 'a 
foreigner', LL. 275a, 31; echtarchrlch 'a foreigner', &c.). Ib. for in 
vengeauce read on the spot (ar rec; cf. rec .i. nl donither go hobaun, 
O'Cl.). P. 554, note 5, fichtib glond means *with scores of deeds', and 
shoiUd not have heen explained by glondfhichtech 'stout in combat* 
on p. 555. 

Glossary. P. 557, the two words cartaim 'I send* and cartaim *I 
throw out, scour, cleanse' (= W. carthu) should have been kept distinct. 
P. 558 whatever cenand may mean^ it cannot stand for cennfind, as it 
rhytnes with ferand. P. 500 forscailtech luis nothing to do with 
oslaicim, but comes from forscäiliud. Ib. gart does not stand for 
gort, but is the weWcnown word nieaning ^ hospitality , liberality'. 



ERSCHIENENE SCHRIFTEN. 171 

P. 5<i2, romra is the gen. sing, of romiiir 'great sea'. Cf. im romra ro. 
LU. 40 a, 23; is tond romra bhades, LL. 98 a, 40. Salt. 3982. 

Etiides sur le Droit Celtique, par H. D'Arbois de Jubainville, 
avec la collaboration de Paul Collinet, docteiir en droit. 
(Tome Premier. Paris, Thorin & fils, 1895. XX + 388 pp.) 
Tome Second. Paris 1895. 8«. 8 fr. X + 448 pp. 

This is the eighth volnme of the Cours de Litterature Celtiquef 
of which M. D'Arbois is the editor. The first 222 pages contain a study 
of the Irish law of distress, foUowed by very complete indic^s of 
matters, names and techiiical terms to both volumes. The rest of the 
book contains a reprint of that section of the Senchaa Mör^ which 
Messrs. D'Arbois and Collinet have made the basis of their investigationn. 
It is here reprinted from the first vol. of the Ändent Laws of Irelandj 
pp. 64 — 250, accompanied by an interlinear translation into French, and 
followed by an exhaustive Index of Words (pp. 349 — 444). In this 
edition the mistakes of the 'official' text, as corrected by Mr. Whitley 
Stokes in the Academy (5. 12. 85), have beeu rectified. Bnt the followiug 
additional corrections are necessar^-. 

P. 277, 1. 14. for di fäe8[8]am read difaesam. P. 282, 1. 1 instead 
of a n-aetaim the MS. has naetaim. Ib. 1. 5 instead of bräigh[e] fri the 
MS. has braith fir. P. 287, 1. 5 instead of ahasai the MS. has sasai. Ib. 
1. 9 instead of Ni au[r]fuirig the MS. has Ma fuiHg. P. 294, 1. 1 instead 
of do the MS. has di. H). 1.9, instead of im the MS. has di. Ib. 1. 13 
for briugaidh read briugad. P. 297. 1. H instead of i rechtaib the MS. 
has a rechtaib. P. 305, 1. 5 the MS. has murchurthi. P. 309, 1. 17 before 
iarrad insert iarrad frisa roaltar. P. 312, 1. 13 for im arcJior read 
imarchor. P. 31H, 1.1 the MS. has mairbe. P. 323, 1.7 the MS. has 
thaiacelud. Ib. 1. 11 instead of orba the MS. has orb. P. 334, 1. 18 the 
MS. has britheman. P. 335, 1. 1 the MS. has eirdibdud. P. 33«, 1. 4, 
inst«ad of neach cach the MS. has nech no cach. Ib. 1. 14, the MS. has 
ainech and daimet P. 344, 1. 1 the MS. has foindletha. 

The *mot ä raot' by which M. D'Arbois accompanies the Irish 
text necessarily contains much doubtful matter. At the present stage 
of Irish research it is impossible to give a tnistworthy translation 
thronghont of these early legal texts. In two places I would suggest 
a different rendering. On p. 277, 1. 13, instead of komme de protection 
we shonld certainly translate komme sana protection {difaesam instead 
of di fdesam); and on p. 345, 1. 12, indul^ which M. D'Arbois renders by 
immidiatementf is, I think, an Old-Irish conjunction meaning 'since, as'. 
Cf. Hibemica Minora, p. 98, s. v., where two fiirther exaraples are given. 

Anecdota Oxoniensia. — Hibernica Minora, being a Fragment 
of an Old-Irish Treatise on the Psalter, with translation, 
not€s and glossary, and an Appendix containing extracts 
hitherto unpublished from MS. Rawlinson B. 512 in the 
Bodleian Library. Edited by Kuno Meyer. Oxford 1894. 
78h. 6d. XV + 103 pp. 



172 ERSCHIENENE SCHRIFTEN. 

P. XV for mäc Gahain read mic Gabrain. P. 39 With the title 
of the i)oem here priuted compare Silva Gadelica I, p. 230, 19: Coinnill- 
sciath (Mi <lo mlinintir Finn dobi ac cailleoracht ar n^laib na fiimai- 
mente. P. 42, 1. 9 for Standing by read Indulging (pardoning). For 
thi» meaning of gabdil oc cf. Keating, Three Shafts of Death^ ed. 
Atkinson, p. 381, and Stokes, Martyr. ofGorman^ p. 275. P. 46, 1.8 for 
insint read isiiü. V. 55, l. 7 for maighen churad Stokes snggests 
maigheni curad 'greatest of heroes'. P. 73, 1.25 for young read at ü 
(oca). P. 78, 1. 6 dele the comma after lam. Ib. 1. 10 with carr f. *8i)ear', 
compare W. par f. 'spear', from a stem quarpä-^ cognate with 0hg. 
hwerfanj Engl, whirl^ as Stokes snggests. Ib. 1. 19, cf. the qnatrain 
beginning Imlech Eck in Rev. Celt. XV, p. 305. P. 84, 1. 15, cf. the 
modern proverb is beag an riid is buaine iond an dnine. Gaelic 
Jonmal V, p. 39 b. 

The Voyage of Bran Son of Febal to the Land of the Living, 
Au Old Irish Saga now fii-st edited vdüi translation not^s 
and glossary by Kuno Meyer. With an Essay upon the 
Irish Vision of the Happy Otherworld and the Celtic doctrine 
of Rebirth by Alfred Nutt. Section 1: The Happy Other- 
world. London, D. Nutt, 1895. XVII + 331 pp. lOsh. 6d. 

P. XV. To the examples of fri meaning ^toith* add ni bii nach 
gargg fri cruais. p. 7, v. 9. P. XV dele üain *lamb8\ The word cannot 
have been a disyüable. The line in which it occurs is corrupt, 8toke9 
proposea to read it loig, it üain co n-dagdath. Cf. the corrupt coniodat 
of B. P. 4, V. 4 imtead of Four feet read Four legs. P. 8 Aircthech 
{from a stein argeto-) should have been rendered by Silvery (Land). 
P. ()3, 31 for cliabh gualaigh read cliabh gcüalaigh (acc.) and translate 
'basket of faggots'. P. 64, 10 sceota na n-aidhbheadh means ^bag or 
wallet of (ecclesiastical) uten»ils\ For aidhbheadh read aidhmhe, and 
for sceota see Ducange s. v. sceta, Reeves, Vita Columbae, j). 116, note 6, 
and Stokes j Irish Glosses Nr. 709, where sgeota glosses cartesium, i. e. 
chartacenm, and i^V. 710, tchere sgeotha glosses sacrit€gium. P. 86, 18 
for Chammäin read Chummäin. — Most of these corrections are due to 
Mr. Whitley Stokes. K. M. 

A. Holder, Alt-celtischer Sprachschatz. 7. und 8. Lieferung. 
Leipzig, B. G. Teubner, 1895—96. Gr. 8«. 

Biese Lieferungen enthalten namentlich die umfangreichen Artikel 
Galatay Gaüij Gallia und bringen mit dem Buchstaben H den ersten 
Band des Wörterbuches (2064 KoL), dessen erst« Lieferung im April 
1891 ausgegeben wurde, zum Abschluss. 

R. Thurneysen, Anzeige von H. Zimmers Nennius vindicatus. 
Berlin 1893. (Zeitschrift für Deutsche Philologie, Band 

XXVm [1895], p. 80—113). 8«. 
Vgl. oben p. 158. 



ERSCHIENENE SCUHlFrEN. 173 

Strachan, Contributiona to tlie Iiistorj' of flie deponeut verb 
in Irish. (Transactions of tlie Philotogical Society. 1894). 
124 pp. 8". 

Sammlnng der Deponensfonnen aus alt- und mitteliriacben Texten 
iimt WH» sich liaraiis fiir ihre (ieschichte ergiebt. 

MTi. Slokes, Feiire hiii Gormäin. The martjrology of CJorman 
edited from a manuscript in tlie Royal Library, Brüssels, 
with a preface, translation, notes and indices. London 1895. 
(Henry Bradsliaw Society, founded in the year of our Lord 
1890 for the editing: of rare liturgical tests. Vol. IX). 
LTI und 411 pp. 8". Mit photograpbischem Faksimile. 

Daa irische Martyrolugimu rem Mael-Maire hua Gnnnätn (MarianuB 
Gonaau), ileni Abt. des Kloster« Riiock bei Lonlh, ans dem Jahre c. 117(1, 
in dem Versmasae Binnard mitr mit Allilteration in jeder Zeile, edien 
n»cb der einzigen Handschrift des Textea Ton Michael 0' Clery aiis dem 
Jahre li'>33 (in Brüssel Nr. 5100— 4). Die Einleitnug dieses tverlvoUeu 
Boche« gieht eine auaflihrllche Beschreibung auch Ton dem sonstigen 
Inhalte des Brüsseler MS. 

H. Zimmer, Neue Fragmente von Hisperica famina aus Hand- 
schriften in Luxemburg und Paris. (Aus den Nachrichten 
der K. Gesellscliaft der \\'issenscliaften zu Göttingen. Philo- 
logisch-historische Klasse. 189Ö. Heft 2, S. 117—166.) 8". 

Der Verfasser zeigt, dass das M.S. Luxemb. 89, 4 Blätter, (vgl. 
Bev. celt. 1, 34g, 13, 24S) uml ein Iloppelblatl in der Pariser Handschrift 
Latin IHU (vgl. Eev. celt. ä, 4iiH; J. Loth, Vocabulaire vienx-brelou 
p. 229) KnsaramengebJlren. 

H. Zimmer, Keltische Studien, 10. l'eber den Urspnmg des 
sogenamiten Gradus acqualis beim Adjeetii' im Kymrischen, 
(Zeitschrift tüi- vergl. Sjirachfoi-schiing. Band XXXIV, 1895, 
p. l(il— 22a). S». 

Die Nominalbildmig auf mittelwelficb -et (neuwelsch -wi), die mit 
vorhergehendem cyn oder cy und folgendem a den Aei^aativ bildet 
(2. B, kyndeeket a 'so schSn wie' . . ,), ist eine Substantivform, die auf 
ein nrkeltiscbes -ctd, sauakr. -dtä weist. 

E. Krnault, tilossaire moyen-breton, denxieme ödition corrig^e 
et augmentee. Premiere paitie (A— G). Paris. E. BouiUioiu 
1895. (Etudes gi'ammaticales sui- les langues celtiqnes par 
H. d'Arbois de Jubaiuville et par E. Ernault, Tome II). 
308 pp. 8". 

Die erste Ausgabe dieses bedeutenden Werkes erscUen J889— 1892 
in der Zeitschrift Mfmoires de la Soci^t^ de linguistiqne de Paris. 



174 ERSCHIENKNE SCHRFFTEN. 

Tome VI, 416—441. Tome VII, 94—127, 197—244, 357—388, 478—502. 
TomeVm, 104—152. 

Bibliothfeque bretoime armoricaine publiee par la Facult6 des 
Lettres de Rennes. 

unter diesem Titel wird von den Verlegern Plihon und Herv6 
in Rennes in Verbindung mit den Annales de Bretagne eine Sammlung 
vorbereitet, die namentlich auch neue Ausgaben seltener bretonischer 
Drucke umfassen soll. Den Anfang macht: 

J. Loth, Dictionnaire breton-frangais du dialecte de Vannes de 
Pierre de Cliälons r66ditö et augment6 des formes coiTe- 
spondantes jusqu' ici inedites du bas-vannetais, de nombreux 
rapprocliements avec les autres dialectes bretons et le gallois, 
suivi d'iin appeiidice renferniant d'importants extraits du 
dictionnaire fi*angais-breton manuscrit du meme auteur. 
Rennes, J. Plihon et L. Herv6, 1895. VIII + 115 pp. 8«. 

Das Dictionnaire breton-fran^ais des Rektors von Sarzeau Pierre 
de Chälons (1(>41 — 1718) erschien in Vannes 1723; es ist hier mit einigen 
Auszügen (p. 97 — 106) aus dem handschriftli(;h erhaltenen Dictionnaire 
frau^ais-breton desselben Verfassers (Revue celtique 11,420) vermehrt 
worden. 

Melusine, recueil de mj^hologie, litt^rature populaire, traditions 
et usages, dirige par H. Graidoz. Paris, E. Rolland. 4®. 

Diese zweimonatlich erscheinende Zeitschrift von mannigfaltigem 
Inhalt steht jetzt in ihrem VJI. Bande. Sie bringt namentlich auch 
Texte bretonischer Volkslieder mit Uebersetzungen. 

L. Chr. Stern, Die ossianisclien Heldenlieder. (Zeitschrift für 
vergleichende Litteratiugeschichte. Band \Tn, p. 51 — 86, 
143—174. Weimar 1895.) 8». 

Die 'Gedichte Ossians', englisch 1762—03, gälisch 1807 erschienen, 
sind mit sehr spärlicher Benutzung gälischer BaUaden von James 
; Macpherson verfasst. Die echten albanogälischen Volkslieder, die Oschins 

Namen tragen, sind im 15. — 17. Jahrhundert grösstenteils in Irland ent- 
standen, denn Fingal (d. h. Finn der Gäle) ist der berühmt« Heerführer 
der irisclien Sage. Aiuj einer Rezension dieser Heldenlieder, die auf die 
überlieferten schottisch -gälischen Texte gegründet ist, werden Proben 
mit Uebersetzung mitgeteilt. 

Transactions of the Gaelic Society of Inverness. Vol. XIX, 
1893—94. Inverness 1895. XIII und 324 pp. (9 M.) 

Aus dem Inhalte sei hervorgehoben: J. Strachan, The value of 
Irish for the Study of Scotch üaelic (p. 13): D. Macinnes, Notes on 
(iaelic Technical Terms (j). 213); zwei glilische Märchen von J. Macrury 



EHSCniENENF. SCnRIFfH 



175 



(p. 25, 158), ron denen Ata zweite eine Oeactiichte von ien drei WüDsthen 
enthalt; L. Macbean, Celtic Element in Lowlsnd Scottisli Song <p. 12!), 
wo eine Reihe gälischer Wftrlex im Niederschottiachen xui Sprache 
Icomiut, z. B. airt {aird Himmeigrichtung), brat (Miintel), eaird {eeiird 
Keaaelflirker), dein {dian sehr), dniKnt {drannd to drawl), ier-oe (hei 
Bums, inr-ud, iar-ogha rrenkel). ingle (aingeal Feuer), ratie (rmm 
Vers) n. a. ni. Fa' iu der Bedentuug des gilischen faigh (bekommen) 
gUnben andere ans den iBländiachen entlehnt; vgl. J. Jamieson, Scottinb 
dJetionu7> 2, 196. AI. Mncbain, Norae Element in Highland Plac« 
Namea (p. 217) leitet etwa fnutiiig topogrophiGche Namen, namentlich 
hebridiBche, ans dem AlinordiBchen her, mit Benutznng der ÄTbeit«n 
de« Captftin Thomas in den Transactions of the Society of Antiqiiaries 
of ScolUnd. t8T<> nnd 1Sä2. Diese N'nmen 1>eweieen allein Bdiun, mit 
welchem Rechte nnd iu welchem Sinne die Hehriden im (üdischen Iniue 
GoÜ 'die luBeln der Fremden*, d. h. der Norweger, heiweu. ^ 

Scottish Lancl-nanies, tlieir origin and meaning, by Sir Herbert 
Maxwell, Bart., M.P. William Blackwood and Sons, 
Edinburgh and London, 1894. pp. IX + 219. 

Dies ist eine Sammlung Ton populär gehaltenen Vorträgen über 
einen Oe^nstand, der in Schottland nächst dem Golfspiel gerodezn 
nnter die LieblingHbeBchSftigungeu der Gebildeten nKhlt. Leider fehlt 
M dabei meist an wi«seugchaftlicher Schnlnng und au methodincheui 
Verfahren; es ist mehr ein Herumrätseln an den rerloukenden Problemen 
als ernste Forachnng. Auch »ind sj-Btematiach angelegte und einiger- 
maesen nmfasveude Sammlungen der Ortsnamen noch nicht Torhoodeu. 
ümsomehr ist es zu bedanem, daae Sir Herl>ert Maswell, anstatt ans 
sein 'seit Tielen Jahren gesammeltes Material' vorzulegen, von dem er 
in der Vorrede spricht, sieh damit bognQgt hat, diese Vorti*ge lu ver- 
Sffentlichen, die sich zwar durc-hweg angenehm und anregend lesen, 
aber die Wissenschaft wenig fSrdem. Insofern sich der Verfasser an 
die betten Autoritäten hält CReeves, Joyce, W, A. Moore u. a.), ist er, 
vro es sich um bereits Festgestelltes handelt, im ganzen zuverliEssig. 
Wo er aber auf eigene FUsse gestellt ist, zeigen sich die oben allgemein 
gerügten Mängel, Zu selbständiger erfolgreicher Forschung fehlen ihm 
znnachst die nötigen sprarhgeschichtlichen Kenntnisse: Wir wollen es 
ihm nicht zn selir verargen, dass er z. B. London als 'ton dyn or dtin 
the maish fort' erklären möchte (S. ;!), oder die Flussuamen Tweed, 
Teith, Tay, Taw, Teviot, Teiffi unbesonnen iu einen Topf zuaammeu- 
wirft (ä.d); dass er die Verküreung des in hutband Umlant nennt 
(S. 30) n. B. w. Aber dass er DUriada ola aus Däl righe fadha oder 
Däl riffh ßada ableitet (S,98), irisch nmin« und miJtn <S. 14B), tiobar 
und dobttr {S. ÜO), kymrisch trtoyn nnd irisch srtfn für verschiedene 
Formen derselben Wörter erklärt, <len Flussnamen Devon aus dubh 
omAuMm herleitet (S. 172). alles das zeigt, dass er von dem, was 
L ■praehlich möglich und nnmöglich ist , keine Ahnung hat. Trotzdem 
^ftber bezeichnet sein Buch früheren Versuchen derart gpgenfllier einen 



176 ERSCnrBNENB SCHRIFTEN. 

Fortschritt, so z. B. g:egen das 1S92 von J. B. Johnston veröffentlichte 
'Plac^-names of Scotland*, das viel anspruchsvoller auftritt, dahei aber 
von Verkehrtheiten geradezu wimmelt.') Ja, es lässt sich sagen, dass 
der Leser, der sich zum ersten Mal auf dieses Gebiet begiebt, ans Sir 
Herbert Maxwells Buch nicht nur vielseitige Anregung, sondern auch 
ein in der Hauptsache richtiges Bild von dem Gegenstande erhalten 
wird. Der Kundige wird den Weizen von der Spreu zu sondern wissen. 
Versehen, wie die folgenden, lassen sich leicht richtig stellen. Die 
Insel Le\iis hat ihren Namen nicht aus dem Gälischen (von einem nicht 
existierenden leogJMS ' marshy laud *, 8. 85), sondern aus dem Nordischen. 
Ljödhüs (irisch Leödüs) ist auch der alte Name der heutigen Stadt 
Lodöse in Schweden. Inshauks in Wigtownshire (S. 109) ist zwar gewiss 
von gäl. uinnsean 'Esche' abzuleiten, setzt aber eine A^jektivform 
Vinnseanach voraus, an die das engl, s pluralis angetreten ist, wie in 
Lennox (früher Levenax) aus leamhnachj von Uamhan ^Ulme\ Loch 
Ranza auf der Insel Arran liat nichts mit dem gäl. raithneach *Farren- 
kraut' zu thun, sondern ist aus dem nord. ey * Insel' und dem Genitiv 
eines nonl. Eigennamens gebildet, schwerlich Hrafns ey f woher Bamsey 
auf der Insel Man und Ramsey bei Whithom), sondern wegen der 
älteren Form Lochrenasay und gäl. Raonasa etwa Hreinns ey. Barn- 
bauchle in Gallo way darf nicht mit dem ir. heania boeghail *gap of 
danger' verglichen werden (Sir Herbert druckt freilich zweimal bocghait), 
sondern ist sicher beam buachaiü 'cowherd's gap', \i'ie der Index richtig 
nachbringt. Der Name der Insel Rum kann unmöglich aus ^I-dkruim 
ridge island' erklärt werden, *the d being silenced by aspiration'. Sie 
heisst schon in den Ulsterannalen (A. D. H76) Rumm, gen. Ruimm, womit 
Stokes, der diesen Namen fiü* piktisch hält, das griech. ^vfißoQ, ^ofißoQ 
vergleicht und meint, dass die Insel wegen ihrer eigentümlichen Gestalt 
(*lozenge-shaped') so genannt sei. 



>) Zur Charakterisierung dieses Buches diene, dass Johnston den Namen 
der Insel lona, trotzdem er Reeves' Abhandlung darüber kennt, aus €u>i 
Main (sie) 'green isthmus' oder i-tJionna *isle of waves' herzuleiten vorzieht, 
und so wenig in der einschlagenden Litteratur bewandert ist, dass er Tunder- 
garth bei Lockerbie aus kymr. tyndir 'ley land' nni garth entstehen lässt, 
anstatt es als Umdeutung aus einem der häufigsten gälischen Ortsnamen 
T6n-re-gaoith 'podicem ad ventum* zu fassen. Vf. Thundergay auf der Insel 
Arran und siehe Joyce, Irish Names of Places, p. 107. Die folgenden Ety- 
mologieen werden allen Ernstes vorgeschlagen : Tay, perhaps Vabh *the river' ; 
Ayr probably abh-reidh 'smooth river'; Magby aus gäl. magh und dän. by; 
Ayton aus ath-(d}huitm 'foni on the river*; Mahaick aus gäl. ma faitche *my 
green field', &c. jr y^ 



DAS PRONOMEN PERSONALE INFIXÜM 
IM ALTIRISCHEN. 



Die Erforschimg; der altirischen Pronomina personalia iEflxa 
beginnt mit der ersten Auflage der Grammatica celtica. .1. ('. Zeuss 
gehört auch hier das Verdienst, das Wesen der Erscheinung erkannt 
und die Hauptgesetze festgelegt zu haben. Seine Lehre (Z.' p, 334 
bis 340) ist, ganz knapp zusammengefasst, folgende: 

1. Ungeschleehtige Formen: Der Charakter der 1, Sg. 
ist -m'- (' dient zur Bezeichnung der folgenden Aspiration), in 
der 1. PI. -M-, 2. Sg. -('-, 2. PL -b- nach vokaÜsch auslautenden 
Partikeln. Nach konsonantisch schliessenden Partikeln erscheinen 
diesen Formen die Vokale o, « (n) vorgeschlagen, hinter der 
Negation nach i. Ausserdem können den Proucminalstämnien die 
Süben do, du, di vorhergehen, dei'en d sich mit dem Schluss- 
konsonanten des voranstehenden Präfixes zu t verbindet, mit der 
Präposition con- zu col-, während die Konjunktion con- nicht 
verändert wird, 

2. Geschiechtige Formen: AUen (Jesc.hlecht«m der dritten 
Person ist die Gestalt d gemeinsam, nach konsonantisch schliessen- 
den Präfixen id (did). Für den Sg. des M^ask. speziell existiert 
-«-, nach Konsonanten -an-, mit d erweitert dun, dn; für das Fem. 
Sing, -sn-, -s-, ebenso für den Plural aller drei Geschlecht-er, der 
ausserdem noch die Form -da- zeigt. 

Selbstverständlich musste sich bei der damaligen relativ 
ungenauen und schwer zu erlangenden Kenntni,'* der altirischen 
Sprachdenkmäler der eine oder der andere Irrtum einschleichen: 
80 sind zunächst eine Anzahl Beispiele bei Z.' nicht richtig 
gewählt, zum Teil nicht richtig gelesen und seither durch andere 
berichtigt, zum Teil in ihrem A\'esen verkannt. Vgl. p. 338 
dondiut (I. dandiut), donaisilhub (enthält blosses Relativum). Die 

K r. «lt. PhUologti I. 12 



178 FEHDINÄN'D SOMMER, 

Regeln bedürfen ausserdem, namentlich was die Bedingungen des 
Auftretens bei den versciiiedenen pranominalen Fonnen derselben 
Person anbetnfft, noch einer genaueren Prftzisierung, so z. B. bei 
der 1. und 2. Pei-aon hauptsächlich das, was über die Fonnen mit 
vorhergehendem Vokal gesagt ist; bei der 3. Person sind Zeuss 
ganze Kategorieen von Bildungen entgangen, die zum grössten 
Teil schon von seinen unmittelbaren Nachfolge™ aufgefunden 
worden sind. So weist denn auch die zweite Auflage der Gram- 
matica celtica (cur. H. Ebel) weniger für die erste und zweite 
Pei-soD, als besondere für die dritte wesentliche Neuerungen auf 
(p. 327— 333). Z? hat für das Mask. Sg. die Fonnen: '(, plerum- 
que d {id, did, inflciens), « {dn, inficiens), an {dan; non inficiens), 
s rarioris usus'. Sg. Neutr.: 'd, «, a {da; inficiens)', Fem. Sg. 
'd, sn, s'. Der Hauiitfortscliritt gegenüber Z.' ist die Auf- 
führung der Form -o'- für das Neutr. Sg. Ueberhaupt weisen, 
wie man sieht, die Genera und Numeri eine grössere Mannig- 
faltigkeit in ihreu Bildungen auf; auch die Beispiele sind be- 
deutend vermehrt; doch ist diese nach zwei Seiten hin sich 
zeigende Vermehrung nicht überall eine Verbesserung gegenüber 
dem knappen Inhalt der ersten Auflage. Vor allem ist unrichtig, 
dass n, dn im Mask. 8g. inficiens sei (wohl veranlasst durch das 
Beispiel nondiretidsi, das nicht liierhei' gehört); ferner sind zurück- 
zuweisen: für das Mask. Sg. die Form -s-, für das Neutr. Sg. -h- 
und -da-, für das Fem. Sg. -an-\ zu leugnen ist wohl auch die 
Infektion des pluralischen -(rf)a-. A'on den gegebenen Beispielen 
sind, abgesehen von denen, die durch neuere Lesung ausgemerzt 
wuiden {dondiut, dundircechnatar p. 330), folgende nicht richtig 
gewählt: beim Mask. Sg. Form -n-: nonchretidsi, Mre nänrairig- 
»iur; Form ■(d)an-: annudaconiart (ist PI.!); ebenso die einzige 
Form für -s- (Sg. Fem.); beim Neutr. Sg. sämtliche Belege für 
-n- (zu -(T- gehörig, s. u.); für -da- (rodascrib, cataöa, beide Sg. 
Fem.); beim Fem. Sg.: Form an, -«(?): tesarbi {= *tesßi ans 
*do-ess-ro-bi)\ Form -n-: arinc/Mmalnathar (Neutr. Sg., Form (f); 
beim PI. für ■«-: dabcirside (Neutr. Sg.) fagebtis (Neuü'. Sg.) da- 
tnelat (Maak.[?] Sg.), ciafaäam (Neutr. Sg.); für -»■: höre arm- 
chrinal (Foim -(f-). 

Der kui-ze Abschnitt, den Windisch (Kui-zgefasste irische 
Grammatik, p. 46) den infigierten Prononiinibus widmet, bringt 
nichts Neues über unsern Gegenstand, ausser dass auch einige 
Beispiele für die spätei-e mittelirische Entwicklung gegeben 




DAS PKONOMEN PERSONALE INFIXL'M IM ALTIßI9CUEN. 179 

werden, wie ja überhaupt in seiuer Grammatik iluer gaazea 
Anläge naeli mittelirische und altirisclie Formen vereinigt sind. 

Es erübrigt mir nun noch, über das betreffende Kapitfi! in 
dem km-zen Abriss einer altirischen Grammatik, den Thurneyseu 
seinen Vorlesnngen über diesen Gegenstand zu Grunde legt, kui'z 
zu berichten; doch giebt Tli. nui- die Hauptregeln mit dem Be- 
merken, dass sie der Ergänzung bedürftig seien. Auch seine 
Regeln über die Fonnen der ersten und zweiten Person stimmen 
in der Hauptsache mit denen von Z.' überein. Ueber die dritte 
Person lehrt er folgendes: -(f- (auch -m?-, -did-) steht füi- alle 
Genera und Numeri. Ausserdem findet sich: Sg. Mask. -a'-, -da*-, 
vor Vokalen auch bloss ■«-, -d"-; Sg. Neutr. -a'-, -da'-; Sg. Fem. 
und PI. aller drei Gteschlechter -s-, -s"-, -dos-, PI. aller drei Ge- 
schlechter und Fem. Sg. -a-, -da- (ohne Aspiration). 

Sehr wichtig ist bei Thumeysen die Berücksichtigung des Ge- 
setzes, dass nach dem -n- des Pronomen relativum infixum die Form 
-(?- des Pronomens vor gewissen Konsonanten gern scliwindet, 
vgl. Wb. 10bl8 atnal asinchobra nt id ^Tilt, 13 a 29 amal astn- 
biursa ut id dico für asindch- asindh-. Hierdurch wird eine 
grosse Anzahl von Formen (die bei Z.^ als '-n- inficiens' gelten) 
in die richtige Klasse eingereiht. Dagegen scheinen mir folgende 
Punkte einer Aenderung zu bedürfe«: -kf-, -did- kommt nie im 
Plural vor; die Formen des Mask. Sg. -"-, -d"- stehen nicht nur 
vor Vokalen, sondern auch vor Konsonanten, -da'- als Neutr. Sg. 
existiert nicht, und die Form -dos- des Fem. Sg. und PI. ist 
mittelirisch. — 

Auf diesem Standpunkt befindet sich ungefähr heutzutage 
die Lelire vom Pronomen iiifixum. Wenn icli es nuu unternehme, 
an der Hand aller von niii' aufgefundenen Beispiele diese Lehre 
neu zusammenzufassen, so geschieht dies 1. weil ich glaube in 
dem, was bisher über unsem Gegenstand gelehrt wird, eine 
Anzahl von Irrtümern aufgefunden zu haben, die ich nun 
richtig zu .itellen vei'suche. 2. weil es wolil notwendig ist, ein- 
gehender nach den Bedingungen zu foi-schen, unter denen die 
vei-scbiedenen oft gleichbedeutenden Formen auftreten, und die- 
selben zn präzisieren, (Ich glaube namentlich, dass man bis jetzt 
den P'ormen der dritten Person einen etwas zu weiten Spiel- 
raum für die Möglichkeit ihres Auftretens gelassen hat.) Endlich 
3. giebt vielleicht das gesammelte Material die Möglichkeit, über 
Entstehung und Herkunft der Pronomina infixa einige 



180 FEBDINAKD SOMlfER, 

Schlüsse ZU ziehen. Eine möglichst vollständige Sammlung des 
in Glossenhandschriften bis zum 10. Jahrhundert vorhandenen 
Materials habe ich erstrebt. Sollten mir dennoch einige Formen 
entgangen sein, so bitte ich für mein Versehen um Ent- 
schuldigung. *) 

Einleitung. 

Unter dem Namen der * Pronomina personalia inflxa' fasst 
man bekanntlich in der irischen Grammatik alle jene Elemente 
zusammen, die, meist aus einzelnen Lauten oder auch Silben be- 
stehend, sich in der Funktion eines Kasus der Personalpronomina 
entweder zwischen dem Verbum und einem vorhergehenden Präfix 
oder auch zwischen zweien solcher vor dem Zeitwort stehenden 
Partikeln eingeschoben finden. Ihre Bedeutung ist meist die des 
direkten Objekts, seltener zeigt sich dativische Bedeutung; letzteres 
fast nur in Konstruktionen wie lat. 'est, instat mihi*, femer z. B. 
bei imme-air-ic *competere, convenire, decere', vgl. auch dacer 
(§39) *cecidit ei'; zweifelhaft ist die dativische Funktion bei 
den Verben des Kommens, da diese auch akkusativisch konstruiert 
werden können, vgl. Ml. 123c 3: dudadnaic inna riga ad eos 
venit, sc. ad reges. — Nie dagegen wird das Pronomen infixum als 
'indirektes Objekt ' bei transitiven Verben angewandt; es findet 
sich also nirgends etwa ein *dotbiur in der Bedeutung: *dotibi\ 

Ich nenne hier gleich einige Beispiele für akkusativische und 
dativische Bedeutung: Wb. 4c27 domrignis fecisti me; 10d23 
nimbia fochricc non mihi erit merces; Ml. 95c 9 condamchualae 
ut me audiverit; 126dll condäroih ut mihi sit; AM). IdlO 
niterpi non committis te; 2 b 12: nitta ni non est tibi quicquam; 
Id 7: arangairet vetant eum; 2c 13: rambdi fuit ei; 1dl: nisnain 
non proteget eos; 6a 5: rosnibia log erit iis merces.*) 



1) Dass ich die Uebersetzung der einzelnen Beispiele lateinisch und 
nicht deutsch gebe, geschieht hauptsächlich deswegen, weil so auch in der 
Uebersetzung der Genus- und Numerusunterschied (bei der dritten Person) 
deutlich zu erkennen ist; das wäre z. B. bei Anwendung des yieldeutigen 
deutschen ^sie' nicht möglich gewesen. So konnte ich auch oft einfach die 
bekannten Uebersetzungen von Z.^ und Asc. gloss. benutzen oder auch die 
glossierten Stellen der betreffenden Codices direkt anführen, ohne dadurch die 
sprachliche Einheitlichkeit der Uebersetzung zu stOreu. 

') Eine besonders charakteristische Anwendung der Pronomina infixa 
findet sich bekanntlich beim Ausdruck der 1. und 2. Personen des Passivs 



DAS PRONOMEN PEKHONAI-E INFIXITM IM AI.TIKIRCHEN. 181 

Allein sclioii aiis den hier für Akkusativ und Dativ bei- 
gebrachten Belegen erhellt, das« die Kasiisbedentung durchaus 
keinen Einfluss auf die Form der betreffenden Pronomens hat. — 
G-anz gleichgiltig ist es feiner, ob das Pronomen in reflexiver 
Beziehung zum Subjekt des Verbrnns steht oder nicht. Man 
wäre gerade hier, znm wenigsten in der dritten Person, be- 
rechtigt, einen Unterschied der Formen zur Charakterisierung 
dieses Verhältnisses zu erwarten. Doeh nichts von alledem! 
Man vei'gleiche: W'b. 17d6 rananacht dia servavit eum deus, 
mit 11 d 8 nanglanad purget se; Sg. 30b 10 dodaintd eam con- 
vertat mit 147 a 2 ar(ft)daosailci eam se aperire; Wb. 9 c 10 
nosmessammar iudicabimus eos mit 17 cö höre nosntöidct quia 
se laudant. Die Bedeutung, mag sie nun akkusativisch oder 
dati^isch, reflexiv oder nicht reflexiv sein, bedingt demnach 
absolut keine Verschiedenheit der PronominaUnnnen innerhalb 
der einzelnen Personen. Die Bedingungen, unter denen die recht 
mannigfaltigen Bihiungen in den einzelnen Personen auftreten, 
müssen also anderswo zu suchen sein, und nach ihnen zu forschen, 
ist wohl erst dann möglieb, wenn wir zunächst die Formen- 
kategorieen der verschiedenen Personen überhaupt kennen lernen 
und die Belege für eine jede geben. 

I. Abschnitt. 
Die Form der Pronomina personalia Inflxs, 

Um das Cilieren zu erleichtem, habe ich alle in dieser 
Arbeit angefülirten Beispiele mit fortlaufenden Ziffern versehen. 
— Wij- behandeln hier zunächst die geschlechtslosen Foimen der 
Pronomina gesondert vou denen der dritten Person. 

§ 1. Die erste Person Singularis. Das charakte- 
ristische Merkmal der 1. Sg. ist -«(m)'-, das in verschiedenen 
Variationen auftritt. 



durch die 3. Sg. Passivi des Verbums mit dem Infix der betreffenden Person, 
der sogenannteii 'nnpersSnlichen Eonstruklion'; ich eriiinere an Fälle wie 
Sg.l78b5 nSglantar Gl. emungor; WkUblR fontegar Gl. tribnlamur; Wb. 
5 b 33 ortMchitrindarpither ne repelUris ; Ml. ■Ifi a 7 coiaftncoiar« Gl, elinamini. 
Ein einzige» Mal findet sich diese Konetniktion merkwürdigerweise fltr die 
n. PI., nämlich Ml. 134c(> nondnberthar Gl. habita(to)rea . . . posse Irangferri, 
'falls dei-GloMafor nicht „vos" meint nnd -dab- för-dabh- steht', Thnmeysen. 
Eine andere .4rt 'nnpersönlicher Konstruktion' zeigt sich z. B. in Formen wie 
Wb. 3c3S eondumfd ut üin; 24 c 4 condibfeil nt sitis etu. 



1B2 FERDINAND BOMMER, 

§ 2. Die einfachste und kürzeste Fomi, eben -m(m)'-, ist 
sehr häufig belegt, und zwar: 

i) Wb. ^r.ns romrir vendidit me. 2) 3d l<i ntanimchobrad nisi me 
adinvarpt. 3) 3d2U romsöina überavit me. 4) 4l]2T nimthogaUha uon me 
decipit. B) 4c2T domrigfti» fecisti me. Ba) 5c6 rtlmcharatna non me iuuant. 
ß) 6 c 3 nomÄTiiwim committ« me. 7) 7 a 1 1 i-ofetar niimirchii wohl = nfmir- 
cAdi Bcio milii Qon obfutnrnm esse. 8) S d 24 nimplha flrion uon s«im iustus.') 
ff) 0g31 »itnfAarienir /oeAitinaetu non Bub jiotestAlem reiligor. 10) I0d23 
nimbia fochrice non milii erit niercea. 11) IIa lü isgU limsa rornfna buiHd 
maaife.Btam eet mihi victorifim mihi fntiiritra esse. 13) 12a21 Mn nimtha 
laäm qnod non siim mnnns (vg:l. B). 13) 13 c ödomanicc ex quo nil me venit. 
U) OclO (.i. mai)m bethtt frK(nd.irc) tanfunt nomthii %\ est vita praedeoB 
Untitm (qnae) mihi est. 15) 14c 18 »ommöidim lando me. IS) ITcl dommi- 
seehiatar gnsteutanint me. 1?) 1Td4 foml4ma» insHtit mihi, '3. s. e-praet. 
act. m fo-lämla)mim. Vgl. Wh. 21 a 2 ', Th, — Stoke« p. 295 ergÄnst fomUimattar, 
wohl kanm mit Recht. IV) 17d22 nomitiigur humilito me. 19) 17d23 
amamtomnad Gl. ne me exiBtimet.') SO) ]Td2H nomdunti Gl. nt me cola- 
phizet. 3J) 19 a 20 isiress crUt nombeoigedar est fidea Chrieti (qna«) me viTum 
reddit. 22) 20 d 4 nfmtAomoMiii Gl. nemo mihi molestiis sit. Vgl. St. p.3Ul, 
351; E. Z. 31, p. 240. 23) 23b3ß igsi indalagobil domimmnirc est haec altera 
trihnlatio (quae) me coartal. 34) 24 h 15 issuaU nmtfera etigna ©st res qua« 
mihi enppeditat (Äse. glosa. CCCVI). 2S) 34b 17 rommitniM docui me. SS) 
24b18 rrnnmiintw docni me. 27) SSalO eonromiecad ut sanatus iim. 28) 
28a 12 iaindi ronUccaa cal hoc (quod) me Bervavit. SS) 32a lli maniangaün 
archarit Gl. ai ergn hal>es me »ocinm. 30) 8g.l43a2 tuimütaehtar Gl. angor. 
3t) 14tib14 fummdiagnr Gl, couBtemor. 32) 17Sb5 nSgUintar Gl. emnnp)r. 
33) 200b 10 rtomrila mauifeBtat me. 34) 200b ICJ wmetargignidar aigniScat 
me. 3S) 203a— b domfarcai desiiper me spectatur. 'Es überragt mich', 
würtlich; 'es schaut auf mich herab', Th., 'me cingit' Stokes, Tgl. W. 
It. Gr. p. 134. 36, 37) 203a— b zweimal fomehain snccinit mihi (Z,' p. 329). 

38) 204a— b foÜKhain snccinit mihi. 38a) 204a— b mmchovmdi* cdima 
deminns me tneatur. Merkwiinlig nicht nur durch die (in der Poesie zn- 
läBsige) Tmesis, sondern vor allem dadurch, dass no- hier vor einem Kom- 
positum gebratichl erscheinti Ist da* Verbum vielleicht nicht eom-em'J 

39) m. 22d5 romferat suppedilant mihi (Aac. GIosb. CCCV). ^)) 27 h 7 com- 
ntimgabthae, 1. conumgabthat Gl. nt occnpnrer. 41) 20d7 nomdeilhidnig- 
thersa Gl. sollicilor, 42) 31 cT fomckridichpderta Gl. accingor. 43) 33b 6 
n^lnfidersa Gl. complebor. 44) 33 h 10 fomfirfidena Gl. praeparabor. 44a) 
38a 13 nimthorgaith non me fefellit. 4S) 38c 21 : : -.mdiehitiue 1. nomdichitHM 
Ul. m§ Tindicö (Aac. Tab. p, 628), 46) 3Bc38 andunumwa Gl. petseqnentee 



') Die Form ist wegen des eingeschobenen -p- merkwflnlig; anoh die 
EonBtmktion ist sonderbar, ilurch die vou fil hceinflusHt? Vgl, Form 12; § 105. 
Z.» p, 490, 

') Hier ist einmal die ABpiration des folgenden t vernaehlftsaigt, docli 
steht die ErBcheinimg so TereJuselt da, dass mau wohl einen Schreibfehler 
TenuQten darf. Vgl, 94. 




J 



DAS PROSOMEN PERSONALE INFIXUM IM ALTIKIMCHEN. 183 

(sc. me). 4?) 39c 32 dommimchomarl- (-atar Abc. Tab. p, r.28) Gl. coartanmt 
me. i8) 39dl4 annwmjindbad : : iglu 1. -aigtia til. beatificantes me. 49) 
40al6 nomlinfitherta ül. explebur. 30} 42a9 dumgneae Gl. me facie«. fii) 
44b lU— II caW rom Weisse Gl. qnare mi dereüqnisti. 52) 441) 10—11 eair 
rvm Uicte ä dd Gl. qiiare me dereliqnisli. 5S) 44r! 11 eodumme»midae Gl. nt 
effunrierer. 5J) 45 c 3 rowmaU aa ül. educavit mfi. 5ä) 45 d 5 fomlhochais- 
gdiadar aa Gl. «nbaeqnetur (sc. m«). 5ff} 4SbS rommitrvmmaiged Gl. tmm 
releaalns. J?) 49c3 cta ifunimn^ertAar öl. ei recle^r. &8) 4Ddl3 eonum- 
daingnigtge Ül. communias (sc. me). 59) 50a 12 rontmisJijei Gl. hiunilitatOB 
Bimi. 60) 54 b 26 nom^isfi^Jisse Gl. lacerare (I. laqneore) volnenuit me. 61) 
54 c 12 nammailkUtis calnmniabaiUttr rae. 6S) 54 c 15 Honchviaynachtia o\i\ya- 
gabaal me. 63) 55 b 2 eodtanematee nt me tuearis. 64) 62c 7 dumdontae sc 
Gl. coDBnlabar mA. 6&) H2c IS diandontae se Gl. mä solebar (1. aolabar). 66) 
71cl9 manimglapoe «e niai me purges. 6?) 72dll rfflemse protege me. Sä) 
73 cä nimrobne sotrod aon mihi fiiit liberatio. 69) 74 b 13 aimt böi wtnuoi- 
radm 0- ru- Abc. GInsa. CCLXV) nam nemo erat qni me liberarel. ?0) 74 b 13 
manimsoirad nbi me libernHBet, TT) 74cl() cotiüfctha nt me Balves (Ä8C, 
Gloss. CVI). 72) 7lid5 mrAcAoniarI«insse nou me commiaistt. 73) 7Sbl8 
dumdlsedia (qni) me dnceret. T4) S6ct2 nlmbia non mibi eril. 75) SBall 
taxae nom»eimig(the)lh<!te Gl. macerarer. 76) 108a 12 dumimmerehell Gl. m^ 
Tnikvil. f?) 12Tc9 nomchtungaigther GL ij^oi. 78) 127clU forrufiKhenadta 
Gl. adanmptns etim. 79) 127c20 domfoacartae se Gl. eiponebar. 80) laobll 
airramchtuilae I. -rom- (A»c. Tab. p,<i59) nam me andirit. 81) 130d5 tom- 
mirua dia deiim me putavi. 82) 132cS romgab cepit me. 83) UOcl niwt- 
meml sa Gl. produnt m6. S4) 142b 2 diarvmsoirae si me Uberaverü. 8o) 
142b 3 manimaoirae se nisi me libere». «6) Cr. Prln.57b5 fomnuäagar ül. 
constemor. 8T) Cun. 37 c nvansichethre wquatnr me. -re sicher Schreibfehler, 
vgl. dagegen Z.> p. 1005n. aS) Arm. lBa2 fwnrist snccnrret mihi. 8ff) 
S. P. I 4 marointhoicthersa si mihi contingat. 90) 1 5 manimrotkcailher si 
mihi non contingat, vgl. W. p. 834. 

§ 3. Der Vokal -u- (-0-) vor dem pronominalen Element 
der 1. Sg. erscheint in folgenden Fällen: 

91) Wb. 13bG itrad die immumforling gratift dei me perfecit, 92) 
23il90 immumruiiÜied drcumcigns snm. 93) 31a3 aromfoimfea exclpiet me. 
94) MI. 130b 12 immumtimmerchelüat sa Gl. m6 Tallavemnt. Auch hier die 
Aspiration vemachlässigt, rgl. 19, 

§ 4. -atn(m)'- kommt nur in Ml. vor, und zwar; 

9S) MI. 32 d 5 ttachamdertnaittte tiqU me oblivisci. 96) 47 c 10 amachamm- 
daricarthar Gl. ne deuolnar. 97) 56 a 22 naehamindarbattarsa Gl. non Bubiciar. 
98) S6d3 ol nachcmHidna sa Gl. qno4 nntla meliomm ezspectatio couBuletnr 
(sc. me). 99) 90clK eonntuh am robae Qt mihi nou esset. 100) OOclT bec 
nacham raiae in derehäiniwl pamm abest quin ieeisset me in desperationem 
(Asc. Glos». CXLr). 101) 107 bS nachamthiaedta (quae) non ad me ueniret, 
102) 131 bS attaramroet Gl. deo excipieute (sc. me). 



Für - 



«(»()'- finden sich nur vier 



184 FERDmANE) SOMMER, 

105) ¥ni.5al8 mndi nachimrindarpa.ise in eo qnod me non reppnliL 
103a) Hl. 38 d IS imiin/brlam^iw« eSentttJ me. 104) Mc2 mammimthtAarihar 
Ol. si circnmder, SOS) 44 c 15 inümIhimmercheUat Gl. circnmdedeniiit me. 

§ 6. -domim)'-, -dumiyny- ist an folgeuden StelleE 
belegt:') 

106) Wb, 1 a 8 ciArm *o. dombcrasa cucutfrgi quid vero me aA tos feret? 
107) 3 c 38 eondumftl tit aim. 108) 5li30 coatomsnaafar Gl. nt ego inserer. 
tOff) l&h atdontindnagtar deducar. HO) 7a 12 eafardwntkisidee nt adinvetis 
me. HI) lodi:) an} dorn roibse iit mihi sit, Ü2) 10d2ti alomaig impellit 
me. 113) I4c20 atomanaste Gl. a voMb dednci volni. 114) ndU eontJö- 
marrffobadia Ol. at me comprehende.ret. US) 33a 12 früvmchomariga Gl. 
offeiunB (ni. üä) Sg- 17aT r^tfonirrcAIoifftcr Gl. ngor. U7) I3!lb2 /brrbm- 
choimilher Gl. Bervor, JJS) l8Sa3 fritüthiagar 0!. ohe«r, Ü9) Cr. Aag. 32 
addoinanitena Gl. snflpenilor. 

§ 7. Wie sclion bemerkt, bietet Ml. regelmässig die Form 
'damim)': 

120) NI, 21 b R eondimtehloit'hana nt andiar. 131) 2t b 10 eotammeienig- 
thena compellor. ti2) 24 als afamrockoilae Gl, decerne (sc. me). üeber den 
Wechsel der Prapoditionen (Mg- nndnd-s,Z,'p. 870. Th.R.G. VI, 144. 123) 29d3 
»tchi» eotammotcaigse Gl, debere mS eommotare. 124) 20d5 (tuiamerbaittH 
(in) qua confiderem. 13S) Sic 14 anatamresa cnm me anBcitabo. 126) 32d5 
ciofut dundäroimnifeae quamdiu me obliviac^riBV 12?) 32d 2" cinernf ^tomm- 
ior «a Gl, qimudiii me adJidet? 12S) 32d2S nu<fam(An?c^ Gl. discrnciauB 
TüL 129) 33 a I triiammiwat afRcieat me. WO) 33a in indi fodamsegatsa Gl. 
qni tribnlant me. 131) 38all condammairltieea Gl. et non permittit mi 
concedere. 133) 3ftc27 fritammorcat Gl. mS enimniB adfiriunt. J,M) 39dl0 
indi twdamfindbadaigelarsa ii qni me beatificant. 134) 3!)d tl an condam- 
mvcbaitiase Gl. efferentej« (sc. me). 135) 39d 13 atamgrennat Gl. perseqnntnr 
(sc. me). 136) 44b2fi /rtiommoircwe Gl. (cnm) mf ävereeris. Jif?) 44ol7 
otoniroijired Gl. conBerratnR sura. 138) 44 c 3! co rtardamdibet ea Ol. ad intei^ 
ficiendnm mi. 139) 44 c 32 fi)rtamdiue»il»el srt Gl, vorare me non monuittir. 
UO) 48a21 rodamsoersa liberaTit me. 141) 54c20 fundamthnbartiase Gl, me 
iniimae »nbdere (feetinabant). 142) 54d 14 co etardamdibitisge Gl. nd inter- 
ficiendum mi. 143) 5t)a2l ma atamicartuge ei me avertebant. 144) ß2cßb 
aüaithe nundameaira quo die me liberal. 145) <>2 c 21 /rurdiAi fritammorcct 
m Gl. adversHB adrtigenteB (sc. me). 146) 70 c II fiundowniomwe Gl, nt tibi 
me gloriflc«ndi praebeatnr digna materia. 147) 74 d 7 iiinäi omrfaniroicAIüse 
in eo qnod me eripnisti (Z.' p. !)95 n. 5). 14H) 80 a 3 ndtuinmnetar Ol. saginari 
(sc. me). 149) 86dQ— lU nechd/udamdoTtad qni mc conaolaretnr. 150) 87dll 
hue dvmamtma 1. dimAamema Gl. in me prolegendo (Abc. Tab. 647. jedenfalls 
derLesnng dunamema Aac. Glusa. LSV vonnEiehen). Inl) 88 a 17 nacA molaii 
runAintmaliubii Gl. qnicgnid nnqnnm in landem meam dictnm est. 152) 
90 c 19 indamaoirfad utmm liberaret me. 153) Qtd4 iTtdamtoirthae ntmm 



') Die Formen von MI., die steiH -da- 
besonderen Paragraphen behandelt. 



j- zeigen, werden ii 



J 



DAS PRONOMEN PERSONALE INFIXUM IM ALTIRISCHEN. 185 

liberarer. 15i) 91 d 8 dtatidanichondelc cum me comparo. 155) 95 c 9 condam- 
chualae nt me andiyerit. 156) 100 b 14 dundanroscad 1. -dam- Ol. me ante- 
fem. 156a) 114 eil lose atüdamfuirset Gl. retinendo m6. 156b) 126 d 10 
dundamlegtharsa Gl. abliterari sinas me. loZ) 126 d 11 tri8indamrob(ie qua 
mihi erat. 158) 126 d 11 condäroib ut mihi sit. 159) 127 c 8 honaib hi atam- 
grennat ab iis qui me persequuntur. 

Anm. 1. Es seien hier zwei Fälle erwähnt, in denen das Pronomen 
infixum der 1. Sg. ausgelassen, aber seinem Sinne nach durch die particula 
augens am Ende der Form zu erkennen ist: 

160) MI. 44 c 3 nlchutrummeichthersa Gl. nullius pretii dignus apendor. 
161) 73c 4 duimmaircthese Gl. coartabar. Blosse. Schreibfehler scheinen 
hier nicht vorzuliegen; vgl. 266, 385. 

Anm. 2. Die Doppelschreibung des -m- findet sich in Wb. überhaupt 
nicht, Sg. zeigt keine feste Regel, Ml. schreibt zwischen Vokalen gewöhnlich 
•mm-. Nach for- ist für 'dam- einmal 'tam- geschrieben (139), vgl. dagegen 
110, 117. Ueber die Wandlungen des d- nach /H-, com- etc. vgl. § 32. 

§ 8. Die erste Person Pluralis. Charakter -n(n)', 
ohne Wirkung auf folgende Laute. 

§ 9. Die einfache Form 'n(ny findet sich: 

162) Wb. Idl nintanicc non nobis venit. 163) 2 all atnal noniHciP' 
dichthertii Gl. sicut blasfemamur. 164) 2d9 twnmöidemni gloriamur. 165) 
2 d 14 höre ronsöimi quia nos liberat. 166) 4 a 27 ninfortHtni non uos adiuvat. 
167) 4 b 22 ronmessni aestimati sumus. 168) 9 a 4 donrUicci süil aochude videt 
nos oculus multitudinis. 169) 1 1 b 7 höre nonbendachani quia nobis benedicit. 

170) 12 a 15 rondlümigedni Gl. omnes nos in unum corpus baptizati sumus. 

171) 14 b 13 amal nonnertami sicut firmamur. 172) 14 b 16 fonsegar Gl. tribu- 
lamur. 173) 14 b 23 tonconnra Gl. tederet nos. 174) 14 c 17 ronhiani nobis 
erit. 175) 14d27 conintorgditar Gl. ut non circumveuiamur. 176) 15 a 4 
runaluinfemni significabimus nos. 177) 15 a 8 ronfitimi cach novit nos unus- 
quisque. 178) 15 c 26 ronfitir aide hie nos novit 179) 15 c 28 ronßidni 
novistis nos. 180) 15d27 fiintnc^6^/iarnon reprehendemur. 181) 16 al cenon- 
molid sive nos laiidatis. 182) 16 al cenonairid sive nos reprehenditis. 183) 
16 a 2 amal ninfessed cäch velut non novisset nos unusquisque. 184) 16 a 2 
ronfitir novit nos. 185) 16 a 4 nonanich dia deus protegit nos. 186) 16 a 5 
nonanich dia deus protegit nos. 186 a) 16 b 9 cininfil Hb quam vis non simus 
apud vos (Z.> p. 491). 187) 16 b 17 dorondonadni Gl. ideo consulati sumus. 
188) 17 a 13 in tain ronmoitsem cum nos laudavimus. 189) 17 b 10 amaldon- 
coisin ut sumus. 190) 17 b 10 ninmoidfem non nos laudabimus. 191) 17 b 12 
nonsamlafammar frinn fesine comparabimus nos cum nobis ipsis. 192) 19 c 13 
fonrochled conclusi sumus. 193) 20 d 9 is do donrograd ad id evocati sumus. 
194) 20 du ronnir Gl. in qua gratificavit nos. 195) 20dll ronlin implevit 
nos. 196) 21 b 3 ninruc non nos tulit. 197) 21b 8 isarathsom ronniccni gratia 
eins nos servavit. 198) 23 d 23 ninmöidem non nos laudamus. 199) 24 c 18 
höre ronaoir quia liberavit nos. 200) 24 c 18 nonsoirfea liberabit nos. 201) 
25 a 3 ronbiani erit nobis. 202) 25 a 21 höre dunndnic quia nobis venit. 
203) 31 c 7 nintd non est nobis. 204) 31 d 6 ronnhicc servavit nos. 205) 



186 



FERDINAND SOMMER, 



8g. 36a 14 nitUdnak nou uobia venit. 20tii MI. 14 dl nintnnicc non noUa 
venit. 207) ISc3 ncmlinidmt unplemor. £05) 32an Aonitnla^ifami ex quo 
fraadamtir. ;3ä9) 3Ta]5 nfnCantc non nobia venit. 310) -ISaU tum^ib 
forntat Gl. torqnemnr. 21i) -Iß b 2<> »imtoemi üben uos. 2X2) 63 c 20 ntw- 
leici« huail diiiiisi3ti noa a te. :^/ä) 77 d 6 maniimoerae ni nisi noa Uberei. 
314) 6S b 7 cenisnicoe 1. ceniniaie etNJ nos non redimee. 215) Ol il 1 Mmindl 
itHnnucmt »nttom Gl. posMaquam nos cepenmt, 2lff) ööaio tnanintoerihae 
niBi liberaremnr. .2/?) i02e3 dundimgadatfn eicitereB nns. 2iS) IIDc4 eodtM- 
naiMiatheni Gl. nt nos eiponcres. 21!>) llOdO (bn«imni tneris um. 330) 
125a9 dun/brsdtlc Bolvit dm. 221) 127 c 7 du ; : n«mfAami 1. dtmn- nos pro- 
t«gi. 2.:;.?) tSGcIl Hofwoirni lihera nos. .2^^) t46b2 nuntuaUngigtd : : r l. 
-dar Gl. nos dignntiii'. 224) Cr. Aug. 76 iitiitmjrai&ni non nos fugil. 325) 
Tut. 169 intan nonnguirlhemi Gl, quando iguimnr. 

§ 10. -MtJM- ist belegt: 

336) Wb. I6d3 immuneualammar iuter nos aadivirous. 22?) 18d3 
iifmun oecammar Don inter nos ridimiia. 238j 20 d 10 immunivrdad meinoniti 
snmna, 229) 25d25 hört arutUäa qiiia uohis instat. 330) MI. IDSad atiim- 
muntimchella ni uigce Gl. aqna nos ambiente. 231) 13& a 2 aninNton^or GL 
adficiemnr laetitia. S32) Arm. 184 a 1 arunnethüia Ol. aiielinebant nös. 

§ 11. -an- in: 

2^^ MI. 1)3 d 10 Auare nacAan 8uiratn»it quia noa non liberas. S^4) 
124a8 Irimansoirlhae per quos liheraremur.i) 

§ 12. -in- kommt vor: 

235, 23Sä) Wb. I3d46 zweimal nachinrogba 
höre arinrobe qnia nobiB »njwrerat. 237) MI. 32 
(qiii) nos cingebant. 

Änm. Hier fDhre Ich auch die nnr einmal belegte Form -din- au. 

238) Wb. 29b16 mod condinroirea ita, ut nohia auppeditet, wohl m 
ro-fer. Aac. GIosb. CCCVl stellt die Fonn zu com-roftr und überaetBt modns 
qni nobis suppeditet. Vgpl. 694. 

§ 13. -dun(n)-, ■don{n)- findet sicli: 

239) Wb.2ai2 amal aendonberat aicnt nos di«nnt. 240) 6dll iiU 
nodtmnertani ille noa firmat. 241) 14 c 36 ishi noflonnertatti ille noa finnat. 
242) 15b27 condonroib nt uobis sit. 243) I7bl0 frinn fanitin cotottdelcfam 
cnm nobis ipais nog comparabimns. 344) 19 a 14 ari» innon irtsa nodonfirioMi- 
gedar nam eadetn fides inatificat noa. 245) 20 c 14 codonroib nt nobia ait; 



änoscapiat. 336) 29il32 
10 immintimcheltiini Gl. 



') Sonderbarerweise findet sich -at- auch einmal in Hb. 234a). Wb. 
2ed 10 oct immanorlndmar dummodo inter nng coUoqnamnr. Man sollt« nach 
226 — 228 sicher -un- erwarten. Ancb in den anderen nng«schlechtigei) Formen 
findet sich in Wb, uichta Analoge», Vielleicht Schreibfehler, veranlasat durch 
die drei folgenden -a-(?). Anch ist zn beachten, dnesWIi. als rortonige Fonn 
der PrKpoaitiou ohne Pronomen imma- neben imnte- kennt. Vgl, £. C. VI, 
p. 153, wo allerdings t&lschlich ein Pronomen in diesem -a- gesucht wird. 



J 



DAS PKONOMRN PERSONALE INFIXI'M IM ALTlRtSCHEK. 



187 



vgl. § 33, Aum. 2. 24b') 31 c 16 fordoiwaiti liocet uos. ifJ?) 8g. 2eh2 huare 
rtänduntttnau: quin non venit nobie. 

Anm. Zwar steht 248) Ml. 'S c 6 lasse imTtdundaingnichfe Gl. cnm nos 
mmiieriB; doch glaube ich, äAsa hier, wie bourI Überall in ML, -dun- zu leaen 
ist, da «ich ilie Verephreibimg -dun- fttr -dan- sehr gut aiu dem vorher- 
f ehenden nun- erklttrt. 

§ 14. -dan{n)- nnr in: 

249) Hl. 22 c 3 foritmroiehnn ni dociiJBti uoa. 250) 27 c 7 fadansegat 
Gl. (|ni tribnlunt nos. .35/) 43 a 12 nK»idrtnlnim;^feer Gl. (cum) iuflammamur. 
253) ia a 16 honaib hi alangrtnnat Gl. a peraequentibus (bc. nos). ;?5.¥) 
(>3 h 1 /brfanrotcAecARatami docnenmt no«. 4i£i^) 1)3 r 4 nundanmdrtAor G!. 
cnpimna gloriari. 255) BS d 7 concIaMamaiU«- nt hob compareB. (Asc. OIom. 
CCXXIX; revera le.g'enduni est aatem condattsamaitar iit cnrnparemur.) 25ff) 
77 d 7 ittdancomairleceni in qua noB (obnii) niuBM. 257) St)a(i indl coiulannf- 
eaisni in eo quod noa Balvasti. S5?a) 93 d 12 ataH»ai^i impellit hob. 258) 
114 a 7 (plebs dei) asiidanberthe ni (plebB dei) quae appellahaiaiir, 259) 
114d 10 ufanncirrig Gl. noB emendat. 260) 120a3 laste etardarvrosear*n G\. 
noB Beparando. 26t) 125 aB iaraindi ^tannairlie (-nrairfic Asc. RIobb. CLXI) 
po«t<]nam comnÜBit noB. 262) 134 a1 eotanrirastami Gl. obligemiir. 263) 
135 d 4 ni n)(i)mnactnr fortanbristimi non potnemnt uoh opprimere. 

Anm, 1. Ganz eigentümlich ist 

264) Ml,77d<> indaron comairlteisni in qua uob (obrni) permiiusli 
(Abc. GloBs. CLX, l. \ndan(,To) com-, eine etwas kühne Kotyektur). Die Form 
ist nicht recht zu erklären. Es hat fast den Anschein, ah habe der Schreiber 
-Am. in tue Bestandteile -da- und -n- zerlegt, vgl. die regelmä«Bige Form 25fi. 

Anm. 2. Merkwürdig auch 

2SS) Wb. 12e4 cotnimtha comitahilnr nog (Tb.). Stokes' Uebersetzung: 
'thon ehonldst preaerre it (■*) beyond' giebt keinen rechten Sinn. 

Anm. 3. Ohne Inflx, aber mit Particnla angeoH erücheinen: 

266) MI. 53 b IS am demami ut defendimur (Tgl. 3S5). AllerdingH 
Bteckt wohl in dieser Form irgend ein Schreibfehler, du dag nach amal zu 
erwartende Relativum fehlt, 26T) 53 d 9 is dia doroiditi roisit nos deus. 

Anm. 4. Wie das -wt- der I. Sg., so wird auch hier -«- bisweilen 
doppelt geschrieben, auch in Wb. — E« findet sich in Ml. -tiin^>i>- für -dan(n)- 
nach for: 240, 253, 26.1. 

§ 15. Die 2. Sg. Das allen Formen gemeinsame Merkmal 
der 2. Sg. ist ein -('-, das aucli nach Vokalen niemals znm 
Spiranten wird, einen folgenden Konsonanten aber aspiriert, aus- 
genommen natürlich einen Denta,l, mit dem es lautgesetzlich zu 
-t{t)- zusammenfällt. 

§ 16. Die Gestalt -f- erscheint: 

268) Wb. 1 d 11) nlterpi non committis te. So auch Asc. Gloss. LIX, 
wogegen Stokes »uterpi korrigierti doch giebt nKerpi guten Sinn. 26!t) 1 d 21 
dilröscibea praestabJt tibi. Z.' p. 334 fasst dit fiUschlich als 'de te' auf. Wir 



188 FERDINAND SOMMER, 

haben hier den allerdings seltenen Fall, dass di- auch prfttonisch steht. 270) 
2 b 12 nÜta ni non est tibi qnicqnam. 271) 5 b 28 notail alit te. 272) 5bS2 
notbocctha iactares te. 273) (>all rotbia erit tibi. 274) Hc9 niked notbeir 
non hoc te fert. 275) 20 a 9 rotbia erit tibi. 276) 27dl9 amal rotgädsa ut 
te rogaTi. 277) 28 d 16 cäch rotchechladar quisquis te andiet. 278) 31 b 1 
foträcbussa Gl. reliqui t4. 279) Sg. 229 a— b roe^tui/ adhaesit tibi. 280) ML 
36 a 32 arfuichtfordiucail ne te devoret. 281) 44 a 21 notamiae siu Gl. arma- 
veris (sc. te). 282) 4Gb 20 arrotneithiussa Gl. t6 snstenui. 283) 46dl4 
amriitt(«t^^tu88a Gl. quia sustenui te. 284) 55 a 5 noi erdarcugub Gl. cele- 
brabo (sc. t^). 285) 55 b 3 cotoscaigther Gl. movere. -:?5^ 101 c 3 fotchridig- 
therau Gl. praecingere. 287) 103 a 5 ruf^rtont« miindavi te. 288) 112 b 6 
scc^i^i^ nu^somu Gl. qnaqnaversnm te contnleris. 289) 112 cl dot emfet su 
Gl. t6 vindicabnut. 290) 126 c 17 cotnessiuaa conciücavi te. 291) Arm. 178 b 2 
nutasigthe calcea te. 

Anm. 291a) Ml. 126 c 3 atrc^ a saltair Gl. surge psalteriom enthält, 
wie ans der betonten Verbalform zu ersehen ist, ein pronominales Element. 
Jedoch ist wohl kaum anzunehmen, dass hierin die Form -t- zu suchen ist. 
Vgl. § 28. 

§ 17. -a^- ist zweimal belegt: 

292) MI. 63a 3 aratmuinfersa fHd venerabor te. 293) 107c 11 an nachat 
toscelfat Gl. non t6 experituri. 

§ 18. 'iV' findet sich nur: 

294) Wb. 5 b 33 amachitrindarpither ne repellaris. 

Anm. 1. Unklar ist mir 

295) Ml. 107 a 15 nachöin adidtrefea quicunque te habitabit (?). Asc. Tab. 
p. 653 : * l*iutt08to si vorebbe atitrefea (ad-dit-trefea) \ doch ist damit wenig 
geholfen. Die Form sieht aus wie ein Pronomen der 3. Sg. Missverständnis 
des Schreibers? 

Anm. 2. Eine singulare Form ist: 

296) Wb. 2bl2 inditmoide *in quo t« laudes', vgl. 360. 

§ 19. 'dof' steht: 

297) Wb. 6 b 13 attotchomnicc tibi contingit. 298) 6 c 16 attotaig (quae) 
te impellit. 299) 30 a 9 cototnertsu Gl. contbrtare! 

§ 20. Analog der 1. Person hat Ml. hier -daV-: 

300) MI. 21 b 5 rolomur nundatges audeo te rogare. 301) 23 d 21 con- 
datoscaigther Gl. commovere. 302) 38 c 26—27 a : : : ndatferai 1. afundatferai 
Gl. praestante te. 303) 43 b 11 fortattetsu Gl. t6 adiuvet. 304) 58d 14 cota- 
toscaigthersu Gl. commovere. 305) 59 c 12 atatchigestar Gl. videris (a. 1. vide- 
beris). 306) 62 a 12 nundatmoide Gl. in quo gloriari solebas. 306 ä) 62 c 16 
läse atatgladainnse Gl. cum te convenirem. 307) 72 c 4 indattogarsa Gl. 
manibit in m^ invocandi t^ cura. 307a) 86 c 10 atatdirbinedsu Gl. t^ inpellat. 

308) 93 a 15 ciofut fritatniarrsu quandiu t^ insultat, 1. -tabit (Asc. Gloss. CXXI). 

309) 106 c 11 ni am dundatmecetarm non ut te despiciunt. 310) 121 d 22 atat- 
gentarsu Gl. cognosceris. 311) 133 a 14 dundatresiu Gl. quae possit te exuere. 



DAS PliOKOMEN PEICSONÄLE INFIXUM IM ALTIHISCHEN. 



189 



Anm. Sicher steckt irgend eiu Fehler in: 

313) Wb. 33 d II indathmdackvb ül. uisi henedicena beuedicau te ntique. 
HStte St. mit seiner Ueheraetzusg 'shaU I blesB thee?' recht, so hätten wir 
hier die einiige Form nuBserhalb Ml. mit -dat'- statt -dot-. Doch stiraml 
diese Uebersetzung nicht gut zum Text. Die ErklSraug der Form Z.'p. S8t, 
ans ind-ad-t-h . . ., befriedigt ebensowenig, znmal sie gegen die SteliungHrege in 
der Pronomina infiia yetatöBst. Der Bedentnng nach könnte wohl aih- = re- 
in der Form stecken. Enthalt sie vielleicht überhaupt kein Fronomen? 

§ 21. Die Gtestalt der 2. PI. Gnmdfonn -h- oliae irgend 
welche Wirkung auf deu folgenden Laut. 

§ 22. Blosses -6- tritt auf: 

S13) Nb.3b2I doWwcAomarrt vos compnlit. 314) 5elT n>ftAicarf salvati 
estis. 31S) 5d34 ttofema (= dobttna) tueatni vob. Slü) 7 b 21 nobguidtt 
rogant vos. 317) 7 b 21 nobbendaehat benedicunt vobis. 318) 8 a 1 manübbait- 
innue si vos baptizo. 319) S b 2 nobirpaid commitl&tis voa. 320) 8 c 8 dob- 
tromma grämt tos. 321) 11 b 4 nob sürfcai äia liberabit tos den». 332) 
13 b 19 nibm^fta non annctificabit vos. 323) 13 b 19 niftgcara non separat 
TM. 33i) I3d33 Tobbvt indochäl gloria vobia erit. 32S) Uclä indindocbdl 
nohtd gloria (qnae) Tobis est. 32li) \(i a 13 ropia indfocKricc erit vobis merces. 
327) IBdlO robäniai Tobis advenit. 338) löblU nl6W torbe non est Tobis 
ntilitas. 339) 10 b 12 isal dano robtiiiibsi ea vero tos sanctificat. 330) ]gd2T 
tu^Htigetar Gl. aeninlaatur vobis. 331) 20a 11 nib iecfither non aalTabimini. 
332) 2tlal5 doforbadm = dobforbadsi a^ciai estie. 333) 21cl7 robitui(=rob. 
biati) indindocbdl gloria Tobis erit. 334) 21 d i) rabdandad radicati estis. 
335) 21 d6 robfotUgtd fundati estis. 336) 22b23 ropia mm erit Tobifl caelum. 
337) 23 c 25 ropia log erit vobis mercea. 33S) 23 d 4 robcarai amavit tos. 339) 
23dl0 nobcarad amabat tos. 340) 24c4 dotru^ad eTocati estis. 341) 25d2U 
robgadammami rogavioius Toa. 343) 25 c 29 nobguidimse mgo tos. 343) 
2i;a24 d^bröigu dia elegit tos dens. 344) 27 b 6 robia erit Tobis. 345) 
27 c 12 ropia erit vobis. 346) 27 d 9 nobcara huili vos omnes amat. 347) MI. 
4Sd1D nobaoirfea Gl. t6s absolnet. 348) 46 a 13 nobcrete Gl. credebamini, 
3^) 5.tbia eodobemtharsi nt defendamini. ^50) tlTatl nobcloifether Gl. 
Tincemini. 5Ji) 103 c 15 doibroxgasa = dobroigam elegeram vos. 

§ 23. -ob- erscheint nur in: 

353) Wb, 17 b 27 tuvbröinasc Gl. dispondi enim vos. 

■ab- in: 

353) 111.411» 14 nachahlicfrd nee vobis veutlinun esse. 

Auu). Hierher ist sicher aueh dos in derselben Glosse stehende, irgend- 
wie verschriebene 354) nanachaiberaoilcßhe vos apertnm non in (Z." p. 743) 
zn ziehen. Es ist wohl nachab- zu lesen. 

§ 24. -ib- findet sich: 

35S) Wb. 3 b 19 »achibfel (quod) non estis. 3511) 22 d ä «achiberpidri 
nolite TOS commiltere. 35?) 27 a 24 nacUbmidfd Gl. nemo ergo tos iadicet. 
358) 27 a 24 nachibberar ne leramiui. 



190 FERDIKAKU äOMUER, 

Anm. An dieser Stelle sden nut^li die beiden aiif -dib- weisenden 
Formen angeführt: 

359) Wb. 24 c 4 condibfeil ut aitb. 360) 25 d S traindippiat per qii&m 
vobiB ermit. 

§ 25. -(lob-, -dub- ist diii-ch folgende Beispiele belegt: 

361} Wb. 3 b 23 fomdobamar quo instltniminj. 361ä) Sicher auch (in 
einer YerstUmnielten Glosse): 5c 1 nudubgoithett. 362) 5c lU odvhtaitice donec 
Tobia venit. ä6S) 7a4 atdubdlivb Tisitabo vus. 364) 8c 16 cotofVtainti 
^ cotobuiainixi protegit vos (Tgl. St. p. 2(!1 n.). 365) 9a m forduhetekna 
docebit tos. 366) Ön23 eotobaechfider iostitaemini (Z.* p. 328) '^e will be 
corrected' St. 36?) 6 b 19 catobdrrig coiiatriniit voa. 36.S) ec20 ädatobaiek 
qnid impellit tos. 3t>9) 14 c IS köre nondobtHolorsa qiiia tob Undo. 370) 
Udd' atobtegatai (qni) reapondent Tobis??? Biene Btfdentnnj; int mir mehr 
ale Eweifellinft, da, wie erw&but, das pTDUOmen iulizum sonst nie als DaÜT 
zn einem IransitiTen Verb gebraucht wird. (Vgl. Asc. Glosa. CCXLVU b. t. 
aith — »ech-). 'Vermutlich Fehler für atobslegatai 'qui tos pellicianf, TgL 
adtlig Wb. 14 d 27 ' Th. 371) 17 a 1 lasse »ondcbsommigetar cnm tos ditont. 
372) ISb5 adobragart GL nos fascinavit. Wohl Versehen des Schreibers fOi 
atob-. 373) 19 c 20 ma nwlubfeU si sitts. 374) 19 d 10 ciii utobaig dö quid roa 
adidimpellity 375) I9d27 /bnlo&tnoineear invident Tobis. 376) 23(;12 anud 
nondubcairinue ut vos amo. 3T7) 2&alü duüs iTtdobfochad Gl. ne forte 
temptaverit vos (si forte temptali sitia, Z.< p.4S3). ^rä') 25a2U atobeiaide 
cemit TOB. 579) 25a. 15 amal rondobcarsamni nt amaTimua tob. 

§ 26. -dab- nur in: 

380) MI. 18 h 7 cocliotabogadai ^ tabbotadgi Gl. nt vos couminneret 
381) 20 d n afofcjabed comprehendat tob. 3S3) 4Ü a " cofniuccainrsi Gl. eliiia- 
mini. 383) 53b 15 eoatabsorehailher nt illuntinemiui , I. -chaichther (Aac. 
Gloas. CCm). 384) 79 c 4 dundabdurgathar Gl. inritari (sc. vos). 

Anm. 1, Ohne Infi* mit Particula aiigeua: 

385) MI. 53 b IS doemthani protegeniini, 

Anm. 2. Es bednrl wohl keiner besonderen ErwaJinung, dasa in Farmeo 
wie robbia (324), Topia (328), robitm (333), tretindippiat (300) nur VetBchieden.- 
heiten der Schreibung: vorliegen. 

§ 27. Schon ein flüchtiges Durchlesen des soeben anf- 
gezählten Materials zeigrt, das.s in vielen Füllen gewisse Bildungs- 
arten von Formen der 1. und 2. Person regelmässig auch nach 
ganz bestimmten Präfixen auftreten. Vielleicht ist es nicht ohne 
Wert, einmal geuauer zu prüfeu, nach welchen Präfixen die ver- 
schiedenen Formenkategorieen immer oder mit Vorliebe augewandt 
werden, und ob sich bei den einzelnen Handscluiften Unterschiede 
in ihrem Gebrauche finden. Bei der zu diesem Zwecke folgenden 
Uebersiclit habe icli mich des Bäumes wegen darauf beschränkt, 
immer nur die laufende Nummer des betreffenden Beispiels an- 
zugeben, abgesehen ^on einigen sehr zweifelhaften oder absouder- 



I>A8 PRONOMEN PEKSONAI-E INFIXUM IM ALTIHISCHEN. 191 

liehen Fällen, deren Form am besten noch einmal ins Gedäclituis 
zurückgerufen wird; die eingeklammerten Zahlen bezeichnen ent- 
weder eine Unregelmässigkeit der Schreibung oder eine im MS. 
nicht vollständig erhaltene Fomi. — Unter die Rubi-ik ' Relativum 
abhängig von einer Präposition' habe ich auch ara" 'nt' und 
dia' 'cum' aufgenommen. Dass co" 'ut' hier\'on getrennt ist, 
geschieht nur, um es bequemer im Gegensatz ziu' Präposition 
con behandeln zu können. 

§ 28. Die einfachsten Formen, also -tw(m)'-, -w(h)-, -f-, 
-b-, finden sich hauptsächlich nacli mo, ro, fo, do, m'; die Hand- 
schriften stimmen hier allesamt überein, und zwar steht 

-in(m>'- nach no- (Wb.) ß, U, 15, 18, 20, 21. (Sg.) 30, 32, 33, 94, 
38a(?). (Ml.) 40, 41, 13, (45), 48, IB, 58, 60, Ul, «2, GB, 71, 75, 77, 83. (Cam.) 
87; nach ro-: (Wh.) 1, 3, 11, 24-28. (Ml.) 39, 51, 52, 54, 5H, 50, 72. 78, 80, 
82, S4. (S. P.) 80; nach fo-: (Wh.) 17. (Sg.) 31, 36—38. (SO.) 42, 44, 55. 
(Cr. PriHc) 8Ö. (Arm.) 88; nach do- (io-, di-): (Wh.) 5, 13, lli, 23. (Sg.) 35. 
(Ml.) 46, 47, 50, 53, 57, H3— «5, Ü7, 73, 76, 79, 81; nach n(-: (Wh.) 2, 4, 5a, 
7—10, 12, 22. (Ml.) 44a, 66, 68, 70, 74, SS. (S. F.) 90; nach na- ttberhanpt 
nur ein Beitipiel: (Wb.) 19. 

-n(n)- nach no-: (WTi.) 163, 1Ö4, 169, 171, 181, 182, 185, 186, 191, 200. 
<M1.) 2Ü7, 208, 210, 211, 222, 223. (Tnr.) 225; nach ro-; (Wb.) 165, 167, 170, 
174, 176—179, 1S4, 188, 194, 195, 197, 199, 201, 204. (Ml.) 212; nach fo-: 
(Wb.) 172, 192; nach do-: (Wb.) 168, 173, 187, 188, 193, 202. (Ml.) 215, 217 
bis 221; nach nf-: (Wb.) 162, 166, 175, 180, IBS, ISÖa, 190, 196, 198, 203. 
(8g.) 2(.5. (MI.) 206, 209, 213, (214), 216, (Cr. Ang.) 224. 

-('- nach r>o-\ (Wb.) 271, 272, 274. (Ml.) 281, 284, 288. (Arm.) 291; 
nach ro-: (Wb.) 273, 275—277. (8g.) 279. (Ml.) 282, 283, 287; nach fo-: (Wb.) 
278. (Ml.) 286; nach do- (di-): (WTi.) 260. (Ml.) 289; nach nf-: (Wh.) 268, 270. 

-6. nach MO-: (^\'b.) 316—319, S22, 325, 330, 339, 342, 346. (Ml.) 317, 
34b, 35(1; nach ro-: (Wb.) 314, 324, 32fi, 327, 333—338, 341, 344, 345; nach 
fo- nicht belegt; nach do- (Wb.) 313, 315, 320, 332, 310, 343, (Ml.) 349, 351; 
nach nt- (Wb.) 322, 323, 328, 331. 

Aussei-dem findet sich eine 2. Sg. 4'- einmal hinter nach-: 
amachtfordiucail (280), wenn wir hier nicht lieber eine Ver- 
schreibnng für amachatf .... annehmen wollen, vgl. 203 an 
naehaltoscelfuL An zwei Stellen kommt -t'- ausnahmsweise nach 
der Präposition con- vor: Ml. 55 b 3 cotoscaighter G\. movere 
(285) und 12(icl7 cotnessiusa conculcavi te (290), vgl. dagegen 
Wb. 30a9 cotoincrlsu (290), Ul. 58 i U coiatoscaigtherau {9i^). 
Ob in jenen beiden Fonnen das ( eine Kontraktion von -tat- 
dai-stellt, oder ob man cot- gerade bei der 2. Sg. nach Analogie 
von dot-, fot- etc. als schon mit dem Infix vei-sehen empfand, 



192 FERDINAKD SOMlfER, 

wage ich nicht zu entscheiden, doch halte ich das Letztere für 
wahrscheinlicher. (Ueber die Foim der Präposition con- vor den 
Infixen der 1. und 2. Pei-son s. §32). — Bei 291a: Ml. 126 c 3 
atrce *sui'ge' bin ich jedoch eher geneigt, eine Kontraktion aus 
*aiatrce anzunehmen, da die Fomi atrce ohne Analogie dasteht 
Die Annahme einer Kontraktion wird ^ielleicht dadurch gestützt, 
dass wir es hier wohl mit einem in der lebenden Sprache häufig 
gebrauchten, interjektionsähnlichen Befehle zu thun haben, bei 
dem eine derartige Kürzung erst recht wahrscheinlich wird. Der 
Umstand, dass diese Form zufällig nur einmal in der gesamten 
Glossenlitteratur belegt ist, beweist natürlich nichts gegen ihr 
häufiges Vorkommen in der Umgangssprache. — Im allgemeinen 
finden wir so die schon bei Z.'^ p. 327 gegebene Regel bestätigt, 
dass die kürzesten, nur aus einem Konsonanten bestehenden 
Formen sich nach vokalisch auslautenden Präfixen finden. 

§ 29. Etwas verwickelter wird die Sache bei den Bei- 
spielen, in denen, wie wii- uns zunächst nur mit Rücksicht auf 
ihre äussere Form ausdrücken, vor den Charakter der betreffenden 
Person ein Vokal, u, o, a oder i, tritt. Sehen vdr von dem 
einen Beispiel, das diese Gestalt nach dem von einer Präposition 
abhängigen Relativpronomen zeigt (234 trisnansoirtJuie) ab, so 
finden \^'ir diese Klasse nur nach ar-, imm- und nach-. Hier 
weichen auch die Quellen etwas von einander ab. 

§ 30. Die Form mit o, u findet sich nur nach ar- und 
imm-f und zwar: 

-om{niy-, 'Um{my- nach ar- (Wb.) 93; nach imm' (Wb.) 
91, 92, (Ml.) 94; 

'un{n)' nach ar-: (Wb.) 229, (Ml.) 231, (Am.) 232; nach 
imm- (Wb.) 226—228, (ÄD.) 230; 

-oT-, -M^- ist nicht belegt; 

-o&- nach ar- (Wb.) 352; nach imm- nicht belegt; die 
Form mit -i- nach ar- nur Wb. 29d22: höre arinrobe quia 
nobis supererat (236). 

Anm. Z.« p. 344 vermutet hierin noch das von höre herrührende 
Belativnm und setzt also eine Form *ar-tn-n-ro6c voraus, wohl mit Unrecht; 
das Belativum pflegt in derartigen Phrasen bei der 1. und 2. Person über- 
haupt ausgelassen zu werden, vgl. 229 höre aruntäa. 

Nach imm- kommt -i- nur in Ml. vor, und zwar -?fn(m)'- 
103a, 104, 105; -inin)- 237; -it'- und -ib- nicht belegt, -a- 



DAS PRONOMEN PERSONALE TNFIXUM IM ALTIRISCHEN. 193 

vor dem Charakter des Pronomens nacli ar- ebenfalls nur in 
Ml. -at»*-: 102; -aV- 292. Nach der Negation nach- tritt der 
Unterschied zwischen WHb. und Ml. in der Qualität des Vokals 
deutlich zu Tage: Wb. zeigt überall -t-: -im{my- 103, -?'n(w)- 
235, 235a; -iV- 299; -i&- 355—358; Ml. hat unter ganz den- 
selben Bedingungen nur -a-: -afn(fn)'-: 95—101; -an(w)- 233; 
aV' 293; -ah- 353 (354). Wir werden hier wohl einen 
dialektischen Unterschied annehmen dürfen. 

§ 31. Nächst den kürzesten Formen der Pronomina inflxa 
(§ 27) sind am gebräuchlichsten die Bildungen mit do-, (hi- vor 
dem charakteristischen Konsonanten der einzelnen Personen. 
Merkwürdigerweise zeigt hier Ml. und zwar nur Ml. immer da- 
(scheinbare Ausnahmen s. § 13 Anm. ; § 20 Anm.). Beruht auch 
dies auf einem Dialektunterechied? — Die Erscheinung ist um 
so auffallender, als Ml. z. B. für die Präposition do- meines 
Wissens fast niemals da- zeigt. Wii* düi-fen demnach diese 
Schreibung beim Pronomen nicht dem schwankenden Vokalismus 
unbetonter Silben zuschreiben. — Die tto-rfa- Klasse nun kommt 
zunächst in ziemlich vereinzelten Fällen nach no-, ro-, do-, fo- 
vor: 1. Sg. nach wo- (Wb.) 100, (Ml.) 128, 133; nach ro- (Ml.) 
140; fO' (Ml.) 130; do- (Ml.) 149. 1. PI. nach wo- (Wb.) 240, 
241, 244; fo- (Ml.) 250; nach ro- und do- nicht belegt. Die 
2. Sg. weist kein Beispiel dieser Art auf; die 2. PI. nach wo-: 
(A\nb.) 361 a, 373. Niemals konunt die Klasse vor nach ni-, ar-, 
imm-, nach-, dagegen steht sie regelmässig nach con- (Präposition 
und Konjunktion), ad-, etur-, for-, fri-, (ind-), der Fragepartikel 
in- und nach dem Relativum inflxum; auch nach i» 'worin'. 
Die Belege sind: 

1. Sg. nach cori-Präp. (Sg.) IIH. (Ml.) 121, 123. Nach con-Konj. 
{Wh.) 107, 114. (Ml.) 120, 155, 158. Nach ad- (WU.) 108, 109, 112, 113. 
(Cr. Aug.) 119. (Ml.) 122, 125, 135, 137, 143, 159. Nach dar- (Ml.) 138, 142. 
for- (Wb.) 110. (Sg.) 117. (Ml.) 139. /Vi- (Wb.) 115. (Sg.) 118. (Ml.) 127, 
129, 132, 13«, 145. Nach dem Relativum iufixum (Ml.) 126, 131, 134, 141, 
144, 14«— 148, 150, 151, 15«, 15«a, 156b. Nach t» 'worin' (Ml.) 124. Nach 
dem Relatiyum affixum (Wb.) 111. (Ml.) 154. Nach der Fragepart, in- 
(Ml.) 152, 153. 

1. PL belegt nach con-Präp. (Wb.) 243. (Ml.) 261, 262. con-Konj. 
(Wb.) 242, (245). (Ml.) 255. ad- (Ml.) 252, 257a, 259. c*ar- (Ml.) 260. for- 
(Wb.) 246. (Ml.) 249, 253, 263. Relativum infixum (Wb.) 239. (Sg.) 
247. (Ml.) (248), 251, 254, 257, 258. i« 'worin' (Ml.) 256, (264?). 
ZeitMhrift f. oelt. Phllologit I. 13 



194 



FERHINANIt SOMMBIi, 



. nach i 



■ (Wli.) 3BT, SOS. 
in(i)-(M10 3ßT. 



:on-PrSp. OVl),) 20«. (Ml,) 3Ü4. ad 
(Sn.) 305, 30ÖB, 3117a. 310. /'or- (Ml.) 303. /"ri- (Ml.) .'(08. 
BelRtivnm infiium (Ml.) 3ni>, 302, 30<i, 30g, 311. 

2. PL nach con-Präp.(Wli.) 364, 366,367. (Ml.) 380, 382. coft-Konj. 
(Wb.) 302. ad- (Wb.) 3Ö3. 368, 370, 372, 374. 378. (Ml.) 381, 383. for- 
(Wb.) 365, 375. Relativum infiinm (Wb.) 361, 3fi9, 371, STO, .'ao. (MI.) 
384. Fragepart, in-: (Wb.) 377. 

§ 32, Vor dieser Klasse erleiden einige Praefixa V 
ändenuigen in iliiem Auslaut, wie dies im allgemeinen scbi 
richtig in '/.."- ji. 328 erkannt ist. Direkt veratäiidUcli sind 
(addo-, atto) bei ad- und frilo- bei fri-, das ja auch sonst Spuren 
eines ehemals auslautenden Dentals erhalten hat. Besonders 
interessant ist der l'nterscliied (Z.' p. 328) zwischen der Prä- 
position con- und der gleichlautenden Konjunktion: Während die 
Präposition con- mit dem folgenden il- zu cot- wird (z.B. 116, 
202, 299), behält die Konjunktion ihre Gestalt unverändert 
(107, 255, 362). Vgl. über diesen Gegenstand Zimmer, K. 
n,91 und Th, R. C.VI,320f. Vgl. auch die beiden Formi 
cotoscaiglher (285) und cotnessiusa (290). 

Anm. 1. Wie ThuruejBen, B. C. VI, 321 nachweist, «rBcheiat auch die 
PräpoBition con- mit nnclifolgcnilem proDOminalen d- als conti-, sobald das 
Relativuiu in der Form ku suchen ist, yg\. 131: condammairleicea Gl. et non 
penuittit mi concedere. 134: aticondammucbaitii m Ol. efferentes (sc. me). 
Ml. 2Ud3 Kchts cütanmwtcaigae Ol. debere mä commotaie (123) scheint mir 
mit Tb.'s Regel nicht im Widersprach xn stehen; es scheint hier nach aeckii 
der lateinische InAnitiv uiiht, wie gewuhulich, durch die iriscbe Kouatruktiou 
mit dem RelaKvnm wiedergegeben zn sein; vgl. fi50. 

Anm. 2, Einiunl scheint co- an Stelle der Konjunktion con- zn stehen, 
WBfl jedenfolls sehr zw verwundern wäre, da co- bekanntlich nicht zn des 
Partikeln zHblt, die wie die Prüpositiunen hinsichtlich der Betonung etc. mit 
dem Verbnm ein (jAnzee bilden ('Koigunktpartikeln'), und daher kein Pro- 
nomen direkt hinter sich haben darf. Es steht nSmlich Wh. 20 c 14 endonroib 
nt nobia ait (245). Schreibfehler? 

§ 33. Wie schon gesagt, ei-seheint die tfe-Klasse auch iai^ 
den Fällen, wo dem Personalpronomen das eingeschobene relative^ 
-«- vorhergeht. Wird, wie dies ja sehr häufig geschieht, das 
Relativum nicht formell bezeichnet, so richtet sich natftrlich die 
Gestalt des Pronomen personale nach dem voihergehenden Präfix: 
höre nimtha laäm (12) quia non sum manus; amal rotgddsa (276) 
ut te rogavi; höre aruntda (229) quia nobis iiistat; lasse etardan' 
roscami (260) Gl. nos separando. 

§ 34. Die wenigen Beisi)iele, die für ein vor dem Pro- 
nominalstamm vorhergehendes -di- sprechen, stammen, soweit sie. 



Ml.) 

ren ' 

ers 

die > 

16, 




haben regelrecht die rfo- Klasse. 



DAS PRONOMEN PERSONALE INFIXH« IM AI-TIIUSCHEN. 195 

sicher sind, sämmtlich aus Wb., zwei Fälle nach com- 'ut'; (238, 
359); einer nach »" 'worin' (296) und einer (300) nacli dem von 
einer Präposition abhängigen Relati^nini, 

§ 35. Wir haben uns noch umgekehrt die Frage vorzulegen: 
'Welche Bildnngsklasse der 1. und 2. Pei-son kann jedes einzelne 
Präfix zu sich nehmen?' — Ich glaube trotz mancher Wieder- 
holung aus dem Vorigen den Gegenstand auch von dieser Seite 
betrachten zu müssen. 

no-, ro-, fo-, do- nehmen regelmässig die einfachste Gestalt 
zu sich, nur vereinzelt die rfo- Klasse. 

Kj- kennt nur die kui'zeste Form. 

ar- hat gewöhnlich -m, -o-, (-«-) -\- m,n etc. (einmal -i- [Wb.J). 

imm- ebenfalls, Ml. auch -i- + Pronomen. 

nach- hat in Wb. -i- + Infixum, MI. -a- ■+■ Inöxum. 

cort-Präiiosition. 

co«-Konjunktion. 

ad- 

etar- 

for- 

fri. 

inid)- 

Fragepartikel in- 

con-Präp. hat zweimal (285, 290) kürzeste Form. Ausser- 
halb aller Klassen steht 265: cotnimthä. Kontrahiert aus *mton- 
imthce? 

co«-Konj. zeigt in Wb. auch -di- + Infix. 

Das Relativum infixum -n- hat ebenfalls die (/o-Kla,ise 
nach sich, auch i' 'worin' (einmal AVb. -di- [296]). 

Ist das RelativuDi von einer Präposition abhängig, so können 
die vei-schiedensten Bildungen der Pronomina personalia in An- 
wendung kommen, vgl. 111, 154, 234, 360. 

§ 36. Ist es uns beim Pronomen der ereten und zweiten 
Person noch einigei-massen gelungen, bestimmte Kategorieen von 
Foimen festzulegen und die einzelnen Beispiele darin einzureihen, 
HO mehren sich bei der Behandlung der dritten Pei-son die 
Schwierigkeiten von allen tiieiten; zunäclist tritt hier zu allem 
anderen wenigstens im Singular noch der Unterschied der Ge- 
schlechter in seine Rechte. Abgesehen nun davon, dass es sich 
nach der ganzen Natur der altirischen Glo-sseulitteratui- schlechte)- 



196 FERDINAND SOMMER, 

dings nicht in jedem einzelnen Falle entscheiden lässt, welchem 
Grenus oder Numerus irgend ein derartiges Pronomen zuzuzählen 
ist, dass es z. B. in ifl. oft zweifelhaft ist, ob sich ein rodgab 
*cecinit id' auf den ganzen Psalm, auf eine Stelle oder ein 
einzelnes Wort bezieht, so ist es andererseits häufig unmöglich, 
ein Beispiel einer bestimmten Formenklasse zuzuweisen, da 
die Wirkungen des Auslauts, die bei der dritten Person die 
Hauptrolle spielen, in vielen Fällen nicht erkennbar sind. Es 
hat stellenweise den Anschein, als ob der Unterschied der 
Genera und Numeri beim Pronomen zu schwinden beginne, wie 
das im späteren Ii'ischen (z. B. was den Gebrauch von -s- 
betrifft) noch weiter um sich greift. Bisweilen ist es sogar 
zweifelhaft, ob in dem betreffenden Beispiel überhaupt ein Pro- 
nomen zu suchen ist, da z. B. -d'- in bestimmten Fällen voll- 
ständig bedeutungslos zu stehen scheint. Vgl. §§91—93. Alle 
diese Umstände lassen es wohl berechtigt erscheinen, dass wir 
zunächst bei den einzelnen Geschlechtem und Numeris immer 
nur die nach Bedeutung und Form relativ sichern Beispiele für 
eine bestimmte Klasse anführen und alle diejenigen, die nach 
einer oder nach mehreren Seiten zweifelhaft sind, in einem 
folgenden Abschnitt behandeln. 

Wir werden die Besprechung der sichern Formen in der 
3. Person möglichst der der 1. und 2. Person analog gestalten 
und vorerst ganz mechanisch die verschiedenen Formenklassen 
fixieren. Inwieweit etwa zwischen einzelnen Bildungsklassen ein 
formeller Zusammenhang besteht, ist später zu untersuchen. 

§ 37. Die dritte Person Singularis masculini. Wir 
beginnen bei dieser Pei-son mit den Formen, die durch einen 
Nasal am Ende charakterisieit sind. 

§ 38. Ein einfaches -n- erscheint: 

38()) Wb. 10 a 7 nachnaatad ne eum retiueat. 

Anm. Wohl auch in: 387) 2b4 connächmoidea nech ne qois glorietor 
ans connachf^n'. Ebenso 387a) 9 d 18 nach moided dano infer ne glorietiir 
vir. 387b) 14(121 amdch rölka ne eum devoret, ans 'n€u:h*»r-. 

388) Sg. 209 b 27 'naichndeirsed se eum non desertumm esse. 389) 
MI. 30 d 24 mani nairi nisi eum invenerit. 390) 32 d 5 amachndermatuidar 
dia ne obliviscatur eins deus. 

Anm. 391) In derselben Glosse steht nacliomairlecea ne eum com- 
mittat; yerschrieben für mtchcom- aus *nachf*com''^ 



DAS PRONOMEN PEESONALE INFIXUM IM ÄLTlIUSCnEN. 



197 



im iiou videreul ii, 393) 
S<>4) 52 ninaiihgeuin t 

it non ftguoscerct eiim. 



39S) 32d 1! connachtiaccaitiii adi ut e 
L impntavit eum (peccad, m.). 
cognovil enro. 395} 52 tonnarbniitgeuin 
57 a 13 nimbia uon ei etil. 

An ID. 397) Hlia n snachgnbad huall iit eiini uou c*peret nuperhia, für 
3iiaekng(ÜM(ri 

398) 78 8 4 nimhoi non erat ei. 39Sa) 79 h 2 aniachnttarscara ne enm 
(populum) separel, 399) H2 a 8 nUuxirmi arbtt\aid non eam eiistimat vilam 
(ir. MAh nl). MO) SScl mnnirwIimM si euni uün tueatiir. 

Anm. 401) 112 b 2t) amachriaat ne euI eum veniant, ans amitch''riaat. 

403) l22aU contuichnmpdd ut ae non vertat (Abc. Glos«. CCLXII). 
403) Arn. 194 b itimbia non ei erit. 404) Cod. B««rn. 23 a nMnimbera latt 
niai eum tecnm fera«. 



§ 39. Die Form -a"- findet sich: 

40B) Hk. IdT arangairet vetaut eum. 406) 2c 13 rambät erat ei. 
407) SdH dan^n)iid barp fariat sc gtnltnml 408) II (IS non^Iaiiafl purget 
ae! 409) Ud2l dandonid roneolamini eum! 410) 17<tli rananacht dia 
»ervaTit enm deiis. 411) 22 a 23 sechrtKualid ami Biqiüdem lliiua audiA-iBtis 

Anm. Wenn ich -a- rail folgender Tennis in dieser Bubrik aufzähle, 
HU glanhe ich damit imioferu (lieber zu gehen, als das vereinzelt auch im 
Maek. belegte biogse -a- aspiriert, wie aiia 4i<5 beirorgebt. 

4t2) 2t>b21) nacoscid cürripite euml 413) 27 cl!) rambla erit ei. 414) 
27ct4 rambia erit ei. 415) 28b4 darrat femn di^Iit Be ipanm. 41«) SOblO 
act ranglana dummodo purget sei 417) 3(1 d 20 immanimcab devita euml 
418) Sg. 8a6 daiidiehdet deducuut eum. 419) Sa'J daiidiat siatit eum. 
420) 7'a4 dandiut M^to eum. 421) MI. 14bl4 mr daniniTnart uam cohibnit 
eom. 423) 27 a 8 arrambia nani ei erit. 433) 38 c 4 damtic lom refcrt eum 
(ir. tatimin, m.). 424) 43 eis racloadtom audiret enm. 423) 53bl> ralMc 
kuaid Gl. dimiNit enm. 43b') asc4 dambidc iecit enm. 427) 61al(i aram- 
muinfetar fnd reverebuntur eum. 428) t)ticl4 dandtrtaig anscitavit euiD. 
429) 74 b 2 aratigahtat öl. cum tennemnt eum. 430) 94 c S /ii/Wwna »tfn 
(nrbat enm. 4di) 04 c 8 faceird iacit enm. Analog 431 dilrfle wohl auch 430 
in diese Kategorie gebSren. übwoU diea natürlich nicht zu erweisen ist. 

432) I33a9 racwngaigt*tar sotn Ol. bb ang(-ni)t-)iaTit (Abc. Glow. 
XXXVlll). .J^^) Thf. 6 danilircecAMfar vaticinati sunt enm. 434) \fi raeloi- 
»DM dericit enm. 43S) 147 dichorcmirm dacer de iactn sortis cecidit ei 
('qnae ceeidit ei', Z." p. 330). 

§ 40. Auf eine Form -da"- scheinen mir folgende Stellen 
sicher zu weisen: 

436) Wb. I4d28 stchiphe nodapridcha qnisqiiis est qui enm praeilicat 
(Z.' p. 330). (»eis m. Asc. (iloss. CCXL). 437) :i3 c 5 rwdamrdan ordiaavit 
enm. 43f) 8g. IHl h 10 dindl atacomla ideo qnod se coninngit; könnte sich 
Hucb auf 'personam guoid' beziehen, doch ist das Pronomen hier wohl dem 



§41. 



198 FERDINAND SOMMER, 

Sinne noch als Maek. Anfznfaüseu; vgl. mich <Iie fonnelle UebereinBtimniiiiig' 
mit dem folgenden, sicher mtLaknliuen Beispiel: 439) 208aUi atoi-omla con- 
inugit se. 

-d'- ei-scheint: 

Auch bei dieser KlMwe trage ich kein Bedenken, ihr die Bei- 
spiele Ä-f- Tennis (< natürlich hier ansgenommen) eiwsureihen, da die blosse 
Form -d- auch im Mask. aspiriert. 

440) Wb. 3 b 4 nodnlcad salvaret eum. 440a) 4 a 10 afcomln friu con- 
inngit se enm üb. 441) iclü ttondi rodndolbi ei qni eum finiit. i^) 5b2S 
noänaUX) Blis eum. 443) 9 b 7 dondnitidniginge ^-inditinse MS.) nie eum tra- 
dere. 444) 91] 7 ihdnindnastUe tttf» vo» eum tradere, 445) IßalO cUeomia 
/Hm coniungil se eum iis. 

446) Addi. Demgemääs wird wohl auch filr 3c 13 adcontla coniungit 
se, aleomla £U setzen sein. 

J^?) 19a(i ts ainagad rondcürsagvaa est reprehensio qna eum repre- 
bendi. 448) 2ä b 1 n atamla iirm coniungit sc. 44U) MI. 1 7 b 9 ts itidl rondn- 
aintHHigestar in eo, qnod eum nominarit. 449a) 41 d Ifi fritcurethar cheiü 
(qui) enm colit. 450) 44dl4 asnäta dudnuk Ol. qnod ileus ilhim deduierit. 
451) 4<i c 2 dudnwrget (qni) eum desenint. 452) 4ti c 2U diaiideomaUammar 
cum enm implemns, 453) 4B c 20 nudcomälnabadar (qni) enm implebit. 454) 
53 b 16 otnAart som rondcualae dixit enm se naiÜTisse. 4S4a) lit a I indhuaU 
rodngabtom superbia quae enm cepit. 4S5) 6bhfi nundncrbai qni »e committit. 
456) 74 b 22 mitnimret Gl. decipere (sc. enm). 4ST) 112 a 3 eotnerba (il, cou- 
fidet. 456) 112b20 cotnoat som costodiunt enm. 

§ 42. Ein -id"- ist an fünf Stellen absolut sicher: 
459) MI. 15 cl inti oidnarraig Ol. illc qni s£ divinxerit. In dieMm 
Beispiel ist, wie man au der Gestalt der Präposition erkennt (§ 70), das 
Helativum auch der Furm nach enthalten, ein in derartigen Phrasen nicht 
hänfiger Fall. 460) S\> a 20 donaibhi friasidnoirdis Ol, laedentihua (sc, eum). 
4SI) 56 dl rogaid hodia Adnderoimfd petirit a deo, Qt se protegeret. 462) 
liti b 4 adidnopair feasin (qni) se ipsnm utFert (Asc. tab. p. fi30 andid? — 
warum?) 463) Il2b20 sidcloiti» nt eum victnri sint. 

§ 43. Zuverlässige Beispiele für -o'- scheinen mir folgende 

zu seill: 

464) Wb. 13 a 3 badfricumlach necoüo immabera ad aedificationcn 
ecclesiae ntatnr eo (ddn m.). 46S) 14 d 19 madachoitged dilgud si eum {cAr- 
lagad m.) venia seqnatnr. 466) 24 c lH dtüierid si füsme vos ipsi datia eum 
(fMto« in.)Z.*p.332 'ea'; warum?). 46?) M[.3$c3 linuc rettulit eum (Cedimi» 
m.). 468) 45 a I dodia riiuc Gl. in deo hoc testimonio usus est (leitimin ra.). 

§ 44. Form -d'-. Es sei an dieser SteUe ein für allemal 
darau erinnert, dass -d'- nacli dem -n- des Relati\Tims vor manchen 
Konsonanten {s, r, b, besonders vor cA) gern schwindet. Ich 
werde daher sowohl hier wie auch beim Neutrum alle die Formen, 




DAS PRONOMEN PERSONALE ISFIXUM IM ALTIltlSCHEN. 199 

in deuen -d'- lautgtisetzlicli gescliwuiiden ist, gleicliwolil unter 
dieser Kategorie aufführen. — Die Belegstellen für •(?- im Mas- 
knlinnm sind: 

46») Wb. 5 c 24 ainal dondbeir nt enm dal (toiniiB, m. — mensura). 
470) I4c24 ro^o erat d. 4TI) UillS iagochnide rodchürsack mullitudo 
ohiitr^Til enm. 472) IfibHI rondbiad ei fore 473) lildT roiUio erat ei. 
4T4) 23 c 7 nihed amiil nonchretid st Gl. uon solum ut in enm credatis. 475) 
2Qil2ß rodbo dia erat ei dene. 471)) MI. 14 diu imrnancfam I>1. cui credat 
competere. 47fia) Ifi a IT tn(it noiifc^of qui eiun fenint (psulmum). 47?) 21 dl 
i* faittech rondbouiom cantnm illi fait. 478) 25 c 15 inimindaircet lil. domiuna 
sihi competere deinoiiBtrat. 479) 27 c 21 fochoamailius aiingair itt enm «etat. 
*5W) 37 b 12 fodgUin (qnij eiun discit. JS/) 39 c 22 ariHdemima »om ut enm 
tueatur (Tgl. Asc GIom. LXV ans arin-(d)-de-ro-tma). Der Form nach scheint 
mir dies Beiepiel eher zu ar-fo-em- ra geliQren. 482) 49 n 3 huandnaill rodgab 
a Bnpeibia (ijnae) enm eeperat. 4H3) 53 h 19 aili nandguidanni ut eum rogamns. 
484) 105 bß duniiJrAtäm Gl. in eeuinm pen-enire (sentn m.). 485) 135 n 7 
imminndatre e 



§ 45. -id: Ob der Auslaut aspirierte, lässt sich aus den 
vorliegenden Fällen nicht erkennen. — Beispiele: 

486) MI, 2b5 immidaircet conveninnt ei. 487} 2AA itiimidaircet dochrüt 
conveuiunt ei, Christo. 488) lSd2 innani asidgrenntU eonun qiii eum per- 
Beqnuntnr. 489) 42 b 18 titidindiitsed (qui) eum deelararet. 

§ 46. -did: Ueber den Auslaut gilt das in § 45 Gesagte. 

49<J) Wb. 4 a (i condiddivegca ilonec eum snBcitet (_corp m.)- 491. 493) 
Sd2R Kweimnl jdidmenaed douec enm indicabit. 49S) IKd 1 condidmoladar 
ut eum landet. 493a) 21 a1 condidtised douec ad enm venirel. 494) 24 b 5 
condidticci donec ad eam venias (calnchomrac m.). 'Esemplum aousatis mihi 
perspieunm'i Asc. GIoss. Cin. 

§ 47. Die 3. Sg. neiitrius weist bei weitem die meisten 
Formen auf. — Zum Singular sind hier unbedenklich auch eine 
Anzahl von Formen gestellt, die zwar einen lateinischen (all- 
gemeinen) Plural n. wiedergeben, aber von den Iren entschieden 
singularisch aufgefasst wurden. Bei der Uebersetzung solcher 
allgemeiner lateinischen Plurale neutrius schwankt das irische, 
je nachdem der Schreiber den kollektiven Plural als Einheit 
oder als Vielheit auffasste. Das gewöhnliche war woM die Ueber- 
setzung durch den Singular. 

§ 48. Foi-m -a'- häufig belegt: 

iM) Wb. 3e22 rafctar sa scio id. 49Sa) 3c25 rageni effecil id. 496) 
3d2 adas ciadagneo Gl, si hantera qnod noio, illnd facio, 4!>?) 3d 16 dagtna 
faciet id. töTa) 6 a T teckra pridchaiiem quamquam id praedicavirnus. 498) 



200 FERDINAND SOMMER, 

5 a 8 fxichualatar audivernnt id. 499) 5 a 10 rafitir seit id. 500) 8 a 14 
fagebtis haberent id (Z.* p. 332 *ea', Stokes *them*; bezieht sich jedoch auf 
den vorhergehenden, mit ani beginnenden Relativsatz). 501) 8 c 19 ciafatäsat 
qnamquam temptavenint id. 502) 9 c 29 1. darigensiid) inso uile vel fecistis 
haec omnia (proleptisch). 503) 10 c 3 damelat consnmnnt id. «50^) 10d31 tna- 
dagnenn si id facerem. 505) 11 d 5 darigcnte facerctis id. 506) 11 d 6 
dagniith (quod) id facitis. 50?) 12 al rafesid vos id scire. 508) 12 b 34 
ardagni sochuide nam multitiido id facit. 509) 1 2 c 21 dähucci side intellegit 
id. 510) 13 aS daucci f eisin ipse id intellegit. 8t. 'he understands himself*, 
mir unwahrscheinlich. 511) 13 a 32 nachomoLnith (ut) id impleatis. 512) 

13 a 33 cenachomalnithe ut it implcretis (Asc. GIoss. CXL\TI; *ut, si id im- 
pleretis\ Z.« p. 410). 513) 13 b 3 darigente faciatis id. 514) 13 b 10 rachret- 
aidsi credidistis id. 515) 13 eil dagniu facio id. 516) 14 b 6 dculuthraccar 
optavi id. 51?) 14 b 20 is fo lium ciarafesid placet milii, ut id sciatis. 518) 

14 d 24 dalugubsa ignoscam id (St. 'him I also will forgive'; wohl nicht richtig). 
519) 14d26 dagniuaa sin facio hoc. 520) 15 a 7 nachomalnidsi impletis id. 
520 a) 15 d 6 cenapridchidsi etsi id praedicatis vos. 521) 18 b 9 rafitidsi scitis 
id. 522) 20 c21 is do dägniat ad id faciunt id. 523) 21 c 12 daucbaidsi in- 
tellegetis id. 524) 23 c 21 raßir seit id 525) 23 d 21 dagniat faciunt id. 
526) 24 a 37 rachomalnastar implevit id. 52r) 24 d 8 rafitir (Ms. rafatir) dia 
seit id deus. 528) 24 d 21 amal bid odia rachloithe acsi a deo id audivissetis. 
529) 25 a 31 raotra dia duün praebeat nobis id deus. 530) 25 c 24 nachomalnid 
implete idi 531) 2Bal2 dagni facit id. 532) 2üal2 dagniat faciunt id. 

533) 2(> b 1 1 ni nainn raucsat non a nobis acceperunt id (inordinate ambulare). 

534) 29d27 ciafadam quamvis hoc patiar (Text: haec). 535) 31a 2 darolgca 
ignoscat id. 5.^6^) 31b 11 act rachomalnathar dum id impleat. 53?) 32 a 21 
dalugub sön ignoscam id. 538) 32 c 20 radeimnigestar dia deus id contestatus 
est. 539) Sg. 28alO dagnltis faciebant id. 540) 31b 22 darigni fecit id. 
541) 75 b 3 da eltais declinabant id. 542) 137 b 5 fadidmed toleravisset id. 
543) 138 b 4 dagni facit id (esse defectivas). 544) 144 b 3 daarbuid demou- 
stravit id. 545) 148 a (> rafesed (ut) id sciret (vgl. Asc. Gloss. XXXH— XXXTTT). 
546) 213 a 1 darigensat fecemnt id. 54?) Ml. 20 c 2 dagjiiat faciunt id. 548) 
28 c 8 dagniat faciunt id. 549) 28 d 8 dagnitis faciebant id. 550) 30 a 10 
dathluchethar poscit id (frecre n.). 551) 33 b 15 daregaid attingetis id. 552) 
30 a 32 rafetarsa scio id. 553) 42 b 7 ragab cantavit id (an 'eonim'). 554) 
44 b 2 ragab ÖÖ imo cantavit David hoc (proleptisch). 555) 51 d 2 dagneth ut id 
faceret. 556) 51 d 2 darigni fecit id. 55?) 51dl0 daber dat id. 558) 
54 b 14 air rafetatar nam sciunt id. 559) 55 c 3 darigni fecit id. 560) 55 c 4 
darigni fecit id. 561) 03 b 17 fascannat suscipiunt id. 06'^?) 73 b 17 daratsat 
dederunt id. 563) 83 b 14 dagnet faciant id. 564) 91 b 8 raglanus Gl. mun- 
davi cor meum. 565) 97 d 17 onachfochetoir radanaigestar ut id (tir n.) 
non statim largiretur. 566) 103 c 15 rasoi(sit)si ön convertitis id. 567) 
109 b 2 rafoilsigestar manifestavit id. 568) 115 b 9 amacha airillid ne id 
mereatis (ancride n.) Sehr auffallend! -a- hinter nach sonst nur als Fem. 
Sg. oder als PI. Durch lat. iniuria beeinflusst? 569) 118 bO dauic som reiert 
id (sc. id *meum'). 5?0) 124 b 3 facJierred ut id poneret. 5?1) Cr. Aug. 28 
cid. . dagn6 etiamsi id faciat. 5?2) Arm. 18a 2 dabeirside dat id hie (Stokes: 
'them\ wohl besser allgemein als 'id' zu fassen!). 



DAS PRONOMEN PERSONALE INFIXÜH IM ALTiRISCHEN. 



201 



§ 49. -d'-. Es ist, wie schon erwähnt, sowohl hier, als 
auch bei der folgenden Form, -id'-, bisweilen nicht zu ent- 
scheiden, ob -('")*''- wirklich pronominale Bedeutung hat, oder 
ob es nach unserem deutschen Sprachgefühl ohne Bedeutung 
steht; oft ist beides denkbar, besonders, wenn noch ein Objekt 
folgt, wo dann das Pronomen proleptisch stehen könnte. Ei-schwert 
ist die Entscheidung auch bei der Fonn af- der Präpo-^itionen, 
welche prÄtonisch meist als ad- erscheinen. Oft enthält al'- dem 
Sinne nach sicher ein Pronomen, ist also wohl als arf-rf"- auf- 
zufassen, an einigen Stellen ist jedoch diese Auflösung nicht 
gestattet, vgL 575) Ml. 24 c 16 atchomaing friagitvfd accidit Uli 
Ahitophel, etc. — Ich niusste die Entscheidung hier meinem Gefühl 
überlassen; ob sie überall richtig ist, weiss ich nicht. Ich habe 
auch nicht alle Fälle letzterer Ai-t {at' betreffend) aufgezählt, 
in denen eine Auslegung nach beiden Seiten möglich wäre, 
sondern mich hier auf eine kleine Auswahl von Beispielen 
beschränkt, die leicht zu ergänzen ist. — Die Beispiele von d', 
in denen ich die pronominale Bedeutung für gesichert halte, 
sind folgende: 

574) Wb. 3c2S dianchmialninn si id implerem. S7S) 3dl3 achtnand- 
lelcci oisi i[nod id aoa «ioit (Z.* p. 331). 57<)) 4 b 20 omni rondpromtom ut 
id probnTit. (p wie gewähnüth nicht aspiriert, vgl. 49Ta, S20(t). 577) 4dT 
nodchreitfea fqui) id credet. 578) 5a0 machotcktUi ai id celet. 579) 5a2S 
äatbere qnamvie id dicas. öHO) 5 a 31 eidarindepur quid propter qnod id 
dico. 581) Sa 32 diandrttntXiagat si ei anlecesseriDt Irath n). 583) 5b 18 
seehiehrulh dondrön quomoilocunque id fetero. 5S3) ijd2 amal dondrigetii 
nt id fecil. 3S3o) 7 It 3 arintaibrid nl. id detia. 584) 7 d 2 iehed ari^a- 
brathar, 1. arind- propter hoc dicit id. 585) 8 a 14 »mal dondwat nt id in- 
tellegnnt. 5S6) Oct dondl dodiärmi>{rat) ad id, qiiod id aequitnr. 58?) 
9c22 tagairith opponitis ei (Z.' p. 432) (ancride a.). 588) lOall anutl fon- 
drwlU nt id divisit. 589) 10 b IS amtH <uinchohra nt id vnit. 590) If)d5 
atbeir didt id. 591) 11 b24 fod^cair indicat id. 59ä) 12 a 3 arindftMid nt 
idsciatis. 593) I2n4 datbera qnamvis id dicat. 59i) 12iiS /bfifa'Ii distribnit 
id. Sehr merkwürdige Schreibnng! Dnrch cnl- beeinflnast? Vgl. anch 849. 
S95) 12c4H inedch raikhluinethar qiiiaqiiia id andit. 59S) I3a() bad üinfeir 
itodpridcha njjna vir praedicet id. 597) 13 a 25 ajitat asitidbiursa nt id dipo. 
59S) 13 a 29 anial Qstnbiwraa nt id dico. 598a) 13 b 10 anuü ronpridchisaemni 
sicnt id praedicaTimoa. 599) i4c4ll colanecearsa potni id, 

Änm, An dieser Stelle seien gleich folgende Formen mit erwähnt, 
die dnrch ihre sonderbare Schreibung auffallen: 

HOO) Wb.5b40 arcotdicedia nam poteat id dens. HOl) 7d4 cotdöitlui 
aervatia id. Thnraejaen, B. C, VI, p. 145, 320, sieht in diesem -M- eine Kon- 
traktion Ton -did-, -tid; kaum mit Recht. 

602) 14d25 i» crist dodiagi Chriatus id ignoscit. 603) 15 a lä iahi 



202 FERUINAND SOMMEK, 

fvtlrnar ille effecit id. W4) 15 b 14 nilatirch Hoikhomalnadar qmi Kpni 
aliqnen (qni) iil iinplet. 603) 15 c 21 coiehitbanam congentirnns id. 

606) Aum. ITati rocrdua donginii credidi vos iA factnros esse, vohl 
dondg- TB. lesen; IftulgeselzUch ist hier der Anefiül des -(f- k&nin. 

607) 20 d 3 iiiadodngthind i|Uami|iiam id fecistis. <!iW) 21 dT am(al) 
dmducat gidi ut il id intellegiiDt. 6ima) 31 dl) olAaa» donllueham quam id 
optamns, Tgl. 649. 60!)} 24 d in anial doTidruirmisaem nt id enuraTimus. 
610) 26 a. 20 ainnl dondrigitiiat druid ut id feceront druides. 611) 26 b 19 
atbeirmii dicebamus id. e>/^) IT h 37 dochaeh rodcMuinelhar ciiivis (qai) id 
audit. 613) 27 c 14 cid ineoimdiu dodgni 8tTe dominns id facit. älf) 27 c 18 
atbtirtom ön dicit id. 613) 27 d 16 roiüeribait cosse (qni) id hactcnnx scrip- 
serat. 61öa) 28 b 1 mdtckobra si id velit. 616) 39 a 18 inlinn rodehlmndhar 
mDltitndo (qnae) id andit. 616a) 3ü a 21 mnal nonpridchimse siciit id proedico. 
61?) 3t r 14 arittchotnalnatiMr nt id impleat. fÜM) 32 c 15 ilodi-inifAiWrf minis- 
travit id (Z.' p. 884). 6tt) 33 c 12 ücif fuddera hoc efficit id: 

Eine sehr beaditenswerte Form: Verhum ist fo-feraim, das alter häufige 
mit einem Infix -J- als foderaim eincbeint (vgl. Abc. (iloss. CCCVII und in 
unserer Arbeit § 96). Aus der ohigen Form sebeint hervowngehen, dass der 
Schreiber das Verbniu als foderaim empfand und demgemäss, nm ein pro- 
nominales Objekt, 'id' ansEndrUcken, noch einmal -rf- einschaltete. 

ÖHO) Sg. 5a6 dodtiiainetar cogitant id. 621) Da 21 am-dondgnitü nt 
id faciebaut. 63;i) 26 b 12 am-(i.)dondfoirde ut id aignificat. 623) 27 a 18 
mädodrmiitnalar si id jintarual. 623a) ii6b 10 di{a)nd; :pir 1. diandepir de 
qnibns id dicis. 634) 12Bb 1 atb~am dicimus id. 630) 144h3 feib fand- 
uäirtom ut id invenit. 626) 173b4 coteeot possnnt id. 626a) 176h2 fort- 
chtmi servat id. 627) IBObT nodlabrathar loqnitnr id. 628) 208 b 5 naüd 
ep" uon id dicere. 639) 200 b 22 nodgnl facit id. 630) 2u9 b 25 ishi tide 
rodfinnad ille id sdebat. 631) 214sa nodieeh('t<U) (qui) id habent. S3S) 
■I. lTct2 inna dligeda dudchoitgetar leges (qnae) id »e^uuntur (snperiora, 
vgl. § 47). 633) 20 b 17 dogailte fodrmr maeror effecit id (isla, vgl. § 47). 
634) 21 c 3 dodiarmorat (qnae) id seqnitur. 68S) 22 d 23 adintogra id revocare. 
636) 24 c 23 Tondkgad Gl, id obtinere. 63?) 2Sd12 anndb~ Gl. id dicere. 
638) 2fi b 10 anuü dundgniat nt it focinnt. 639) 27 d 22 am luinbeir ut id 
dicit. 640) 27 d 23 iaed diuluccai immedon hoc id in medinm fert. 641) 
28 d 8 cenid ep~taiigom quamquam id non dicebant. 642) 32 d 2 ant-fundlö 
ut id ferre potent. 643) 35 c 23 U dia rfoiWieir deus id dat. 644) 35 d 22 
am diiirtdch»irelhar ut id ponit. 643) 36 a 21 intl dodfongad qni inrabat id. 
646) 3t) a 3 am dundrigni dia ut id fecil deus. 

647) Anm. 40b2 manidatmigthenu wohl :^ ntanidd- nisi id dones. 

ö'^) 41 d 17 andundinfet dum id inflat (Inaithred n.). (f^.4) 44 c 20 am 
duntlUaichiurBa nt id peto enthält sicher ein -tT-, da sonst ilas Relativ-n- mit 
dem folgenden -tk- ein -t- ergeben h&tte; doch niuss die Form irgendwie ver- 
schrieben sein, da die Erhaltung der Aspirata als solcher nach -n- den irischen 
Laut Verhältnissen widerspricht, vgl. liOSa, (i75. 630) 44 diu »tchü cotrairlüe 
tom ön Gl. quod dednci permisserit (vgl. 123 und § 32). 6SI) 44d3I hmImi 
dudgni aon non dens facit boc. 632) 46 a 1 1 albnraom dicit id. 653) 46 h 20 
fochoimailiua dundrolgU aimiliter ac id ignovisti. 634) 46 dS air otroiUiMet 




A 



DAS PRONOMEN 1>ERS0SAI-E INFISL'M IM ALTIRISCHEN. 203 

Ktdi (alivUkaidi ms.); niun iil meriti saut illi. HSS) 51 a Ifi am dundrigni 
nt iil fecit. 65^ 53 b 27 am iundri^wom itt id fecit. 6ö7) 53 d S intan 
nan^rgart cnm id non vetnit. 658) 53 il 9 dir cein nantrockomairleie aom 
nnm dum id nou pennisit. 659) 64a9 atchotatgal »lepti siint id. S59a) 
54 a 2S ktiare dunfulharset qnia id oplabnnt. 660) 54 d 16 /H necA dudri^ni 
contra aliquem (qiii) id fecit. 661) 5(1 b 3 albeirsom dieil id. fiöiJ) 5iib33 
eeniddeni qnamvis id uon fociat. 663) 57 c 5 ciatehobrat qüamvis id optent. 
664) 59 c 5 fctwre nandgvid qnia id non petit. 665) fil a 8 af^ftnnn iiitellegit 
id. 666) 62 c 2 fliftenwl (quwl) id diceret 667) (12 c eh ditdcKoUgcdar geqnitnr 
■d. 668) A2cl9 dudriifni som fecit id. 6'(>9) tiSclS tu» flunJ^if nt id 
faciimt. 670) 6ec12 >iÄi dunrfareAecÄainn ut id vatidnatua est. Ö72) fi7aa 
duduie fert id. öri*) 67 b S niii dundraingertar nt id pronUBerunt, 6T3) 
66 b4 am dKRdrt jCTMat nt id fec«nmt. 674) tlQaie d : : decomnacht do, 1. ftitri- 
commtuiicavit id cnm eo, 673) 74 d 3 an'i duntluehur nl id peto. b7fi) S7 a S 
dundrigcnsat qnod id fecerunt. 677) 89 dB om ilwifiabat, I. -adbat ut id 
demonstrat. tfrZa) 02 a 5 arindritmnön ut id (f Jr u.) attingerem. 67S) 
94 b 3 fiHrire nandehvmgat qnia id non pounnt. 679} 103 b i3 am dund^tiitdiii 
nl To» id facitis. öS«) 105 b 9 am fondrodamtuiiar, l. -damatar^ ut id passi 
erant (similia, vgl. § 4T). 68J) 122 d 7 cosinmuiir rondchomallaslar nsqne ad 
eam horam qua id impleTit. 6S3) 124 b 3 ni sni dtidgrigni namma non nos 
soli id fecimus. 683) 124 d 9 am asiniÜieriatar tont nt id dixenmt. 684) 
126 c 10 rodlabraatar id locntus est. 685) 12S a 12 am dwidrignia ut id feciitti. 
686) 129 c 10 t-a(Ii,'A;utnc{Aar (qni> id andit; Gl. au(di>(ori. 687) 191 d 12 
Kuare ruitirubartal qnia id diienint. 688) 131 d 14 am rondgadatar nt id 
rogaverant. 688a) Cr. Bad. 32 c 1 nirif ndndrithbeir qUButnm ei nun ohsistit. 
6S8b) Cod. bern. 117a: cachäin dodgHa eamUd quicumqne id ita faciet. 
Anm. Vgl, hierzu die Formen 1072—1153. 

§ 50. -id'- findet sicli: 

689) Wb. Sh9 immidrddi (qui) id considerat. h9<>) 10 c 2(1 immid- 
fortingsö» effccit hoc. 691) 15 b 14 lanech nadidchrdi apnd aliquem qui id 
non credit. 692) ITaö asgidroiUUet id meriti snnt. 693) 2(1 a 10 ninachaile 
aandJieir nemo aliu» (qni) id dicit. 694) 21 r It mod conidtuccid ita, nt id 
intellegatis. 6</lf) 21 c 20 i« rad die immidforling gratia dei efTeuit id. 696) 
21 c 22 conidrofoilaigeatar apsttl donec roanit'estarent id apoatoli. 6'9?) 24 a 34 
immidforling effecit id. 698} 25 d 14 vidi nachidchualatar ii, qui id non andi- 
Temnt. Nach meiner äiikI cht ul da« Beziebnngswort enangelium (notcele) 
und nicht deum, wie St. will. Gl. qui non nouemnt Deum et qni non 
öhoediunt evangelio Denm nostri Jesu l^'hriBti. 699) 33a2 isAe conid- 
rotig jlle id fnbricaTit, vgl. Anm, zu 459, 700) Sg. 50a3 atn-adidchotateat 
nt id impetravemnt. 701) 72 b H niböi ni aridgarad de non erat qnidquara 
qnod prohiberet td (Z.' p. 349). 702) 99 a 3 ciMidraburt quamqnam id dixi. 

703) 302 a 7 a»mi tnoinur aridrocketi qnod ego snlns id rapni (Z.' p. 331). 

704) 220 a 10 indi atidrvbart ea (penunna) qnae id diiit. 705) MI. 20 a 2 
eoMidehiude ut id andient. 706) 27 d T doneuch naiehidpHr nlicui (qni) id 
nescit. 707} 42 c 10 frintch tiachidHargeüin alicui (qui) id non novit, 708) 
54 d fi donaibhl asaidroilUt iia qni id nierentnr. 709) 54 d 9 nakkidairileet 
(qui) id non meriti ennt. 710) «la20 adidroiUiftt raerebuntur id, 711) 



204 FERDINAND SOMlfER, 

77 a 15 ciasidroiüiset etsi id meriti siiut. 712) 87 a 8 indaaa oidrairkciniu 
qnam permisisti id. 713) 89 b 7 oidfeased nt id sciret (proleptisch). 714, 71S) 
92 a 17 zweimal immidfolngi (qni) efficit id. 716) 103 b 5 ni mese immidfoingi 
non ego id efficio. 71?) 109 d 5 conidchumscaiged nt id mntet. 718) 116 d 6 ü 
he foridgeüat illi contestantnr id (vgl. § 97). 719) 124 b 3 nisni cetid deirgni 
non nos primi id fecimns. 720) 1 25 d 4 citid tucat novernnt id primi (6cne n.). 

Anm. Vgl. die entsprechenden Formen in §92. 

§ 51. 'did-, über dessen Auslaut sich nichts Bestimmtes 
sagen lässt, kommt vor: 

721) Wb. 4 b 26 indairm indidepiur qno loco id dico. 722) 16 d 6 con- 
didaccadar ut it videat. 723) 21 c 21 condidttictis nt id intellegerent. 72i) 
28d 13 condidforcane nt id doceas. 72o) 30 a 19 condidtucce nt id inteUegas; 
Gl. dabit tibi in omnibns intellectnm (vgl. §47). 

§ 52. Die Hauptformen der 3. Sg. Fem. sind -5^"^ -a-, 
'da-; andere treten nur ganz vereinzelt auf. 

§ 53. Die Form -s- ohne nasale Wirkung ist sicher 
belegt in: 

726) Wb. 26 b 16 nuinisdeirclimmia nisi eam emeremns (bargen f. = panis). 
72?) 28 d 29 manisböi si ei erat (vidnae). 728) MI. 49 b 7 dosbersoni dat eam. 
729) 68 b 2 am bid arecin nosgabthae velnt sit per necessitatem, nt eam 
capiatis. 730) 68 b 3 nusgabtis nt eam caperent. 731) 75 a 9 nisdenaimse non 
facio eam. 732) Tur. 143 dosbertar attnlemnt eam. 733) 149 nosbered Gl. 
cmcem . . . portabat. 

§ 54 -6'*- findet sich: 

734) Wb. 6b29 nisNdenaith ne eam faciatis. 735) Sg. ]6a8 nianar- 
roitmamisidi hanc non assnmpsimns. 736) 205 a 2 nlsnairmim sidi non 
unmero hanc. 73?) Ml. 29 a 3 dusngni facit eam. ?38) 42 c 12 dumucai in- 
tellegit eam. 739) 135 b 5 ciadusttadbat qnamvis eam declaret (canoin f.). 

§ 55. -a- kommt vor: 

740) MI. 48 d 27 aranachatoirsitis aithirriuch ne ad eam (hirusalem) 
reverterentnr. 741) 53 d 6 nachasoirbed enm eam non esse liberatnmm. 742) 
96 a 7 connachadänaigfea nt eam donatnms non sit. 

§ 56. Die häufigste Form ist -da-: 

743) Wb. 9 d 5 dodaaidXea (qni) eam adit. 744) 28 d 26 it ^ inso bisi 
nodaberai in ceclis snnt mores (qni) eam in ecclesiam ducnnt. 745) 29d29 
M dia cota öei ade dens hanc servat. 746) Sg. 6 a 19 nodadeligedar distingnit 
eam. 747) 6b4 dodaiarmorat eam excipit. 748) 15a 4 dodaianmirat eam 
excipit. 749) 20 b 10 doda intä (qni) eam convertit. 750) 26 b 6 ataritnet 
adnnmerant eam. 751) 147 a 2 ar(H)da osailci Gl. tam late patere praeteritnm 
tempns (aimser f.). 752) 181a 5 issam-atadainiet ita eam agnoscnnt. 753) 
188 a 3 atarimtia nnmerabant eam. 754) MI. 25 c 5 foda raithniine(dar) re- 
miniscitnr eins, for- wie öfters als fo-r{oy behandelt. 755) 25 c 5 noda- 



DAS PRONOMEN PERSONALE INFTXUM IM AJLTIRISCnEN. 205 

fartaektaigedar adinvat eam. 756) 29 a 3 fortttcoftiaiaom servat eam. 75?) 
50 c 3 andundaberae 61. salntem datums. 758) 54 c 34 odarici incanoin douec 
eam attingas, canonem (proleptisch). 759) 61 b 29 änundaica Gl. deo curante 
(sc. eam, lobre f. = infirmitas [Asc. Gloss. CYI, 'enm*]). 760) 82 d 9 huan- 
duair nundaberteUar ex quo eam secnm portaverant. 761) 87 d 13 nädchum' 
(aing) neck dundabera dialailiu non potest aliqnis eam ferre alii. 762) 94 b 3 
am fomdacongair ut eam imperat. 76S) 97 d 10 nandatiberad dia denm eam 
non esse datnrum. 764) 124 d 6 lasse rondaciuüae (-culae MS.) und 765) 
124 d 7 lasse asndaroiüi Gl. audiendo pariter ac merendo (insce f. = sententia). 
766) 126 c 19 lose d<mdafius Gl. bellando (sc. cum ea). 76?) Cr. Bad. 32 b 8 
soehide rodäscrib huan nonnulli eam a nobis transscripserunt (ir. argumint f.). 

§ 57. -d- ist selten: 

768) Wb. 7d2 i« dias rodföidi duo eam raiseruiit (epistil f.). 768a) 
16 c 9 donberaidsi vos eam donare (alnisan f.). 769) 26 a 22 dianderdimtis si 
eam reciperent (serc f.). 770) MI. 4(> c 7 donahi diandrerchoil inti dia Gl. 
qnibus decreverit (salntem, ir. icc f.). 

§ 58. 'id' nur zweimal: 

77r) Wb. 12 c 13 adidgeuin eam agnovit {indiacht). 772) MI. 84 c 13 
dwMfmh, nachid äirilli alicui qui eam non meretur (fortacht). 

§ 59. -did' ist für das Femininum nur einmal belegt: 

773) Wb. 20dl7 condidtucmisni nt eam intellegeremus. Gl. ut notnm 
faceret nobis sacramentum yoluntatis suae (ir. rthi, f. = sacramentum). 

§ 60. Die dritte Pluralis. Im Plural ist zu der Zeit, 
wo wir mit der irischen Sprache bekannt werden, jeder Unter- 
schied der Geschlechter beim Pronomen pereonale geschwunden. 
Jede der verschiedenen Formen kann als Maskulinum, Femininum 
und Neutrum gebraucht werden. 

§ 61. Die Form -s- findet sich: 

774) Wb. 10 d 36 conosberinn ut eos ferrem. 775) 21 b 9 rospridach 
praedicavit eos. 776) 21 b 9 roscomalnastar implevit eos. 777) 21 b 9) rosdäni- 
gestar dedit eos. 778) codosgnem nt eos faciamus. 779) MI. 2 b 7 nosgaibtis 
canebant eos. 780) 15 c 10 fosdidmat sustinebunt eas. 78 J) 34 b 6 nisgaibsam 
non capit eos. 782) 43 a 2 mad . . . nosbera si ferat ea. 783) 57 a 7 nisder 
non destitnet eos. 784) 57 c 13 rosgab hual cepit eos superbia. 785) Arm. 18 a 1 
fusocart relegayit eos. 

§ 62. Eine Form -as- kommt nur zweimal vor (der 
ursprüngliche Auslaut lässt sich nicht feststellen): 



*) In den beiden ersten dieser vierFonnen (775—778) wäre aUerdings 
-««- m($g:lich, doch ist wohl zweifellos nach Analogie der beiden anderen -s- 
anzusetzen. 



206 FERDINAND SOMMER, 

785 a) MI. 26 b 19 arascelataia rapnerunt eos. 786) 36 a 18 arasmui' 
neihar feid veneratur eos. 

§ 63. -US- kommt ebenfalls zweimal vor: 

787) MI. 131 c 19 immuBOccUdat Gl. motno s6 adlocuntnr. 788) Ps. HtMpL 
60 b immusäscndt Gl. obviayeniiit sibi misericordia et veritas. 

§ 64. -5"- ist häufig belegt: 

789) Wb. 1dl nlanain non proteget eas (personas). 790) 5 b 3 rosnuiee 
(qiiod) eos cepit. 791) 5 c 5 dosnicfa veniet ad eos. 792) 5 d 35 roambia erit 
iis. 793) (» a 5 rosmbia erit iis. 794) 6 a 7 nisnagathar non timet eos. 79S) 
9 d 5 nisiiderigsi non destring^t eos. 796) 13 b 20 manismbe nisi iis sit. 797) 
13 b 30 dosmb&ra dabit eos. 798) 19d24 dostnberthe dorn Gl. dedissetis mihi 
(sc. eas). 799) 22 c 1 domucci intellegit ea. 800) 24 b 12 do8t)gniithsi facite 
ea! 801) 25 b 9 noanguidsom rogat eos. ^0^) 25d 14 doanaidlibea uUi yisi- 
tabit eos onines. 803) 33 all rustnböi erat iis. 804) MI. 24b 17 niandig non 
vindicat eos. 805) 20 b 8 ro8ttainm(ni)ge8tar 8om nominavit eos, bezieht sich 
auf den durch cdich ' cuiusque ' angedeuteten pluralischen Begriff. 806) 29 a 4 
sechnisnaerbatar non dixerant quidem ea. 80?) 37 b 22 rosnainmnigeatar 
nominavit eos. 808) 46dl0 conisnerbtais Gl. ut non confidebant. 809) 
51 b 27 nosnertisaaigedar (-esraas' MS.) irritas eas reddit. 810) 11 a 15 nis- 
nulemairbfe non eos funditus delebis. 811) 85 d 4 nosnerbtis committebant se. 

§ 65. -a- stellt: 

812) Wb. 5 a 16 amachamoidet ne se laudent. 813) 17 d 10 amachatiaat 
ne ad eas venirent (ad ecx?lesias). (Z.' 469 ne sibi yeniant, Asc. Gloss. Ulli 
ne ad eos [sibi] veniant ; wohl nicht richtig.) 814) MI. 23 b 5 nadiaromarbaam 
dia quod non interfecit eos deus. 815) 77 a 12 manib6 nech frischomarr daib- 
8om 7 da imchoniarr nisi aliquis in eos offendat et cogat eos. (Asc. Gloss. 
CXXII eum; kaum anzunehmen.) 816) 96 c 13 conruichagluaistis ut se (oder 
eos?) non moverent. 81?) 121 d 18 nachatuarrnd fadesin Gl. n^ . . . s^ suob- 
que deterreret, wohl sicher Plural, nicht mit Asc. Gloss. CXX = se ipsnm. 
818) 125 b 7 asnachcUucad dia unde deus eos non deduceret. 

§ 66. Die häufigste Form ist -da-, Ueber ihren ursprüng- 
lichen Auslaut lässt sich nichts enti^clieiden : nur 866, 870 zeigen 
deutlich Aspiration; in den allermeisten Fällen, vgl. 826, 835 etc., 
dai-f jedoch keine solche angenommen werden, -da- findet sich 
an folgenden Stellen: 

819) Wb. 4 d 19 condariccad dia ut servaret eos deus. 820) 5 a 13 ata- 
samlibidai imitabimini eos. 821) 5 c 12 dodaessarraom servabit eos. 822) 
5 c 13 odaricc ut eos servaret. 823) 11 a 27 fodarorcenn finivit eos (for wieder 
in fO'fio)- zerlegt) vgl. 754. 824) 19 b 15 atadla visitat eos. ^^5) 22 c 1 inti 
dodarogart is qui ea evocavit. 826) 24 a 30 ani indammoidet id, in quo se 
laudent. 827) 25 d 8 treaindabia per quam iis erit. 828) 26dl0 condatuar- 
gabuaa donec sustuli eas. 829) 28 c 15 iahed inao nodaacara frie hoc eos ab 
illa seiungit. 830) Sg. 71 b 7 focJioamailiua nondafailaigetar similiter atque 
ea significant. 831) 161b 5 airindi fondaauidigedar quod eos ponit. 832) 



DAS PRONOMEN PERäONAI.E INFIXUM IM AI.TIUI8CHES. 



207 



laSftl alaruimtiael adnumerarunt eftn. SSS) Iü8b8 ili ttodaengratcigetar 
haec illoruin locum obtiueut. 8a4) 2l3a3 fritaindh (qni) üs reapondet; 
(leatsih: der ihnen entspricht. 8HSi Hl. 17b2 iahe da attilmidethar ille in 
eas dominatur (Äse. Tab. fiia cotäm- [Niera] ChioBa malnndgita). 83S) 21 b 7, 8 
eondariat Gl. alUgare (sc. ea), nt ea evinciam, Asc. (iloBü, CCXIV. SSZ) ttocAü 
TWndage» sttamen logo ea. 838) 21 bO nondaga ea rogare. 839) 244 24 
am rundalegnanmi nt noa legiimus eaa. 840) 24 d 24 act rondaaaibset wmt 
niai qnod fatgavemnt eaa. Sifi) 27 a li wmdasoirfea dia denm eoa liberatimim 
esse. 84^) 29 a 4 ariitiii romUigeiitset propterea quod ea fecenint. 843) 3U b 2 
ataroigrainn pentecuhia est iUo». 844) .lud 12 ind fordtlada fordueain ma- 
gistri (qui) eoH docet. 84ö) 31 b 17 dir iudl dondarigemat propterea qnod 
ea fecemnt. 8iß) 31 b 22 niar indi asttdarobartis non propterea qiuxl eaa 
dixiaseut. 847) 3tcl> coTtdagaibti» ut ew caperent. 848) 33 b 13 rondabi4td 
tote ib (poputu, 'constnictio ad intellectum'). 849) 33 b in cofotabothad QI. 
nt terreret (sc. eoB = populnm). Auffallend üt die Schreibung mit (, Tgl. 
SS4. 850) McS ntmdagebtii (il. credebant eos se esse captoro«. 851) 3a b 1 
inlon tiondatcribcan Gl. cum scribimiis aliqua. 853) 35 d 19 imda imgabam 
Gi. qnae fa<:ere et vitare coQTeniat, niu itiim-n-da-? 853) 3iialS cotmitaing 
tinnat eoa. 854) 36 A 2 antmdagreinnsiit Gl. te persequente (sc. eos). 853) 
3lid0 atmudacomart ciun eoa cecTdit. 856) Süd 17 andundaaepfainn com eoa 
pereecntos est. 85?) 38 a 3 t»iilain5aj&, t. -imgab, (il. qaae vitare conveniat, 
Tgl. 852. 858) 39 c IS dotlaUaedsotn (quod) eoa attingeret. S59) 43 b 14 eonda 
arteg ut eaa elegeret. 810) 4ä c ß oldaa» ilirndadibed Ol. quam perimeret 
delinqnenteB. 861) 4i>aI1 honaibhl ardaosaileet üb qni ea aperinnt. 863) 
4e a 12 arndocumcabif nt ee tollant. ä'60') 4l> a 12 7 amdaersoUcet et nt ae 
aperiant (Asc. Gloas. CH3XXT). 8tiSa) oda itrset ut se eztoUant. 864) 46 a 19 
Tüda wcai impellit eoa. 865) 4<idl2 tuula erbtai» Gl. confidebaot. 86S) 
54 c 9 nudachelat (qni) celaut ee, (U. tatentes. 867) 55 d S colarodele com- 
pararit eaa. 86S> 59 c 10 huare arlaairkci qnia permittia eaa. 869) 59 eil 
fortaeongnir (qni) imperat eaa. ä'?ü) til n 2 nufiocA^Uii (qui) ae ceUbant, Ol. 
latentea. 871) K3 h 12 dudaruid dnsit eoa. Zn to-fed-, niuht mit Asc. ßloaa. 
CLXXXIX zu fo-air-rolA-. Srin) t>5 a 14 ^m ata (jr&an cum eoa pellit «rs) 
69 a 8 »i ^dabia non iia eric. S7d> 72 a T fuftdatabartü Gl. aubdere (ae. eoa). 
874) 77 a IH i»da>iierr occidean^ illos? 87S) 03 d 14 indag atfidaftadam nt eos 
narramuB. 876) 93 d 1 4 dundarigni ilhim eos fecisae. 877) 94 b T dtidafonat 
innadtUi (qui) eaü creavlt, creatnraa, 878) 190 b 17 dudafeded ducebat ea 
(pecora, text pecns). 879) 102 b 10 diamladercailhemt QI. bI eoa aspiciaa. 
880) 102 d 4 indabiad utnim iia foret. 881) 104 all conda arthroithad ut eoa 
opprimeret. 88:i) 109 c 9 an'i dundarairgiurt sa aieut ea promiai. 883) 
123 c 3 (JunfednMint dudaänaic inna riga peatilentiae (quae) ad eos veuit, ad 
reges. 884) 123 d 3 dodatc adit eas. 885) 124 be aitraigsetar nonilabirtai» 
timnenuit, uc se laturi eaHent. 886) 124cir) doneuch ardamunethar feid 
aliciii (qni) et» Teneratnr. 887) 129 h 2 inll urdatnai»»i qui eoa ailentio 
praeterit. 888) 190 aü doda forsat intta iVIlu (qui) eoa creavit (ac. idola). 
889) 130 aS dudagni ((jui) eos facit. 890) 131 u 9 amdabelK nt üb esaet. 
89t) 131 cS nondasoirfed dia deum eos Uberaturum e^ae. 892) 131 c 14 
dodauie fert eox. 893) 131 d IC odatardat hicoibsin ut eoa (pectliu) dent in 
confeaüonem (Asc. Gloas. CXCn verbeaaert conna-, doch iat jede Korrektur 



208 FERDINAND SOMMER, 

unnötig). 894) 134 c 6 nondabertluir Gl. habita(to)re8 posse transferri, vgl. 
Einleitung). 895) Cr. Bad. 18 b 10 cotaucbat doib se ad eos extollnnt. 89€) 
18d4 cotaocbat extollnnt se. 89?) Pt. Hampt. 47 b inda ärben repelle eas 
(bestias). 

§ 67. 'd' findet sich nui* in einer beschränkten Anzahl 
von Beispielen: 

898) Wb. 5 c 5 intain dondiccfa cum ad eos veniet. 899) 6 a 3 na cü- 
mactte .... rodordigeatar potestates, instituit eas (im Irischen Neutr. PL). 
900) 9 a 23 diandaithiraid si correxeritis eos (Asc. Gloss. CC). 901) 29 c 4 
brig inna pcrsine dodiccfa (wobl dondiccfa zu lesen): valor personae quae üs 
veniet. 902) 30 b 30 duüa indaithirset an emendent se (Asc. Gloss. (X)). 903) 
Sg. 187 b 5 acht dondectnaing sed accidit iis (verbis; Asc. Gloss. Cn ei, wohl 
auf aicned bezogen). 904) MI. 19 b 11 dundicfet ad eos venturas esse. 904ä) 
30 c 17 feib dundalla indib ut iis convenit. Eine in der Uebersetzung nicht 
wiederzugebende Konstruktion, -d- auf plana bezüglich. Etwa deutsch: Wie 
es sie in sie hineinpasst (?). 905) 54 a 7 airis menic dondecmaing saepe enim 
fit ut iis accidat. 906) 120 d 14 dundörbiat Gl. significat mortalibns pro- 
futuros. 90?) 140 c 10 am-rundfitir dia ut ea seit deus (inna incMidi), 

§ 68. üeber die so bisher gewonnenen sicheren Fälle 
lasse ich auch hier eine Uebersicht folgen, um das Antreten der 
verschiedenen Klassen an bestimmte Praeflxa zu untersuchen ; bei 
besonders häufig vorkommenden Formen beschränke ich mich 
jedoch der Raumei-sparnis wegen bisweilen darauf, nui* einige 
Belege nach der laufenden Nummer zu eitleren und im übrigen 
die Gesamtsumme der Beispiele anzugeben; gleich im voraus 
sei bemerkt, dass die Gebrauchsweise der einzelnen Klassen 
hier bei weitem nicht so scharf abgeprägt ist wie beim un- 
geschlechtigen Pronomen. 

§ 69. Wir betrachten zunächst die Formen der 3. Sing. 
Mask. und Neutr. gemeinschaftlich, da diese beiden Genera einer- 
seits und das Fem. Sg. und der Plural andererseits viel Gemein- 
sames in ihrer Bildung aufweisen. 

§ 70. Die 3. Sg. Mask. und Neutr. Die mit a an- 
lautenden Formen (-a"- [und -a'-] beim Mask., -a'- beim 
Neutr.) stehen mit Vorliebe nach no-, ro-, fo-, da-: 

-a"- nach no-: (Wb.) 408, 412; nach ro- (Wb.) 406, 410, 
(Ml.) 422 etc., im ganzen 12mal; nach fo-: (Ml.) 430, 431; 
nach di)-: (Wb.) 407, 409 etc., 12mal. -a'- im Neutr. nach 
no-: (Wb.) 511, 512 etc., 5 mal; nach ro-: (Wb.) 495, (Ml.) 552 
bis 554 etc., 26mal; nach fo-: (Wh.) 500, (Sg.) 542 etc., 6mal; 
nach do-: (Wh.) 496, 497, (Sg.) 539—541, (Ml.) 547—551 etc^ 



DAS PRONOMEN PERSONALE INFIXUM IM ALTIRISCHEN. 209 

mal. — Das vereinzelt im Mask. auftretende -a'- 
steht: nachro-: (ML) 468; nach do-: (Wb.) 465, 466, (Ml.) 467; 
einmal nach imm- (Wb.) 464; selten erscheint -a"- (im 
Mask.) nach ar-. (W'b.) 40.'i, (JR) 427; einmal nach imm- (Wb.) 
417, — Die mit -ä- beginnenden Bildungen stehen jedoch 
ebenfalls nach no-, ro-, fo-, do- sehr häufig und, wie es 
scheint, ganz ohne Unterschied von der a-Klasse so: 

-d'- nach no-: (Wb.) 440, 442, (SD.) 453; nach ro- (Wb.) 
441, (Ml.) 454a; nach do-. (Wb.) 444, (Ml.) 450, 451. -d'- im 
Neutr. nach no--. (^Vb.) 577, (Sg.) 627 etc^ 6mftl; nach ro-: 
(Wh.) 595 etc., 7mal; nach fo-. (Wb.) 591, 603, 019, (Ml.) 633; 
nach do-. (Wh.) 586, (Sg.) 620, (Ml.) 632 etc., 19mal; nach 
ni- steht d'-: (Ml.) 641, (647), 662. Die d-Formen sind 
ausserdem regelmässig nach dem -»- des Relativs, wo 
die a-Formen nie stehen dürfen; und zwar: -d"-: (Wb.) 
443, 447, (Ml.) 449, 452, 454, 455; das neutrale -d'-. (AVb.) 
575, 576 etc., 61mal. Endlich kommt die d-Klasse noch 
vor nach der Präposition con-: -d"-Maak. (ML) 457, 458; 
-d*-Neutr. (Wb.) 578, 599. 605, (Sg.) 626, (Ml.) 650; nach ad-. 
-d-- (Wb.) 440a, 445, 448; -d'- (Wh.) 579 etc., 15mal, und 
vereinzelt nach for-: -d'- (Sg.) 626a und fri-: -d"- (Ml.) 
449a. Das maskuline -d'- weicht in seiner Anwendung 
von der gleichlautenden neutralen Form nicht ab, doeli 
scheint nach dem Relativum lieber -d'- als d" zustehen, 
(Wb.) 469, 472, 474, (ML) 476—479, 483—485. Die Mast- 
Form -do"- steht nach no- (Wb.) 436, ro- (Wb.) 437 und ad- 
(Sg.) 438, 439. 

Das einfache -»- des Mask. findet sich nur nach mi-: 
(Ml.) 389 etc., 8mal und nach-. (Wb.) 386, (Ml.) 390 etc., 
13 resp. 7mal. 

Die Formen mit t-Anlaut stehen gewöhnlich nach imw-: 
■id- Mask. (ML) 486, 487, Neutr. (Wh.) 689 etc., 7mal, der 
Konjunktion con-: -id'- Mask. (Ml.) 461, 43, -id- Neutr. 
(Wb.) 694,096, (MI.) 705, 713, 717, nach ad-, -id-- Mask. (Ml.) 
462, -id- Neutr. (Sg.) 700, (Ml.) 710, ass-: -id- Mask. (Ml.) 
488, 489, Neutr. (Wb.) 692, 693, (Sg.) 702, 704, (ML) 708, 711, 
lor-. -id- Neutr. (ML) 718, fri-: -id'- Mask. (Ml.) 460; in Ver- 
bindung mit dem Kelativum kommt die i-Klasse nur bei 
der Präp. con- vor: 459, 699, 712; vgL §§ 13, 14; nur im 
Neutrum findet sich -id- bei ar-. (Sg.) 701, 703 und »ach-: 

Zaitaakilfl I. «II. PhllolsfU 1. U 



210 FERDIKAKD SOBiMER, 

(Wb.) 698, (Ml.) 706, 707, 709, auch nach cet-, cit< (ML) 
719, 720. 

'did- oder 'did""- (vgl. 954a) erscheint nur in Wb. und 
zwar bei con-: Mask. 490—494, Neutr. 722—725 und t"-: 
Neutr. 721. 

§ 71. Die 3. Sg. Fem. und der Plural. Die 5-Klasse 
steht nach no-, ro-, fo-, do-, ni-; zwischen -5*- und -5- 
besteht kein Unterschied in der Gebrauchsweise. Es 
findet sich -s- nach no-: Fem. Sg. (Ml.) 729, 730, (Tut.) 733, 
PI. (Wb.) 774, (Ml.) 779, 782; nach ro-: Fem. Sg. (Wb.) 727, 
PI. (Wb.) nb—m, (Ml.) 784; nach fo-: PI. (Ml.) 780, (Ann.) 
785; nach do-: Fem. Sg. (Ml.) 728, (Tut.) 732, PI. (Wl).) 778; 
nach ni-: Fem. Sg. (Wb.) 726, (Ml.) 731, PI. (Ml.) 781, 783. — 
-5»- nach no-: PL (Wb.) 801, (Ml.) 809, 811; nach ro-: PL 
(Wb.) 790 etc., 6mal; nach do-: Fem. Sg. (Ml.) 737—739, PL 
(Wb.) 791 etc., 6mal; nach nt-: Fem. Sg. (Wb.) 734, (Sg.) 
735, 736, PL (Wb.) 789 etc., 8maL 

Das pluralische -as- steht nach ar-: (ML) 785b, 786; 

-US' nach imm-: (Ml.) 787, (Ps. Hampt) 788. 

Anm. Es ist zu beachten, dass die Formen mit s- ohne nasale 
Wirkung äusserst selten yor Vokalen sind. Nur immus- 787, 788 und fus- 
785 kommen in dieser Stellung yor. 

-a- kommt einmal [(Ml.) 815, PL] nach do- vor, sonst 
nur hinter nach-: Fem. Sg. (Ml.) 740—742; PL: (Wh.) 812, 
813, (ML) 814, 816—818. 

Die Form -da- zeigt sich seltener nach no-: Fem 
Sg. (Wb.) 744, (Sg.) 746, (Ml.) 755, PL (Wh,) 829 etc., 6 mal; 
ro-: Fem. Sg. (Cr. bed.) 767, PL (Ml.) 864; fo-: Fem. Sg. (Ml.) 
754, PL (Wb.) 823, (ML) 849; do-: Fem. Sg. (Wb.) 743, (Sg.) 
747—749, PL (Wh,) 821, 825 etc., 11 mal; im Plural kommt 
sie auch nach ar- vor: (Ml.) 861, 886, 887 (im Fem. Sg. nicht 
belegt). Ob nach imm-, ist zweifelhaft, da in den Bei- 
spielen 852, 857 auch das Relativum stecken kann; Regel 
ist der Gebrauch von -da- nach: cön-Präp.: Fem. Sg. 745, 
PL 853, 867, 895, 896; con-Konj. und nicon-: Fem. Sg. 758, 
PL 819 etc., 8mal; ad-: Fem. Sg. (Sg.) 750, 752, 753, PL 
820 etc., 7mal; for-: Fem. Sg. 756, PL 844, 869; fri-: PL 834; 
in{d)-: PL 897; nach dem Relativum: Fem. Sg. 751 etc., 
lOmal, PL 827, 830 etc., 31mal, und der Fragepartikel 
in-: PL 874, 880. Die vereinzelt auch im FeuL Sg. und 



DAS PRONOMBK PERSONALE INFIXUH Dff ALTIRISCHEN. 211 

im Plural erscheinenden Formen -d- (-id-, -did-) unter- 
scheiden sich in ihrem Gebrauche nicht von den 
neutralen. 

§ 72. Wir kehren nun, wie bei der ersten und zweiten 
Person, unsere Frage um und untersuchen, welche Infixa die 
einzelnen Präfixa zu sich nehmen können. 

§ 73. Beim Mask. Sing, haben: 
no, ro, fo, do: a", (da"), d", (a), d\ 
ni: nur n. 
ar: a*. 

imm: einmal a", einmal a, zweimal id. 
n€Lch\ nur n. 
Präposition con: d*. 
Konjunktion con: Ml. id("), Wb. did{''). 
ad: Sg. dai""), Wb. d(«), Ml. id(»). 
ass: (Ml.) id. 

fn einmal (Ml.) d", einmal (Ml.) i^. 
Das Relativum hat d» und d' nach sich, in Verbindung 
mit der Präposition con: id{'*) (Ml.). 

Die Partikel ni kommt einmal mit d* vor. 

§ 74. Beim Neutrum Sg.: 
no, ro, fo, do haben a' und d\ 
ni: nur d. 
nod: 
imm: 
ar: 
05^: 
for: 

cit, cet:' 
for einmal (Sg.) t (= d). 
nocÄ hat id, einmal a(?). 
Die Präposition con hat d' (^d?). 

Die Konjunktion con: id% in Wb. daneben und häufiger did. 
ad hat d% vereinzelt id\ 

Das Relativum hat d' nach sich, ausgenommen, wenn es mit 
der Präp. con verschmolzen ist, wo id erscheint, 
i" hat (Wb.) did (nur ein Beispiel). 

§ 75. Beim Fem. Sg. haben: 

no, ro, fo, do: 5(»), seltener da, einmal d nach ro. 

14* 



haben id\ 



212 FERDINAND SOMMER, 

m kennt nur die 5-Fonn. 
nach hat a, einmal id (ML). 
con, Präp., hat da. 

con, Konj., da (Ml.), did (Wb.), (für beides nur je ein 
Beispiel). 

ad: da, einmal (Wb.) id. 

for: da (ta). 

Das Relativum hat ebenfaUs da. 

Bei dian erscheint (zweimal) d. 

§ 76. Der Plural 

no, ro, fo, do haben 5(*), da (ro einmal d, do einmal a). 
n{ nur *(*). 
ar hat da, o^. 

nach kennt nur a. 
con, Präp. 
con, Konj. 
od 

fri 
in(d) 

Das Relativum hat ebenfalls da, seltener d. Die Frage- 
partikel in hat äa, einmal d. 

§ 77. Im folgenden haben wir uns noch mit den Ver- 
änderungen zu beschäftigen, welche die dem Pronomen vorher- 
gehenden Bestandteile der Präfixa erleiden. 

§ 78. no, ro, fo, do verlieren vor einem mit a anlautenden 
Infix ihren Vokal. 

§ 79. Die Präposition con verschmilzt wie beim Pronomen 
der ersten und zweiten Person mit dem anlautenden d des Infixes 
zu cot'. Ist jedoch in der Form noch das Relativum erhalten, 
so erscheint con-, welchem im Sg. Mask. und Neutr. ein mit i 
anlautendes Pronomen, im Plural (und wohl auch im Fem. Sg., 
Beispiele fehlen) -da- folgt; con 'ut' bleibt unverändert. 

§ 80. Nach for- erscheinen da, d bisweilen als to, t; 
vgl. dazu die entsprechenden Formen beim ungeschlechtigen 
Pronomen, 



> haben -da-. 



DAS PRONOMEN PERSONALE INFIXUM IM ALTIRISCHEN. 213 

§ 81. fri- bildet mit id': frissid-, 
mit rf("): fritC), 
mit da: frita. 

§ 82, Besonders zu beachten ist die Gestalt des Relativ- 
pronomens vor dem d- des Pronomen personale. Endet das dem 
Relativum vorhergeliende Element vokaliscli, so bleibt -«- un- 
verändert. Anders gestaltet sich jedoch die Sache, wenn das 
betreffende Element entweder von jeher oder nacli dem vor- 
liegenden Sprachzustand konsonantisch endet und auf das -ti- 
des Relativums das Personalpronomen mit anlautendem d- folgt, 
(lieber das Schwinden der Form d' nach dem Relativum vgl. 
§ 44). Das von einer konsonantisch schliessenden Präposition 
abhängige Relativum affixum erscheint immer als -in- (auch 
bei der ersten und zweiten Person, vgl. 1360 tresindippiat), das 
Relativum infixum nur vor der Form d'. (Ob auch vor rf", ist 
zweifelhaft, da die in Frage kommenden Beispiele über den 
Auslaut keinen Aufschluss geben). Vor -da- bleibt -n- (auch 
nach konsonantischem Präfix) als -n- erhalten, vgl. 751, 762, 
765, 846, 860, 862, 863, 875, 890. Die 'Konjunktion' ara: 'ut' 
erscheint ebenfalls nur vor d' als arin-, sonst als am-. 

Das einzige Beispiel, in dem das Relativum affixum nicht 
der Regel nach als -in- ersclieint, ist 476 immandairi (vgl. 234a), 
dagegen 478: immindaireet etc.') 

§ 83. Wir haben bisher nur von den Formen gehandelt, 
deren Büdung und Bedeutung uns hinlänglich sicher erschien, 
um mit ilmen operieren zu können. Es sind jetzt noch die- 
jenigen Beispiele aufzuzählen, die in irgend einem Punkte zweifel- 
haft sind und daher nicht mit Gewissheit einer der bisher be- 
sprochenen Klassen eingereiht werden konnten. 

§ 84. Beim Maskulinum steht neben a" eine Form o'. In 
folgenden Beispielen ist es unsicher, welche der beiden Bildungen 
wir vor uns haben: 

906) Wb. Qba rtmudar indicavi enm. 909) 10 d 3 dadamtlad etsi cnm 
(mlicht?) ederet. 910) t9bl3 rafirianigeatar ahireat iuHtificavit evm Mea 
eins. 911) 8g. 203 a 18 daroHrai interfnit eins.. 913} MI. 20 b 2 darogarUom 
noib Gl. Banctum ai appellare non timnit. 913} 43 d 19 euht dorutcA sed 
Tindicnvit emn. 9U) 44 c 19 atbtrat »i riuoir dicunt uou eum liberayit (?). 

') Ueber deu Waudel des ßelaliTums in -in- bei Fonnen wie arimp 
Tgl. Z.* p. i. -in- gellt sowohl hier wie in den oben genannten Fällen auf 
-p- «nrflck. 




214 FERDINAND SOBiMERy 

915) Anm. 102 a 8 rasaig acrich cuccai tenniims eoram attigit enm; 
doch wohl eher einfach = rosaig. 

916) 126 d 7 daruceüsat (wohl xnraccw^ m. = dignitatem). 

§ 85. In vielen Fällen ist es bei der 3. Sg. Mask. ongewiss, 
ob d* oder d* als ursprüngliche Form anzusetzen ist: 

917) Wb. 3 c 26 h6re nan rairigsiur ans nandr- qnia non animadTerti 
enm. 918) 4 b 18 manitindnised ans manidt- nisi enm (?) tradidisset Zweifel- 
haft. 919) 9 a 6 Wenn mit St. nnd Asc. Gloss. CCXLVn fttr dodcoisged, dod- 
toisged snstentabat enm zn lesen ist, bleibt die Form zweifelhaft; sonst wäre 
d^ anznsetzen. 920) 14 b 7 ished fodlina hoc enm implet. 921) 17 b 21 nodr 
moladar fesin (qni) se ipsnm landat. 922) 26 a 12 ished inso fodrig hoc enm 
detinet. 923) S2d 13 amal ronsöirfesin nt se ipsnm liberavit. 924) ML 19 b 5 
anundlina Gl. implent« se. 925) 19 d 16 infirinne rondfirianaigeaiar dia insti- 
ficatio qna instificavit enm dens. 92ff) 22 a 4 atUntaisam poUnemnt enm. 
927) 33 c 5 dundrösced Gl. s^ praeferre. 928) 35 a 8 ni si accuis insin arin- 
ragab non est haec cansa de qna enm cantayerit. 929) 38 c 3 foncheiU fuand- 
ragab de qna sententia enm cantaverat (testitnin). 930) 39 a 16 atrosoid Gl. 
s^ snspenderit. 931) 40 b 8 indas dundret qnomodo enm protexerit. 932) 
42 a 5) ni odrobaesam indrcesiu non fnit ei hoc tempns. Sehr anffaUend; 
vielleicht für oid- yerschrieben? 933) 42 b 18 nilugu nundfoilsigedar non 
minns qnod enm manifestat. 934) 42 b 18 nodprithched (qni) enm praedicaret 
935) 45 a 3 fuandrogab infaith de qno enm cantavit. 936) 45 a 3 fuantaibrei 
de qno enm refemnt(?) (testimin). 937) 46 c 24 rudfinnadar (qni) enm seit 
(fiss m.). 938) 52 soirad rondsöer liberatio qna enm liberavit. 939) 69 d 3 
atror adoravit enm. 940) 78 b 14 dudfessed (qni) enm dnceret. 94t) 102 d 3 
arindmoldais nt enm landarent. 942) 119 d 8 indaas asindroiüissemni quam 
enm (pianad) meriti snmns. 9^) 145 d 4 cid arindmolatar innime fesin sed 
etiam nt caela ipsa enm landent (l. innanime). 944) Tur. 130 dodroUuind 
negavit enm. 945) Arm. 18 a 2 amal immindräitset nt de eo locnti snnt. 946) 
18 bl cutsecar consecravit enm. 947) 18 bl act aingil dutfidedar sed angeli 
dnxemnt enm (verschrieben für diulfddatar?). 

§ 86. Ob id' oder id" steht, ist zweifelhaft in: 

947a) Wb. 24a33 conidfil nt sit (corp m.). 948) 26 all roßid cid 
aridfuirig afoilsigud Gl. qnid detineat scitis. -t^- wohl proleptisch anf foH- 
sigud bezogen (?). 949) MI. 30 c 3 indfirsin foridtet viri illins qni enm adinvat. 
950) 33 b 5 aconnidrerbsom Gl. confidens. 951) 39d22 cidrogbad nt enm 
caperet. 952) 54 bl aconidreirb Gl. confisus. 953) 55 eil michidfrithgaib 
(qni) non se frenat. 954) 106 b 8 lasse conidrerp enm se commisit. 

Anm. Erst nachträglich fand ich noch 954a) Wb. 11 d 8 indidnin- 
gaba in qno enm reprehendat, also eine Form -did»-; infolgedessen ist es 
zweifelhaft, ob die Formen 491 — 494 (§ 46) did oder did* repräsentieren. 

§ 87. Beim Sg. Fem. ist es bisweilen nicht zu entscheiden, 
ob wir die Form s oder 5" vor uns haben: 

955) Wb. 10a21 niiscoirther = niscoirther ne posneris eam. 956) 31a 9 
rosfailsigestar manifestavit eam. 957) 34 a 2 stuu fuscerdam ni snpra repo- 



DAS PRONOMEN PERSONALE INFIXUM IM Al.TlR ISCHEN. 215 

namiiB etun (Z.' p. 1000 a. 19). 95S) Sg. 4bl3 nulabur non jMMia paia, 95>ia) 
■1.59a 13 nwiTuifne non audmt eam (comlabrae f. = sernio). 95.9) lll bl5 
dmibiui Aüoinfni^ dosmclmais iit eam in prosperitate consumeremue. 

§ 88. Noch weit liäufiger ist dies beim Plural der Fall. 

U60) Wb. 5 c T noscarimse amu eos. Pffi) 5 cl5 nls/ifir neck nemo eaa 
(ei)B) Bcit (Sit m. f. ^ via). 96^) 9 c 10 noOTnessommar iiniitabimus era. 963) 
10 bS anwil «(«ffcfitt« TelQt eas non haberent. ?ff^) 10 c 3 ttosnerla firmnt 
eos. 965) 12 c 6 amUfitemituir nam ea« non novimuB. 966} 12 d 25 ef itistucein 
et es non intellegerem. 96?) 12d2S cemtslabratar quamvia ea loqnantiir. 
968) 16830 niHtabir ucrirfe non cor eornin eoa affert (ad nie). 969) 17c5 
hiire nonmöiilct qnia ae laudaut. 9T0) 24 a 26 fosroeurt dulb eoB vobis indicavj 
(Z.* p. 454) 'I have proscribed them to yoa', St., deutecb etwa: 'ich habe sie 
anrüchig gemacht". 971) 25 b 1 noscomainid implet« eos. 9Tä) 2Balfi manu- 
amalnadar nisi ea impleat (Z.' p. 442 und St. beziehen s auf ein eingularigches 
'legem', was jedo<;h nicht gut angebt; mir scheint in dem Beziehnngswort 
ttatrirecte wirklich recht einmal als Neutrnm PI. belegt an sein, vgl. dagegen 
Abc Glos«. CXCY). 973) 30 al noscomalnithe im^le eas. 974) 2ii c 17 nütuirmi 
non ennmerat eoe. 973) 31b 14 nosmoidet (qni) oe landant. 976) 33 b 3 nis 
rahof non üb erat, 977) 8g. T all nishturascW non profemnt «e. 978) 
178 b 3 nigfil non snnt eae. 979) 204 b 5 nistabor non do oa. 980) 204 b S 
nistabor non do eoB. 98r) 20$ b 3 niafil non Bunt ü. 983) MU 21 b 2 nüiclui- 
nethar Gl. cnoi dicta noatra disiranlat. 983) 23 c lö dugrale posnit ea. 984) 
3Üal3 fotTodnmataa passus sum ea. 985) 39 c 34 nüroissed non eos asgecn- 
tnmm esse. 986) 44 a 14 dofratsat sotn dedenuit ca. 987) 44 a 15 ttisruesai 
co/breenn Gl. qnae ad finem dncere non valnernnt. 988) 44b 10— II niero- 
ttucktiua non habui ea (eos?). 989) 44b 10— II air nkfiiü liium nam non 
snnt eae mihi. 990) 4B a 1 act rwimadaigset ftain (il. «ed ipsos fnislrata sunt. 
991) ä4a34 daarigeni fecjt ea. 993) 55 a IS niscongbaitia Gl. ne non con- 
tenentes. 99.3) 55 d B rotcogmailigestar adaequavit eax, 994) 57 c 5 ma nüco- 
mairleeea nisi eos committat. dfys) 57 d 3 nüoafuarga nun inreni eas. 996) 
CO d 3 nfefasom non iia est. 997) 67 b 24 fosroatnmamigeatar anbegit eos. 
998) 84 c 20 air dugkiehfttit nam eistinxissent eos. 999) 97 c 5 dus/edfd Gl. 
qnae eog regeret. 1000) lii5B6 ninaamallasialar) non implevemnt eos. 

Anm. lOOT) 115 b 2 etwas ongcwiss noatkchrigetar differant? Abc. 
Tab. p. 055; Felicemente lo Stoke« noadechrigetar. 

1002) 123 c 8 noseart, I. -curat amant eos. 1003) 120 b 2 roscomallathar 
implet eoB. 1004) 133 d (i nosnertat Gl. cboartantiir e6 motuo (^ cobortantor). 
lOOS) Cr. Bed. 16 b 10 andusleieel cnm se deponnnt. iüW) Cam. 3B b inams- 
comalnnamar si complearnns ea. 

Wie wir sehen, zeigen alle von §§ 84—88 aufgezäUten 
Beispiele, zu welcher Formenklasse wir sie auch stellen mögen, 
nichts von unseren g§ 70—82 erörterten Regeln Abweichendes, 
sondera können im Gegenteil nur zu ihrer Bestätigung dienen. 
Etwas Neues bietet nur die Form 995 nicosfHarsa, wo *(") 
einmal nach nicon gebraucht ist. 



216 



FERDINAND SOMMER, 



g 89. Endlich erwähnen wir noch der Reihe nach die 
Stellen, bei denen uns entweder Genus resp. Numerus des Pro- 
nomens zweifelhaft ist, oder bei denen man schwanken kann, ob 
überhaupt eine Pranominalfomi vorließ oder nicht. Unter dieser 
Rubrik führe ich namentlich noch einige Fälle mit at'- (§ 40) an. 

lOOT) Wb. 1dl3 dommeiccithtr UI)erBetzt St. 'thoQ dishonoareBt him'; 
ich hnlte es tOi nnnQtig, ein Pronomen in dieaer Form en Bnchen; anilernfalls 
möchte ich Schreibfehler für dämm- annehmen, 1007a) 3 c ß nagamlttr com- 
pajo id oder'enm'? 1007b) 3c30 nagnitua iaäo id oAet eixm? [peecadf). 1008) 
lc3S einidarilhet , -d- bedentungsloH oder bmS ankcule tn beliehen? qania- 
quam non meriti sunt. 1009) 5 b 44 rantütjuet doib fcuirf and inalnutenint «e 
esse illic??? Sehr auffiUlige Konstraktion. Mnn sollte nach Wb. 24 b 17, 16 
eher die Stellung Imid doib erwarten. 1010) 8 a 4 amachnaHrehoissediom ne 
se Tio]aret(?). 1010a) 8a5 nachderniume (tiu me (id) non factumm esse 
(vgl. auch 1010b Ml. 55 c 1 snachfessed dia ut [id] non sciret dens); ein Pro- 
nomen aiugpelassen? 1011) 10 dO marudpredphtBem, d wohl bedeiittuigslofi: gl 
prnedicavimDB, nit^ht auf spiritalia za beziehen. 1013) IIb 34 ididtanicc 
feifin donec ad enm ipanm veniat? 1013) 12 c 32 Zi. liest conitucca, St. co»i- 
rucat, Übersetzt aber 'and bring it'. Vielleicht doch coniltuiea cn lesen? 
1014) 12c4<( nodieinn (qui) sonat eo. Ans dem O. eg. tuib ibid. ergiebt sich 
nnr, dass tub Mosk. oder Nentr. bt. 1014a) 14 a 17 dofoidid Ol. dednctte 
iltnml muBS wegen des auf demVerbiun stehenden Äccentes ein pronominales 
Element enthalten (Tb. E. C. VI 15«); verschrieben für dafoidid? 1015) I6d3 
faeram praehemua; Genua von fochtmn? 1016) 15d4 nachateicid fuirib mir 
unverständlich. 1016a) lTd2 madae»soir? Pie Iieanng von St. scheint nicht 
ganz sicher zu sein, vgl. auch Zi. gloas. hibem. p.lU. 1017) lSal2 darolgcd 
dorn tra infrithorcain sin ignosdte mihi hanc offenaionera; -a- proleptisch, der 
Form nach Nentmm ; dachte der Schreiber Tielleicht zunächst an irisch ancride 
n., das dem im lat. Teste stehenden iniuria entsprechen würde? 1017a) 
Z4a7 daadbatsom = doadiatiom^ lOlS) 24 a 17 condidtar{la)enhae bis er sich 
an ihm vorbeibringt (sc. an dem , was vor ihm liegt) oder bis er es au sich 
vorbeibringt? Sehr zweifelhaft: St. nntil he Cromes past it (the goal): kaum 
richtigl lOlSa) 24 c 3 alchi aide videt bic (id?). 1018b) 2Ta2D conächfil nt 
non Sit. Vielleicht Form -"- (Mask.) vor f in der Schrift geschwunden? Doch 
ist unsicher, was im Irischen dem lat. chirografnm entspricht. 1019) 2T b 27 
ari(n}ri.'a nt mnuifestet, inn« oder acitiuu? 1020) 2Scl2 uistn rafetar 
(a)ngil hanc scinnt angeli? {rün f. i= aacramcntnra); wohl eher Verschreibnng 
fUr ra- anznnehmen, 1021) 29 c 2 condidtarilbae nt id adtesteris, Abc. GIobs. 
CCXXSVU; 'so thal thon mnyst display it to him', St.; 'donec ei snccture«', Z.' 
p.8S0; auf mandatum bezogen? 1022) 31c23 tialroiOet änUiriUet sive (id?) 
merentur sive non merentnr. 1023) Sfl. 4bfi fachtvti deponit id (nomen?); sehr 
zweifelhaft., 'deponit, abscondit se' Z.' p. 431; '(la deelinazione) le immette' 
Abc. 1024) 7 a 10 toddixisgat guth nintiu movent vocem in eAS. Vermutlich 
proleptisches d(?). 1025) 14a5 eenid ep''aet>i qnamvis non dical, id oder 
eam? 102S) 21 b 4 frutacuirther Gl. obiicitui antem hnic. Sehr zweifelhaft, 
vielleicht kein Pronomen in -ta- zu suchen, vgl. Ml. Il8c3 co/Wsfunw. — 
Schreibfehler? 1026a) seal3 trfa ühgaib wohl einfach: qni vitat, gegen 




■ 



DAS PRONOMEN PEHSONALE INFIXUM IM ALTIBI8CHEN. 



217 



Ebel, K.-8chl. Btr.V,61. 1027) 193b3 fritatailret opponnnt eara (Z » 332). 
Dem Sinne nach mnsste man 'quam opporninf öberaetzen, 1028) 197b 10 Äse, 
ime : ehomairc , Z.' p. 329 imnietchomaire qoi te interrogat, Stokea immeb- 
chomatTe read (with Nigra) immedckomairc (Nigra, reljquie Celtiche p. 47). 
102)t) ML 3a 15 nmUintaenu noli (irt???) int#rpretari (Z." p. 744). 1030) 
1Tb 19 jnaimmidamaelar Ol. si personae eiiia convenernnt. -id- Fem. oder 
(dem Sinne n)tch)Ma«k.? Letzteres wahrscheinlicher. 1031) lObll ciardfiadat- 
gom irgend eine VeTschreibiing. 'SaHi semplicemente äadfiadat' Abc. Tab, 
p.f;3(l. 1031a) 24 c 15 atcnüged inilicahat (etun? Farm rjn?) 1032) 34 h 6 
am nadngaib liu» Abc. GIosb. CLXV: sicnt eoa dod capit fMtidiiim. Ich sehe 
kein Personalpronomen in dieser Form. 1033) 3& a faantuiccpäl de qao 
refert Panlns: verba? id? 1034) 35 b 10 damunefarsom crednnt id? pro- 
leptiftch? oder Schreibfehler fiir do-? 1035) 3fib8 Ob in arnnosailcea Ol. 
illam palere ein Personalpronomen steckt, ist mir der Form nach zweifelhaft. 
Vielleicht liegt irgend ein Miasveretfindnis tle» Schreibers vor. 103S) 30 cl 
andarwiestia Gl. spemenB idoln: wohl für do- verschrieben; giloseiert wabr- 
Bcbeinlich nnr 'spemens'. 1037) 3Sb2 noch dachotar tarnen iernnt eo, sc. in 
ÄegTptam; -a- wahrscheinlich allgemein als ' dahin ' an&ofassen, nicht auf das 
Fem. egept bu heaiehen. 1038) 38 c I dauc cucai nicht recht verständlich. 
1039) 38c 5 funttie de quo refert (tcatimoninm?). 1039a) 38 c 5 fuandragab de 
quo cantaverat (testimoninm?). lOiO) 39d3 nisrochret? Abc. Tab. p. (128 vorrei 
niirochrelar. 1041) 44 c 19 atbenU dicunt, wohl kein Pronomen. 1041ä) 
47 a 14 andabeir»om wohl fdr anilobfireoni (?). 1043) 49 a 1 1 itsamlid atrim 
»S in forcomet sin; wohl kein (prulepdsches) Pronomen. 1043) 49 b 15 doftd- 
rnenad Gl. esse se christnm »nsns fiierat sospicari; 'nt id piitaret' oder 'ut ae 
potaret'? 1044) äOalU ani fnaitdrogiüi id de qno cantavit id? 1044a) SOalO 
fiianrogab id de quo cantavit id (CAnsamV). 104S) 50dl ciarudreigsorn^eia- 
ridr-f qnamqnara quesIoB est. -(i>I* wohl bedentungsloB? vgl. § 92. 104G) 50d IS 
mgab cantavit eoe (hos nersüs)? 1046a) faandtuic de qno eoa(7) refert; 
nicht ganz sicher. 1047) 51 a 1 amacha imrada dir cid inna ntmtnutn über- 
setzt Asc. Glose. CLXXXVn 'ne id prorans consideret, qnamvis sit in ment« 
sna'. Ich glaube, dass wir es hier mit nur einem Satze zu thnn haben, znma], 
wie BUS W. p. (i27 hervorgeht, immrad- Öfters mit intiamcnmuin verbunden 
erscheint. 'Ne ea (vitia?) omnino, ne in niente quidera sna, consideret't?). 
lOiS) 5Sbll acU ts do dattirilbut attribuerunt ei enm oder eos? [nachü- 
Aignim dorigentat liesse sich dem Sinne nach plnralisch auffassen; doch 
wohl Sing. (?)]. Asc. Tab. p. (134 L'archetipo avri avnt« acht is do dia 
duairilbset. 1049) 53 b 27 am rondcechladaradi auf cdck bezogen. "Wohl Sing:. 
,»teum andiet'C?) 1050) 54alO intan(tan) odairteici . . . innafirianu mm per- 
miltit eos . . . instos, für oda airi-l 1051) 54 b 10 eonruuHfoanairi = con na 
nma nairi 'ut eis non conveniaf Asc. Gloss. XCV. Sehr zweifelhaft; mir un- 
yer«tändlich. 1051a) 57 d 3 am nachfuar fasin zwischen nach- und fuar ein 
Pronomen m anehen? Der Sinn von featin ist hier nicht recht klar. lOSS) 
Hl b IT indi aaaidroiüiset Gl. meriti. 1053) 61 b IT indf adid roittisset Gl. 
meriti. -id- acheint hier ohne jede Bedetttnng zn stehen. (?) 10B4) di a 10 
6a fou fachartarsotn mir nnverst&ndlich. 1055) 68 a 1 indaimser dundicfitis 
tempns quo ad eos(?) venturi esaent. 1056) 72 cl rommodigom landat sB, 
wohl für rmiimoidiaoni? 1057, 1058) TSdl zweimal d-itdagi\üia: -da- ^ ea 



218 FERDINAND SOMMER, 

oder auf ein hinznzndenkendes maldacht f. bezüglich. Asc. Tab. p. 642 dud(a)ff». 
1058a) 77 a 14 am nüntet cach nt qoisqne eam (plagam) sabit. plaga= inon, 
f. oder = todemam, m.? 1059) 86d 16 namber affert enm {tesiimin)! 106O) 
91 b 2 cotascrais disoloisti eam (inchaii'dine), man sollte cota ascrais erwarten. 
Verschrieben? 1060a) 99b 13 duaitderaid am Bedentang unsicher, doch scheint 
in SU- ein acc. pl. zn stecken; vgl. jedoch Asc. Tab. p. 651. 1061) 114 a 13 
raclunetar Gl. andit cnncta quae facitis, verschrieben für racMuinethar andit 
id? 1062) 122 a 17 mannimbct hiad, sicher verschrieben, = manumhdb'i nisi 
iis sit victns? 1063) 124 b 3 atbersom inso hat kanm ein (proleptisches) (f. 
1064) 125 a 4 condetaitia ani nogestais ut impetrarent quod peterent; Fehler 
für conetaitis? 1065) 131 c 10 hxiare fritracatar som quia ea {tuidecht 7 
taidchur) expectaverant, oder *id'? 1066) 132 a 10 daridrogat. -id- wohl be- 
dentnngslos; verschriebene Glosse, Asc. Tab. p. 660 ciaaidrogat aide 'etsi id 
abstnlit iste'. Vielleicht ciaridrogart zn lesen? 106?) Tur. S2 ralaaom posnit 
id, Asc. Gloss. CXLI, Z.' p. 331. Heisst wohl: er ist gekommen; die Färbung 
ra- für ro- ist wohl hier wie oft dem a der folgenden Silbe zuzuschreiben. 
1068) Caiii.37d autrubert inao; vgl. 1063. 1069) 38 a amail dondecomnucuir 
dundaib abatolaib ut evenit apostolis. -d- proleptisch? oder mit dem Relativum 
verwachsen (§ 93)? 1070) S. P. 1 3 arindchuiriur propter quod utor. Be- 
ziehungswort unbekannt. 1071) 1114 rodtoig (qui) id(?) texit; Genus von 
airiucldn unbekannt, wohl n. 

Auch diese Beispiele stimmen, soweit ihre Schreibung 
sicher ist, mit unseren Regeln überein. 

§ 90. Es bleiben noch die Fälle zu nennen, in denen 
ein d' oder id' nach bestimmten Konjunktionen oder bei be- 
stimmten Verben auftritt, ohne dass wir demselben nach unserem 
Sprachgefühl irgend welche pronominale Bedeutung zulegen dürfen, 
vgl. hierzu Z.^ p. 921 Nr. 6. Diese d' und id' werden natürlich, 
was ihre Stellung anlangt, gerade so behandelt wie die ent- 
sprechenden Formen beim Neutrum Sg. (Schon § 89 weist eine 
Reihe von Beispielen auf, in denen eine wiiklich pronominale 
Funktion dieser Elemente zum mindesten zweifelhaft ist. — ) 
Wenn ich unter diese Klasse auch diejenigen d' (id") nach ma, 
ce etc. rechne, deren Verbum allerdings noch ein Objekt, sei es 
Wort oder Satz, folgt, so glaube ich damit keine zu grosse 
Kühnheit zu begehen, zumal derartige Objekte auf die Form 
des vorhergehenden d' (id') nicht im geringsten einen verändernden 
Einfluss ausüben. Als * bedeutungslose ' -d'- {-id'-) betrachte ich 
die folgenden: 

§ 91. Bedeutungsloses -d'- nach ma *si': 

1072) Wb. 8 a 3 manidbaitsius nachnaile si quem alium baptizavi. 1073) 
1 1 c 1 maniulfd inapirut nöib indiumaa si sit Spiritus sanctus in me. 1074) 
13 b 19 manidchretid eaaHrge nisi credatis in resurrectionem. 1075) 13 clO 



DAS PRONOMEN PERSONALE INPIXUM tM ALTIRI8CEHN, 219 

(nm)nidehretim {ae8S)ilrge üiä credam in reaurrectionem eins. 10T6) lBb7 
manidclwmalnid arropridthad doib niiti impleatis qood proedicatnm eat vobis. 
1077) 22 b 7 madvditl m si quid furattiB est. ]07S) 23 c II nuinudtedid 
jtahuilUe « baec omnia habetttig. 107S) 25 a 30 madudceta ni si quid deeet 
lOSU) 27 a 30 maruftscarstii /Wtoln « gecegsistis a. cnpiditatibus. 1081) 2Sc7 
marvdclioisetct ammuintir si correierint famiÜBm Bnam. 1082) 2S d 30 madud- 
rimthirid 6ie carere si captivis ministret. 1083) 28d31 »iani(Heiiar6i nim 
qnid deeit. 1084) 32 a. IS manuddle^ai- ni do si debenlur aliquid ab eo. lOaS) 
Sg. 197 B 12 fiuuiudchinn Gl. ai . . . flnit, /ÜSÖ) MU 23 e 27 niailurfriffMii« ni 
ai quid feci. lOSSa) 35ol8 manitentia maith niBi facerent bonam. 1087) 
51b 7 mnniiKart« &miB nisi dapientiam det(?). 1088) 91a 17 manidtabair 
digail uiai det nltionem. 1089) 107 d 12 manudfil etir dforaithmet leu si sit 
omnino eoroin memoria apnd eos. 

§ 92. -d'-, -id'- nach ee, cia 'quamvis, quamquam'. 

1089a) Wb. 3a2 ciaaidbiarsa non iropntehatilr; quarnquam dico: non.. 
1090) 4aU certtdglanta nt pnrgatam sit (Z.* p. 414). 10^1) 4b 13 c«rwi&di 
qnaniqnam erat, 1092) 4 b 13 cerudhatar qn. eraiLt. 10S3} It a20 eiaAvdrigm 
(Ha intJr... qn, fedt dcns mtiltaro. 1094) 12d28 ciaradekuaiatar Hhllre 
qn. aiidivernnt mnltas lingTias. 1095) 14dl3 eiarodbatar Urbithi aili fomn 
qn, aliae Mbnlationes nobis erant. 1096) 26 a 12 cinidaeeastar ni qn. nihil 
Tidebitor. 109T) 26 a 23 ciarudbiii colinn imbi qn. erat caro circnm eom. 
1098) Sg. 26 b 2 ciaridberam acüll qnamTiH eonim sensu ntamur. 1099) 29 b n 
eenodfil chotaranalaith etarru Gl, qnamvis hubcat aliqnid uontrarinm, llOO) 
4B a 15 cenidfil cB^arit qnaniqaam non est comparatiTua. 1101) 5S b 1 ciatid- 
ru&urt amiuith qo. diii ea esse, 1102) 59 a 5 ciaeidbiur abuith qn. dico id 
esse, 1103) 75 b 2 eiondruburt frit Iwu alter ... qn. dixi ad te snpra : alter . . 
1104) 10eb4 äanidbiM fritsti atho qn. dico ad te: atho . . . 1105) 100a 2 
ctaeidbiuraa vetas qn. dico: Tetns. 1106) 138 a 5 cenidrtd>(U qn. non snnt. 
IIOT) 192 h 5 ixnodß poiU qn. est positivus. U08) 193 b 7 cetiodß anirchre 
qn. est eorum interilna, U09) 197 a 1 1 cenudsluindi p'^sin qn. significat per- 
BonaiD. tnO) 209 b 29 cenudjil gnim qu, est actus, 1111) 212 b 2 cenodckoB- 
mailigelar qn, similea sunt. 1113) 21Sa6 eiofid ruburf nandgitath qn, diii 
non ease nsitatnm (Z.> p. 454). 1113) MI. 2a3 eianuibiii qn. erat. 1114) 2b4 
ciatidciäni titlu = ciaaidch- qu, -ridemUB litulos, lUS) 3 a 15 ciagidrubartsa 
nad tintaeniu qn. dixi: noli interpretari, lUb") 19 c 5 danuäadbartaigtitom 
dantsa qn, adversabantur mihi. 1117) 30 a 2 cinidfil chairi iinti qn. non est 
culpa in nobis, 1118) 30 a 10 ceniiüeci inmetur tabairt . . . qn. non patitur 
metmm, dare , . , 1119) 44 b 19 eiarudbd etai erat, 1130) 52 «(Kfurf/ittftarcair 
a&os qu. mortem eius optavit, 1131) 55d2l eenidfttarna attdliged qu. non 
novi legem. 1122) Ö6cl ciaiidrt^rtsa fritsit obliuiacere: qu.adtediii: obli- 
niscere! 1133) 10l)Cl2 cenidtabaintiu digail qn. non das nltionein. JIS4) 
III b23 eiadudfaikidon (Asc, Tab, p. i;54: Torremmo -failcedon) Gl. et si 
ceBseril. 1135) 121 a3 ciadudröscnt Gl. licet praeniln(e)ant. 113S) 121a 14 
eiaridsicna Gl, fremat licet. 113?) 121 a 15 cianudbruthnaigedar ferveat licet 
1128) 123 b 13 ciantd mrechtnigestar so briathra qu. hie verba variavit 113S) 
135a6 cianudchanar Gl. licet iucinatnr. 1130) B«d, Vindeb. Ia3 cenidaciamni 
qn. non ridemne. 



220 FERDINAND SOMMBR, 

§ 93. Bisweilen hat es den Anschein, als ob ein solches 
d* in Verbindung mit dem vorhergehenden infigierten n- (-tn-) 
zur blossen Bezeichnung des Relativs diene. Ich meine 
Beispiele wie die folgenden: 

1131) Wb. 13dl7 8Ön adindrimiaom hoc est qnod nnmerat. 1132) 24a 22 
condib cumme donduccam huili Gl. at idem sapiamns. 

Anm. Am besten würde sich auf diese Weise anch 1133) 25 a 38 er- 
klären: niba üaithed dondriga, Asc. Gloss. CXXXI und Z.* p. 332 haben: Ü8 
veniet, St. gar Ho nsM Am besten würde man übersetzen: non erit onitas 
quae veniet. Man könnte jedoch -d- zur Not als ein allgemeines 'eo, dahin* 
auffassen. 

1134) Sg. 212b7 am-adindchomlat coniunctiones: ut coi^jnngnnt con- 
innctiones. 1135) MI. 50 b 8 aipert asindrobradsom dic^o quam diceret. 1136) 
136 b 7 utUiu indaas rondböi mingnae malus quam esset cognitio mea. 1137, 
1138) Cam. 37 c, 37 d amail assindbcir ut dicit; doch konnte man hier d" pro- 
leptisch auf den folgenden Satz beziehen. 1139) Arm. 18 b 1 nandrigad am 
besten: se non venturum esse, doch wäre ein eo = 'dahin* auch hier denkbar. 
Vgl. zu diesem § auch 1069. 

§ 94 Ob hierher auch das d in dem immer noch nicht 
ganz aufgeklärten ron{d)gab, nach amal etc. *ut est', auch in 
der 1. Sg. und 3. PL gebraucht, gehört, ist zweifelhaft, vgl. Z.* 
p. 922 — 923. Das Verbum ist hauptsäclilich deshalb merkwürdig, 
weil es die Bedeutung ' esse ' nur dann hat, wenn ihm das relative 
-n- infigiert ist; besonders auffallend ist 1139a) Ml. 67 d 14: sie 
rundgabsat sie sunt. 

U40) Die Form rongab steht: Wb. 6 d 12, 12 b 1, 27 a 11, 27 a 15. S9. 
65 b 3, 71a 12, 71b 10, 11, 158 b 3, 159 b 5, 172 bl. MI. 20 c 3, 40 d 18, 56 b 3, 
131c 12. 1141) rongabu8(8)a Wb. 9d25, 23b 18, 23 eil. 1142) rongabsat 
Sg. 71all. 

Dagegen U43) rondgab Sg. 71a8, 75b 2, 214 bl, 217a 2. Ill.l6d4, 
30 b 11, 32 d 5, 65 a 2, 67dl4, 87 b 9, 118 c 5. Cr. Prise. 53 b 1. U44) rond- 
gabsat Sg. 190b6, MI. 55 c 1, 64 c 5, 67dl4, 74 d 7. 

§ 95. Wir erwähnten bereits 1079 madudesta ni (§ 91). Es 
giebt jedoch vom Verbum testa *deest' auch Formen mit einem 
solchen d ohne vorhergehendes nm oder ce, da. 

1145) Wb. 1 a 9 andudesta id quod deest. 1146) 12 b 5 andudesta id quod 
deest. 1146 ä) 14 a 33 andudesta id quod deest. 114?) 23dl7 andudesta Gl. 
id quod deerat. 1148) 26 d 8 ani dodesta Gl. ea quae desunt. Die anderen 
Codices bieten nichts derartiges. 

§ 96. Das Verbum fo-fer 'efficere, praebere' erscheint häufig 
mit einem infigierten d als foder-: 

1149) Wb. 3 c 33 issfd fodera bäas num hoc efßcit mortem. 1150) 3 c 34 
fodera baäs efficit mortem. 1151) 5 d 5 isJied fodera in inchongnam sin hoc 



DAS PBONOMKN PERSONALE INFIXU« IM ALTLRISCHEN. 221 

e£ficit bajic cooperntiouem. 11-5^) 14 c 42 coni hed fodera fdilti nonue hoc 
efficil gandinm? Vgl. öW) 33 c 12 ithed fvddera (§ 40 Amn.). U53) Sg. 
120a4 ofntd fodera fmnad hoc efficere fj^minatioiieni. llSSa) MI. 32aS Ued 
fodera efficit hoc. 1153b) bbAH fodera iMnmyim efBcit querelAm. 1153ts) 
93 a 13 fodera do andagy^i efiicit ei id qaod facit. Vgl, Über dieses Yerbnin 
auch Asc. GloBB. CCC\a-CCCVn. 

§ 97. for-geü- 'contestari, manifestare ', hat bisweilen ein 
anscheiueud bedeutungsloses t, id hinter semer Präposition (vgl. 
Stokes bei Fick, Vergl. Wörterb. d. indügerm. Sprachen, n*, 
p. 284). 

1154) Wb. 4 b 2T orinn spirid »öih forigiliim Dam eot npiritne sanctiM 
(quem) contestor. 1153') Mi. 23 c lä foHgcüat manifestanC. 1156) 131 d 12 dia 
faridgeüad taidchor dotb tcatabatnr Üb deiiB reditiiin. 

A D m. DagegeD bat in T18) it he foridgeüat -id- pronominale Bedeutung. 
Ohne ein derartiges Element ej^cheint das Verbom z. B. 

1157) Wb. 25d20 aforceü forrogeUatnni teBtimonium quod contestati 
anmiia. 1158) Hl. ST b lä forgtüat pollicentni. 1159) ST a 12 last forrngät 
Gl. cont«8tando. 

§ 98. atbail 'morittir'. Die Präposition ist immer at-, 
ansgenommen i/60) Wb. löbll a4baitl, il6fla) Sn. 108a3 ml- 
baill (vgl. § 49). Beim Vortreten einer weiteren Koujunktpartiket 
wirkt der Accent ungestört, woraus hervorgeht, dass wir wohl 
in der Form at- hier nicht ohne weiteres ein Pronomen oder 
dergleichen suchen dürfen, vgl. 

U6I) Sg. 281)20 ni tpil nun moritnr. 1162) Ht. T3d7 na eiplet Gl. 
non cooaiunmantur. 1163) 73 d 7 hwmepil per quod moritur. 

Doch erscheint bisweilen bei die.sem Verbum ein ein- 
geschobenes d, id, namentlich nach dem Relati\Tmi inflxum: 

1164) MI. 38 bü aginbfla = a«in(U>ela Gl. patieria deperire. 1165) 4BaU 
arindbelsa Gl. perire patieris. 1166) 57 a 10 am asindiaii ut deperit. 116?) 
llDbS aain^ielad Gl. perire. 116ii) 131b 13 arindbelainse Gl. me interire 
pauns Bit. 1169) Dazu vom defektiven Praeteritum: 36 d lU asindbathatar Gl. 
int«rire. Ohne das Relativem infixum: U69a) Ml.01d2 oidapail douec 
moriator. 

§ 99. Aehnlich hat auch or(a}chrin{m int«reo: 
U?0) Wb. 2Tbl höre arinclirinat qiiia interennt, U?l) 32 c 10 amal 
arinchrin ttack sinit vcaliB veterascil. 1173) Ht. 57 a 10 am arirtdchrtn dti 
Stent fumna interit. 1172a) 85 d 1 Ml arindi arindrochrielis! (1. -chreii«) non 
prupterea quod interirent. 

Die Bedeutung dieses d in den beiden vorhei^enannten 
Verben ist mir unklar. Der Auffassnng als ReflexiATim wider- 
spricht die 1. Sg. asindbelsa (1105), und asmdbelainse (1168). 



222 FERDINAND SOÜlfER, 

Anm. Dagegen steckt wohl kein infigi er t es Element in dem -a- der 
Formen wie 

1173) Sg. 145 b 1 arachrinim Ol. dificiscor. 1174) ML 78 c 2 inton 
aracrinat cnm interennt etc. Ein derartiges -a- findet sich nach den Prim- 
positionen ar- und aa- anch bei anderen Verben , vgl. 117S) MI. 29 b 3 ardbgd 
Gl. qnaerentinm, dagegen 1176) 31 a20 arigi Gl. de qno qaaeritur. 1177) 
Wb. 10 b 3 uheA inio arathä hoc instat, neben 1178) 30 d 13 iahed arthä in90 
hoc instat. Ebenso bei Verben wie ar(ä)celim anfero, ar(a)foimim exdpio, 
ar{a)neut sostineo etc. Für die Präposition asa- ygl. 1179) 8g. 146 b 16 o«»- 
gninaim Gl. sapio, neben 1180) ML 10Sb4 isandasgniintar tum cognoscnntor. 
Z.* p. 340 wird dies -a- als Personalpronomen, das znr Bezeichnung des 
Relativs diene, erklärt, Stokes, Goidelica p. 26, sieht darin direkt eine RelatiT- 
form. Diese Annahmen werden widerlegt durch Beispiele wie 1173, 1179, 
1181) Sg. 210 a 10 (uagnintar etc., in denen durchaus kein relativer Sinn steckt 
Bei der überwiegenden Mehrzahl der Beispiele ist ein solcher allerdings nicht 
zu leugnen, doch beweist dies nichts für eine relative Form, da bekanntlich 
das Irische sehr oft an Stellen, wo wir dem Deutschen (oder Lateinischen) 
nach ein Belatiypronomen erwarten sollten, nichts derartiges aufweist. — Bei 
Fick, Vergl. Wörterbuch d. indogerm. Sprachen, n*, p. 4 werden diese -a- aus 
der Präposition *apo hergeleitet, vgl. dazu Th. im Indogerm. Anzeiger VI, p. 196. 

§ 100. Anhang zum ersten Abschnitt. Die spätere 
Entwicklung der Pronomina personalia infixa im Mittelirischen 
hier eingehender zu besprechen, würde uns über den Bahmen 
unserer Arbeit hinausführen; ich möchte hier nur auf wenige 
besonders charakteristische Erscheinungen hinweisen, wozu ich 
einige Beispiele aus Stokes, Lives of Saints from the Book 
of Lismore, Stokes, Tripartite Life of St. Patrick und 
Atkinson, The Passions and the Homilies from Leabhar 
Breac gebe. 

Zunächst beruht der Gebrauch der proklitischen Possessiv- 
pronomina im Plural der ersten und zweiten Person im Sinne 
der entsprechenden Personalpronomina auf einer speziell mittel- 
irischen Entwicklung, vgl. 

1182) Atk. 7961 nacharUic ne nos induces. 1183) 6617 rofar cru- 
thaigfe creabit vos. — Stokes, Celtic declension p. 102, führt für die 1. Sg. 
an: 1185) nomomairnfe *will betray me' (Atk. 5112). Doch steht diese Form 
so vereinzelt da, dass ich sie für einen Schreibfehler halten möchte. 

Bei der dritten Pei-son bewirkte der spätere Zusammen- 
fall von prätonischem o- und a- im Mask. Sg. eine allerdings nur 
scheinbare Ausdehnung des blossen -n- (altirisch wäre überall 
a* anzusetzen) auf die Stellung hinter ro, no etc., vgl. 

1186) St. Trip. L. I p. 160, 8 corumbaithesa ut eum baptizaret. 1187) 
St. L of S. 513 rofibennach benedixit eum; auch n vor h bemerkenswert. 



DAS PEONOMEN PERSONALE INFIXUM IM ALnitlSCHEN. 223 

Am wichtigsten ist die Erweiteiimg: des Gebrauches von 
s, das im Mittelirischen in jedem Gtenus and Numeros stehen 
kann. Vgl. als Beispiele für das Mask. Sing, (niit dem das 
Neutrum zusammengefallen ist): 

1188) Alk. 291 coroamarb ut enm interfieeret, 1189) 42fl ros/recair rea- 
pondjt ei. 1190) St L. ol S. 44S noabeir lais fert eum secum. 1191) 8L Trip. 
1- I, p. 200, IC duaromalt mitndncavit cnin. 

Dies -5- wird nun auch häufig ideonastisch gesetzt; vgl. 

1193,1193) Atk.l4 corwtuiliij mroxtuicdigcretinfliiiut ut eiplorarent 
et intellegerent, qai esset Bimgrtia ille. 

Bisweilen scheint -s- ganz ohne Bedeutung zu stehen: 

1194) Alk. (iS2 ro»cdi fleTit. 

Vor s tritt öftei-s die Silbe da {la), so dass eine Form -dos- 
(-(gs-) ei-scheint: 

1195) St. L. Dt S. 491 notassloic devoravit eos. WC) 3SüO rotaagabh (qni) 
eoa ceperat. 119?) Sl. Trip. L I, p. 76, 10 fordos rata obtinnit eam. 1198) 
p. 1S8, 22 nwlusfoilnaibed eum in eos (lominatunim esse. 

Dies sind die auffallendsten Neuerimgeu, welche das Mittel- 
irische auf dem Gebiete unserer Proßonüna vorgenommen hat. 
In der heutigen Sprache sind sie bekanntlich ganz verschwunden. 



IL Abschnitt. 
Die Stellung der Pronomina personnlia iufixa. 

§ iOl. Es handelt sich in diesem Abschnitt lediglich 
darum, welches die Stellung der Pronomina iufixa ist, wenn dem 
Verbum zwei Prafixa vorhergehen. Dass bei nur einem Verbal- 
präfix das Pronomen zwischen dieses nnd das Verbmn zu stehen 
kommt, bedarf keiner besonderen Erwähnung. Vor ein Verbum 
Simplex, dem ein pronominales Objekt beigefügt werden soll, tritt 
zum Zwecke der Infigierung desselben die Verbalpartikel (ro, 
no). Seltener werden pronominale Bestandteile dem Verbum 
Simplex suffigiert und sind dann gewöhnlich auch in der 
Form von den Pi'onominibus infixis verscliieden : 

1139) Wb. 21i2B fiTiimichthi iufltiücat eura. 1199a) 5g9 nlpadn aidttek 
non paenitebit eins, hier d" suffigiert, trotz des vorliergreheßden ni. - 1300) 
lud 24 mumecen mihi opus est; gehört, genan g^Bommen, eigentlich unter 
die Infiift, iudcin die proklitische Copola hier die Stelle einer Präposition ein- 
nimmt. 1300a) 23aig bert/itfertid. 1201) ml Mhiii gnithigium fadesinQl. 
agit se. 1201a) 42 hT beirihi fert enm. 120S) 52 teieii huad dimisit eum. 
1203) 55 Gl iaidsi fixit eum. 1204) Can. 3Sa filua (proleptisch) Biut. -I 



224 



FEUDINAIJÜ 80HHER, 



häufiger in Arm.: 120S) 18 a l dii«i rogavit enra. 1306) 18 a 2 berrsi toWdl 
eum. 120?) 18 a 2 baittisi haptizavit eum. 130S) 18 bl foidsi miait enin. 
1209) 18 bl foitH mitiit eum. JäifJ) ISbl gabst eadtsnn cepit com ipBOm. 
1211) 8. P. n Ü laithiunn est nobis. 1313) U 14 sidxtigthiH» deleelatur eo. 

§ 102. Die eiTSte Hauptregel für den Fall, dass zwei 
Präfixe vorliaiiden sind, lautet: das zu iufigierentle Element tritt 
Mnter die erste Partikel, so auch zwischen das erste Präfix und 
eine folgende Verbalpartikel. (Z.* p. 413: Pronomina infigenda 
iofigi 8olent inter praepositionem et particiilam verbalem, sive 
simpliciter sive multipliciter verbiun compositum est.) Die Regel 
erleidet nur sehr wenige Ausnahmen: 

1. arna, arnach, eonnach, nicon werden als ein Präfix 
betrachtet, und das Pronomen ti'itt demgemäss hinter diesen 
ganzen Komplex. 

Beispiele für arna-: 19. 

Für arnach-. 9ö, 280, 294, 390, 568, 740, 812, 813, 1010, 
1047; vgl. das nur einmal vorkommende asnach-: 818 asnacha- 
tricad unde eos non deduceret. 

Für eonnach-: 99, 392, 402, 742, 816; merkwürdig ist die 
Trennung in 565 onachfochetoir r a danatgestar. 

Für nicon: 872, 932, 995. 

2. Es giebt bei der ersten und zweiten Person eine Anzahl 
Fälle, in denen das Pronomen nach der Verbalpartikel ro- steht, 
obgleich noch eine Partikel vorhergeht, indem ro- hier noch 
vortonig ist. Es sind dies: conromicad (27), nirüchoniairleicisse 
(72), forrumchenadsa (78), diarumsoirae (84), dorondonadni (187), 
arrotneithiussa (282), ararutneithiussa (283), sowie das rätsel- 
hafte indaroncoviairledsni (264); vgl. hierzu Zi., K. St. II, p. 123; 
Th., R. C. VI, p. 322 ff. 

Anm. Der eiostige Fall, wo eine übnliche Stellung aueb nacli imm- 
Torkommt: 227 nimwuuxammanti erklärt sidi eehi leicbt aas der Analogie 
mit dem in dersellien Gloaee Torhergehenden irrnnunewjianimar (221)). 

§ 103. Die zweite Grundregel ist: Das Pronomen rela- 
tivum infixum (und affixum) steht immer unmittelbar vor dem 
Pronomen personale infixum. Nur eine einzige Fonu läuft dieser 
Regel direkt zuwider: 308 ciofut fritatniarrm. Da dies Beispiel 
ganz allein steht, lässt sich nichts weiter darüber sagen. Man 
erwartet bloss fritatiarrsu (vgl. 127). ') 



') Genau genommen, wideiapricbt dieser bekannten Eegel aneh 81; 
dianuMoirat, wo das Belativam ailixam vom Peraonalprouomea darch -nt- 




i 



DAS PRONOMEN PERSONALE INFIXUM IM I 



225 



§ 104. So weit der Thatbestandl — Die Frage nach der 
prähistorischen Entmeklnng der Pronomina personaüa infisa ist 
meines Erachtens noch nicht zur Beantwortung reif; zunächst 
bedarf es wohl noch einer genaueren Untersuchung der Laut- 
verhältnisse in den vortonigen Silben des Altirischen; ob femer 
eine eingehende Prüfung der brittischen Formen mehr Licht in 
die Sache biingen wird, ist mir zweifelhaft. So wie uns die 
irischen Formen vorliegen, lassen sich vorläufig nui- selu' wenige 
und zum grössten Teil recht unsichere Vermutungen über ilire 
ursprüngliche Gestalt aufstellen. 



in. Abschnitt. 

Zur Erklärung der Pronomina personalia iuflxa. 

§ 105. Die kürzesten Formen der 1. und 2. Person 
-m{my-, -«(»)-, -('-, -6-. — Dass wir in •m{m)'- den aus allen indo- 
germanischen Sprachen bekannten, mit m- anlautenden Stamm 
der 1. Sg., der z. B. auch in irisch me ego vorliegt, zu suchen 
haben, ist nicht zweifelhaft, ebenso sind wir berechtigt, in ■n{n)- 
denselben Stamm wie in lat. «ös etc., in 4'- den bekannten 
gemein -indogermanischen Anlaut des Personalpronomens der 
2, Sg. (- resp. (y- zu suchen, -h- geht jedenfalls auf altes -svr 
zurück, das wii- im Keltischen überall im Anlaut des Pronomens 
der 2. Plur. finden, vgl. kymr. ckwi vos, bretonisch c'houi, com. 
wAy; dieses im Keltischen erseheinende anlautende sa gegenüber 
dem )# des in anderen indogei-m. Sprachen entsprechenden Stammes 
ist noch nicht genügend aufgeklärt (vgl. Br. Grdr. H, p. 804 f.). 
Ueber den Auslaut der Formen ist nicht viel zu sagen: die 
Aspiration nach den singularischen Formen weist auf ursprüng- 
lichen Vokal am Ende, die pluralischen bewirken keine Ver- 
änderung folgender Laute, haben also konsonantisch, und zwar 
sicher auf -s geendet. Noch nicht genau bestimmt ist bei allen 
diesen Formen der Yokalismus. Bei der 1. und 2. Sg. hindert 
uns allerdings wohl nichts, eine ursprüngliche Gestalt *me, *t(u)e 
anzusetzen, die mit dem griechischen fis, ac etc. zu vergleichen 
wäre. Die pluialischen Formen scheinen zunächst zu einer 

getrennt ist. Daaselbe wäre eingetreten, wenn man diis -a- in 283; anritt- 
neithiiasa Gl. quia Bustenui t^, als eehtes Rtlaliviim zn fusgen hatte, was 
jedoch nnwahrscheinlicli igt (ygl. § 99). 

Z«ltoislulll t. «II. PhUalogU I. 15 



226 FERDINAND SOHUES, 

direkten Verknöpfung mit lat. we«, vös einzuladen, welch letzterem 
wir im keltischen 'sußs zu substituieren hätten, doch scheint 
mir die Annahme eines langen Vokals bedenklich wegen der 
Form des Acc. pl. m. des Artikels {injna, die doch wohl auf 
*sindös zurückzuführen ist. Hieraus ergiebt sich meines Er- 
achtens, dass s in prätonischen Silben als a erscheint; wir 
sollten also statt unserer Formen na, ha erwarten; vgl. auch 
das in § 110 über -da- Gesagte. Hatten die keltischen Formen 
kurzen Vokal, so dass wir sie mit indisch mos, vas auf ein 
ursprachliches *n?£, *m& oder *«ös, *}(Öä zuiückführen könnten? — 
Beachtenswert ist femer, dass, wie die Schreibung -mm-, -t- 
erweist, der Anlaut der 1. und 2. Sg, auch nach Vokaleu niemals 
spirantisch geworden war; Th. R. C. VI, p. 313 ff. erklärt dies 
damit, ' dass der unmittelbar auf den prätonischen Vokal folgende 
Konsonant nicht aspiriert wird'. Diese Erklärung wäre aller- 
dings befriedigend, und auch das spirantische -6- der 2. PI. 
würde schliesslich hiergegen keinen Widerspruch erheben (p. 314), 
vgl. com. -OS- mit * aus ss{?); doch scheint diese Erhaltung 
der ursprünglichen Anfangskonsonanz wenigstens bei der 2. Sg, 
einen anderen, wenn auch noch unbekannten (Jrund zu haben. 
Die brittischen Dialekte deuten nämlich mit ihren Formen (kymr. 
'th-, breton. -s-) darauf hin, dass hier ursprünglich eine Doppel- 
konsonanz vorhanden war. Diesen irisch-brittischen Lautbestand 
einer besonderen Behandlung der Lautgmppe -tu- zuzuschreiben, 
geht kaum an; im Irischen wenigstens wird -tu- nach Vokalen 
gerade so behandelt -wie einfaches -/-, vgl. luailh 'cinis' aus 
'^loutvi- (Fick, VergL Wörterb. d. indogerm. Sprachen, 11 *, p. 254), 
cethir 'quattuor' aus *qefveres (a. a. 0. p. 58). Im Pronomen 
der 1. Sg. zeigen die brittischen Dialekte ebenfalls Bewahrung 
des -m-. — Stokes, Celtic declension (p. 102 ff.) erklärt das -mm- 
der 1, Sg. aus m'b', ui'kelt. mihi, wobei er sich hauptsächlich 
auf das p der Form nimptha (8) stützt; ich halte einmal das 
p nicht für beweiskräftig, denn es kann hier sehr leicht ein 
Versuch phonetischer Schreibung vorliegen, wie dies z. B. im 
Lateinischen bei Wörtern wie sumpsi, sumptns Regel ist, vgl. 
auch die Form nimtha (12); zweitens kommt aber auch -mm- 
o(t genug als Akkusativ vor, und es wäre nicht recht zu ver- 
stehen, wie eine dativische Form die Bedeutung des Akku- 
sativs mit übemehmen sollte; eher war wohl das Gegenteil 
der Fall. In den Foiinen der 1. PI. -nn- etc. mit Stokes den- 





DÄ3 PRONOMEN PERSONÄl.E INFIXDM ™ ALTIRISCHEN. 227 

selben Stamm wie in aiifn, a/i/ii(f) zu sehen, würde doch all- 
zokühn sein. 

§ 106. In den Vokalen, welche dem Stammkonsonanten der 
Pronomina nach imm, ar, nach vorhergehen, hahen wii' sicher 
den alten Auslaut der Präfixa zu erkennen: so gehört -i- nach 
imm- zur Präposition (aus *mbi). Ob wir in dem nticiii- vou Wh. 
und nacha- von Ml. vielleicht zwei verschiedene Partikeln zu 
sehen haben, lasse ich dahingestellt, doch möchte ich hier an 
das vereinzelt neben nach auftretende naich erinnern; ar- lautete 
bekanntlich früher are-. Die u- Färbung des Zwischenvokals, 
die wir bei imm- der Wirkung des vorhergehenden Labials zu- 
schreiben dürfen (für imm- erscheint ja auch so bisweilen immo-), 
findet sich vereinzelt auch nach ar-. Haben wir hier Beeinflussung 
durch imm- anzunehmen? — Stokes (a. a. 0.) erklärt -«mm- aus 
^osmü: 'dat. sg. of a stem osmo = skr. astna', eine Vermutung, 
die schon Torp (Beiträge zur Lehre von den geschlechtslosen 
Pi'onomen der indogermanischen Sprachen) mit Recht zurück- 
gewiesen hat. Letzterer sieht (a. a. 0. p. 28) in der «-Färbung 
die Wirkung eines geschwundenen «-Vokals in der Pronominal- 
form und setzt für die 1. Sg. etwa ein dativisches *mB voraus. 
Er scheidet aber hier die Pronomina infixa nicht klar von den 
von einer Präposition abhängigen Formen, hinter denen ja, falls 
sie 'den Dativ regieren', derartige Bildungen nicht ausgeschlossen 
wären, beim direkten Objekt jedoch wäre das Eindringen der 
dativischen Form auch hier unbegreiflich. Eher würde Torps Er- 
klärung zulässig sein bei Formen wie issum ecen, thaithiunn etc., 
obgleich ich nicht wüsste, wie man letztere Form rekonstruieren 
sollte. Ich bin eher der Meinung, dass auch bei dativischer Be- 
deutung des Pronomen iniixum überall die ursprünglich akkusa- 
tivische Form sich findet, in den beiden eben erwähnten Fällen 
allerdings vielleicht ganz äusserlich beeinflusst durch die von 
Präpositionen abhängigen Pronomina. ') Besonders scheint mir 
für eine derartige Verwendung des Akkusativs die Form ni}>a d n - 
aidrcch (1199a) zu sprechen, vgl. § 110. 

§ 107. Die Fonnen mit do-, du- (da-) vor dem Pronominal- 
stamm haiTen ebenfalls noch einer befriedigenden Erklärung: 

■) Für die Formen der Pronominn Hofflia verweise ich auf Br. Grdr. U, 
f. 612 Anm. 



228 FERDINAND SOMMER, 

dieses Element mit Stokes (a. a. 0.) der Präposition tu- gleich- 
zusetzen, scheint mir nicht wohl anzugehen; betrachtet man tu- 
als zum Verbum (etwa als eine Art Verbalpartikel?) gehörig, 
so widerspricht die Stellung des Pronomens (§ 102); ebensowenig 
ist es aber zulässig, do- als Dativpartikel zum Pronomen zu 
ziehen; denn die überwiegende Mehrzahl der Beispiele hat auch 
hier akkusativische Bedeutung. Haben wir es vielleicht mit 
einer schon in sehr früher Zeit hier festgewachsenen Partikel, 
etwa dem griechischen öe verwandt, zu thun? 

Anm. Wollte man diese Partikel dem 6h genau gleichsetzen, so müsste 
man im Irischen in prä tonischer Silbe wohl da- erwarten; die Gestalt do- 
könnte auf einer rein formellen Ausgleichung mit der Präposition do- beruhen. 
Hat Ml. mit seiner konstanten Färbung da- hier einmal zufällig das Ursprüng- 
liche bewahrt? 

§ 108. Die wenigen, nur in Wb. belegten Beispiele für di- 
vor dem Pronomen sind wohl dem in der 3. Person in denselben 
Fällen auftretenden -did- in der Bildung gleich, vielleicht einfach 
Analogiebildungen zu demselben. 

§ 109. Ganz unaufgeklärt sind die Formen der 3. Person, 
Es treten z. B. im Sing, des Mask. nebeneinander unter häufig 
ganz denselben Bedingungen a*», d" und d' auf. — Ohne weiteres 
ist klar, dass bei der Bildung der 3. Person verschiedene Stämme 
mitgewirkt haben, doch ist es oft nicht leicht, selbst diese 
Stämme von einander zu scheiden. Ich werde im folgenden den 
Versuch, aber auch nur den Versuch machen, die einzelnen 
Formen den verschiedenen Stämmen zuzuweisen. 

§ 110. Die Formen mit anlautendem d- {did- ausgenommen) 
scheinen sich mir in einem Pronominalstamm zusammenfassen zu 
lassen, der in seiner prätonischen Stellung der genaue Repräsentant 
des indogermanischen Demonstrativstammes to- sein kann. Ich 
glaube diesen Stamm zu erkennen in der Form der 3. Sg. Mask. 
-d"-, die auf *tom zurückgehen kann (beachtenswert die ein- 
malige dativisehe Verwendung in ntpadnaidrech 1199 a), und in 
dem du- des Fem. Sg. und des Plurals. — da- endete, wie sich aus 
der Nichtaspiriening folgender Konsonanten ergiebt (die beiden 
Ausnahmen 866 und 870 sind mir unverständlich), wohl auf -s. 
Als Grundform hätten wir für den Acc. PI. Mask. *tös, für den 
Acc. PL Fem. *täs anzusetzen, woraus beide Male da werden 
musste, vgl. die entsprechenden Formen des Artikels {in)nck 



DAS PRONOMEN PERSONALE INFIXÜM IM ALTIRISCHEN. 229 

Wie diese Form auch in das Fem. Sg. eingedningeii ist, wo wii- 
etwa -d"- erwarten sollten, ist nicht i-echt klar. Vielleicht war 
die Vennischung der s-Formen schuld daran, dass auch hier 
eine eigentlich plui-alische Form in das Fem. Sg. eindrang. Dass 
anch das Neutr. PI. die Form -da- angenommen hätte, wäre nicht 
sehr wunderbar. Sehi' dunkel ist das (meist neutrale) d'. Auf 
*tod kann es nicht zurückgeführt werden, da die aspirierende 
Wirkung auf ursprünglich vokalischen Auslaut weist; ein 
solcher ist aber beim (Nom.) Akk. Sg. Neutr. eines PronomJnal- 
stammes sonst nirgends in den indogermanischen Sprachen an- 
zusetzen. Die Verallgemeinerung der neutralen Form des Sg. 
auf alle anderen Genera und Numeii, so wie ihr Herabsinken 
zur völligen Bedeutungslosigkeit ist wohl zu begreifen.') 

§ 111. Einen zweiten Stamm, den ich mit dem Possessiv- 
pronomen a und demnach mit skr. asya etc. vergleiche, sehe ich 
in den durch anlautendes a- charakterisierten Formen. Analog 
dem Stamme to- haben wir für das Mask. Sg. a", für das Fem. 
Sg. und den PI. a (meist nur bei nach-)-, über den Auslaut des 
neuti'alen a' vgl. § 110 gelegentlich der Form d'. 

Anm. 1. Ebel vergleicht in einem Aufsatze K.-Schl. BtT. V, p. 53 ff. 
peniich ava, doch ist der vokalüche AusUnt damit auch uicht erklärt, da 
ava auf 'avad zurückgeht. 

Anm. 2. Ob die blosse Form ■"- des Sg. Mnsk. auch hierher gehurt, 
ist mir mehr als zweifelhaft. Es bleilit eben nnr der Analaut übrig. — Den- 
selben Ansgang wie die Torerwäbuten mnsknlineii Formen zeigt anch das 
bretoniacbe en-; dagegen glaube ich nicht, <lasB das in endeveux etc. auftretende 
d etwas mit dem im vorigen § besprochenen Stamme zu thiin hat. 

Die vereinzelt belegte Form da" im Mask. Sg. möchte ich 
für eine Mischform von a" und d" halten, da ich d' ^= indogeiin. 
*tom setze. 

Anm. Stokea bei Fick, a. a. 0. p. 152 vergleicht mit unäerem Pro- 
Qominalstamm do- das aveetische da er, griech. o-df, ial deuu, lat. idem, 
quidem; mir geheint das in § 110 Auegeführte wahrHcheinlicher. äa" wird zu 
lat. qui-dam gestellt; mir ebenfalls nn wahrscheinlich. «■• (p. !l) soll zu akr. 
andyä, aksl. onii etc. gehören imd ans *an(a}n entstanden sein, wobei jedoch 
nicht beachtet ist, dass sich ein Nasal nnr in Formen des Sg. Mask. zeigt, 
also wohl als Kaeoaendiing anfiufassen ist. 

§ 112. id' (id") Hesse sich zum Teil sehr gut aus d' (d°) 
in Verbindung mit dem Auslaut eines vorhergehenden Präfixes 



*) Steckt der Stamm to- yielleicht auch i 
Fem. uadi, FL widif} 



dem Affixnm «ad ab « 



230 FERDINAND 80UMER, 

erklären. Damit wüi-den immid, nachid u. a. ihre Erledigung 
finden, und mau müsste eine Abstrahiemng: des -id- aus diesen 
Formen imd seine Uebertragnng in Stellungen nach as-, for- etc. 
annehmen. Uocli ist es vielleicht besser, noch eine besondere 
Form id' anzusetzen, namentlich wegen der vei-schiedeuen merk- 
würdigen Verbindungen mit con-, bei denen eine Uebertragong 
des id aus anderen Formen unbegreiflich wäre. Ist id' = got. 
öa? (vgl. Br. Grdr. 11, p. 771 Anm.). Die maskuline Form -irf"- 
würde sich wohl am besten als Analogiebildung erklären, nach 
dem Muster d' -. d". — Unklar ist mir die Entstehung des nur 
in Wb. vorkommenden ■did{')-, das sich nur nach con- imd in- 
findet. Diese Beschränkung deutet vielleicht darauf hin, dass 
das anlautende d irgendwie mit dem Präfix zusammenhing, wobei 
auch indivm 'in me' etc. zu vergleichen wäre. 

§ 113. Ein mit s- anlautender Stamm, der im Altiriseben 
auf das Fem. Sg. und den PI. beschi-änkt ist. und den Torp 
(a. a. 0. p. 18) sicher fälschlich mit dem Eeflexivstamm se- 
vergleicht, tritt in zwei Hauptfonnen auf: s- ohne Wirkung und 
s", beide sowohl im Fem. Sg. als auch im PI. ohne Unterschied 
gebraucht. Die Formen -iis-, -as- sind wie die entsprechenden 
Formen der 1. und 2, Person (§ 106) zn beurteilen. Von welcher 
Gnmdfomi wir bei s und a" auszugehen haben, ist nicht leicht 
zu sagen, am ehesten wäre vielleicht an eine Verwandtschaft 
mit skr. sya- zn denken, vgl. ahd, siu {sie, si), ebenfalls mit Be- 
schränkung auf Fem. Sg. und den PI., eine jedenfalls beachtens- 
wert« Thatsache! Haben wir als Grundformen ''sxös {*siäs) 
und *siS7H anzusetzen, und war so s" (was Torp a, a. 0., p. 18 
mit Unrecht als erwiesen anzusehen scheint) ursprünglich Fem. 
Singularis und s Pluralis? Im Mittelirischen hat sich s auf 
den ganzen Singular ausgedehnt; denselben Zustand treffen wir 
im MitteUcjim'ischen. ') 

§ 114. Durch unsem Versuch, die einzelnen Formen nach 
Stämmen zu sondern, ist allerdings die Frage nicht gelöst, warum 
diese oder jene Form des Pronomens (hier sind natüilich auch 

') Die obige Grundform "sjö» ('sjä«) ist insofern sehr zweifelhaft, als 
man danacli im Irischen wohl *se erwart«n sollt« ; dagegen scheint eine Urand- 
form •ejatn auch durch suffigierte Formen wie inte 'in eam', impe "circnm 
eam', erwiesen cn werden. Stehen auch maskuline Formen wie /m 'contra 
eum', kia 'apnd eam', mit dieeem Stamme in ZaBammenhang? 





DAS PRONOMEN PEBSONALE INFIXUM IM ALTIBISCHEN. 231 

die ungeschlechtigen in Betracht zu ziehen) mit Vorliebe oder 
ausschliesslich hinter einer bestimmten Konjunktpartikel sich 
zeigt. Einigermassen klar ist nur das Auftreten eines Zwischen- 
vokals nach gewissen Präfixen (§§ 106, 112). Waren in andern 
Fällen vielleicht euphonische Eücksichten massgebend? 

§ 115. Endlich haben wir noch die Frage zu berühren, 
warum die Pronomina personalia infixa die ihnen eigentümliche 
Stellung im Satzsystem eingenommen haben. Aehnliches findet 
sich, wenn auch nur vereinzelt, auch ausserhalb des Keltischen. 
Gaidoz, R. C. n, p. 86ff., erinnert an altlateinische Bildungen 
wie ob vos sacro, sub vos placo, die genau die keltische 
Behandlungsweise widerspiegeln. Die Stellung der Pronomina 
infixa beruht wohl in der Hauptsache auf Wackemagels Gesetz 
(Indogermanische Forschungen I, p. 333 ft), wonach enklitische 
Wörter mit Vorliebe die zweite Stelle im Satze einnehmen; ich 
erinnere z. B. an die Stellung des Pronomen infixum nach der 
den Satz beginnenden Negation. Dass dies (Jesetz im Keltischen, 
speziell im Irischen manche Aenderungen erleiden musste, ist 
natürlicL So steht bekanntlich, um nur eins zu erwähnen, nie 
ein Infix direkt hinter Konjunktionen wie an, da, ma, wie ja 
diese Partikeln, was Betonung etc. anbetrifft, mit dem Verbum 
nicht in engerem Zusammenhang stehen (keine 'Konjunkt- 
partikeln' sind), während dies bei t*», co*, ara"" etc. der Fall ist, 
eine Thatsache, die meines Erachtens immer noch einer be- 
friedigenden Erklärung harrt. 

Freiburg L B. Ferdinand Sommer. 



LES PLURIELS BRETONS EN ER. 



1. La GramnKitica Celtica, 2® 6cl., p. 290 ne connait de pluriels 
bretons en er que sous la forme -ier, qui serait une Variante 
moderne de -ien, Cette explication est inadmissible. 

En effet, le passage r^cent d'n final k r n'a lieu qne dans 
les cas oü Tn, final seulement sur le papier, fait partie d'un mot 
qui se lie avec le suivant. La consonne radicale de ces pro- 
clitiques reparait si Ton change, soit le second mot, soit le dia- 
lecte, parfois meme sans qu'il y ait besoin de rien changer: 
l^onais eur vaz un bäton, eun den un honime; her sod si fon, 
trtcorois ke^i edd\ vannetais liur peJiedeu et hun pehedeu nos 
p6clifes; cf. plus haut, p. 39, 40, 45. Ces memes mots peuvent, 
dans d'autres emplois grammaticaux, reprendre leur autonomie: 
ken . . . ken tant . . . que (lat. cum . . . tum) ne varie jamais, pas 
plus que eun au sens de unan, nom de nombre (cf. en allemand 
la distinction de ein et einer), 

, Le van. eer, ir oiseau P. Gr6goire, ere, ire TA., k Sarzeau 
eer Chälons, en dialecte de Batz eir, pour ein, een Gr., eine FA., 
eene, ene ChaL, semble contredire cette Observation; mais c'est 
que le nom a subi Tinfluence analogique de son pluriel eered, 
ired Gr., k Sarzeau eeret ChaL, dial. de Batz ereit, Variante 
rfegulifere de eined, eehed Gr., etc.; voir mon Glossaire moyen- 
breton, 2® 6d., sous manier, plen, 

Or, aucun indice ne pennet d'entrevoir une affinitö quel- 
cpnque entre les deux categories de pluriels en ian et en ier. 

On a, d'ailleurs, la preuve que ces plur. en ier sont antörieurs 
aux phfenomfenes phonfetiques ci-dessus mentionnfes. On trouve en 
breton moyen yelchier de yakh bourse, hizier, hizyer de hcus bäton. 



LES PLITKIELS DRETONS EN EB, 2öS 

s^ier de sach sac, ferdiicttr, ferchyeur de forch foui'che, cf. Bevue 
Celtigwe XIV, 320; ajoutons treuier vallees Noiielou p. 107, de 
tnou, traou. 

La pronouciation -ieur noiis 6carte encore de -ien, qui 
n'avait aloi-s d'öquivalent que -ion. 

2. Une autre Variante, -er sans », Wen que fournie par la 
langne moderne,') a une grande importance pour l'histoire du 
sufflxe en question. Elle se inontre surtout dans le dialecte de 
Vannes. 

Les aeuls plur. en er qui n'aient pas, ä ma conuaissance, 
de foimes voisines en ier, sont sp^ciaux au van.: meuiUr b61iers, 
meuderr moutons l'A,, mSudir Gr.; squeder noeuds (dans les arbi-es) 
Chal. ms V. noueus, bänicuerr hautboia, cornemuses, tadieuir aieuls, 
tkca. mamieu^; gour-dadietter biaaieuls, f. gour-vamieucr VA., de 
tneut, acot, bänieu, tadieu, etc. (sur Her et nier, voir plus loin, § 13). 

Cependant, hors de Vannes le suff. -ier ne rögne pas sans 
paiiage: l^on. queguer coqs, de coq P, Maanoir, Gr., keger Le 
Gonidec, kcgher et kehier D. Le Pelletier, tr6corois keger Troude 
(van. queguerr l'A,, queguer Clial. ms, etc.); leon. ereguer et creyer 
crocs, de crocq Gr., kreier Gon. (van. creguere l'A.); 16on. re&her 
et rehyer roches, de ro(fk Gr., retfhier reier Gon. (van. rehire l'A., 
voir plus loin); 16on. prenester fenötres, tr^c. et eomouaillais |»re- 
necher pour *prenestier , iß prenest, Troude; ä S'-Mayeux, dans 
la partie comouaillaise äeä Cötes-du-Nord, on dit au sing, vattest, 
pl. venestcker (voir § 0). 

Souvent le van. hfeite entre les dem prononciations. 

L'A. doune pesster, pessterr quenouilles, colonnes de lit, et 
pesstierr jambages, pe'ssHer 'deux braa d'une claye' (er pester \ea 
pieux Chal. ms v. moaton; bas leonais pisyer Gr. v. claye, du 
sing. posi). Par aillenrs, l'A. emploie er quand le sing, a la 
voyelle o: cleherr cloches, ferherr fouiches, perkerr portes de 
vllle. Dans les autres cas il a ier, exeeptö pour fclherr de falh 
une faux; garheuerr aigruiUons (garJieüier Chal., garzouyer, van. 
garheuyer Gr., de gareou, van. garheu). L'A. admet ä. la fois 
feleerr et felzierr de fulss faucüle, gucrhcrr et guerhierr de gark 
haie, foss^ plante, bennhucguerr et bennhuierr de bennlniec outil 
(benhueger Livr el Ic^ourer 16, benhwiguer Chal.). 

') Le moy. bret. hrettdev, breudaw frfere», ging, breuzr, est noe fonnaUon 
dlffireute; Toir g 6. 



234 E. EBNAULT, 

On lit clezer et clesier champs ChaL ms, de dos; queher 
Chats Chal. nts, et quihiere FA., quiher ChaL, de cah; reher rochers 
Choces 79, Guerz, GuilV 174, reher Celtic Uexapla II, 14, et rehier 
L. el lab. 46, etc. 

Grfeg. distingue le van. deher, ferhir, perher du 16on, deyer, 
ferhyer et feryer, perzyer\ la Grammaire de Guillome porte 
cUhyer, ferhyer, rehyer\ de plus felhyer fauciUes, garhyer haies 
(p. 13—15). 

3. Une autre forme vannetaise sans i est crener comes 
Chal. ms, de "^que^iier, dont la Variante *queruier est devenue 
par dissimilation quemiel en bret. moyen et moderne. Cl perzier 
et perziel grandes portes Pel. 

Bechell rochers Bepred Breizad 18, 258, etc., se prßte k 
la meme explication; mais il peut aussi repondre au sing, rotfhel^ 
synonyme de rodh\ cf. perdhel pourceaux, de porc'hel.^) Voir 
Gloss. fnoy, bret v. roch, Ärtztd, etc. 

4. Cela n'empeche pas qu'il y ait, k Vannes, des plur. oü Vi 
est constant: (jueuierr mensonges, creuierr 6tables, biseuier bagues, 
tressiyerr poutres, meinnurr pieires TA., etc. H en est de mSme^ 
k plus forte raison, dans les autres dialectes: fezier fosses, de foz, 
Suppl. aux dict bret, Landemeau 1872, p. 86; femier fours, de 
fom Pel., etc. 

Le dialecte de Batz, qui se rattache au vannetais, ne connait 
que la forme -teir, II en a restreint l'usage k un petit nombre 
de mots: 

1» overenieir messes, bedenieir priores, sterenieir 6toiles, 
spiennietr epis; classe repr6sentee en moy. bret. par goalennier 
verges, et dans la langue moderne par gwaligner id., gwalinier 
anneaux, guezreigner glaces de miroir, pasigner degrfes, barreigner 
barres, voir Ghss. moy. bret v. dispingneus; holenneigner marais 
salants, perennyer poiriers, palleigner couvertures de lit Gr.; tr6c. 
iaolinier tableaux Gwerziou Breiz-Izel /, 272, cf. Bev. Gelt XFI, 
226; oferigner messes; laginnier lacs; 

2^ broieir des pays, imitation d'anciens pluriels comme 
goieir, qui subsiste, mais avec le sens du sing., *un mensonge'; 



^) La forme van. rehil rochers pent anssi s'interpi^ter diverBement. 
Bemel plur. de born lev^e de terre qne fait le sog de la chamie, Tronde, n'est 
pas pour ^bemeTf mais pour bemen (peut-^tre par erreur). Voir JRev. Celt, 
7JIIf 52$, 



LE8 PLCttlELS BHETONS EN ESt. 



235 



3" hhieir chiens, de ki; par analogie du plur. ancien de 
k<u^h Chat, plnriel iimsitfe eii ce dialecte, et qui est eii haut van. 
Jcihier, kiher, h. Qiiiberon kihir, comnie bihir hätons, haut van. 
bikier, Rev. Cell. XVI, 325,320; ct. er Mcir les cloches Tier. Jforfrt- 
hannaise V, 254, voir § 13. 

5. La difference entre prenester et prenecher, benhutger et 
bermhuier, etc^ est !a m^me qui s^pare leurs synonjTues respectifa 
prenestoa et preneekou Gr., bennhuecqeü et binhuyou Rev. Celt. 
IX, 372; voir Gloss. moy. bret. y. marchat-UBch; Rev. Celt. IX, 104. 

Le van. est plus fidäle que ses cong^n^res annoiicaius ä la 
forme sans i, pour les plur. en er comme pour ceus en ou; et 
pehedeu, pihedeu p6cli6s, k Cüt6 du 16on. petfhedou, peifhejou, tr6c. 
petfhedo, pe&hejo Gv., moy. bret. pechedou, gall. pcchodau. 

Ces altemances existent en moy. bret: lefrou et lefryou 
livres (van. livreu, gall. llyfrau); eu comique: lyffrow bilyfryow; 
et eu gall.: prenau et pren'iau des bois. Elles tiennent princi- 
palement k ce que les domaines piimitifs des deux terminaisons 
plorielles I et ou se sont en paitie confondus. Par exemple, 
preneehou est un amalgame des deux formes qui existent aussi, 
van. prenestri Trd (fenestri Chal. ms, gall. ffenestri) et prenestrou. 

Prenecher contient de meme, r^unis, les ^l^ments qui ter- 
minent prenestr-i et prenest-er. 

6. Si nous sortons du breton de France, nous trouvona en 
corniqne le plur. composö -ier dans prenyer, prcnnyer, prynnyer, 
pryriner pi^ces de bois ^^ armoricain ar prennyer-com '■ ki&im ow. 
cornieres' (de navire) Gr., cf. gall. preniaa. 

Mais le correspondant da simple -er apparait dans le vieux 
gall. -aar, ecrit plus tard -awri poulloraur tablettes, hyssoMr 
doigts, kledyuawr, deddyfawr epöes, cf, bret. clezeyer, van. cleaüyer, 
clehaoüyer Gr. 

Ce V. galL -awr montre que le bret -er, anciennement 
■{i)-eur, vient de "-är. La ressemblance des plnr. bret. pester, 
felher de post, falh avec le type allemand Bcerfer, Wwlder de 
Dorf, Wald, est donc absolument trompeuse. H n'y a concordance 
reelle ni pour la voyelle ni pour la consonne, puisque la tenni- 
naison germanique -er remonte historiquement au vieux haut- 
alleniand -ir et au gotique -is-a, de *-es-a. Le rhotacisme, commun 
au gennain et au latin, est inconnu au celtique comme au grec 
primitif: Kind-er, 1. gen-era, g. yiv-ta, yiv-i}\ xiy-ia = gaulois 
*tegesa, devenu en vieil irlandais Üge maisons, et en galL lai 



236 E. ERNAÜLT, 

M. Stokes, dans les savantes notes de son Edition da drame 
cornique Pascon agan Ärluth (1861, p. 80), expliquait le dernier 
616inent de prenn-y-er par un suffixe provenant de th^mes en r, 
comme hreder frferes, moy. bret. breuder, hreudeur. La constÄtation 
de l'ä brittonique de *-är rend ceci trfes improbable; la seconde 
voyelle de hreudeur est due ä rassimilation, cf. Qloss. moy. bret 
V. ebeuh 

H semble seulement qu'il y ait eu parfois association entxe 
ces deux felements de formes voisines. Le gall. brodator, brodor 
fröre, confröre, peut etre le plur. brodyr, bret. breuder, de *brä' 
teres, influence par les mots comme cleddyfawr. Pour Temploi 
au sing., cf. cornique breder, qui est des deux nombres, et bret 
de la Loire-Inferieure goieir, § 4. Le galL et le cornique ont 
form6 les nouveaux pluriels brodorion, bredereth. 

La relation peut etre la meme entre les mots galL gwaewyr 
et gwaewawr lances, ii'l. fäebur tranchant, arme. 

Gr. donne treust, treustyer bau de navire; la seconde forme 
est 6videmment le plur. de la prec6dente, bien que Le Gron. n'ait 
en ce sens que treüstier m., 2 syll., plur. ou bau, barrot. CTest 
le correspondant du van. trestier poutres, 3 syll. L. el lab. 74, 
bas van. trechqer (Loth, 6d. de Chalons). Ce plur. de treust^ van. 
trest parait avoir 6t6 suggfere par le second r du lat. transtrum: 
cf. cornique troster (sing.); Eobert Williams cite un plur. galL 
trostyr de trawst. On peut en dire autant du bret. prenester, 
prenecher, etc. fenetres (lat. fenestra)\ prenester est un singulier, 
en 16on., Barzeus Breiz 154. 

M. Loth regarde la terminaison des pluriels bret. en -(t)-er 
comme empruntfee aux collectifs latins en -ärium, Les mots UU. 
dans les langues brittoniques, 222. C'est, je crois, la vraie Solution; 
cf. Eev. Celt. XIV, 320, 321. 

7. L'addition de ce suffixe est d'ordinaire accompagn6e d'un 
changement de voyelle: o de^ient constamment e\ e souvent t; 
a presque toujours e ou i, quelquefois ei: scaön banc, plur. cor- 
nouaillais sketnvier Pel. {skinvier Gon.). Le van. garhyer haies, 
§ 2, et le tr6c. bar zier bardes, Luzel, Revue de Bretagne et de 
Vendee, III (1858), p. 486, mot change par l'auteur en barzed, 
dans le meme passage, Bepred Breizad (1865), p. 24, sont des 
formes exceptionelles. >) Voir § 12. 

Ch. Le Bras a employ6, dans nn passage oü ce pourrait 6tre nn 
plariel (Morgan, str. 18), le mot dager dagues, poignards, qui est an sing., 



LE8 PLUHIBL8 BREl'ONa EN ER. 237 

D'oö vient cet Umlaut? H est impossible de l'attribuer 
6. riafluence pbonötique du suffixe *-rtr, -eur, -er. Le bas lat- 
cloccürium, qui ae trouve dans le Vocahulaire cornique, a 
donnä r6guliferement en moy. bret. clocker (jiar ch dur, (fh), 
Tan. daher. 

Une Variante •c/ocür/Mm est representße, je crois, par le 
bret. dogor 'yeux du fromage', d'oü Ton a tir6 le singulatif 
dogorenn ampoule, bulle, et le nouveau pltir. dogorennou (voir 
Gloss. moy. bret, v. dogoren). Noua avons lä un pluriel en *-ar 
doublement remarquable par son ^tat de conservation; c'est que 
ce mot 6tait isol6: la langue n'en sentant plus la pai'ent6 avec 
dodh, avait perdu conscience de sa formation, et le traitait 
comme un radical indöcomposable. Voir § 9. 

Le van. dekcrr cloches ne pouvant ßtre un doublet de doher, 
faut-il y voir un m^Iange de ce deraier avec dehyer? 

L'esplication n'est pas impossible eu elle-meme. On pourrait 
ae demander encore si, dans certains cas, le changement vocalique 
n'est pas jnstifiö directement; pe^ter, par exeraple, ne remonterait- 
ü pas k *postiarittm? 

Mais il est beaucoup plus simple d'admettre ici une accn- 
mnlation de signes du pluriel. Clehyer est le plur. tr6coi'ois 
de&hy Gr., augmente de -er (voir § 5); diiherr est de meme le 
plur. dec^h. qnl exiatait en moy. bret. et qui est restö en haut 
comouaillais, voir Gloss. moy. bret. v. c/ocA, avec addition de -er. 
Cette addition s'est faite parce qu'ä c6t6 de di^hy, de&h, il y 
avait un autre plur. *dohaur-, celui-ci est identiqne k doher 
clocher, et proche parent de dogor cloches aux mains, anipoules. 

Un fait tont semblable se passe en gall., oü dydi = bret. 
moy. dec'h et dochau = van. doheü Gr. se sont combin^s en 
dydtau. 

De m€me cren-cr, quem-id d^rivent du plur. van. qern Gr., 
d'oü aussi qem-you, van. qem-eu Gr., = gall. cym, cymau; 
ferh-{i)er, perB-(i)er, pest-(i)er, d'anciens plur. — gall. ffyrch, 



a'il eiiate. Hais je cro» qne Le Gonidec I'b pris an P. Grtgoire; celui-ci 
I'a £crit dager, et Don daguer comme il n'efit pas mauqne de le faire, s'il 
l'BTEiit ent«ndD; c'eat sans donte qu'il copiait Ini-mfiue le dictionnaire, alora 
mannacrit, de D. Le Pelletier, aan» s'aperccToir qne ce detnier aiiniil Ortho- 
graphie daghtr si le mot ne faisait partie d'nne citation de Daviea. En 
^oi]t«Dt : ' Sic Armor, ', am formes galluiscfl äager et äagr, Daviea pouvoit nvoii 
en Tne le moy. bret, iloc. 



238 B. BRNAULT, 

pyrih, pyst, etc.») Ce genre de surcharge est fr6quent; cf. Gloss. 
moy, bret v. goas\ Bev. Celt XIV, 308. 

II apparait clairement dans crechinner peaux (par ch dar, 
c'Ä), forme donnöe, comme crechin, par le Nomendator, et qui ne 
peut venir que de crechin + ier\ car du sing, crochenn on aurait 
tir6 "^crochenier ou "^crochinner, Voir § 12. 

8. On peut citer d'autres exemples du m6me proc6d6, avec 
des terminaisons diff6rentes: 

Francjais -agcy dans *le feuillage' = les feuilles, Tensemble 
des feuilles (d'un arbre): van. el lai^uaj guelan les meilleurs 
veaux (de chaque ann6e) L. el lab. 110, de laiai veaux; et bin- 
viachou outils Trd, avec intercalation de -aj- dans le plur. hinviou 
id.; qehezlaidiou nouvelles incertaines Gr., cette nuance de mfepris 
ne se retrouve pas dans ar fleuracJiou les fleurs Introd. 11; tr6- 
corois koabrach nuages, meuUach meubles, ameublement, leguniach 
les legumes, etc. Sur cette prononciation, qui fait parfois trouver 
que les Bretons ont Taccent allemand en frangais, voir Rev. Celt, 
XVI, 184. 

Le moy. bret. hisyat doigts, moderne Usyad, besyad Gr., 
d6rive d'un plur. *bisi qui est au sing, bis, bes comme güisy truies 
ä güis giies Gr.; de *frm on a tire un autre plur. biz^iet, employ6 
en Trfeguier, etc. Cette teiminaison -at est la meme, je crois, que 
dans le van. stedennat enfllade Chal. nis, etc., et lat. tabuJatum 
plancher, Italien colonnata, collonato colonnade, espagnol nublado 
nuages, etc. Les Äquivalents du bret. domad poignfee, et coup 
de main, sont en gall. dyrneit, dymaid pour le premier sens, et 
dymaut, dymod pour le second; ces deux formes se retrouvent 
au plur.: amueileit, anifeiliaid animaux, pyscawt, pysgod poissons, 
bas 16on. pesqeud, pesqod, et Eev, Celt, XIV, 320, 321. 

C'est en van. surtout qu'on trouve des plur. semblables ä 
bisyat; en voici des exemples: 

Goahiatt veines TA., du plur. moy. bret. goa£fy (cornique 



>) M. du Rnsquec donne, v. vulvCj fort m., pl. fersier^ et il emploie ce 
mot aux articles vulvairtj wdvite. H est possible que cette expression soit & 
g^parer de porz m. , pl. ^er«tcr, auquel Tauteur attribue le mßme sens (peut- 
fitre par suite d'une pr^occupation ^tymologique); ßur l'^changede^ et/J voir 
Olo88, moy. bret v. penestr, On peut se demander si forZy pl. f erster ne r^pond 
pas au gall. ffordd f., pl. ffyrdd chemin, yoie; cf. pour le sens hmckou ynlye 
Gk)n., le sing, hent se dit en Tr^. en parlant des vaches. 



LE8 PLURIELS BEETONS EN ER 239 

jipy«y), d'oü en moy. bret. l'autre plur. goasiet (cf. hiziet), et le 
sing, goazyen. 

Quibriatt chevrons l'A., quebrat, quibrat, quebr', quebrett, k 
Sarzeau qucbrieu, sing, quebren, quibren, k Sai'z. quebrien, quebri 
Chal. ms, plur. v. bret. cepriott. 

Qtiesstali cötes (dn corps) l'A., queslat Chows 78, sing, cosien, 
questaden, plur. diguesiat Chal. ms; dans cette demifere forme 
guestat est traitö comme iin sing, feminin, cf. frang. cöte-^) Le 
changement de voyelle ne peut etre l'effet de la terminaison at\ 
il semble y avoir eu d6rivation d'irn ancien plur. *quest (ci § 7). 

Querdtit cordes Chows 67, querdait l'A., credad Grram. de 
GnilL 14, sing, corden, cf. le plur. gall. cgrd, ou bien le plur. 
moy. bret querdenn. 

Quergatte t 'coquillage'; coquilles de S'. Jacques, sing, quer- 
gateenn l'A.; cregat m., pl. cregadeu coqiiillage, cargatcn coquille 
Chal. ms; van. qergat, er hcrgat, ailleurs creeguin 'coquillage, 
poissons test«c«z', croguenn ficaille, coquille Gr. 

Motad mottes (de terre) L. el lab. 16, moiatt l'A., d'oü 
motaiein 'esmotter, . . . . ramasser des mottes' Chal. ms, sing. 
mottenn l'A.; Gr. donne hors de Vannes moudenn, pl, moudad et 
mouded (voir Gloss. moy. bret, v. moten). Ponr le maintien de 
l'o, cf. scolpeenn pl. scolpatt 6clat (de bois) l'A. (Greg, donne comme 
plur. de scolpenn copeau: scolpennou, scolpad, scolpou, scolp, et 
en van. seolpad seulement); tonnen pl. tonnat gazon, cloren, clor 
pl. clorat coque d'oeuf Chal. ms. M. Loth, 6d. de Chal, 104, cite 
d'aprfea Chal. ms 'pol quisten, coque de chataigne; pl. pelh, polhat'; 



') On eraploie, en effet, le sing, avec les noma de nonibre: daoulagad 
denx ;enx. I>aov\agado\L esiste anssi, miüi comme pinr. dn duel daoulngad, 
ponr d^igncr 'pluBieurs paire« d'yenx'. Le diminiitif est, par coiu^qnent, 
äatmiagad^ deni petita yeni. n j a eiception pour doauarni^u, van. deow- 
«xgeM denx petitea mains, parce qne la compoHition avec daou, de« u'est plns 
sentie, la HnpprcBaion du t ii'ayaut pas lieu d'ordinaire an commencement des 
radicanz, dann las mnUtiona grammaticatea, cf. Rtv. C'elt. XVI, ISS. Uue antre 
cona^qnencfl de cet onbli de Tfitymologie de daouam raains =^ Awu torn, c'est 
le mot aratouam poigneta, fie/Idxtonou . . . var ar finveiou diveza, Qnimper 
chez Y, J. L. Derrien, p. fi], an Hen de daou atSm ou de eußmyou Gr. Ponr 
iine raison analognie, le diminntif de div&barr jambes est dMharricq, mala 
celni de diveaqer, devenger est devtgqrrigou Gr.; c'CBt iine le sing, garr anbaiate 
to^jonrs, tandia qne e»qer a perdn aon aena propre et ne s'empleie plns qne 
comme terme de couatmction navale: eigair 'jambe', esgair-doün 'jambe de 
fond' Pel-, «9«/, esqer 'genon' Gr., e»ker kil 'genou de revere' tfon. 



240 E. ERNAULT, 

c'est, je crois, par m6prise; j'ai lu: 'coque de noix ou de cbä- 
taigne . . . poc qui^ten, poc queneüen . . . pelh quisten, pelhcU quisten 
. . . on peut (se) servir de pluchen ou plusquen pour les noix et 
les chätaignes pourvu que dolien, pelh et poc soient pour la pre- 
miere et plus grosse coque ou enveloppe et que plusquen ou 
pluchen soit pour Tautre qui est plus dfelifee . . . ' De meme k 
chataigne, 'coque de chätaigne* est rendu par poc quisten (du 
frang. hogue). 

Ue ne change pas non plus dans querlad cercles, sing. 
quemel Gram, de GuilL 14 (pour querlen, cf. Gloss, moy, hret v. 
paluhat)j quirle Gr., etc. 

A noter encore, Temploi de ad devant -ou au plur. de mots 
qui n^ont point ce suffixe au sing.: mces champ, pl. mcesyou, nuß- 
syadoUy van. nrnsüiy mceayadcü, imeeadeü Gr. (dans moMsyad caer 
a ed nappe de bl6s Gr., -ad exprime la contenance); dial. de Batz 
doradeo portes (van. doredeu Gr., k Sarzeau douredeu), et binvi- 
ach-ou, 

9. On peut assimiler ä ces derniöres formes le mot kilhorou, 
kiliorou roues de charrue; tout le devant de la cbarrue oü sont 
ces roues Pel., de *cilchiaur, ^quilc^hier cercles, plur. de quelc^h; 
cf. moy. bret. yelchier, ferchieur, syher; mod. fil&hier faux de faitfh 
P. Maunoir, ircfhier coffres de arcli Pel., Gon.; j'ai lu aussi mirc'hier 
cbevaux, de mar(fh. 

D'autres d6riv6s de * är- se trouvent dans le nom d'bomme 
Olivrit = *olivarietum, et les noms de lieu Ponwroit, Pumurit, 
aujourd'bui Panvrit, Petirit, de *pofnarietum = fr. pommeme, et 
tr6c. avalo paüvrecq pommes müres Gr. Voir Gloss, moy, bret. v. 
quelch, Änaleuc, Olier, pezel, Posteuc, 

Le simple -etum a donne en breton, non seulement des 
dferivfes de noms de plantes, comme Halegoet = salicetum saussaie, 
mais aussi le pluriel plancoet planches, voir Bev. Celt. XIV, 321; 
et roumain muieret les femmes, ital. donneto, etc., Meyer-Lübke, 
Gram, des l, romanes, t. //, p. 567 de la trad. 

Nous avons parlfe § 7 de clog-or-en, et quest-ad-en^ goae- 
y-en, etc.; voir Gloss, moy, bret, v. degress. 

10. Apr6s -er et -ier, il faut signaler une forme -der: peden 
priöre, pl. pedeneier ä Bourbriac, etc. 

Elle a 6t6 amen^e par une extension analogique fort natu- 
relle. La finale -eier provient r6guli6rement de Taddition de -ier 
k des noms qui finissent: 



LES PLCBtELS BRETONB EN ER 

hleze-ie. 



i, bret. moy. *dezeff-ier, le van. a 
gard^ la trace de l'ancien son -ff au sing, klean = clezeff et au 
piur. hleanier; gumüeyer traversiers de la coquille d'un moulin, 
de gu'enÜe, moy. bret. (jvelteff, Jtev. CW(. F77, 311; meneier mon- 
tanes Luzel, Revue de Bretagne et de Vend4e IV, 162, 168; 
F, 408; mcMeiV IV, 168; V, 408, de mene, menee; 

2" en o: morgheier coUiers de cheval, de morgo Pel^ goleyer 
convertures, couvercles, de golo Gr.; 

3" en ek: foennnet/er fenila, de foehnecq; baglaneyer lieux 
seni^s de geuet, de haalanecq Gr., melckeneier champs de tr^fle, etc., 
lea Vannetais pr6Krent terminer ces plur. en -eg-i; 

4" en ok: kreier crocs, kehier coqs; 

5» en oc'A: kleier, reier, de -edh-ier, on dit meme en petit 
Trögoier veier fourches, de ferc'hier; 

6" en oc'A: seier saC9; 

7" en aou, ou: geier et gevier inensonges, kreier et Armier 
Stahles, hieeier bagaes Gon.; on peut assüuller ä ces mots breyer 
moulins ä bras, de hreou Gr., moy. bret. brou, breau. Le van. 
garde ici eu intact, il en est de meme parfois de aou dans 
d'autres dialectes: craouyer, creryer, van, creuyvr ßtables Ör. 

Dans les noms oii Von sent la prfisence d'im sufflxe ou, 
trte. o, le plur, est toujoui-s en eier sans v: kcleier nouyelles, de 
kelütt, helo, niot plur. lui-meme par sa forme, mais employö comme 
sing., le vrai sing, kevel n'^tant conservö qu'en van.; treuei-yer 
seoils, plur. de treusou seuil, de trews travera Gr. Le dialecte 
de Vannes maintient encore eu, ow en pareil cas: e» henteager 
bras lea grands chemina Revue Morbihannaise V, 246; bas van. 
pradowier pr6s Mots lat. 222, 

Pluaieurs mots en o« tiennent le miliea entre les deux 
nombres, ce sont des duela usites pour les objets qiii vont par 
paires: pet. tr^c. lero une paire de bas, lerder plusieura paires 
de bas; brago une culotte (anglais apair ofhreeches), pl, brageier. 
Le plur. de boto chaussures esi en ce sous-dialecte botoio, mais 
on trouve botteger Nora. 118, bouteier TroüAe, etc.; de mßme pour 
mannegoio plusieurs paires de gants, maiinego, on dit ailleurs 
manegeier; k Douanienez manigeiar') Rev. CeU.V, 189. Greg, 
n'indique pas cette difference de seus; il donue bas tias, chausse, 



') J'ai lu en breton modenje roar an Bens de 'Bacrifices'; c'esl peutrStre 
un plur. en ar ponr er l'orgfi il'aprSa le Tun. rä TtBU. 

ZalUohiltt t. Mit. PUlologlB L ]6 



242 B. BBNAULT, 

pl. hdsou, baseyer, comme tocqou et tocqeyer chapeaux; parcqou 
et parcqeyer champs, diminutif parcqeyerigou, et gocUügnerigou, 
goalennyerigou baguettes, etc.; prageoti etpragSyer pr6s, meserau 
et mezereyer draps, hancqpu et hancqiyer bancs, harcqaoüy bare- 
qaoüed, harcqeyer barques; hagou, hagayer bateaox. Pour cette 
derni6re forme, cf. rdier rocbers Introduction Sar vuejs devot 114; 
bejsayer, bufayer (et bijsouyer, van. bieeüyer) anneaox, nuBssyaUy 
mcßzayer grandes pifeces de terre chaude Gr.; Gon. 6crit bageier. 

En petit Tr6g., parkeier exprime une pluralitö plus con- 
sidferable que parko: *beaucoup de champs'; de m£me lanneier 
beaucoup de landes. >) Gr6g. donne lannou, lanneyer comme plur. 
de lann lande, et ce m^me lanneyer comme plur. de lannec lande 
de peu d'6tendue; ces deux formations se confondent, en effet^ 
au pluriel. Treeeier terres sablonneuses , que Troude rapporte k 
trez sable, appartient ä trcezecg sabliöre Gr. Le ßrigant, EUmens 
de la langue des Celles 27 (= 2« 6d. p. 35) , rattache de mSme 
directement ä eoul *gled' et ä caul choux, eouleier 'des champs 
de gleds ', eauleier champs de choux, etc., sans connaitre les sing. 
soulecq 'champ plein de chaume', cauhcq 'courtil k choux' Gr. 

Au lieu de s'ajouter ä la racine, -eier se Joint parfois k la 
forme du pluriel: loujsoueier herbes Supplement omx dictionnaires 
bret. 92; ou ä celle en es, qui est indifferente k l'idfee de nombre 
(cf. Rev, Celt VI, 389) : brageeeier culottes Gon. (cf . bot^er souliers 
Pel., de *botemer). Voir § 12. 

Luzel a employfe (Bepred Breizad 76) lanneierou landes, 
mot qui, quant k la forme, rench6rit sur lanneier, 

11. Quelques plur. en eier se distinguent des pr6c6dents en 
ce que d'ordinaire ils n'ont pas d'6quivalents en ow, mais en iou, 
sauf dans le van., qui ne connait pas ces formes en eier: dour- 
6yer, douryou^) eaux Gr., glav-eier, glaviou pluies Gon. (van. 
deureu Chal. ms, k feviter Selon TA.; glauheu l'A.); nuBS-eyer, 



*) La m^me ntiance existe dans d'antres mots qni sont, ponr la fonne, 
des plnriels de pluriels, comme paotredou gar^ons, menfh^ou fiUes (en grand 
nombre, en plnsieurs bandes), Feiz ha Breit dn 6 jnület 1872, p. 179; cette 
distinction n^est pas toigours observ^e (yoir, par ezemple, merc^hegtim Gr. 
V. hlanc). 

*) On lit douroUf Introd, ä^ar vuez devot, p. 407; k St-Mayenx on pro- 
nonce daouraou, La Chrammaire ceUo-bretonne de Le FöTie, Morlaix 1818, 
donne dourier, p. 24. 



LES PI.ÜRIEL8 BEET0M8 BN EB. 



243 



nuBsyou champs, van. mteseü Gr. Cf. en petit Trog, valc'h-eier 
des fanx. 

La terminaison -der a du etre ajoutße ici d'iin seul coup, 
comme dans les autres fonnes analogiques scoeä-epen äcus, d'apr^s 
gumneyen sous, de guennee; homar-i-yen des soords, spaz-eyen 
eunuqties Gr. (et gall. crislion - ogion chr^tiens, gwlaw-ogydd 
pluies); kmt-ijen comtes, d'aprös markijen marquis, de markis, 
voir Glass. moy. bret. v. dineric, oberer; qcsecqenned jmnetlts, van. 
qesecg, sing, qasecg Gr., hioc'h-ennet vaches Maun., etc.') 

12, Je ne sais comment expliquer les mots du petit Treguier 
gto^er anneauz, sing, gwalen; pradijer prtH, sing. prad. On 
peut etre tentö de rapporter ce demier plur. k pradenn prairie 
Gr.; maJs dans le m6me sous-dialecte un autre nom en en est 
traitö tout diff^remment: baren barre, fait au plur. baregner. 
On ne voit point, d'ailleurs, comment les autres plur. en jer qu'il 
possöde, vef^er faucilles, hejer bätons, k^er chat«, boul^er balles 
(ä La Roche-Denien bouUjer, Eev. Cell. XV, 357) , de vals, bäs, 
käs, bouled, anraient pu amener les fonnes en question, qui ne 
sont meme pas d'accord entre elles. 

Le changement de la premiÄre voyelle, dans gwelejer, est 
du reste unique en son genre, bien qu'il rappeile creehinner (§ 7). 

En gönöral, l'addition de -(i)er ne fait modifier qu'une seule 
voyelle pr6c6dente: (ar^os matou, ^\. targuizyer ^\. tirguizyer, van. 
targoh, pl. targuUier Gr., pet. trßc. larkejer; erhm-vaii bäton court, 
pi crenn-vieyer; colvaz, golfaz, golfez'^) battoir, pl. colvijyer Gr., 
golvisier Gon. {golveseier Pel., voir § 10); tarahae tarabat, sorte 
de cr^celle, pl. tarcAizyer Gr. 

13. H y a dem pluriels oil er pourrait bien ne pas remonter 
h. -arium. Ce sont: ty'er, van. tyer maisons Gr., Herr l'A. (i 
Sarzeau ieyir, k S'-Gildas-de-Rhuis tiyir Rev. Cell. III, 5Q, et 
§ 4, 3"), tr6c. tier, de ti; puls le van. nyer neveux Gr., nier, niher 
ChaL ms, de ni, nih. 

Une premißre question se pose k propos de ces mots: ont- 
ils un sufflxe -er, ou -»er? Car ce demier anrait pu ici donner 

') La tenninniflon -ennou a le sens d'iio ploriel restreint danB gtriennou 
qneI<)iieB mots, guechennoa quelques folg, ete. 

') Golfaz, qui remonte au bret. moy,, »ient de *golc'h-vaz, coranie marfratx 
chonett« on choucas, Nomenclator 4t, de 'marc'h-vtan, ecrit en moy. bret. 
morcA&ran corbean male. Qolfez doit peut-Stre bou e k riniluence du plnr., 
cf. bezier b&toiu Pel.; voir § 1, et Olom. moy. bret. v. Aegret. 

16* 



244 ERKAULT, LES PLURIELS BRBT0N8 BN ER 

lieu k one contraction, comme dans le bret moy. syher sacs 
= sihiere TA., sehySr Gram, de Guillome 15, setfhyer, seyer, syer, 
van. siher Gr. 

Mais ce qui distingue Her et nier des autres pluriels d'aspect 
semblable, c'est qu'ils ont des synonymes en ea par z doux: bret 
moy. Heg, nyez\ tr6c. tie\ van. nie Chal. ms\ et ils peuvent en 
provenir phon6tiquement, ou bien les remplacer par suite de 
r6cbange frfequent des terminaisons ee et er; et Rev, Celt XTF, 
308, 309; XV, 153. Ainsi, pour sa finale, tt-er, qui difffere k 
coup sür de Tallem. Dcecher, n'est peut-6tre pas mSme parent 
de syh-er. 

Les Suffixes grammaticaux sont expos^s, comme les autres 
616ments du langage, aux ravages de la phonötique. II y a, par 
exemple, dans le van. de Tüe-aux-Moines, des plur. en ir et en 
ar qui n'ont aucun rapport avec ceux que nous 6tudions ici, IV 
lingual 6tant dans cette localit6 la transformation d'un d (Rev. 
Celt XIV, 298, 299). 

Rudher h6morro'ides Gr. peut gtre une Variante de gtoäs- 
rudez id. Gon., plui\ du nom correspondant au ga6lique d'Ecosse 
ruith'fhola, Pel. donne ruz terr, et Gon. n^Uriou, formes in- 
fluenc6es par ruzder rougeur. Voir Gloss, moy, bret, v. rudher. 

Gr6g. regardait les formes (fhuedes, e(fhuedes, etc. comme 
servant de plur. k (fhueder, etc., alouette; mais le P. Maunoir 
fait avec raison huedes et (fhueder du sing. Le moy. bret. avait 
les deux prononciations ez et er, voir Gloss. moy. bret v. ehuedez. 
Pour le nom d'un autre oiseau, le hferon, v. bret. cor cid , moy. 
bret. quercJieiz, van. qerhey Gr., querhair Chal. ms, le gall. reproduit 
la meme Variation: crychydd, crechydd, creydd, creyr. Dans le 
gall. erydd et eryr aigle, il semble qu'il y ait deux formations 
diffferentes; car eryr, bret. er er, eryr Gr. est appuy6 par Tirl. 
ilar, etc. Un autre cas oü la coincidence de ez et er semble 
accidentelle est qedez 6quinoxe Gr., Jcehedeiz Pel., = galL cyhydedd, 
k c6t6 de keheder, keder Pel., quehederr TA., dont le suffixe a pu 
etre synonyme de celui du frang. ^uateur; voir Gloss. moy. bret, 
V. quehit 

Poitiers. E. Ernault. 



THE GAELIC ABRIDGMENT 
OF THE BOOK OF SER MARCO POLO. 



The foUowing text is taken from the Book of Lismore, an 
Irish manoäcript of the fifteenth Century, uow belonging to the 
Dnke of Devonshire, and kept in Lismore Castle, co. Waterford. 
The text, of wliich no otlier copy is known, begins, imperfectiy, 
on fo. 79 recto and ends, iucompletely, on fo. 89 verso. It is 
abridged with great freedora from the Latin version of Francesco 
Pipino, 89 to whicb see the introduction to the late col, Yule's 
The Book of Ser Marco Polo, London 1875, pp. 64, 79, 92. 

Our text has been noticed by Todd. Proceedings of the Royal 
Irish Acadctny June 22, 1840: by 0' Curry, MS. Materials of 
Irish History, pp. 25. 200, and by Yule, op. cit. vol. 1, pp. 100, 
101 of the introduction. But no part of it lias been edited save 
(1) four lines (absurdly misspelt) ') cited by Yule, p. 101: (2) the 
beginning and the end, cited in the preface to Lives of Saints 
from the Book of Lismore, Oxford 1890, pp. xxij^xxiv; and 
(3) the flrst two pages, printed in the appendix to Part III of 
the Facsimiles of National Manuscripts of Ireland, London 1879. 

It is needless here to enlarge npon tlie desirability of 
printing the Celtic translations of Latin and French') teits. 
They are the best evidence that the mediaeval Irish and Weish 
were in tonch with the literary life of the Continent: they add 
eonsiderably to our YOcabularies; and in the case of many words 
and idioms they enable Celtists to ascertain meanings which 
would otherwise remain unintelligible or ambiguoos. They also 
throw sorae light on the condition of the Continental texts at 
the respective dates of the translations. 

') ThuB foT fonses, fcula read Fronaes, forcula: for mtauBin, mleabhoB 
read intansüi, ioleabbor: for cg inteng read ctwis teDgaid. 
■) See Nettlaa's liste, Bevae c«ltique X, 1B4, leo, 461. 



246 WBJTLEY STOKES, 

The Gaelic Marco Polo. 

(Book of Lisinore, fo. 79», i). 

1. . . . riguibh 7 taisecliaiiA na catluacA sin. Bai bralliair 
righ a n-aibit sau Fronses isin cs-thraig intausin. Ba eoluch 
dano isna liilbherlaibh, Fransisctw a ainin. Bcnir iarum du a 
mbat«r na maithe ncut, 7 cuinghit fair in leablior do clodh tor- 
cnla thengaidh na Taitaiiedli ci^sin tengaidfc laitianda. 'Is 
omun leamsa', ol se, 'aaethar na menmanradli do cbaithimh fria 
gaimhKtdh idhul 7 ainchreitmecA '. Gnidhit') he fä an cr(fna dori- 
disL ' Dogentar, or se ; ' Ar gidh sc^Ia aiucnsteirfAi fliaisneidhter >) 
sunn, nürbhuüi in fliir-Dhia iat-saidhbe, ocvs gach aen docluinfe 
in t-imut^a a.nAgaidh ua liirsi coimdcta giiidli£dli ^) co dicAra faa 
clodlisum fotcula, 7 in nech nacA guidUfe*) caithfidh calnia[cht] 
a cuirp fna elodli. Nisam omlmach-sa riasin leabwr-sa Mharcais, 
or ni fuil g6 ann. Dothadhaill mu roscsa he ac tabha»rt mhind 
na heclo^i naeime lais, 7 rofagaibh fria blaisect mbais giir' fhir 
son, 7 ba diadha inti Marcus.' 



2. Cidlt fll ann tra, acht ros-tinnta PronsiscMs in leab«r-80 
Mharcuis a Tartairidh a Laitin, ocus fa hiat bliadhua in Tigema 
intansin .u. hliadna dec 7 da ficit 7 *) xc, 7 müe hiiadan. 



3. Nairmein bec cetamtu, fo chis do Magnus fil sL Tir 
isidhe CO n-imat cathrocA 7 maine n-anaithujrf» fria creic 7 
cundradh. Glaisia is cathair oirechais di 7 ar muir ata si. Twsie 
.i. proibhinnsi fuil innti . tir öl^ibtidhi ') isidhe, 7 do Macumetus 
adliruid. Eich amra leo 7 imat sida. 



4. Nairmein mhor immorro, tir forleihan isidhe. Fo mhamus 
Magnus fuil si. Imnt cathracA 7 maine leo. Da chathair oird- 
nüJi le, Ägiron 7 Baririm a u-anmunna, 7 isin tirsin ata sliab 



') HS. guighit ■) fhaisneighter. 

*) goighfe ') 77- 




THE GABLIC MABCO POLO. 



Translation. 

1. . . . to the kinga and chieftains of that city. There dwelt 
then in that city a king's brother in tlie habit of S. Francis. 
He was skilled in many languag'es, and bis name was Franciscus 
(Pipinns). So he is broaght to the place wherein yon nobles 
were, and they request hini to turn the book from the ]ang:uage 
of the Tartars into the Latin language. 'I am afraid', saith 
he, 'to spend mental labour on the works of Jews and iin- 
believers'. They entreat him again in the same wise. 'It shall 
be done', saith he; 'for though tidings of non- Christians are 
here luade known, these are marvels of the true Glod; and wlio- 
soever shall hear thia much against the faith of the Lord will 
pray fervently for their convereion, and he wlio will not pray 
will spend the strength of hia body in defeating them. I am 
not afraid of this book of Marco's, for there is no lie in it. Mine 
eye beheld him bringing with him the relics of the holy Chiirch; 
and he left, while tastiug death, (his testimony) that it was true, 
and Marco was a godly man.' 

2. Howsoever Franciscus (Pipinus) translated tliis book of 
Marco's out of Tartar into Latin; and the years of the Lord at 
that time were fifteen years, and two score and two hundred 
and a thoosaud years (1. e. A. D. 1255). 

The Lcsser Ärmenia and Turcomania (Bk. I, cc. 1, 2). ') 

3. Li the first place, the Lesser Armenia, it is under tribute 
tfl Magnus. A conntry with abundance of towns, and unknowable 
treasures for trade and traffic. Glaisia,^) whlch Stands on the 
sea, is its cMef city. A province therein is Tm-sie:') this is a 
mountainous country, and tliey (the inhabitants) worship Mahomet. 
Escellent horaes they have and plenty of silk. 

Of the Greater Armenia (Bk, I, c. 3). 

4. Now the Greater Armenia, this is an extensive country. 
It is under tlie yoke of Magnus. They (the inhabitants) have 
abundance of towns and treasures. Two noble eitles it hath, 
Agiron and Baririm*) are their names; and in that country is 

') Here and elsewhere I refer to the booka and chaptera of Ynle'a 
truislation. 

') Polo's Layat, now Ayaa, anciently Aegaa. ') Torcomania. 

*) PoIo'b Arnron (now Erznim) and Ärzizi, which Ytile does not identifj. 



248 WHITLET ST0KB8, 

Armenia. Is airside roairis in äirc iar temam o dhiliniL 



5. IS fria toebh-sidhe ata proibinnsi Soranorom, 7 smth ola 
tor teibirsin innsidhe Aogres dia lintar longa 7 barcu na cenntur 
foicsi [fo. 79 a, 2] 7 nembfatcsi, 7 fuath aiquile ar gualoinn cacb ae 
dib ama tasmedh. Do Isa adhrait Fil mantster isin crich sin 
7 locb fria taeb. Sruth Eofruis ac teibtrsin a pardhti^ inn. imat 
eiscc init co caisc inn, 7 gan a bheith ni is sire. 



6. Fil crich n-aili innti, rigi Mnsul iside, 7 do Mocametti^ 
Baratt. Fil cathmr oirdntcfi innte. Baldasi a hainm . airdri na 
Sairminech as ri fuirri-seic, Calipt«^ a bainm. Imat oir 7 maine 
laiSy or ni häl dö laeicb naid cnraid ton inchaibh. 



7. Loidh Alan i. ri na Tartraidhi, do irghabhail a cha- 
ihrach fair a nirt catba. Bai tor dithoghloeäi lais 'ama linadh 
d'or 7 do mhainibh. Gabhthar Calipu^ guna tbor 7 cona cbathair, 
&r ni rabutar laeich oca imdhiten. *Gia thncais anoir 7 air- 
mtdin don or, ol Balan, ^ ni fhil anoir na airmidin aigi fort aniu '. 
Cöic la cona n-oidhchibh 9 do Chalipt«^ gin digb gin hiadh, cu ro 
mhoidh a craidM 'na cliab do cumaidh 7 doilghiu^ a oir 7 a 
mhaine. 



8. Fil cathatr n-aili isin crich sin, Tanrisiti^ a hainm, co 
n-imut leag mbuadha 7 etach siregda. Bai sliabh urard frisin 
cathratgh sin 7 sliab don taeb anaill. Gn cualatar na hludaicK 
laithi n-aen amoZ B,ieir in soisce7 diadha: Si abueritis fldem ut 
granum sinapis dicetis huic monti transi et transibit, et nichil 
inposibile erit nobis i. dia mbefh airet in graine mu^daird do 
äeirc Isa lat do thogluaisfea in sliabh ar in Bliabh araiU diamod 



>) MS. noighthibh. 



THE GÄELIC MAHCO POLO. 



249 



the momit of Armenia. Tliereon the Ärk rested after escaping 
from the DeInge. 

Of Georgia (Bk. I, c. 4). 

5. Beside it is the province of the Sorani, ') and therein 
is a river of eil continually flowing, wherewith are filled the 
vessels and barques of the conntry-sides, near and far. And 
every one of them (the Sorani) is boi-n with the figure of an 
eagle on his Shoulder. They worship Jesus. There Is in that 
country a monastery with a lake beside it, into tlie which the 
river Euphrates is flowing out of Paradise, It (the lake) hath 
abandance of fish from the flrst day of Lent tili Easter, and 
after that there are none. 

Of tu Kingdom of Mosul (Bk. I, cc. 5, 6). 

6. Another province there is in it, the kingdom of Musul, 
and they (the inhabitants) worship Mahomet. There is a noble 
city therein, named Baldasi (Bi^ad). The overlord of the 
Saracens, whose name is Calipus (Khalif), is king thereover. 
Abnndance of gold and treasui-es had he, for he liked not to 
entei-tain warriors and Champions. 

7. AJan (Alaü), the king of the Tartars, came to take his 
city from hlm by strength of battle. He had an impregnable 
tower filled with gold and treasiires. But Calipus is taken with 
his tower and with his city, for there were no warriors defending 
him. 'Though thou hast paid honour and respect to the gold', 
saith Balan (Alaü), ' to-day it hath no honour nor respect for 
thee'. Five days and their nights was Calipus without drink 
or food; and bis heart broke in his breast with grief and affliction 
for his gold and his treasures. 

Of the City of Tauris (Bk. I, cc. 7—11). 
8- There is in that country another city called Taurisius 
(Tabriz) with abnndance of precions stones and silken garraents. 
There was an exceeding high mountain overagainst that city, 
and a mountain on the other side. And one day the Jews heard 
how the Divine Gospel saith 'If ye have faith like a grain of 
mustard'Seed and say to tliis mountain Pass over! and it will 
pass over, and nothing will be impossible to you'; that is, if thou 
hast as much as a mustard-seed of the love of Jesus, the mountain 



250 WHITLET STOEESy 

ail dhoit. ' IS f aid ^uach in t-Issa dia n-adharthai ', ol na geinti, 
^ocus as briatAra goo lais^ &r dia cuinghedh sibh tar an sliabh 
ucut toglvissacht tot an Aiabh aile ni dingnod foraibh itfV. Tia- 
ghoit na Cristmdi tor aenchai 7 guidit^) in t-aen nDia nman 
sliab do claechlod. 'A Isa', oul siat, 'nä leic Idhuil 7 aincreit- 
mhigh diar bhforroc&ne!' Adi*e(ith) in sliabb intansin foran 
[fo. 79 b, 1] sliabh n-aill a freacnarcu^ na slögh, 7 airisis air 
coidAche, ocus rogabsat araild dona gentib baisded lasin mirbuä sin. 



9. Oicha na Persida,^) immorro, don teinu2 adrait Crich 
forlethan isidhe cu n-ocht righuib fwim . eich amhra ie, A& cet 
punt tor cach n-eoch. 



10. Cricha Camandi, ubla 7 toirthi parrdhais nomelit Daimh 
gheala gn cluim foda leo. Eeithidha leo meiAithir fria basal cech 
ae dtb. Tir n-aili fria hör gn righ tuirn. Dobereat l& amhainsi 
7 tuaichle^) dorcha tor dreich ngretne amäl bndh adhat^A.') Lecit 
sirthi fo cricha na Camandi 7 in lamh ag aroili dhibh, x. müi a 
slogh. Toglait a ndinna 7 a ndninti, 7 marbhuit a sin, 7 doniat 
gialla da n-bcaib. Ocus atconnuic Marcus fesin in dishoillsi sin 
'na timtliocht 7 no rig tor luas a tor dithoghluidhi dia anacal 
fuirri. Fri re secht la airisis in ciaich sin. 



11. Timocanim immorro tir forlethan isidhe co n-imat duinti 
7 cathrach. Fonn cäin le gin puinn toirthe. Uisceda serbha le. 
Crann grene ina tuaiscert, crand direch eside co remhe dermhair. 
Adbul a fhod. Duille geal tor leth de cn le^hi ingantaigh, dnille 
naine tor in leih n-aill. Ni thurcaibh crand tria uir cet müe 
fria taebhaibh. 



fuirre, 



') MS. «roigit ') MS. perfida *) MS. toaitUe 



TBE QAELIC MABCO POLO. 



251 



will moye to the other mountain, ü thon so desire. 'The Jesns 
whom ye worship is a false prophet', say the heathens, 'and his 
words are lies, for if ye ask yonder mountain to move on to the 
other mountain it would in no wise do it for you'. Tlie Ciu-istiana 
go together and beseech the one God to shifl the mountain. '0 
Jesas!' Ihey say, 'let not Jews and unbelievers oppress us!' Then 
in the presence of the hosts the mountain arose and went upon 
the other mountain, and remained there forever; and at that 
miracle certain of the heathen received baptism. 

Of the Frovinces of Persia (Bk. I, c. 15). 
9. Now (as to) the provinces of Peraia, they (tlie in- 
habitants) worship the fire. 'lIs an extensive territory with eight 
kings over it. Exceilent horses it hath, each horse worth two 
hundred pounds. 

Of the Provinces of Camandi (Bk. I, c. 18). 

10. The provinces of Camandi, 'tis apples and fruits of para- 
dise which they (the inhabitants) consume. Wliite oxen wiüi 
long hair they have. ßam» they have, each as large as au ass. 

On its border is another country with a king over it. By 
clevemess and cunning they (the inhabitants) bring darkness 
over the face of the sun, as if it were night Tlirougliout the 
provinces of Camandi they send raiders keeping near one another, 
ten thousand their host. These destroy the Camandians' fort« 
and their strongholds, and kill theii- old men, and make hostages 
of their yonng. And Marco himself saw that liglitlessness sui'- 
rounding him, and to save himself from it lie speedily gets him 
into an impregnable town. For the space of seven days that 
mlst abides. 

Of Timocauim (Bk. I, c. 22). 

11. Now Timocauim is an extensive country, with abun- 
dance of forts and eitles. A fair piain it hath, mthout any 
fruits. Bitter waters it hath. The Tree of the Sun in its 
northem part, a tree straight and of enormous thickness. Vast 
ifi its length. White leaves of marvellous breadth on one side 
thereof, gi-een leaves on the other side. No tree grows through 
ground within a bimdred miles from its sides. 

Of Muleie (Bk. I, c. 23). 

12. The provinces of Mulete (Mulehef), they (the Inhal 



252 WmTLET STOEESy 

Aloadam a ainm. Doronta palas rigda lais a nglind dithoghloidi 
tor sliabh urard, co neun n-oir fair co ngtianannibh solu^ta lais, 
cn Inbgbortaibh lesaighthe, cu tobraibh solti^da Ma thaeb, amol 
bud toil la menmanraii gach aein laeich, 7 ingenrad imdha leo. 
cluichec^a ^) 7 clesa imda leo. As aire doronta sin leo. MocametM 
dia chantain friu {^amail be)tlii abhu^ beithi thall am righi-sia 
iar mblais6c%^ bbais'. Conii airi sin rochaitdis a bfleadha^) 7 a 
bfuireca, 7 ba calma i cathaib iatsom, &r ni raibhi omhon b&is 
form, uair ba derb leo be^h iar n-ec amlaid sin. Parrthu^ talm- 
haidi do Macsimettis doberta foran n-istadh sin, 7 doronod tor 
dithoghlaufi fora bheol gin tsligid ind acht treimit Noberthe 
oig na criche leo ind [fo. 79 b, 2], 7 noberthe a ndaethain fledh*) 
7 foirec dhoibh, co tuitedh a suan forro do nertod a n-anma do 
Mocametti^^ 7 rochanod a bhfls frin: 'F6n bfleadhughoca ^) üt 
doronabair abhu^ forbia mu fhleadhssa tall daibh'. 



13. O'tclos do Alan .i. do righ na Tartraidhi, in saeibhdliged 
sin ara roibi Aloadam, doronad sloigheadh lais 7 romharbh 6 
cona righuib 7 taisechaibh, 7 do chuir a chathair darcenn conar^ 
facoibh doch for cloich di 

14. Bassia immorro, tir iside co nert grene fwirri. Daim 
dubha IL Do Macume^u^ adrait. Toghairmit na demna aierdha 
dia n-imacallaim le draidhecA^ 7 tuaichlecht, 7 doberat dorcha 
for dreich grene. Feoil 7 righle nostoimlit. Imat torc 7 muc 
n-alltaighi leo cu treagdoid a conu 7 a cuanarta don fhinna 
ghoisidecÄ fuil for dromunnoibh 7 toebuibh dhoibh, ocus ni um- 
laigit do righ for bith. Filet ditAreabat^f a mainistribh 7 a sepe- 
laib a mbennoibh sliabh ac trosct«d 7 ac idbuirt do yLacametus 
CO n-anoir 7 airmhitin moir ocna maithibh uccut forro. 



15. Fil sliabh urard isin crich sin, 7 glenn aluinn fna a 



') MS. cloithecia. *) MS. bfleagha. >) MS. flegh. 

*) MS. bfleaghoghtuiA. 



THE QAEUC MAHCO POLO. 



253 



worahip Matiomet. Over it there is a king named Aloadam. By 
him there was built in an iinpregnable Valley on a lofty mountain 
a royal palace with the brightness of gold thereon, and with 
radiant sullara and cultivated gardens and shining fountains at 
its side, such as the mind of every warrior would desire; and 
pleBty of damsels they have, and games and many feats have 
they. The reason why that was so fashioned is that Mahoniet 
had Said to thera: 'Aa ye will he here (so) ye shall he there in 
my kingdom after tasting death'. Wherefore they would partake 
of their feasts and their banquets, and they were valiant in 
battles, for there was no fear of death upon them, since they 
were sure that after death they would be thus. 'Mahomet's 
Earthly Paradise' was the name given to that court, and an 
impregnable tower was built at its entrance, without any way 
into it save through the tower. The youths of the country 
would be carried int« it, and their fill of feasts and banquets 
would be given them, and then sleep would fall upon them, to 
hearten their souls to Mahomet; and in a vision he would say 
to them: 'Accordiug to the feasting you have had Aere, my feast 
Hiere will endure for you'. 

13. When Alan (Alaii) the king of the Tartars heard of 
this wicked practice in which Äloadan persisted, he made a 
hosting, and killed Aloadam with his kings and Chiefs, and over- 
tunied his city, so that nu stone ot it was left on another. 

Of Bassia (Bk. I, cc. 30, 31). 

14. Bassia now is a land with the strength of the sun 
upon it, Black oxen it hath. Its people worship Mahomet. By 
wizardry and cunning they sunimon the aerial demons to con- 
verse with them, and they bring darkness over the face of the 
sun. Flesh and rice they consume. They have plenty of boars 
and wild swine, which pierce their dogs and their packs of hotmds 
with the bristly haii- on theii- backs and sides. And they obey 
no king on eai-th.') There are hermits in monasteries and 
chapels on the peaks of mountains, fasting and making offerings 
to Mahomet, and having honour and great reverence fiom yonder 
nobles. 

15. Tliere is a great mountain in that country — the highest 



') Ttiis and the foUowing sentence are from tbe chapter on Knshmere, 



254 WHITLBT STOKBS, 

ncht. Airiithir do dleibhtib in betha . imnt caerocA 7 reithed 
isin glind sin, se basa a le^lii goc^ hadhairce da mbi foma 
reithidib sin, co ndenta miasa 7 soithigd dhibh dia tomhailte 
proinn 7 fledha^) 7 gur dhin dia n-aeghairibh*) tor a tighi 7 
aitrebhu tor snecta 7 derdan. Ocu^ ni lamhat eonu na fladh- 
mhilu cena heth tor an sliab sin la fuacht 7 adhnath, ocus gia 
adaighthe tendte fair ni berbhtha biadh leo la tormocA fuacda. 



1 6. Sermacam immorro cathair oirdntdi isidhe la moc Maghnu^ 
Cam. Do Mocomett«^ dArait Robatar ili Oisdaufi isin cathrot^ 
sin. Atbath in ri. Robui lic marmtiir foa n-adhnaictbe na gennte 
a cnuc urard allamuigh frisin cathraf^, 7 rohadhnac^^a in ri 
foithi. Gabai^ a mac rigi dia eis. Sigotan a ainm, 7 rocreid do 
ChoimdhuQi na ndul, 7 roghabh baisded na heclosi noime, octis 
ba doirb la gentiu sin. 



17. Conudhe airec menmon faruair Sigotan laa n-aen, s6pel 
airmhitnccA do thurcboti isin cathrotgf a n-anoir Eoin Baisttd 
No berthea cuigi anis dech foruair do öaeruibh faicsi 7 nemh- 
fhaicsi, 7 roforcaill forro diciunn a saeirsi 7 a n-eala(2an do 
chaithimh f ns. Eo iarrsat a öaeir-siumh an ail dimhor [f 0. 80 a, 1] 
f orohadhnooA^a a athmr, 7 sin na n-Iudhaidhe ^) do thoghluasoc^^ 
cusin du a mbatar. DobeiV-siumh sin daibh. Ba galar lasna 
gentiu sin, acht ni roleic <) omwn in righ dhoibh cron fair. Cidh 
fll ann tra, acht ro ttircbhadh in obair sin la heala(2ain ingantaigh, 
amail budh toil la menmam gaoh aein. Columhain marmair fo 
a lar dia himarchar cu saine gacAa gresa fair robhator diblinaib 
foran lig remhraidti. 

18. Atbath in ri focetoir 7 gaba?^ a moc righi dia eis, ocus 
ni ro an tor lurg a athar, acht ro adhair do Mocame^t«^. O'tclos 
dona geinntib in ri do adhrod do Mocametu^ cuingit foma 
Cristaidib^) in ail f6 ro hadhnacA^ a sin. ^Na to ittr', ol na 



*) MS. flegha. , *) naedhairibh. >) MS. iubhaidhe. 

*) MS. sin (the i canceUed) 7 niroleic. 
^) cmtaigib. 



THE QAELIC HARCO POLO. 



255 



monntain in the world — with a beautiful glen on its bosom, 
Abundance of sheep and rams in that glen. Six palms the breadtii 
of every liorn on those rams, so that dishes and bowls have 
been made thereof, from which dinnei's and feast« bave beeu 
eaten, and they are used by the shepberds as a protection to 
their houses and dwelling:s against snow and Storni. And neither 
birds nor other wild animals can abide on that mountain for 
cold and hoiror, and though fires be lit upon it, no food was boiled 
by them owing to the inerease of cold. 

Of ihe City of Sermacam (Bk. I, c. 34). 

16. Now Sennacam (Saniarcand) is a noble eity belonging; 
to the son of Magmns Cam. (Its folk) worship Mahoniet. There 
were many Christians in that city. The king died. On a lofty 
hill outside the city was a flagstone of marble, under which 
the heathen were buried, and the king was tiuried thereunder. 
After him bis son took the .sovTanty — Sigotan was the son's 
name, — and he believed in the Lord of the Elements, and 
received the baptism of Holy Chiu'ch, and this seenied hard to 
the heathens. 

17. Then Sigotan one day formed this project, to erect in 
the city a venerable chapel in honour of John the Baptist. Of 
the wrights from near and far the best that could be found 
were bronght to him, and he enjoined them to spend for him 
all their skill and science. Hia wrights asked for the huge 
stone under which his father was buried, and that the ancestors 
of the Jews should be moved to the place in which they were. 
He grants that to them. That was a grief to the heathens; but 
feai' of the king prevented them reproaching him. Howsoever, 
that atructure waa raised with marvellous science as would be 
the mind's desire of every one. There was a pillar of marble 
on the floor thereof to snpport it, with variety of every werk 
thereon. Both were on the flagstone aforesaid. 

18. Straightway the king died, and after him his son took 
the sovranty; and he did not contiime on his father's track, but 
Wüi-shipt Mahomet. When the heathens heard tliat the (new) 
king woi-shipt Mahomet, they_ ask the Chiistians for the stone 



256 WHITLET 8T0KBS, 

Cristaidiy ^nothoitfed eclais Eoin dia cuirthe togluasock^ foran 
lig sin'. ^Maith', ol na geinnte. ^Kosia maine imdha duib fiitm', 
ol na CristaidL 'Lig as dith duin', ol na geinnti, '7 ni mAine'. 
Donertuigh in ri lasna geintt, 7 dobered fuirmeadh forsin cloich, 
ga rticsat for culai hL Aitchit na Crtstaidi Eoin 7 Isa ama 
faicsin sin. Airisius (sie) äidiu an eclais amat7 as deach bui 
riam, co bhfuil teora, traiged uas talmam aniu, 7 biaidh co forcenn 
mbratha. 



19. Pein immorrOj tir forle^han isidhe co n-imat cathrocA^ 
Uidhe .u. laithi fora fot. Dia nd^/iadh nech dibh tar sei no 
siuba2, da mbia :xx, la gin toidhecht^) forcula, foifldh a sheitic 
la fer n-aili. Uisceda serbha le. Snith fora fedh co n-imat doch 
nibuadh(a), iaspideis oct4s calsidonia a n-anmunna. 



20. Lop didiu cathatr oirdnidi isidhe for bei fasaigh dhi- 
mhoir. Imat gocAa maine allamuich di, coniA airi sin is port 
airisim da gacÄ aen fria creic 7 cundrod 7 maine hi. Do Moca- 
metas adhiiiit. Camhaill 7 asail berar fa lointibh la gach n-aen 
dia teit for an fasacA sin. Uisceda s^rba fair. Magha gainmh- 
tVfi 7 slÄftti uiscide foran conuir. Uidhi hliadne fora fot. Uidhi 
.XXX. la fora leithe^, gin fhiadhmhila, gin innile. Ticit na demnu 
dh' acallatm na ndaine tor an conair. Dia bhfaghat necA dhibh 
a n-uathod a fhedhain goirit he 'na ainm fein 7 'na dlonnadh 
7 lesLnaidh na demna, &r ni fhidir nach dia aes cumtha iat, 7 ni 
thic forcula tria bithu. Seindit na demna cruiti 7 timmpana dia 
cur 'na suan cum aimsighti fon-o. 



[fo. 80 a, 2] 21. lar bhfacbhail na ndithrui sin dogabar crich 
forleflian, 7 cathatr oirdmdi innti co n-imat gocAa maine. Do 
Macametus adrait. 7 donither oirisium cian innti, iar scis in 



MS. toighecht. 



TUE GAELIC MARCO POLO. 



257 



nnder which their ancestoi's were biiried. 'Not so at all", reply 
the Chiistians. 'S. Jolin's church would fall if that flagstouö were 
stirred.' 'Well', say the heatbens. ' Ye shall liave for it abund- 
ance of treasures', say tlie Christians. "Tis the flagstone that 
we want', say the heathens, 'and not (your) treasures', The 
kißg sided strongly with the heathens, so, . , , was put on the 
stone, and they brought it back. On seeing this the Christians 
besought S. Jolm and Jesus. Tlien the church stood (without the 
support for its pillar) just as well as it had been; and it is to-day 
three feet over the gronnd, and (so) it will remain tili the end 
of Doom. 

Of the Frovince of Fein {Bk. I, cc. 37, 38). 

19. Now Pein is an extensive country with abundance of 
citieß. A five days' joumey in length. If one of its folk sliould 
go on a voyage or excursion and be twenty days without retmuing, 
bis wife will sleep with another husband. Bitter waters it hath. 
A river along it, with plenty of precious stones; named 'Jasper' 
and ' chalcedony '. 

Of the City of Lop (Bk. I, c. 39). 

20. Now Lop is a noble city at the edge of a gi'eat 
desert, There is abundance of every treasure outside it, where- 
fore it is a place of taniance for every one for trade and 
traffic and treasures. Its folk worship Mahomet. Camels and 
asses laden with provisions are taken by every one when lie 
goes on that desert. Brackish watei-s are on it. Sandy plains 
and watery mountains on the way. A year's journey it is in 
length: thirty days' joumey in breadth, without wild beasts, 
without cattle. On tlie way the denions come to have Speech 
with tlie human beings. If they see any one of them apart 
fi-om bis Company, they call him by bis own name and appellation, 
aud he follows the demons, for he is Ignorant that they are not 
bis comrades, and he never comes back. The denions play liarpü 
and timbrels to pnt men asleep aud to tempt them. 

Of the City of Sasion (Bk. I, c. 40). 

21. After leaving those wilderuesses you come to a spacious 
province witli a noble city Hierein, liavlng abundance of every 
treasui'e. The folk worship Mahomet. And thei-e, after the 



ZallKhHH f, «lt. PbllolQgia J 



25d Whttlet stokbs, 

fhasaigh acut, og creicc 7 cunnrod. Sasion a hainm. D& tnis- 
might^ mac do neoch innti berar da idbairt dona d6eib, 7 reithe 
maraen fris, 7 berar f orcula araen in naidhe 7 in rethe, 7 doberar 
comaltti« bliodna forro, 7 berur co haltoir na hidborta diblinaibh, 
7 fonaither in rethe, 7 doberar dia thomhailt do ghaeltnibh 7 
cairdib na naidhiun co n-airmhitin ndermhair dona deeibh, 7 
coirter a chnama tor taiscidh 'na n-inargatih. 



22. 6ach marbh lasin cathraf$r-sin no-cnirthe a n-eilitmm 
n-ordhai co n-dtaigih sida 7 sirecdha tor slis a righthoighi, co 
n-anair dermair fair gach n-oidhchi •) do bhiudh 7 dhigh, 7 gach 
ni nothoimhledh techt riam, &r ni hadnaicter necA isin cathrai^ 
sin cn laithi a thuismeadha. Conadh aire sin rocuirthi luibhi 7 
balsamwm uaisli fria thimthocht, gu caithdis a laeich 7 a inginra<2 
7 a aes comtha a proinn maroen fris amafl budh beo, ocus 
noloiscthe a corp iar toidhechi in laithi sin cu fleadocAus^) 7 
airmitin ndermhair dona d^ibh. 



23. Fil cathair n-aili uidhi dha la . . . allamuigh don caXhToig 
sin. Do Mocame^ttö non adhmnn. Camul a hainm. Dia ticed 
&ighi 3) no echtsTcridi di . . . taisdiul indinn no indun di co . . . 
roich. 'Ama fatcsin don laech no don taisecA bhis fair adre 
amach dar beolu in duin 7 noberor a shetig dia shaighid. ^ Dena 
dho so \ ol se, ' amhuil budh mhisi no anf adh isin dunod ', 7 cmrid 
eipi^/U scribhtha forsin cowlaidj 7 triallatd fein for set, 7 faiidh 
in ben lasin n-aighidh. Gach is dech do biudh 7 ätgwd in duin 
atnaigh fora chomt«^. Dercaidh in laech gocA laithi forsin comlotd 
dia fhis in trialfad in t-äighi ') tor set, ar issed ba bes, in eipisdil 
do thocbm7 dia triallod, 7 dia bhfaiceadh ni thicfod tria bithu« 



24. Faidhis Magni/^ Cam fecht n-aill techta co n-eipi^dl 
leo don cathrai^ sin, 7 issed bui innti: * Forchongraim foruibh', 
ol se, *clödh forcula on [fo. 80 b, 1] tsaeibhdliged f ora taithe, 6ris 
a himut taeb as dochar he, &r ni deimhin la nech acaibh in lais 



>) MS. noighthi. *) MS. üe&gachus, 

•) &idhi. 



THE QAEr,IC MARCO POLO. 



259 



weariness of yonder desert, a long rest is taken in trading and 
trafficking. Its name is Sasion {SkacMti). If one ot the inliabi- 
tants haa a son it ia taken to be offered to the gods, along witli 
a ram; and the habe and the ram are brought back, and a 
year's joint-fostering is given tbeni, and (theii) both of tliem are 
taken to the altar of the offeriug, and the ram is cooked and 
given to be eaten to the kinsmen and gossips of the babe, with 
great reverence to the gods. Aiid the ram's bones ai-e put away 
to be stored in their Imtches. 

22. Every dead person belonging to that city was put into 
a gilded bier, with cloths of silk and serge on the side of his 
palace (coffin?), and every night with gi-eat honoui- to him of 
meat and drink and whatsoever he was used to consume; for no 
one is buried in that city until his birthday. Wherefore noble 
herbs and balsam are put surrounding him (to keep off corruption), 
so that his warriors and his damsels and his comrades partake 
of their dinner along with him as if he were alive. And after 
the arrival of tliat day his body is bumt, with feasting and 
great reverence to the gods. 

Of the City of Camul (Bk. I, c. 41). 

23. Two days' joumey beyoud that city is another city 
named Camul, whose folk worship Mahomet. If a guest or an 
outlander come . . . journey to a hill or a fort . . . On his being 
Seen by the wanior or chief who is master, the latter goes out 
over the edge of the fortress, and his wife is brought to the 
stranger, 'Do to liim', says her busband, 'as if it were I that 
were staying in the fortress'. And he pnts a written letter on 
the door, and he himself proceeds on his way, and the wife 
sleeps with the guest. Whatever is best of the food and raiment 
in the fort he place» in the guest's power. Every day the warrior 
looks at the door to see if the guest would proceed on his joumey, 
for thia is the custom, (for the guest), to remove tlie letter if he 
Bhonld proceed ; but if (the husband) see it he would never come. 

24. Once upon a time Magnus Oam sent envoys to that 
city, with an epistle, and this was its coiitents: 'I command you", 
quoth he, 'to tum back from the evil usaije which ye follow, 
(or in many respects it is injurions, for none of you is certain 



260 WHITLET 8T0KSS, 

in t-oiglire f'dcbais dia eis, 7 is dith ar bur seotuibh 7 ar bhar 
mainibh a tabairt tor breith 7 comus &ighedh^) 7 ecAfarcrich. 

25. Faidit-sium iechta. forcula co Magnw^ la teirg 7 lonnu« 
CO «-eipt^flib leo, 7 issed bui innta: *A Magnus Cam', ol siat, 
* aitchimit fort tor dheirc 7 troighi gin ar clodh f orcula do äliged 
ar sen, ar dia ndemta dobenfad in iolam a thoirthi f oim, 7 masa 
dhith oir nö ilmaine n-anaitinte fil fort doghebha gin chumca 
f rillt'. Foemuis Magnus doibh oirisiuni tor äliged a sen. 



26. lAr cur chuil frisin crich sin, fosgebha ta&ach fodai, 
uidhi se la ndec essium. Sing singcalas don taeb araill de. Crich 
torlethan isidhe. Fil sliabh urard isin crich sin 7 salmandair 
fair. Bethaduigh becca iadsom. Fogniat snäth do thusmhedh 
fo^-sin talmam a n-inaduib inglana, 7 notimaircthe la hoes na 
criche, 7 noberthea dia nighi cu srothaibh 7 topraibh, 7 no brisdtea 
i leastraibh 7 i soithV^bh prais. No adaighthea tendte leo dia 
cnr fora lar, 7 geal do thiccd don gris iar loscwd a inglain. 
Dognithea edoighi de asa haitli, 7 ba nasal airmhitnech som, 7 
intan nogabhad sal no dorcatn he foran ngris nocnirthe dia 
glanad, 7 glan no thiced di. 



27. Cricha Cambu immorro crich fhairsing forlethan isidhe. 
Campision is cathair oirecAiiis di. Do TAacametits sdrait acht 
uathad Crisiaidi le. At flsid siumh a rimh rend 7 retland. .L. 
ainder la cech n-aen dibh, clsieclother cele la gach n-aindir mod 
doim he. Ni bhi rimh mis na raithi leo, acht ainm forle^h for 
cech laithi don Wadain. Coic laithi airmhidnec^ leo gin an- 
mnnna gin fhiadhmhila do mharblmd, ein tomhailt feola leo, gin 
tsaethar, gin oba?r. Ni bhi col fria seitic doib, acht siur no 
mathair. Ro airis didiu Marcus bliadam isin cathratjjf sin. 



>) MS. aidhedh. 



THE QAELIC AlAKCO FDLO. 261 

aa to his heir wliom he leaves after hira, and 'tis destruction to 
yoiir jewels and treasui'es lo put theni under the judgraent and 
power of guesta and foreigners '. 

25. Witli anger aud indignation tliey send the envoys back 
to Magnus, bearing letters väih these contents: '0 Magnus Cara', 
say tbey, 'we beseech thee for charity and niiseiy not to turn 
US back frora the usage o£ our ancestors, for if it were so done, 
the earth woiild deprive us of her fiuits. Aoid if thou hast want 
of gold or mauy unknown treasures, thou mayst take them without 
resistance'. Magnus allowed them to abide with the usage of 
their ancestors. 

Of the Prothtce of Singsinfftalas (Bk. I, c. 42). 

26. Alter turning (your) back on that prorince, you get to 
a long desert — it is a sixteen-days' joui'ney (in length). Sing- 
singcalas is on the other side thereof. A spacious province is 
this. Therein is a very lofty mountaiu, with salaniandera upon 
it. They are small animals. They cause fibre to be produced on 
the eartli in impnre places, and this was coUected by the folk of 
the province, and carried to streanis and wells to be washed, 
and broken in vessels and mortars of brass. They kindled fii'es 
to put the fibre iuto (he midst of them, and after burning away 
its inipuiity it canie out white from the embers. Garments were 
afterwards made of it, and it was noble, venerable; and when it 
became dirty or dark, it was put on the embers to cleaiise it, 
and it came thence clean. 

Of the City of Campision (Bk. I, c. 44). 

27. Now as to the province of Cambu, it is a spacious, 
extensive province. Campision is its capital city. Tlie inhabitants, 
save a few Christians, worship llaliomet. They are .sldlful in 
Computing constellatious and stai-s. Fifty wives hatb each of 
them, and every wife citanges her husbaud if he be poor. They 
have uo reckouing of months and qnarters, bnt a separate name 
for each day of the year. They have flve days specially obseiTed, 
whereon they kill no animal or wild beasts, aud eat no meat, 
and have no toil or labüiu'. They have no incestnous marriage, 
save one with a sister or a mother. Now Marco tarried a year 
iji that city. 



262 WHITLET 8T0KE8, 



28. Caracomm immorro cathatr oirechois isidhe do Thar- 
traidibh fect riam, ar is^tdsdi a mbunados. Ni raibhi ri dhib 
fein forro, acht iat fo chis 7 chanachu^ do Prespit^ Seon. .i. do 
rig na hlndia, ocus roboi ainm aile fair .i. Unc-Cam. Cidh fll 
ann acht rofäs cinedh na Tartairedh a Caracomm, cnrlm linmor 
a laeich 7 a taisigh, cu mbai oman a n-imairec tor na cennta- 
ruibh ciana 7 faicsi. Ba lan dia n-omhun Prespiter Seon oc 
faircse naTartraidhi an t-imut corod sin. Asbertfrin: 'Scailtd', 
ol se, ^ a n-ile cricha ciana 7 f otcsi, ar ni chomuing la Caracomm 
bar congbatT. Robatar fasaighe foda 'mon catbrat^ intan sin 
gin duinti, gin istoda leo. Conad hi comairli rocraitea la maithibh 
na Tartraidhi 1) triall f or in fasacA acut dia aitreabhod. Doron- 
sat amlaid. 



29. Bni laech amra intan sin d'uaislib na Tartraidech,^) 7 
rohoirdned i righi leo he, &r ni raibhi ri forro fect riam. Simisis 
a ainm. Airisit tor na droibhelaift 7 tor na dithru&at& sin gin 
nert rig tor bith forro. GacA nech dia chru bui sechnem in domum 
rothimaircset co hairm i mbui Sisimis. B& amra in ri eisidhe. 
Noberedh a dhliged da gach aen. Cidh fil ann acht ro umla?^et 
.oii. righ dho la homwn a imairec, ar ni lamhtha slad na samgud 
tor dhun na cathatr dia tabradh umla dheonnch dhö. 



30. Faidis Prespiter Seon nech do chninghidh in chisa 
Innecda fair. Diultaidh fris, &t ni bui omun righ fair. Clödhait 
na techisi forcula 7 airisidh Sisim ina righi bud^sin. Ocus faidhis 
tecA^a laa n-aen do chninghidh a ingine fair iar ndiultad a chisa 
dhö, ocus issed isbert [Prespiter Seon] friu, is taisce doloiscfedh 
a in^'n ana doberadh do Sisim hi, ' 7 foghebha h&s dochrudh ara 
cuingidh', ol se, 7 dorat dimhicin for na techta, 7 clodhnit tor- 
cula CO Sisim 7 adfedhut do ar' chansat 7 ar'canod frin. 



>) MS. tartraighi. >) MS. tartraigec^ 



THE 6AELIC MARCO POLO. 263 

Of the City of Caraconm (Bk. I, c. 46). 

28. New Caracoruni was once the capital city of the Tartars, 
for out of it is their origin. They themselves had no king over 
them, but they were under tax and tribute to Prester John, the 
king: of India, who bore another name, to wit, Unc-cam. Howbeit 
the kindred of the Tartars increased in Caracorum, so that their 
warriors and their cliiefs becftme numerous, and there was fear of 
fig-hting them on the countrysides anear aud afar. Füll of fear 
of them was Prester John, seeing the Tartars (and) the multi- 
tude of those Champions. He aaid to them: 'Divide', saith he, 
'into many pro\inces afar and anear, since it is not possible for 
Oaracorum to contain you'. There were long deserta around the 
city at that time, void of fortresses and mansions. "WTierefore 
this was the connsel accepted by the nobles of tlie Tartars, to 
proceed into yonder desert and dwell therein. Thus they did. 

Of Simisis (Bk. I, cc 47, 48, 49). 

29. At that time there was a wonderful wanior of the 
nobles of the Tartars named Simisis, and by them he was 
given kingship, for theretofore they had never been subject 
to a king. They settle on those hard lands and wildeniesses 
without the might of (any) king on eartli over them. ("Wlien 
they heard of the appointment) every one of bis blood that was 
throughout the world gathered to the place where Simisis dwelt. 
That was the excellent kingl He used to give every one his 
dne. Howbeit seven kings submitted to him for dread of fighting 
him, for neither pluuder nor outrage was undertaken on fort or 
city if voluntary obedience was rendered to Mm. 

ao. Prester John sent some one to demand the Indian tri- 
bute from him. He refuses, for he had no fear of a king. The 
envoys retum, and Simisis abides in his own realm. And one 
day, after refusing the tribute, he sent envoys to demand Prester 
John's danghter; and Prester John said this, that he would sooner 
bum his daughter (alive) than give her to Simisis, 'and for 
asking her', quoth he, 'he shall get a shameful deatli'. And 
Prester John iuflicted insult on the envoys, and they retum to 
Simisis and relate to him what they had said and what was 
Said to them. 



264 WHITLEY 8T0KBS, 

31. Ba lan d'feirg 7 londu^ Sisim dona haithisctb sSn, 7 
rogairmit a righa 7 a thaisigli dia shaighiä. ' JSed is ail damhsa \ 
ol se, [fo. 81 al] *ar ndula diblinaibh tor aenchaei re Preispiter 
Seon dia aithiu fair in dimhicin dorod fornd.' 'IS ail diiinne 
SLjnlaid\ ol seat, enaaü bidh a haengliin friscartsat. 

32. Gabhuit na sloigh checA^ardha (leg. Tartardha) sin in 
roen foran agaid, ein anod, ein airisium doib, gn Magh Tandud, 
7 faidMt teaehta eo righ na lilndia do eliuinghid ehatha fair, 7 
doberar a ndraithi dia saigtJ, 7 fiaf raighid dib f aitsine 7 eelmaine 
in ehatha nö einnw^ no biath doib 7 do Pmspiter Seon. Luidhset 
na dmidh f ora eliathaVi fis, 7 rothoghaiimset demhna 7 dei aerdha 
na ndocum, 7 doberat bhoicshimhin ndimoir leo, 7 roseoiltset 7 
doronsat d4 leih di, 7 doberat Preispiter Seon d'ainm for Icfli di 
7 Sisim tor in leih n-aill, 7 euirid la dtaidecA^ 7 tuaiehlecA^ di 
leih na simline do eomlunn tri araili, 7 beridh in le^h fora tuesat 
Sisim buaidh. Triallait na draithi for eula cu Tartraidibh *) f& 
luth 7 ghairdee^ti^ : indar-leo is iat bid ehoserach isin eath. 



33. Preispiter Seon immorro, o'dclo« d6 eath do ehuinghidh 
fair 7 slüag diairmlwöfi do toidhceÄ^^) ra thaebh, rogairmitt ehuigi 
a righ 7 a thaisigh 7 a earuid foicsi 7 ehiana. Cidh tra o'tconn- 
eatar na slüaig cecÄ/ardha sin a celi roghabsat a n-eirrcd imairic 
7 a n-idhna äigh^) forro, 7 roseindit a sduie, 7 rogaii'sit a eais- 
merta eatha, 7 gabhuit na slüaigh ceehtardlia oe esareum araili, 
ae seoltad mhind 7 sciath, eu mba här diairm/di leo alliu 7 analL 
Acht ata ni ehena muidhis for na hlndecdhaibh, 7 rolädh a n-ar, 
7 romarbodA Preispiter Seon. Ocus gabha/5 Sisim righe for Innec- 
dhaibh intansin 7 for iltirib alle, ocus ba hesin in e6tna rl do 
Thartairibh. 



34. Ocus in sesed. bleadatn dia flaithit«^ rodibraieedh do 
shoighid he i eatAraigh fora raibi ic forbhais, eu rofarcuibh ein 
anmam^ ocus rohadlinocA^ for sliabh Aleahi. 



MS. tartraigibh. >) MS. toighecht 

») MS. aidh. 



THE GAELIC «ÄBCO POLO. 



265 



31. Füll of wTatli and Indignation at these messsages was 
Simisis, and Ms kings and cbiefs were suminoned to liim. 'This 
is what I desire ', quotli he, ' that we shoald all go by one road 
against Prester John to avenge npon him the iusult which he 
Jias inflicted uiion us'. 'So do we desire', say they: they ans- 
wered as with one moutli. 

32. So those Tartar hosts march against them (the Indians), 
without stop Ol- stay, to Ute piain of Tandud (Tanduc), and they 
send envoys to the king of India to cliallenge him to battle; and 
their wizards are brought to them, and they Inquire of them the 
jirophecy and omen of the battle, or how it shoiild be to them 
and to Prestei- John. The wizards went on tlieir hnrdles of 
knowledge, and summoned to them demous and aerial gods; and 
they bring a huge bulrush, and they split it aud made two halves 
thereof, and they name one of the halves Prester John and the 
other Sisimis; and by mzardry and cunning they cause the two 
balves of the rush to coutend with each other, and tlie half 
which they named Sisimis wins the victory. The wizards go 
back to the Tartai-s in joy and gladnesa, (for) it seenis to them 
that it was they who would be triurophant in the battle. 

Of the battle betwecn Sisimis and Prester John (Bk. I, c. 50). 

33. Now Prester John, when he heard that he was challenged 
to battle and that an innunierable aiTtiy was marching towards 
him, summoned to him his kiugs and Chiefs and friends, anear 
and afar. Well, then, when the armies on either side saw each 
other they took on them their fighting-dress and their weapons 
of battle, and their tnuni>ets were blown, and they shouted their 
warcries, and the armies on either side feil to smiting the other, 
Splitting diadenis and shields, so that there was an innunierable 
slaughter on this side and that. Still, however, the Indians wei'e 
routed, and they were all slaughtered, and Prester John was 
killed. And then Sisimis took sovianty over the Indians and 
over many other countries, and he was the fli-st king of the 
Tartars. 

34. And in the sixth year of his reign he was hit hy an 
arrow at a city which he was besieging, so that he was left 
Ufeless, and was buiied on the monntain Älcahi (Altai). 



266 WHITLBY 8T0KE8, 

35. Facbai^ mac dieis, Caiter a ainm. Facboi^ sin moc, 
Satiu a ainm. F&cbais sin mac, Roton a ainm. Facbat^ Roton 
mac, Mongu a ainm. IS uadha sin rochin Cublay, 7 roderrscaigh 
Cnblay tar na .u. righuib aile, 7 roderrscat^ a righi tar righdacAt 
[fo. 81a2] Crisdatdi 7 Shaim^inecÄ. In sliabh urard sin inro- 
adimacht Sisim is ann ros-adhnac&^ arghein do righuib f ora lorg. 
GacA nech, idtr laech 7 taisecA dogheibhdis f orsin conxnr ac dul dia 
n-adhnacul romarbhtha leo, 7 issed rocanduis friu: 'Denatd umhla 
7 immcoimet in righ isin heüiaidk n-aili amat7 doronsabatr f eacht 
riamh'. Ocus in ri d^idhinacA^ ^^ hadhnac^ dibh, is ar da 
mile laech romarbhtha dia cur lais, 7 romarbsat anas dech torvL- 
aradar do echratdA in righ dia cur lais. 



36. Na Tartraighidh immorro, ciaedh linmar iatsein, ar ni 
bhi rim tor mnaibh na in^ena la necA dhib, acht in mheit as 
cumhuing leo do freasdul do bhiudh 7 etgud, acht asi in cetna 
in^cn laa faifi ter dhibh as fortille fortha, 7 araill dib la drui- 
necht*s 7 lamhdhai, 7 a laeich fria seiig 7 gaisced, 7 in dun tor 
comus don tseitigh. Sc6ith le^hair la a laechu. Ba do deicht^ 
buabhall 'ama mbruith iatsom. Octis ba dofulaing do chath 
n-aile dibhracod a soighet forro, &r is air nohailtea iat asa mbra- 
tuibh beca. Feoil 7 bainni notomuiltea leo gin coicill fheola dam 
nä graighedh ^) na chuanf art, acht no mheiltis cech feoil tor bith. 
Ba mian leo bainni a ngroighedh 7 a lairthech do thochaitim: 
fin find nobei-tis fair . 7 no thoghl . . . tis (leg. thadhülltis), goc&a 
samraid a mbennaib sliaA 7 a n-ocA^ibh ald la a ngroighibh 
7 indilibh. Pupla tor foluamhuin uasta, a meic 7 a n-inge»a leo, 
gu clodhatais f orcula la toidhecht ^) na duibhshine geimhreta 7 a 
pupla maraen friu. 



37. Natay in dee dia n-adrait doniter . A ifuath do rindud in 
gach dhind i righi na Tartraigech, 7 fuath a mhna for a ghua- 

MS. deighinach. <) MS. grdAdhedh. 

^ MS. toidhecht. 



THE GAELIC MAHCO POLO. 



267 



Of the successors of Sisimis (Bk. I, c 51). 

35. He left a son after him named Caiter (Cut/ Khan'i). 
He left a son named Satiu (Satuy). He left a son named Roton 
(Alacou?). Roton left a son named Mongu. 'Tis fi-om Mm that 
Cublay sprang, and Cublay surpaased tbe flve otlier kings, and 
his sovranty surpassed the kingship of the Christians and tlie 
Saracens. On that very lofty moantain where Sisimis was buried 
there in his track the kings that succeeded Mm were interred. 
Every one, both warrior and chief, whom they (the convoy) would 
fall in with on the road when going to buiy those kings was pnt 
to death by them, and this is wbat tbey wonld teil bim: 'Serve 
and gnard the kiiig in the other world, even as ye did before!' 
When the last of these kings was buried, 'tis a slaughter of two 
tbousand wamora that were killed to be pnt with him ; and for the 
same purpose they killed tbe best of tbe borses wbicb they foimd. 

Of the customs of the Tartars (Bk. I, c. 52). 

36. Now the Tartars are a numerous nation, for tbere is 
no limit to the wives or danisels whicb auyone may have, save 
tbe number that he is able to provide -with food and clothing. 
Bat the first wife with wbom a man sball sleep is she that is 
tbeir superior, and the rest do sewing and bandiwork. Their 
warriors bunt and practise warlike exercises, and the house is 
under the control of the wife. Their warriors have shields of 
leather, which are made of bnffalo bide boiled. And (in war) the 
other battalion cannot endure the discbarge of the Tartars' arrows, 
for to this they are reared from their swaddliug-clothes. Flesh 
and milk are consumed by them, witboat excepting the flesh of 
deer and borses and dogs, but they would eat every flesh on eartb. 
They like to consume the milk of their studs and their mares : ' white 
wine' (is the name) they wonld put upon it. And every siunmer 
they with tbeir studs and herds visit the peaks of mountains 
and the hollows of rocks, haviug movable pavUiona over tbem, 
and their sons and daughters with them, until, at the Coming of 
tbe bad wintry weather, they return together with their pavilions. 

Of the god of the Tarlars (Bk. I, c. 53). 

37. Natay is the god, which they woi-sbip. His figiire is 
engraved in eveiy house in the realm of the Tai-tars, with the 



268 WHITLEY STOKES, 

\ainn di, 7 fuath a mlieic ina frecnaircc, 7 ffia tochaithium 
dhoibh nocomailtea an is decli da mbiadhaift fo ghin 7 ghlomhar 
dliö 7 da mhnai 7 da mliac. Ocus doirtid an bruitlii na proinne 
tar beolu in duin dia hlsinecht dia ndeibh adliartha, &r is derbh 
leo gwrub e Natay foUamnuighi^ nem 7 talmam. 



38. Dia tesdaicfi oglach ein seitig [fo. 81 b 1] a crichaifi na 
Tailiraidhi 7 ingen gin chfele, donilAcr a snaidm tri araili iar 
mbleiisecht bhäis doibh, 7 is aire donitliair, dia mbe^h diblinaibh 
a frecnairc Nataui, 7 dobenir crodh*) do mhdthair na hingine, 
är ni tabhar crodh^) la seitigh i crichuibh na TartruigecÄ, 7 
anuit a caruit-siiim a ngael 7 chairdius M araili amai7 budh 
bheo nobhe/is. 

39. Ni bhi col do Zeitig leo, aM mdthair no siur no ingen, 
cunod aire sin as linmhairi-ti a laeich, iniat seiteed la gocA aen. 

40. At ferdha a cathuib 7 at laeclidha a n-airm 7 at cumaing 
la gach n-oen dibh heth .x. la tor set no sluagad, ein bhiadh,^) 
gin digh, acht toirtlii craebh 7 eru a n-each. 

41. Dia nde*-na neeh ein no gnim gin dliged a oidedha*) 
d)ie .XXX. beim do luirg dhö no .Ix. mad ein is mo ind&s, nö a 
.X. tor cet mad mo in treas techt, no mad ein bäis lais a naei 
n-airet uadha 7 saeiri dhö. 



42. ßagu imnwrro magh forle^han eisidhe . Uidhi .xl. la fora 
fliod. Mecrit in einadh aitreabhwÄ ann. Sealg nos-toimhlit. Ni 
thurcaib arbhar na finematn os üir and. IS ann som roeitar 
\iO\us ar(c)tict(5 .i. araili do retlanduibh oirismhe na firmaminti. 
Imud camliall 7 gribh 7 elifaintedh isna eriehaift sin. Doim 
dhimora leo gu eluim foda, teord^ boss(a) a bhfot gaeÄa Anna dhibh. 



') MS. crogh. *) Ms. bhiagh. 

') MS. oigedha. 



THE GAEr-IC MAUCO POI.O. 



2G9 



flgnre of his wife on Lis left shoulJer and that (>( liis son in 
front of him. In ordef that tliey may pai-take of fooU, tlie best 
of the Tartars' victuals is rnbbed on thc. inouUis and muzzles of 
the god, his wife and his son. And they spill the broth of the 
dinner over the dooi' of the liouse, Vü be tasted by the gods 
whom they adore, for they are sure that it is Natay tliat niles 
heaven and earth. 

38. In tlie provinces of the Tartai-s, if a yonng man die 
withont a wife and a girl without a husband, after they liave 
taÄted death, their contract with one another is made, and for 
this reason is it made, that both aiay be in Natay's presence. 
And cattle are given to the mother of the girl, for in the pro- 
vinces of the Tartars cattle ai-e not given by the wife, and their 
relatives reraain akin and sib to each other, just as if (the dead 
conple) were alive. 

39. They have no marriage which they deem incest saye one 
with a mother, a sister or a daughter; wherefore their warrioi'S 
are the more numerous. Every one hath abnndance of wives. 

40. They are manly in battle and heroic in arms; and every 
one of them is able to remain for ten days on a joumey or an 
expedition, without food or drink save fruits of trees and the 
blood of their horses. 

41. If any one commits & crime or an act not deserving of 
death, he gets thirty blows of a cudgel, or siity, if the crime 
be greater than that, or a hundred and ten if it be thiice as 
great. Or if hLs ciime be (a theft) punishable with death,') nlne 
times the valne (of the thing stolen) is taken froni him and theo 
he is let off. 

Of Üie piain of Bagu (Bk. I, cc. 5C, 57). 
43. Now Kagu (Bartfu) is a very -mde piain and forty daj-s 
in leiigth. They tlmt dwell therein are (called) Mecrit. They 
live by hunting.') Neither com nor vine rises above ground 
there. 'Tis there men see polus arcticKS, that is, a certain one 
of the fixed stars of the fimiament. There is abimdance of 
camela and gerfaicons and elephants in those provinces. Hnge 
stags they have, with long hair; three palms the length of every 
hair of them. 



') As, for example, horae-stealing. 
■) Literallf, hoating, they c 



270 WHITLET STOKESy 

43. Fil anmann n-aili ann, adbul a mheit. Deallrod fiadha 
lais. Geinter balsamum anorocA uadha, mu^catom a ainm. Suail 
nach icälainti eisiomh. Di fhiacuil in cech dhed dö, teorsi bosa 
a bhfhot cech ae. 

44. Ni tescthar folt na ulcha laeich isin crich sin. Aille 
do mbnaibh a n-in^ena. Ni ar uaisli na airmhitin fhaidit la a 
seitchib acht ar cruth 7 meit. 

45. Ni tabhar crod^) la hingin i crichat& na Tartraidech 2) 
na laeich nos-ber crodh^) dia maithrecAu. 



46. Tenduc itnmorro crich forle/han isside, 7 Issu non adhra^. 
Do ngiacht na hlnnia [fo. 81 b 2] isidhe 7 fo mhamu^ do Magnus 
Cam doibsiumh. domarbod Prespiter Seon techt riam doberat 
na righa tor a lurg an-in^ena d^uaislibh na TartratdecA mar 
cleith fora bhfich 7 naimdinu^. 

47. Corra dubha isin crich sin, adbul a met. Corra n-aili 
leo CO n-ilhrechtraid gacAa datha ittr uaine 7 derg 7 ghorm. 
Corra n-aile co neim n-oir forro. Corra aile tl dubghlas 7 ti 
derg dhibh . . . 

48. lAr bhfacbatl na crichi sin do neoch dia eis uidhe teorsL 
l& fogebhu cathair Siaudu tor in conair, 7 la Cublauy .i. Magnus 
Cam, roturcboäh. Palas marmair fora lar co sluaigtAecA rigda 
lais, CO seomrodai^ solu^ta, co neim n-oir forro allamuigh 7 tall. 

49. Fidh*) dithoglawö fria hör in duin co ndiguibh 7 ToMraibh 
aelta 'na urtimcill .u. müi iec ina timthocht. Doim 7 fiadha 
imdha lais, 7 in uili öadmil arcena. Maga solti^ta 7 srotha 
gainmhtdi forsin mhfidh^) sin. Ba gnath la Cublay commorod 
selga forsin bfid^) soin. Doronod istoda re broinn seilgi lais a 
ndiamhair in feda,^) 7 ba do boicshimnibh doronod, .n. ceme dSc 
fod gacAa sibhne, 7 feora bosa fora lethe, 7 is la reifedhuibh«) 
sidu rosnadmtha, iama niamod do ör allastig 7 amuigh, conocA 
demod doinenn na derdun dith do na don fiallnch bite tor a lar. 



») MS. crog. *) tartraigecÄ. ") crogh. 

*) MS. Fidh. s) MS. bhfigh. «) MS. bfig. 

') Ms. Jega. ") MS. reidhfedhaibh. 



TOE QABLIC MAECO POLO. 271 

43. There is another animal tlieie, huge. his size, The 
semblance of a deer hath he. An a^lmirable balsaiii named musk, 
is produced by him. It is almost a panacea (?). Two teeth in 
every tusk he hath: three palnis the length of each of them. 

44. No warrior's hair or beaid is cut in that province, 
Fairest of women are theii- maidens. They choose ') their wive^, 
not for nobility or reverence, biit for shape and size. 

45. In the countries of the Tartars no cattle are given wiüi 
girls {on their marriage): 'tis the warriors that give cattle to 
their (brides') mothers. 

Of the Frovince of Tmduc (Bk. I, cc. Ö9, 60). 

46. Now Tenduc, an exceeding wide province is this, and 
'tis Jesns whom the folk worship. It belongs to the realm of 
India, and they are linder the yoke of Magnus Cani. Ever since 
Pre8t«r John was killed the kings wbo succeeded him give their 
danghters to the Tailar nobles as a protection against theii- feud 
and enmity. 

47. In tliat province there are black cranes, of great bigness. 
They have otber cranes witU variegation of every colotir, both 
green and red and blue. Other cranes with splendour of gold 
npon them. Other cranes with a dark green spot and a red spot. 

48. After one leaves that pravince a tliree days' jonmey 
behind him he will find on the way the city of Siaudu (Ckandu), 
which was built by Cublay, that is, Magnus Cara. Amidst it ia 
a palace of marble, with a royal barrack beside it, having radiant 
rooms, with the splendour of gold upon them, withont and within. 

49. An impregnable forest at the edge of the house, with 
dykes and plastered walls aU around it: fifteen miles in compass. 
Stags and many does it hatli, and every wild animal besides. 
Radiant meadows and pebbly streains are in that forest. Cublay 
is wont to hold a hunt therein. On a secret spot of the forest 
a mansion hath been built by him for hunting, and of bul- 
mshes*) it hath been built. Fifteen paces is the length of each 
rush, and three palms its breadth, and they are tied with cords 
of silk, shining with gold inside and out, so that foul weather 
or storm may do no hurt to the folk that be witliin. 



■) Literall;, sieep with. 



*) i. e. bombooB. 



272 WHITLBY STOKBSy 

50. Tri misa don hliadain bis tor an seiig sin i. luniu^y 
lulitis, AugM5tMS. Tocbait in tech-sin leo in t-ochimaA la dec do 
mi Awguist, co triall doibh doridisi. Tecat forcula beou^ cu 
cathatV Siaudu. Triallait 'sa aithli sin co sliabh urard do dhenam 
idburta dona d6ibh, macaibh, mnaibh, iunilibh. X. mite lair gheal 
aroen fris. lar ndenamh na n-idbwrt sin noberthe bainni na 
laArihech ngeal sin a leastraib 7 a soithtc^b togaidi co Magnti^, 
7 norannadh fair budhesin 7 forsin fuil dia ol, 7 ni thabhradh 
do chinedli n-aili na do dhaescardlti^A. Nodhoirted Magnus in 
baindisin tor in raen dia blais^cA^ dona d6ibh. 



51. Dia marbthur laech no [fo. 82 a, 1] nech do dliged bais 
toimhlit he forsin idbaiVt-sin, 7 ni thoimlit diamod do shoeth no 
galar nodhighsedh. 

52. Donit^r la tnaiiclalecld 7 amoinsi freasdul in righ gin 
faircsi neich doneoch dia denumh acht na miasa 7 na hescradha 
tor foluamam fria ucht. ISed asberit-siom beous conudh iat na 
dei n05-freasdla^ iat 7 in ri, ocus doberbhtha immat reithe leo 
acunn idhbatrtsin, 7 doberthe in fheoil dona d^ibh 7 nodoirtte 
in t-an bruithi forsin talmain, Indar leo is airi noberedh a 
torod doibh. 

53. Fil mainister la Cublay, da mili manocA le oc fresdul 
dona deibh 7 oc idbatVt doibh. File^ manuigh aili isin cricfhjsin^ 
7 drong acu ica mbit seitceda, 7 araill ac congbail a riaghla 
dona deibh. 

Explicit^) prima pars istiu^ libri. Incipit secunda pars.^) 



») MS. Expliscit. 

>) MS. segnnda partis. 



THE GAELIC MABCO POLO. 273 

50. Three months of the year he is engaged in that hunting, 
to wit, June, July and August. But on the eighteenth day of 
August they take up that house tili they come again. They 
also return to the city of Siaudu. Thereafter they, with their 
children, wives and herds, proceed to a very lofty mountain, to 
make offerings to the gods. Ten thousand white mares are along 
with him. After making those offerings, the milk of those white 
mares is put into vessels and choice bowls for Magnus, and this 
he would deal out to himself and to the (Royal) Blood to be 
drunk, and he would not give it to any other kindred nor to 
rabble-folk. Magnus would (also) spül that milk on the road, to 
be tasted by the gods. 

51. If a warrior or anyone (eise) is lawfully executed, they 
eat him at that sacrifice, and they do not eat him if he die of 
disease or illness. 

52. By craft and (magical) cunning the king is served (at 
table), no one seeing anyone doing it, but the dishes and the 
cups moving to him through the air. This they (the enchanters) 
also say, that it is the gods that serve them and the king. And 
at that sacrifice many rams are boiled by them, and the flesh 
is given to the gods, and the broth is spilt on the earth. They 
think that for this it will yield them its produce. 

53. Cublay hath a monastery, in which are two thousand 
monks, serving the gods and sacrificing to them. Other monks 
there are in that province, and some of them have wives, and 
others are keeping their rule for the gods. 

Endeth the first pari of this book. Beginneth the second pari. 
London. Whitley Stokes. 

(To he continyied.) 



Zeitachrift f. oelt. PhUologi« I. 18 



THE IDENTIFICATION OF ^LIBINE ABAS lAE 
IN THE HISTORIA BRITTONUM. 



The chi'onological memorandum which is peculiar to the 
tenth-century manuscript (Chartres, no. 98) of the Historia Brit- 
tonum designated Z by Prof. Mommsen (M. 6. H., Chronica Minora 
in, 1, p. 119) and printed flrst by M. Duchesne (Revue Celtique, 
Vol. XV, pp. 174—197, Avril 1894), has ah'eady received a con- 
siderable share of attention. It may be found in Mommsen, 
op. cit. p. 172, note 1, or in the Revue Celtique, l c, p. 177; and 
the emendation of it that I suggest is a necessary one, appears 
at the end of this note. It was clearly the intention of the 
author of the memorandum in question to provide four data: 
namely, 1, the year in which he believed that the English invaded 
Britain; 2, the j^ear in which *libine abas iae' discovered the 
date of that invasion; 3, an approximation to the number of 
years which embraced the two events; and 4, the age of the 
moon on the first day of January in the year in which the dis- 
covery was made. 

1. The date of the Coming of the English to Britain is 
missing from its proper place between 'Christi' and *sicut', and 
appears to have been inserted erroneously between ' domini ' and 
'anni', where we ought to find the year in which Uibine' made 
his discovery. Instead of the latter date we find 'ab incarna- 
cione domini D. anni' which M. Duchesne (l. c. p. 182) and 
Prof. Thurneysen (Ztschr. f. d. PhUologie, Bd. XXVHI, S.93, Heft 1, 
1895) treat as a date which was intended mistakenly to mark 
the English advent. M. Duchesne points out that the year 801, 
which foUows the one arrived at by adding the 300 years interval 
U> Ä. D, 500, offers the coincidence required between January 1 
and the age of the mfoon. As, however, Venerable Bede was 



THE IDENTIFICA'nON OF LIBINE AliAS UE. 275 

writing tweiity years before the close of the thii-d centurj' after 
tlie invasion of the English, whicli he dated in the first year 
of Marcian (current in Ä. D. 450), the reality of chronological 
discoveries niade after Bede's day at Ripon, or elsewhere in 
Northumbria, must be tested by comparison witli Bede's chi'on- 
ology. Now, the date in the Chartres manuscript, namely D., 
may be a condensation of _CCOCC, and it is difäcult not to regard 
the latter as a misreading of Bede's dal« A. D. CCCCL. 

2. It is clear from the reference 'ad annum supra dictum' 
tliat the original memorandnm really did contain the year in 
which 'libine' discovered the date of the English invasion. 

3. The third datuni presents another difficulty: the manu- 
script gives 'ut aunt alii intis CCC. annis'. For these words 
M. Ducbesne {l. c p. 177, note 5) suggests — ' ut aiunt alii trecentis 
annis' — an emendation wbich abolishes 'intis', a word which 
Prof. Mommsen retains (op. dt. p. 172, note 1). In view of the 
numerous erroi-s which the Cliartres manuscript of the Hisioria 
Brittonum presents (e. g., ap. Mommsen, p. 148, 2, 16, p. 149, note 
1, 4, 8, 14, p. 160, 3, 6, 14) it is quite possible that 'intis' is a 
mistake for the compendium of intra. The construction in such 
a case would, of course, run 'intra CCC, annos' and, if tlie 
emendation that I have suggested be correct, the discoverj' must 
have been made by 'libine' within 300 years of A. D. 4.50, i. e. 
before A. D. 750. 

4. The twelfth day of the lunation of January only coincides 
with the calends of that month in years whose Golden Number 
is im, and between Bede's death and the three-hundi-edth year 
from the Coming of the English (A. D. 750) there is only one 
year that has this Golden Number, This year is A. jD. 744. 

With regard to 'libine' M. Duchesne is of the opinion that 
'libine abas iae ini'ipnm chitate' must be emended to 'libiue 
abas de inripum civitate'. I do not know if such an ecelesi- 
astical style can be paralleled — 'abbas de , . . civitate' certainly 
seems unusual. Prof. Mommsen (op. dt. p. 117, note 1) reraarks: 
'Ignotna item est Libine abas Iae (scr. m vel de; de la sive 
lona insula non videtur posse cogitari)' and, though he accepts 
M. Duchesne's emendation, concludes by saying that he leaves 
the matter for future research. Prof. Thumeysen {l. c. p. 93) 
also accepts M. Dnchesne's emendation and suggests that Libine 
^ Leofwiue. 



276 ANSCOMBE, THE IDENTIFI€ATION OF LIBINE ABAS lAE. 

In A, D. 744 there was no abbot of lona whose name 
resembled ^libine'; eight years afterwards, however, Slebhine 
succeeded, and according to the Chronicon Hyense compiled by 
Dr. Eeeves (Columba, Ed. 1857, Addüional Notes, p. 385), he ruled 
the monastery until March 2, 767 when he died. It is to this 
Slebhine that the ninth-century editor of the Historia Brittonum, 
whose recension is preserved, partly, in Chartres no. 98, must be 
held to refer. The Omission of the first letter from a proper 
name may be traced elsewhere in the text of this manuscript; 
». g., p. 160, 14 ^ethebir' for fethehir\ p. 163, 6, 'rinouantum' for 
trinouantum and the well-known condition of a nomber of the 
more important proper names in the Old-Welsh Pedigrees in 
the Harleian manuscript no. 3859 (ed. Egerton Phillimore, Y 
Cymmrodor, Vol. IX, pp. 171 seq., 1888) is also, to some extent, 
a parallel case. 

As the period of three hundred years from the Coming of 
the English, according to Bede's date, had not quite elapsed in 
A, D. 744, in which year the twelfth day of the moon feil upon 
the first of Januarj-, and as an abbot succeeded in lona eight 
years after whose name is so much like 'libine' as * Slebhine' 
is, I believe that the memorandum that we are discussing should 
be emended as foUows, and that it should be regarded as an 
addition to the Historia Brittonum made by Marcus *natione 
quidem Brito, educatus vero in Hibernia' (Heiricus in miraculis 
S. German. Autissiod,, quoted bj- Mommsen, op. dt, p. 172, note 3): 

Et in tempore Guorthigirni regis Biitanie Saxones per- 
venerunt in Britaniam, id est, in anno incamacionis Christi 
(CCCCL.), sicut (S)libine abbas lae in Eipum civitate invenit 
vel reperit ab incarnacione domini (DCCXLIIIL) anni usque ad 
kl. lan. in XII. luna, ut aiunt alii, int"* CCC. annos ab anno quo 
tenuenint Saxones Britaniam usque ad annum supra dictum (sc, 
ad annum DCCXLIin^). 

Tottenham. A. Anscombe. 



THE FOUR BRANCHES OF THE MABINOGI. 



Chapter I. 
Introdnctory. 

Beaders of the 'Mabinoginn' both in the original and in 
translations and adaptations have again and again been cliarmed 
by their exquisite grace and delicate naivete. The dellneation 
of human character is often masterly in its vi^id, terse and 
suggestive brevity, and this remarkable skill is uowhere more 
visible than in the charmlng manner in which tlie women of the 
Mabinogion are broiight upon the canvas. In all the stories, be- 
longing as they tlo to widely different strata of narrative, tliis 
featui'e is ever present. AVe find it in the Rhiannon and the 
Branwen of the 'Pedair Caingc', as well as in the Elen of 
Maxen Wledig, the Liined of the Lady of the Fountain and in 
Enid the wife of Geraint. 

In the Mabinogion, too, in the Arthiirian Romances as well 
as in the stories with whicli we are especially concemed here, 
the Clement of pathos enters largely. The pathetic continually 
appeals to the Geltic spirit. Suffering ever nieets with its ready 
sympathy. The tvagedies of life always make a vivid irnjiression 
upon the highly responsive emotions of the Celt, and, if we look 
closely into the stories whicli find theii- place in the Pedair 
Caingc, we shall see that on their literary side they owe much 
of their charm to the pathos which they express. The heroes 
of the f'elts have heen mostly heroes whose lives have borne 
fruit after their death. The typical career of the Welsh legend 
is one similar to that of Bendigeitvran, or eise to that of Pryden, 
or it may be to that of LIew Llaw Gyffes. It is thla element 



278 B. ANWYL, 

of tragedy in the career of Arthur that makes the nucleus of 
it, in spite of the manifold accretions with which it has been 
overgrown, seem thoroughly Celtic. 

The term Celtic, however, is one which it is always im- 
portant for us to examine closely. In Wales, for instance, there 
are considerable sections of the population whose emotional sen- 
sibilities are by no means easily aroused, and who constitute the 
mainspring of every movement, where progress of a genuinely 
practical character is made. It is not our present purpose to 
analyse the Welsh character, but only to call attention to the 
danger, lest the use of the term Celtic should lead to a mis- 
conception that the Welsh character is highly uniform. 

The stories which form ^Pedair Caingc y Mabinogi' are, as 
we hope to shew more fully in the sequel, very closely connected 
with certain districts of Wales which appear to have had ethno- 
logically a character of their own. Here, too, it may be well to 
warn the uninitiated reader that, in the collection of stories 
usually classed as Mabinogion, we find narratives of very different 
origin. Three of these narratives, Owain and Luned, Peredur, 
and Geraint and Enid are clearly adaptations from Norman- 
French Originals corresponding respectively to Chrestien de 
Troyes' Yvain, Perceval, and Erec et Enide. Kilhwch and Olwen 
appears to be built upon Arthurian and other legends of native 
growth. Other legends such as Macsen Wledig, Breuddwyd 
Rhonabwy, and Llud and Llevelys, are of uncertain origin, while 
lastly we have the Four Brauches of the Mabinogi, forming by 
themselves a distinct unity. 

The Mabinogi, of which we have here the four branches, 
formed without very much doubt the stock-in-trade of the appren- 
tice-bard or mabinog. Essentially, it consists of precis from various 
sagas very skilfully pieced together. The sagas were undoubtedly 
at one time far more extensive than the Pedair Caingc would 
lead US to suppose, and the wandering bard or minstrel doubtless 
used the stones of the Pedair Caingc for the purpose of building 
with them a highly elaborate superstructure drawn from Imagi- 
nation, aetiological myths and folk-lore. 

The reader of the Pedair Caingc cannot be long before 
observing that the geographical area with which they are most 
intimately connected, — for they have very marked local colouring, 
— by no means corresponds to the Wales of the present day. 



THE FOOR BRANCIIES OP THE BUBINOGI. 



279 



The large and important district of Powys scarcely finds a place 
in the narrative, and, where it entei-s, it does so from pure 
necessity in order to esplain liow Gwydion took his swine from 
Dyfed t-o Gwynedd. Botli the latter districts, however, with tlieir 
dependencies, enter fnlly into the story, and the significance of 
this fact we hope to shew later, 

At the present day, when the study of folk-lore and of 
prehistoric archaeologj' is prosecuted with great ardour, if not 
always with much certainty and definiteness of resiüt, it may 
be well to consi<ler of wliat Service the Four Branches of the 
Mabinogi may be to the Student of these subjeets in their 
relation to Wales. Especially can they be of valne in our 
attempt to discover what the chief ethnolngical strata are, of 
which the present Welsh people is composed. This is a highly 
complicated qnestion aud the most extreme care ia needed lest 
ciur conclusions upon it shonld be too hastily formed. Exceedingly 
difficult, too, is it to estimate tlie value of these stories in so far 
as they throw light upon the religious conceptious of the early 
inhabitants of Wales. This question as well as most of the 
questions here raised will be dJscussed in separate chapters. It 
is important, however, to not« here that it is becoming more 
and more evident that, in the formation of early relig:ious beliefs 
more factors have entered than the upholders of the Snn-myth 
theory and even of the animlstic theory have supposed. Snpremely 
necessary is it to consider the subjective and psychologieal 
elements in a people's character, which cause it to view certain 
objective phenomena, such as those of the powers of Natnre, in 
particnlar ways. That this psychologieal factor is of marked 
importance in tlie study of the early Oeltic religion, we hope to 
shew iu the chapter upon the mythological aspect of the stories 
under consideration. 

No iess important are the four branches of the Mabinogi 
for the study of social and political life in the geographica! 
areas covered by them. These aspects, too, will be discussed in 
separate chaptei-s and one featui'e will be brought into special 
pvominence, namely, the marked similanty of the social and 
political institutions here described to those of Ii'eland. This 
will be one poition of the mass of cmuulative evidence which 
shews that these stories emanated from districts of Wales in 
which there was a strongly Goidelic Clement in the population. 



< 



280 E. ANWVL, 

TM» view will be boriie out by tlie cbai-acter of the sagas as 
well OB tlie general style of the narratives. In style, the Mabi- 
nogi represents the oldest narrative prose which we possess, 
though in its modern foim it has doubtless andei^one some 
lingnistic as well as other modiöcations. Especially interesting 
from the lingniistic point of view is the syntax, which preseats 
characteristic forms of constniction that have by tliis time been 
supplanted by fonns more in keeping with the sjiitactical ideas 
of the Indo-Euroiiean langoages generally. The question at once 
faces US in regard to "Welsh syntax, and that of Iiish also, as tfl 
the influence upon it of the syntax of the non-Aiyan langnages 
of neolithic times. In the chapter on the language of the Pedair 
Caingc, we liope to illustrate the striking reaeinblance in syn- 
tactical conception between the constructions of Welsh and auch 
non-Aryan langnages as tbose of the Semitic group, notably in 
the prominence of the Noun-idea in the sj-ntax. The points in 
wlücb the sjTitax of the Celtic langnages varies in the several 
langnages as well as those in which it is based apparently on 
different conceptions from those which govern Sanskrit, for 
eiample or Greek, will certainly repay study both for the 
pliilologist and the ethnologist. 

It has already been stated that the Foiir Brauches of the 
Mabinogi seem to consist of fragments from varions sagas more 
or less skilfully combined into a imity. In this preliminary 
Sketch it will be perhaps well to indicate the formation of the 
Story, reserving a more detailed consideration of its composition 
until later. The stoiy which seems to form the main trunk upon 
which the Four Brauches bang, is the life of Pryderi, the hero 
of Dj-fed. The first of the Four Brauches bears upon bis life, 
firstly, by pointiug out whence arose the friendship of Pwyll, the 
father of Prj-deri, ^\-ith the kiiig of Hades, Ärawn, from whom 
Pi-yderi received bis gift of swiue, and secondly, by narrating 
how Pwyll first came to meet Rliiannon, Pryderi's mother. 
Further, tlie Mabinogi of Pwj-ll iutroduces us to the cause of 
the spell laid upon Dyfed, resulting in the imiuisonnient of 
Pryderi as told in the story of Manawyddan son of Llyr. Thua, 
the first part of Pwyll prepares us for the 'fonrth brauch', viz. 
the Story of Math son of Mathonwy, while the second i)art pre- 
pares US for the -third brauch', that is to say, the narrative 
calied Manawj-ddan son of LIjt. 





THE FOÜR BHAMCHES OF THE MABINOOI. 281 

It would aeem aa if originally tlie story of Pryderi were 
divided into three sections; a) His birth and disappearance, 
b) His imprisonment wlien the spell was laid upon Dj-fed, c) His 
death at the hands of Gwydion, the hero of Gwjaedd. With 
this central story of the life of Pryderi there were combined 
two other sagaa, tlie story of the family of LIjt, Bendigeitvran, 
Branwen and Manawyddan, and also the atory of the family of 
Don, with which the story of Beli is connected. The 'Foui' 
Branches of the Mabinogi', consequently, conaist of the stories of 
Prj'deri and the Llyr family on the one liand, in contrast to 
the stoiy of the Don family and Beli on the other, while these 
storiea have each an appropriate local setting; moreover, the 
relationa between the sagas indicate important ethnological points. 

The story of the death of Piyderi in North Wales Ls at 
least as old as the Black Book of Carmarthen; for we tliere 
find in EngljTiion y Beddan a reference to the grave of Pryderi 
in Abergwenoli. There appears to be no such name in North 
Wales at the pre-sent day, unless it is to be identified with tliat 
of Abergynolwyn near Towjti, Merionethshire. Tlie Mabinogi of 
Math fab Mathonwy, however, locates the death of Pryderi in 
'Maen tynya6c', without doubt a niistake for MaentjTya6c, i.e. 
the modern Maentwrog near Ffestiniog. 

Into the tissue of the narrative many aeüological myths 
have been worked, connected with various parts of Wales. 
Anglesey, Arfon, Ardudwy, Dunodig enter into it, together with 
Dyfed and its dependencies in South Wales. The overlordahip 
of Wales ia, however, vested in tlie king of Britain or 'Ynys y 
kedjTn', whose capital is London. The narrative treats tlie iaie 
of Britain as still in Britiah hands, and this complete ignoring 
of tlie Sason Invasion raises sorae difficulty as to the deter- 
mination of the date of the formation of the Mabinogi, In 
determining thia, the antiquity of the geography implied in the 
narrative will especially have to be taken into consideration. 

No less important for the study of these writings is it to 
note the titles which are here employed. Theae, it will be seen, 
are iLsed with care and discrimiuation, and will reveal in no 
small degree the politieal conceiitions upon which tlie Pedair 
f^aingc tiu'n. It is clear too, from the evident atmosphere in 
which the stories appear, that they wei-e composed and recited 
in the higher cij-eles of Welsh life, and it was this fact that 



282 E. ANWTL, 

doubtless secured their preservation. Indeed, the author appears 
to have described a life similar to bis own, when Gwydion is 
represented as a bard at the house of Pryderi, and as reciting 
there a * kyi^arwydyt '. The ^kyvarwydyt' was a narrative 
probably similar to those of wliich the Pedair Caingc are 
composed. 

The narratives more especially of Anglesey and Arfon appear 
to have been thus coUected on bardic joumeys to North Wales, 
and it is significant that the author was not always familiär 
with the correct names of places in this district. For instance, 
as Professor ßh^s in liis *Celtic Heathendom' has pointed out, 
NantUe, which clearly was Nant Lleu, is interpreted as *Nant 
y lief. It is noticeable, too, that there is far more evil-doing 
attributed to the characters of Gwynedd than to those of Dyved, 
a further index to the Dimetian origin of the stories. 

So far then for this preliminary sketch, which will be 
followed by chapters dealing in greater detail with the topics 
here mentioned. In the next chapter an analysis will be given 
of the composition of the narrative, with the sources, as far as 
they are known, of the various legends. 

Chapter n. 
The structure of the Mahinogi. 

In Order to discover the trunk as it were, from which the 
branches of the Mabinogi radiate, it is necessary to tum to the 
Story of Math son of Mathonwy. This Mabinogi, as will be shown 
later, is pieeed together from various local legends connected 
with Gwynedd and Ardudwy, into which the personality of 
Gwydion ab Don largely enters. The story which is the nucleus 
of the Mabinogion is that of the death of Pryderi, the hero of 
Dyved, in Single combat müi Gwydion, the hero of Gwynedd. 
The foUowing is an outline of the story. Gwydion and Giluaethwy, 
the nephews of the somewhat shadowy Math ab Mathonwy, in 
Order that Giluaethwy may obtain Goewin, daughter of Pebin, 
Math's foot-holder, determine (though the connection between 
the two stories is not very clear) to go as bards to the court 
of Pryderi to procure swine. At that time, swine were to be 
found only in DjiEed, whither, according to the story, they had 
been sent as a present to Pryderi son of Pwyll from Hades, 



THE FOÜK BKANCHES OP THE MABINOGI. 283 

The two nephews of Math, together with ten otliers, go in the 
guise of bards to Ceredigion to a place called 'Rudlan Teini', 
where Pryderi's «tui't was situated. The pretended bards receive 
a cordial welcome, aud Gwydion is put to sit next to Pryderi. 
As was usual with itinerant bards, Gwydion was asked for a 
' ky var6ydyt ' or story. Throngh his skill in narration, he pro- 
duces a niost favourable Impression upon Pryderi and hls court, 
so that they ai-e ready to grant what«ver request he may make. 
Gwydion thereupon explains that he has come to ask for swine, 
and Pryderi expresses Iiis own readiness to grant the request-, 
had he not made an agreement with his people not to allow 
any of them to leave the country until they had bred twice their 
number. Froni this Obligation Gwydion then states that he can 
free his host by gi\'ing him an adeqnate eqnivalent. Next day, 
through his skill in sorcery, he produces twelve stallions aud 
twelve white-breasted black greyhounds, together with twelve 
collars and twelve leashes upon them, such that no one who saw 
them could teil but that they were gold. Moreover, he produces 
twelve saddles upon the horses, and every part of the harness, 
which was ordinarily of iron, was here entirely of gold, whüe 
the bridles were of gold also. These presents for Pryderi 
Gwj-dion had produced out of fungus. They are accepted, and 
the swine are given in retuni. Without delay, Gwydion and liis 
comrades leave Dj-fed for Gwynedd, since these enchanted objects 
could only last from one meal to the other. The Mabinogi uow 
proceeds to trace the course of the swine to Gwynedd, and this 
it does by means of place-names into which the word 'moch' 
enters, These are: 'Mochdref in Ceredigion, 'Mochtref between 
Ceri and Arwystli, 'Mochnant' a 'cwmwd' in Powys, and then 
'Mochti-ef in 'Cantref Rhos'. The next coui'se taken is towards 
'Kedemit Gwyned', where the highest 'tref in Arllechwedd is 
reached. Here a stye (creu) is made for the swine, whence the 
name ' Creuwyryon '. Having thus disposed of the swine, Gwydion 
and Giluaethwy go to Math, son of Mathonwy. On their arrival 
at his coui-t in Caerdathyl, the troops are being called out, as 
it appears, to withstand the men of the Soutli, who having dis- 
covered the trick played upon them, are in iinrsuit of their swine 
and their eaptors. The armies of the North and the South meet 
at a spot exactly lialf-way between 'Maenawr Pennard' and 
'Maenawr coet alun'. A battle was fought, and many were 



284 E. ANWTL, 

slain on both sides, until at last the men of the South were 
routed. They fled to Nant Call, and were pursued up to that 
spot, wliere a great slaughter took place. Thence they retreated 
to Dol penn maen, where the two armies tried to come to terms. 
Hostage« were then taken, and Pryderi's army was allowed to 
betake itself in peace to the * Traeth Mawr '. Just as they reached 
the * Felenrhyt ' however, the inf antry on both sides could üüt be 
restrained from shooting. At Pryderi's request, the matter is 
left to be decided by Single combat between Gwydion and himself. 
In tliis Single combat, Pryderi is slain, as the Mabinogi with 
its Dimetian bias takes care to relate, not through Gwydion's 
superior prowess, but through his sorcery, and is buried at * Maen 
tyuyauc uch y uelenryt '. * Maen tyuyauc ' is doubtless a mistake 
in the MS. for *Maen tyryauc', the modern 'Maentwrog'. The 
grave of Prj'^deri is said to have been there at the time of the 
composition of the Mabinogi. 

By studying the narratives connected with the principal 
factors in this story, we can easily see upon what lines the 
Mabinogi has been put together. The three factors are 1. Pryderi, 
2. Gwj'dion, 3. The swine. 

K we read the portions of the *Four Brauches' dealing 
with Pryderi, it will at once be seen that his history throughout 
is one of misfortime, culminating in the narrative of his death in 
the Service of his people. Here we have an indication of that 
strain of pathos which produces in these simple stories of the 
old heroes and heroines of Wales their most characteristic literary 
effect. The populär Imagination of Dj^ed apparently fastened 
itself upon the life of Pryderi and developed the narrative of 
his disasters from various sources mythical and historical, while 
even in Ardudwj- the story of his life or at least of liis death 
was not unknown. 

In * EngljTiion y Beddau ' in the Black Book of Carmarthen 
we have the foUowing lines: 

En aber gwenoli y mae 

Bet pryderi yny terw tonnev tir, 

Yg karrauc bet gwaUanc hir. 

The nearest modern place-name to that of Abergwenoli is Aber- 
gynolwyn near Towyn in Merionethshire, but this place is scarcely 
near enough to the sea to answer the description given in the 



THE FOCK BKANCKES OF THE MABINOQI. 



285 



' EngljTi '. Hitherto no place in tlie neighboiirliood of Maentwrog; 
litüi been identified with Abergwenoli. 

The misfortime of Prj'deri's life previous to his deatL are 
a) those connected with bis birth, b) those connected with the 
Head ot" Bendigeitvran which Pryderi witb six others cairied to 
London, c) those connected with the spell which was laid npon 
DjTed. 

Since we have commenced with an account of the death of 
Pi'yderi, we may take the misfortunes enumerated in their reverse 
Order. Beginning then with c) it is to be noted first of all that 
in this Story we have a point of contact for the story of 
Pryderi with that of the children of LIjt. This alliance between 
the two families, the Higniflcauce of which will be seen later, is 
illustrated in the marriage of Manawydau with Khiannon the 
widow of Pwyll. The introduction of Rhiannon into this narra- 
tive, i. e. the Mabinogi of Manawydan son of Llyr, is necessarj-, in 
Order to connect the mLsfortune which here befalls Pryderi with 
the Story of Rhiannon, a storj' fonning originally, as one may 
well conjecture, an independent saga. The spell laid upon Dyved 
is represenled as part of the vengeance of Gwawl fab Clut, the 
disappointed suitor of Ehiannon. The family of Llyr appeai-s to 
have been distinctiy Goidelic, for we have the correspondlng 
name 'Ler' in Irish legend, and Manawyddan fab LIjt of Welsh 
legend is Manamiän mac Lir in Irish. In Welsh hagiology, too, 
we find the follo^fting Welsh saiuts represented as descendants 
of Bran Fendigaid sou of Llyi- Llediaith: C'yllin or Ciuillin Sant, 
Lleiirwg, Gwerydd, lestin, Cadfrawd, Eigen Santes, Cadgj-farch, 
Gwrmael, Eldad, Tudwal Befr, Ifor ab Tudwal, while Dyfan Sant 
is represented as the gieat-grandson of Manawyddan. Doubtless 
the connection of the saints of various localities with these nanies 
tended to preseiTe an interest in their legends. 

The Mabinogi of Manawyddan son of LIjt appears fi-oni a 
reference at the end of the story to have been also called 
'Mabinogi Mynnweii- a Mynord'. The explanation of this name 
is given as follows: 

'Pa rj'6 wassanaeth y bu pryderi a riannon ynda6 heb ef. 
Prj"deri a uj^dei ac yrd porth uy llys i am y ujnögji, a riannon 
a uydei a m6eii-eu yr essyn wedy bydynt j-n kj-wein göeii' am y 
nijTiögyl liitheu, ac nelly y bu eu cai-char. Ac o achaös y 
kaichar hönnö y gelwit y kyfaröydyt h6nn6 mabinogi mynnweir 



286 E. ANWYL, 

a mynord.' It is probable, however, that there was a variant 
lipon tliis name, for in the Book of Taliessin (Skene, p. 156), 
we have the following line: 

*Bum myna6c mynweir*. 

The reference is a mere allusion, and no light is thrown upon 
it, but it serves to suggest that the narrative was a favourite 
and a familiär one. 

The Mabinogi of Manawyddan son of Llyr is too weD known 
to all readers of the Mabinogion to need repetition here, but it 
may be well to quote the following passage, illostrating as it 
does the close connection between this story and that of the 
second part of Pwyll, prince of Dj^ed: 

*Miui y6 116yt uab kil coet, a mi a dodeis yr hut ar seith 
cantref dyuet, ac y dial göawl uab clut o gedymdeithas ac ef 
y dodeis i yr hut, ac ar pryderi y dieleis i göare broch yg cot 
a göaöl uab clut pan y gönnaeth p6yll penn annön.' 

In connection with this portion of the Mabinogi, there has 
been developed the story contained in one of the triads of Mana- 
wyddan as one of 'Tri Eurgrj^dd Ynys Prydain'. The Triad 
(Myv. Arch. p. 393) is as follows: 

* Tri Euigiyd Ynys Prydein Casswallawn mab Bell pan aeth 
y geisiaw Fflur hyt yn Rhufein, a Manawydan mab Llyr, pan fu 
hyt ar Ddj^et, a Llew llaw gyffes pan fu ef a Gwdyon yn 
ceissaw henw ac arfeu y gan Eiarot y fam.' Other i-eferences 
to Manawj^dan in Welsh literature are: 1. Black Book of Car- 
marthen (Skene, p. 51): 

Manawidan ab llyr 
Oet duis y cusil 
Neustuc manauid 
Eis tuU a trywruid. 

2. Book of Taliessin (Skene, p. 155): 

Ys kyweir vyg kadeir ygkaer sidi 

Nys plaöd neb heint a heneint a uo yndi, 

Ys g6yr mana6yt a phryderi. 

3. Manawyddan is mentioned in Trioedd Gwys Prydein as one 
of the 'Tri Ueddf unben'. 

It is not with Manawyddan alone of the children of Llyr 
that Pryderi is associated in the Mabinogion. Some of the most 
striking stories, from a literary point of view, here interwoven 
into the tissue of the Mabinogi, are the stories of Bendigeityran^ 



THE FOÜK BltANCHES (JF THE MABINOGI. 



287 



80n of LIjT, and of Bianwen bis sister. These stories liang by 
a very slender thread t« the central narrative of Piyderi. Ori- 
giiiaJly, too, it is probable tliat the stories of Bendigeitvran and 
of Branwen formed separate sagas, whicli have liere been iuter- 
woven with sonie skill. The st^ry of Bendigeitvran, like that of 
Pryderi, is largely a störy of suffering, culmiiiating in the naira- 
tive of bis death, and it will be noticed that in these legends 
the better characters are constantly represented as undergoing 
suffering. The storj' of Bendigeitvran owes its interest largely 
in IS'elah legend to the mauner in which the fortunes of the 
Llyr family and its adlierents are told. It is possible too that 
the e!])lanation of the name Penfro = Pembroke was in sorae 
way connected with this legend. In the Black Book of tiar- 
marthen Bran is refeiTed to as follows: 

— Bran vab Uir iledieith, 

Roit j clod mtlmiay anreith, 

while bis expedition into Ireland is i-eferred to in tlie Book of 
Taliessin as follows : 

Bnm y gan vran yu iwenlou 
Gweleis pan Iail6jt raordßyt tyllon 
Kiglen gjfarfot am geHolyou 
A gtiydyl diefyl diferogyun 
penren 61eth hyt luch itou. 

The Story of bis head is given in tbe following triad (Myv. Areh. 
p. 391), a triad to wbich reference is made in the Mabinog iitself: 

Tri chndd a thri datcadd Y. Pr. Ün o naddyiit pen Bendi- 
geit Fran fab Llyr a gladdwj't jn y Gwj-nfrjTi jii Llundein, a 
hj-t tra fu yu jt ansawdd honno ni ddoe ormes ir ynys honn 
fyth, (Arthur a ddatguddiodd beun Bendigeid Fran or Gwyn- 
frj'n yn Llundein. Can ny oedd ofer ganthaw cadw yr ynys o 
Gademid neb namjTi yr eiddaw e bun.) 

Further we have reference to ßeudigeitvran in the Triad 
of Tri Sanctaidd Linus Y. P. Llinus Bran ab LIjt, a Liinus 
Cunedda Wledig, a Llinus Brychan Brycheiniawc, while in the 
'Historia Regum Britanniae' a Bran') is represented aa in Oppo- 
sition to Bell. 5) The Opposition of these two families, representing 
it may be Goidelic and Erj-thonic Celts, is everywhere implied 

>) BrennHB ia tlie original Latin. 
"> Belinns in Üie original Laiin. 



in the Pour Branches of the Mabinogi. Here it may be noted 
that tlie local connection of Bran in tlie Mübinogion appeai-s ty 
be witli Aiiglesey, Ireland, and tlie country round Cwdigan Bay, 
witli Harlecb as its centre. 

lu the Story of Branwen, dangliter of Llyr, we are intro- 
duced to tbe undeserved suÖering of women, which enters so 
largely into Welsh legend, The Mabinogi of Branwen appears 
to have beeu a favomite one in Wales and reference is made to 
the Story in a Triad, as follows: 

'Tri anfat palfawt Y. P. Palfawt Matholwch Wyddel ar 
Vranwen merch LIjt, a phalfawt Arthur ar Fedrawt, a phalfawt 
Gwenhwyfar ar Gwenhwj-fach.' In the Mabinogi itself tUeie is 
no reference to this triad. 

The Story of Branwen, like most of the other stories of the 
Mabinogion, appeai-s to have been developed in connection with 
a particular locality. The main centre of her legend seems to 
have been Anglesey, whei-e her grave was ahown at Glan alaw. 
Indeed, we may almost look upon Branwen as Standing in the 
same relation to Anglesey as Pryderi to Dyfed or Gwydion to 
Gwynedd. In her history the fortunes of her island are, as it 
were, to be summed np. It is fi'om the fact that this legend is 
so closely connected with Anglesey that Ireland enters so uaturally 
into the story. This tendency to take note of neighboming 
districts in local stories will often help us to detemiine more 
pi-ecisely tbe areas from whicb the legends originally enianated. 
The closer Import of the story of Branwen upon Welsh ethno- 
logy will be developed in a later article. 

Reveiting now to the disastein of Prj'deri, the string upon 
which the uairative tui'ns, we come to the story of bis dis- 
appearance soon after his bii'th, TWs story is woveu into the 
story of Rhiannon, the story which foiins the second part of 
Pwyll, Piince of Dj'fed. Judging from the local allusions, it 
Wüuld seem that this is a story developed on that side of Dj'fed 
which was nearest to Gwent-is-coed. It is Teymon TwTf \'liant 
that first discovers Pryderi and nurses hini aa his own child, 
until he grows to man'a estate. What the siguificance of this 
relation between Pryderi and Teymon may be, we hope to enquire 
later. It is somewhat curious, however, that the names Ehiannon 
and Teymon seem to form a pair, Rhiannon being ' Rigantona' and 
' Teymon ' = Tigemonos, and it may be that the legend of Pryderi 




THE FOUli nWANCnES OF THF, MAltlNOOI. 



289 



current in the district of Dj-fed neai-e-st to Gweiit treated hiiu as 
tlie son of Tejrnon and ßhiaimon, whereaa the Arbertli legend 
looked lipon him as the son of Pwyll. The connection of Pryderi, 
too with Penndaran D>'fed his foster-father is soiiiewhat difficntt 
of explanatioD, In the Triads, a circumstaiice is referred to whicli 
does not enter into the Mabinogi. In Myv. Aich. p. 390 in Uie 
Ti'iad of 'l'i-i gwrddfeichiad Y. P.' we have the foUowing State- 
ment: 'A Phryderi mab Pwyll ann^vfa (wrongly speit amwyn) 
a getwis moch Pen Daran Dyfet yn Glyn Cuwch yn Enilyn'. 
It is probable that this spot in Dj-fed was the centre of many 
local legends now entirely lost. 

The storj- of Piyderi would not have been complete without 
the Htorj' of the meeting of his father Pwyll and his mother 
Khianuou. This nan'ative would appear to have be^n developed 
iu connection wIth 'Gorsedd Ai'berth', and it fornis part of the 
legend of the vengeance of Gwawl. The story of Bhiannon's 
mairiage is exceedingly similai' in motive to those Iiisli stories 
in which a fairy chooses a man as hnsbaud in preference to one 
of her own race. 

Leaving now the story of Pryderi, the mythologieal bearings 
of which are left to later discussion, we niay proceed to the 
story of the swine. The reference to these in the Mabinogi is 
found in Math ab Mathonwy, where Gwydion says to Math: 
,Argl6yd heb y gwydyon ml a gigleu dyuot yr delieu y ry6 
pi-jTiet ny doeth yi' ynys honn eiiyoet. P6y y henö h6y heb ef. 
Hoben argl6yd. Pa ryö aniueile.it yö y rei hynny. aniueileit 
bychein göell eii kic no chic eidou. byehein j-nt 6ynteu ac y 
niaent jti sj-mudaö enöeii. Moch y gel6ir weithon. P6y bießyn- 
th6y. Pryderi uab pöyll yd annonet idaö o ann6n, y gan araön 

vrenhin annön, ac ettwa yd ys yn kad6 or enw hönn6. 

hanner h6rh. hanner hob.' The flrat part of the story of Pwyll 
Prince of Üj-fed, which has no immediate connection with the 
story of Rhiannon, is nierely an introduction to tlie story of the 
swine and the part which they play in the history of Pryderi'a 
death. Doubtless there were raany legends both in North and 
8üuth Wales conceming the introduction of swine, and the story 
which we have here is probably but one out of many. This 
factor in the narrative need not however detain us auy langer 
here, and we may proceed to the remaining factor, naniely, the 
stories connected with the name of Gwj'dion. 

ZaitMhiltt f. call. fUlolDgi« L ]g 



290 E. ANWYI^ 

These stories are all found in the Mabinogi of Math ab 
Mathonwj", but we at once see that this Mabinogi is somewhat 
looselj' pieced together out of various sagas, the common element 
of which is a reference to Gwydion. These saga*?, or rather portions 
of legend, appear to have been connected with various local areas 
in Gwynedd and Ardudwy. The stories relating to Math ab 
Mathonwy seem to centre around Caer dathyl in Arvon: those 
about Gwydion and Prj'deri belong to the district around the 
gi'ave of Pryderi near Maentwrog. Fuither we have a Cluster 
of stories around *Kaer arani-ot', a place which cannot now be 
identified: In addition to these are stories connected with Dinlle 
= Din Heu, the Fortress of Lleu, the true name of Llew Llaw 
Gj^es, and Nantlle r= Nant lleu, while fürt her, the Mabinogi 
ends- vnüi stories explaining the name of 'Lljn y Monvynion'. 

Math ab Mathonwy in the story which beai^ his name is 
a somewhat nebulous personage famous apparentlj' in "NVelsh 
legend more for ^ntch-craft than for any other characteristic. 
There is a reference to his magic wand in the poem called 
Daronwy in the Book of Taliessin (Skene, p. 147): 

Hutlath vathonöiy 
Ygkoet pan tyfüv 

and also (Skene, p. 142) we have the line: 

'Arn 86yn6ys i Yath\ 

The Story of the love of Gilvaethwy for Goewin, the maid fi'om 
Dol pebin who lield Math ab Mathonwy's feet in her lap, would 
api)ear to have been originally a complete story in itself, per- 
fectly independent of the story of the death of Pryderi, with 
which it is now somewhat clumsily combined. It is not at all 
improbable that the story of Math owed its main interest in the 
commencement to the fact that it was connected with the birth 
of Dylan eil Ton, to whom there are several references in the 
Book of Taliessin: e. g. (Skene, p. 142): 

Neu bum yn yscor 
Gau dylan eil mor 
Ygkylchet ymperued 
R6g deulin teyrned. 

Again (Skene, p. 145), in the poem called *Mab Gj^eu Taliessin', 
we have the lines: 



THE FOUR BRANCUES OP TUE MABINOGI. 291 

Pan y6 gofaran 
T6r6f tonnen 6rth lan 
Yn dial dylan, 

and also (Skene, p. 157): 

Tohit gwanec tra gro 
Tir dylan dirbo. 

In tlie Book of Taliessin, poem XLIII, there is a 'Marönat 
Dylan eil Ton', the first five lines of wliicli are a follows: 

Un dn6 nchaf dewiu doethaf m6yhaf aned (?) 
Py delis maes p6y ae s6ynas yn lla6 trahael. 
Neu gynt noc ef. p6y un tagnef ar redyf gefel. 
CrOrthrif g6a8tra6t g6en6yn a wnaeth gCeith göythloned. 
(jOanu dylan. adöytbic lann. treis }ti hytymer. 

Wliile in 'Englj-nion y Beddau' (Black Book of Carmarthen) 
we are told: 

ynydvna ton tolo 
Bet dilau llan bevno. 

Of the Single combat between Gwydion and Pryderi enougli has 
already been said in reference to the place which it occupies in 
the structuie of the Mabinogi. llie reniaining story of which 
this branch of the Mabinogi is niade np occupies on the whole 
the niost prominent place within it, the story of Llew Uaw 
gyffes, son of Aranrot. 

Llew (or rather Lleu) Llaw Gj^'es appears to have entered 
lai'gelj' into Welsh legend, but his character was not a high one. 
In *Englynion y Beddau' we have the foUowing stanza: 

Bet llev llangyfes y dan acbles 

Mor yny bu y gywucs 

(tut oet bvnnv guir y neb ny rotes. 

In poem XXXV of the Black Book of Caimarthen reference is 
made to ^Caerlev a gwidion' in the foUowing words: 

Ban denaw o gaer seon 
imlat ac itewon 
Itaw caer lev a gwidion. 

The fact however that Gwydion figures in the legends of all the 
districts of Gwynedd here mentioned, makes it clear that he was 
the central figure of the GwjTiedd legend, much as Pryderi was 
the central flgui'e of that of Dj^ed. It is noticeable, however, 
that behind them we find in considerable prominence the per- 

19* 



292 E. ANWYI^ 

sonalitias of their respective mothers, Don in the case of G^^ynedd 
and Rhiannon in the case of Pryderi. Fiirther, the Don family 
appeare to have been closely connected with that of Beli fab 
Mynogan. C'ertainly Aranrot, the daught^r of Don, is represented 
also as the daughter of Beli. Thus the Four Branches may be 
represented as the story of the struggle in Wales between the 
families connected with LIjt on the one hand and those con- 
nected with Beli on the other. 

It is to be obseiTed that in the Llen story the hero meets 
his death by treachery. This is thoroughly in keeping wth the 
trend of Welsh legend, where the writer is in sjmpathy with 
the charactei-s described. It is possible that in this narrative of 
the death of Lleu and his consequent resuiTection by Gwydion, 
we have a reminiscence of the struggles of Ardudwy against the 
encroachments of Penllyn, for Ardudwy must ever have been 
debateable ground. 

So far then it seems clear that in point of structure the 
Four Branches of the Mabinogi are coniposed of a number of 
local legends coUected together, probably by some travelling bard 
or bards, from various places in Dj^ed, Gwynedd and Mon. 
These stories have been pieced together with niore or less skill, 
but the local colom-ing is constantlj^ visible. In the stories of 
Dj'fed we seem to have 

a) Stories developed on the side of Dj-fed next to Gwent. 

b) Stories developed around Grssedd Arberth. 

c) Stories developed around GIjti Cuch. 

d) Stories around the coast of Pembroke and the Island of 
G Wales. 

In the stories of Anglesey we find 

a) Stories around Abeiifraw into wliich the relations between 
Anglesey and Ardudwy (including Llejn?) euter. 

b) Stories around the gi^ave of Branwen at Glan alaw. 

c) Stories around Talebolion. 

In the stories of Gwynedd and Ardudwy we find 

a) Stories around Harlech. 

b) Stories around the grave of Pryderi at Maentwrog. 

c) Stories around Llyn y Morwj-nion. 

d) Stories around Dinlle and NantUe. 

e) Stories around *Kaer aranrot'. 

f) Stories around Caer dathyl. 



THE FOÜB BRANCHES OP THE MABINOGI. 293 

To these may be added those stories which implicate Britain 
outside Wales, connected for the most pait witli the history of 
tlie struggle of the families of Beli and Bran for the supremacy 
of Britain. These form a kind of background as it were to 
the whole Mabinogi. It is significant that in these stories there 
is no mention whatsoever of Arthur, a fact which seems to make 
it clear that in the legends of Gwynedd and Dyfed he had no 
place whatever. Still more signiftcant, perhaps, is the fact that 
we find here no stories from a district lying between Ardudwy 
and Dyfed. In this district, which lies on the South side of the 
p]stuary of the Dyfl, the Taliessin legend was developed. The 
name of Taliessin is found in the Mabinogi as one of those who 
caiTied the head of Bendigeitvran, but he plays no real part in 
the legend. For some reason or other it was never brought 
into relation either with the story of Pryderi or with that of 
Gwj^dion. The same too is the case with the important district 
of Powj^s. In a later article we hope to point out the signi- 
ficance of these omissions. 

Aberystwyth. E. Anwyl. 



DIE GAELISCHE BALLADE VOM MANTEL 
IN MACGREGOUS LIEDERBUCHE. 



Das wertvollste Denkmal der celtischen Litteratur Schott- 
lands ist der zwischen 1512 nnd 1542 in Argjilshire von James 
Macgregor gesannnelte Liedei-schatz , Lliber domini Jacobi Mac- 
gi^egor decani Lismorensis, der jetzt in der Advocates' Library 
zu Edinburg aufbewahrt \sii'd und als The book of the Dean 
of Lismore in der Wissenschaft lange bekannt ist.') Nachdem 
Donald Smith schon 1805 in der Untei-suchung über die p]chtheit 
der 'Gedichte Ossians' eine Beschreibung der Handschrift und 
drei Balladen daraus verr)ff entlicht hatte, nahm der Dichter 
Ewen Maclachlan 1813 von dem nicht sonderlich erhaltenen 
Codex, der in der kui-siven, oft flüchtigen Hand seiner Zeit ge- 
schrieben ist, eine vollständige Abschrift. Erst ein halbes Jahr- 
hundert später widmete Thomas Maclauchlan dem Manuskripte 
eingehendes Studium und edierte 1862 von den etwa 200 Stücken 
seines Inhalts 72 Gedichte mit einer Umschreibung in das Neu- 
gälische und einer Uebei-setzung ins Englische. Diese Leistung 

') James Macji^regor oder, als Pope's Knight, iSir James Macgregor starb 
1551 als Dcchaut von Lismore, einer kleinen Insel in Argyllshire unt^r dem 
l*atronate des Campbell von (ilenurcby. Die Jahreszahlen, die sich in semem 
Buche finden, sind 1512 (p. 144), 152H (p. 171) und 1542 als letztes in einer 
kleinen lateinischen Chronik (p. 18(1 ff.), die man als ein Obituarium der 
schottisclien Hoclilande, namentlich der Gegend von Strathtay und Breadalbane, 
bezeichnen kann. Sie ist schon 1831 von Donald Gregory in der Archaeologia 
Scotica III, p. 317 — 328 ediert worden. Jacob V. (1513—42) wird p. 78 als 
regierender König erwähnt. Die ossianischen Gedichte geliören vermutlicli zu 
den ältesten Bestandteilen des Buches. TJeber den gegenwärtigen Znstand 
der Ilandsclirift (Nr. 37) vergl. Prof. Mackinnon, Transact. Gael. Soc. Invemess 
16, 290. 307. 308. 



DIE GÄELISCHE BALT.ADE VOM MANTEL. 



295 



verdient alle Anerkennung, wenn aucli weder die Edition des 
Originals noch die gälische Tmnskriiitiou des phonetisch ge- 
schriebenen Textes ') noch endlich die Uebertragung ins Englische 
als durchweg zuverlässig gelten können. Darüber haben Alexander 
Camerons dann folgende Arbeiten keinen Zweifel gelassen. Aus 
dem Nachlasse dieses veixlienten Gelehrten (f 1888) sind 1892 
in den Reliquiae celticae 56 Gedichte des Dean's book, allem 
Anscheine nach genau, ediert, zum Teil auch umschrieben und 
übersetzt worden. Für diese Gabe gebührt den Herausgebern, 
AI, Macbain imd J. Kennedy, die viel Sorgfalt auf das Werk 
verwandt haben, iinser Dank. Ei'st durch eine geli-eue Wieder- 
gabe des Originals wird, wie sich hier allenthalben zeigt, ein 
besseres Verständnis der durch die Eigenart ihres altertümlichen, 
schottisch-gälischen Dialekts merkwüidigen (;!edichte ermöglicht. 

Wegen ihrer Beziehung zur allgemeinen Litteratur des Mittel- 
alters scheint mir eine wenig bekannte unt«r den ossianischen 
Balladen in Macgi^egoi-s Sanmilung (p. 114) eine Feststellung des 
Textes und eine neue Uebersetzung zu verdienen. Zwar ist das 
Gedicht, das man 'der Mantel' betiteln könnte, in irischen Hand- 
schiiften nicht gerade selten: es findet sich, -wie ich aus dem 
von H. Zimmer in den Göttinger Gelehrten Anzeigen 1887, p. 173 
mitgeteilten Initium ersah, im Duanaire Fhinn aus dem Jahre 
1628 im Franziskanerkloster zu Dublin; femer in der p>Unburger 
Handsclirift Nr. 54, die vermutlich dem 18. Jahrh. angehört; in 
den neueren Manuskripten 23. C. 31 p. 66 und 2b. (?. 21 p. 147 
in der Künigl. Irischen Akademie zu Dublin, und vermutlich noch 
sonst. Aber die Fassung Macgregoi's scheint die bej^te zu sein, 
wie sie die älteste ist. 

Der Sprache des Dechanten von Lismore scheint die Um- 
schreibung seines Textes in den niodemeu albanischen oder 
schottisch-gälischen Dialekt nicht völlig gerecht zu werden, da 



>) Die |ihuiietiaclie Sclireibung des (jUliechen , ilie im Hbiii im Tori)^n 
Jahrhnuilert ciugefQlirt wurde p hat im Albaoisvheii trotz maui^her Versuche 
die hiBtörigche nicht verdrängt. Ausser dem Dean's Iwok iat auch dna Mn. 
von Feniaig aus den Jahren IISSS — 93 (Reliqnioe celticae 1, 4 ff.) piionettsch 
geBc.lirieben, jedoch nach durchaus verscliiedenem Systeme; andere Beispiele 
sind dos ber&iimte Qcdicht ßkia beaniutich an ttach 's an lur des blinden 
Pfeifern John Mackay 1730 {(Jael. Soc, Inveru. 3—4, p. 102 ff.) iinrf da« Gedicht 
An ainnir a ohnmtaii: mi a'm chodal (Proe. Soc Antiijn. Scötl. 3, 3(i7 ff.), das sich 
in gewöhnlicher Schreibweise bei Gillies und hei Donald Hacleod p. 129 llndet. 



296 LÜDW. CHR. STERN, 

sie zwischen diesem und dem irischen gleichsam in der Mitte 
steht. In der folgenden Transskription seiner phonetischen Schreib- 
weise, wie sie die Ausgabe AI. Camerons in den Reliquiae celticae 
1, 76 wiedergiebt, ist daher der Versuch gemacht worden, den 
noch nicht ganz entwickelten und vom irischen gesonderten Dialekt 
Macgregors genau darzustellen. Dabei ist zu beachten, dass seine 
Texte, abgesehen von seiner höchst willkürlichen Manier, durch- 
aus nicht fehlerfrei sind. Buchstaben, die er ungeschrieben ge- 
lassen hat, die aber das Wortgefüge oder das Metrum erfordern, 
sind im Folgenden diuTh kursiven Druck ausgezeichnet worden. 
Zwei Strophen, die im Dean's book fehlen, die man aber im Zu- 
sammenhange ungeiTi vemiisst, habe ich aus der Edinburger 
Handschrift eingeschoben. 

A hughdar so Oisln mac Fhinn. 

1. La dhan deachatdÄ Fionn do dh'61 

in Almhain is nior iomad sl6gli, 
seisior ban is seisior fear, 
aon ghiir is ainnir ucht-gheal. 

2. Fionn fein is Diarmaid gan on, 

Caoilt' is^) Oisin is Oscur, 
Conän maol go maill' ar maigh, 
agus mnä nan s6 laoch sin. 

3. Maighineas bean Fhinn bu dhöin 

is Ainnear ucht-gheal mo bhean f6in, 
Gormlaith äillidh is Dubh-rosg, 
Niamh is nighean Aonghuis. 

4. 'Nuair a ghabh meisge na mnä 

tugsadar ann gus a rädh, 
nach robh ar in domhan tig 
seisior ban in gcoimhionruic.*) 

5. Adubhairt an innilt gan on: 

*Is colach coiTach in domhan; 
ge math sibhse is iomadh bean 
nach d'rinn feis ach re aon fhear.' 

6. Gairid ar bhith dhoibh mar sin 

täinig aon bhean d'ar rochtain, 

*) Lies Mac Reith. 

*) Oder tric . . . bu choimhionmic. 



DIE GAELTSGHE BALLADE VOM MANTEL. 297 

aon bhrat uimpe go n-äilde 
agus i 'na Aaon-shnäithe. 

7. Tdinig iiighean a' bhruit fliinn 

in bhfiadhnaise mhic Cumhaill, 
beannaichios do'n righ gan on 
agus suidhios 'na fharradli. 

8. Fiosraighio5 Fionn sgöala dhi, 

do'n nighin luthmhair lämh-gliil: 
^A bhean a' bhruit go n-äilde, 
ciod a rad thu is t'aonshnäithc? ' 

9. Is geas dorn' bhrat go n-äilde, 

bean ann ach 'na Aaonshnäithe, 
nochan fhaigh dion fam' bhrot 
ach bean aoinfhir gan aon locht. 

10. *Tabhair am brat dorn' mhnaoi f6in', 

adeir Conän m6r gan chfeill, 

*go bhfeasmaois an breithir mir») 

a tug na mnä bho chianaibh'. 

* ^Glacfadsa an brat, a Chonäin, 

ma's äil leat Ifeigean do t'iomrädh, 
's is mör ghoilleas oim fein 
a ndeanais tu dom' aimhrfeir.' 

11. Gabhais bean Chonäin am brat 

is cuirios uimpe le rac, 

go'm b'6 sin an leithad*) locht 

dar leig lis uile a geal ucht. 

12. Mar a chunnaic Conän maol 

am brat ar casadh f a taobh, 
taimgios^) an chraoiseach go nimh 
agus marbhuis an nigliean. 

13. Gabhuis bean Diarmad' a dhiol 

am brat bho mhnaoi (7Aonäin mhaoil, 
nochar fe^rr a mheasadh dhi, 
casaidh am brat f a eich. 

* Glacuis bean Oisin amlu*a 

am brat fa chüis labhra. 



*) in brear mir Ms. 

*) leyth Ms., Transkription zweifelhaft. 

') tatoris (oder sawriSy gawris) ist zweifelhaft; taimgios (= t-amgas, 
Obs. 1, 124) schreibt Macgregor 10, 13 targis 'er zog^ nämlich das Schwert. 



298 LÜDW. CHR. STERN, 

an t^adach när cumadh di 
nior cliubhaidh a chur uimpe. 

14. Gabliuis beaii Oscair 'na dheigh 

am brat comhfliada coimhreidh; 
ge leobhar sgoth a' bhrait fhinn, 
nochar fholaigb a himlinn. 

15. Gabliuis Maighineas gan fheaD 

am brat is do chuir f a ceann, 
do chas is do chuar*) mar sin 
am brat go luatli f a cluasaibh. 

16. 'Tabhair am brat', ar mac Reith, 

dom' mhnaoisi, is ni ciiis cleith, 
go bhfeasmaois anios gan on 
treis' eile da liiomlait diiibh.' 

17. Do bheii-inn-se briathar ris, 

agiis ni briathar eagmhais,^) 
nach deamiis do flieis ri fear 
ach dol diiitsi in aois leinbh.' 

18. Xochtiiis be^n mhic Reith a taobh, 

cuirios uimp' an brat fior-chaomh, 
a sath eadar chos is lämh 
na go ladbar a ludugän. 

19. ^\on phög d'fhuarns in braid 

mhac Vi Dhuibhne Diaimaid; 
do risseadh am brat um lär, 
mur blieidh si na haonarän.' 

20. *Tabhraibh mo bhrat domh, a mlmä, 

is mi nighean an Deirg glu'äin, 

nocha deanius do locht 

ach feis re Fionn faobhar-nocht.' 

21. ^Beir mo mhallacht is imthigh bhuainn!' 

's e deir mac Cumhaill gan bhuairt,'*) 
*a d'fhagais fa mhiothlacht*) ar mnä, 
na tair chugainne aon lä!' 

^) di chwair oder chwar. 

'^) hrair egijis Ms., ob cagmhais (= agws 32, 1)? 
') gin voyr . . . Ms.? cf. koyl gi noyrra 20, 20. 
*) maälych Ms. 



DIE GAELISCHE BALLADE VOM MANTEL. 299 

Uebersetznng. 

1. Eines Tages ging Finn mit nicht vielen Begleitern hin 
in Almhain zu trinken — sechs Männer und sechs Frauen, ein 
Bursch und eine weissbusige Maid. 

2. Finn selbst und Diaimaid ohne Tadel , Mac Reith, Oisin 
und Oscar, Conan der Kahle, trag im Felde, und die Frauen 
dieser sechs Helden. 

3. Maigines, Finns Frau des kühnen, und die weissbusige 
Ainnir meine Frau, Gormlay die Schöne und Dubhi'osg, Niamh 
imd Aongus' Tochter. 

4. Als Trunkenlieit die Frauen erfasste, vermassen sie sich 
zu sagen, dass in der A\^elt nicht oft sechs Frauen ebenso treu 
wären. 

5. Da sagte die Magd ohne Tadel: *Die Welt ist sündhaft 
und unbeständig. Aber wie gut ihr auch seid, gar manche Frau 
hat niu' Einem Manne beigewohnt.' 

6. Als sie kurze Zeit in dieser Weise gewesen waren, kam 
eine Frau zu uns, die einen Mantel von Schönheit umgeschlagen 
hatte, sonst nur mit einem Faden am Leibe. 

7. Es trat das Weib des weissen Mantels vor Cumalls Sohn 
hin; sie begrüsste den König ohne Tadel und setzte sicli neben ihn. 

8. Finn fragte sie imi Auskunft, das muntere weisshändige 
Weib: ^0 Frau mit dem schönen Mantel, wa><^ bringst du in 
deiner Hülle?' 

0. * Mein schöner Mantel besitzt den Zauber, dass eine Frau, 
nur mit ilirem einen Faden am Leibe, unter meinem Mantel 
nicht Schutz findet als nur Eines Mannes Frau ohne Fehltritt.' 

10. *Gieb den Mantel meiner Frau', sagte ('onan der 
grosse unverständige, 'damit väv wissen, welch dreistes Wort 
die Frauen vorliin geäussert haben.' 

[*Icli werde den Mantel nehmen, Conan, wenn du von deinem 
Gerede abstehen willst. Viel Verdniss habe ich von dem, Wiis 
du zu meinem Ungemaclie gethan hast.'] 

IL Conans Frau nahm den Mantel und legte ihn mit 
Gezerre um. Ein solcher Fehltritt wars, der ihre weisse Brust 
ganz entblösste. 

12. Als der kahle Conan den Mantel an ihrer Seite sich 
bauschen sah, zog er seinen giftigen Speer und tötete das Weib. 

13. Diaimaids Frau nahm, ihm zu genügen, den Mantel 



300 LÜDW. CHR. STERN, 

von der Frau Couans des Kahlen. Nicht besser erging es ihr 
damit: der Mantel bauschte sich unter ihrer Brust. 

[Oisins des trefflichen Frau nahm den Mantel, des Geredes 
wegen; das Gewand war für sie nicht gemacht, es stand ihr 
nicht an es anzulegen.] 

14. Oscars Frau nahm darauf den Mantel, so weit und 
glatt; obwolil des weissen Mantels Linnen lang genug war, ver- 
hüllte er ihr doch den Nabel nicht. 

15. Maigines ohne Falsch nahm den Mantel und zog ihn 
über den Kopf; der Mantel bauschte und kräuselte sich ihr im 
Nu um die Ohren. 

16. 'Gieb den Mantel', sagte Mac Reith, * meiner Frau, es 
ist kein Grund zu verhehlen, damit wir jetzt eine andere Kraft 
von jenen verscliieden ohne Tadel erfahren.' 

17. 'Ich gebe mein Wort darauf, und es ist kein unzu- 
treffendes Wort, dass ich keinem Manne beigewohnt habe, seit 
ich zu dir im Kindesalter kam.' 

18. Mac Reiths Frau entblösste ihren Leib und legte den 
selir schönen Mantel lun; er passte ihr, beides an Fuss und Hand, 
bis auf die Gabel ihrer kleinen Finger und Zehen. 

19. 'Einen Kuss bekam ich verstohlen von O'Duibhnes 
Sohne Diarmaid; der Mantel würde bis auf den Boden reichen, 
wenn es nicht der allein wäre.' 

20. 'Gebt mir meinen Mantel, ihr Frauen! Ich bin Dei^ 
des Grimmen Tochter. Ich habe keinen Fehltritt begangen als 
dass ich Finn mit den blanken Waffen beiwohnte.' 

21. 'Nimm meinen Fluch und geh von uns!' sagte Cumalls 
Sohn ohne Verstörung. 'Du hast unsere Frauen in Unbehagen 
zuiiickgelassen ; komm nicht wieder zu uns eines Tages!' — 

Diese Ballade, von der der Dechant Macgregor einen dia- 
lektiscli gefärbten Text giebt, ist, wie die meisten ossianischen 
Gedichte, aller Wahi^scheinlichkeit nach gegen das Ende des 
15. Jalirhunderts in Irland entstanden. Zui' Vergleichung gebe 
ich die reinirische Fassung aus dem Codex des Franziskaner- 
Klosters, deren Abschiift ich der Gefälligkeit des Herrn P. M. 



*) Die neueren Versionen haben hier noch clie folgende, schon wegen 
der abweichenden ReimsteUung nicht zu dem ursprünglichen Gedichte gehörige 
Strophe : * Ich werde von euch fortgehen und euer Haus verlassen, ihr Frauen ; 
ihr habt keine Geschichte über mich, ich habe eine kleine Geschichte über euch!' 



DIE GAELISCIIK BALLADE VOM MANTEL. 3öl 

Mac Sweeney in Dublin vpi'danke, und füge die Varianten der 
Edinbiirger Haudachrift, deren Text in den Reliquiae celticae 1,110 
abgedruckt ist, liinzn. 



La ila raibh Fioun Ag ul. 






Fiottu anu e 



r fer. 



t DiamiuiM gan 

Aiinair') <lu ^liabh niewge nn mn 
nach raibh nr taluiAoiji') trtc. 

Do riiiib Fionn falb») gan on. 
äHh maith HihliHi is ioinda beu. 



e Fhiuu, Bl. 86b. 
iiAlmhiiiii') Ar bbegilu flh'iigb 
giulla et innilt nchtglilan 
i. mac Reithe Oisin in Oügur 

ann*) et inna na b6 Hoch »iu 

mna. ilo chnailut* dha ininrailb ') 

c. Beisior ban bu cJioinihioiianiic 

colach r«irdeach £ an <toinhaii*) 

fcis rianiA") acht re bauinfer 



Ni fada rio bAailar iniir aoiu. amiair tainir.») beii da fferhain 

aon b/irat iiimpe g^ naille. et I nit haoulAluiäithe 
FiftfnüghiH luac Cmnliaill äin.'") d'ingin in hhniit örtshnäilh 

a blien in bAmit gn naille. gad bheir tu gau iionl«hiiftithe ") 
Bbaidh") an blirnit go naille. beau ann gan aontsnaithe ") 

nach bfagbanu") a iliol don bbrot. adit ben äoiiifhir gan r&locht") 
Tftbhair an brat do inn") nihnäoi fein. du rfiiiih Conän raöul gan clieitl 

gu bfearhiuauiR den blireilbir mliir. ") glor na niban ") ü riannibb 
GlacaJD bean CAnnaiu in brat. et gttblima niuipc go pmp 

fa geiB ar a m^in go beacht.'-') inur io leig riB'-***) an naiufliecbt 
Mar do cloniiaire ('ouan niäol. an brat ag fillwiil/i fa na Ciiobh 

tögbhais a chräoiseticb gan on,") et marpais an ingin'^) 
Glacnis ben Diannada shdoir. an brat ü nihudoi CAonüin mliioil 

ger bhi »i") in tsaoi gan locht, nir fhaluigh te a gealouht 
Ülacais beau Oagair a ccein.") an brat comfaila cninirddh 

ger ffa4() in brot agolhacb äonn.»*) nior flioliiigh se a bimlionn™) 
UlacAiB bean Oisin aialira. au brat fa cnis labhra 

an tedacb nar fogbain**) <Ii. fa uär dhi") a clinr uiuipe 
Olacain Haigheas*") beu Fhinn. an brat fa cüiit mhighrinn 

do chrap is do») cAmaidh niiir suin. an brat huhh fa na*') clfiasaibh 
Tabhair in brat do nlidh") mar Heithe. dorn nihnaoi snl ciiis cteithe"-) 

go ffuchuiaoia") au ionanii dail, dbi is dona atad") nuiäibb 



') La d'A ndecha . . . go balmhniu 



iiei:[ja . . . gu uniuiuuiu ^ 

..„ *j ar dhroim talmhan ') fer 

domhain *) dema fein "' "" •""---' 



ag iouiarbbaidh 



^.»..u , .,-.^^ w... °) gn ttainig 

)uahnailhe '*) Do gheMÜbb 

foghadh '^) äou locht ") 
re '■) do rädhHat na mn« 



*) Mar *) )lo bhadair 

') curracb eerda f an 



taonahnaiihe 

") ßighadh , . 

iniie '■) do rädhHat na 

"■) gur leig leis l 
flioiligh si & daonnac 
IT cbubhaidb ■ ' 



fein ia dona 






prap 



'") Pionn go ngäire ") ad 

anu bbean is i ua baunlunaitlie 

ü ■') go bhfaicemftüid an coDihradh 

") do ghcRsaiUb bhrait na neng ceart 

") ce iir a blii Bin ") nocha ar 

") Limliui^än "j cnmadh *') nl 

>") go cruaidb iiraa ") Dail ar 

is teilte ") l)hfaiceaniaoid ") di 



302 LUDW. CHR. STERN, 

Nochtais beu luhic Reith in*) taobh. et gabliais nimpe an brat lancaomft') 

(lo chnaidh in brat slembuiu slan. dlii go ladbair a läodagdn') 
An pog tugus gau fkios. do iiiJuic i Duibbne do Dhiarmutd 

do rachad in brat dam go lär. muna bbeith sin na baonuran^) 
Hacba misi^) naibb aniacb. is fuicfe m6 hhur tt«c*) a mbna 

sgel nl ifuil agaibb oram. sg^l agani omibb ata 
Beir do mhallacht^) imtbigh naiun. do raidb mac CumaiU armraaidh") 

dfagbhais sinn fa mh^la bbröin. na tair dar ifecbain en 16.*) 

Der alten Dichterregel gemäss schliesst das Gedicht mit 
demselben Worte, mit dem es angefangen hat. 

Das Märchen vom Mantel, wovon die voretehende gälische 
Ballade eine bisher unbeachtet gebliebene Version bietet, ist alt 
und wurde im Mittelalter von Frankreich aus weit verbreitet. 
Nach den gründlichen Untersuchungen, die Ferd. Wolf, 6. Oeder- 
schiöld, F.A.Wulff, 0. Warnatsch u.a. dem Gregenstande ge- 
widmet haben, braucht hier nur einiges darüber angedeutet zu 
werden. Le cort mantel oder le mantel mautaillie gehöil zu 
den bretonischen Stoffen der mittelalterlichen Litteratur und 
ersclieint zum ei-sten Male bei Ulrich von Zatzikhoven, der in 
den letzten Jahren des 12. Jahrhunderts ein unbekanntes und, 
wie es scheint, verloren gegangenes fi*anzösisches Epos von 
Lanzelot bearbeitete. Nacli dieser Dichtung bringt Lanzelot 
seine Frau Iblis an Arthui's Hof in der Bui-g zu Kardigän, wo 
ihr der Mantel der Keuschheit zugesprochen wii'd, den ein wise 
merminne durch eine Botin übei-sendet hat. Viel bekannter ist 
die Fassung eines französischen Fabliau geworden, von dem ver- 
schiedene Rezensionen des 13. Jahrhunderts erhalten sind. Schon 
im Anfange desselben Jalirhunderts ahmte ilm ein hochdeutscher 
Dichter, von dessen Werk nur ein Fragment auf uns gekommen 
ist, in Vei>?en nach, und bald darauf ein norwegischer Erzähler 
unter dem Könige Hakon Hakonai^son dem Alten (1217 — (53) in 
Prosa. Nach dem französischen gahet, dessen Worte das mittel- 



*) a *) blathcaomh ^) di go lar a Inidiocain *) A mhic an 

reithe na nibriathar nglic | ni dernas riamli do ehionntaibh | achd aon phog 
aiuhain as ni le gid (?) | do mhac i dliuibhnc do dhiannoid. Tabhradh dhamh 
mo bhrat a mbna | os ni6 ingh4n an deirg dreacbliain | os me fein nar aomhaigh 
r6 necli | achd re mac C-umliail naoinf her. *) Rachad föin ^') is fagfad 

an tech agaibb ') A bhen na mal achd ®) na nanu näidh •) Do 

fhagbhuis faoi eolcbuirc (d. b. wailing, cf. Cam. 1, 130) ar ceoid ban | imthigh 
uainn is na tar aon lä finit. 



DIE GAELISCHE BALLADE VOM MANTEL. 



303 



hochdeutsche Fragment teilweise getreu übereetzt, kommt an 
einem Pfingstfeste an König Arthurs Hof, von einer Frau ent- 
sendet, ein Bote und zieht einen kostbaren Mantel hervor, der 
nui- einem Weibe von unbefleckter Keuschheit passt: 



La fee iist el drap uue oevre 
Qni les fausses dames descuevre; 
Ja feme qui Tait afabl4, 
Se ele a de rien meserre 
Vers son »ei^or, se ele l'a, 
Ja piiis ä droit ne li serra. 
Ne aiis puceles antressi, 
Se ele vers son bou ami 
Avoit mespris eu nul endroit 
Ja plns ne li serroit k droit 
Que ne soit trop lonc ou trop cort. 



Die feine worht den pheUe 
8Ö daz er velle: 

»welhiu frowe den niantel treitf 
hat st mit keiner valschJieit 
zuo ir matine misaetänf 
der stit der mantel twerJies an; 
daz selbe er der frouwen tuot, 
diu mit werke oder muot 
ir ämis gevelschet hat: 
der mantl ir niet^der rehte stät 
em si ze kurz oder ze lanc; 
sus melt er vcUscher minne krank. 



Alle Frauen der Ritter von der Tafeb-unde müssen den Mantel 
erproben, die Königin, die Damen des Seneschals Kei (Kex), 
Gioflets, Gavains, Yvains, Perclievals, Ydiei's und der andern, 
aber nur Galeta, der P>eundin des C'arados Briebras, sitzt er 
tadellos, und der wird er zu eigen gegeben. Bis in das 14., 15. 
und 16. Jahrliundert lebte der Fabliau unter mannigfaltigen 
Foi-men in der Litteratur fort. In Frankreich beiiilien mehrere 
Erzählungen in Prosa und die Darstellung in der Vengeance de 
fi^guidel darauf, die dann in den niederländischen Lancelot über- 
ging; in Norwegen die Skikkju Rimur, die dem 15. Jahrhundeil 
angehören; in Deutschland ein Meisterlied und ein Fastnachts- 
spiel; und auch in England blieb die Sage nicht imbekannt und 
noch Florimels Güitel in Spensers Faerie Queene ist eine zarte 
Nachahmung des alten Mantels: 

*That girdle gave the vertue of chast love, 
And wivehood tnie, to all that did it bearc/ 

Eine eng vei-wandte Sage, deren älteste Gestalt das ver- 
mutlicli schon in der Mitte des 12. Jahrhunderts in England ge- 
dichtete Lai du corn von Robert Biket überliefert (Romania 17, 
801), die denn auch in der Foitsetzimg von Orestiens Parceval 
durch Gautier de Doulens und im Roman von Tristan vorkommt, 
setzt an die Stelle des Mantels ein Trinkhoni: nur der Mann 
einer keuschen Frau kann reinlich daraus trinken. Die Probe 
findet an König Aithurs Hofe in Carlion statt und Garadues 



304 LüDW. CHE. STERN, 

geht als Sieger daraus hervor; seine Frau heisst, nach dem 
Perceval, Giümer. Auf das fi-anzösische Lai ist die Becherprobe 
in der * Krone' Heiniichs von Türlin (1220) zurückzuführen. Das 
Trinkhorn ei-scheint weiter in der altenglischen Ballade The Cok- 
wolds Daunce und in Sir Thomas Malorys Roman Mort d' Arthur 
(8, 34) ; auch der Zauberbecher in Ariosts Rasendem Roland, den 
wir in einer Erzähhmg Lafontaines Tviederflnden, ist ihm nach- 
gebildet. 

'Qual gid per fare accorto il suo frateUo 
Del fallo di Ginevra fe' Morgana; 
Chi la Moglie ha pudica, bee con qneUo, 
Ma non vi pnö gia her clü V ha puttana; 
Che r vin, quando lo crede in bocca porre, 
Tiitto si sparge, e fuor nel petto scorre.' 

Eine englische Ballade 'The Boy and the Mantle' aus der 
Hälfte des 15. Jahrhunderts hat Mantel und Trinkhorn verbunden 
und noch den Wildschweinskopf hinzugefügt, den nur das Messer 
des Mannes eines reinen Weibes zerlegen kann. Sir Craddocke 
veiTiiag es allein. Die Probe findet an Ailhui's Hofe in Carleile 
statt, der Name der tugendhaften Frau ist nicht genannt. Vgl. 
Bishop Percy's Folio Manuscript 2, 301 ff. 

Alle Vei-sionen weisen den Mantel dem arthurischen Sagen- 
ki'eise zu und, wenigstens seit dem 13. Jahrhundert, ist seine 
Heldin die Frau oder Freundin des als die Säule Eambriens be- 
rühmten Caradawc des Starkannigen {Breichvras). Sie hiess 
Tegau P]urvron (die goldbusige) und war eine Tochter des 
Nudd hael ab Senyllt, eines Königs von Venedotien (Gwynedd). 
Die welschen Triaden, freilich nicht die der ältesten Sammlungen 
aus dem 13. oder 14. Jahrhundert, erwähnen sie als eine der 
drei ^vornehmen Damen an Arthurs Hofe' (rhiain ardderchawg 
llys Arthur y Myvyr. Archaiol.'^ 393, 78), oder der drei 'glück- 
seligen' ((jwcnriain, 410,108), oder endlich der drei * keuschen 
Jungfrauen (diweirverch, 392, 54) der brittischen Insel '. Wie die 
welschen Dichter den Gegenstand iluer Huldigung mitunter eine 
zweite Inged, oder P^ssylt, oder Luned, oder P]nid nennen, so 
spricht Davydd ab Gwiljon von einer zweiten Tegau (Barddoni- 

aeth 211, 1): 

Digwsg fum am ail Degau, 

dihnn, hael fun, yw 'r hwyl fau. 

«Schlummerlos war ich um eine zweite Tegau; schlaflos, holdes 
Weib, ist mein Zustand.' Schon Evan Evans hatte dem Bischof 



DIE GAELISCHE BALLADE vnM MANTEL. 



305 



Percy mitgeteilt, dass man die Sage vom Mant«l, der zu den 
Wundei-diiigen Britanniens gehöre und von den welsclieii Bardeu 
oft erwähnt werde, von Tegau Eur\Ton erzähle (Eelics ed. 
WTieatley 3, 322). Ton der Pracht des Mantels sag! eine 
welsche Triade, angeblicli von dem obengenannten Davydd ab 
Gwilym (der 1367 starb): 'Drei Dinge giebt es, deren Farbe 
niemand in der Welt kennt — die Federn des ausgebreiteten 
Pfauenschweifes, der Mantel der Tegau EurvTon und die Pfennige 
des Geizhalses' (Myv. Arehaiol. 899,10). Noch skeptischer drückt 
sieh eine andere Triade über den Mantel aus: niemand kenne 
sein Anssehen, noch wisse, wo er zu sehen sei (Myv. Arehaiol. 
895, 42). Edw. Jones, The Welsh Bards 2, 49 (London 1802), 
hat aus einer angeblicli von Edw. Lluyd genommenen Kopie 
einer welschen Pergamenthandschrift die Liste der 13 'Königs- 
kleinode (brenhin Jlysau) der Insel Britannien' ediert, auf der 
auch der Mantel der Tegau Eurvron steht; von diesem heisst es: 
'Keine konnte iliTi umlegen, die Ehebruch begangen, noch auch 
ein junges Mädchen, das gebuhlt hatte; aber er umhüllte ein 
keusches Weib bis auf den Boden.' ') Es sei bemerkt, dass die 
Foim des welschen Wortlauts nicht alt ist und dass der Mantel 
in einem andern Texte der Liste, den Lady Guest (The Mabi- 
nogion 2, 354) abgednickt hat, fehlt. Ebenso ist eine andere 
Angabe bei Jones, und danach auch bei Lady Guest 2, 435, 
wonach Tegau ausser dem Mantel auch den Becher und das 
Messer, von dem wii' in der englischen Ballade hören, beaes-sen 
hatte, schwerlich auf eine alte Quelle zui'ück zu führen. Von den 
welschen Triaden stammt nui' eine beschränkte Anzahl, so scheint 
es, aus dem Mittelalter: der berülimte Hergester Codex enthält 
deren z. B. nur 00, und andere alte Handschriften bieten auch 
nicht viel mehr (vgl. Y Cj-mmrodor 7, 96); ei-st in der Neuzeit 
sind die Sammlungen dieser geistreichen Denksprüche so erheblich 
angewachsen, dass die Myvyrian Archaiology deren über 3000 
vereinigen konnte, ohne den Vorrat zu erschöpfen. Man wird 



') ManUÜ Tegau Ewrfron: ni aüai neb vntgo moni a fyddai wedi 
torri priodas, na mortcyn ifana a orddtrehasai; achia gutldiai icraig ddwair 
hQd at y Haar. Ea scbeint iraglicli, q\ diese aiis (_di)m ohoni entgtandene 
Form moni (RowInnirB Welsh Grammar § üSy) in iilt«u HaudacLriften vor- 
kommt. Nacii M. Nettlan hat sie «ich erst im Ifi. Jalirli. featgesulKt (Y Cjumi- 
rodur 6, 13Q), doch eei bemerkt, daaa sie in dcu lllierlie feiten Üedichten de« 
Davj-dd ab GwUjra nicht ungewöhnlich iat. 

ZatlKhrlft r. e^t. PbUotosl* 1. 20 



306 LüDW. CHR. STERN, 

daher das Alter der Triaden, die den Mantel der Tegau Eurvron 
betreffen, nicht überschätzen dürfen. Auch ist die Erzählung 
vom Keuschheitsmantel, obzwar er nach der Versicherung des 
Fabliau in einer Abtei in Wales in natui^a aufbewahrt wurde, 
in welscher Sprache, so viel ich weiss, noch nicht bekannt ge- 
worden. Von der altem, durch Ulrich bewahrten Sagenform, 
wonach Lanzelots Frau die Mantelprobe besteht, hat sich in 
Wales überhaupt keine Spur erhalten. Selbst der Name Iblis 
ist aus dem Welschen nicht mit Bestimmtheit zu deuten.*) 

In der irischen Litteratur des Mittelalters hat sich die 
matifere de Bretagne nicht eingebürgert, wenn es auch an einzelnen 
Bearbeitungen dieser Stoffe, wie des heiligen Grals, Iweins und 
einiger andern, nicht fehlte. (Vgl. Gott. Gel. Anz. 1890, p. 503). 
Nun ist es anziehend zu beobachten, wie der irische Balladen- 
dichter die Mantelsage vom arthurischen auf den volkstümlicheren 
ossianischen Sagenkreis, dessen ganzer Apparat ihm im Agallamh 
na senörach, einem Werke des 14. Jahrhunderts, vorlag, über- 
tragen hat. Da ist zuerst statt des Königs Arthur Finn mac 
Cumaill, der Häuptling der Fianna, mit seinem Sohne Oisin (der 
hier freilich nicht als der berühmte Dichter ei'scheint) und seinem 
tapfern Enkel Oscar; da ist femer Diarmaid, der Adonis der 
irischen Sage, durch die Entführung Grainnes, der Frau Finns, 
altberühmt und nach einer spätem Erfindung durch ein Liebes- 
mal {ball seirc) für die Frauen unwidei-stehlich. Caoilte wird 
im Texte Macgregors mit Unrecht erwähnt, denn dieser lang- 
lebige Gefährte Oisins kommt in der Erzählung weiter nicht vor. 
Für ihn war Mac Reithe (oder Mac an Reithe, Ed) zu nennen, 
ein Held, der in der ossianischen Poesie sonst wenig hervortritt, 
dessen Frau hier aber die Rolle der Tegau Eurvron übernimmt. 
Nach dem Agallamh war sein eigentlicher Name Cümaighe (Silva 
gadelica p. 106), und an einer andern Stelle (p. 93) heisst er 
einer der beiden Propheten {fdid) Finns. Nach einer spätem 
Ballade, die namentlich in Schottland überliefert wird (Leabhar 
na f6inne p. 176b; Cameron, Reliquiae Celticae 1, 352), ist Mac 

*) J. Rh5^8, Arthurian legend p. 129, erkennt in Iblis den Namen einer 
der drei keuschen Frauen der brittischen Insel. Ihr Name wird allerdings 
verschieden geschrieben: Efilien^ Myv. Arch. 392, 55 ; Eßian p. 410, 104 (so 
wird der Name auch p. 694 a geschrieben, wie J. Loth, Les Mabinogion 2,244, 
bemerkt); Eveilyan, Y Cymmrodor 7, 130; Eneilyany Myv. Arch. p. 398, 47, 
oder vielmehr EneiHan^ HB. Mab. 806. 



DIE QAELISCHE BALLADE VOM MANTEL. 



307 



Eeith auf einem Jagdaiisfliige verunglückt, als er an seinem 
Lanzenscliafte die Meerenge zwischen der Insel ykye und dem 
schottischen Festlande, die nach Uuu Kyle Hey genannt wii-d, 
üherspringen wollte. Da ist endlich Conäii mad mac Moma, ein 
harter und jähzorniger Mann, dessen rasclie Tliat an den Künig 
Arthiu' im Lai du corn erinnert, wo er auf die treulose KBnigin 
das Messer zückt. Conan, der in den jüngeren Texten der Ballade 
den seltsamen Beisatz ' nicht schwach zu Meere ' hat, ist eine der 
merkwürdigsten Figuren des ossianischen Cyklus,') aber sie ist 
nicht alt und kommt im Buche von Leinster, wenn ich nicht 
iiTB, noch nicht vor. Im Agallamh (Silva p. 141) wird Conan 
als ein Streiterreger eingeführt; die ossianische Sage hat ihn 
offenbar dem Briccriu nemtJienga, dothengiha der IJlsterer nach- 
gebildet, und in den spätem Erzählungen und Balladen ist er 
vorhaltend der giftige Spötter {nuillachtach , fear miobhlais, fear 
miolahhartha na ftinne) und wird schliesslich zum Prahler und 
Feigling. So ist sein Charakter genau derselbe wie der des Kei 
am Hofe Ärthui-s, nicht des eigensinnigen Recken, der in Kulhwch, 
dem Don Quichotte der Welschen auffjitt, sondern des Seneschals 
oder Küchenmeistei-s (dapifer, pennstvydur), des 'langen Mannes', 
den wir aus Owein, Peredui' und Gereint und aus den Romanen 
und Epen der Tafelrunde kennen. Schon bei UMch heiast er der 
arcapreche Keiin; und der Dichter 'des Mantels* (ed. 0. Wamatacli 
p. 19) sagt von ihm: 

E* entwichen Hlnem wurte 

beide »Ite nnde jnng«; 

') Eb ninss doliin gestellt lileiben, ob Oonän maol den kahleu, tutarlosen 
(^n /%oU) Cunan bezekliiiet, wie er in den Ballodeu beständig ^nnuntwird; 
nach J. Smiths Erflnduug in den Seandäua Liesge er so, weil ihm einat im 
Kiunpfe die Ohren sligesch Ingen wurden. In einem Gedichte im Agallamh 
(Silvit gad. p. 134) winl gesagt, Conän maol sei im Zweikampfe gegen Äed 
rind Ferdomain gefallen : Aided Conäin mhaoil do'n mhaig ocns aidml Fherda- 
main; dieaer Ünuän maal war ('onin mac in Dagdai, der in LL. !03a sogar 
miUiel 'Honigninnd' heiast, nnd von der komiBchen Pignr der Balladen ver- 
Br.liieden. t)er Zusatz don mliaig scheint nicht erklärt zn sein. In einem 
8t«mrabanm des Finn JSaa Cnmaill iu der Oieaseuer Uaudschrift Bl. üZb findet 
sich Oaire don mhoigh und Dnire don mhoigh. Und anch Vorfahren GoIIb 
heixsen Möma don maig und Art don maig (Silva p. 99), Vielleicht steht 
Magb 'Feld' hier in prägnanter Bedeutnng Itlr Findmtigh (Finni u>y, Dean'a 
book 22, 7) oder Magli ftun (itev. cell, 5. 197; Silva p. 12«, 234; Edinb. Dinn- 
sheuchafl p. 475), womit eine Ebene in der Baronie Ätblone in der Orafachaft 
ROBCommon bezeichnet wird. 

20« 



308 LÜDW. CHE. STERN, 

siner eitermeilegen znnge 
getorste nieman gen&hen. 
BÖ sin allerverrist s&hen, 
do entwichen sie im alle; 
wan sines herzens galle 
kiinde mit rede wol vergeben: 
also staont ie sin leben. 

Wozu ein andrer unserer alten Dichter mildernd bemerkt: 

Ditze ist diu w&rheit, 
daz er spott^s gerne pflac. 

Die Namen der Frauen, die Macgregor im Texte der Ballade 
anführt, sind weniger bekannt. Nur Maighineas, eine Tochter 
des Garadh mac Morna (Silva p. 203) , kommt auch sonst als 
Frau Finns vor, namentlich in der Erzählung Töruigheacht 
Shaidhbhe (Rev. Celt. 16, 21). Ob Ainnir (Ännir vct ^all) ein 
Eigenname ist, bleibt zweifelhaft; es scheint in Str. 3 eine 
schlechte Lesait vorauliegen, da anneir weht ^aall schon in 
Str. 1 vorhergeht. Der Name Gormlaith (LL. 52 b 1) oder Gorm- 
fhlaith (Cam. 2, 369) wird hier und sonst (Nr. 52) von Macgregor 
Gomüay gesclirieben, an andeni Stellen auch Gormlyee (35) und 
Gomdee (36). Dubh-rosg (dow ros) 'schwarzäugig' muss, wie es 
scheint, als Eigenname aufgefasst werden. Die Namen Niamh 
(neaof) und nighean Aonghuis {neyn Enneis) eiinnem an Niamh 
eine Tochter des Königs Aonghus tireach von Munster, die nach 
dem Agallamh (Silva p. 160) von Oisin entführt wurde. 

Die irische Ballade entfernt sich darin von den andern 
Vei*sionen der Mantelsage, dass nicht ein Bote den Zaubeimantel 
überbringt, sondern dass die Eigentümerin (gleichsam eine Fee 
Morgana, Arthui^s Schwester) ihn selbst trägt. Diese Tochter 
Dergs wird in einem andern ossianischen Gedichte (Nr. 19 Mac- 
gregors) als eine Gattin Finns genannt: 

Ata fa'n tnlaich so tnath | mac mliic Cumhaill is crnaidh colg, 
mac d^adgheal nighin* an Deirg | nach tng r'a fheirg briathar borb. 

' Unter diesem Hügel nach Norden liegt der Sohn Mac Cumaills 
von harter Waffe, der weisszahnige Sohn der Tochter Dergs, 
der im Zorn kein rohes Wort ausstiess.' Die Tochter Dergs war 
Oisins Mutter (Oss. 1, 11), daher er in einem Gedichte im Agallamh 
(Silva p. 149) angeredet wird: a meic ingine in Deirg druin *o 
Sohn der Tochter des geraden Derg!' Sie hiess nach dem 



DIE OAELISCHE BALLADE VOM MANTEL. 309 

Agallanili (Silva p. 95) Bla inglien Deirg dianscothaig, und nacli 
eimgen merkwiSvdigen Yersen im Buche von Leinster 1134 m 
(Silva 2, 476. 522). die auf eine Volksetymologie des Namens 
Ossine znrück zu füliren sind, ist die Fee Blai dlierg 'vom 
reissenden Banba' in Gestalt eines ßelis zn Finns Räuberbande 
(dibergg) gekommen imd hat so von deren Häuptlinge ihren Sohn 
Ossine') empfangen. Sie besass also die Gabe sich verwandeln 
zu können, sie war eine Zauberin, imd ihr hat daher der Dichter 
den Mantel von geheimnisvoller Kraft verliehen. 

Noch in andrer Beziehung weicht die gälische Ballade von 
dei^ ft-anzösischen üeberlieferung der Sage ab. tt'älirend nach 
dieser eine Fraa für des Mantels würdig befunden wird, ist nach 
jener keine einzige tadellos, selbst Mac Eeiths Frau nicht, deren 
Vergehen allerdings verhältnismässig leicht war. Die Zauberin 
nimmt ihren Mantel wieder an sich und lässt die Frauen bescliämt 
zurück. Hierin geht die gälische Ballade auch Aber die englische 
hinaus, der sie sonst am ähnlichsten ist. Ohne eiu kleines Hindernis 
geht es nämlich in dieser bei dem Ehegemahl des Sir Craddocke 
nicht ab. 

When she had taue the mtiiitle and out it her abont, 

Upp att Ler great toe it begnn to crinkle aud c.rowt. 

Shee Said; 'Bowe downe raantle anit ahaine me not for uonght! 

Once I did amiKse, I teil ynn certBiulje, 

Wheti I kist Craddockes month nnder a ffreene tree; 

Wben I kiBt OraiidnclteB monlh hefore he marrfed me." 

When shee had her shrceTen and her gines shee had tulde, 

The inanlle »toode abont her right es ahee wold. 

Der gälische Dichter hat sich eine kleine Aenderung ge- 
stattet, indem er Diaiiuaid, den irischen Don Juan, in die Kr- 
zählung einführte, und man kann nicht sagen, dass er sie ver- 
schlechtert liätte, obwohl seine Äusdrucksweise eine gewisse 
cnidit6 zeigt, die den älteren Fassungen der Sage fremd ist. 

Es ist nicht schwer sich die Verbreitung der Sage vom 
Mantel vorzustellen: offenbar hat sie, wenii auch die handschrift- 



4 



') Die Fonn Ossine, die auch sonst Torkoinmt (LL. 193 a 30, 19Tb 29) 
nud Shnlii^h wie Ataairgene (statt Amotgiu, Rev. celt. 13,448) gebildet EU 
sein Bchcint, ist als Dimiatiliv wie sinm-henae ttilpaiUa (M1.47rli) erklärt 
worden. Macgregor spraeh den Kamen zweifelloB Osain, wie er funßtehnmal 
itchreibt; aber es flndeu aioh auch die Sthreibungen : Omsinn, Ossein, Oxiiyne, 
OKcyne, Oastane, Ossain, Ossa» and Omane. 



310 LUDW. CHK. STBBN, 

liehen Zeugnisse dafüi' nicht in sehr alte Zeit reichen, denselben 
Weg genommen wie die andern arthurischen Stoffe. Welsche 
haben sie, mittelbar oder unmittelbar, im 12. Jahrhundert oder 
früher (ich berühre hier nur eben ein Thema, das \iele Ver- 
mutungen zulässt und das verschiedene Gelehrte in verschiedenem 
Sinne erörtert haben) nach der Bretagne gebracht; die Form 
der Eigennamen (namentlich Carados Briebras) und einzelne 
Schwankungen in der Darstellung erklären sich leicht, wenn 
man sich den Erzähler (cytvarfyd) vergegenwärtigt, der in fremd- 
ländischem Dialekt heb lyvyr 'ohne Buch', wie es in den Mabi- 
nogion heisst, seine Märchen vorträgt. Doppelsprachige Bretonen 
mögen die Sage den Franzosen überliefert haben, von Frankreich 
ist sie nach Italien, Deutschland und Norwegen gednmgen. Aber 
die englische und die irische Ballade enthalten gemeinsam ein 
Element, das der Fabliau nicht bewahrt hat. Es kommt hinzu, 
dass die Form des Namens Craddocke in der englischen Ballade 
nur aus dem welschen Caradawc entstanden sein kann, dass sie 
also auf einer spätem, von der altfranzösischen unabhängigen 
Entlehnung aus Wales beruht. Die Quelle des ossianischen 
Gedichts ist nicht mit Sicherheit nachzuweisen: möglicherweise 
ist es die englische Ballade, wahrscheinlich aber die welsche 
Erzählimg, die um 1500 noch sehr en vogue gewesen sein muss. 

Die Form, in der das Gedicht aus dem Dean's book oben 
dargeboten ist, verlangt einige Erläuterungen. Die Texte Mac- 
gregors, so seltsam und ungeregelt ihre englisch-gälisch- welsche 
Orthographie ist, sind, wenn es nur gelingt, sie in die etymo- 
logische Schreibweise richtig zu übertragen, besser als die spätem 
Versionen der ossianischen Gedichte, die wir besitzen. Das zeigt 
sich zuerst am Versmasse. Die Balladen haben zwar nicht mehr 
die durch Allitteration und Wortzwang verputzten alten Metra, 
aber sie halten an den siebensilbigen Vei-sen fest, die bald (wie 
in der Ballade vom Mantel) paarreimig, bald (wie in den meisten 
Gedicliten) Wechsel- und binnenreimig sind. Spätere Texte, 
namentlich die schottischen, übertreten die Voi-sclirift der festen 
Silbenzahl des Verses ohne Unterlass, indem sie unter dem Ein- 
flüsse des englischen Verse«, dem jambischen oder trochäischen 
Tonfalle zu Liebe, oft einen achtsilbigen Vers bieten. Wenn 
ein Vers im Dean's book der Forderung der Silbenzalil nicht 
genügt, so ist er aller Wahrscheinlichkeit nach fehlerhaft über- 



DIE GAEL18CHE UÄLLADE VOM MANTEL. 



311 



liefert oder falsch transkribiert. Mau wii-d in dieseu Gedichten 
manche Keime finden, die man als unreine bezeiclmen mnss: o 
reimt ganz gewöhnlich auf i* und auch auf a; i auf e und auf 
die /■ haltigen Diphthonge u. dergl. m. Oft ei-streckt sich der 
Reim auf zwei Silben. 

Der Text Maogregors trägt unverkennbare Merkmale des 
albani.schen Dialekts; es ist nur zu erinnern an den .\rtikel am 
vor Labialen und a' im Genitiv, wie ym hat am brat, a wrot 
&' bhruit, a wrat a' bhi'ait; nighean {neyn) statt inghean; dym 
wrei' und wo wrei (Str. 10, 13, neben dym tcneisi 16) geben fib' 
die Form mknaoi die Änsspiache mit r, die in den Hochlanden 
noch üblich ist; be&nnaichios (bannichis) ist die albanische Aus- 
sprache fiu- das irische beannaighios, doch schwankt Macgregor 
in ähnlichen Fällen zwischen cA und gh, wie auch im Mittel- 
irischen bennachais neben bennuighis vorkommt (Stokes, Lismore 
Uvea p. LXXVTI); tabhraibh {iawrew) statt des irischen tabhraidh 
'gebt'; bho {tco) statt ö 'von', M. vdh; mur {mor, sonst mir ge- 
schrieben) statt muna ' wenn nicht ', M. myr, u. a. Ich beabsichtige 
hier nicht von der Sprache Macgregoi-s, die eine zusammen- 
hängende Darstellung verdient, ausfuhrlich zu handeln und be- 
schränke mich auf die folgenden Bemerkungen, zu denen der 
Text unserer Ballade Anlass giebt.') 

Die Ueberachrift lautet h hoinV soo . . ., was in der alten 
Sprache nur 'a ughdar' und in der moderneu nur 'ughdax so' 
lieissen kann; wie Macgregor hier das h nach dem a cirov vor 
dem Vokale setzt, go lässt er es an andern Stellen (wie in Str. 6, 
9) nach dem a avTi/i aus. Der Name des Verfassers fehlt im 
Dean's book; da er einmal in der ersten Person redet {d'ar 
rochtain, Str. G), so muss das Gedicht einem der Fianna beigelegt 
gewesen sein, vennutlich Oisin. — Der Ort der Handlung der 
Ballade ist Almu Laigen oder Almha {Gen. Almaine, bei Mac- 
gregor ni halvin 13, 4, alwin 24, 2, alwe 13, 3; Dat. Almain, bei 
Macgregor in naivin 7,33, hier alicf), der Stammsitz des Finn 
Mac Cumaill, dessen Lage der Hiigel von Allen in der Grafschaft 
Kildare in Leinster bezeichnet. Mehrere Etymologieen des Namens 



') Die Herausgeber batien ilie Gedichte nnd Strophen nicht nntneriert. 
Um sie eitleren zn könncii, habe ich die Reihenfolge Maclauchlans fortlaufend 
gewählt (wobei zu bemerken ist, dnas p. r.r., Zeile 21 ein neues Cedicht, Nr. 2», 
begiuni) nud iliesß Zählimg auf l'anicrpiis , wenij^er vollstBuilige, Aiisgalie 
Bbertragen. 



312 LtIDW. CHR. STEBN, 

werden gegeben (Silva 1, 121. 2, 483. 531), die älteste ist die 
Ableitung: von alamn d.h. alumen (LU.41b30, LL.202a41; cf. 
Rc. 15, 308). 

Str. 1 La dliaii deachaidh (loa iune deach) zeigt die 
Anfl5siiiig der Eklipse, die sich bei Macgregor in einem eigen- 
tümlichen Zustande der Unsicherheit befindet Oft bewabit er 
sie, wie in gy' lay ja dikc gaeli lä dha iitig 2, 2; na drülis noon 
na ntrillis ndonn 12, 8; »t gath na gcath 6, 4. 8, 25; in andern 
Fftllen zieht er das n nach neugälischer Manier zum auslantenden 
Vokale des vorhergehenden Wortes, wie in seilt fane deach snl 
fa'n deachaidh 3, 12 und hier; nin vi. leidi nan ee laoch, aber 
irisch na se laoch, Str. 2; an vaenissi i bhfiadhnuise, Str. 7; nicht 
selten aber schwindet das » spurlos, wie in la juy deacha lä 
dha'n deachaidh 3, 1; ni cath nan cath, na gcath 7, 22. Es ist 
bemerkt worden, dass sich die Eklipse im hebridiscb Gälischen 
noch hier nnd dort erhalten hat (Scottish Celtic Eeview p. 286). 

Do dh'öl ist die getreue Wiedergabe von di joiW d. h. do 
öl, mit dem euphonischen j {= gh, dh, eigentlich mittelengl. s 
für ags. j, neuengl. j/) nach di (^ do) vor vokaUschem Anlantei, 
wie es bei Macgregor nicht selten vorkommt: di jm do Fhlonn 
19, 4. 25, 16; di jer do dh'fhear 16, 24; di lea neirrin do dh'iath 
n-Eireann 11, 12; di jorn» do fhoireann 25, 8; di leyi'h do fhia- 
dhaibh 3, 3. Die Präposition do dh' oder do gh' ist auch in neu- 
gftlischen Texten vor vokaUschem Anlaut nicht selten , z. B. lau 
do dhör 's do dhfionnaladh, Cam. 2, 344; umhluigh do ghathair na 
nnile, Cam. 2, 284; und dh, gh (Macgi-egors 3) dient hier wie in 
andern Fällen lediglich zni- Ausfüllung des Hiatus, wie m da bi 
lail leif da bu aiU leibb 55, 1; bi ^ar bu fheaiT 3, 7. 56, 5. Aus 
do dh' (di i) hat sich weiter die Form adh' (05) vor Vokalen lind 
endlich die Präposition a mit Aspiration des folgenden Kon- 
sonanten entwickelt. Im Dean's hook heisst es: a ^is a dh'fhios 
'zui" Kenntnis' 14,4; slane wome a ^irril ts dy' ^awe släu bhuam 
a dh'iorghail is do dh'ägh 'Lebewohl dem Sti-eite und dem 
Huhme' II, 50, wo beide Formen nebeneinander stehen; ne royve 
a i«yn H'od a chiti ui robh a dh' fli^inn bbos a chionn 'nicht 
war von Fiaiinen über seinem Haupte' 11, 50. Ebenso: nl bhfuil 
urram aic a dhathair, C'am. 2, 410, statt do dli'athair, d'athair. 
So erklärt sich id ^rai' = a d'dhreacli — do d'diireach 14, 16, 
was genau dem W. yth drych entspricht. Das o (ftlr do) ftUt 
bei Macgregor nicht selten aus, hint^rlässt aber seine Spur in 




DIE GAELI8CHE BALLADE VOM MANTEL. 



313 



der Aspiration des konsonantischen Anlauts, z. B. dei/cJi hUy'm 
loolle deicli bliadlina a (oder do) GlioU, 8, 42; und ebenso im 
Neugälischen: 's gn laoigh ar beOil iohradh 'Dliia nan du! 'um 
die Kälber unseres Mundes dem Gotte der Elemente darzubringen ', 
AI. Macdonald p. 1; a* dol dholaidli 'vergehen' st. a dholaidh, etc. 

Wie im Mittel welschen die Präposition y aus dem alt- 
welschen di entstanden ist, so im Albanischen a aus do, was 
das Irische in allen Fällen beibehält. Dies lässt sich weiter 
besonders dentlich an einigen zusammengesetzten Präpositionen, 
Konjunktionen und Adverbialien erkennen: albanisch a chum 
'entgegen' ^ ir. dochnm; a dkith 'mangels' = ir. do dhith; a 
dh'easbaidh 'mangels', Mac^egor ^essoe 14,23 = ir. d'easbaidb; 
a reir 'gemäss' ^^ ir. do reif; a ckionn 'weil' ^ ir. do chioun; 
a thaobh 'in Bezug auf' = \i: do thaoibb; a ghnätb ' gewölmlich ', 
Macgr^or a jm«' 6,7, aber auch di inää = ir. do ghnäth; a 
rtreadk 'wirklich' ^ ir. da rireadh; auch wohl a chaoidh 'immer', 
das schon im Mitteliriseben cliaidche (aus co aidhche) die Aspira- 
tion zeigt und vermutlich als do cboidcbe zu verstehen ist. Aber 
aritkisd, rts 'wieder' ist von diesen Fällen zu trennen, da es 
schon im Irischen aris, mir. arithissi (neben doridisi) heisst und 
vennutlich aus 'ar-fhrithissi entstanden ist. 

Wie vor dem Nomen steht a für do anch vor dem Infinitive, 
d. h. a vor folgender Aspirata und a äh' vor Vokalen. So sebnn 
im Dean's book: ni fenyet' la er lai a hwtteim la na clieilli' 
na f^innidh leath ar leath a thuitim le na cheile 11, 13; ffin 
skatU a jinsi joe/w gan sgöal a dh'innseadh a dh'aoidlie 14, 16; 
und ebenso in der heutigen Sprache: Ta sinn a' dol a rfA'iarraidb 
na spreidlie 'wir gehen das Vieh zu suchen', Stewart, grammar' 
p. 87; i.st es einem Manne erlaubt, a bhean a chur uaith 'sein 
Weib zu Verstössen'? Matth. 10, 3, wo Carswell übersetzt: a 
bhen do chur uadba, und O'Donnell: a bhean do leigean. Dies 
«, adh' des Infinitivs ist wohl zu untei-scheiden von dem «', ag 
de* Partizips, das niemals Aspiration nach sich zieht: a keny* 
oskir a' caoineadh Oscair 11,43; a' dol, ag öl, engl a-going, 
a-drinking. 

Die phonetische Schwächung des do za a ist aber auf die 
Präposition in der Bedeutung 'zu' nicht beschränkt geblieben; 
sie hat auch das verbale Präfix do ergriffen und so ein Relativ 
a für Nominativ und Akkusativ entstehen lassen, das das Irische, 
wie R. Alkiuson gezeigt hat, nur in modernen Texten aufweist. 



314 LUDW. CBB. STEBN, 

Bei Macgregor ist das verbale Präfix a gewöhnlich, wie oben in 
der Ballade: 'uuair a ghabh, ciod a rädh thu, mar a chunnaic; 
er hat neben dt rynn 26, 10 (= do rinn) auch fer a ryn 15, 2; 
leich a waa marve 4, 31; a raigh in cow 14, 15, wo das Irische 
nur do rinn, do bhi, do räidh gebraucht. Das Neugälische kennt 
nur noch a für das verbale Relativ; z. B. an ti a rinn air tüs 
iad, Mattli. 19, 4, wofür Carswell *an ti do rinde duine 6 thosach' 
und O'Donnell *an t6 do chruthuighe iad 6 thüs' schreiben; an 
ni a cheangail Dia, Matth. 19, 6, heisst bei Carswell 'an ni do 
cheangail Dia ' und ebenso bei 0' Donnell. Nach falscher Analogie 
schreibt Macgregor a twg Str. 10 und a dagis Str. 21 (statt d'thug, 
d'fhigais); aber er geht noch weiter und bUdet id tanik (d'thäinig) 
11, 20 und it toyr (d'fhuair) 11, 34. 

Am merkwürdigsten erscheint der Uebergang des do in a 
beim Pronomen possessivum der 2. Sg., wofür das Dean's bock 
Beispiele genug bietet: hanni^ er a waill beannachd ar do bhöal! 
* Segen auf deinen Mund!' 3,4; er a lawe *bei deiner Hand!' 
7,26. 11,15. 17,24; nonor a Icyvin i n-on6ir do leighean 7,1; 
er a hee ar do thi 8, 12; er a yiye ar do dheigh 11, 51; ag 
aythyr ag th'athair 7, 2. Gelegentlich wird man diese Pronominal- 
foim auch in neueren Texten finden. 

Str. 2. go maiir ar maigh {^om maal er myg): auch go 
mall kann gelesen werden, denn Macgregor schreibt statt mawle 
(mall) 8,2. 14,2 auch määl 24,7. Für er myg oder er myg 11,4 
steht an andrer Stelle err wygh ar mhaigh 14, 2, was vielleicht 
den Vorzug verdient; vgl. er a wygh 11, 57; si wygh 11, 23. 
Uebrigens bezeichnen die Punkte, die Macgregor mitunter über 
Konsonanten setzt, keineswegs immer, wie sich hier zeigt, die 
Aspiration. 

Str. 3. bu dhein (W ianc); dein steht hier für das gewöhn- 
lichere dian (wie oft in der alten und neuen Sprache), ebenso 
na dheigh neben na dhiaigh; Feinn, eig. Acc. Sg., als Nom. Sg. 
statt Fiann; grein 10, 22 statt grian. Macgregor scheint häufiger 
die Formen mit ä für die mit ia zu verwenden, aber nur im 
Reime wird es wahrnehmbar; denn beide Laute drückt er gleich- 
massig durch die Vokale und Diphthonge a, ay, ai, ae, aa, ea, 
ey, ei, e, y aus. 

Str. 4. Die zweite Hälfte der Strophe wocä royf er in 
doyHn feg sessir hau in goy^ inrylk scheint verderbt zu sein; Ug 
kann kaum anders denn als tig gelesen werden {heg 8,7. 17,58. 



DIE QAELISCBS BALLADE VOM MANTEL. 



315 



tfg 25,15), uud dem in goy' inryVc (itirtfck?) entspricht buch- 
stäblich i gcoimhiouriiic; in jedem Falle ist die Lesart der jüngeren 
Handschiiften verständlicher. 

Str. 5. Den Worten cw/y" ea ruith oder earnith (in den 
Bei. celt. 'culaidh cerda' umschrieben) entspricht die Lesart 
'colach ceirdeach' in der Dubliner und 'coirach cerda' in der 
Edinburger Handschrift; die oben gegebene Uebertragung der 
Worte, die nelleicht angemessener Finn beigelegt werden, ist 
Vermutung. — Nach d'rinn feis {nach dryn fes) ist albanisch 
statt nach dema oder döarna; ebenso heiast es cha dim sai 
11, 55; no'cha drone ma 11, 60, doch verwendet Macgregor weiter- 
hin und sonst auch die korrekt« Form. 

Str. 6. aon-shnäithe {lyn nat/g oder einaygh geschrieben) 
ist ein Kompositum, eigentlich der Einer-Faden, der eine Faden, 
den man zunächst auf dem Leibe trägt; vgl. cau eu snäithi 'ohne 
einen Faden am Leibe', Rev. celt. 7, 76; nachdem Ciaran seine 
casal (casula = vestis cucullata) an einen Aussätzigen verschenkt 
hat, geht er fort ina enshnaithi 'nur mit einem Faden am Leibe', 
Lismore Lives 2390. Aon 'einzig' sondert und vei-stärkt mitunter 
die Bedeutung seines Nomens, wie in aoji-hliean 'Eliefi'au', z, B. 
do beith do aenmhnai ocum, Rev. celt. G, 175; Ir. T, II, 2, 111. 
Aehnlich gäl. aonckaruid der nächste Freund, der Intimus, z.B. 
is olc an taoncharuid an righ 'der König ist ein schlechter 
Intimus'. So scheint oCTi-cÄarjja/ (Windisch, Wörterbuch p. 718b) 
den Einer -Wagen, gleichsam den Leibwagen zu bedeuten. Oen-c't 
Emire heisat schwerlich 'die einzige Eifersucht' Emers (Wiudisch, 
Texte p. 205), sondern, wie in oenöt amnas Ailella, LL. 31 b28, 
'die Alleinsucht, die Eifersucht'.') 



') Eine dein aon eiitaprechemlc iuteiwive Bejlentiing verleiht luitniilcr 
auch dt, ciad 'enit«r'. Wie Fionn na bhfian aommhian Ailhhc 'iler einzige 
Wunsch, der einiig IJelieble Ailhhes' (Os». 5, U4) ist outh der häufige Anadruck 
cead ghnidh oder all», ceud ghaol (Cam. 2. 41&) KU veretehen; und ebenso ceud- 
ragha nlh(^llBUuiciI (Leahhar na feinue K&), wofiür ein anderer Text aun-ragha 
achuiiige ' der erste oder einzige Wunsch ' bietet (ib. 21 b). Cfad-fhear ' erster 
Mann' heisat bo riel wie 'Ehegatte', z. B. chaoidb cha hbi mt dlie fallnin, n 
nach maireann mo ebiad fhear 'Ich werde niemalB wieder wohl sein, seit meiu 
Ehemann nicht mehr lehf, Stewart, Highlaud bards p. Uli, uicht ' mein Ereter', 
Aehnlich lüsst nich doch wohl in der lllteni Rprai^be cilmunttr 'Ehrgcmahl' 
auffaBsen, wovon H. Zimmer (Keltisohe Stndien 1, 113) eine andere Erklärung 
gegeben hat. Cit-i»gen 'ein erstes Mädchen", d. h. eine Jnngfran (ingen mac- 
dacht), LU. 12Ta2G, erinnert au deu Ansdrucli ceid-sheanöir 'ein angehender 



316 LÜDW. CHR. STERN, 

Str. 8. Feasry* kann ebenso wie feisrych 15, 12 nicht 
' dh'fhiosraich ' umschrieben werden; es muss des Metrums wegen 
beide Male fiosraichios heissen. Statt is facn-sknäith (as [is] 
tein nayfj) sollt« man ad aonshnäith erwarten (vgl. id di hy'diiU 
25, 5); es scheint nach der Analogie von is tee 17, 66 is steith 
69, 4 (gäl. astigh aus is in tig) und is tir (st. is in tir) gesagt 
zu sein. Die Lesart gad bheir tu *was bringst du' (vgl. cread 
do bheir tu ad t'aonar, Oss. 6, 24) entspricht Macgregors keid a 
rad ow ciod a rad thu? Rad ist nicht 'riidh', wie Cameron 
umschreibt, denn diesem Worte entspricht im Dean's book sonst: 
di raye 8, 15, 24, 4, di rae 8, 11, raa 17, 17, raigh 14, 15 und 
raw^e 68, 3. Rad ist das mir. dorat (dedit), wovon die moderne 
Sprache ein Verb radaim ableitet. So sagt ein Dichter über die 
blutige Verfolgung (derg-ruathar) des Conall ceamach: 

Creidim go ttug an rnathar tenn dar chuir len ar bhferaibh Eireann, 
's nl chreidim go brath gor rad da mhile cenn air aonghad. 

*Ich glaube, dass er jene heftige Verfolgung unternahm, als er 
Schmerz über die Männer Erins brachte, aber ich glaube niemals, 
dass er zweitausend Köpfe auf eine Weidengerte gesteckt hat' 
(Cam. 2, 293). 

Str. 9. Die Negation des Verbs nocha (mir. noco, nocho, 
nocha) oder nochar (mir. nocor, nochor), bei Macgregor die ge- 
wöhnliche, erscheint unter verschiedenen Schreibweisen: nocht 
cha, no'cha, noe^clia, cha und no'char, no*chair, nochchar, nochar, 
char; die heutige gälische Sprache hat nur die verkürzte Form 
cha beibehalten. Für den Gebrauch gilt in der altem Sprache 
die Regel, dass noclia mit Aspiration des folgenden Konsonanten 
und nochan vor Vokalen und fh das Präsens und Futur, nocha 
do oder nochar das Präteritum bezeichnen. Indem Macgregor 
seinem Texte die schottische Färbung gab: nocht chan nayg 
dein fame tvrot, ist dem Verse eine Silbe verloren gegangen, die 
diu'ch die Lesart a diol ersetzt werden könnte. Der Modus der 
Unterordnung nach an, nach, mur, cha (die Enklise der alten 
Sprache) hat sich im Albanischen anders ausgebildet als im 
Irischen. Die Präsensform auf ann, die im Irischen hier eintritt, 



Greis', 0' Clery s.v. rioghlach. Cä-tech im Liede Derdris: 'Glenn Eitci! ann 
do togbhus mo cet-tig' (Ir. T. II, 2, 128; Rel. celt. 2,432), scheint 'das Wohn- 
haus' zu bezeichnen, da der Dichter schwerlich sagen wollte, dass er nach 
diesem ersten noch mehrere andere gebaut habe. 



DIE GAELI8CIIE BALLADE VOM MANTEL. 



317 



iflt Macgregor zwar nicht unlwkaiint, aber er macht spärlichen 
Gebrauch davon (4, 37. 7, 28. 8, 9, 23. 10, 4. 15, 1, 53. 26, 11). 

Str. 10. go westmist ^= 16 go vestmest wird in den Rel. 
celt. 'go faiceamaoid' umschrieben, was die Form niclit wieder- 
giebt. Gemeint ist go bhfeasmaois, was genau dem mir. go 
fesmais oder co fiastnais (Windisch, Wb. p. 54a), dem Futurum 
secundarium oder Konditionalis zu ßnnaim 'ich weiss' entspricht. 
Die neuere Spraclie liat aus diesem Futur einen Präsensstamm 
feasaim abgeleitet. Die Vertretung des s durch st (oder sS) ist 
in der modernen Sprache häufig, z. B. brist oder brisd 'brechen' 
statt bris. So hat Macgregor die Endung -mist (gesprochen 
misclitsch) statt -mts, und in der heutigen Sprache tritt -mid 
oder -maoid (gesprochen nüdscli) dafür ein. Es sei bemerkt, da.ss 
das alte Futurum secundarium oder der iiiscbe Konditionalis im 
albanischen Dialekte verloren gegangen ist und durch das Im- 
perfektum (oder Praesens secundarium), in der 1. PI. jedoch mit 
der Endung -maid (statt -mis), ersetzt wird. Ebenso ist das 
Futui-um durch das Präsens in der Bedeutung des Futurs verdrängt 
worden. — In brear mir scheint als alter Akkusativ zu ver- 
stehen zu sein: in breithir mir, wie Ir. T. 11, 2, 131; die neuere 
Sprache verlangt do'n blireithir rahir oder an bhriathar mir', im 
Gillisclien am briatiiar mii-'. 

Str. 12. f'a taobh (fa tegß, 13 fa eich (/a keiyf, vgl. kneif 
^ cneidh 15, 10), 15 f a ceann {fa cann), fa cluasaibh (fa clossew) 
zeigen eine weitere Eigentümlichkeit des schottischen Dialekts. 
Nach der Analogie von co n-a, i n-a, re n-a, iar n-a, wo das « 
vor dem Pronomen possessivimi a radikal ist, bildet man im 
Irischen auch fo n-a, 6 n-a, le n-a, tre n-a, um den Hiatus zu 
vermeiden (O'Donovan, gi-ammar p. 375); demnach faoi na cho- 
saibh, 1. Kor. 15, 27, und fä na cosuibh, Ajmk, VI, 1. Dies n ist 
im Gälischen (fo a chosaibh, fuidh a cosaibh) und im Maux (fo 
e chassyn, fo e cassj-n) so wenig gebräuchlich wie in der altern 
Sprache. Macgregor schwankt noch im Gebrauche; während er 
liier den vokalischen Auslaut der Präposition fa vor dem pio- 
nominalen a elidiert, bietet er sonst: la ni/ lawe (le a lAimh) 
8, 30 neben lai lawe (le 'läimh) 8, 34; rany' loye' (re na shluagh) 
11, 4. 29. 36; icona olt (bho na fholt) 11, 41, u. a. Im Manx heisat 
es sogar: jeh nyn gassyn (de an casan) .\ct. 13, 51. 

Str. 13. a mheasadh (a wassi), eigentlich 'seine Meinung'; 
Cameron liest: 'a bhathas'. 



I 



318 LÜDW. CHR. STEBN, 

Str. 14. sgoth oder scoth (sloyt), eigentlich die Blume, 
dann, mit mancher übertragenen Bedeutung, das Beste von einer 
Sache; *fine tow or flax' O'R. Scot (altnord. skaut Laken) lässt 
schon die Schreibung Macgregors nicht zu. 

Str. 15. di churri, von Cameron *do chuiridh' umschrieben, 
ist doch wohl 'do chuir' zu lesen, da Macgregor dem liquiden 
Auslaute oft ein tonloses i oder e anhängt (z. B. Finni, skaiUi, 
harrt), 

Str. 16. tres eilt da hyndit dcw (detve), wahrscheinlich Hreis 
eile d'a hiomlait diobh' oder gälisch diübh, diu, nicht 'domh\ 
wie in den Rel. celt., denn diese Form schreibt Macgregor sonst 
doif, doyfy doyth, doy*, doith, doth, während dew für diübh steht 
(9, 23. 11, 38. 69, 2). — Tres scheint eher für tr6ise 'Kraft' als 
für trfeimhse 'Weile' genommen werden zu müssen, obwohl dies 
(treis) im Gälischen nicht selten ist. 

Str. 17. Statt weis (feis), wie Cameron hat, liest Mac- 
lauchlan vermutlich richtig di weis (do fheis). 

Str. 18. a saych eddir chos is lawe na giley er a Iwdygnane, 
in den Rel. celt. ' a seach eadar chos is lämh na gu lär a luidi- 
gean' umschrieben, was keinen Sinn giebt. Die beiden andern 
Versionen besagen deutlich: *Es kam der glatte, vollkommene 
Mantel bis auf die Gabel' (ladhair) oder 'bis auf die Solile' 
(lär) 'ihrer kleinen Finger' oder 'ihrer kleinen Zehe'. Mac- 
lauclilan übersetzt den Text des Dean's book: 'Her body was 
covered, feet and hands, none of all was left exposed', wodurch 
ihm das weitere Verständnis verloren geht. — a saych oder a 
sayth (von Maclauchlan 'a soigh' umschrieben) will sagen: 'a 
säth' oder 'a säith' 'ihr Genüge', 'was ihr passt'; vgl. cho 
d'fliuair droch bhuanaidh riamh a shaith corrain 'ein schlechter 
Schnitter kriegte noch nie seine richtige oder passende Sichel' 
Oam. 1, 156. Mac Reiths Frau passte der Mantel, sogar über 
Hände und Füsse, bis an die Gabelung ihrer kleinen Finger und 
kleinen Zehen. — Lüdag 'der kleine Finger ', von mir. lüta ab- 
geleitet, ist im Gälischen ein bekanntes Wort (Macdonald, poems 
p. 18; Glenbard Coli. p. 18; Ct. 1, 42) und wird falsch auch lügh- 
dag und lüthdag geschrieben (Dict. scoto-celt.); die Ableitung 
ludugan, ludagan (mit der Diminutivendung -uccan) scheint dem 
Irisclien anzugehören und hier nicht nur die kleinen Finger, 
sondern auch die kleinen Zehen zu bezeichnen. — Statt l&r 
(was Macgregor sonst durch laar oder layr, lair ausdrückt) ist 



DIE GAELISCHE BALLADE VOM MANTEL. 



319 



ohne Zweifel ladbar (für leyer) zii schreiben; dies im Gälischeii 
häufige Wort bezeichnet urspränglich den 'Zwischenraum zwischen 
den Zehen oder den Fingern', so namentlich LU. 64a9, LL. 
68 a 43. 87 a 20. 31; daher auch die Gabel oder Scheere (Ir. T. 
n, 2, 252) und zwei Aeste eines trockenen Baume» (Trip. 84); in 
der neneren Sprache steht das Wort auch für den 'Huf, die 
'Tatze' (z. B. einer Katze oder eines Dachses, Oam. 1, 159; 
Nicolson 138, 382); daher ladharach 'klumpfttssig', Ct. 3, 182; 
bog-!adlirach 'weiclifüssig', Macdonald, poems p. 22; der gälLschS' 
Plural ladhai-au heisst bald die 'Zehen' (Ct. 1,224, 2,208, 3,31) 
und bald die 'Hacken' (Nicolson 381). — Na gi d. i. na go, no 
go, mittelir. naco, noco 'bis' kommt auch sonst bei Macgregor 
vor: cha royve slanc wo na olt na gi ryg a icanmf lair 'er war 
nicht gesund von seinem Haare bis zu seiner Fus^ohle' 11,41, 
und schon mir. vor einem Nomen: no eo cend clan cöicthlgis for 
mia 'bis nach sechs Wochen', LL. 172b49; vor dem Verb ist 
noco, no go häufiger. — Der Ausdruck eddir chos is lau-e er- 
innert an den Sehtuss eines andern ossianisclien Liedes im Dean's 
book: Eddir lapue is chos is cfienn It tarn vlU* gi anvin'Sovrohl 
an Hand als Fuss als Haupt bin ich gänzlich kraftlos', 5, 12. 

Str. 19. Ane phoik doaris in hread (aon phög d'fhuars am 
braid), lies: d'fhuarus am braid; braid f. Diebstalil, Nicolson 
247; am braid 'verstohlen', z.B. imeachd le Graidhn' ann am 
bmid ('travelling with Grainne in a j-oke' übersetzt) Ct. 3, 71; 
vgl. die Ballade von Ergan: Thug bean righ Lochlainn nan 
sgiath donn | Trom ghaol trom nach d'fheud i chleith | Do dh'AÜde 
greadbnach an fhuilt deirg; | dh'fhalbh i leis an ceilg 's am braid 
'die Frau des Königs von Lochlan von den braunen Scliilden 
fasste sehr lieftige Liebe, die sie nicht verbergen konnte, zu dem 
schmucken, rothaarigen Aide; sie ging mit ihm treulos und 
heimlich davon. ' — Di reissi, in den Rel. celt. wie von Mac- 
lauchlan 'do niitheas' umschrieben, was weder die Foito noch 
die Bedeutung gestattet, meint \'ielmehr d o r i s e a d h , das 
Futurum secundarium oder den Konditionalis von riccim, mir. 
rissed oder rolsscd (Windisch, Wb.740a) und resed (LL. 108a32). 
Von diesem Worte hängt der Sinn des ganzen Gedichtes ab; 
Maclauelilan übei-setzt die Strophe: 'Her bosom then -one kiss 
received from Mac O'Duine, from Diavmaid; the robe from her 
he then unfolds, fi'om her who tlius did stand alone'. 



I 

i 



320 LÜDW. CHB. STERN, 

Obwohl man aus der paraphrastischen Methode, wonach 
schon einige Balladensammler des vorigen Jahrhunderts, wie 
Stone und Maclagan, aus dem Dean's book geschöpft haben, 
namentlich durch die höchst verdienstlichen Arbeiten AI. Camerons 
herausgekommen ist, so sind wir doch von einem sichern Ver- 
ständnis des wichtigen Buches noch unendlich weit entfernt. 
Wer das Dean's book für die Textkritik der ossianischen Ge- 
dichte und für die Geschichte des gälischen Dialekts nutzen will 
und es syllabatim liest, wird nicht ein einziges Stück finden, 
dessen Transkription und Uebersetzung nicht allerlei Zweifel 
rege machten. Da mir in den vier Jahren, dass der erste Band 
der Reliquiae celticae vorliegt, kaum eine Würdigung dieses 
Buches zu Gesichte gekommen ist, so meine ich nichts üeber- 
flüssiges zu thun, wenn ich meinerseits ein paar Bemerkungen 
über einige der darin nach Macgregors Handschrift edierten 
ossianischen Balladen hier anknüpfe. 

Die Edition der Texte ist, nach den wenigen in Faksimile 
veröffentlichten Proben zu urteilen, in hohem Grade korrekt. 
Wenig ist mir in dieser Beziehung aufgefallen; auch kann man, 
ohne das Original zu vergleichen, nicht daran bessern wollen, 
höchstens hier und dort zweifeln. Verbesserungsbedürftig ist die 
Transkription ins Gälische, die ja walirscheinlich auch noch be- 
friedigender ausgefallen wäre, wenn AI. Cameron die letzte Hand 
daran hätte legen können. Immer noch finden sich Wortbilder 
in den transkiibierten Gedichten, die kein gälisches oder irisches 
Wörterbuch aufweist; zahllose Verse haben nicht die richtige 
Silbenzahl oder reimen nicht; und oft ist dem hergestellten 
Texte kein Sinn abzugewinnen. So wird gleich der ei-ste Vers 
des ersten Gedichtes so umschrieben: 

Di chonna mee tylyf finn is ner vai tyly^ teme trea 

aggis dt chonna mee scheve di vont*" in nir in nea 

'Do chnnua ini teaglilach Finu is nior bn teiighlach tioma treitk 

agiis (lo chuiina sibhe de mbuinntir an fliir an d6' — 

obwohl doch vai nicht * bu ' sein kann und ^ sibhe ' kein bekanntes 
Wort ist. Es ist zu schreiben: 

Do chnnna mi teaghlacb F/iinn is nior bb'6 teagblacb tiom tr^ith, 
agns ilo cbnnna mi sibb do mbninntir an fhir i nd4. 

'Ich habe den Haushalt Finns gesehen, und es war kein zag- 
hafter schwacher Haushalt; und ich habe euch von der Familie 



DIE QAELISCnE BALLADE TOM MANTEL. 



321 



des Mannes gestern gesellen.' Der in der dritten Strophe dieses 
Gedichtes genannte OuMa m' yn lai, 'chunna niac an Lai' um- 
schrieben, heisst Conän mac an Leith (Oss. 6, IOC). Was Str. 4 
tnarreine und 2, 9 manu ediert wird, ist zweifellos mamom (wie 
11, 54. 13, 6. 14, 25), d. h. ra'anam. 

2, 1 Is fadda no' ni nelli ßnni ist bestimmt in nelli finni 
zu lesen, wie das Faksimile im Report zeig:t, d.h. 'i nAilfinn'. 
2,3 iiin front' crew gin gneitce gr . ... 'gun phronnadb (crew?) 
gun gbrnomh (gr^.)' umschrieben, lies: gan phronnadh cruidh (auf 
das vorhergebeude eruit reimend), gan ghniomh grad (Reim zu 
fleadb); \%\. gniomb grad, Oss. 6, 14. 106. Die letzte Strophe 
des Gedichtes lautet: 



f!os BJi ionaidh t 
is fada 'nocht i n. 



mbi Binn, 



3, 11 gy' fer retev. in nayd kalg 'gacb fear dhiubh 'n ionad 
'.sheilg', i n-6ad do shealg; 3,15 di veirdeis 'do bheirdeas', lies 
do bheiridis, ebenso 6, 9. 3, 17 ach sen selya a rony' ßnn 'ach 
sin sealg a rinn Fionn' : ag sin sealg a r6ine Fionn; ebenso ach 
so d. h. ag so 10, 6; gar ni i/oyllane ansi cheille gi bi winni Iwm 
anc lay 'gäir nan coilean ann sa' choill g^'m ba bhinn kam an 
\k\ was doch nicht richtig sein kann, da choül und bliinn nicht 
reimen und die zweite Hälfte des Langx'ei'ses nur seclis Silben 
hat. Lies: gäii' na gceölan ann sa' cbill, gu'm bu bbinne liom 
a« U 'der Glockeulärm in der Kirche — melodischer wai' mii' 
dör Tag'. Ce6Un 'Glocke' kommt auch 7, 29 und Liämore Lives 
p. :1U vor, mitunter bedeutet das Wort eine 'schwache Musik', 
wie Highland Monthlj' 1, 151; gäii- heisst nicht nur 'Geschrei', 
sondern auch 'Getfee', wie z. B. das der Wellen am Ufer (Rev. 
celt. 9, 462, Suva p. 113). 

4, 25 Dor army', nach Cameron, hat Maelauchlan wahr- 
seheinüch richtiger gelesen Oor armyfh (d.h. 6r-armach (Cam. 
1, 124), denn es ist das nomen proprium einer giiecMschen Prin- 
zessin, die Ventry 14 'Ügarmach' heisst. An Maclauchlans 
Umschrift wäre manches zu bessern, z.B. Str. 23 Dolür «yn 
greach irom 'nan gniomh trom': na gcreach(d) trom, ebenso 
Str. 34; 34 boein no' char veny' in lave ' buidheann noch char 
mhean an lämh': nocliar mhin au Umb; 36 nach draynik er 
foynn areis 'nach d'raimg air tonu a ris': ar tuinn; die letzte 



ZdtHhttn f. «lt. PbUologl« I. 



31 



322 LÜDW. CHR. STERN, 

Strophe des Gedichts, in der effrin oir gänzlich missverstanden 
ist, lautet: 

An da abstol d4ag 's a' bhlaidh, gach cleireach maith is gach f4idh 
eadram agiis ifrinn fhuar do bhith go craaidh air mo la. 

* Mögen die zwölf Apostel in der Herrlichkeit, jeder gute Kleriker 
und jeder Prophet zwischen mir und der kalten Hölle sein, 
dass sie nicht grausam auf meinem Tage wird.' Iffrinn ist im 
Gälischen Fem. Gen.; die celtische Hölle ist ein kalter Ort. 

5, 1 is nee eny* ^of waa brony* 'is ni [eineach] domh bheith 
brönach': is ni ioghnadh dhomh bheith brönach; vgl. neheynyth 
mi way gi dowych *kein Wunder, dass ich traurig bin' 26, 17; 
ha mi crei' na 5a la cha neynith aa wei^ brisia 'mein Herz ist 
in seinen zwei Hälften, kein Wunder, dass es gebrochen ist' 
66, 4; ebenso fleih eany^ 5, 8. 5, 2 re tarring chlach a haUinn 
*re tarraing chlach (a shallain)': & hAlmhain, oder, wenn man 
den Text korrigieren darf, & hAilfinn, da Oisin schon 2, 7 geklagt 
hat, dass er Steine zum Kirchenbau in Elfin schleppen müsse. 

6, 1 Wenn man * ann fli6inn ' liest, so muss der Name Kaytie 
im Reime Cein geschrieben werden; liest man ihn Cian, so muss 
*an fliiann' vorhergehen. Der Name liyniih lautet nicht 'Koinne', 
sondern Raighne oder Baoighne. 6, 7 be veddeis 'do bhitheas': 
do bheidis. laycannyn 'Fe-cannain': Fath-canann, ein Sohn 
des Maccon mac Macula (Silva p. 230), war der Vater Smirgats, 
einer Frau Finns (ib. 91), und Finns Verbündeter (ib. 169); er 
kommt auch 26, 21 vor, wo er fa canyn geschiieben wird. Auch 
der Name eines bekannten alten Dichters wird Fathachanand 
geschrieben (LB. 115 m). 

7, 3 is gin noewa ag fayne eyrrin * is gun neamh aig F6inne 
Eireann': 's gan neamli ag F6inn Eireann; der Vers ist sechs- 
silbig. 7, 12 ne rey fa wil a skaye *ni räch fa bhil' a sg^ithe': 
ni ria, das Futurum zu riacht (LL. 125 a 42). 7,27 da beany* 
mir a veissi* *dam bidhinn mar a bhidheas': da mhkmn mar a 
bhi-sa (statt bhädhas). 

8,3 di loicmist ^do ghabhamaid': do ghabhmaois, das Im- 
perfektum. 3, 31 de vemist wlli fa hur mir hw ac coryk fir 'do 
bhiomaid uile fa hur, mar h-uagh(?) ag cömhi-ag fir', übersetzt: 
*We all would have been under ground. In combat vanquished 
by this man'. Unmöglich richtig! Macgregor scheint zu lesen: 
Do bh^imis uile fa hüir, mur shuidheadh ag cömhrac fir. 'Wir 



DIE SAELISCnE BALLADE VOM MANTEL. 323 

wären alle unter der Erde, wenn er nicht den Kampf eines 
Mannes, d.h. den Zweikampf, bestimmt hätte'. Aehnlich Str. 39 
wemost gin dioyvir fa stnack da goyvyss teoyn in cor 'bliiomaid 
larun chabhair fa amachd, do gliablias uainn a' chöir' übersetzt: 
'We helpless would have been in thrall, deprived of what had 
been oiu- right'; iielmehr: Eheimis gan chabliair fa smachd, da 
ngeabhadh se bhuainn an cöir, oder: an chöir, 'wenn er von uns 
das Recht bekommen hätte'. Der Text Macgregors ist aber 
fehlerhaft, da ihm das Reimwort fehlt, das der Ire hat: di 
bhfäghadh uainn an ceart c6ir. In der folgenden Strophe 
heisst d\ weit 'do bhiodh' nicht 'would have been', sondern, als 
Imperfektum, 'es war'. 

9, 1 Sai la guss in dei na' wakg mai ßn Cha naki ma 
rem ray Sai boo ^ad lym (so doch nach dem Faksimile zu lesen), 
d. 1l S6 lä, gus in d6 nach bhfac' me Fionn, 0ha n'fhac' me 
rem' r6 s6 bu dh'fhaide liom. 9, 2 mac ncyn oe heik, lies mac 
nighin' ui Thaidiig (statt O'Thaidlig). 9,5 nor verve, lies nor 
varve. 9, 23 m' kowl gyn Uygh 'mac CunJiail gun bhladh', 
gegen die Schrift und den Sinn, vielmehr: go lubjaidh {= go 
blagli, Cam, 1, 139) 'mit Ruhm', 9, 25 na hallit "na thalla': ent- 
weder )iaUi' zu lesen oder 'na bhaile zu lunschreiben. 9, 26 a' 
hi wa' in traive 'ach bha mhatli an tifiabh': ach bu mhath. 

10, 1 Das Verständnis der berillimten Ballade von Diannatds 
Tod ist noch sehr unvollkommen. A binn feigh ayne d-lon'&m 
beinn f^idh agus loin ' heisst : a mbionn faoidh 6an agus Ion ' wo 
die Stimme von Vßgeln and Elchen ist'. 10,3 m' eioynn 'Mac 
ODhuinn': Mac ni Dhuibhne, ebenso echwyne ni cliiiinn 11,2; 
dass Macgregor nicht O'Dhuinn schreiben wollte, folgt daraus, 
dass es nirgends in den Vera paast 10, 6 eir fa harhw a jn(7 
'fheai' fa tharladh an gaol': vielleicht ^ighear fa tharladh a 
dhäil (?), 10,8 soyetk ßnn is derk dreach 'suidh(?) Fionn a'a 
dearg dreach': snidhichis Fionn ia dearg dreach. 10, 10 fn geyr 
no gany' sleygh, bi Irane istyf} no gath bolg 'ha ghßire na gäinne 
sleagh, ba tr6ine a fhriogh(?) na gath-bolg', eine Transkription, 
die weder dem Texte noch dem Sinne entspricht, denn es bandelt 
sich offenbar nicht um die Borsten oder Federn des Ebers, 
sondem um seine Waffe, die Hauer oder Gewehre, Für das 
schwierige Wort iscy() bietet Ediub. 62: a fhedh, Maclagan und 
Irvine: friogh, und Kennedy: gatli. Gemeint ist ein selteneres 
Wort saigh 'die Schneide', wie in dem Sprichwort: Wo du ein 

21« 



324 LDDW. CHR. STEBN, 

scharfes blanlces Rasiennesser siehst, räch gii a^amh seach a saigh 
'geh ruhig an seiner Schneide vorüber", f'ain. 2, 490. Demnach 
ist zu scM-eiben: bu gfifeire na gäinne sleagh. bu tÄröine saigh 
na galhbolg ' er war scliärfer als die Siieerspitze, er war stärker 
von Schneide, oder von Gewehr, als ein gath-bolg', 

10, 19 m' e^icne nar eyve fcall 'nar aoibh feall': nar fliaomh 
feall 'der keinem Verrat zustimmte'. 10,22 tra eaii 'fe eud': 
tr6 ^ad. 

U, 7 o geasitk chroye 'an geasaidh craaidh': a gciosa 
chruaidb. 11,8 lU eechin 'do dhicheann'; do dh'fheachain. 11,9 
weadeisst baiss 'faighdeas bÄs': faighdis bäs und bedeis 'beideas': 
beidis, cf. 15,28. 11,33 latce cheilt ya rclUn des rea' in gcae- 
achte ny' sleigh, doch wohl zu lesen: lämh f'hauilte g'a uitlinn 

rdo nacht i gcröaclitaibh na sleagh. 11,35 ttyle 'triall', 
treall 'eine kurze Zeit'. 11,45 fa tJiassil ckroo [^ a gassil 
ckroa 15, 1) ist nicht dem irischen a yeosair chrö 'auf blutiger 
Bahre' entsprechend Übersetzt 11,50 m' mvmni 'macMöime': 
niac Muime 'der Sohn der Muime', d. h. Finn Mac Cumaül; tilg:e 
die Note. 11,53 51« chomsa don chnimse, 11,54 Irclwein 'golra- 
hin": ceileabhar (Oss. 6, 76). 11. 56 a dos 'a chlosadh': a chlos. 
1 1, 59 woyn jiCwn ne farda Ics rei're wea ji werrin ' o'n ghle6 
sin ni feirrde leis rigbreachd a' bbeatha dha bheirinn', über- 
setzt; 'Fi-om that conflict which was not well for him, the 
kingdom of life I would give lüm'. Vielmehr: 'Seit dem Streite 
schien es ihm nichts besser, wenn ich (selbst) das Iteich der 
Welt nähme ', Macgregor hat hier zwei Strophen veimengt, vgl. 
Oss. 1, 132. 

13,3 na gassre fetm alwe 'na gasraidh F^inn Almhain': 
lies Fiann Almliai« (statt Alnihaine). 13, 9 na mir cAmn voass 
ettee no mar chrann mheas (eablmidh): no mar chi-ann os fiudh- 
bhaidh 'oder wie ein Baum Über dem Walde'; vgl. feagha os 
feaghaibh, grian os reannaibh, JKAS. 2, 482; Cuchojinacht crann 
OS cüilltibh, Kiipenhag. MS. 12 b 30. 13,11 gir bra in coutra 
cadna 'gur b'e an cumha ceudna': gur b'6 an confadh ceadna; 
vgl. ni bhiadh an confadh ceadna ag duine re innsiu, Oss. 1, 82. 
13, 13 si wittn fei' vni "s bheinn righ uime': is a mhionn righ 
uime 'und sein Kßnigsdiadem um ihu', ^= is an coiTan (coi-öin) 
uime, Cam. 1, 112; vgl mionn-chunihdacli, Oss. 1, 118. 

14,2 chogetc vllyth 'chöige rUaigh': choigeamh Uladh, sw 
auch 14, 8, 10. 14, 6 «■ darvc torrin di' letch cayvelir eonnil loa 




DIE OAELISCHE BALLADE VOM MANTEL, 325 

conleich 'air dearbhadh torriiing do'n koch ceanglas Conall le 
Conlaoch': das Wort torrin kommt auch 26,21 vor; di hi wor 
torrin a glarr . . ., wo es zu worrtn (foireaiin) reimt; aher was 
ist toireann? 

14,8 canni ni conni 'gu ceann nan eon'; lies na con; cü 
'Hiuid' ist Fem. Gen., selbst wenn es f'uehnlinn bezeichnet. 
14, 9 gneive ng serrit sänge 'g:niomli nan saora seang'r na 
serrach seang, wie Cani. 1, 128. 14, 11 riss in gon 'ris an con': 
lies coin; uaygiss 'bhadhas'r bhädhais, ebenso dakgis 'd'fh^- 
blias': d'fhÄgbliais, 22. 

14, 12 ne in rai' 'ni an reidh': ni'n r^idh. 14, 19 ist ganz 
unsicher; ne ta '«i ta': nocha, eroye 'cridhe': cniaidh. 14,25 
gassgci' y)wny' Aalgin ' gaisgidheach Dhöln-DealgaJii ' : lies Dhuine 
Dealgain, wie der Vers erfordert, und vgl. Oss. 4, 294. 

15,5 mor far jU d'ge ee 'mor fear dha d shuirgheadh i' 
mor fear dhä dtairgeadh i 'viele Männer, die sich um sie be- 
mühten'. 

15, 14 gi Imai lerg 'gu gnai dlieirg': go ngTi6 dheirg; vgl. 
bn dhaibhe na gual do ghne, Cam. 1, 126. 15, 24 in laive *an 
lÄinih': an lamh. 15, 26 er yn ißoan tuggi a anm 'air a' gbleann 
thugadh 'ainm': ar an gcluain. 

15,27 fer nor ympac 'fear nior iompaidh': fear nar iom- 
paidb, fio oft zu verbessern; fer bo jawst nert 'fear bu ghäbhaidh 
neait': fear bu dbeiwe neart, 15, 30 gil a jairf »a blai fei' 'gile 
a dheud na blaith faieh"; fei' muss auf leac reimen; nach 
H. Maclean bedeutet feich 'die Waldwinde', eigentlich föith 
^ feithlean, Oss. 5, 60; vgl. 's guirme 'n suil no 'n dearc air 
magh, 's gile no blath fiodb am bein, t'b. 17 a 29. 

16, 1 ffyr ^erkgis 'gur dlieargas'; gur dheargais; no ftr foo 
fyve "na flr faidbbh': fo fhaidhbh. 16,2 in nerik coft ni gles 
'an eiric choin nan cleas': con na gcleas; der Genitiv con ist 
auch 16, 19. 21. 23. 24. 23, 2 zu lesen. 16, 10 Cow m' conna re 
nyn rann 'Lugh' mac Conroi nan rann' (Lughaldb son of Curoi 
of the rhymes): rann oder (wie hier, auf ceann reimend) reann 
(Tuireann p. 31), pl. ranna, ranta, reanna (Mag Lena 48), reannta 
(Ir. T. II, 2, 149, von Cameron 2, 459 nach O'K. 'countries' über- 
setzt), eigentlich Teile, Teilhaber, Kameraden. 16, 7 so iatois 
tow 'do gbabhas tu': so. 16, 9 hurris am' er a jofi gyn roveddir 
sal da rair 'fhuaras aithne air a ghean gu'n robhadar seal d'a 
r6ir', übersetzt: 'They have known somewhat of his cheer, they 



326 STERN, GAXLI8CHE BALLADE VOM MANTEL. 

were for a time like Um' — vielmelir: *Ich kannte sein Lächeln, 
man war einstmals nach seinem Willen'. 16, 13 derk in groye 
na ful leyche ^deirg' an gruaidh na fuil laoich': fuil laoigh 

* Kalbsblut' (ebenso 15, 29), nicht ^ Heldenblut'; vgl. in gruad 
mar in fuil, seil fuil 16ig, Ir. T. p. 73; comhdearg re fuil laoigh 
a dh& gruaidh, Oss. 2, 125. 

17, 38 fehlt die erste Hälfte der Strophe, wie Maclauchlans 
Text zeigt; ebenso fehlen 22, 11 einige Worte. 23, 4 in oayr a 
lykeyst con ra feay^ *an uair a leigeamaist coin ri f6idh': an 
uair a leigeas coin re f 6idh * als Hunde auf das Wild losgelassen 
wurden'. 25, 2 a waJctow fleywi ^ar *a bhfaca tu fleadh dhear': 
wahrscheinlich fleadh bu dh'fhearr. 26, 1 ludit ni biUaJc 4ucht 
nam bileag': lucht na bpilleag *die Hocker, die im Grebet 
niederknieen ', ein lebendes Wort; vgl. ann am pileag (crouched), 
Cl. 1, 121. 26, 9 da marra rynne roydda is keiltroy' m^ creyvin 
*da maireadh Eoghein Ruadh is Caoilte cruaidh mac Criomh- 
thain': da mau-eadh Eaoighne roda is Caol-crodha mac Criomh- 
thain; statt Kaighne rod bieten neuere Balladentexte Raoiglme 
na rod. 

26, 23 da bi ^ayllwm ^da ba dhail leam': da bu äill leom 

* wenn ich wollte ', vgl. da U ^ail leif a sreyve da bu äill libh 
a sgriobhadh * wenn ihr schreiben wollt ', 55, 1 ; etc. 

Die Berichtigungen zu den Transkriptionen, die von den 
Texten Macgregors in den Reliquiae celticae geliefert werden, 
Hessen sich erheblich vermehren; in zahlreichen Fällen sieht 
man sofort, dass sie verbesserungsbedürftig sind, ohne dass 
einem beifällt, was an ihre Stelle zu setzen ist. Nur allmählich 
darf man hoffen in der Interpretation des Dean's book Fort- 
schritte zu machen; die Sache ist schwierig, aber nicht desperat. 
Nichts könnte sie besser fördern als eine vollständige i>hoto- 
typische Reproduktion des Originals, nach der uns verlangt, so 
oft, wir Maclauchlans oder Camerons Texte zur Hand nehmen. 

Berlin. Lüdw. Chr. Stern. 



IRISH QUATRAINS. 



I. 

(Bniflsels MS. 5100—4.) 

Cid becc — m6d fiighed — do locht, 
airighe for nech do cliein: 
cid medither sliab do locht, 
nocha n- airighe fort föin. 

Though a fault he small — the size of a fleshwomi 
Thou pcrceivest it on any one from afar: 
Though a fault he as big as a nwuntain, 
Thou dost not perceive it on thyself 



n. 

A ri rind! 

Cidh dubh mo thech n6 cidh finn, 
nocha n-iadhfaither fri nech, 
när' iadha Ciist a thech Mm. 

hing of stars! 

Whethcr my house he darJc or hright, 
It shall not he closed against any one, 
Lest Christ close His Iwuse against nie. 

Liverpool. Küno Meyer. 



'« 



URUISa CHOmE-NAN-NUALLAN. 



Thachair o chionna fada gu'n d'thainig Righ Othaileam ä 
Tür Athaileam a shealg do Ghleann-nam-Mang-'snam-Maoiseach, 
is bha a chömhnaidh — 

Fo annart thar ghfeig bharraich, 

An sealladh sröil am barr-chrannaibh a long. 

Agus thachair air lä de na läithean, an uair a bha iad a 
mach a' sealg, gu 'n deachaidh Mac an Righ, Talamsan nan dual 
öir air seachran o chäch, 'sgun 'na chuideachd ach dithis ghillean 
agus a chü, Luran, agus fhad 'sa bha iad ag iarraidh an rathaid 
thainig an t-anmoch orra, agus thachair gu'n robh an rathad 
dhachaidh 'g an toirt troimh Choire-nan-Nuallan, agus 'nuair a 
bha iad a' dol seachad air bothan na h-äiridh aig Cailleach-Bun- 
na-Beinne bha ise mach, agus thubhairt i riutha, — 'Tillibh a 
chlann, cha-n' eil an Coire glan roimhibh'. 

* Cha tili ach gealtaire, a Chailleach chrom, arsa Talamsan. 
Ciod is mö air Talamsan, Mac Righ Othaileam & Tur Athaileam, 
thu fein no na bheil 'sa Choire.' 



^) Athaileamy of which Othaileam is clearly a yariation, looks very like 
the Word Atkol disguised. It is weU known that in the last Century the 
Dukes of Athol, though really only Lords of Mann, were populary regarded 
as kings of that Island. The two titles which were then united in one person, 
no douht suggested the combination of king of Athilam (Athol) in the tale. 
This combination enables the reader to fix with considerable probability the 
time within which the tale was composed. It cannot be older than the year 
1735 when the second Duke of Athol became Lord of Mann. On the other 
band it is not very likely that a tale written in a style so highly poetic and 
exhibiting so familiär an acquaintance with witchcraft or magic and especially 
with the past history of the southem Hebrides, was written in the present 
Century. 



The ürisk of the Corrle of the Howlings« 



It happened long ago that the king of Othilam came from 
the Tower of Athilam to the Glen of the Fawns and Boes to 
hunt, and his dwelling was 

Under a linen covering laid over a birch branch . . . 

In sight of the silken-flags in the mastheads of his ships. 

And it happened on a day of the days, when they were out 
hunting, that the king's son, Talamsan of the golden locks, strayed 
from the rest, when he was accompanied by only two gillies and 
his dog, Lui-an *) (Darling), and while they were seeking the way, 
evening came on them, and it happened that the way home took 
them tlu'ough the Corrie-of-the-Howlings , and when they were 
going by the sheiling of the Carlin of the Mountain-foot, she was 
out, and said to them *Tum back, children, (for) the Come is 
not clear (empty) before you\ 

'None but a coward tums back, Crooked Carlin', said 
Talamsan. *)i\Tiat cares Talamsan, son of the king of Otliilam 
fi'om the Tower of Athilam, for thyself or for all in the Corrie '. 



') Luran from lur Mclight' means Darling. 



330 JAMES MAC DOUGALIi, 

'Is ärd d'inbhe, a dhiülanaich, ach 's diu nach gabh com- 
hairle' ars a' Chailleach. 

Ghabh na laoich air an aghaidh troimh Choire-nan-Nuallan 
gus an d'thäinig lad gu Slochd-nam-Meall agus an sin chunnaic 
iad an ainnir bu luraiche air an do dhearc süil riamh. 

Bha' suil ghorm mheallach mar dhriüchd meala 

Air bharr failein nan lios. 

Mar uchd eala no cloimhead cannaich, 

Bha snuadh lannair a cneis. 

Bha slatag sheilich 'na laimh dheis, agus bha a lämh chli air a 
cülaobh. Chaidh an ci\ ceum air thoiseach air na daoine, agus 
an sin sheas e, 'us thöisich e air comhartaich rithe. 

Caisg do chi\, a Thalamsain; bithidh coin nam flath air 6ill 
gus an töisich an fhaoghaid' ars ise. 
'Laigh, a Lurain' arsa Talamsan. 

^Is e sin Luran do dhunaich-sa 'nochd' ars an ainnir nach 
robh 'na h-ainnir n'a b'fhaide, ach 'na caillich nuallaidh, neam- 
hail, ghuinich. Dh'fhäs an t-slatag sheilich a bha 'na laimh 'na 
slacan druidheachd, 's bha nathaii* shligeanach, theinnteach 'n a 
broilleach 

Bha 'craicionn mar bhoicionn 

Ciar bhoc nan cäm, 

'Bhios eadar an ceärd 'san t-srad. 

Chnap-bhristeadh i 'chnö 

Eadar a sröin 'sa smeig. 

Cho luath 'sa fhuair i ainm a' choin, ghairm i g' a h-ionnsaidh e, 
'us cha d'thugadh e feairt tuilleadh air a mhaistir. Is ann a 

chaidh e 'n a charaibh leis an Uruisg, oir b'i sud Uruisg Choire- 
nan-Nuallan ged' bu mhaiseach i air a' ch6ud sealladh a fhuair 
iad dhi. 

'Nuair a chunnaic na gillean mar thachair, theich iad 

dhachaidh leis an sgeul mhuladach gu'n do mharbh Uruisg 
Choiie-nan-Nuallan Talamsan, Mac an Bigh. 



UBUISO CHOIRE-NAN-NÜALLAN. 381 

' High is thy rank, young hero, but the worst of men is he 
that will not take ad vice' said the Carlin. 

The heroes went on through the Corrie of the Howlings 
until they came to The HoUow-of-the-Mounds (Sloc-nam-Meall), 
and there they beheld the loveliest maiden eye ever looked at. 

Her fascinating blue eye was like a drop of honey 
At the point of a garden sapling. 
Like breast of swan or down of cana^) 
Was the hue of her shining bosom. 

She had a willow wand in her right band, and held her left 
band behind her. The dog went a step before the men and 
then stood and began to bark at her. 

*Stop thy dog, Talamsan, the dogs of princes are usually 
held in a leash until the hunt begins', said she. 

*Lie down, Luran' said Talamsan. 

*That is Luran of thy woe to-night' said the maiden who 
was no longer a maiden, but a howling, venomous, vindictive 
hag. nie willow wand in her band becarae an enchanting beetle, 
and a fiery, scaly seri)ent lay coiled in her bosom. 

Her skin was like the hide^) 

Of the grey bück of the caims, 

Which Stands between the smith and the spark. 

She would crack a nut 

Between her nose and chin. 

As soon as she got the dog's name, she called him to her, and 
he would no longer give heed to his master. What he did was 
to attack the latter with the Urisk,') for it was the Urisk of 
the Corrie of the Howlings, handsome though she appeared at 
the first sight which they got of her. 

When the gillies saw what happened, they fled home with 
the melancholy tale that the Urisk of the Conie of the How- 
lings had killed Talamsan, the king's son. 



^) Cotton grass (Eriophomm). 

') The hairy bnckakin apron of the smith is here intended. 

') For a Short note on the Urisk see Lord Archibald CampbeU's 'Waifs 
and Strays ' Vol. m, p. 296. The Urisk though generaUy a snrly man is here 
a frightfol Uag. Bnt she resembles the Glastick more tham one of her 
own tribet 



332 JAMES IfACDOUGALLy 

Thog an Righ a mach an lamamhäireach, leis a h-uile 
duine 'bha mar mhiltean dha, a shireadh a mhic. Fhuair iad an 
cü, Luran, marbh 'sgun ribe fionnaidli air. Ach cha'n fhac iad 

Mac an Righ, no Uruisg ach meall ür an Sloc-nam-meall. Thill 
an Righ dhachaidh gu dubhach, brönach. Cha robh aige de 
chloinn ach Talamsan agus aon nighean, Caol-mhala dhonn, agus 
thug Caol-mhala b6id nach pösadh i fear gu bräth ach am fear 

a mharbhadh Uruisg Choire-nan-Nuallan. 

Chuala Breac-ghlün, Mac Thorcuil, Righ Dhiinfhad an Eirinn, 
mu'n bhöid a thug Caol-mhala dhonn. B'e sud Breac-ghlün nan 
seachd cath, 's nan seachd buadh, agus bhiodh seachd laoich a' 
cath air gach laimh dheth. 

Air latha de na läithean thainig e air tir aig Amar-nan- 
Eithear, agus thog e ris an aonach 's an anamoch, agus o nach 
robh aige ach Cailleach ri choinneachadh cha b'fhiach leis a 
chuid laoch a thoii-t leis, ach thug e leis an t-Easgadach luath- 
chasach, 

A bheireadh air a' gliaoth luatli 'Mhäirt 

'S cha bheireadh a' ghaoth luath 'Mhäirt air. 



A' dol seachad air bothan na h-äiridh aig Cailleach-bun- 
na-Beinne, bha 'Chailleach a mach, agus thuirt i, — *Tillibh a 
Chlann, cha-n'eil an Coire glan roimhibh'. 

*Gabh romhad, a Chailleach liath' arsa Breac-ghlün, *cha 
tili ach gealtaire. De 's mö air Breac-ghlün, Mac Thorcuil, Righ 
Dhünfhad nan coig stuadh an taobh tuath na h-Eirionn, thu 
fein, no na tha 's a' Choii-e!' 

Is ärd d'inbhe, a Dhiülnaieh, ach 's diu nach gabh com- 
haii'le' ai-s a Chailleach. 

'Nuaii- a räinig Breac-ghlün Coire-nan-Nuallan chunnaic e 
an ainnir 'bu mhaisiche air an do dhearc süil riamh — 

Thar gach ainnir an snuadh, 
A 'toirt buaidli air mnai na h-Eii'ionn. 
Bha slatag sheilich 'na laimh dheis, 'us thuirt i ris — ' Cia d'as, 
'US de d'thiiige, a laoich? De fäth do shaoid 's do shiubhail?' 

' Is mise ', ars esan, * Breac-ghlün, Mac Thorcuil, Righ Dhün- 
fhad nan cöig stuadh an taobh tuath na h-Eirionn, agus tha mi 



ÜHCIsa CHOntE-NAN-NÜALLAN. 



333 



On the morrow, tlie king, accompanied by eveiy man within 
some miles' distance of liini, set out in search of liis son. They 
found the dog, Luraii, dead, and withoiit a fibre of hair on him. 
Biit they saw not tlie king's son nor an Urisk, (nor anj-thing) 
but a new mound in the HoUow-of-the-Moiinds. 

The king retumed honie sadly (and) sorrowfully. He liad 
of children but Talamsan and one daughter, brown-liaired Slender- 
eyebrow (Caol-mhala), aud Slender-eyebrow vowed that she wonld 
never marry any man but one that would kill the Urisk of the 
Come-of-the-Howlings. 

Spotted-knee (Breac-glilön) son of Torquil, king of Dunadd 
in Ireland, heard of the vow which brown-haired Slender-eye- 
brow made. Tliat was Spott«d-knee of the seveu battles, and 
seven victories, and seven heroes UHed to fight on each band 
of hira. 

On a day of the daj^ he landed at the Channel-of-tlie-Boats 
(Amar-nan-Eitliear) and in the evening ascended the ateep hill, 
and since he had only a Carlin (as he thought) to encounter he 
did not thiuk il worth while taking his heroea with hini, but 
he took the Swift-footed Slender-honghs (Easgadach), 
Wlio would overtake the swift March wind, 
But the swift March wind would not ovei-take him. 
Pasaing the hül-pasture botliy of tlie C'arlin of the Mountain- 
foot, the Carlin was out and said: 'Tura back, children, (for) 
the Corriö is not clean before you'. 

'Go thy way, Crooked Carlin', said Spotted-knee, 'none but 
a coward turna back. What cares Spott«d-knee, son of Toniuil, 
king of Dunadd of the five gables in the north of Ireland, for 
thyself or all in the Corrie!' 

'High is thy rank, Brave Man, bnt worthless is he that 
takes not advice' said the Orlin. 

■^Iien Spotted-knee i-eacbed the Corrie-of-the-Howlings he 
belield tlie fairest maiden eye ever gazed on, — 
Beyond every maiden in appearance, 
Suritassing (all) the women of Ireland. 
She had a willow wand in her right band, and said to him, 
'■\\1iat is thy whence, and which is thy whither? ^\^lat is the 
cause of thy joumey and travelling?' 

'I am', said he, 'Spotted-knee, son of Torquil, kin^ of Dunadd 
of the five gables in the north of Ireland, and I am going to the 



334 JAMES MAG DOüGAIiL, 

'dol do Choire-nan-Nuallan a reir iarrtuis Caol-mhala dhonn, 
nighean Righ Othaileam an Tür Athaileam.' 

Ars an Ainnir. * An e gaol ainnir no fuath Uruisg a thug 

Breac-ghlün & Eirinn? Ma's e fuath Uruisg, lübaidh a chruaidh 
ri li-uchd; ma's e gaol ainnii*, is sleamhainn an greim air an 
easgainn a h-earball. Tha ochd flaithean le mör-fhiiran Tür 
Athaileam a nochd — 

Is sleamhainn leac an doruis Tüir, 
Is sleamhna na sin üidh 'sna dh'aog. 

Is mise nighean Righ Garbh-shleagh an Talla-nan-Sögh, 
's tha maithean m' athar aig röic a nochd. Cuir do ghille a 
shireadh do laoich, 'us thigibh uile do Thalla-nan-Sögh 'us gheibh 
sibh aoidheachd nach d'fhuair thu riamh air ta^lamh na h-Eirionn.' 



*Falbh, Easgadaich', arsa Breac-ghlün, 'se cur cagar na 
chluais, *gi'eas an so na laoich, ach biodh iad nan 6ideadh.' 

Dh'fhalbh an t-Easgadach, 'us mu'n robh e ach gann air 
falbh dh'atharaich an ainnir a cruth, 'us dh'aithnich Breac-ghlün 

gu'm bi 'n Uruisg a bh'aige. Dh'fhäs a slatag sheilich 'na shlacan- 
druidheachd, 'us tharrainn Breac-ghlün a shleagh, — 

A bha sadadh air slacan na h-Uruisg', 
'S a toirt Mactalla & stücan nam beann. 

Ach 'nuair i thill an t-Easgadach 's na laoich, cha d'fhuair iad 

mac righ, ainnir, no Uiaiisg, ach Meall ür an Sloc-nam-Meall. 

Ach 's e 'thachair air latha äraidh — 

'Nuair a sheinn na h-eöin bhuidhe bhadanach 
An ceol binn feadanach, 

gu'n d'thainig Fearchar Og na faoghaid le chuid ghaothar air 
feill. 'Nuair a bha e dol seachad air bothan na h-äiridh aig 
Cailleach bun na beinne 's an anmoch, bha a' Chailleach a mach 
's thubhairt i — 

*Tillibh, a chlann; cha-n'eil an Coii-e glan roimhibh an 
nochd.' 

^ Cha do tliill nach do thr6ig, a mhuime chaomh na h-&iridh ' 
arsa Fearchar. *Nach tig thu seachd c^umannan am chuid- 
eachd? Thoir dhomh do bheannachadh, 'us cuir air falbh mi, 



UKUI8G CHOIKE-KAN-NUALLAN. 335 

Come-of-the-Howlings to kill the Urisk of the Hollow-of-the- 
Mounds at the request of brown-haired Slender-eyebrow, daughter 
of the king of Othilam in the Tower of Athilam.' 

Said the Maiden 'Is it love of maiden or hatred of Urisk 
that brought Spotted-knee from Erin? If it be hatred of Urisk, 
his steel will bend against her breast; if it be love of maiden, 
slippery is the hold of an eel (by) her tail. There are eight 
nobles with earls in the Tower of Athilam to night. 

Slippery is the threshold in the door of a Tower, 
More slippeiy than that is love for the dead. 

I am the daughter of king Stout-spear (Garbh-shleagh) in 
the Hall-of-Luxury (Talla-nan-Sögh), and my father's nobles are 
enjoying a siunptuoiis-feast to night. Send thy gillie to invite 
thy heroes, and let all of you come to the Hall-of-Luxury, and 
you will find such entertainment as thou never hadst on the soll 
of Erin.' 

*6o, Slender-houghs ' said Spotted-knee, whispering in his 
ear, 'hasten hither the heroes, but let them be in their armour.' 

Away went Slender-houghs, but before he had barely gone 
the Maiden changed her form, and Spotted-knee knew that it 
was the Urisk lie had. Her willow wand became an enchanting 
beetle, and Spotted-knee drew his spear — 

Which was beating on the Urisk's beetle. 
And drawing echo from the cliffs of the bens. 

But when Slender-houghs and the heroes returned, they found no 
king's Son, nor Maiden, nor Urisk — nor anything but a new 
mound in the Hollow-of-the-Mounds. 

But this is what happened on a certain day — 

WTien the yellow crested bii'ds sang 
Their sweet pipe-music, 

that Young Farquhar of the chase came with his hounds in a 
leash. ^^^len he was passing the summer-pasture bothy of the 
Carlin at the mountain-foot in the evening, the Carlin was out 
and said — 

'Tui-n back, children; the Corrie is not clean before you.' 

'No one ever returned who did not forsake, gentle Nurse 
of the sheiling' said Farquhar. *Wilt thou not come with me 
seven Steps? Give me thy blessing and send me away, and TU 



336 JAMES MAC DOUGALIi, 

'us caidlidh mi 'nochd fo sgäil an leamhain 'an Ghleann nam 
mang 's nam maoiseach le 'm thriüir gliillean ruadha 's mo dhi 
chü lonach, 

'S mo ghallaig bhig, robaich nan gonagan giar 
'Bheir fuil air an fhiadh air gach b6um.' 

Fhreagair a' Chailleach, — 'An do thog Fearchar a shüil 
ris an ainnir a's ciüinne rosg?' 

*Cha d'iarr mi ainnir no urram' ai'sa Fearchar, *ach tha 
mi 'dol do'n bheinn shitliinn 'us sheilg, a ruagadh a' bhuic, a' 
bhruic 'us an flieidh niu'n eirich a' ghrian am maireach.' 

An sin thuirt muime na h-äiridh ' Theid mi seachd c^oman 
leat, 'us blieii- mi seachd beannachdan diiit, — 

Fhearchair, Mhic Airt, Mhic Aillinn 
Nighean Righ Mlianainn a' chuain, 
'Thainig thar stuadh Innis-Orc, 
Mac an athar nach d'thug cäin 
Eadhon o nämh le h-an-iochd. 

So agad mo lorg dhireach nan tri meangan, de'n abhall nach 
crion, a cliuir Manacli air taobh deas balla crö a Chaibeil, 's a 
bheannaich Manach tri uaii^ean, 'us roimh 'n lüb faobhar an 
umha ma bhuailear a bhuille le daoi. Cuir dliiot gartan na 
coise cli, 'us cuir coingheall dheth mu amliaich na galla, thoir 
driücan fala & cluais dheis an da choin, 'us na gairm a h-aon 
diu air an ainm o 'n 'theid a' ghrian fodha gus am blais an 
t-eun an t-uisge an larna-mhäireach, 'us mo bheannachd a'd' 
chuideachd 's bi triall.' 

Dh'flialbh Fearchar le 'ghillean 's le choin, 'us bha sörag 
na h-oidhche 'seinn ciüil dha. An uair a räinig e Sloc-nam- 
Meall thachair ainnir air 's bu mhaiseach a snuadh 



UKUISG CHOlRE-KAN-inJALLAN. 837 

sleep this night under the shade of the Elm in the Glen of the 
fawns and roes with my three red -haired gillies and my two 
greedy (eager) hounds, 

And my little rough-haired bitch of the Sharp tnsk, 
That will bring blood on the deer at every bite.' 

The Carlin answered: 

*Did Farquhar cast a longing look 
Towards the maiden of mildest eye?' 

*I asked neither maiden nor renown' said Farquhar. *I am 
going to the Ben of venison and hunting to chase the bnck^ the 
badger and deer before the sun rises to-morrow.' 

Then said the Nurse of the sheiling — TU go with thee 
seven steps, and give thee seven blessings, — 

Farquhar son of Art, son of Allin (Beautiful) 
Daughter of the king of Mann in the Ocean, 
Who came over the waves of Innis-Orc (Orkney Isle), 
Son of the father who never took tribute 
Even from a foe without mercy. 

Here is to thee my straight staff of the three branches of the 
undecaying apple-tree, which a Monk planted and which a Monk 
cut on the south side of the enclosing wall of the chapel, and 
which a Monk blessed three times, and before which will bend 
the edge of the bronze (weapon), if its stroke be Struck by the 
wicked. Put off the garter of thy left foot, and put a loan*) of 
it round the bitch's neck, take a drop of blood from the right 
ear of (each one) of the two dogs, and call none of them by his 
name from the time the sun goes down until the bird tastes the 
water next day, and my blessing be with thee, and be gone.' 

Farquhar went away with his gillies and his dogs, and 
the ^sorag'^) (murmur?) of the night sang him music. Whenhe 
reached the Hollow of the Mounds, there met him a maiden, and 
fair was her appearance — 



^) 'Staff of the three branches.* Two of the branches grew on opposite 
sides of the third branch so as to form a T like figore or cross. 

^ CoingheaU 'a loan\ Farquhar was asked to put his leather garter 
as a t«mporary belt round the bitch's neck. This, it was thought, would 
prevent her from siding with the Urisk. 

') 'Sörag of the night.' I have never met this word before, and I am 
not certain of its meaning. 

Z«itMlirLit f. oelt. Philologie I. 22 



338 JAMBS MAC DOUGALIi, 

Bha Ti-ärd bhroilleach min 
Mar shneachd fiorghlan air fonn. 
Bha gucag a eich 

Mar bhläth fearra-dhris 'sa choilleig 
Am bläthas doire nan töm. 
Bha slatag sheilich ^na laimh dheis, agus thöisich na coin air 
comhartaich rithe. 

*Caisg do choin, a laoich' ars ise. 
*Cha greas 's cha ghrab mi iad' arsa Fearchar. 
Bha na Coin 's a h-uile rib a bh'orra 'n a sheasamh cho 
direach ri frioghain an tuirc. Chas an ainnir greann 'us dh'atha- 

raich i cruth gu bhi 'na h-Uruisg cho oillteil, agus na b'oillteile 
na bha i' aon chuid do Thalamsan no do Bhreac-ghlün. 

^Mar a caisg thu-sa do choin caisgidh mise iad' ars i, 'us 
i 'toirt ionnsaidh air aon dhiü leis an t-slacan. 

Tharruinn Fearchar a slüeagh, 'us thöisich an slacadh. Mar 

robh nuallanaich an Coire-nan-Nuallan riamh roimh, bha gu 

leöir dheth ann air an oidhche ud eadar na coin agus an 

üruisg — 

A h-uile 16um a bheireadh Bruid 

ThiUeadh fe le fuü m'a bhial 

A h-uile b6um a bheireadh Speach 

Thug an Uruisg sgread-dä-sgriach. 

L^um an nathair shliginneach , theinnteach & broilleach na 
h-Uruisge, 's thug i ionnsaidh air Fearchar, ach bhuail esan i 
leis an luirg aig Muime-na-h-äiiidh 's chaidh i 'na cuaich, agus 
an sin dh'at agus sgäin i. 

Le fuaim faoghair a chuir crith 
Air gach ladbar 's a'ghleann. 

Chaidh i 'n sin 'na lasair theine a' chuir an Uruisg ri theine 
cömhla rithe agus ann am priobadh na süla cha robh aig Fearchar 
ach torran luadha. 

Chaidh e fo sgäil barraich 'us thäinig an cadal air, oir bha 
e sgith, agus dhuisgeadh am bristeadh na faire e le Brionn ag 
iomlaich aodainn. An sin sheinn 

Na h-e6in bhuidhe bhadanach 
An ceöl binn, feadanach, 

agus 'nuair a sheall Fearchar mu'n cuairt air chunnaic e gu'n 
robh möran de mhill chlach iongantach an Sloc - nam - Meall. 



UKUISG CHOIBE-NAN-NUALLAN. 389 

Her smooth, füll bosom 

Was llke purest snow on the ground. 

The tip of her breast 

Was like the briar-rose in the bud, 

In the wann shelter of the bosky grove. 

A wlllow wand was in her right band, and the dogs began to 
bark at her. 

*Stop thy dogs, hero' said she. 
TU neither incite nor hinder them' said Farquhar. 
The dogs had every hair on their bodies Standing on end 
as straight as the bristles of the (wild) boar. The maiden 
assumed an angiy look and transformed herseif into an Urisk 
as terrible and even more terrible than she was either to 
Talamsan or to Spotted-knee. 

* If thou wilt not stop them, TU stop them ' said she, as she 
attacked one of them with the beetle. 

Farquhar drew his spear, and the beating began. If there 
was no howling in the Corrie-of-the-Howlings before, there was 
abundance of it there that night between the dogs and the Urisk. 
At every bound Bruid (Goader) took 
He retumed with blood on his mouth. 
At every wound Si)each (Wasp) gave 
The Urisk gave a scream-of-two-screams. 

The fiery scaly serpent sprang from the bosom of the Urisk, and 
attacked Farquhar. But he Struck her with the staff of the 
Nurse-of-the-Shieling, and she went into a coil, and then she 
swelled and burst. 

With the echo of a sound which sent a tremor 
On every hoof in the Glen. 

Then she went into a flame of fire, which set the Urisk 
on Are along with her, and in the twinkling of an eye Farquhar 
had nothing (left) but a small heap of ashes. 

He went under the shelter of the birch, and sleep came 
upon him, for te was tired, and at day-break he was awakened 
by Brionn (Brindled) licking his forehead. Then sang 

The yellow crested bii'ds 
Their sweet pipe-music, 

and when Farquhar looked about him, he saw that there were 
many heaps of stränge stones in the Hollow-of-the-Mounds. He 

22* 



340 JAMES IfAC DOUGALL, 

Bhuail e'n lorg abhaill air aon de na mill, agus thonndaidh 
am meall 'na dhuine 's theich Fearchar. *Na teich le abhall 
nam buadh, FLearchair' ars an duine; Hha föum ort fhathast an 
Sloc-nam-Meall '. 

Thill Fearchar agus bhuail e 'n lorg air meall an deigh 
mill, air a h-uile meall an Sloc-nam-meall, 's a h-uile meall 
dh'fhäs 'na ghaisgeach gus an robh naoi naonar laoch 'nan 
seasamh r'a thaobh, agus 'n am measg bha Talamsan Mac Righ 

• 

Othaileam agus Breac-ghlün Mac Righ Torcuil, agus thug Fearchar 
iad air f ad gu Tür Athaileam. 

'Us fhuair e nighean an Righ agus ik ümhlachd 
'S a chömhnaidh an Tür Innis-Stoth. 

Agus mar do shiubhail iad o sin, tha iad beö fhathast 



UHÜISG CHOIBB-NAN-NUALLAK. 841 

Struck the apple-tree staff on one of the heaps and the heap 
turned into a man, and Farquhar fled. * Fly not with the apple- 
tree (staff) of virtues, Farquhar' said the man; Hhere is need of 
thee still in the HoUow-of-the-Mounds '. 

Farquhar retumed and Struck the staff on mound after 
mound, on every mound in the HoUow-of-the-Mounds, and every 
mound became a warrior, until nine companies of nine heroes 
were Standing at his side, and among them was Talamsan, the 
son of the king of Othilam, and Spotted -knee, the son of king 
Torquil, and Farquhar took them all to the Tower of Athilam. 

And he got the king's daughter and two obeisances, 

And his dwelling in the Tower of Innis Stoth (Island of Spray). 

And if they have not died since, they ar^ alive still. 

Duror, Ballachulish, t nr T^ 

' , , . ' James MacDoügall. 

Argyleshire. 



ERSCHIENENE SCHRIFTEN. 

J. Strachan, The verbal System of the Saltair na Bann, Philo- 
logical Society. 1896. 76 S. 



Die reiche Beute an interessanten Resultaten, welche Strachan 
sein Streifzug durch verschiedene alt- und mittelirische Texte an 
der Hand einer Untersuchung über die Lebensdauer des irischen 
Deponens eingebracht hatte, 9 hat ihn erfreulicher Weise be- 
wogen, das ganze Verbalsystem desjenigen Textes, der ihm bei 
chronologischen Bestimmungen die feste Stütze geboten, voll- 
ständig zu erforschen. Es ist der umfangreiche Saltair na Bann, 
gedichtet 987 n. Clir. Seine Verbalformen sind in der vorliegenden 
Abhandlung sehr vollständig — so weit ich prüfen konnte — 
gesammelt und übersichtlich geordnet. 2) Mag auch die Ueber- 
Ueferung einige der Foimen verjüngt, mag der Reimkünstler 
selber Archaismen und Neologismen nicht gescheut haben, im 
Ganzen liegt — wie Strachan mit Recht betont — unzweifel- 
haft die Konjugation seiner Zeit vor. Der Formenreichtum des 
irischen Verbums macht gerade diesen Teil der Grammatik dem 
Wandel besonders zugänglich; er giebt daher einen trefflichen 
Prüfstein für das Alter der Sprachdenkmäler ab. So ist nicht 
zu zweifeln, dass diese zweite Arbeit die Handhabe bieten wird, 
die Resultate der ersten zu bestätigen und zu präzisieren und 
neue liinzuzufügen. Ein Index (p. 55 — 75) bespricht solche Verba, 
die nach Bedeutung oder Form zu besonderen Bemerkungen 
Anlass geben. 



Philological Society 1894. 

*) Warum wird die 1. Plur. des Imperativs p. 14 beim *present sub- 
jonctive^ eingereiht? Imperativ und Konjunktiv sind in der älteren Sprache 
deutlich geschieden, z. B. Imperat. tiagam Eonj. -tiasam. 



STRACFAN, BALTAIS NA RANN. 343 

Bei der Schwierigkeit der poetischen Sprache Irlands wird 
man mit Strachan, so vieles er zur Erklärung beigetragen hat, 
nicht in allen Einzellieiten übereinstimmen. Z. B. in torraim in 
V. 6828: torraim Dia sltiag n-Israitel, wold der l'ebersetzung von: 
Adaugeat Dominus Deus Imis ad poptilum fnum quanlus nunc 
est (Reg. n. 24,ä) sehe ich lieber den s- Konjunktiv zu air. do- 
formaig mir. tormaigid ' er vergrössert, fügt hinzu ' als ein 
a-Präteritum von toromaim (Strachan p. 26 u. 75). Doch solche 
vereinzelte Fälle beeinträchtigen den Wert der Sammlung natürlich 
nicht. Nur zwei Punkt« möchte ich noch berühren. In der Ein- 
leitung, die die im ScUtair auftretenden Neuerungen der Kon- 
jugation gegenüber der altirischen aufzählt, fehlt der Hinweis 
auf die beginnende Ausdehnung des e-Futunims auf schwache 
Verba: monnerat 1877, digelaid 6257 (Str. p. 18).i) Anderseits 
wird dem Saltair das erste Auftauchen der konjunkten 3. Sg. auf 
-nn (des einst fälschlich sogenannten 'Präsens der Gewohnheit') 
zugeschrieben (p. 8 u. 16), während ich ihm früher diese Bildung 
abgesprochen habe (Indogennan. Forschungen I 330). Ich muss 
mich freilich schuldig bekennen, damals die Form con-innisenn 
4Ö07 übersehen zu liaben. Gleichwohl scheint mir die Frage 
noch keineswegs entschieden und bei der Häufigkeit der Form 
in mitteliiischen Texten wichtig genug, nochmals gründlich 
erörtert zu werden. 

Von den drei Formen, die Strachan anführt, erscheint 
die eine, auch von mir besprochene ni-ihadbann 303 'er thut 
nicht kund' gegenüber positivem tadbain iadhan in dem später 
üblichen Gebrauch, d, h. als konjunkte 3. Sg. Praesentis nach 
einem Präfixe. Wenn man darin einen ei'sten Anfang der 
8pät«ren Bildung sehen will, so stimme ich bei, so wenig ich 
jetzt Tiie früher die Verdoppelung des m zu erklären vermag. 
Von Verben, deren Stamm nicht auf n ausgeht, stehen in iinserai 
Text nur die zwei Formen con-innisenn 4607 und dian-adrawn 
3308. Die erstere hat sicher die Bedeutung eines Imperfektums, 
die letztere wenigstens die eines präteritalen Tempus, wie denn 
auch die Prosaversion im Leabhar Breac beide durch Iniperfekta 
{con-indistis und dian-adra^ wiedergiebt. ') Das ist natürlich 



') Im ÄlliriBchen bekanntlich mir bei gaiinm 'nehme' gebräuchlich. 

*) Die ProuTereioQ des Soltatr oder Stücke daraus fluden sich, um dies 
gelegentlich in bemerken, ziemlich häufig in mittel irischen Hm. Ausser den 
Hev. Celt. VI 373 erwähnten, woku man Kuno Meyer, The Celtic Hagasine 



344 ERSCHIEKENE SCHBIFTEN. 

auch Strachan aufgefallen, da sonst diese Bildung nur in der 
Bedeutung eines — wirklichen oder historischen — Präsens 
vorkommt Trotzdem bezweifelt er die Richtigkeit der Ueber- 
lieferung nicht, sondern verweist p. 16 Anm. 3 auf den Artikel 
von Stokes, Kuhns Beiträge VII 5. Es wundert mich, dass ihn 
die dortigen zwei Belege beruhigt haben, da sie Stokes gewiss 
heute selber nicht mehr als solche anerkennt. Ein * Präteritum 
der Gewohnheit', also ein Imperfektum, sah letzterer damals in 
einer Glosse des Psalters von Southampton 56a: fructus sicameris 
no (Hs. l.) mertenn; doch hat er diese Ansicht fast gleichzeitig 
in den Goidelica* p. 184 berichtigt. Das zweite Beispiel war 
der Amra Choluimb Giille in LU. entnommen: doslunmd (Hs. 
doslunefid) focul fir, Imperfektbedeutung ist hier durch den Sinn 
und durch die Glosse nosluined gesichert. Aber da Rawl. B. 502 
dosluinned liest, die verderbteren Handschriften Eg. 1782 und 
H. 2. 16 doslonnud und frisloindead, ist kein Zweifel, dass der 
Punkt über dem n als punctum delens zu verstehen, die vom 
Schreiber gewollte Form dosluned oder doslunned ist. Somit 
ständen die beiden Imperfektformen des Saltair in der ganzen 
irischen Litteratur allein. 9 

Bei der zweiten hindert nun gar nichts, sie für einen ein- 
fachen Kopistenfehler für con-innised zu halten, der in einer Hs. 
des 12. Jh.s nicht auffallen kann. Besser bezeugt scheint zu- 
nächst die andere Form in den Vereen 3307 f., welche Joseph 
zu Pharao spricht: 

Bid Idn de in bith bladmaU b&n 
don dia dian-adrann Abräm 

'voll von ihm wird die Welt sein, die . . . weisse, von dem Gott, 
zu dem Abram betete', wo adrann mit hladmaU reimt. Gleich- 
wohl halte ich sie nicht für gesichert. Fünf Zeilen vorher steht 
der Vers 3303: in t- Abram adrann o chein, wo adrann 5 -Pra- 



xi! 214 vergleichen wolle, habe ich mir notiert: Trinity CoUege (Dublin) 
H. 2. 16, Spalte 844: Dimua in aingil 7 indarba Ädaim a parrthus, ebd. 
Sp. 846: Fendaid Adaim, Ferner ein grosses Fragment von Moses bis Elisa 
in H. 2. 12 Nr. 9, beginnend: Bo8i<icht a clü 7 a errdercus cuaan flaith eo 
Forann = LBr. 117 a, 28 fr. 

Die Form ros-carann Zs. I 66, V. 132 ist gewiss nicht ursprünglich. 
Die Yon diesem Dichter befolgten Reimregeln gestatten nos-caradh bIb Rdm 
zu tadhall einzusetzen. (Eorrekturnote.) 



8TRÄCHAN, SALTAIR NA RANN, 



345 



terittun eines von Strachan p. 55 besproclieoen Verbnms ist, auf 
der zweiten Silbe betont und daher mit fann reimend. Man 
ßieht, wie leicht durch diese Verbindung von Äbram mit admnn 
ein Schreiber dazu verleitet werden konnte, in V, 3308 ein über- 
liefertes -adrad in -adran» zn verwandeln. Diese Vermutung 
wird dmch das Eeimwort hladmaü nicht widerlegt, sondern be- 
stätigt. Was soll hladmaü heissen, das nur an dieser Stelle des 
Saltair vorkommt? 'Langsam an Euhm?' 'Spät an Eulim?' 
Sonst bat hiik oder das sinnverwandte talam als Epitheton oraans 
das verständlichere hladmar 'ruhmreich' V, 1466. 7000, 7213. 
7866 und 315. Als Reimwort zu adrad erscheint es im Anhang 
V. 8015. Durch alles dies scheint mir jeder Zweifel aus- 
geschlossen, dass auch V. 3307 1 ursprünglich hladmar und dian- 
adrad im Texte stand. Ein erster Kopist veränderte nach 
V. 3303 -adrad in -adrann; ein zweiter stellte den Reim wieder 
her durcti die freilich nicht sehr sinnvolle Vertauschung von 
hladmar mit hladmaü. Dem Verfasser der Prosaversion lag noch 
die unverderbte Lesart -adrad vor. 

Also Imperfektfonnen auf -nn giebt es nicht. Und auch 
die präsentischen Formen sind, ausser bei «-Verben wie -tadhann 
-tesbann, vor dem 11. Jh. bis jetzt nicht belegt. Ein Text, in 
dem sie gesichert sind, darf nicht früher gesetzt werden. 

Nicht zum wenigsten dank Strachans Untersuchungen, be- 
sonders auch dank seinem Nachweis der Echtheit des Felire von 
Oengus dem Ouldee, dessen Entstehungszeit gegen 800 n. Ohr. 
damit gesichert ist,') kann wohl jetzt die Periode der irischen 
Litteraturgeschichte beginnen, da an die Stelle der relativen 
und vagen Zeitbestimmungen genauere treten. Dariun mJicht« 
ich nicht unterlassen, auf meine frühere Datierung der altirischen 
Glossen Rev. Gelt. VI 318 f. zurück zu kommen, auf die man sich 
von anderer Seite bisweilen berufen hat. Weil mir aus äusseren 
Gründen bedenklich schien, die Vorlage der Mailänder Glossen 
über die Mitte des 8. Jh.s herabzurücken, glaubte ich mich 
damals zu dem Schlüsse berechtigt, die sprachlich älteren Würz- 
burger Glossen seien schon im 7. Jt. entstanden. Das möchte 
ich jetzt ausdrücklich widerrufen. Die Denkmäler des aus- 



>) Strachan, 'The ilepünent verb' p. llOf. Freilich die Furm hAait 
kann man nicht sasm&n.tu, wie er p. 111 etnos leichthin andeutet; Ne iat 
ja April 23 durch den Reim festgele^. Aber sollte sie um S(JO Dumfglich sein? 



346 ERSCHIENENE SCHRIFTEN. 

gehenden 7. Jh.s stimmen in ihrer Sprache nicht zu diesen 
Glossen, wie ich im Folgenden kurz ausführen möchte. 

Bei jenen älteren Denkmälern, die gi'össtenteils lateinisch 
abgefasst sind, muss allerdings die sprachliche Untersuchung 
vorsichtig verfahren, da latinisierte Formen leicht ältere Gestalt 
bewahren, manchmal auch von Anfang an den einheimischen 
nicht genau entsprochen haben. So wenn die irischen Heiligen 
Brenand auf lateinisch Brendanus oder Brendenus heissen, darf 
man daraus keine Folgerungen für die Lautgescliichte ziehen, wie 
Zimmer *) gethan hat. Seine Ausführungen werden freilich nicht 
viele überzeugt haben; wirklich altirische Namen auf -an (-en) 
gehn ja auch später nicht auf -ann -and aus. Es handelt sich 
hier nur um freiere Latinisierung, etwa wie der Verfasser der 
Historia Brittonum die am Humber angesiedelten Angeln mit 
dem alten Völkernamen Ämbrones bezeichnet hat. 2) Ja, bei den 
älteren Namen ist ausserdem in Betracht zu ziehen, dass die 
Iren ilu' Christentum und Latein zunächst von den brittischen 
Kelten erhalten haben; bei der Latinisierung ist daher bisweilen 
nicht die irische, sondern die brittische Namensform massgebend 
gewesen. In der vor 704 von Adamnan verfassten Vita Columbae 
wird der irische Heilige Findbarr(us) auch Vinnianus und Finnio, 
Akk. Finnionetn genannt. Zimmer, der die Formen KZ. XXXII 
160 zusammenstellt, scliliesst daraus (ebd. 173. 192), schon damals 
sei ir. nd mit nn zusammengefallen. Dann muss er aber diesen 
Lautwandel noch viel weiter hinaufrücken, da schon um 600 
Columban, in einem Sclireiben an Papst Gregor, den Heiligen 
Vennianus nennt. ^) Wie reimt sich damit, dass unsere älteren 
Glossen die Vermischung von nd und nn noch nicht kennen?*) 
Zuerst taucht sie in den Mailänder Glossen (Gr. Celt.^ 64) und in 
der Hs. von St. Paul im Gedicht auf Aed auf, wo sie aber nur 
dem Schreiber, noch nicht dem Dichter angehört. Hier ist der 



Zts. f. deutsches Altertum XXXm 143; KZ. XXXII 192. 

«) s. Zta. f. deutsche Philol. XXVm 83. 

3) Mon. Genn. Eist. Epistolae III 156. 

*) Wb. 13c, 12 ist linn nicht mit Stokes und Ascoli als lind ^Getränke' 
zu fassen, sondern la mit Pron. affixum. In fin * weiss' Sg. 35 b, 2 fehlt in 
jedem Fall ein Buchstabe; es ist sicher zu find^ nicht zu finn zu ergänzen. 
Die Fälle, wo nd schon in viel älterer Zeit zu nn geworden ist, und wo 
niemals im Altirischen nd geschrieben wird (Bmgmann, GrundrissII, §633 
Anm.), kommen natürlich hier nicht in Betracht. 



STBACHAN, SALTAIR NA RAKM. 347 

Akt Fem. des Adj. linde 'liquidus' V. 16 mit nn gesclirieben : 
tri laitk linni 'per laticem liquidum', reimt jedoch mit bindi; 
älinlicli amtnail\. 10 'Unheil' für ambail, Reim: chlandaih. Das 
FeUre des Oeng:us habe ich noch nicht daraufhin untersucht. 

Die Fonn Yinnianus wii-d also rielmehr ein brittisehes 
*Winnion oder *Quinnion in lateinischem Gewände sein, da die 
brittischen Dialekte den Uebergang von nd in nn viel früher 
vollzogen haben. Adamnans Fmnio Finnionis nnd Cummine's 
Finnianus (Zimmer \\. löO) sind dasselbe Wort, nur im Anlaut 
etwas hibernisiert. Eine fernere häufige Namensform ist ir. 
FindC-n in Handschi-iften, die nd und nn nicht mehr scheiden 
(Zimmer p. 159). Dieselbe dreifache Gestalt des Suffixes findet 
sich bekanntlich im Adjecti^iim firian firion firen 'gerecht', das 
so gut wie sicher in der ei'Sten christlichen Zeit aus britt. 
*wirion kj-mr. gwlrion entlehnt ist. Somit haben Britten den 
Iren Findharr ^n^Winn-ifm {yLjmv. "ijwynn-iawn) 'schön-gerecht' 
umgetauft, und diese Form haben keltische Lateiner zu Grunde 
gelegt.') 

Doch giebt es ein wahi-scheinlich dem Ausgang des 7. Jh.s 
angebliriges Düukmal, dessen irische Nameu grossenteils nicht 
latinisiert, jedenfalls nicht sehr entstellt sind: die Notizen von 
Muirchu maccu Machtheni, die er anf Befehl von Aido oder 
Aiduus Slcbtiensis dvitatis episcopas verfasst hat. Wird dieser 
mit Hecht von O'Donovan und Todd mit dem Anachoreten Aed 
von Sletty identifiziert, der nach den Ulster Annalen 699, nach 
dem Chronicum Scotorum 696 gestorben ist, so ist das Datum des 
Schriftstückes ziemlich genau fixiert. Obschon es erst im Buch 
von Armagh (Anfang 9. .Jh.) überliefert ist, sind doch die irischen 
Bestandteile offenbar nicht wesentlich verändert worden.') Sie 
unterscheiden sich von anderen altii'ischen Denkraäleni namentlich 
in folgenden Punkten: langes e ist noch nicht zu ia diphthongiert 



') Aauh Job Suffix -oc iu Hiocholmac = Colmän , Mnidoc = Aiddti etc., 
BUS dem (las npStere Deminntmuffli -ög erwachsen int, süheial mir sicher 
britlisch (vgl. KeltoromaiiiacheB p, 32 f.) Irrtümlichor Weise habe icli eine 
Zeit laug Zimmer, der nt aiis ir. aac 'jung' herteilet, üDgeMimmt (Denteche 
Litt era tum tg. ISS4, Xr, 32, p. llfiO). Aher gerade das von Zimmer KZ. 
XXXn ITS fF. zmammen^Irageue Material hewei«t IDr mirh brittischea, nicht 
irischen Öniprung. 

•) Ich eitlere nnch der Ausgabe von Stokes, Tht Tripartile Life of 
Falrick, p. 2ti9 ff. 



348 EBSCnraENENB SCHBIFTEV. 

(für ö fehlen Beispiele), vgl. Feec (= Fiacc) 283, 4, wohl auch 
Feccol 278, 10. Unbetonte g und ö zwischen dunkeln (breiten) 
Konsonanten sind noch nicht zu a geworden, sondern bewahrt^ 
vgl. Clocher (= clochar) 298, 9; Findubrec 298, 9; Lucetmael 
Liicetmail 280,5; 283,14; pUhs Ulod^) 296,27, latinisiert Vlo- 
tharum 286, 27 ; nur 275, 23 Ulathorum, vielleicht eine Aenderung' 
des Schreibers. 

Aehnliche Erscheinungen, nur nicht so streng durchgeführt^ 
zeigen die beigefügten Noten Tirechans (Stokes p. 302—333), 
der sich als Zögling des Bischöfe lUtan maccu Conchobuir (f 656 
oder 662 nach den ülsterannalen, 653 nach dem Chronicum 
Scoterum) bezeichnet; er hat teils aus einem Buche Ultans teils 
aus andern Quellen geschöpft (p. 302. 311). Wie hier, ganz wie 
bei Muirchu, noch alle Genitive der i- und w- Stämme auf -o 
ausgehen, so findet sich auch e erhalten in Feccus 304, 10 
Feccum 331, 5; Neel (= Niall) 308, 4; ßii Fechrach 309, 2 
Clebach 314, 31; 317, 16; Ceranum 305, 22; Ceranus 318, 19 
Cennani (Cianan) 318, 5; Cerrigi 320, 6. 9. 25; 321, 7. Nur fian 
324, 36; JDruim Leos 328, 4 zeigen jüngere Form; in Ci(a)nacht(B 
318, 4 hat wohl Stokes das a eingefügt. Auch ö ist häufig ge- 
blieben: inaccu Boin 302, 9; nmccu Booin 311, 1; Boonrigi 329, 28 
Gosachus (1. Gosactus oder Gosacthus) 304, 27; Gosacht 329, 29 
Clono (Gen.) 304, 27; 314, 27; 329, 10; Crochan 314, 31; 322, 29 
Coona 320, 23; daneben weniger oft ua: maccu Buain 329, 29 
im-Mruig Thuaithe 308, 13; Corcu-Chonlüain 313, 14; Es Etuiid 
328, 21; Buds 329, 20 und immer Muaide 305, 23; 327, 14^ 
latinisiert Muadam 325, 25. Unbetontes e und ö: Argethor 306, 8; 
Teloch 310, 23; Niothfer 325, 1; filios Niofh Fruich 331, 10; aber 
Gosacht Gosactus s. o., obschon die Ogom- Formen Gosudias 
Gossucttias (Brash p. 190. 198) *Gösocht erwarten lassen. Die 
schwankende Schreibung kann von Tirechan herrühren; wahr- 
scheinlicher ist der Text nicht ohne .Verjüngung und Interpolation 
auf uns gekommen. 

Ungefähr auf demselben Standpunkte wie bei Muirchu 
erscheint die Sprache in der Hs. von Cambrai, die im 8. Jh. von 



Stokes bei Fick, Vergl. Wörterb. ü* 55 setzt merkwürdigerweise 
als Grundform *uldto8 an, was doch ir. Wlath- ergäbe. Vielmehr ist der Stamm 
*ülutO'; ülaid für -uid ist regelrecht, s. Verf. bei Osthoff, Zur Gesch. des 
Perfects, p. 520 und vgl. Lugaid aus *LugudeXf Gen. Lugudi^as (Ogom). 



I 



BTRACnAN, BAJ.TAIR NA BANN. M9 

kontinentaler Hand aus einer irischen Torlage kopiert ist. ') Nur 
auslautend kommt ea vor: du dea 37d, ar dea 38a, le dea (Hs. 
ledcr) 38b; aber inlautend immer C: feda 37b, fedot 37c, tuthetfot 
(= duthiagat) 38b. Ebenso stets ö: ood (^^ «ad) 37b, oire 
{= «otre) 37d, owm' (= uawm) 38a. Unbetontes S bewahrt: 
avt rvbcrt (1. atrubert) 37d, Präpos. le 38b, Copula nu-n-dem 
37d;*) vgl. auch das Pron. irossesa. -e- -ae- in in-e-diuis in-e-laim 
in-e-meraib fair-e-cbomnessam 37d, in-ae-lobri 38a, verschrieben 
in cei inceseth incedommetu 38a neben selbständigem a-bees 
a-dese{r)ce 37d, a-fuH 88b und nach fri-: fri-a-thola 38a, /h'-o- 
tola 38b; ähnllcb fl>e»i-)rtdwr6e 37b, aren-air&na aire-sechethar 
37c, aure-coicsa (1. (H>e-) 38a, aber ara-Hnola 37c. Unbetontes 
ff: /edo^a) 37c, (wttegoi 38b, tuesmot 38b, vielleicht soifAor 38a; 
der Konjunktiv ma ayfoimam hat altes a, vielleicht auch das 
verschriebene aranetatkami 38b; aber a für o in adcia(m) 38a 
und wohl in den .s- Konjunktiven mani cometsam, fna fristos- 
scan 37 c. 

Endlich gehört ia diese Klasse der Turiner Palimpsest F. 
IV. 24,*) dessen Schrift Stokes als 'a bold ninth-century band' 
bezeichnet. Unbetontes l- in der Copula: ce-nu-ded 93r, don-nat- 
dei 93v; unbetontes ö in in-eresom-ni 93r, ci- oder ct-forr<jot 
93v, vielleicht adnoodur 93v. Beispiele für e und ö fehlen. 

Wenn man die Torlage dieser leider allzu spärlichen Denk- 
mäler in die zweite Hälfte des 7. Jh-s oder iu den Uebergang 
des 7. zum 8. Jh. setzt, wird man nicht weit felilgehen. Dann 
darf man aber die Würabuiger Glossen, in denen die Diph- 
thongierung von e zu ia und die Umfärbung von S und ö zu ä 
zwischen dunkeln Konsonanten völlig durchgeführt ist, nicht 
früher als in die erste Hälfte des 8. Jh.s datieren. Die Spi-ach- 
entwicklung ist eben rascher verlaufen, als ich früher annahm. 
Oh die Formen btedin bUdni bUdne für sonstiges hliadain etc. 



') Zimmer, Glogsae Hibernicae, p. 213 ff. 

■) Siehe diese Zts. I 4. 

■) Wie sich hierzn der Nom. feda 3Tb rerhSlt, iat mir nnklar. Eine 
Vetschreibuog für 'fedu wäre zwar in dieser Er. leiclit a^nitnuehmen , Tgl. 
cewutfi für casath 3"<i. Doch bestätigt vielleicht der zweinnlige Heim mit 
piana im Fiiin des Oeugns Prol. StI, Mai 5 eine alte Nebeufurm fiada 
neben futdu. 

*) ed. StükeB, BezBenbergerB Beitr. XVII, 134ff., dazu flüterbuck KZ. 

TJTiYTn BT ff. 



• 



350 ERSCHIEKENE SCHRIFTEN. 

im Imram Brain maic Febail (selbst in der Prosa § 62) diesem 
Texte ein höheres Alter zuweisen, möchte ich bei seinem sonstigen 
Sprachcharakter sehr bezweifeln. Vielleicht handelt es sich nur 
um eine dialektische Variante des Suffixes mit hellem Vokal, 
vgl. kymr. hlwyddyn. An eine schriftliche Fixierung prosaischer 
Erzählungen vor dem 8. Jh. vermag ich einstweilen nicht zu 
glauben und möchte sie selbst da nicht zu früh ansetzen. — 

Strachan giebt die Flexion des Verbum 'sein' gesondert; 
mit Recht, da es mühsam wäre, es aus den übrigen Formen 
herauszulesen. Mir scheint, es empfähle sich femer, in solchen 
Untersuchungen auch ausserhalb des Praesens Indicativi die 
Formen der Copula von denen des Verbum existentiae zu trennen; 
die Kennzeichnung durch blosse Buchstaben a b und a ß etc^ 
die aus der Zeit stammt, wo man die Verba erst zu unter- 
scheiden begann, erschwert die Uebersicht. Um auch meinerseits 
etwas zur Sprachgeschichte beizutragen, möchte ich das Formen- 
system eines andern sehr häufigen Verbums beifügen und zwar 
auf vierfacher Stufe, nach den alten Glossen (also 8. bis Anfang 
9. »Th.), nach dem Saltair (987), nach Atkinsons Passions and 
Homilies from LBr p. 665 (später, aber noch unbestimmt) und 
nach Keatings Three Shafts of Death ed. Atkinson, Appendix 
XXVin (stilisierte Sprache der ersten Hälfte des 17. Jh.s). Es 
ist das Verbum do-gniu *thue', das zwar viel konservativer be- 
handelt worden ist als die Copula, aber doch namentlich im 
Präteritum durch gegenseitige Beeinflussimg des Activums und 
Passivums Form Veränderungen erlitten hat, die eventuell zur 
Datieinmg von Sprachdenkmälern dienen können. Ich nenne die 
Fonnen mit dem Accent auf dem zweiten Bestandteil deutero- 
toniert, die die erste Silbe betonenden prototoniert 

Glossen. Saltair. Passions. Keating. 

Praesens Indicativi. 



S. 1. dogniu») 

2. dogni 

3. dogni 


A. Deuterotoniert. 

dognim^) jdognim(m) donimm 

Idogniu 
dogni dogni 
dogni dogni doni 


doghnim 

doghni tu 
doghni 



^) Den Wechsel von do- und du- lasse ich ausser Betracht. 
') Längezeichen schreihe ich nur, wenn sie in den Hss. wenigstens 
einmal belegt sind. 



STRACHAK, SALTAIB NA RAUN. 



351 



Glossen. 


Saltair. 


Passions. 


Keating. 


PL 1. dognlam 


— 


dogniaTn(m) 


doghnimld 


2. dogniith -gnüä — 






3. dogniat^) 


dogniat 


fdoguiat doniat 
Idoguit donit 


doghnid 








Pass.S. dognither 


dogiiither 


dognither -nither 


doghnithear 


PL dogniter 


— 


dogniter 






B. 


Prototoniert. 




• 

S. 1. -d^nim-d^naim — 


-denaim 


— 


2. -d6ni 


— 


-deine 


-d6ine 


3. -d6ni 




r-d6ni 

t-d4nann -d6nand 


r-d6in 
t-d^nann 






PL 1. -d6nam 




r-d4nnm 
i-d^nmait 










2. — 




-dentü 


— 


3. -d^nat 




-denat 


-d^inid 


Pass.S. -dintar 




-döntar 


-d^antar 


-d^natar 










Imperfectnm IndicativL 






A. 


Denterotoniert. 




S. 1. dogiiiin(n) 




dogniind 




2. dugnitha«) 




dognithe?') 




3. dugnith*) 


dognid^) 


dognid -gnith 


doghniodh 


PL 3. dognitis 




dognitis*) 


doghnidis 


Pass.S. dognithe 




dognithe 


dognithi 


PL 




dognithea (?) 






B. 


Prototoniert. 




S.3. — 






-dianadh 


PL 3. 






-d^inidis 


Pass.S. -dentae') 










I 


mperativ.») 




S.2. dene«») 


deni dena 


d^na d^ne 


d^ana d6an 


3. d^nad 




d^nad 


d^anadh 



*) dognit Sg. 63 a, 14 wohl sicher verschrieben. *) Ml. 103d, 16. 

^) S133. *) Ml. 30a, 3. ^) 7117, dem Znsammenhang nach als Präteritum. 
So fasst Strachan p. 29 rognid 6471 als Präteritum, was das ro- empfiehlt, 
obschon dem Sinne nach auch ein Imperfekt möglich wäre. Vielleicht ist 
beidemal rogni zu lesen. *) dogrUtis 6991 als Indikativ scheint ein Schreib- 
fehler für dognitis. ^ Ml. 24 d, 9. *) Vom deuterotonierten Imperativ 
kann ich nur belegen: 3. S. dan-g[n]iid Wb. 8d, 9; 2. PL do9i\'gniUh 
Wb. 24 b, 12. •) Ml. 55 a, 1. 



352 



EBSCHIENSITE 8CHBIFTEN. 



Glossen. 


Saltair. 


Passions. 


Eeatin^. 


P1.1. 


denam 


d^nam(m) d^nnm 


d6anam 


2. d^nid 

3. — 
Pass. S. — 


denaid 


denaid 


d^anaidh 


dentar 


dentar 





Praesens Conjunctivi ohne ro-. 
A. Denterotoniert« 



S. 1. dogn^o dugneu 




— 8. Indikativ. 


2. dogn^ 




dogn6 


3. dogn6 


— 


dogn^ 


PI. 1. doguem 




dogn^m donemm 


2. dogneith -gncid 




dognithi (-gnahe?0 


3. dognet 


— 


donet 


Pass. S. dognether 




— 


[-gneither 






PI. dugnetar«) 




B. Prototoniert. 


S. 1. — -den 


— s. Indikativ. 


2. -d6ne 




-dena 


3. -dena 


— 


-dena -denai 


PL 1. — 


— 


-dennm 


2. -denid -denaith 




— 


3. -denat -d^nat 


-denat 


Pass. S. -dentar 


— 


-dentar 


PI. -d6natar 


— 





Imperfectnm Conjunctivi ohne ro-, 

A. Denterotoniert. 
S. 1. Idognein — — 

Idognenn-gn^n*) 
3. dogneth-gned dogneth*) 
PL 1. dngnemmis dogneimmis 
3. dngnetis — 

Pass. S. dognethe — 

PL — dognetis 



doneth 
donemis 

dognethe 
dognethea^) 



B. Prototoniert. 



S. 1. -deninn 
3. -denad 



s. Indikativ. 



s. Indikativ. 



5083. «) Ml. 112d, 8. •) Wb. 10c, 16. *) dognäh 1409, aber 
reimend mit a-^tUd d. i. -chned. Das e ist bis nm's J. 1000 immer kurz ansser 
im Singular des Präsens und vereinzelt in der 1. Sg. Imperfecti. /) 6351. 



8TRACHAN, 8ALTAIB NA RANN. 



858 



Glossen. 

PI. 1. -denmis 

2. -dente 

3. -dentis 
Pass. S. -dente') 



Saltair. 



Passions. 



-denta (?) ») 



Keatinf^. 



Praesens Conjunctivi mit ro-, 
A. Denterotoniert. 



S. 1. dorön 






— 


2. dorönai 






— 


3. doröna 






-.. 


Pass. S. doröntar 




— 






B. 


Prototoniert. 




S.l. — 


-dem 


-demar -demnr 




2. — 




-dema 


-d^ama tn 


3. -dema 


-demai 


-dema 


-d^ama 


PL 1. -demam 




-demum 




2. -demaid 




-demaid 


— 


3. -demat 


— 


-demat 


— 


Pass. S. -demtar 


-demtar 




-d^aratar 



PI. 2. dorönte 
Pass. S. dor6nta 



Imperfectum Conjunctivi mit ro 
A. Denterotoniert. 



B. Prototoniert. 



S. 1. -deminn -der- — 

[nain 

3. — — 

PI. 1. -demmis — 

3. — -demdtais 

Pass.S. -de[r]ntaO — 



-d^maind 

-») 

-d^mtais 
-demta 



S. 1. dug6n dog6n 

2. dogenae -gene — 



3. dog^na 



dogena 



Futurum. 

A. Denterotoniert. 

{dog6n dod^n 
dogena me 
dogina 

dogena dod^na 



-deamainn 

-d^amadh 

-d^amadaois 



dogh6an 

rdogWanair 
idogh^ana tu 
dogh^ana 



■) 1711. *) sAdenta Sg. 9b, 2 wird in condemU lu bessem sein. 

>) dimad 8142 wohl Prät. Pass. *) s. oben Anm. 2. 

ZdtaohrUi f. oeli. FhllologU L 23 



54 



BRSCHIEinEinB SCHUFTBV. 



Glossen. 



SaltAir. 



Passions. 



Keating. 



PI. 1. dugenam 




dog^nnm 


— 


2. dog^nid 




dog^ntai 


— 


3. doglnat 


dog^nat 


dog^nat 


doghöanaid 


Pass. S. dogentar 


dogentAr 


— 


dogh^antar 




B. 


Prototoniert. 




S. 1. -dig4n -digen 


— 


•dingen 




2. — 


— 


-disgne 




3. -dignea 


•digni 


-dingne -dingne 


-dingne 


PL 1. f-dignem 
i-digenam *) 


— 


— 


— 








3. |-dignet 
\-dergenat •) 




— 


— 








Pass. S. — 




^- 


^mr^antar 



Imperfectum Fnturi (Condicionalis). 



S.2. — 

3. dogenad 
PL 1. dogennus 

2. dorigente«) 

3. — 

Pass. S. — 



S. 3. -digned 
PL 2. -dig^ute 
3. — 
Pass. S. — 



A. Deuterotoniert. 

— dog^nta 

dogenad dogenad dod^nad 



{dog^ntais dogendais 
dogendais dodendais 



B. Prototoniert. 

-dingned -dingned 



-dingnetis 



dogh^anadh 



dogh^antaoi 



-dlngneadh 

-dlngnidis 
-ding^antaoi 



S. 1. rdorignins 

\dorigenu8 *) 

2. dorignis 

3. dorigni 
jdorigeni 
Idorigeni 
Uorig^ni 



Präteritum mit ro-. 

A. Deuterotoniert. 

— rdorignins -rinnes 

\dorönus -rönas 

— j dorignis 

\dor6nais 
dorigni -rignl .dorigne -rigni 
dorigne-rinni^)!dorinne -rinde 
doroni -rone Idoröine -röna 
[-rona 



dorinnis 
dorinne 



') Ml. 30c, 9. •) Ml. 80a, 9. ») Wb. 11 d, 6; 13b, 3. VgL daa Fut. 
'dergenat oben. *) Ml. 2 a, 6 dorigenuaasaf 1. dorigmus-sa, ^) 1428, reimt 
mit linni. 



STRACHAK, 8ALTAIB NA KANN. 



355 



Glossen. 



Saltair. 



Passions. 



Keating. 



P1.1. 


dorigensam 
dorigensam 


~^~ 


fdorönsam 
\dor6nsamar 




dorigensam 








2. fdorigensid 
Idorig^nsid 


dorinnsid 


fdorinnebair 
\dorönsabar 




3. dorigensat 
^ dorigensat 


dorigset 
dorigensatar') 


fdorindetar 
\dor6nsat 


fdorinneadar 
\dor6n8ad 


dorigensat 


dorigöntar*) 
doronsat 






Pass. S. doronad dn- 


fdorönad 
1 dorigned 


1 dorönad 


dorinneadh 


[rönath 


|dorönta*) 








(dorigned -rinned 




PI. dorönta 


— 


fdorönta 
idorönait 


— 










B. Prototoniert. 




S. 1. f-deirgenns 
t-dernns *) 




-demus 




3. 


-dergeni 
-dergini 


-dema -demai 


-dema -demai 


-d^ama 


< 


-deirg^ni 
-dergeni 
-deirgni *) 
-demi*) 








Pl.l. 


-demsam 


[-demsnm 
\-demsamar 


— 


2. — 


— 


-demsabair 




3 -dergensat 


— — 


-demsat 


f-deamadar 
\-deamsad 


Pas«. S. — 


— 


-d^mad 


-deamadh 




Präteritum ohne ro-.'^ 






A. Deuterotoniert. 




S. 3. dog^ni *) 


— 






dig6ni») 








Pass.Pl.dngnithaW) 


— 


^— 





>) 5929. ') 6052. >) Von Atkinson als Praes. secund. gefasst, 

was nach den Belegstellen nicht statthaft scheint. *) Ml. 89 a, 11. 

») Ml. 124 b, 3. «) Ml. 12Sc, 3. ^ Diese nie sehr verbreiteten Formen 

sind Anbildnngen an das Simplex gniid 'er thut* Prät. rogini PI. rogiruet 
Pass. rognith PI. rognitha. Letzteres Präteritum ist im SaUair schon 
völlig umgebildet zu rogni PL gnisit rogniaset. *) Sg. 185 b, 4. 

') Arm. 17 b, 1. Dogni Ml. 16 c, 10 anscheinend präterital, ist wohl ein Schreib- 
fehler. ^0) Ml. 73 a, 19. 



356 ERSCHIENENE SCHRIFTEN. 

Glossen. Saltair. Passions. Keatinfir- 

B. Prototoniert. 
S.3. -digni*) — — — 

Participinm necessitatis. 
d6nti deinti') — d^nta d^anta 



*) KD. 23 b, 10. «) d^ti Wb. Id, 7 Schreibfehler. 



Frei bürg i. B. Rudolf Thurnetsen. 



ERSCHIENENE SCHRIFTEN. 



An Etymolo^cal Dictionary of the Gaelir Langiiage by Alex- 
ander MacbaiE, M. A. Inverness. 1896. 8. pp. XLVII 
+ 374. 

Der Verfuaer dieses Bnchea ittt sich eelhst bewusst geweaen, ilass 
die Hermwgabe einCB Bchottiach-gaiiBchen etjraolngjachen WttrWrhneha 
ein gewagtes und vielleicht verfrühtes Unternehmen war. Wir sind 
ihm aber zu grossem Danke verpflichtet, doss er Rieh durch solche Be- 
denken uieht |jat Abhalten lassen, das Werk anzugreifen und durchzu- 
fnhren. Schon eine ^ammlong des scholtisch-gälischen Sprachschatz es 
von einem so hewfihrten Kenner, wie Herr Macbain es ist, hat ihren 
eigenen Wert. Die ca. 7000 in diesem Buche verzeichneten Wörter 
Bind alle der lebenden Sprache entnommen, und zum ersten Male tritt 
uns aus ihnen ein korrekte» Gesamtbild dieser Sprache entgegen. Denn 
die früheren Sammler nahmen unbedenklich aua irischen Wörterbüchern 
manches herüber, was in Schottland nie gang und g&be war und haben 
such sonst viel zweifelhaftes mit aufgenommen. Ob freilich Hacbnin 
im Ausschluss des irischen Elements nicht etwas eu weit gegangen ist, 
ob er alle Dialekte gleichmäsaig berücksichtigt hat, von denen doch 
einige gewiss mehr irisches enthalten als andere, vermag ich nicht eu 
sagen. In seiner Sammlung springt vor allem der starke FrozentsatK 
nordischer LebnwOrter in die Augen, die weit zahlreicher sind als im 
Irischen. Manche von diesen hat Macbain znm eisten Haie verzeichnet 
und auf ihre Quelle zurückgeführt. Die meisten von ihnen beziehen 
sich auf Seewesen und Schiffahrt, z.B. ob 'creek' aus nord. hüp, failm 
'heim' BUS n. hjdlm, tabh 'sea, ocean" ans Kaf, täbh 'apouii-net' aus 
hdfr. Auch aeair 'anchor' gehürt hierher, welches nicht etwa, wie 
Hacbain will, aus dem Lal«iniscben, sondern aus nord. akkcri entlehnt 
ist. Vgl. dazu das mitlelirische acorsntt 'Ankerplatz', aus ufiri. akkar- 
ueti. Nächstdem ist die Zahl der ans dem Englischen eullehuten 
Wtirter bedeutend, hei denen sich viele verschiedene Schichten vou den 
ersten Zeiten der Berührung an bis auf unsere Zeit erkennen lassen. 
Als Beispiele ftlhre ich an apartaig ^= hareriack, gighis und cidhia 
= giiiae, aiw jüngster Zeit ciieir = ketper; mit vorgeschlageuem s 
haben wir aaid)ie — haij, sainnttal ::= kand»el\ mit abgefallenem / 
lätilear =^ fUlcher, mit Verlust de« d {and räc statt nn dräc) rite 
= drake. Bei den Lehuwerteni liillt eiu entschiedener Mangel des 
Buches besonders stGrend auf, ilass n&mlich Macbain das Geschlecht der 
Wörter ganz unberücksichtigt gelaaseu hat. 

Was nun die Etymologieen betrifft, so beruhen diese in allem 
Wesentlichen auf den wissenschaftlichen Grundlagen, welche Zeuss und 
die Forscbiing der letzten Jahrzehnte geschaffen bat, und der Verfasser 
darf mit Recht behaupten, dass er seine zum leichtfertigen Etymologi- 
sieren geneigten Landsleute auf die richtigen Bahnen gewiesen hat. 
Die dem Wörterbuch vorangeschickte Einleitung ' Outlines of Gaelic 
Btymolögy' (S. Xni— XLVII) giebt die Hauptergebnisse der Forschung 



858 ERSCHIENENE SCHRIFTEN. 

in übersichtlicher Darstellnng. Was allgemein als gesichert anerkannt 
ist, findet sich auch im Wörterbuch, daneben aber freilich auch Tiel 
Problematisches und Gewagtes, während eine nicht geringe Anzahl von 
Wörtern ohne jede etymologische Erklärung geblieben ist. Hier wird 
sich in einer hoffentlich bald nötigen neuen Auflage manches verbessern 
und hinzufügen lassen. Nicht selten ist Macbain durch unhistorische 
und verwahrloste Orthographie irre geführt worden. So hat z. B. 
airbhinneach ^honourable* nichts mit air und beann zu thun, sondern 
repräsentiert ein irisches airmhidneachf altir. airmitnechf vom Stamme 
des Verbalnomens airmitiu ^reverentia' (Z.* 264). So darf femer rachd 
Wexation' nicht zu racaid ^noise' gestellt werden, sondern ist das 
mittelir. recht 'an ungovemable fit, freak or transport of joy or grief^ 
laughing or crying\ wie Peter O'Connell es erklärt. Vgl. la recht 
0CU8 feirg, Rev. Celt. IX, p. 456, 1. Und ebenso steht darcan 'the hollow 
of the band ' nicht zu deama ' palm of the band ' in Beziehung, sondern 
ist das altir. dercdn, ein Deminutiv von dere ^Loch*, auch von der 
Achselhöhle gebraucht (t n-derc a oxaHle^ LU. 70a, 45). AnihlaW ^fool, 
boor' entspricht nicht dem ir. amlahar 'stumm*, sondern = ohlöir 
'juggler' (Wind. Wörterb. S. 714). In anacreidimh 'disbelief haben 
wir es nicht mit einem Präfix afm- zu thun; das zweite a ist hier nur 
phonetische Schreibung des irrationellen Vokals, der zwischen den 
beiden Konsonanten entstanden ist und keinen etymologischen Wert 
hat. Auch im modernen Irisch wird dieser Vokal öfters geschrieben. 
So finde ich in O'Foharta's Siamaa an Ghdmhridhi leabhardn statt 
leahhrdfiy dorachadus statt dorchadtutj cosamhail statt cosmhailf oiribh- 
idnech statt oirmhidnech &c. 

Im Folgenden stelle ich noch sonst einiges zusammen, was mir 
bei einmaligem Durchlesen als besonders verbesserungsbedürftig auf- 
gefallen ist; auch füge ich einige irische Parallelen hinzu. 
äbhaist 'custom* ist vielleicht aus dem nord. dvist entlehnt. 
Abraon 'April' ist wohl durch Volksetymologie beeinflusst, als wenn 

es mit braon 'Regenschauer' zu thun hätte. ('Aprille with bis 

showres swoote.') 
adhal 'flesh-hook', verwerfliche Schreibung statt ad, wie adha 'liver' 

für ae, cadha 'pfiss' für cae, 
aibidil F. 'aiphabet' (gen. aibidle) ist auch im Irischen gebräuchlich 

und durch Anlehnung an caibidil f. = capitulum entstanden. 
aisgeir 'ridge'. Vgl. kymr. esgair. 
aagaidh 'present' ist das altir. ascid^ nicht aacad. 
baisceaU 'a wild person' = ir. boiaceU .t. gdU, KZ. 33, S. 82. hasgell 

,i. geltan, H. 3, 18. 
hearach 'dog-fish' = altir. berach Gl. 'verutus' (Sg. 60a, 6) von bir 

= veru. Vgl. die engl. Bezeichnung 'the picked or homed dog- 

fish', auch 'bone-dog' genannt. 
beam 'breach'. Auch im Ir. giebt es die Form bem F. neben bema. 

LL. 96b,43. 144 b, 18. 
brasaüt 'panegyric'. Vgl. LU. 121b, 20: is de ata 'sc^l Sceöil', ar b4 

braihsc^lach aide. 



RBSCHIENBNE flCfllOFTEK. 859 

cuircinn ^head-dreßs' ist auf das mittelir. euiree * Knoten' zurückzu- 
führen; vgl. Lü. 96 b, 25: cuirce derg for cach cenniud. 

deacair ^difficult' kann nicht als di-acar erklärt werden, da es im altir. 
deccair lautet. 

dochann 'iiyury' darf nicht zu dochonach gestellt werden. Es ist 
mittelir. dachend, 

damhaü 'bulky\ nicht aus *damh'amhaH, denn es lautet domail im 
älteren Irisch; z. B. Alex. 5S6 (S. 98): alaile dergdomla 'other 
(stones) red and bulky\ 

donfud ^howr, besser dofuü F. 

eisimeU 'dependence, Obligation' kommt auch im älteren Irisch vor, 
z. B. doradsat a n-esimul 7 a cainduthracht for beolu ar-rig, 
Alex. 264. mebnl daib 4m ein esimol m-bec dam, Harl. 5280, 
fo. 43 a. 

mtmhann * pearr, mit Verlust des anlautenden n = ir. nim^ gen. tUmann, 

eabar *mud' = ir. ebor in eann-ebor 'excrement' (Lü. 74 a, 23. O'Dav. 
S. 65X find-ebar *dung\ 

ealackainn ' a peg ' = ir. eakhuing ' rack *, MS. Mat. p. 512 ; Dat. alchaing, 
LU. 85b, 17. LL. 265b, 16. Plur. Nom. alchaingi, LL. 165b, 52. Dat. 
ailchengaib LU. 19 a, 15. Vgl. auch alchaiü, Hib. Min. S. 78, Z. 29. 

faodail 'goods &c., waif = ir. euddü, älter üdil, ädddil, gen. itäla. 

frioghan 'pig's bristle' ist auch im Ir. belegt: frighan .%, gtuiirech 
muCj H. 3. 18. 

fuilear = ir. fuldir, per metathesim für furdil.^) Ein irisches Sub- 
stantiv fuläir mit der Bedeutung * liberty, excuse ' giebt es nicht. 
Das ist erfanden, um die Phrase ni fuldir dam ^I must' zu 
erklären. Altir. fordil (vgl. erat/, irdit) bedeutet zunächst den 
auferlegten {for-) Wunsch oder Willen (rfiZ), dann aber mit Her- 
vorhebung des ersten Elements so viel als 'excessive iiyunction, 
infliction'. Auch scheint das Wort durch rfil* Schimpf beinflusst 
worden zu sein; wenigstens verstehe ich so z.B. LU. 64a, 29: ba 
foroil leu a n-dorigni Cüchulaind. 

gäirdeachas 'rejoicing' ist zunächst aus garit ^kurz' abzuleiten, obgleich 
es durch gäir ' laugh ' beeinflusst sein mag. Vgl. Key. Celt. XVI, 
S. 90. 

isneach 'rifle' scheint nicht von oiainn 'comer', sondern von istan *young 
bird* abgeleitet. Vgl. engl, fowling-piece. 

acm 'crowd' = mittelir. loem, z. B. LBr. 156 a, 44: co tictis ina loem 
tromm. 

Uamh 'foolish'. Das hier aus Cormac's Glossar citierte Wort Um be- 
deutet 'weich', nicht 'warm'. Vgl. Aisl. Meic Congl. Index, s. v. 
Uithmilis. 

machlag 'matrix, Uterus' = mittelir. macloc (z. B. LL. 273b, 27). Den 
Wechsel von c zu ch vor einem Konsonanten finden wir auch in 
machdual 'Schwamm' (LBr. 158a, 23, 167a, 27) statt macdual 



^) Ebenso steht folairem (Ann. of Loch C4, A. D. 1540, S. 320, 6) fttr 
forailem. 



360 BBSCHIENENB SCHRIFTEN. 

mag * paw ' kann nicht aus dem schott. maig entlehnt sein. Es ist altir. 

mdc. LL. 63b, 34: a chend ar a mäcaib 'sein Kopf auf seinen 

Pfoten' (von einem Hnnde). 
meamhair *memory\ Vgl. kymr. myfyr. 
mearUairig Venture'. Vgl. kymr. mentra. 
meidh 'balance' = kymr. medd. 
padhcU *ewer\ nicht aus dem lat. patella, sondern ans engl. jMiti. VgL 

adhal = ael, 
rabhairi * springtide '. Vgl. kymr. rhyferth, 
rathad 'road' aus dem schott. raidy engl. road. 
säbhaü 'save^ nicht aus dem lat. scUvare, sondern mittelengl. mxve. 
Seaman 'nair = kymr. hemin 'rivet*. Das Wort findet sich in einem 

dem Aneurin zugeschriebenen (Gedichte (Skene, Four Aneienti 

Books n, S. 95, Z. 14): trwy hoel, trwy hemiHf und ist noch 

heute in der Umgegend von Gamarvon in Gebrauch, obgleich die 

Wörterbücher es nicht aufftlhren. 
gpadhadh 'a puir hat gewiss nichts mit lat. apatium zu thun. 
täbhachd ' substantiality \ Vgl. ir. iabhuchta * State, condition', z.B. 

confnaradar ann i tabhuchta fothraicthe 7 s^ esairm, Book of 

Fermoy, S. 30 a. 
taam 'a fit of rage' >= mittelir. taemj z. B. Battle of Magh Bath 

S. 158, Z. 0. 

Macbain fügt seinem Wörterbuche zwei Appendices hinzu, von 
denen einer die ' National Names ', der andere die ' Personal Names and 
Sumames ' behandelt. Hier hätte unter Älbion erwähnt werden können, 
dass Albe (Alpe) im Altir. ebenso wie%lßiov 'Grossbritannien' bedeutet. 
Unter Britain hätte M. die gelehrte Form Prydain = Britania von 
dem alten Frydyn = Cruithne unterscheiden sollen. Der Name Kennedy 
geht auf ir. Cenn-Hig zurück, über dessen Bedeutung ' unschöner Kopf* 
doch kein Zweifel bestehen kann. X. M. 

Die Verzeichnung sonstiger erschienener Schriften muss für das 
folgende Heft vorbehalten bleiben. 



Druck von £hrhsirdt Karrm, Halle a. S. 



A WELSH (CORNISH?) GLOSS IN A LEYDEN MS. 



At the end of MS. Voss. Lat. qto 2 is inserted a leaf (fol. 60), 
the reverse side of wliicli is blank, and which apparently was 
the last leaf of a lost MS. containing Boethius' translation of 
PorphjTius' Isagoge. This extant leaf contains on the obverse 
page the concluding portion of that work beginning with the 
words liestut ergo de proprio etc. (Comm, Arist. Ch'aec, p. 50, 1. 19), 
written in Hiberno-Saxon minuscules of close similarity to the 
Script of the famous Bodleian Ovid (Auct. F r\^, 32, saec. IX— X) 
with the Welsh glosses. The remaining portion of the page is 
occupied by a Latin prayer, whose language reminds one of the 
Lorica of Gildas, e. g. cea scrutentur omnia membra illius pro 
amore meo, a verttce capitis usque ad plantas pedum, capillos, 
cutem, verticeni, frontem, terguni, crebrum, oculos, palpebras, 
nares, genas, aiires, labia, dentes, gignas (sie), faciesB, linguam, 
oraculum, etc. 

In a sentence of the last paragraph of the Boethius: ut 
nigrum non soll (sie) Äethiopi sed etiam omni corbo adest et 
carboni et ebeno, the word ebeno has the suprascript gloss: i(d 
est) muhid i(d est) da(tivo casu), 

Muhid is Welsh muchudd, Cf . Davies s. v. Ebe^ius : Ebenus 
i. prenn du fei y muchudd ^a black wood like the jet'. An in- 
stance of its use in the Mabinogion is Peredur ab Efrawc (ed. 
K. Meyer, Leipz. 1887) 25, 6: y gwallt hitheu ae dwy ael duach 
oedynt nor muchudd 'her hair too and her eyebrows, blacker 
were they than jet'. I believe that the word is now obsolete. 

That this is the right expansion of da with horizontal stroke above 
the vowel is clear from the Bodleian Ovid, where this contraction is frequently 
placed over Datives, as ahl over Ablatives and gen over Genetives. 

Oxford. W. M. LiNDSAY. 

ZoitMhrift f. Mit. PhUologU I. 24 



THE GAELIC ABRIDGMENT 
OF THE BOOK OF SER MARCO POLO. 



(Book of Lismore, fo. 82 a, 1). 

54. Feachtus do Mhagnws Cam a cathaiV Cambalau con- 
facod techiB. dla shaig/cZ. Benmiighit do. Fochtus Magnus scela 
dibh. ' Fuigli ruin againn dwit ', ar na techtSi. Adre Magnti^ asin 
tsuidlii rigda i mbui co wdecÄsat tor leth. ' Naim ', ol na t&chta, i. 
brathair (t)li'athcrrsa, 'ar ndiultad iimla righi dmtsi. Doroine 7 
Cadau .i. mac a bratliar, aenta at agaiVfci. Atat 7 na cetÄri 
righ fll fo mamw.9 Naim lin a i^lüaig ac toiAhecht^) at rigi si i. 
Fuci Orcra 7 Cauli 7 Bai-sceel 7 Suchitingni, 7 asbmt conad 
ferr a ndligcrf forsin righi annaisi.' 



55. Ba tus rigi do Chublay intan sin iar mbrised cath 
n-imdlia lais tor iltiribh. Ba gaeth inti frisar' canad sin. Gnuis 
rigda lais co ndercuibh dishoillsidhe. Me7 7 calmacft^ mhiled lais. 
Do oirdis a bhaill diaraili. Eoraidh dono nocÄ cuirfed a choroin 
rig dia chind nogu n-aithed forro in fuighiull sin. Faidhis techUL 
t'orcenn a laech 7 a rig n-inifoicsi, ar ba derb lais dia cuiredh to- 
gairm fora öloghu i cianuibh a fliis d'fhaghbaii do Naim 7 triall 



«) MS. toighccÄ^ 



Translation. 

Of Cublay Magnus and the revoU of Naim (Bk. 11, c. 2). 

54. Once lipon a time, in tlie city of Cambalau, Magnus 
Cani saw envoys approaching him. They salute liim. Magnus 
asked their tidings. *We have secret words for thee', say the 
envoys. Magnus got up from the throne whereon he was, that 
they (all) might go on one side. ^Naim', say the envoys, 'a 
brother of thy father, hath rejected the vassalage of (his) kingdom 
to thee. And Cadau, a son of his brother, hath made a union 
(with Xaiin) against thee. There are also the four kings who 
are subject to Naim, — Fuci Orcra and Cauli and Barsceel and 
Suchitengni — and who are marching with all their forces into 
thy realm. And they say that their right to the realm is better 
than thine'. 

Of the Baitle between Cublay and Naim (Bk. II, cc. 3, 4). 

55. That was the beginning of Gublay's reign, after he had 
routed many coimtries in numerous battles. Wise was he to 
whom that word was said. A kingly countenance he had, with 
brilliant eyes. A soldier's bulk and bravery had he. His limbs 
were proportioned (one) to another. >) Then he declared that he 
would never put the royal crown from his head tili he had 
taken vengeance on them (Naim and the rest) for that word. So 
he sent messengers to his warriors and his kings in the neighbour- 
hood, for he was sure that if he caused his far-off hosts to be 

>) This and the two preceding sentences seem snggested by the description 
of Cnblay^s personal appearance in Polo's Bk. n, c. 8. 

24* 



364 WHITLEY 8T0KBS, 

teiched*) do f6 fhoitÄrib 7 daingnifc. Faidhis coimheY arna con- 
airibh ar omun scel d'faghba?7 do Naim. Ba he lin in tslüaig 
dofreagair he .i. da chath dec 7 .xxx. müe marcach in cecA cath 
dibh, 7 di troightJiech um cech marcach. Dia toghairmedh a 
öloghu i cianatft ni ria rimh förro. Ro hindkdh cetÄri helifainti 
don righ 7 caislen claruig förro. Teit ann iono i remthtis in 
chatha 7 a metgi liuasa [f 0. 82 a, 2], Di la for fhichit dö oc tinol 
in morsluaig sin. 



56. Naim immorro gluaisis co slogh ndermhair lais a ndail 
Cadau tor mag forle^han co sliabh urard fria thaeb i righi Cublay. 
Ni raibhi Cadau fo;-sin mag soin amat7 ro geall. Ro niatsom airi- 
siumh risin Rdaig 1) sin isin du sin. Tocbait a pupla 7 sreathait 
fora taebiübh. Ni bhui omhun förro, ar nir' shailset a scela do 
heith la Cublay. Cublay didm ro ghltiaw in adatjf*) sin tor set in 
dail in mor^lt^a?^ sin, ar nirbho ail doibh in laithi do imluadh ar 
omun a faircsina, gu7'^ eirigh ruithned ngreine torro ar aenchaei 
fri Naim. 

57. Co facatar na mcrgeda ailli eitecÄa 7 na sceith corcra 
cobradhacha, 7 na cathbairr coindleacha cruaidhrighne os na 
udleduib croda Cambulu. Co twcsat aithni ar mergi Cublay osna 
C'dthbarraib. Conadh eadh ros-dti^igh in slüagh asa suan, fogur na 
sdocc 7 na sdurgaw 7 na laech ac gaiiin a caismert catha. 

58. Faidhis Cublay a draidhe uadha dia fhis in soinmtc^ 
* nö doinmhifld nobhiath d6 don cath. Gabsat na laeich ac snas a 

siegh 7 ag limad a lann 7 a loirc-fhersat fria licuibh 7 tuintdib 
in talman. Tecuit na draithi forcülw cu celmame mattAtWa dho 
on chath. 

59. Naim Aidiu, .u. cet mtTe lin a slüaig. Ba forlc^han forro 
in uair sin, är ni bui omuw forro. 

60. Bai Cadau fora conair gin toidecÄt intansin cet mite 
laech, 7 ni rofhinnsat fis la Cublay forro. Cidh fil ann tra, ni 
ar time dodhechatd do Naim sin. 



>) MS. teithed. *) MS. agatd. 



■FHE GAELIC MAHCO POLO. 365 

snromoned. knnwledge thereof would be gölten by Naim, who 
woiild then flee froni liim into woods and strong:]iolil8. He (also) 
sent a gniard on the roads for fear of Xaim's obtamiug news, Tiiis 
was the number of tlie host that answered Cublay, twelve battalions, 
with tbirty thousand horsemen in eacb battalion, and two foot- 
soldiers with eacb horseman. If he bad summoned liis araiies 
that wei'e faj off. it would have been inipossible to count tbem. 
Four elepbaiits were barnessed for the king, with a bartizan of 
boards upon them. So then he went in the forefront of the 
battle, with Ids Standard above him. Two and twenty days was 
he mustering that mighty host. 

r>6. To meet Cadan on a veiy wide piain in Cnblay's king- 
dom, Naim marched, with a hnge array, to a lofty moimtain on 
the side thereof. Cadau was not on that piain as he liad promised. 
That night they (Naim and bis troops) rested in that stead. Tbey 
pitch their tents and Stretch themselves out on their sides. They 
had no fear, for they did not suppose that (."ublay bad tidiugs of 
tbem. Now Gablay marched all tliat night, for they did not like 
to move by day for fear of being seen, tili the sun's splendour 
rose upon tbem on the same road as Naim. 

57. Tbey saw the beaiitiful winged standaiHis, and the 
i'rimson bossy buckler^, and the radiant hai-d-rigid helmets on 
the stalw'art soldiens of Cambulii. And tbey recügnised (.'ublay'a 
Standard above the belniets. And tlus it is that wakened the 
army out of its sleep, the sonnd of tlie trnmpete and the pipes, 
and the warriors sbouting theii- battle-cry. 

58. Cublay sent bis ttizards to see whether he would liave 
good luck or bad luck in the battle. The warriors began to 
chiii their spears and to wbet their blades and spearlieads 
against the flagstones and rocks of the eartli. Tlie iWzards return 
with an omen of beneflt to bim fi-om the battle. 

59. As to Naim, five bundred thousand was the number of 
bis aiTiiy. It was excessive (?) for them at that time, for they 
feit no fear. 

60. Cadu was then on bis way with a hundred thousand 
wanüors, and had not then arrived; and they knew not that 
Cnblay bad Information of them. Howbeit, not for fear did he 
march to Naim. 



366 WHITLEY STOKES, 

61. Gabliait na slüaig sin a n-asain glointäi gorma glais- 
iaruinn 7 a luirec/m daingne doibrisdi 7 a scabai7 cnana chnm- 
dacÄ/a fona minnri/ft sliptha soradhaircc. Sinit a margeda badb- 
dha breacamlflcha risna sleghnibh seimnec/m sithfhotÄ, gur* iadh 
gacJh deglaech dibh ima rig 7 ima thais^cA, cu ro linsat na 
tolcha 7 na tuaitheabhracÄa tor gech taebh do [ifjuaim, gur com- 
dluthatV/seat na catha re cheli int-ansin, cnros-tocaibh nel niamdha 
da niomdaidbib dathordha, [f 0. 82 b, 1] 7 da muincidtft dnalacha 
dergoir, cor'ba soighnen solwsta a clethe nime o^cinn na cnrod 
cecÄYardlia sin. Eo eirig Aono glasnel uathmar oigtita don taeb 
araill don aer, idfr mhinn 7 asa, idtV öleigh 7 tuaigh. Maidid^ 
dona cathaib a ndail araili snaaü easa fria halluibh, gtir'ba breas- 
maidm bratha i n-RMaib 7 i n-uamhunnat6 mongMr na ciirad ac 
comghaba?7 a bfedhmann catha, 7 fuaim a soighit asa sreangoibh, 
7 foluamaw a bfagadh, 7 grechach a ngreg aga nguin, 7 oicc- 
fedach a n-anrwih oc blaisecÄ^ bhais. 



62. Oirisis Naim a n-airimi<cÄ in chatha 7 roigne a rig 7 
a thaisecÄ, gu mbroin ndoinnsciath ndeallradtac/* 'na urtimchell, 
cu ndoiri slegh coimrigin cruadha ima mergi uasa, co fighnir na 
('roichi cesta ania rinnad fuirri. 

63. Ar bhfaicsin mergi Naim do Chublay tocbai« catli coim- 
tliiugli lais dia riguibh 7 anmdaibh, cu ro scail in cath n-aili dia 
dlieis 7 cli, co wderna giall do Naim iar cur äir a mhiied lais. 
Muidhis föra sloghuib iarsin, cnna riacht rimh a n-6cht. 



64. Batar crisda/rfi förna cathatft sin diblinaift. Dorodsat 
na gennti tallann fora ndia 7 forsin üguir bui i merge Naim 7 
gin furtacht fair, cu ro fas coinblict mor itir in shuig sin, con- 
dec/mtar gennte 7 cTtsiaidi i ndail chatha tri araili a bucht a ndee. 
O'tconnuic Cublay inni-sin roraid: ^Fos a dhegmhuinnt^r', ol se; 
* na tabhraidh dimhicin tor Iäu, ar ni guth d6 gin thwrtacht Naim, 
kr cristaidi nochanadh fein fris, 7 nir bo gnima diadha lais, ar 



>) MS. Moigid. 



THE GAELIC MAHCO POLO. 367 

Those armies took their bright. blue greaves of grey 
irüii, and tlieir strong infi-angible coi-slets, and their helmets under 
their diadems iwlished, fair to see. 'I'liey Stretch their warlike 
variegat*?d emblematic banners against tlie riveted long lances; 
and every good wanior closed up round his kiug and bis cbieftain, 
and they filled with claniour the bills and the plains on every 
side. And then the battalions joined witli each other, and a bright 
cload rose from their golden-eoloiired handawoi-ds, and froni their 
plaited eollars of red gold, so that there was a shining lightning 
in tlie roof of heAven above the heads of the heroes on either 
side. There rose, too, a grey cloud, aw'fal. icy. from the other 
side of the air, between diadem and greaves. betweeu apear and 
axe, They break from the battalions into tlie otlier division like 
cataraetH against roeks, so that a crash of doom in fhe cliffs 
and caves was the roaring of the heroes npheaving their efforts 
of battle, and the noise of their arrows from the bowslrings, 
and the rush of their darts through the air. and the screams of 
their hoi-ses at being wounded, and the groans of their warriors 
at tasting death. 

62, Naim abode in the fore&'ont of fhe battle aloiig with 
the pick of his kings and bis chieftains, a multitude of brown 
shining shields all aronnd hini, a wood of stiff liard spears sur- 
rounding his standai-d ahove him, which had the (Voss of the 
Passion graven upon it (for Naim was a Christian). 

63. When Cublay saw Naini's Standard, he sent forward a 
dense battalion of his kings and warriors, and dispersed (he other 
battalion to the right and left, and uiade a prisoner of Naim, 
after inflicting slaughter on his soldiers. Then he routed ftbe 
rest of) Naim's hosts, so that the killed could not be reckoned. 

Of Naim's death (Bk. 11, c. 5). 
64 There were Christians in botli those battalions. The 
heathens flouted their God and the ßgure (of the f'ross) that was 
on Naim's Standard, and had not helped him, so that a great 
conflict arose among that host, and heathens and Cliristians weut 
to the decision of battle with each other on account of their 
(respective) deities. When Oublaj' saw that he said {to the 
heathens): "Stay, my good people! deapise not Je^us, for 'tis no 
blame to him not to help Naim. For Naim called himself a 



368 wHrrLEY stokes, 

do impa tor a tliigerna'. 

65. Sidhuighit na slüaig lasan aithiwÄC sin, 7 dob^rur Naim 
a fiadhnw^e in righ a medon in oir echta.. *Cidh as ni do so?' ol 
siat. ^Bas a dhüghedh', ol Magnus Cdm, ^ocus ni hail damsa a 
chni do dhorted fon uir la homwn na toirthedh do clod förculu. 
Ni toi dam beoM« grian na esca dh'faicsin a bhais. Gurubi 
oidhidO doradaci fair: soidhech do claraib comdluthta [f 0. 82 b, 2] 
do chengal do reifcdhaibh 7 flionnsaidibh: do cengleu^ Naim dft 
chur fora lar, 7 %\\m&echt do chur fair, cu mbith oc tecmait^ 
dia tliaebhuibh alliu 7 anall, co fuair b^ amlaid. 



66. Oirisi^ Cublay ina righi iarsin gin filaid, gin sarti^ud, 
gin triall cathai^thi dö, acht a riga 7 a thaisigli do chur laa mocu 
a congaluibh, 7 in inac nobererfh buaidh dhibh doberedli ardugefd 
Mithmsa. 7 müine do. Doberedh beow^ dar aircdidi 7 ainm 
Magrnwis Cam 'ama scribhadh do litrib ordha fair, 7 leomhan 7 
gribh 'ama rinnad don taeibh araill de i comurtha coscair. Do- 
rindta roth(a) grene 7 esca/ fair; 7 gacA neach oca faicthi in dar 
sin i cridia/6 na Taitraidhi^) doberthi umhla dö gac/i aen, 7 
in nech nach tabrad dogheibcdh bas do dliged in righ. 



67. Magnus Cam immorro .iiii. rigna lais, 7 in cJ/ben laa 
faienn dib asi is fortailli fair, 7 ase in mac thw^mes is oigri air 
dia eis. Bit beo«i5 ce^Ara dinna anorcha acu soin, 7 x, mili in 
cech dhinn dibh dia fresdal itir ingin 7 oddech. Cet ainder n-aile 
lais, 7 mna gu ngaeis 7 gu n-aeis crichtaigh leo dia cur dia 
frestal ag Cublay ar saethaib 7 gaWraib, 7 do thecasc dmnccÄais 
7 bescna doibh. Madh ec dh' ingin don cet soin doberar ainder 
'na hinat (no ait) do Burgoguna i. cinedh dh' uaish'6 na Tartrai- 
dech*) iatsomh co n-aindribh cruthacha leo, 7 ni faienn ainder 
dhibh la cele n-aile acht feitim for in righ. 



») MS. oighid. «) tartraighi. ») tartraigecÄ. 



THE QAEUC MAKCO POLO. 



369 



Christian, and (yet) Ms deeds were iiiigodly, for he rebolled 
against Ms liege-lord '. 

65. Ey that saying the hosts are appeased, and Naim is 
hrought before the king in the midst of the assembly, ' What 
is the thing for Mm?' say they. 'Death is bis due'. auswered 
Magnus Oam; 'and it is not my pleasure to spül liia blood on 
the ground, for fear of throwing back the fmits of the earth. 
Nor is it my pleasure that the siin or the nioon shonld see Ms 
death'. Sn tMs was the tragical death that was inflicted npon 
Mm; a cage of closely-joined boards was tied together witli 
ropes and bands. Naim was boimd and put in tlie midst of it, 
and then it was tossed to and fro, so that he kept falliiig froni 
its sides; and thus he died. 

Of Cuhlay's rewards to his mptains (Bk, ü, c. 7). 

66. Thereafter Cnblay i-emained in Ms realm, without plnn- 
deiing or violence, without going on a campaign. But he sent 
his kings and his Chiefs with his sons into conteats. and to the 
son who would gain a victory he would give advanceraent in 
lordship and treasure.s. He «aed, moreover, to give a silver tablet 
with tbe name Magnus Cum written upon it in golden lettera, 
and a Hon and a gerfaleon graven on one side thereof in token 
of friumph. Tlie circles of the »uii and nioon were graven on 
it. Unto every one with whom that tablet was seen in the 
provinces of the Tartars obedieuce was rendered by all, and 
whoever would not render it suffered death by the king's law. 

Of Magnus Cam's household (Bk. n. c. 8). 

67. Now Magnus Cam hath foiu' queeus, and the consort 
with whom he flrst sleeps is the superior, and the son whom she 
brings forth is the heir aft«r him. These queens, nioreover, have 
four honourabje eourts, and ten thoiisand in each cüurt to wait 
upon theni, botli maidens and warrioi's. A himdred other damsels 
be hath, and wise, ehlerly ladies with them to send them tn wait 
on Cublay in illness and disease, and to teach them needlework 
and morality. Should one of tliis hundred die, in her place there 
is put a damsel of the Burgogima {Kungvraf), a tribe of Tartar 
nobles possessing shapely damsels. And none of these damsels 
sleeps with another husband, but (only) attends upon the king. 



370 WHITLBY ÖTOKES, 



68. Fil catha/r n-aili la 'Magnus Cam, cathafr Cambalu a 
liainm. As iside catha/r oirec7/ais na n-iiili ThartraidechJ) Bui 
didiu srutli fora feadh techt riam, co facuidh Cublay a bfatcsin 
neoil 7 rotlia grene y e^cai celmame dochuir do heith d6 de dia 
mbefli in srutli trithi, cu ros-tocuibh in cathair don taeb araill 
don tsruth la tuaiclilecÄ^^) y amaindsi. 

60. Batcrr .iiii. cula for in catliraV^f sin 7 se mili ior cech 
n-ae . feorK AoTuis umhaidi ior cech ceathramam di, 7 dind ditho- 
ghla/rfAi for cech ndorw« 7 ior cech cuil dibh, gu ngriananuib 
solff^da, gu hallarfaibh righda. Is ann sin äidiu cuirto- a n-airm 
7 a n-eiiiifd 7 a n-eirrmrf uile [fo. 83 a, 1] dia taiscidA co huair 
chatha dhoibh. Mili laedi cech n-aidchi^) oc faire in righ ior 
gach ndoras don da ndoiiTsib dec soin. Ni bi onn(n ar bith faii^ . 
acht modh*) na righi do coimct 

70. Ni dentar c/eic na cundiv/d isin cathra/j sin, acht duinti 
7 cathracÄa allamuich di ina ndentar. Ni hadluict^ marbh innti 
beot(.9. A medon na Tartraidhe fuil si . as coimdhes na hiltire 
dhi. Ni huiM^a a rim indiull (leg. indeb?) na cathi'acÄ sin, 7 a 
tic innti do dochaib huada 7 do eduighibh sirerdha 7 da gac7i 
maithi?/.9 arcena asna hiltirtha?7> i cein 7 i bhfliocus. Ni bhi in 
catha/r sin tie bithiu gin mili roth for fenaibh (leg. echaib?) 7 
damhuibh 7 asanaibh ac togluasacA^ sida dia hinnsaig/d. 

71. Ata clog romor fora lar, 7 docluint^r a fogur isna 
cetÄri cüla/6 fil le. Ni lamhann nech a siuba? a tü^ oidche 
bentar e gin sutralla solw^da lais cu riiithnt'd ngrene arabharaclu 



72. Palas in righ i medhon na cathracAsin .iiii. cula lais, 
mile fod cecÄ ae itbh, IStadh oirmitnech lasna .iiii. riguib fil 
forro, cu hallodaib rigda 7 cu ngriananaift solusda do mhannair 
ghloin, 7 tuir dliithoglaidi fora muraib ina taiscthe a cuaich 7 
a n-escrai 7 a seotu aili. 



') MS. thartraigech. *) tuaithlecht. ') naigthi. 

*) mogh. 



THE QAELIC MARCO POLO. 371 

Of (he City of Cambalu (Bk. II, cc. 11, 12). 

68. Magnus Cam liath another city, a city named Cambalu. 
Tliis is the capital city of all the Tartars. New there was 
formerly a river throughout it, tili Cublay saw in a vision 
clouds and circles of sun and moon, an omen that evil would 
befall him thence if the river should continue (flowng) through 
it. So by craft * and skill he removed the city to the other side 
of the river. 

69. There were four backs in that city, and six miles in 
each of them. Three brazen gates in each quarter of it, and 
an impregnable palace at each of the gates and angles, with 
shining sollai-s, väth regal halls. Therein are put all their 
weapons and clothing and armour, to be stored tili the houi' of 
battle. A thousand warriors every night sentinelling the king 
at every gate of those twelve gates. No fear at all hath he: 
it is only to guard the honour of the kingship. 

70. Xeither trade nor t raffle takes place in that city; but 
outside of it there are forts and cities in which they ai-e camed 
on. Also no dead body is bui'ied in it. In the midst of Tartary 
it is. Many lands have an equal right(?) thereto. Not easy 
is it to reckon the wealth of that city, and all that enteil it 
of precious stones and silken gannents and every other goodly 
thing froin the niany lands afar and anear. That city is never 
without a thousand wagons drawn by hoi-ses and oxen and asses, 
mo\dng silk towards it. 

71. Amidst it is an enormous bell, whereof the soiind is, 
heard in its four backs. When the bell is Struck at nightfall 
no one dares to go about without having bright lantems, tili the 
sun is shining on the morrow. 

Of the Kintfs Palace (Bk. II, c. 10). 

72. The king's palace is in the midst of that city. Foui* 
backs it hath, a mile long is each of them. An admirable court 
have the four kings who are over it, with regal halls and with 
shining sollars of pure marble, and on its ramparts are im- 
pregnable towers, wherein are stored their cups and goblets and 
other treasures. 



372 WHITLEY STOKES, 

73. Dinna na n-ingen 7 na laech arcAena tor flarliit in 
Axmaidhj 7 lubhghuirt lesaighthe fria taebliuibh cu topraibh tait- 
nemhaclia, cu fiadhmhi]a?'& ecemit«^ da gach mhonod tor bith, co 
Inibliibli ictha cacha tedma. 

74 SluaightÄ^cA ina medon . do marmutr ro tocbhadh. Ad- 
bliul a fod 7 a \ethet Niamh oir fair allastigh 7 dianecÄ^air. 
Dorinnadh fair beos do hrechtrad goc/m datha imhaighi na cath 
7 na cowgal doratöd isna hiltirib sin 7 fuath gadk anmanna 
eceiinw« tor bitli, cur'bho ditli amhairc do §uiliM dercadli fair. 



75. Seinistre glamidhe lais cu sduaghaib caemha cumdacÄfa 
forro. Seomroda 7 sella^ fria taebhuibh fon [fo. 83 a, 2] n-innws 
sin. Se müi nobitis oc tocarthium immon rigli isin sluaightÄecÄ 
sin d'uaislr&Ä na Tartraidech, ^ 7 da .xx. mili dia laechaibh 7 dia 
n-anrodaffc nothochaith(?i5 isna tigliibh fria teebhu. 

76. .iiii. tAisigh imchoimeta fair 7 .iii. mili laech la gac/* 
taisecA . tri hoidhchi 2) da gach thais^'cA dib diaidh a ndiaidh ^) 
ac faii-e in rigli, conadh Rmlaid sin nochaithdis a remes. Don 
mhodh*) righdlia tra rognithe laissium sin, 7 ni ar omon chena. 

77. .U. dlioirrsi toebh f/ia toehh forsin rightliecli: in äorus 
medlionach dliibli sduaglia aille amlacha faii-, ar ni triallann necli 
inn acht in ri 7 a ^liiag ac gaba/7 na ndortf^ fria thaebh. 

78. Nosuidhcdli Cublay ina suidhe righ, 7 a druim budh- 
thuaidh 7 a a,gaidh budhdes, 7 in mac ba sine lais för a läimh 
dlieis, 7 a righa 7 a thoisigli diaidh a ndiaidh^) for in \eit\\ sin 
doreii* a ndualgte^, 7 in righan ba togha laiss for a cli 7 na 
righna eli 'na deagatd, 7 nmä na righ 7 na taisecA ^) tor a n-egar 
cuba/d 'na ndeghaidh na righ. Nobhidh in ri uas na sloghaibh 
oca bhfliaircsi cur' bhö comhard fria a bhond-sumh mullach 
gadi aein dia mhuinntrr. 

79. No bhi tunna ordha a medlion an rightoighi 7 cetAri 
tiinna ordha budh lugha inassom fria a taobhaibh, 7 fln ac 
toidhecht*^) indtib assum. Kigha 7 baruin ac freastal na bruidhne^) 



^) MS. tartraigecA. ^) hoighthi. ^) diaigh andiaigh. 

*) mhogh. ^) diaigh andiaigh. ^) taighsecA. 

') toighecht •) hmighne. 



THE CAELIC MARCO POLO. 373 

73. The hoHses of the danwiels and of the warriors besides 
are athwart the fortress, and cultivated liei'bgardens at their 
flanks, witli sUiiüng fountains, ■with tameless wild beasts of 
every type in the world, with herbs that heal every disease. 

74. A liost-liouse in the midst of it, of marble it was erected. 
Vast its lengtli and its bieadth. The splendour of gold upon it 
out«ide and externally. öraven upon it, nioreover. with variety 
of every colour, were the images of the battles and conflicts that 
were fonght in those many countries, and the fonn of every wild 
beast on earth, bo that to gaze upon it was destruction to the 
sight of one's eyes. 

75. Glazed Windows it hath, witli beautiful adorned arches 
upon theni. Chambers and cells at the sides in that wise. Of 
the Tartar nobles six thousand would be at nieat around the 
king in tliat barrack, and twice twenly thousand of tlieir warriors 
and Champions used to liave their meals in the houses at its sides. 

76. Four chieftains guarding it, and three thousand warriors 
with each chieftain. Three nights for each of these chieftains, 
one after the other, watehing over the king; and thus they are 
wont to spend their Space of tiine. For the royal dignity this 
was done by hini, and not for fear (of auy one) whatever. 

77. Five doors there are, side by side, in the palace the 
midmost door with heantiful emblematic arches on it, for no 
one passes in save the king and his army keeping the doors 
at liis side. 

78. Cublay would sit on his throne, with his back to the 
north and his face to the south, and his eldest sou on his light 
band, and his kings and his chieftains one after the other on 
that side accordiug to their riglit, and the queen of his choice 
on liis left band, and the other qneens after her, and the wives 
of the kings and the chieftains fittingly arranged after the kings. 
The (gi'eat) king is (seated) above the hosts beholding them, and 
so that the crown of each of his people is on a level with his sole. 

79. Amidst the palace was a golden tun, at whose sides are 
four golden tuns of smaller size, and wine drawn into them from 
the fonner. Queens and barons are serving those bantiueters 



374 WHITLET STORES, 

sin do shaine gac/m bidh tor bith. Eirgidh dona foireann ele 
dia toisec/*aibh cosna timnaibh 7 eascrada dimliora do dergör leo. 
Fedhm d6si laoch a n-imchar. Sreathaid lasna lieascradaibh sin 
tor culaib 7 cernaibh na bruidni^ 7 linaid cuach nö cupa 6rda*) 
asna heascraibh dimora sin for fiarlat'^ na bnüdhni^) do gach 
aon, cw robhad mescdha medharcaine. Seinntcr gocA fogur*) 7 
gach ce61 tor bith doibli, co mbi an t-istad uile 'na cairchi ciuil. 
Doghniad fo/reann ele cleasaighecÄ^*) 7 amuinsi doibh. Ni bhi 
dono ri na taisech ß) dibh gen a ghlun f ria lar in cen bhis Cublay 
tor a chuid. 

80. Tri mhissa [fo. 83 b, 1] gnathaighit bheith sunhlaid sin 
.i. Decimber 7 lanuarius et Februarius. Ni samhail doib rigu 
nait slöig tor bith. 

81. Fil tulach ard allamuigh don cathrafgr-sin cu fidhbaidh^) 
foda 'na timcheall, cen dichui- a duilli di tria bithu, 7 luibhi cen 
claechlodh a ndatha ^amlaid, ciir'bha miadh menman la gach 
n-6en a bhfegod. In Tulach Uaine atbcrar fria. 

82. Batar iidin secht meic for .xl. la Cublay. Doronad 
palas righda forsin tvHaig sin don niac ro derrscaigh dib. Chem 
chini a ainm. Ba laech amra eiside. Doratad in dun do a 
comartha oigrecA^a, 7 ro cuir a scribne 7 a sheotu fine don dun 
sin dia n-imcoime/. Ba gnath lais dono iar facbail cathracA 
Cambalu triall don dun sin 7 oirisium ann la toil a mewman. 
Bui, tra, iliged aigi fora raibhi do Thartraidhib*») tricha mite 
tor cach toeb don dun sin sealg do denam tor muca?M 7 aigibh 
7 tor cech fiadhmil ecennw« olcena, 7 a mbreith don dun sain 
gin dith forro. Ba a croicnibh na bhfladhmil sin no taisced an 
ri airm 7 eirred a muindttri 7 a mhiled. 



83. Atbath Chemchini 7 ro facuibh uricc (leg. macc), Temin 
a ainm. Dorat Cublay in dun dö, ar bä ar lurg araili no gabhtha 
righi na Tartraidhi. 



MS. bmigni. «) ordodh. ») brniglmi. 

*) fodur. *) cleasaidhee/^. •) taighsech. 

») fighbaidh. •) thartraighib. 



THE GAELIC MARCO POLO. 375 

with variety of every \iand on earth. Then another set of his 
chieftains go with great tuns and pitchers of red gold. 'Tis an 
effort of two warriors to carry them. Those pitchers they ränge 
on the backs and comers of the banqueting-hall, and out of 
those great pitchers they fill, athwart the hall, every one's goblet 
or golden cup, so that he becomes intoxicated and merry. Every 
tune and melody is played to them, so that the whole court be- 
comes a sound of music. Another set perform tricks and jugglery 
for them. Now there is no king nor clüeftain among them that 
does not kneel on the floor while Cublay is at his portion. 

80. For three months they are wont to be in this wise, 
namely December, January and February. No kings or hosts 
on earth are like them. 

Of the Green Mount (Bk. ü, c. 10). 

81. There is a lofty hill outside that city, with tall trees 
around it that never shed their leaves, and herbs in like wise 
that change not their colour, so that it is a mental glory to every 
one to behold it. The Green Mount it is called. 

Of C^ihlatfs sons (Bk. II, cc. 9, 17). 

82. Now. Cublay had seven and forty sons. Upon that 
mount there was builded a royal palace for the most distinguished 
of those sons. Chem-chini {Cliimkin) was his name. He was an 
excellent warrior. The fortress was given him in token of heir- 
ship, and he put his writings and his family treasures into that 
fortress to preserve them. It was lüs wont, after leaving the 
city of Cambalu, to proceed to that fortress and tarry there to 
his mind's desire. Now he had a law binding all the Tartars, 
for thirty miles on every side of that fortress, to hunt swine and 
deer and every merciless \\dld beast besides, and to bring them 
undestroyed to that fortress. In the skins of those beasts the 
king used to keep the weapons and dress of his household and 
his soldiers. 

83. Chem-chini died, and he left a son named Temin {Temur) 
To him Cublay gave the fortress, for the sovranty of the Tartars 
was taken in succession to the other. 



376 WHITLEY STOKES, 

84. Dogniter dowo festa la Cublay a laitlii a thusmeisL 
Tri festada dec ainnhitnccAa dobeired do Taitraig/6 isin hliadain. 
Da mtli dhec dia righaibh 7 toiseclia/W* noblüdis f or iii bhfleid *) 
sin, CO ndeisi n-aluinn n-ordha um gach a^n dib. lAr n-ccar 
in tslt)?Vjfthighi sin leo doleicdis a ngluine fria huir, 7 doghuided 2) 
gach aen dib in dia dia n-adhrad im shoinmliighi fhlaithiu^ 
d'fhagbmZ do Chublay. In t-ochtmad la jlx. do mhi Decimbir 
(leg. Septembir) doghniat in üeängud sin. Doberedh in ri tidlaarthi 
dcrmhaire [fo. 83 b, 2] da gach aen foleith do or 7 mhäinibh 
anaithintiu. Doshuidhdis for a n-aitibh comoil doridhisiu. Do- 
theighdis diiiice 7 iarlada dia f reastal for culuibh 7 taebhuibh na 
bruidhne sin. Xo bidh in ri 'na shiüdhi righ uaisdibh oc faircsi 
for na slogei, co scaildis fo shellaidibh 7 seomradatM iar ceolaib 
7 clesrad imda. 



85. Araile festa la Cublay in ceftia laithi don hliadain 
doronta he. Is fris atbertis-sium sin, frisin läithi toisecA do mi 
Febra. Ni oirisedh ri na taisec/* dibh in laithi sin gin triall a 
ndail Cublay, 7 eirredh geal um gacA n-aen dibh, uair indar leo 
ba s>o\us in bliadain^) doibh samlatd on hliadain co araili. Nir'bho 
äl doib glacad na faircsi neich^) tor bith in liithi sin acht ni 
sohf^ta. Biii rigia^^ht na Taitraidhi ^) macu, mna fonn innu5 sin. 
lAr ndul dona maithibh sin isin sluaightAecA, teit Cublay 'na 
suidhi rig uaistib, 7 a agad ar in solws ngrianda budhdhes 7 a 
druim fotwaYA, na righu for a dheis 7 na righna f ora cli. Eirghidh 
ocldecÄ i medhon na bruidne co n-abair: 'Eirgidh', ol se, *7 
adhruidh in ri emiail dia!' Lecit uile a ngluine 7 a cinn ffia 
huir. Eirget iarsin a bhfiadhnutÄe in^ righ. Bobeir gach ri 7 
gach taiseach dhibh ech buadha dhö, conad .u. mili each doberit 
db 7 siat lüli geal. 



86. Altoir onorach a medon in righthighi sin, dir corcra 
fmVri. Ainm in righ 'ama rinnadh fair do litrib ordha. Tuis 



MS. bhfleig. «) doguiged. ») bliagain. 

*) neith >) tartraighi. 



THE QAELIC MASCO POLO. 



377 



I 



Of Cuhlatj's Birihdatj Fi-asI (Bk. 11. c. 14). 

84. Now a featival is kept by Cublay oii the day of liis 
birtli. Thirt«en venerable feasts he woidd give to the Tartara 
in the year. Tweh'e thousand of liis kings and chieftaina would 
be at that banquet, mth a beautifiil golden robe around each of 
them. After that host-house had been airanged by them, they 
would drop their knees on tlie ground, and each of them would 
entreat the god whicli he worshipped that Oiiblay might get 
proBperity in his kingship. Ou the twenty-eighth day of the 
month of December (leg, September) that feasting is held. On 
every one severally the king would bestow enormous gifts of 
gold and unknown treasures. They wonld sit down again in 
their drinking-places. Dukes and earls would come to attend 
them in the back» and eides of that banqueting-hall. The king 
would be above them on his tlirone, looking at the hosts, until, 
after (liearing) melodies and (seeing) feats in plenty, they went 
apart to their cells and Chambers. 

Of the Feasl keld on Netc Tear's day (Bk. 11, c. 15). 

85. Another feast was held by Cublay on tlie firat day of 
the year. The first day of February is what they call New 
Year's day. No one of theii- kings or chieftains abstabis on that 
day from going into Cublay 's presence, each of them wearing a 
white dress, for thus they deera the year will be hicky for them, 
fi'om (one) year to another. On that day they liked not to 
handle er see aught in the world save something shining. The 
(whole) kingdom of the Tartars, boys and wivea, was in that 
wise. After those nobles had entered the host-hoiise, Cublay 
ascends the throne above them, with his face towards the solar 
light in the south and liis back to the north, the kings on his 
right Iiand, and the queens on his left. A wai-rior rises in the 
midst (if the Company and exclainis: 'Arise ye, and worship the 
king as a god!' All cast their knees and theii- heads against 
the ground. Then they go before the king, and each king and 
each chieftain gives him a race-horse, so that tlieii- gift.'i amount 
to live thoasand horses, all of them white. 

86. In the midst of that palace is a venerable altar, upon 
which is a crimson fablet with the name of the king giaven 



378 WHITLEY STORES, 

as {sie) chensaidib ordha ac righiiibli 7 ac taisec/mibh oca crothad 
tor culaibli 7 taebaibh in tighi. Boheir gach aen dona maithibh 
sin paxa co w-umhla deimhair d'ainm in righ. Soailtd gach aen 
dibh 'na inadh chomoil iarsin. 

87. Ni tocaibhter cuach na cupa na com na escra dia freas- 
dul in laithi sin nach gel uili bhit, oonadh aire sin gairit in 
Fesda Gel de, 7 is eirred gel bis impa uili in lä sin. 

88. Doberur leomhain istech i bhfiadhntim in righ intan sin. 
Doniat umla dh6 simail doronsat [fo. 84 a, 1] na maithe ucut. 

Mi dhoibh forsin fleidh») sin. 

89. Dothiagat tor seiig asa haithle 7 dias brathar aigi 'na 
conmaeruibh , 7 ba taisccA gach aen dib tor .x. mili cowmaer, 7 
.u. mili cu la gach conmaer dib. Baym 7 Nuncam (leg. Mincam) 
a n-anmanna. In cailli selga noghabhdais dosreathdais 'na uirtim- 
cill lamh fria laim cu nach facbatis dam na torc isin cailli gin 
gluasacÄ^ 7 marbad. In ri Aidiu cu maithibh a righ 7 a thais^/* 
tor tttlaig aird oca feitim samla/d, 7 leomuin tor cuanairt lais 
nach teigh6:dh'') fiadh for bith na anmann ecennus arcÄe^ta, or 
is forro ron-alt iat. Finna gaisitf^cÄ fon^u ama// ingin no fiaciül 
00 (sie) culai. 



90. DognitÄer selg eli la Cublay for enuibh 7 ealtaib la hil- 
cenel gacha seabac for bith. Ar batar oeht ngribha ingnecAa 
for .xl. lais arna seolöki for seiig na n-anmunn n-aerdha, ocus atn 
taisech dia muint/r co nAeieh milib lais fria seiig 7 imcoimet a 
sheabflfc, cwrius .u. mili dhibh for tolchuibh 7 tuaithebraibh na 
crich a cein 7 a bhfoicsi, 00 nacA dighsitis a sheaba/c i tiribh 
ciana iania lecan for enuibh. Ceolan beg n-ordha for cois gac/m 
seba?c dibh, 7 ainm in righ 'a[r]na rindod fair, co n-aithnenn 
gac7i aen he, dia ct*r forcula dia ndighsedh i tirib ciana. 



91. IN ri didm is amhlaid bis ocun tseilg sin, a seomra co 
neim n-oir fair, 7 rotha fena fai oca imchur for elifaintibh, 7 
croicne leoman fair immuigh ica dhin for fhuact 7 dmlun. 



>) MS. fleigh. <) teidhedh. 



t 



THE GAELrC MÄttCü POLO. 379 

thereon in lettere of gold. Tliere is incense over golden censei-a 
wliicli the kings and cinettaius are shaking on tlie backs and 
sides of the houae. Each of those nobles gives a kiss, with 
exceeding great reverence, to the name of the king. Then each 
man retiims to his drinkiiig-place. 

87. On tliat day neither goblet, nor cup, nor drinkinghorn, 
nor pitcher is produced to serve them, wliich is not completely 
white. Wherefore they call it the White Feast, and 'tia white 
clothing that every one wears on that day. 

88. Lioiis are then brought in before the king: they niake 
obeisance to him, just as you nobles have done. 

At that feast they remain a month. 

89. After that they go a-hunting, and Cublay hath, as 
niastei-s of the hounds, two brothers nanied Bajin (Baian) and 
Nuncam {Mingan). Each of them is chief uver ten thoiisand 
hound-masters, »nd eauh of these masters hath five thousand 
hound». As to the hunting-forest which they take, they Stretch 
out all around it, band to hand, so that they leave no stag or 
boar without being started and killed. The king, too, with the 
nobles of his kiugs and his Chiefs (is) on a lofty hill watching them 
in that wise. And besides the pack of hounds, he bas lions 
fi-om which no quarry nor other wild beast on earth would 
escape; for 'tia on them he has reared them. Bristly haii- they 
have upon them, like nails or teeth on their backs. 

90. Another kind of huuting — for birds and birdflocks — 
is eamed on by Cublay with many kinds of every liawk in the 
World. For he had eight and forty taloned gerfalcons traJned 
to hiint the animals of the aü'; and of his household there is a cliief 
with ten thousand men for hunting and keeping his hawks. Five 
thousand of them he puts on the hills and the plains of the 
provinces, afar and anear, so that his hawks, when cast at birds, 
may not go into distant countries. On the foot of each of these 
hawks is a little golden bell, with the king's name graven 
thereon, so that every one recognises it, and if it go into far- 
off countries may bring it back again. 

91. As to the king, thus he is at that hunting: his Chamber, 
with aplendour of gold thereon and waggon-wheels thereunder, 
bome on elephants, and lions' skins outside it, stüelding him from 



380 WHITLEY STOKES, 

Beridh in ri elta dia gribhuibh lais isin tegdw^-sin, a righa 7 a 
thoisigh 7 a shlogha ina sreathaiM 7 ina n-eisibh allamnigh de. 
lar tacsin na n-eltad n-aerdha dhoibh tocbait na croicne don 
tseomra, 7 lecidh in ri na griba futhaibh, 7 oirisid fein 'na 
shuidhi oc feithm na des 7 na cluiche') sin, gurub gairdf^d 
menman laissium 7 laa righaibh dercadh f oran enluith diblinaibh. 

92. A Casi Mordin dono doniter na selga sin. Magh for- 
leihem eside, 7 ni lamthar fiadha na elt^da do marbod^ la Tar- 
traidibh uidi .xx. la fria thaebhuibh. Ro cumdaigid tegdw^ 
[fo. 84 a, 2] lii Oublay tor in magh soin fria broinn sealga .x. 
cä pupall al-lin. Müe laech no thochaited a pupaill in righ. 
Niam oir fuirri. Croicne leoman ngel 7 iub 7 ierg ina tithib 
futVri dia din ar shnecta 7 d^dtm. Reifedha sida allamuigh 
dibh. Pupla na hingenraide sida uili no5-ditnenn. Vupla na righ 
7 na miledh ina sreathuibh 7 ina sraitibh fria taebhuib fonn-innus 
ro bh&tur a c&thraig Cambalan. 



93. Fria mi Marcite« doibh amlaidA sin. Triallatd forcul 
go cathair Cambalau. 

94. Da thaisecÄ iec la Cublay, 7 as iat ba coimsigh ara 
canta fris 7 uadh. CetAra cricha .xxx. do shaeri gacAa taebhu 
don cathrmV/ sin. Is lasna taisecha sin dosuidhighthe iat do 
shoeiri no do doire dho-som. 

95. Teora fidhbhuidi^) nofhasat imon cathra?(/ sin 7 is dia 
croicnib sin donither monad don righ fria creic 7 cundrod na 
crichi, 7 ni do dhith 6ir no indmhw« donit7«er son laissium, är 
ba lia do ör 7 innmhws 6 ina a roibhi do rigaibh for bith. 

96. INtan donitÄcr nos no dligcd do nuaidi^ed, iohereth in 
da taiscc/i dh6c sin chuigi, 7 dobereth scribhne dhoib dia cur fon 
crich d'fhoillsiugtid na nöus sin. Dochuirdis-sium tecÄ^a lasna 
scribhnibh sin for echaifth luatha, ar bu mo ina .u. cet ech bui 
ocon righ 'ama sreatha<2 forsna cathrachaift i cein 7 i fotcsi an 
oirichill techtadh, 7 ni scuirdis in t-ech dia rith cu mba scith hi. 



MS. cluit«^. <) fighbhoidi. 



THE OAELIC HAKCO POLO. 



381 



cold and storm. In tliat house he carries a flight of liis gerfajcons; 
bis kings and his eliiefs and liis armies in their rows and in 
pairs out«ide tliereof. When tbey see the birdflocks in tlie air, 
they lift the skina from the Chamber, and the king makes a 
cast of the gerfalcons at themj and he himself remaina seated, 
watching those feats and diversions; so that both he and his 
kings have theii' hearts' delight in looking at both sets of birds. 

92. In Casi Mordin, then, those himts are held. A passing 
Wide piain it ia, and for a twenty days' joumey froni the sides 
thereof tlie Tartars do not venture to kill wild beasts or birds. 
On that piain habitations are erected by Cublay, for sake of 
hunting: ten hundred panlions is their number. A thousaud 
waiTiors would eat in the king's pavilion. The splendour of gold 
is upon it. The skina of lions, white and black and red in their 
Spots, are on it to protect it from snow and Storni. Tentropes 
of silk ontside them. The ladies' parilions, what eovers theni ia 
all silk. The tents of the kings and the soldiery are arranged 
in rows and in streets at their sides in the same way as in 
the city of Cambalu. 

93. For the month of March they (tarry) thus. (Then) 
they proceed to the city of Cambalu. 

Of the iwelve chieftains (Bk. n, c. 

94. Twelve chieftains hath Cublay, and 'tis they that control 
what is aaid to him and by him. Four and thirty provinces they 
have to adniinister on every side of that city, and by his authority 
the iuhabitant« are set free or enslaved by those chieftains. 

Of the Money ma<U of Bark (Bk. J], c. 24). 

95. Three forests grow about that city, and 'tis of their 
skina that the king makes money for the trade and traffic 
of the province. And not for want of gold or wealth is that 
done by him: for he hath more gold and wealth tlian (all) tlie 
kings in the world. 

96. When a regulation or law has to be promulgated, 
those twelve chieftains bring it to him, and he gives them 
writings to be sent throughout the eountry in order to pubUsh 
those regulations. Messengers are sped with those writings, 
(mounted) on swift horses. For the king has niore than five 
thouaand horses stationed at the eitles afar and anear, prepared 



382 WHITLEY BTOKES, 

No facbhaitis in t-ech sin 7 fogheibhtis ech ele isin cathravV/ 
fara cind, 7 teighedh fuirre gu luas 7 denmne. Bui dia luas-sc^m 
cu cengaiZtea a marcai^ isna dilla/äbh orda ar omun nach lenfattis 
dib, conadh ar x. müi cathracA do shinbla/^Mis techta, Magnut^ 
Cam la sc61a a dhligcd 7 a nos moduin co fescor. 



97. FecÄ^s do Marcus 6cc i fiadünw^i Msi^nuis Cam. *A 
MarcttiÄ ', or se, ' eirg laam maeruibh-se tor Mrldit na crich, 7 tue 
a fhis lat gadi dal fora mbiat.' Triallus fora set cu tarla srutli 
dhimlior dhoibh forsin conair, 7 droichet do marmair tairis, .ccc. 
cubat ina fhot, .x. cubhait ina lethet,») .xxx. uaithne fulaing fai 
cu saine gocAa gresa torro. Sduagha cama cumdac7»/a on uaithne 
c6 araili dibh, [fo. 84b, a] fuatha leoman 7 gacA anmanna ecennti^ 
fora dhibh taebhuibh. Da müi dec leoman 'arna rinna^ a marmair 
fair. Fuli saingium ainm in tsrotha sin. 



98. Triallait iarsin gu Caycai, cathmV oirdmdi isidhe do- 
tocbad la Darius ri techt riam for beluibh Prespit^r Seon i. ri 
na hindia, iama cur a ndaeiri do Dharius. Äc^^ainis Presp/^cr 
Seon laa n-aen fria ^loghaibli in daeirse i raiblii Dari««. 
Batar moiröeiser dia muintir oc coistect fris intansin. *Dia 
twctha a logh dhüinne', ol siat, *dobhermais in Darif*5 sin a 
ngiallnacA^ dmt'. Gella/5-sium sin. Triallait -sium co hairm 
i mbai Dantes 7 oirisit fora thegkch. Bliadun doibh aigi. Teid 
Daritt^ la n-aen do se/lg, co rucsat na laeic[li]sin fair a n-uatharZ 
oa muintir, Berit he co Prespiter Seon amail ro gheallsat. Bliadan 
dö 'na giallaigi, curo5-leic forcula dia thigh, for forciull sidha 7 
caencomra/c dhoibh fri araile, 7 batar samla/rf airiut ba beo iat. 



99. Tiaguit iarwm cu cat[h]air Fundifa, .xx. mile ina huirtim- 
cheall. lar n-ec in righ bai tuirn rannait a tri maic in cathatV 

MS. Utheth, 



THE GAELIC MARCO POLO. 



383 



and tliey do not loose the horse ft-oin its 



the messengers, 

course tili it is exhausted. They leave that horse, and get 
auother in the clty ahead, and gallop upon it with speed and 
haste. Snch is their speed that the riders are tied to tlieü' 
gilded saddles for fear that they woald not stick to them. So 
that from moming: to evening Magnus Cam's messengers travel 
to ten thousand cities with the news of his laws and his regu- 
lations. 

Of the rirer Fuli saitiffiutn (Bk. II, c, 35). 
07. Once when Marco Junior was in the presence of Magnus 
Cam, he said: '0 Marco, go with my Stewards athwart the pro- 
viuces, and bring information of everj- part in which they will 
be'. So he proceeds on their way tili they niet a very large river 
ou the road, with a bridge of marble over it, three huudi'ed 
cubits in length, ten cubits in width, with thirty pillars supporting 
it, and a variety of every omament upon them. Arches bowed 
and covered (extend) from (each) one of these pillars to another. 
Images of lions and of every merciless beaät on its two sides. 
Twelve thousand lions carven in marble upon it. FttU saingium'^) 
is the name of that river. 

98. Thereafter they proceed to C'aycai: a noble city it is, 
which was bidlt by king Darius for Prester John, the king 
of India, when he was cast into slavery by Darius. Prester 
John one day complained to his troojis of the captivity iu wMch 
he was held by Darius. There were then se^'en of his household 
listening to 1dm. 'If a guerdon were given to ns', say they, 
,we wonld bring that Darius unto thee in captivity'. He pro- 
mised that. They proceed to the place where Darius was dwelling, 
and they continue in bis household for a yeai-. One day Darius 
went to bunt, and those warriors overtook Iiini wlien Iie bad bnt 
few of his servants along with him. They carry him off to 
Prester John as they had promised. He reraained a year in 
captivity, wlien Prester Jolin allowed him to retum bome, 
declaring that each should be at peace and fi-iendly with the 
other; and they abode tbus as long as they were alive. 

Of the City of Fundifa (Bk. 11, c. 44). 

99. Then they (Marco and the Stewards) go to the city of 
Fuadifa (Sindafu) which is twenty miles in compass. After the 



I. Pid-isangin 'the Stone Brid^'. 



84 WHITLET STOKES, 

etarra a tri. Tain-ngit müir aelta trithe iarna toniinn doibh. 
Cuiris 'ilLsLgnus Cam faa smacht he. 

100. Sruth Qtdanfa fora lar, uidhi oclitmogat *) la fo/a fhot. 
Fil droichet acon chaXhraig sin, marmur essidhe ittV sduaga 7 
fostada, .u. cei cubat ina fhod, .x. cubait fora leihet Din d^fidh- 
badaib^) naisli uasa cu seomradhuibh 7 sellatcZAibh fuithibh ana 
ndenuid creic 7 cunnratd. 



101. Probinnsi Tebeit iidiu, tir isidhe cobhfasacA bhfoda 
fria huct. Uidhi .xxx. la ina fot. Lointi imchuibhde no5-berat 
leo dia siubaZ tor damuibh 7 asanmM. Boicshimhne is fidhbadh ^) 
torsin consir sin .u. cubhait dec fot cacha simne dhib 7 teorei basa 
f öra leihet I Ar n-airisium adaigh *) dhoibh f oran conair adaight^ 
tente doib do crinach na simm sin. lar fm'csin na teinnted dona 
fiadmilatb neme rithait cn luath dia ndithugtid, gi«rub e turtacht 
foghebhtis Incht na tennted, fuaimm do bein a crinach na mboic- 
shiben oca mbrised, cu teichdis*) na fiaidmhila 6n*) [fo. 84b, 2], 
bresmaidm sin gin dith do denam d(oib). 

102. lAr facbaiZ in fasaig sin doibh foghabhat probinnsi co 

.uii. rigtiibh le fo aen ine Ni fhaienn cele la hingin dibh 

gidh imdha cele leo, gwrub amhla/d ellnighter a n-ingina, gac/i 
dream do ecAtarcricha/6 triallw5 fora set fria creic no ghail tiagait 
a maithrec/m 7 a ngaelta co hairm a mbit 7 na hin^ena maraen 
friu dia n-athchar forro. Faidhit lasna ceiltft sin in cein aii-isit 
isna cennturuibh sin, 7 ni thiagat leo ni is(s)iriu. Bidh Aidiu 
dar aircd/di for ucht gacÄa aindre dhibh 7 ainm gadi cele lasa 
f&iet 'arna rinnadh ann, &r is moidi foghabat ceileda, isin crich 
gacA met lasa fäiet. Indar-leo is ara maith ro thoghsat iat. 



103. Cwrel is monod doibh fria creic 7 cunnracZ. Doniat 
cuma crut(h)ach fair. Imut torc 7 agh^) n-allatd leo, 7 imut 



MS. ochmodat. *) dfhighbodaiö. >) üghhadh. «) agaüOi. 
») teithdis. •) MS. repeats. adh. 



THE OAELIC MARCO POLO. 385 

Teath of the king wlio ruled it, liis tliree sons dirided the city among 
them into tliree. Tliey draw through it plastered walls, marking 
out their dirisioiis. Magnus Cam put them under bis doniinJon. 

100. Through the midst of it runa the river Quianfa {Kiansui/), 
whoBe length is eighty days' joumey. Tliere is a bridge at that 
city: of niarble it is, both arches and supports: five hundred 
cubits in length, ten cubits in breadth. Over it is a roofing of 
noble tinibevs with Chambers and cells under them, wherein folk 
trade and tj-affic. 

Conceming Tkibet {Bk. II, c. 45). 

IUI. The province of Thibet, there is a long desert country 
in the midst thereof. 'Tis a joomey of twenty days in length. 
Proper provisions men take with them, on oxen and asses, to 
traverse it. The wood upon that road is bulrushes, fifteen cubits 
is the length of each reed, and three palma in breadth. AVhen 
travellers halt at nightfall on the road thej' kindle fires of the 
withered wood of those reeds. The venomous wild beasts, on 
seeing the fires, run swiftly to destroy them (the travellers). 
But this is the help that the fire-lighters get, a noise breaks 
out of the withered wood so that the wild beasts flee froni that 
loud report, without doing them scathe. 

102. After leaving that wUdemess they find a province 
witli seven kings undw one chief(?). Though they have many 
husbands, no liusband sleeps with a niaiden, and their maidens 
are deflowered thus: when any party of outlauders proceeds on 
its way for tiade or warfare the girla' mothei-s and (other) 
kinsfolk come along witli then to tlie place where the travellers 
are halting, and make the young women over to them. The girls 
sleep witli those companions so long as they remain in those 
eountrysides , but do not go with them any fui-ther. On tJie 
breast of each of these young women is a silver tablet, with 
the name of every one with whom she wleeps graven upon it: 
for in that country the more men girls sleep with the niore easily 
do they get husbands. For folk think that the strangers have 
closen them for their charms. 

103. f'oral is their money for trade and traffic, They 
make a shapely carving (?) on it. They have abundance of wild 



386 WmTLEY 6TOKE5, 

cuanart fria seiig. Meiäithlr iri hasal cacli cii dbibh. Ocus is 
do thimtlKxcAMbh a blifiadmil doiiiad eirrerfa oirni/lnecAa 7 
bucareni allastig:h fris. 



104. Fil proiiinnsi Cariaiani fria tliaebli sidhe 7 .uü. rigaehia. 
fuithi. Mac do Chiiblfly is ri fuirn, CuseuttmMS a ainm. Ni 
tliociiib finemluun a mullacli tria uir tors. fedh cnnod do rigle 7 
do luibliibh dogniat a bhfleda'} meascdlia fria fin doib he. 

105. Fil loch isiu crieli ce'flia sin, cet raile 'na timcheall, 
iiumut niamhann 7 clocL mbuadha lais. Dia leiced Cublay a 
t«ccar dothicfad dia n-imttt nach biatli aiioir forro. Ör diaii-mirfi 
i u-alloibh 7 bmachaib/i iu locLa i^in dia ndenuit caera 7 tinnedha 
oir, 7 ni raiinuid ni is lugha he, adit a creic ara tnima. 



106. Ni crou la ueach isin liglii sin dia bitfaie a ben la 
ter ii-aile. Ooits dia tisat aighidh*) nö echtrainii do thigh nii do 
dhun dib, dia carait e nos-miürbhfit, or dar-leo ni triallfa a annm 
tax bei in diiin gin bci(h araen friu. Ocus ro tainiiisc Uagmts 
Cam in gnathwgMd ain. 

107. [fo. 8&a, 1] Prouimise (Cariai)ani dii^tu, mac do U&gnws 
Cham is ri fuirrL laci a aiiiin. Iinut do natrac/wift dimhora fora 
fetfli .X. rubhuid fot cec/t nalhrHcA dhibh, x. tz-oighthi fora le/het. 
Toimhlidli in loecli m in leom«« tai-a gin, «« gach arnnann 
eceaniius aroAena. A fidhacaibli talmatt oiristt ceck laitlii, 7 
gabait s^cÄuoii na criche gach n-oidhchi*) oc tomuilt a cniidh 
7 a lündile. &t(rnb Rmlaiilh AliiDiaiifhit laeich na ciicke na 
uattiroc/ia ttin, dul arbeluibli 11a fidice talman dianeis, 7 brra 
iamat'fß do iimiiül fair. Oc impad dona nathracAati forcula 
gusia fidhic sin tecma/t na bera dhoibli co treaghdat a cuirp, cu 
farcbat ein aumai'n. Doniat na laeicli a himfuine 7 a hindeonod. 
Foiridh a domblos aei gach neim for bith. Dobernit a feoil do 
righuibh 7 uaisIVöA na criche, 7 dogeibliit anoii- dhiairmhittti 
fuirri. Cabhraidli sin beoMS ingina ria n-idhnnibh. 

108. Ni berbthar feoil isin rigi sin, acht salann do chailpi]ini 
le omh. 



') MS. bbflega. 



■) Tta. aidbib'h. 



') noighthi. 




THE QAEUC MAßCO POLO. 



387 



boain aud deer, and pleiity of lioimds for liuuting. Kacli of these 
lionnds is as big as an ass. And of the wkins of theiv wild 
beasts they make admirable garments, witb buckrani oii the 
OTilside. 

Of t/ie Province of Cariaiam (Bk. 11, c. 48). 
l')4. On its flank is the province of Cariaiam (Carajan), 
and it includes seven kingdoms. A eon of Cublay's named 
Cosentemus reigns over it. No vine raises its liead tlu'ougli tbe 
soll tbrougliout it, so that they make their intoxicating feasts 
witli wine of rice and herbs. 

105. There is a lake in that same province, a hundred 
mil&s in eompasa: it hatli abundance of peai-ls and precious 
stones. If Cublay would allow tliem to he collected, sut^h is 
their abiindance that they would liave no valne. In the cliffs 
and edges of that lake is uncountable gold, whereof they make 
masses aud ingots of gold, and these they do not divide into 
smaller portions, but seil them by weight. 

106. In that realm no oue finds fanlt if his wife sleep with 
anotlier man. And when gnests or outlandera come to their honae 
or fort, if they love bim they will kill hini, for they suppose 
that bis soul will not pass over the door of the fort, but stay 
along with them. And Magnus Cam prohibited that custom. 

107. As to the province of Cariaiam, agaJn, a sou of Magnus 
Cam's named lad is king over it. There are jdenty of huge 
snakes throughout it. Ten cubits is the lengtli of each, and ten 
feet its length. It swallows a man whole, or a lion or any 
other iintame bea.st. By day they stay in tunnels of earth, 
and ever>' night they go tlironghout the couutry devouring its 
hevds and its cattle. And thns the nien of the eountry destroy 
those snake-s. They go before the tnnnel of earth beliind the 
snakes, and set in it iron stakes. WTien the serpents turn back 
to that tunnel the stakes meet them, and penetrate their bodies, 
and leave them lifeless. The men cook it (the snake) and broil 
it. Its gall ciireth every poison on earth. They give its flesh 
to the kings and nobles of the eountry, and get endless honour 
therefor, Moreover it helpeth women hard in laboiu'. 

108. In that kingdom no flesh is boiled; but they eat it 
raw with salt. 



388 WHITLEY STOKES, 

109. P(ro)uindsi Aroandum öidiu, do rigi Msignuis Cam dhi. 
Dia lamhnaighthe ingen fora tedh loighidh in laech fria re .xl. 
la 7 adaig.') Tiaghait a charait 7 a ghaelta dia fliis 7 bidh 
an ingen oca frithailiMt. 

110. Seinser gacAa duine as dia adhartha dhoibh. Ni bi 
liaigh na fisidh leo. Dia ugabhu searg nö teidm galair nech dtb 
fiafraighit dia ndraitht6 in mbia fnrtacht fair. Tiagait na Aruid 
do thogairm na ndee ndemhnatdi ina ndail d'faghail chelmhuini 
in tedhma sin, dia niech Aidiu indisit nach fuil turtacht fair, nö da 
mbia furt^cÄ^ fair indisit do fearg na ndee do heth fris, 7 asberait 
idb^rta do dentim doibh. Beruit leasdar do chru an eslaVn leo, 
7 reithedha cu ceannuibh dubha leo, 7 dibmiccit in chru a n-aieor 
a n-airdi araen re dec/* na hidbci-ta. Ticit na dee dia n-acallaim 
siam. [fo. 85a,2] Idhbrait-siumh in t-othar doibh sin 7 tall. 



111. Fil crich ele fria hör na criche sin, Miena a hainm. 
Ni rabha ri fttirri-seic. Ro fhas conblicht iter in crich sin 7 
prouindsi Oraandum. Faidhius Magnus Cam tsisedi dia mumiir 
cu slog ndermhair lais d'furtaoÄ^ prouindsi Oraandum, 4r nir' 
nmhul Miena dh6. Niscardin ainm in taisigh. Da mili dhec 
marcach lin a ilöig cenmothat troighthigh. O'tclös do Bagul i. 
do righ Miena, slogh na Tartraidec/i 2) do thoidhecÄ^ fria thaebh, 
f aidhis teachta arcenn a rigli 7 a thaisecA 7 a mhüed dia tabairt 
cuigi, ar ba homww lais Tartraided =*) d'innred a crichi fair. Ba 
he lin do freacair he .Ix. müe laech. M.M. elifint co caisl6nai6 
clara/dh forro, ina mbitis laeich fria deabhuidh osna sloghuibh. 
Tiagait in sltio^ sin co Uocia, cathair oirecÄai^ Miena isidhe. 
Gabmt longport fria taeb. 



112. Niscardyn immorro, o'tclos do in t-imat sloigh sin ac 

triall(ad) 'na dhail, sreathais a scora fria taebh fedha^) ditho- 

>) MS. agaid. ') tartraigec^. *) tartraiged. 

*) fheagha. 



THE GAELIC MAKCO POLO. 389 

Of ihe Profincc of Ämanäiim (Bk. n, c. 50). 

109. Now the prorince of Aroandum {Zar-dandan) belong;s 
to the realm of Magnus Cam. Throughnut it. when a danisel 
ha-s been delivered of a child, the husband lies down for the 
Space of forty days and nights. His friends and kin.'ffolk corae 
to Visit him, and tlie damsel is waiting upon them. 

110. Each nian'9 ancestor is the gfld whieh he woi-sMps. 
They have neither leech nor pliysician. When illness or disease 
attacks any one of them they enquire of their wizards whether 
there ia any help for him. The wizards go to siunmon their 
devilish deities to meet them, in order to obtain an omen of 
tliat disease. When he is like to die, they say there is no help 
for Mm. Biit if there is help for him, they teil him that the 
anger of the gods is against him, and they say that he miist 
make offerings to them. Then they (the wizards) bring a vessel 
of the siek nian'.s blood, and ranis that have black heads, and 
they Hing the blood h^li into the air along with the best of 
the offering. The gods come to converse with them. They 
offer them the sick man here and there. 

Of the war betu-een Miena and Aroandum (Bk. II, c. 51). 

111. There is another countrj-on the fi'ontier of that country. 
Ils name is Miena, and it had no king. A quarrel grew up 
between that country and the province of Aroandum. Magnus 
Cam despatched a chieftain of his hoosehold with a vast army 
to suppoit the province, for Miena was not obedient to him. 
Niscardin was the chieftain's name. His army numbered twelve 
thousaud horsemen heaides infantry. MTien Bagul, the king of 
Miena, was told that tlie Tartar army was marchiug towards 
him, he senl messengers to bring his kings and chieftains and 
soldiers to him, for he feared that the Tartars would invade his 
country. This was the complement that answered him: sixty 
thousand warriors, two thousand elephants with bartizans of 
boards upon them, wlierein were warriors for fighting above the 
hosts, That army marclied to Vocia (KocA««), the capital city 
of Miena, and they pitch their camp beside it, 

112. Now Niscardin, when he was told of the size of the 
army that was marching Xü meet him, di'ew up his troops on the 



390 WHITLEY STOKBS, 

ghlaidhi bui fria teeb na cathracA, dob ail doibh gin toidhecht <) 
tor a ndruim don tslüag romhor sin. Gairb a thaisigh 7 a 
laeich gaili cuigi. 'Na heaglaighidh na slöigh dimhora ucut', ol 
se, * ar is f erdha bar laeich innaid, 7 is fria galaib ron-altad sib '. 

113. Moidhit na sloigh cecAfarda sin a ndail aroili smail 
tonna fria traigh. Na Tartraidtd,^) immorro, iar faicsin na 
n-eilifant dhoib, nir' fheisat ceim fora n-agaid dia n-echuib la 
homun na n-eilifant, gur' impoisit forcula cw^in fidh') remhraitti, 
gin comu^ marcocA na srein farro. Gabhat^ Bagul cona, sUoghuibh 
fora lorg. Oirisit na Tartraidid^) for an fidh,*) 7 snadmait a 
n-eochu don fhidhbaid,^), 7 doberuit ucht ar Bagul cona, Aogaib. 

114. Ba calnta docuired in cath soin leo alliu 7 anall, [fo. 85 b, 1[ 
CO mbenadh bonn fria meidhi 7 meidlie fria honn doibh. Gonait 
na Tartraid/d '^) na helifainnte dia soigdibh, är ni rabha f or bith 
fria dibracadh soighet slog budh ferr indat. Gabmt na heih/ain^ 
for miri 7 dasocA^, co ndedisat fon coill gin comw^ dia laechaVfc 
forro, curoÄ-trascrait la dairghibh 7 omnuib in ifedha*) a caislena 
dehtha cusin bhflalluch ngaiscVd bui 'na mbroinn, innu^ gur' 
iitheAgedh sloigh Miena amlaidh sin. 

115. Na Tartraididh*) immorro, ni ro fhaelsat fos forsna 
heilifam^ift, cu twcsat saeire dia ngialla«M il-logh a ceannsaigtlii. 
Gabhuit na geil(l) .cc. eilifan^ doib-sium. Bens Niscardyn iat co 
Magnus Cam, ar nir' aithnedh dia sloghuibh heiih tor eüifaintibh 
riam co sin. 



116. Ata magh isin crich sin, uidhi da la fora fot 7 fora 
leihet, fasacÄ eisium co mbennuib 7 sleibhti urarda 'na timcheall. 
Airdithir«) fria clethe nimhe iatsom. Is ana mullach sin aitreabat 
aes na criche. Immut oir leo. Ticit laithi airigthi anuas for in 
magh sin do creic a n-oir for gacA ni is esbaidh doibh. Ticit 
iidiu na hiltiri a cein 7 a fa/csi 'na comdhail forsin magh an 
laithi sin do cennach in oir. Iar scarad dhoibh fri araili ni leicit 



MS. toighecht. «) tartraigiti. ») figh. 

*) f highbaui ») ifegha. •) tartraigidh. 

') Airdighttr. 



TDE GAELIC MAKCD POI.O. 



391 



edge of an inipreg^iable wood beside the city, (for) Ihey liked 
not that that hiige liost should attack them on the rear. He 
suniiiioned his chieftains and cliampions. 'Fear not yon vast 
arraies', saitli he, 'for your fighting-men are manlier than theirs, 
and ye have been reared to deeds of valour.' 

113. On either side the hosts break forth against each other, 
like billows agaiust a beach. Howbeit, the Tartars, on seeing 
the elephants, could not get their horses to Charge them. For 
owing to their dread of the elephants the liorses tumed back to 
the wood aforesaid, neither rider nor bridle having control over 
them. Bagul with his forces followed them up. The Tartars 
halt at the wood, tie their horses to the trees, and face Bagul 
and his forcea. 

114. Bravely was that battle fought by them on this side 
hilher and thither, so that 'sole was stnick against neck and neck 
a^ainst sole'. The Tartai-s wound the elephants with theb' 
arrows, for there was not on earth an anny that was better 
than tbey at archery. The elephants become mad and fuiious, 
and escaping froni the contrul of the waniors npon them, rush 
tlirongh the forest; and the war-castles, with the ai-med men 
therein, are overthrown by the oaks and trees of the wood: so 
that in tliis wise Miena's hosts were destroyed. 

116. The Tartars, however, could not stop the elephants 
until they had set their prisoners free as the price of taming 
the beasts. The prisoners (then) catch two hundred elephants 
for the Tartars. Niscardin takes them to Mag^ius C'ani. For 
tili then riding on elephants had not been known to his armies. 
Of the great descent towards the hingdom of Miena (Bk. II, c. 53). 

116. In that province is a great piain a two days' joumey 
in length and in breadth. 'Tis a desert with peaks and very 
lofty mountains around it. They are as liigh as the roof of 
heaven. 'Tis on their summits the people of the prorince dwell. 
They have gold in abundauce. On certain days they descend 
into that piain to harter theii' gold for every thing they need. 
On those days many countries come, from far and near, to meet 
them on the piain and to buy the gold. Wlien the people of 



392 WHTTLET ST0KB8, 

lucht na criche nech tar bith leo do dhecsain a n-aitreabh, eonsdh 
aire sin nach eolac/* nee/* tor bith tor a modhuibh na tor a 
mbescnadatb. Ata immorro dh'airdi na haiti a n-airisit cu mbit 
a n-oes calma A& la 7 oidche ag techt anuas cusm magh n-uccut. 



117. Prouindsi CaAgig^ fria thaebh sidhe. Bui ri amra 
fuirri, 7 nir'bo miadh lais Ma^nu^ Cam do bei7h 'na righ fair. 
Faidhi^ Cublay sltia^ dia irghabai7 a nirt chatha. Gabat^ serg 
galuir ri Caügigu co täinic a thiughlaithe. [fo. 85 b, 2] Ko orduigh 
a adhnacul co hanorach 7 tor do thocbaaZ tor gach taebh dhe .x. 
cuhait i n-airdi cecA ae dib. Cenn co claradh oir tor tor dibh 7 
di ordlach fora thighi. Cluic ordha uassa cu toghluaisedh gaeth 
a ceol. Cluic airgtt tor in tor n-aild. 



118. Na Tartraidid*) immorro gabuit tor loscwd 7 innred an 
tiri cu riachtsat adlucwd Cangigu. O'tconncatar in t-or 7 na 
maine diairmhtdi forsna toraibh, faidhit techta. co Magnti^ Cam 
dia fhis cidh doghendais friu, kr ba toil doibh-sium a roinn etarra. 
'Acc', ol Ma^mi^ Cam, *ni toil damsa anoir righ tor bith bias 
fora adnacul do thurnamh.' Doberait na slüatg saeire don adnacul 
tor tmgled Magnus Cam, 7 gidh adhnacul carat nö namhat bis 
i cricha/6 na Tartraidech 2) ni tumtar a onoir fora lurg sin. 



1 19. Umhlaijddh Aidiu in rig sin do Cublay iar sin. Tri cet 
rigan lasan rig bis fmVre. Imat oir leo. Ni fhasann finemam 
tre üir innti. Eeoil 7 righle no5-toimlit. Doniat balsamum 
onoracA do leomanuibh 7 draicibh 7 anmannaib ecennwÄ. Cuirit 
saine gacAa datha fair. Doniatt a rinnadh forro, flru, macu, 
mna, cu nach scarat fris tria bithu, cu mbi saine gacAa datha 
fora mballar^ 7 fuatha na n-anmunn n-ecennu^ 'ama rindad 



*) MS. tartraigtd. ^) tartraigech. 



THE QAELIC MAHCO POLO. 393 

the province depart, they allow iio oiie oii earth (tu aecompany 
them so as) to see theii- abodes; wherefore no one knows any- 
thing about their manners or theii- customs. Such is the elevation 
of the place in which they reside that their stoutest folk are 
two days and nights comiug from above to youder piain. 
Of ihe two Towers (Bk. 11, c. 54). 

117. On ita frontier is the province of Cangigu. This was 
Rubject to an ezcellent king, who deemed it dishonourable that 
Magnus Cam should reign over him. So Magnus Cam despatched 
an anny to seize him by dint of battle. Sickness attaeked the 
king of (Jangigu, so that his last day airived. He gave Orders 
that he shouJd be honourably buried and tliat a tower, ten cubits 
high, shonld be erected on each side of his tomb. On one ot 
the towers is a dorne, with a plating of gold two Inches in 
thicknesB, and there are golden bells over it so that the 
wind makes them tinkle. There are silver bells on the other 
tower. 

118. Now the Tartare set to buming and raiding the country 
tili they came to Cangigu's tomb. When they saw the gold and 
the nncountable treasures on the towers, they send messengere 
to Magnus Cam for Instructions as to what they should do with 
them; for they would fain divide the treasures among themselves. 
'Nay', quotli Magnus Cam, 'when any king's honoiir abides on 
his tomb, I do not wish that it should be abated'. So at the 
Word of Magnus Cam, the armies leave the tomb intact, and 
accordingly, in the countries of the Tartars, the hononr of a 
tomb is not abated, whetlier it be a friend'a or a foe's. 

Of the Province of Canyiyu (Bk. 11, c. 56). 

119. Afterwards, then, that king (i. e. the king of Cangigu 
for the tinie beiiig) submit« to t'ublay. Three hundred queens 
hath the king that rules. Much gold they liave. No vine grows 
through ground therein. They eat flesh and rice. They make 
an admirable baisam of lions aud dragons and wild animals. 
They put variety of every coloui-s upon it {a tattooing needle?). 
They make its marks upon them, men, boys, women, so that they 
never get rid of tliem, and there is vanety of every colour upon 
their limbs, and tlie foi-ras of the wild animals are prlcked upon 



ZalUduift r. «It. FbllDloei« I. 



394 WHITLET STOKES, 

forro, 7 gac/i meit bhias tor nech dhe sin is moidi a anoir 
leosom. 

120. Gach marbh theit isin righi sin doniat luaith dia churp, 
7 cuirit a cmnnoic chumhAachta hi a mbennuibh sliab 7 a n-och- 
tuibh all, cu nach faicet daine na ethaite he tria bhitho. 



121. Prouindsi Singuy Aidiu, doniat errcrfa anörcha do 
croicnibh 7 timthacÄ/uibh a blifldhbhuidi. ') Im(at) leoman for 
a fedh, cu nach fetann neach [fo. 86 a, 1] siubaZ a n-uathad 
tharrsa. Fria hör in mara fil si. Ni leiceann omhon na leoman 
do luing na do bharc oirisium sAaig^) fria hör in puirt, na acar- 
soitt do Knaidm fria tir. Ni dhenann eis na buidin dib suan fora 
conairib. Dingbad 3) di coin isin tir sin in leoman. Conadh airi sin 
nach togluasinn laec(h) do chois na dh'eoch gan da choin 7 glac 
lais or' dailedh na soigdi tor in leoman in cein bit na coin ac 
comhrac fris, g^rub nmlaid sin dhithaipid laeich na crichi iat. 



122. Prouindsi Cayguy. Srut(h) Cora mora for teibersnaigh 
fora fedh. 'San India tocbha?5 cenn ar tus. Adbhul a fod .x. 
cet cnhat fora letiiet Loingis in rig fora n-acarsoidtft fair ina 
triallunn for muir .u. mili dec long a lin .xx. laech in gacÄ luing 
dibh fria freasdul .u. eich .x. in gacÄ luing ica freasdul la Magnt/« 
Cam do bhiudh 7 ieoch 7 edg«d nö ecasc, Ar ni hal do gan 
hheith urlum do ^\üag 7 loingis dia trialla?Y for oüenaih nö 
insibh muii'/d?' dia n-irghaba?7 a nirt catha. 



123. Fil prouindsi ele fria toebh 7 ri tuirri. Ni ghiallawn 
do MRffniis heous. Froninsi Mangua isidhe. Stactur ainm in righ 
fil tuirri. Ni tliil isin uili domon ri is ferr innäs cenmotha Cublay, 
är ■ ni raibhi omhon righ for bith fair do linmaire a laech 7 do 
daingne a dhüintedh 7 a CRÜivach, ar ni raibhi dun for bith lais 
gin die uiscidhi 'na timchell co n-nvchur migte a fldhbac fora k^hi. 



>) MS. bbfighbhuidi. ') agaid. >) MS. Dingmad. 



THE QAELIC MABCO POLO. 395 

them; and tlie more this (ornament) is on aiiy persoii, the more 
he is honoured by liis coantrymen. 

120. When any one dies in that kingdom') they make ashea 
of his body, and put them in a covered ehest on the peaks of 
mountains or in the breasts of diffs, so tliat ueitJier human 
beings nor birds ever see him. 

Of the Promnce of Singuy (Bk. II, c. 59). 

121. The prottnce of Singuy then, They (tlie inhabitants) 
mannfactiue excellent gaiments of the barks and skins of theii- 
trees. There are inany Ilona throughout it, so that no one can 
travel over it alone. It is on the edge of the sea. The fear 
of tlie lions forbids a vessel or barque to remain a night at 
the bank of the harbour, or to fasten an anchor to the shore. 
Neither troop nor band of them (the inhabitants) sleeps on the 
roads. In that country hotuids keep off the lion, wherefore no 
warrior moves on foot or on horseback wlthout having two 
hounds and a quiver from which the arrows are poured on 
the lion while tlie dogs are fighting Iiim: so thus it is that the 
warriors of the country destroy them. 

Of the River Coramora (Bk. II, c. 64). 

122. The Provinee of Cayguy. The river Coramora is 
flowing(?) throughout it; 'tis in India it rises at fii-at. Vast its 
length, ten hiindred cubits in breadth. At anchor rides tlie king's 
fleet wherein he proceeds to sea. Fifteen thousand vessels is 
its number; twenty fighting men in each, to tend them: fifteen 
liorses in each vessel, and all provided by Magnus C'am witli 
food and drink and clothing or equipments. For he likes not to 
be unready with au army and a fleet to proceed to the sea- 
islands and capture them by dint of battle. 

Of the Provinee of Mangna (Bk. II, c. 65). 

123. There is another provinee on its frontier, with a king 
over it. He also is indepeudent of Magnus. This is the pronnce 
of Mangna {Monei). Stactur is the name of its sovrau lord. In 
all the world there is no king better than he, save Cublay. For 
he had no fear of king on earth, because of the multitude of 
his wairiors and the strength of his fortresses and his cities: 
for each of these fortresses was surrounded by a moat füll of 
wat«r, an an-ow-flight in breadth. 



■) rectiiu the Provinee of Coloman (Bk. II, c, äS). 



396 WHITLEY STOKES, 

124. Ba trocar essium tri gach n-aen, 7 ni lamtha slad na 
sarugtiJ tor fod a righi. Ni lüadhtha tegh tor müinib na scVaibh 
leo. Dochuired techtSi ar fod a righi dia athchar ferro cecA doini 
no truagh nobhiad leo a tidlacad dia dun-som, 7 gech naide 
[fo. 86a,2] dobhiath cen athafr no mdthair a breith choigisium 
dia freasdal, 7 do önadhmad re araili a meic 7 a n-ingcna cu 
mainib leo intan ba haesmhur iat, cur' mho ina .x. mili dib sin 
no bhidli do shir oca mbiathad 7 eided ac Scacttir. 



125. Bai ctithair oir<?cAais aigi, Ctiinglay a hainm. Daingne 
do chathrac/ki/& be^ha dhi. Ro thircansat faidhe di fedit riam gin 
dul tuirn la teraib Aomuin cu tised nech ara mbiadh cet suil 
d'ainm suil ti dia U)gail Dochuir-sium a mewma do righ tor bith 
do heith fortill tuirri, är ba dcrbh lais nar' tusmhcdli 7 nacA t«.9- 
mighfe nech oca mbiadh cet suil. 



126. StactMr immorro dochuir omhon a imairec forna hiltirtfe 
i cein 7 i fo?csi, cu nach taba/rthe cath na conghal do, 7 nacA 
leicedh a omow claenad fora dhligerf, ar ni claenad-som ior necA 
ar bhith. Oirisit-sium isin tsoinmighi sin nach raibe ior menmam 
righ na thaisigh dhibh acht bedach 7 clesrad 7 ceola, co ndechaidh 
a ngail tor batharf, cu nacA raibhi arm na erred imairic la 
laech na le mih'cü dibh. 

127. Magnf/5 Cam, imtnon-o, ba galar croidhi lais ri tor 
bith fria thaebh gin giallad dho. Dogairit cuigi a righa 7 a 
ioisiyh 7 a laithi gaile 7 gaiscid. *IS ed is ail damsa', ol se, 
^slüaig dhiairmVdi acuibhse do triall a prouiuMi Manguay dia 
hirghaba«7 a nirt catha, dr ni miadh limsa Stactur friam thaebh 
gin ghialladh dam.' 

128. Bui toisccÄ amra dia mwmttV-siwm ac coist^rÄi fris, 7 
ba töisech imghona la Cublay esium, Baiam a ainm. Innann son 
a berla na Tartraidec/t ^) 7 cä suil asin herla scoitecda. *Di 
bhfhagha-sa sloigh limsa', ol Bayam, Hriallfat a Manguay 7 
dober a ngialla dwitsi.' Faidis Cublay slüag la Bayam a Manguay. 



MS. tartraigecA. 



THE GAELIC MABCO POLO. 



397 



124. Hp was compassionate to every one, and throughout 
his reaim no one ventnred on robbery or outrage. No house of 
theirs was ever closed, thongh it were füll of treasiires and 
jewels. He used to send messengers tlu-oughout his realm to 
repair it for the people, to bring to his fortress any poor person 
among them, to fetcb him every fatherleas or motherless infant 
to be tended, and, when they grew up, to endow and wed 
the boys and girls to each other. So tbat there were more 
than ten thoiisand of them contlnuaUy being fed and clothed 
by Stactur. 

125. He had a capital city called Qoinglay. It was the 
strongest city in the world. Prophets once foretold of it that 
it would never be overcome by the world's men tili the arrival 
of someone who bore the name 'Hundred eyes' before he should 
conie to destroj' it. So his mind rejected (the notion that) any 
king on earth would prevail over it, for he was sure that there 
never had been, and never wonld be, boin any one with a 
hundred eyes. 

126. Staetiir, liowever, made the many lands, afar and anear, 
afraid of encounteriJig him, so neither battle nor combat wa.s 
offered to him, and fear of him prevented hi.s law from being 
perverted, for lie did no wrong to anyone on earth. So they 
abode in that prospeiity, and neither king nor cliief took thought 
of anything save feastiiig and feats and melodies, tili their valour 
melted away. and not a wairior or soldier had a weapon or a 
battle-dreas. 

127. Now Magnus Cam wa.« grieved at heai't that any king 
on his frontier shonld be iudependent of him. So his kings and 
his Chiefs and his Champions of battle and bravery were sununoned 
to him, and he said: 'Tliis is my desire, that you should proceed 
with innunierable armies to the province of Manguay, to conquer 
it by dint of battle, for it is dishonourable to me that Stactur 
shoutd be on my frontier without giving me hoslages'. 

128. One of his houseliold, an excellent leader, was listening 
to him, and he was Oublay's general in chief. His name was 
Bainm. This in the tongue of the Tartars is tlie same as cet 
süil 'a hundred eyes' in the Scotic'language. 'If I obtain the 
command of armies', saith Bayam, 'I will march into Mangnay 



^ 



398 WHITLEY STORES, 

Gahmit oc argtm na crichi 7 ac hnsed a duinte 7 a cathracÄ, 
gu/ gabsat di chatliaeV iec dia ndinndaib dithogUaidi. 



129. [fo. 86 b, 1] Stactur iidiu, ba lan d'omun in tsloig-sin 
h6 fein 7 a righa 7 a thoisigh, är ba senda a chnraid cum 
gaisctd, 7 ni ro cliuirsct a n-oicc gu gail 14 saime in tsidha 
conad hi comairli ro craittea leo, triall doibli for innsibh muiridbe 
bai leo nar' tliualaing cathatjftlii iat. Co niecJiaidli in ri lucht 
mite long tor na hindsibh sin iar bhfacbat7 choimh^to fora 
dhuintibh. 

130. Gabuid slüaig na Tartraidech *) forbhuis hi Mannglay, 
7 sinit a scora fria taebliuibh, 7 ba hisidlie righchathair Stactur 
isidhe. Gabait na slüaig fora toga«! O'tclos do ^lüug na cathracÄ 
gur' Baiam a taisech togla, 7 gtir" inann son 7 cet suil, dotwcsat 
celmhaine na ndruadh fect riamh, 7 doberait in cathraiflr. 



131. Triallatd in slmg TartraidecA») gu Siangfu, cathair 
dhitlioglaidi la Stacttir is dlie, 7 muir fria taebli, 7 nir'bhä 
tnalaing n-amais f«?rri acht tor cuil mbic dhi, ar doticedh loingitiÄ 
on rigli dona hindsibh d'fwrtacÄ^ tuirri. Cidh fil ann tra, ba dith 
laech foma slogatfr sin, alliu 7 anall, ac togatZ na cathrocA ocus 
nir' fh^tsat Tartxaidig dul fuirre fria re teorK mbliadan batar 
oc forbais for in cathrai^ sin. 

132. Faidit tec^^a co Magnus Cam dia innisin do Quinglay 
do dhul dibh. Bai Marens 7 a aes cumtha araen fri Magnus 
Cam ic coistecÄ^ frisna tecÄ^uib sin. Ba doirbh la Magmen na 
haithiti^ca sin. Cuingit in da Marcus 7 Niclaus sais fair, 7 doniat 
teors, sasa dia ndiubraicfidhi aili dimhora don fhidhbaid^) bui 
'na freacnairc, är bat eoluigh-sium i togai7 cathracA fecA^ riamh. 

133. Faidi« Ma^ntts Cam na tecAfa forculu doridhisi lasna 
sasaibh gu Guinglay. Iar rochtain doibh cu slogh Baiam ro gabsat 
(imat) doch 7 aile ndimhor asta forsin cathraigr, gur briscd a 
taibli^) 7 a tighi. [fo. 86b,*2] Gabaw omhun lucht na cathrocA 
lasna hairdhibh anaithinti sin, co tucsat in cathra^. Umlaighid 

MS. tartraigccÄ. «) MS. ünghhaid. ») MS. taidhbli. 



THE OAEUC MARCO POLO. 399 

and bring tliee tlieir liostages.' So Cublay sends an armj- witli 
Bayam into Manguay. They feil to destroying the country and 
breacliing its fortresses and eitles, tili they had captured tweive 
cities of tiieir ludest nictible strongliolds. 

129. Stactur, theo, he hlmself and liis kings and his Chiefs 
• were filled with fear of tliat army; for his Champions were (too) 

aged for battle, and In the pleasantness of peace they had not 
sent their young men to war. So this is the counsel they be- 
lieved in. to sali away to the sea-islands which they possessed, 
for they were not fit for fighting. So the klng, leaving a 
gnard over his fortresses, fared foith to those Islands wlth the 
crews of a thousand vessels. 

130. The Tartar armies begln the siege of Maunglay, and 
Stretch tlielr tents along Its sides, and thls was Stactur's royal 
city. The liosts began to destroy it. When the garrison of the 
city was told that Baiam was tlie leader of the destroyers and 
that his name meant 'Hundred eyes', they understood tlie wlzards' 
fonner prophecy, and sorrendered the city. 

Of the caplure of Siangfu (Bk. U, c. 70). 

131. The Tartar host jiroceed to Siangfu, a strong city of 
Stactur's, situate by the sea. And it could be attacked only on 
at one llttle comer, for he had sent from the Islands a fleet to 
succoui' it. Howbeit those aimies snffered a slaughter of fighting- 
men hlther and thither, in storming the city; and for the space 
of three years during which they were besieging that city, the 
Tartars failed to overeome it. 

132. They send messengers to Magnus Cam to teil hini that 
Qulnglay was escaping them. Marco and his comrades were aloDg 
with Magnus t'ani, llstenlng to the messengers. To Magnus those 
tidings were displeasing. The two Marcos aiid Nicolas ask him 
for mangonels; and from tlie wood in front of theni they bulld 
three mangonels by which Imge stones could be hurled, for 
whilom they had been skilled in destrojing cities. 

133. Magnus Cam sent the messengers back again to Quinglay 
with the mangonels. On reacliing Balam's army, they cast out 
of them on the city abundajice of stones and huge rocks, so that 
its battlements and houses were shattered. Fear at those unknown 
signs seized the foUt of the city, so they surrendered it. Then 



400 WHITLET STORES, 

cathroc/ea Manguay do Magnus Cam intan sin, 7 oirisis Stactur 
foma hindsibh mniWdi gen moMugud do Magnus Cam, ar nir' 
mhiadh lais umhla do righ tor bith. 



134. Ata sruth tor fod prouinnse Manguay, Quian a ainm. 
iiidi cet la fora fot, x. mili fora leihet. DA cet cathatV fom dhib 
taebuibh. Is lia do loingiu^ dö innat srotha in be/ha. 



135. Fil cathair n-aile isin crich sin, Sintuy a hainm. .Ix. 
müe ina timceall, secht mili droichet tor a feadh fo a ngabhunn 
birc cu seol tuirri. Dar-leoswm ni fuil ar bith cathatr is lia 
laech innas. 

Cathatr Singuy didiu, inann son 7 cathatr na talman. 



136. Fil catha/r n-aili, uidhi .11. laithe fria taebh sin, cet 
mili ina timchell. Quinlay a hainm, inann son 7 in cathatr 
nemhdha dia tenga«d-sium, kr ni fuil tor bith cathair is mo inäs. 
Da mili dhec droic[h]et le, fo ngabhait longa dimhora cen tras- 
cradh seoil dibh, 7 tor dithoglatdi for cecÄ ndroichet dhibh, 7 
.iüi. milid ag MagnwÄ ac fare för cedi ndroicpijet dibh ar omun a 
himpotd fair, ör ba catha/r oirechuis do righrawi Manguay isidhe 
feacht riam. 

137. Doronsat palas rigda for loch a medhon na cathrocÄ 
sin. Ni fuil sä na samatZ do phalas för bith do. .x. sltiajftheach 
lais 7 .x. mili do thoimhkdli in gacA sbla^fthech dhibh, 7 tene 
bithbeo a medhon gacÄa bruidhne dhibh 7 mile do sheomradluübh 
8olw5da fria suan 7 freasdal ina n - urthimceall co neim n-oir 
forra 7 co fuath gacÄ anmanna ecennw^ for bith 'arna rinnadh 
forro do ilbrecÄ^adh gacÄa datha. 

138. INtan ro irghabh Magnus Cam in cathatr sin 7 prouindsi 
[fo. 87 a, 1] Manguay, ro hoirdnedh nai righa do TartratdtM forro, 
7 doronad forro in da mili decc cathatr bai isin rigi sin. Occus 
ni raibhi cathatr dhibh gan drong do miledhuib Ma^ntit^ Cam, 
oca himcoimet ar omhun a himpodh fair. 



THE GAEUC MARCO POLO. 



401 



(the other) cities of Mangiiay submit tn Magnus t'«m. But 
Stactiir lemained on the sea- Islands, witliont submitting to 
Magnus Cam; for he deemed it dislionoiirahle to yield to (any) 
king on eartli. 

Of the river Quian {Bk. II, c. 71). 

134. There is a river, nanied Qniau, along the iiro\ince of 
Mangnay: a hundred days' joumey in length, ten miles in width: 
two Inindred cities on its two sides. It has niore shipping than 
(all) the rivers of the world. 

Of the aty of Sintvy (Bk. II, c. 75). 

135. In that province is another city, called Sintuy (iSfy'u). 
'Tis sixty miles in girth, and in it are seven thousand bridges 
under which a sailing ship can pass. The folk deeni tliat there 
is no city in the world that has inore fighting men. 

Now the city of Singuy (Smjm) is the same aa the ' city of 
the eaith'. 

Of the City of Quinlay (Bk. H, cc. 76, 77). 

136. There is another city, flve daj-s' jouniey on that side. 
Five miles it is in girth. Its name is Quinlay (Kinsay) which 
in their language is the same as 'the Heavenly Gity': for in 
tlie world theve is no greater city. Twelve thousand bridges it 
hath, linder which huge ships pass without lowering a sail, and 
there is a strong tower on each of these biidges. and four of 
Magnus' soldiers on guard at each bridge, for fear of the city 
revolting. For it had once been the eapital of the kingdom 
of Manguay. 

137. In the lake amidst that city they built a royal palace. 
In the world there is neither its like nor its equal. For it hath 
twenty host-houses in each of which ten thousand could dine, 
and in the midst of each banqueting-hall an ever-living fire, and 
all around it a thousand radiant rooms for sleeping in and waiting, 
with the splendour of gold niK)n them, and the form of every 
wild animal on earth graven upon them with manifold variety 
of every hue. 

138. When Magnus C'am conquered that city aud the province 
of Manguay, nine kings of the Tartars were appointed over them; 
and he diatributed araong them the twelve thousand cities which 
were situate in that realm. And none of these cities was without 
a garrison of Magnus Cam's soldiers, gnarding it le«t it should 
revolt against him. 



402 WHITLEY ST0KE8, 

139. Fil loch a inedon na cathrach sin 7 .xxx. müe 'n4 
uirtimcheall. Di inis fair, dun rigda a medhon gacha Iiinnsi dibiL 
Ni la nech tor bith iatsom, ocus inas ferr do bhiudh 7 ieog 7 
mhainibh na cathracA cuirid a medon na nduinte, 7 inti dianad 
ail fle^Ihughadli do dhenam tiagait dhia tochaithimh inntibh 7 
foghebha. Ocus ni la nech don cathraVg dinn n& caisle^ da fall 
fora fedh, acht coimdhes da gach aen iatsom. Octis as eadh 
Aöhctr an t-imat droichet sin le, for srothaift 7 uscedatb fil si, 7 
ni bhi an imthecht tor araili acht dibh. 

.xl. mile tighidhis .xl. fect is aitreabhthat^h don chathair sin. 



140. Ni tliKsmiiter gein iniiti nacA scribhthar a ainm 7 in 
cruth forsa mbi in re 7 reanna nime oca tu^mhedA, 7 dia ndecÄ 
nech dibh as bentar a ainm as, 7 scnbhthar aris he 7 ainm a 
ech 7 a maine 7 a aesa cumtha, 7 loisctcr diblinuibh araen ria 
chorp, 7 dar leo gacA a scribtha dho do beidis araen fris isin 
bethaidh n-aile. 



141. IMut edas n-oiimhitnccA isin cathraigr sin. Ocus ni 
fliil adU aen ecla^ dibh ag fogntim {no eMiradh) do Dia. 

142. Cidh fil ann tra, dia xnbeth gan do righe la Cublay 
acht na nai righa ro hoirdned tor righi Stactnr doracha<2 os 
fhorbha righ in betha. 

143. Fil crich n-aili iar facbaVZ Quinglay tri taebh criche 
Stactnr. Crich Stucgiiy iside. Imat duinte 7 chathrach le laeich 
amra le. Toimhlit feoil a laech 7 a müed, 7 ibhit a bhfuil i 
cathaibh, 7 toghuit hi tar gacA ndigh ittan tor bith, 7 ni thoimlüit 
[fo. 84 a, 2] madh do ^aeth noähigsedh. 



Do prouinnsi Manguay iside. 

Explicit Sßcwwdus libcr. INcipiimt capitula tercii librL 

144. Tinnscnamh tor mhachtnod 7 tuaru^bail na hinnia 
annso la Marcus fora loingiu^ cetamti^. 



■IUE GAELIC MARCO POl.O. 403 

130. Aiiiidst that city is a lake, tliirty miles iii coiiipass. 
Two Islands are on it, and iu the rnidst of eacli a royal fortress. 
They do nol belong to any one (iu especia!). and wliatever is 
best of tlie food and drink and treasures of tlie city folks put 
iuto tlie centre of the fortresses. And he who desires to hold 
a feast goes to partake of it therein, and he shall find it. And 
HO one of the city owns any fort or Castle throughout it, but 
each has an equal right thereto. And this is what causes the 
multitude of those bridges: tlie city is built on livers and waters, 
and save by them (the bridges) there is no passage (from one 
part) to another. 

Forty thousand honseholds: forty times (that number) is 
the Population of that city. 

140. As soon a child is bom therein, his name is written 
down, as ^ell as the form in wLlch the moon and the stara of 
heaven are at his birth. And when any of them departs (this 
life) his name is erased and it is written down again, with the 
names of his horses and his treasiu-es and his comrades. And 
both (these docuraeuts) are bnrnt along with his body, and they 
snppose that all (the persons and things) that have been written 
down for him will be along with hini in the other world. 

141. There are many venerable churches in that city, But 
only one of them is for the worship of God. 

142. Hnwbeit, if f'ublay liad no realm save that of the 
nine kings who were appointed «ver Stactm-'s kingdom it would 
sur])asM tlie heritage of the king of the world. 

Of the Profince of Stucgtuj (Bk. U, c. 80). 

143. After leaving Quinglay there is another province on 
the frontier of Stactur's, Tliis is the province of Stucguy (Fuju). 
Nnnierous forts and eitles it hatli, and excellent fighting-men. 
They eat the flesh of theii' warriors and their soldiers, and iu 
battles they drink their blood and clioose it in preference to 
any thirst-quenching draught on earth. But they do not eat (a 
man's flesh) if he have died of disease. 

Tills is <if the jirovince Jfanguay. 

Here endeth the second book. Segln the chapters of the third book. 

144. Here is the beginning of the maiTels and description 
of India, by Marcus on hie voyage in the first place. 



404 WHITLET ST0KE8, 



145. Faidhit din claraigh uasa mbarcuibh dia ndin ama 
tonnuibh muir/dhe. Ni chuirid pic forro, acht ola 7 cailc 7 cnaib 
do rnhingerred tritlia, 7 a cur fuithib, leanuidh dhibh tre bhithu 
CO ndinenn a blifaenscuil tor in muir. CetÄra seolta for gach 
luing dhibh. Cuirid clär foran clär n-aili dhibh gacAa hUadna 
fri re secht mhliadan, gu mbit sedit clair druim ar dmim tar 
gach dar dhibh, 7 ni ascnamhait tor muir leo ni is sire. 



146^ Sipangu iidiu, inis mhiündi isidhe, 7 ri fwirri gin 
umlugwd do righ tor bith. Imad oir leo: ni leic a righ dhoib a 
chur a cndiaib n-aile a creic na a cunnrad. A fudhomhuin 
fairge f oil an inis sin, gurub uathod long na bare darub eoloch hi 



147. Fil cathair oircchuis leou. Doroine in ri palas anora<Ji 
'na medhon cu halla rigda 7 gu seomradha/fe solti^da. Ba do 
clariübh öir aithleaghtha ros-din diblinaib. Ni raibhi torlos fora 
fedh nach le hör do hiatta^ 7 fa hedh sin dia hurlar. 

148. LA n-aon ro fliaidh Magnus Cam slögh do irghabaVZ 
na hinnsi sin gu ndä taisechuibh forra, Abatam 7 Uosanchim a 
n-anmunna. Ascnait tor muii' in loingiwÄ sin. Gabsat port a 
Sipangu. Facbhait a longa insin 7 gabsatt oc innrcd na criche, 
gur gabsat in chathaiV dithoglaidi bui isinn insi. ^ Tiagait fuirre 
la ncrt lann 7 sciath, cu ro läsat är tor aes na cathrach, firu, 
maccu, mna, acht aenocA^ar namma, as nar fhaelsat bra^n dia cm 
dia rennuibh na dia faebhrai6, ar batar up^da demhnai^ leo 
'ama cur [fo. 87 b, 1] la dniidhecA^ 7 demhnaighecÄ^ tria tuaich- 
lect a clochuibh allastig dia croicnib, gur^ iadhsat na haloda 
dianeis, gwrub aire sin nar' fetadh a nguin. lar faghbaiZ a tesa 
sin dona Tartraid«6 -) gabsait do lorcuibh 7 tuimdÄibh in taJman 
forro, cu ro coimmbrisedh a cnamha 7 a cuirp, gur facsat gin 
anmain iat. 



MS. bni isinnisi. ') tartraigt^. 



THK OAELIC MARCO POLO. 



405 



Of Merchant ships on ihe Imlian sewi (Bk. III, c. 1). 

145. TUey set a fence of planks over tlieir barqu&s to protect 
tliem ü-oin the sea-waves, Thej put no pitch thereon, but oil 
aud cbalk with hemp chopped small and niixed with theni, and 
witli tliis (mixttire) they pay tlieir sliips. It sticks to tliem 
always, and protects tlieir weak vessels wlien at sea, Every 
ship has foiir sails. Every year for the apace of seven years 
they put one plank over anotlier, until there are seven planks, 
back to back, on each of the (first) planks; and then they use 
her no longer for voyaging on the high seas. 

Of the Island of Sipangu (Bk. IIT, cc. 2, 3, 4). 

146. Now Sipangii is an island in the high seas, and it 
liath a king over it who is subject \o no king on earth. The 
people have abundance of gold, which their king forbida them 
to send into other countriea by trade or traffic. In the depth of 
the sea is that island, so that there are few shipa or barques 
to whicli it is known. 

147. They liave a capital city. In the midst thereof the 
king has biiilt a noble palace with a royal hall and radiant 
chambei's. Both of tliem he covered with plates of purified gold. 
There was no skylight along it that was not closed with gold, 
and that was to its floor. 

148. One day Magnus Cam sent an army to conquer that 
island. It was comnianded by two generals named Abatara and 
Uosachim. The fleet (in which they enibarked) put out to sea 
and lauded in Sipangu. They leave tbeii' ships and began to 
invade the coimtry, so that they took the strong city that lay 
in island. They overcome it by dint of sworda and sliields, and 
iiiftict«d slaughter on the folk of the city, men, hoys and women, 
save only eight, out of whom thej', with their spear-points or 
sword-edges, were unable to get a drop of blood. For they (the 
eight) had demonic charms cnnningly put on them by magic and 
devilry by nieans of stones inside their skins, so that the wounds 
closed liehind them, wherefore they could not be slain. When 
the Tartai's leained this, they beat them with cudgels and rocks 
of the earth, so that their bones and bodies were shattered, and 
they left them lifeless. 



4Ö6 WniTLEY 8T0KES, 

149. Na taisi^li immorro fasais imfhorracA n-iira etarra fa 
setoibh 7 maimM na cathrac/i 7 na criche arcA^na, cu nach tue 
necA dibli umla d'aroili, gur bha miscn?^ lasna sloghuibh sin 
a cheli ina aes na criche. 6u ro clodhsat forculai cti^n loingi« 
doridhisi. lAr ndul doibh ina nibarcuibh sreathais ainbhthine 
dermair fn aroili iat. Rai inis fria toebh. Buailis in ainbhthine 
forbha in loingis fria taebhaiM 7 tractaibh na hinnsi, co nar' 
facbhadh clär tor dar dhibh, cu mbatar a laeich 7 a milid ior 
immbaUmJ. Gabhuid in cuit ele don loingm« i crichaifc na Tar- 
traidhi») for a n-aghaidh.^) Tiagdit tricha mile don tslogh loingsi 
sin a tir isin n-inis ior claraibh 7 sesaibli a long iar ngait cheilli 
dia n-anmaVn. Ni riaclit rinih forar' baidhed/i dhibh. Batar 
Tartra/dfjf fora n-inis intan sin gin biad gin ieoig. 



150. Ri Sipangu dirf«/, o'dclos do in saebhudh sin tor loingiti^ 
na Tartra?dec/i, dobc/r a öloghu dia öaighid. Trialhüt ina mbar- 
cuibh 7 gabiiit port 'san inis a mbatar na TartrairftV/. Tiaguid 
a tir dia ndithii^pt/rf. Na Tartra/d/(/ immorro gabait conair aili 
dianeis cu rancatar a mbarcu 7 luidhset •) a tir a n-inis Sipangu. 
Tiaghait tor beol na righchatlirach. Osluicid aes na cathracÄ 
na doirrsi cu hoibheil, 6r nir' fhinnsad nar' iat sloigh na criche 
atconncattrr. [fo. 87 b, 2] Gabhuit na TartraidtV/*^) in chathafr, ocus 
triallaiY sloigh na hinnsi a mbloigh dia mbarcuibh, 7 gabhaid in 
raen tor lurg na T^vivaidedk. 



151. 'Ar bhfa/csin doibh na cathracA do irghabat7 gairmter 
accu a milid 7 a laeich ^aile i cein 7 i bhfaicsi, 7 doniad for- 
bhais txdni. Gabhait ag deabhthaibh 7 ag tuargiim a chele, 
gur* bhö är miled leo illiu 7 anall. ScclU misa dhoibh fo;*san 
abart sin, kr bui suil na Tartra/dec/t fria MagwK^ Cam dia 
\Mmiacht Doberuit in catha/r iarsin 7 ro tinnlaicfd iatsom go 
Cublay. Scarsat fri araili fo öidh 7 chaenchomhrac. 

152. Sipangu didm righi forle^han isidhe. Ailli de laechuibh 



>) MS. tartraighi. >) nadhat^. *) Inighs^. 

*) tartraigi^. 



THE GAEI.IC MARCO POLO. 407 

149. ÄS to the generals, a bitler (?) quairel grew up between 
then concerning the jewela and treasures of the citj and the rest 
of the country, so tliat neither would obey the other'a ordei-s. 
And tlie annies Iiated each other moi-e tlian the people of the 
country. So tliey tumed back again Ut the fleet. After they 
had embarked, an exceeding great storm scattered tliem. There 
was an island on their lee. The tempest drove the best part of 
the shipg against the sides and shores of the island: plank was 
not left on plank; aud (many of) their flghting-men and soldiers 
were overwhelmed. The other part of tlie fleet sailed straight 
back to the conntries of the Tartars. After losing all liope of 
life, titirty thoiisand of the troops in the (shipiivTecked part of) 
tbe fleet got to shore in the island on planks and benches of 
their vessels, No one could coimt tlie number of them tliat were 
drowned. The Tartars then reniained on their island withont 
food or drink. 

150. Now the king of Sipangu, when he was told of that 
misfortnne to the fleet of the Tartars, brings his arniies to him. 
They proceed in their ships, and land on the Lsland wherein the 
Tartars were staying. They go ou shore to destroy them. The 
Tartars. however, took another road behind them, reached their 
ships (which were left unguai-ded), and landed in the island of 
Sipangu. They raarcb before the royal city. The Citizens open 
the gates wide, for they knew not that the armies they saw 
were not the armies of their own country. So the Tartars seize 
the city; but the armies in the island get away on board some 
of the ships (which had not been carried off), and take the road 
on the track of the Tartars. 

151. WhBxi they saw that the city was captured, the 
islanders summon their soldiers and their Champions afar and 
anear, and beleaguer the city. They fall to combata and destroying 
each other, tili they had a slaugliter of soldiers hither and thither, 
Seven months they were at that attack; for the Tartai-s hoped 
that Magnus Cam would succoiir them. Then the Tartara sui- 
render the city, and they were delivered to Cublay. They 
aeparated, one from the other, in peace and good will. 

152. Sipangu, now, is an extensive realm. The fairest of 



4 



408 WHITLEY 8T0KBS, 

dia slogaib 7 dia n-ainndribli. Do idhlaibh 7 arrac^/aibh creidit, 
7 rinntar a bhfuatha leo cu teora cenniübh forro, no gu cetÄra 
n-aighthibh tor aen cenn, nö gii ndeich lamhuibh tor aen Cörp, 
no gu cet lam beos. Indar leosom gach imat cruth bias fora 
ndee is liai-di a ciimhachisi. Dia ngabhthar gialla a hecb/arcrich 
isin n-innsi suis, di tucthar muine dia eis fogeibh saeire. Dia 
mbe gin fhuasluc^^d lais marbhuit he, 7 doniat a berbhudh 7 a 
thomailt co n-anair moir. 

153. Docwrsid lucht taistil in mhara Inneodha rimh fora 
innsibh fect riamh. Cowadh sect n-innsi for .xl. 7 secht mili 
inis frith fw/rri, 7 is uathadA dhibh sin gin aitreabadh ferro, 7 
as imdha righi forle^han dibh som. 



154. Ciamba immorro, inis mliuir/di isidhe gu righ fwtrrL 
Pibar geal fasas isin righi sin. 

155. Ni bi acht da ghaeith isin hliadain foma hinnsib sin, 
le^h na bliadfne cen clödh for cula dhi 7 in leA aili 'na haghaid >) 
-sium cen cl6dh. 

156. Faidis Magnw« Cam fect n-aill toisecA dia muintir gu 
sloghuibh ndermhaire lais a Cyambai dia hirghabat7 a nirt chatha. 
Bai dia daingne 7 do chalmacj^^ a laech nar' fhaelsat toghuil 
[fo. 88 a, 1] for dhun na for cathair dhibh. Gabsait in slogh iarsin 
oc tescod a ngort 7 a bhflnenma. Faidis Acupiu« .i. ri na hinnsi, 
techta do athchar chisa do Magwu«, Cisogatu .i. an toisecÄ, 7 ba 
senda in ri intan sin, är bai dh'imad cheiledh lais fecht riam 
cu raibhi .xxx. for ^cora cä do claind lais, 7 ba miltdh calma a 
cathaibh tri JL. dibsom. Cidh fil ann tra, acht dobe/r umhla do 
Magnus Cam, 7 doberedh .xx. elefaint do forro goc/ia bliaJ^te 
tria bhithu. Scaraid 7 in slüag re araile fo öidh 7 chaen- 
chomhrac. 



157. lAna (sie) mor fria hm- na righi sin, 7 ri furrri ein 
comus righ for bith fair. Tricha cet mite a tiracill na righi sin. 
Is lan da gach uili mhaithit^ for bith hi. 



MS. hadhaig. >) fhegh. 



THE OAELlC MARCO POI.O. 409 

fighting-men for their arniies and for tlieir young women. Tliey 
believe in idüls and Images, and tlieir tomis ttre canen by theni 
witli three lieads ov with four faces cm one heud, or with teil 
liands on one body, or even with a hundred liands. They are 
of opinion that tiie more shapes theii- gods have, the greater 
are their powers. When a eaptive is taken from a foreig^i 
countiy into that island, if a ransom be sent after him he gets 
his ft'eedom. If he remaiii unloosed they kill him, and boil him, 
and eat him witli great honour. 

153. Folk that liave travelled through the Indian sea have 
formerly put & number on its ialands, (They said) tliat seven 
thousand and forty-se%'en islands ai-e found therein, nf which 
few are nninhabited and many are extensii'e kingdonis. 

Of the country called Qtamha (Bk. U, c 5). 

154. ('iamba, now, is a sea-island subject to a king. 'Tis 
white pepper that grows in tliat kingdom. 

155. There are in the yeai- but Iwo winds that blow on 
those islands, half the yeai', without changing, back from it (i. e. 
Ciambu), and the other half, without changing, towards it. 

156. Magnus Cam once sent a chieftain of his household 
■ftith enoimoos armies into Ciamba to conquer it by niight of 
battle. Such was its strength and the valoiu- of its fighting-men 
that they could not destroy a Single fort or city. Then the host 
feil to cutting down their crops and their vines. Then Acupius, 
the king of the island, sent envoys to yield tribut« to Magnus, 
and the king was then aged, for such was the number of wives 
he had formerly that his children were three huudred and thirty, 
whereof thrice flfty were suldiers valiant in battle. Howbeit, he 
makes Submission to Magnus Cam; and agi-ees to pay him twenty 
elephants every year for ever. And they, the king and the army, 
part fi'om each other in peace and good will. 

Of tke great island of <Tava (Bk. III, c. 6). 

157. Java is a great island on the border of that kingdom, 
and its king is not ander the sway of any king on earth. Three 
thousand miles is the compass of that kingdom. It is füll of 
every guod thing in the world. 



: 



410 WHITLEY ST0K1E8, 



158. Gendur 7 Gondur Ma hör na righi sin. Di inis 
muindi iatsum co n-immat gocAa maine leo. INIS Leoach alla- 
muigh dhibh sin. Righi forle^han isside, 7 ri ftitrri nach giallann 
do righ tor bith. As ferdha linmhar a laeich. Immut oir 7 
elefinnt^d föra fedh. 



159. INIS Pentam didm, tir isidhe co n-irnui fhedh«) toirthech 
le 7 muir forthana 'na timcheall, cetAra troigthi fora doimne. 
Cet mile gachet taebha dhi nacA tualan^ bare seolaid na sdiurafd 
tor in muir sin. 



160. INIS lana Beg didm, tir fhoirlefhan iside co .uii. righaib 
tmrre. ^Dobhadhwssa fein', ar Marcw^, a se righacA^aibh dhibh/ 
XX. cet mile a timcÄ^ZZ na hindsi sin. 

161. Righi Fer-lech didtt/, in chetna righi dhibh ina ra- 
bhadhw5, do Macametti,s adrait, ocus in cet ainmhidi atcithfe gacÄ 
aen dibh a tüs lai a s6 is dia adhartha dho cu heirghi grene 
aniamarac/f. Toimhlit feoil con 7 daine 7 gocÄ etaide tor bith. 



162. Basmam didhi, indara righi dhibh sein. Tir ^leT^tidhi^) 
iside, gin iliged tor bith leo acht a nibe^ha do chaithimh smail 
gach n-anmann n-ecendsa nö biasdu. Ocus aderuid gtirub do 
Msigntis Cawj adhrmt, 7 ni thabrait cain na dliged do. Imat 
onocorn [f 0.88 a, 2] tor tei na righi sin. Clümh buabhuill lais 7 
cenn muice 7 cosa elefinnti. Benn dimor a comhroinn a dhi shu[i]l, 
7 tenga co n-imut renn fuirri. As i is arm ditha/^hi lais. Imat 
gach'd ceneoil napad tor bith isin erich sin. Doniat sealg tor 
cenel do napoti beca dhibh 7 cruth daine forro, 7 beruit iat dia 



») MS. fhegh. «) ilÄtigW. 



tHE QAELIC MARCO POLO. 41 1 

Of (he isles of Gendur, Gondur and Leoach (Bk. EEI, c. 7). 

158. Gendur and Gondui- are on the border of that kingdom. 
Two sea-islands are they, possessing abundance of every treasure. 
The Island of Leoach {Locac) is outside them. It is an extensive 
kingdom, and its king is servant to no king on earth. Manly 
and numerous are its fighting -men. Abundance of gold and 
elephants throughout it. 

Of the Isle of Pentam (Bk. HI, c. 8). 

159. The Isle of Pentam {Bintang), then, this is a country 
abounding in fruitful woods, with a shallow sea around it, (only) 
foui' feet in depth. For a hundred miles on each side of it no 
ship is fit to sail or steer on that sea. 

Of the Island of Little Java and the Kingdoms of Ferlech and 

Basman (Bk. DI, c. 9). 

160. Now as to the Island of Little Java (Sumatra), 'tis a 
spacious country, subject to seven kings. * I myself ', says Marco, 
*have been in six of these kingdoms.' Two thousand miles is 
the girth of that island. 

161. The kingdom of Fer-lech, then, is the first of these 
kingdoms in which I dwelt. They (the townsfolk) worship 
Mahomet; and the first animal that anyone (of the hill-people) 
shall see at daybreak is the god whom he worships tili sunrise 
on the morrow. They eat the flesh of dogs and human beings 
and every winged thing in the world. 

162. Basman, then, is the second of these kingdoms. 'Tis 
a mountainous country, and the people have no law at all save 
to spend their lives like any wild animal, or beasts. And they 
say that they honour Magnus Cam; but they give him no 
tribute or due. There is abundance of unicoms throughout that 
kingdom. It hath the hair of a buffalo, the head of a pig, 
and the legs of an elephant, a huge hörn at the division of 
the two eyes, and a tongue with plenty of prickles thereon. 
This last is its weapon of destruction. There is abundance of 
every kind of ape in that country. Folks hunt a species of 
small apes which have the shape of human beings, and they 
take them for sale in many countries; and 'tis this they say, 



27 



•7* 



412 WHITLEY STOltBS, 

creic a n-ilthirtha?6, 7 is ed asberuit conadh 6icc iat, 7 is anoracA 
la rigaihh na n-iltire in fheoil sin fria tomhuilt. 



163. Samaria iidiu in treas righi dhibh. Ni fhasann fine- 
raain na crmthnecht tre uir innti, conadh arän righle 7 feoil 
chaithit. Ata coill isin crich sin, 7 cenglait a croinn cu snighenn 
sugh friu ama«7 chw^lenna uiscidhe, d^g 7 finn is dath don fsug 
sin. Timuircter sin a soithijfAibh cumdachta la haes na criche, 
cunad lor dlioibh do digh a bhfagat samlatd, 7 is fen oldas 
in fin. 

164. Dragoiam didiu in cetliTMmad righacht Ahibh. Dia 
ngablia serg galair aen iuine fiafraighit dia ndraidhifc in mbia 
furt^cÄ^ fair. Tiagait na dratde dh'fhagaii chelmaine öna d6ibh. 
Dia n-eibrit gin fiirtocÄ^ do bhc?7h fair timsaightt a ghaelta 7 a 
charait chuige, co n-abrait fns: ^Nach ferr AuiV; ol siat, *do 
tomuilt duinne in cein bias do cnith 7 t'fheoil fort ina do 
thomhuilt do phiasdorfc na talman iarnat' eillnedh don tsaeth fil 
fort?' Marb^/mr leo he, 7 caithit a fheoil gii n-onair moir. 



165. Lambrii in coicei righi dhibh. Fil fidbawih«) isin crich 
sin, Birsi a ainm. Benaid aes na criche a croinn a huir dia 
n-athcwr doridhisi, 7 bid teora hliadna os üii* gen a cur. Ticit 
iartim co torad anoracÄ forro. 

Fil blogh d'aes na criche sin a mbennuibh sliab 7 a n-och- 
tuib all, 7 fasait erbaill for a senaibh amhail chonu. 



166. Fanfiir (leg. Fansur) is seised righi dhibhsein. Ni 
fhasann arbhur for bith na finemam tre uir innte, conadh righle 
no5-toinihlit. Suighi na fidhbaide^) as fleadha^) dhoibh amail 
roraidhsium romuinn. Fil fidhbod*) isin crich sin co rembe 
ndemihair. Dogheibh lucht na cnchi sin a ndäithan bidh^) 



>) MS. figbatdh. >) fighbai(ie. >) fleagha. 

*) üghhad, ») bigh. 



THE GAELIC MARCO POLO. 413 

that tliese apes are young men, and the kings of the many 
countries prize their flesh for eating. 

Of tlie Kingdoms of Samara and Dra^oiam (Bk. EU, c. 10). 

163. Samaria (Samara) is the third of these kingdoms. 
Neither vine nor wheat grows through mould in it, wherefore 
the people eat flesh and rice-bread. There is a wood in that 
country, and men girdle ite trees so that juice drops from them 
like watery pipes. Red and white are the colours of that juice. 
It is collected in covered pots by the folk of the country, so 
that they have enough of the drink which they get in this wise; 
and it is better than wine. 

164. The fourth of these kingdoms is Dragoiam. If disease 
attÄck anyone, they inquire of their sorcerers whether there is 
any help for him. The sorcerers go to get an omen from the 
gods. If they say that there is no help for him, his kinsmen 
and his friends come together to him, and they say to him: *Is 
it not better for thee to be eaten by us while thy form and 
thy flesh abide upon thee than to be eaten by the worms after 
thou hast been corrupted by the disease from which thou art 
suffering'. (Then) he is killed by them, and they partake of 
his flesh with much reverence. 

Of the Kingdoms of Lambri and Fansur (Bk. HI, c. 11). 

165. Lambri is the fifth of these kingdoms. There is a 
wood named Birsi (brazil) in this country. The people of the 
country take its trees (leg. shoots) out of the ground and trans- 
plant them, and they are three years growing above the ground 
without being cared for (?). Then they come with excellent 
fruit« upon them. 

There is a part of the people of that province on peaks of 
mountains and in hoUows of cliffs, and on their old men tails 
grow as on dogs. 

166. Fansur is the sixth of these kingdoms. Therein no 
com whatever nor vine grows through ground, wherefore they 
live on rice. As we said before, the juice dropping from the 
trees is their beverage. There is in this country a tree of vast 
thickness. The folk of that country take from the inside of the 



414 WHITLEY STOKBS, 

doDiiii 7 do phüdar<0 onoracA allastigh do croicnibh na 
crann sin. 



167. lAr gcur chüil risin crich sin, fogebha inis mutVidhi, 
Necuiam a liainm. Do Mdicametus adrait. Ni bhi timthach 
ar bith la laecli na ingin dibh, adit a mheifh denocht amail 
thusmiter iat. 

168. Fogebtha inis Augamam fria taebh na hinnsi sin. 



169. Righi forle/han isidhe, co n-adhrat^ do MsLcametus. Bai 
cet 7 tri mili do mhili&Ä ina timcÄ^K fect riam, gii ros-caith 
imghluaisßcA^ mara la gaeith hi, co nach fuil acht jol. cSt mile 
ina timcheall inniu. Toimdit aes na criche sin näcÄ fil tor bith 
inis is ferr inäs. Ni bhi eäach acht la hnathaid dia dainii. 
Tochaidli nert gaeithe imut dibh isin muii' gu mbaidhter iat. 
Ni iiniblaijfÄinn a righ do righ for bith. Ni theit lucht na criche 
sin a gcathuibh adit da nibe conblicht forro doberuit echtsv' 
chricha dia cabatV, 7 dobenüt cendacA dia mainib dhoibh. Imod 
leag mbuadha innti. IS ocun righ sin ata in doch is feiT tor 
bith. Berg iside, metithir fria laim laeich hi, 7 reisi forn fedh. 
Glainith/r fria gris gan crithir hi. f?uiris Ma(/nw5 Cam techts, 
do chuinghid na clochi huada sin for in righ sin. Bo raidh in 
ri gnr ^ei fine do righm/dh Seylam in doch sin, 7 nacA raibhi 
nert a \\^\aicth\ aige fein. 



170. Fil an India fria hör na hinnsi sin. Prouinn^/ Maabar 
is fö/esi dhi. Voic righa fw/rri: in ce7na righi dift Buaar Scuderba 
ainm in righ fil fwirri. Lomnocht tre bithu caithit a mbe^ha. 
Imut doch rabwac/a isin cricA sin, ocus is mod lasin righ sin 
chethra lega huada tor cet foa braghait tre bithu, 7 a tuiUe(2A 
dibh fora lamhuibh 7 chosaibh. 6aba/(fli .üii. horthana tor cet 



') MS. phnghdar. 



THE OAELIC MARCO POLO. 415 

bark of those trees as umch meal and excellenl flum- as suffice-s 
them for food. . 

Of tke Island of Necuran (Bk. in, e. 12). 

167. After leaving tliat conntry thou wilt find a »ea-iäland 
named Xecuran (Nicobar). The people worsliip Mabomet. Not 
a man or woman of tliem has any clothing whatever; but tliey 
go Ktarknaked just as when they are born. 

Of the Island Äugamam (Bk. HI, c. 13). 

168. At tlie side of tliat Island thou wouldst find tlie Island 
of Augamam (Jndaman). 

Of the Island Seylam (Bk. IH, c. 14). 

169. This (Seylam ^^ Ceylon) in a spacioas kingdom: tlie 
folk worship Mabomet. It was once 3100 miJes in conipass, tili 
an inroad of the sea eaoaed by wind consnmed it, so that today 
itJi girth is only 2000 mile». The folk of tliat conutry consider 
that there ia no better island on eartli. Only a few of ils people 
wear elothing. The, force of the wind lift*» many of them into 
the sea, so that they are drowned. Their king obeys no kiug 
on earth. The tolk of that country do not go to battle; but if 
they have a (luarrel they bring outlanders to help them, and 
give them pay out of their treasures. There are iilenty of 
precious stones in it. 'I'he king hiiM the finest st«ne in the 
world: 'tis red, rs thick as a man's arm, and a span in leugth. 
'Tis as clear as embers without a spark. Magnus f!am sent 
envoj-s to ask the king for this precious stone. The kijig repüed 
that the stone was an ancestral treasiire of the kingfolk of 
Seylam, and Ihat he himself was not empowered to give it up, 

Of Malaiar (Bk. HI, cc. 16, 17). 

170. Towards the coaat of that island is India. The neai'est 
part of it is the province of Maabar (Malahar). This is mied 
by five kings. The name of the king of the first of these 
kingdoms is Buaar scuderba.') The folk spend their lives com- 
pletely and always naked. There is abundance of precious 
stones in that country; and that king is wont to wear always 
an hundred »nd fonr jewels on bis neck, and more thereof nn 
hia hands and feet. Every day he offers one hundred and four 



; 



') Sondara Paadi Derar. 



416 WHITLEY 8T0KB8, 

frisna deibli gacA laitlii 7 in oiret cetna gach n-oiddii do bheith 
fnrtadtta, na ndee fair .11. aindre sirdha lais. 

171. üar dono [f 0.88 b, 2] indara righi dhibh. Damh is dia 
adurtha dhoibh. Ni mharbiiid damh 7 ni thoimblit a fhtoil dia 
marbhthar. Doniat bals[am]tiin anoracA dia feoil 7 dia gheir, 
7 coimlit fo chula?6 7 cernuibh in b#-ogha, ardaigh comod naemtha 
in brugli gheir in daim naeim do chomailt fair. 

172. Madh 6c don righ no do thaisech dhib, marbhthar leo 
a aes cumtha 7 aes gach oifice bui lais dia cur da freastul isln 
heihaid araill, 7 marbhuit a seitig dia cur lais ar omun cheli 
aili do beith le, 7 loiscid a cuii-p diblinaibh. 



173. IS annsa crich sin do martradh Tomas aps^ iar tect 
do proicept breithri De doibh, octi^ ni tualanjf aen dia marand 
d'iarsma na mbasairedh sin triall istech tar beoln na heoiilsi in 
ro hhinacht corp Tomais. Ocus in ait inar' marbsat he fil Aerg 
aniu dia chru amail bui in ccfla. Doghni an üir sin ic-älainti 
da gach aen no5-toimliunn bec no mor dhi for dhigh. Ata began 
Cristaidi immon cathra?^ mbic ina bhfhuil coi-p Tomats. As mör 
do mhirbhuihM in fhirDhia foills/^A^Äer and sin. 

174. TJar iidm 7 ni pecod la nech dhibli pecad for bith 
do \)ecthaib\i na mban. 

175. Loiglüt aes na criche sin fö>*san talmam, 7 issed atberat: 
*])on talmam sinn\ ar siat, '7 a talma/« rachm«/t\ Ni thoimlit 
fin iri'd bithu, 7 ni gabuid aeir na aithis in neich dhibh no5-ibenn. 
Dogniat osaic gach laithe. Ni bhi arm la nech dhibh acht gai 
7 sciatli. Ni gadtar ni for bith leo. Ni marbhthar aen a 
n-eisiniM? leo. Ni fliasann ech dia ngroighibh, conadh .x. mili 
ech gac/m bliadhna chennghaid. Coic righ Maabar. Feoil 
berbhtlii 7 uighi 7 righle thoimlit a n-eich. Ocus is lomnocht 
thiaghuid lucht na criche sin for sä la tormacÄ tesa na grene, 
or ni fettar [fo. 89 a, 1] siuba/ na crichi sin acht a tri misaibh 'san 
hliadain .i. lunius, IuUmä, Angtistus .i. da mhi ieridh in tsamhrat dÄ 
7 ce7mhi in fhoghmhair. Doberedli bas iatsom lasna ruithnibh 
grianda muna bheth furtacÄ^ na mis-soin forro. Is suail dia 
n-echuibh nach faghuibh bas gach bliadam lasin xnbethaidh 



THE GAELIC MAKCO POLO. 

prayers to the goAn, and the saine nuiuber evei-y night, that lie 
niay have their help. Five (hiindred) clioice wives he bath. 

171. Now Uar i.s the second of these kingdonis. An ox is 
tlie god of theh* adnratian. They do not kill the os, and tliey 
eat not liis flesh if lie be killed. They niake an excellent balaani 
of his fiesh and his tallow, and this they mb on the cornei-s and 
angles of the mausion. in order that the mansion niay be hallowed 
by liaving the tallow of the sacred ox nibbed upon it. 

172. If a king: of theirs. or a chief, comes to die, they kill 
bis comrades and all the officei-s lie had, so that they niay attend 
hini in the other worhl; and they also kill his wife, to put her 
with him, for fear of her having another liusband; and they bnni 
both their bodies. 

Of the body of Saint Thomas (Bk. ITl, c. 18). 

173. 'Tis in that country the apostle Thomas was martyi-ed, 
after going to preach God'a word «nto theni; and if any of the 
descendants of Ins executioners remaiii, he cannot go in over the 
threehold of the ciiurch in whlch Thomas' body was buned. And 
the place in whieh they killed him i» today red with his blood, 
just as it was on the first day. The mould niakes a panacea 
for every one who partakes of little or mueh of it in a polion. 
There are a few Christians about the village that contain« 
Thomas' body. Many miracles of the True God are shewn tliere, 

174. In Uar, too, no one looks on any of the sins with 
women as sin. 

175. The people of that country lie on the ground, and 'tis 
lhi.s that tliey say: 'Of the eaith we are, and to the earth we 
sliall go'. They never pattAke of wine, and they iitter(!') no 
cnrse or abnse of any one that drinks il. They wash themselves 
every day. No one haa any weapuns save a spear and shiehl. 
They never steal anything. No one is ever killed by them as 
a feat of arms. No horse of their studs ever grows np, so that 
in every year they purchaae ten thonsand horses. (There are) 
five kings of Malabar. Boiled flesh and eggs and rice their horses 
eat. Every year almost all their horses die of the uncouth food. 
And owing to the excessive heat of the sun, the people of tlie 
country wend their ways stark-naked : for no otie can travel that 
country save during three months in the year, namely June, 
July, Augost, that is, the two last months of summer and the 



418 WHITliEY ST0KE8, 

n-anaitliuiWlie. Sebhuic dhubha leo, anas ferr do slieabhcaibh 
dhoibh. Fialtoca leo meiiithir tre flacho. 



176. Riglii ua paghanacA iidiu in coicei righi do prouiim»' 
Maabar. Damli is dia adhartha dli6ib, 7 is ed asbendt conadh 
geal fil fuath in Bmhuil, conaA aire sin rindait-siom foath a 
ndee dubli, 7 cuirit uindiminte 7 olocHia duba futhaibli badhesin, 
cn mbid for aen datli fria ndeibh, 7 mad geal aen dibh oc& 
thiismed ni oirisid cu mba dii^olu^ he. 

177. Dia ndecAuit i cath no a conghal bent leo dämh in 
daim dia n-aArait Simail Dia, 7 ni bhi leo mäine is airmitniglii 
innas som. 



178. Riglii Musili [leg. MutfiliJ didm fria hör righi na paga- 
nach fuil si, 7 ni umhlaiV/h do righ tor bith. Ni fhuile^ srotha 
nait aibhne for fedh na cAche sin, acht tobair dolti^a ag snighi 
a fudhomon thalma» leo. Foghabhuid imat doch mhuada innlibb 
iar tragad doib la turcbdil ngrene. Sleibhte 7 benna nrarda 
isin crich sin gii n-aciuilibh geala forthaibh 7 co n-imut nathracA 
neinihe conai iat na nat[h]ra(;%a sin thoimhlit na haquile dim- 
hora, 7 cruthat^ter lecca huada inntibh dibsoni nach faghthar a 
n-aithghin for fot in be^ha acht annsom. Adhamoint a n-anmanna, 
inann son 7 diamont. Oirisid na liaqmle sin a mbilibh dimhora, 
gi^rub omliun la haes na cnche triall ina ngaire la a calmackt, 
connAh feolbat(/he berait isin glind dithoghlae(fi fil fuithibh. 
Tecnt na haicile anuas iar bhfa/csin na feola [fo. 89 a, 2] 
Tiaghait iono aes na criche dia n-eis, 7 fogabhit na cloc^ 
huada ina n-inglamübh iar cur na n-aiquiled dhibh, 7 anas ferr 
dhibh bit oc na righiiibh imfhoicsi, 7 dogabur in chuid ele dibh 
fria creic for fiarla'/^ in be^ha. 



179. Righi Lae [leg. Lar] didm, ni chanuit gb tria bhithu. 
Abraiamini in sloinnedh aitreabhus innte. Ni thoimhlt^ fin na 



THE QAELIC HARCO POLO. 



419 



flrst month of autunm. Uealli woiild can'y them off witli tlie 
sun's rays if tliey were not bolpen by these montlis.') Black 
liawks tliey have: the best of hawks are they. Bats they liave 
as big as ravens, 

176. Xow the. kingdom of t)ie pagans is tlie fiftli kiiigdoni 
of the province of Malabar. An ox is the god of tlieir adoration, 
and they say this, tliat the shape of the Devil is white, wlieie- 
fore they paint the iniages of their gods black. And they put 
bla«k ointments and oils on themselves, so that they may be of 
the same colour as their gods. And if oue of them be white at 
liis birth they stay not tili he become dark. 

177. If they go into a battle or conflict they take with 
tlieni hair of the ox which they worship as God. and they have 
no treasures that they more regard. 

Of the Kingdom of MutßU (Bk. ül, c. 19). 

178. The realm of Mutfili, then, is at the frontier of the 
kingdom of the Pagans. and it submits to no king on earth. 
There aie neither streams nor rivei-s throughout that coimtry — 
they have only bright wells pouriiig out of the depth nf the 
earth. In these when they ebb at snnrise, men find abundauce 
of precious stones. There are mountains and lofty peaks in that 
country, with white eagles upon them, and plenty of veiiomoa'* 
serpents; and the huge eagles eat the serpents and of these 
precious stones are formed in tlie birds, so that tlie like of those 
stönes i» not found save there: their names are aüamant, which 
IB the same as diamond. Those eagles dwell in huge trees. and 
such is their valour that the people of the country are afraid 
to go uear them. So they put pieces of flesh into the iudestruc- 
tible glen which is below them. The eagles on seeing the flesh 
BWüop down from above. Then the people of the country go 
after them, and find the precious stones in their droppings, after 
having (thus) got the eagles away from them. And the best of 
these stones belong to the neighbouring kings, and the i-est of 
them is taken for sale athwart the world. 

Of the Kingdom of Lar and the Brahmans (Bk. HI, c. 20). 

179. The kingdom of Lar, now, the folk never teil a lie. 
AhraiamiHi (Brahmans) is the appellation (of those) that dwelt 



') The rainy seasou in MdUlinr, as Harco Polo erroueoiuly aseerts. 



420 WHKTLKY STOKBSy 

feoil tre bliithu, 7 ni marbhthar d